Ausgabe 
31.10.1941
 
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(9V Jahrgang Nr. 259

Gießener Anzeiger

§reltag.3l-Gktober

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General-Anzeiger für Oberhejjen *s?sas?.....

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tichen Panzerzug und machten zahlreiche Ge­fangene.

Schwerste Artillerie des Heeres bekämpfte mit gutem Erfolg kriegswichtige Anlagen in Centn-

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7Narfa Matruk und Hafengebiete im Jlil- delta.

Einzelne britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht im norddeutschen Küstengebiet Bomben, ohne Schaden anzurichten.

Oberstleutnant G a 11 a n d, Kommandeur eines Jagdgeschwaders, errang seinen 9 0. und 91. Cuft- sieg.

aufmarsch von Geschützen aller Kaliber ist ungestört von den zahlreichen Sowjetbombern vollendet. Der

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Handlungen von 1898 und 1917. Es muß jedoch auch ihm als schlechter Scherz erscheinen, wenn Roosevelt sich für eine Intervention in Afrika, die an sich schon die endgültige Zerstörung der Mon- roeoonrm bedeutet, auch noch als Ausgangspunkt die Stadt erwählt, die Monroes Namen trägt: Monrovia, die Hauptstadt der Negerrepublik Liberia.

Seinen Ursprung verdankt Liberia einer humani- taren Gesellschaft in den Vereinigten Staaten, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht nur die Be­kämpfung der damals dort noch allgemein üblichen Sklaverei betrieb, sondern darüber hinaus die Rück­siedlung der in früheren Jahrhunderten aus Afrika importierten Neger anftrebte. Hierfür wurde Liberia, in oder um dessen Gebiet die meisten Sklaven ursprünglich beheimatet gewesen waren, als Sied­lungszone ausersehen; die Hauptstadt erhielt den Namen des damaligen Präsidenten Monroe (1820). Ein Vierteljahrhundert hindurch nahmen die Nord­amerikaner lebhaften Anteil an dieser Siedlung, die 1847 auch als selbständiger Staat anerkannt wurde. Infolge eigener Sorgen und vor allem während des Bürgerkrieges erlahmte jedoch das Interesse, die Rücksiedlung geriet ins Stocken und hörte bald gänzlich auf. Liberia führte trotzdem sein Eigen­leben weiter und entwickelte sich zu dem zweiten selbständigen Eingeborenenftaat in Afrika. Die Eng­länder versuchten 1912, sich mittels einer Anleihe dort einzunisten, wurden aber 1927 mit Hilfe nord- amerikanischen Kapitals wieder verdrängt. Heute hat die Republik, die so groß ist wie Bayern, Würt­temberg und Baden zusammen, reichlich anderthalb Millionen Einwohner, darunter noch nicht einmal 1 v. H. Rückwanderer aus den Vereinigten Staaten. Die Verfassung ist ein getreues Abbild der nord- amerikanischen Verfassung, und die Regierung der Vereinigten Staaten ist, seit' sie 1927 eine Anleihe von fünf Millionen Dollar gab, an dem Wohl­ergehen der Republik überhaupt wieder stärker inter­essiert. Gleichwohl hatten die Amtsvorgänger Frank­lin Roosevelts Liberia immer als eine Art Ver­mächtnis angesehen, an welchem man gern die

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Oer Wehrmachtberichi.

DNv. Aus dem Führerhaupkquarller, 30. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Halbinsel Krim stoßen die deut­schen Kräfte dem geschlagenen Feinde unauf­haltsam nach. Oerllicher Widerstand seiner Nach­huten wurde gebrochen. Dabei wurden erneut meh­rere tausend Gefangene gemacht und weitere Ge­schütze erbeutet.

Bei der Verfolgung des Feindes im Donez- Becken wurde der Oberlauf des Donez von den deutschen und verbündeten Truppen in breiter Front erreicht.

Im Verlauf der erfolgreichen Angriffsoperationen zwischen Ilmensee und Ladogasee nahmen Panzertruppen in kühnem Handstreich einen feind-

Die deutsche Führung hat durch tagelange Erd- und Luftbeobachtung ein genaues Bild der femd-

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Wirksame Nachtangriffe der Luftwaffe sich gegen Moskau und Leningrad.

In Nordafrika bombardierten Kampfflugzeuge einen britischen Flugplatz

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Aus der Halbinsel Krim unaufhaltsam vorwärts

Oberlauf des Donez in breiter Front erreicht.

ist immer wieder bas gleiche. Hinterhältiges Schie­ßen aus Stellungen, die schon längst überrannt waren.

Flankierendes Feuer aus eingegrabenen Panzern schlägt in unsere Flanken. Die Bolschewisten stehen enggezwängt in zwei Meter tiefen Erdgräben, die ihnen auch gegen das furchtbare Feuer unserer schwersten Artillerie Deckung geboten haben. Aus nächster Nähe erst beginnen sie dank ihrer guten Tarnung den Feuerkampf. Im Drahtverhau sind Brandbomben und Fliegerminen angebracht. Wenn sie ausgelöst werden, springen sie einige Meter hoch und verstreuen bei einer zweiten Detonation einen Eisenhagel von oben. In wenigen Stunden hat eine einzige Pionierkompanie 650 Minen unschädlick tze- macht. Zwei Züge einer Kompanie haben zwei kleine und drei große Betonbunker genommen.

Nach Stunden erst meldet sich die feindliche Artil­lerie. Nun beginnt der Heldenkampf unserer in Die­len Gefechten erprobten fränkischen Jnfanterieregi- menter, der drei Tage lang währen soll. Ungeach­tet aller Verluste arbeiten sie sich vor. Sturmge­schütze kommen ihnen zu Hilfe, halten das Feuer der Schützennester nieder, gehen Geschütze und Gra- natroerergruppen an.

Eben fährt ein Sturmgeschütz nach dem ersten An­griff zum Munitionieren. Es hält am Gefechtsstand des Regimentskommandeurs, einem Erdkessel, um den herum der Boden aufgewühlt ist von den Ein­schlägen schwerer sowjetischer Schiffsgeschütze. Der Geschützführer meldet:Einen Panzerspähwagen, ein Infanteriegeschütz (7,3 cm), eine Granatwerfer- gruvpe, ein Pakgeschütz, ein MG -Nest und vier LKW. vernichtet."

Der Kommandeur dankt ihm.Das ist heute sein 50. Gefechtstag", sagt sein Kompaniechef, als der junge Oberfeldwebel wieder abgefahren ist. Im Zu­lammenwirken mit der Sturmartillerie haben unsere vordersten Bataillone auch den zweiten Ring des Befestigungssyftems gesprengt. In der geräumigen

Bit hohem Wall durchschneidet die Enge vom !«wgrzen Meer zum Asowfchen Meer. Die Meeres- m Westen ist seicht und stellenweise versumpft.

®»' Osten reicht dasFaule Meer", der Siwatsch, Q" bie Landenge heran. Es ist jetzt zum Teil aus- flilntfnet und mit rötlichem Salzschlamm bedeckt.

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gria, an welch letztes sich das gaullistische A e q u a- iirialafrifa anschließt. Mit den Gebieten aber "Tir es nicht getan; man brauchte Truppen und friegsmaterial. Die Menschenreserven der Englän- und de Gaulles würden vielleicht, aber auch"nur »lleicht, ausreichen, während Tanks, Kanonen und ugzeuge schon auf den übrigen Schauplätzen des Krieges fehlten. So wendete man sich wieder ein- il an dasArsenal der Demokratien".

Diesmal zögerte jedoch sogar Roosevelt. Nicht 1- ob er nicht auch diesen Weg bereitwilligst be- ri.tzen wollte, um sich in den europäischen Krieg f stürzen; aber wenn er schon manchmal Mühe yrte, seine Landsleute für England und Europa |l begeistern, so mußte U S A.s Intervention »Afrika noch schwieriger als für die Sicherheit bc Vereinigten Staaten notwendig zu begründen st.i. Roosevelt zögerte, aber plötzlich ging es. Mel- licht wird Frau Roosevelt eines Tages dem er- stcunten Publikum erzählen, wie ihrem Gatten achtens der Geist Monroes erschien; vielleicht war ts auch ein bloßer Zufall, der eines Tages Roose- Bits ruhelos nach neuen Kriegspfaden suchendes lige an der südwestlichen Ecke des norbroeftafri» rischen Riesenbuckels den Namen Monrovia decken ließ. Jedenfalls kam ihm plötzlich die Er- chtung; sie hieß: Liberia!

James Monroe, fünfter Präsident der 93er- igten Staaten (1817 bis 1825), wird sich nun leicht doch noch im Grabe umdrehen. Zwar ist schon lange her, daß der von ihm geprägte und erationen hindurch befolgte Grundsatz der amerikanischen Außenpolitik:Amerika den erifanern, aber auch nur Amerika!" zum ersten B*le verletzt wurde. Das war damals, als der e Roosevelt die Philippinen am Ende des eges mit Spanien zum nordimerikanischen rskbastsgebiet machte (1902V Wilson und e Mitarbeiter durchbrachen die Grenzen Nord- erikas gen Osten. Trotzdem trat nach dem Welt- ig eine scharfe Reaktion ein, und es schien bei» le, als sollten Monroes Name und Doktrin wie- ihre alte Geltung bekommen. Der zweite losevelt wollte es anders Er übernahm von :nroe zwar den Begriff der westlichen tm i f p h ä r e; ihm ist sie aber nicht mehr die . natürl'ch-geoarapbische Form, sondern ein cllenartiges Gebilde, dessen Ränder nach Bedarf lrallhin ausgedehnt werden. Allein die ständige ifrhnna seiner Doktrin durch Roos-velt würde Grabesruhe James Monroes kaum mehr «en; sie ist nur eine Wiederholung ähnlicher

'heran, unter ihrem zischenden Feu^rttrahl 'lammt die S^enve in weiten Bränden auf. Ungeheuer zah iH d-r S^wretsoldat m der Verteidigung. Ein wah­res Labnrinth von Gängen stt in den alt-n Ata- monenaräbrm angelegt, unb bietet einem Teil b»r Besatzung immer noch Scf)u^ gea-n 40 und 50 Handaranatenwürfe in die Schießscharten h n^'N- Zwei Gefangene werden voraeschickt. um den Rett piner Besatzung zur Ueberqabe auszufordern öte roerben von einem Kommissar niedergeknallt. Noch­mals setzen Flammenwerfer ein.

Aber'dem ersten Pionier fliegt eine Brandrohre ins Gesicht. Nach kurzer Zeit vernimmt man im Bunker einen Schuß. Der Kommissar hat sich selbst aetötet fünf Gefangene erg-ben sich. In ähnlicher Weise 'tobt der Kampf von Bunker zu Bunker. Es

Oie Landenge von perefop gestürmt.

Vas Tor zur Krim aufgebrochen. - Furchtbarer Vernichtungsschlag der deutschen Artillerie.

Von Kriegsberichter Dr. A. Haas.

Tanger, Ende Oktober 1941.

Lor einigen Wochen erinnerte man sich in Vichy nb im französischen Kolonialreich der Wiederkehr B Tages, an dem im vergangenen Jahr der eng- Ich-aaullistische Anschlag auf Dakar an der (Ent- (»(Offenheit der Verteidiger scheiterte. In London ttiärte man damals etwas verkrampft, die Expe- Hion sei nur deshalb nicht weitergeführt wordett, r?il man das Blut der Franzosen nicht vergießen sollte. Vorher in Oran und nachher in Syrien nr man weniger empfindsam. Jedenfalls hat die Hscheiterte Dakar-Expedition an der allgemeinen chtung der britischen Politik nichts geändert. Nur b» Methode hat man gewechselt; statt des kurzen, Mrlichen Weges entschied man sich für den lan-

k r den Atamanengräbern der alten Kosaken- ^tztlinge, die hier als mächtige Grabhügel an uL^üfte Wache halten, haben die Bolschewiken -Rester eingebaut, denen miberum Ml- JwiMber vorgelagert sind, Minen über Minen.

in, aber wie man glaubt und hofft erfolg- «rheißenden. So betrieb man zunächst die Ver - lirtun g der Positionen in den britischen --- hlonien Gambia, Sierra Leone, Goldküste und Ni-

Schütz" sh;3.R>"

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Die Sünde wider Monroes Geist

Von unserem «.-Korrespondenten.

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eigene Selbstlosigkeit mit der Jnteressenpolitik der europäischen Kolonialmächte verglich. Tatsächlich ging damals auch das nordamerikanische Interesse an Liberia kaum über die Sorge für die Sicher­stellung des Zinsendienstes hinaus, und im Bewußt­sein der nordamerikanischen Oeffentlichkeit war Li­beria überhaupt nicht vorhanden.

Das soll nun alles anders werden, weil Roosevelt in Monrovia nun endlich den Punkt gefunden zu haben glaubt, an welchem er feinen Fuß auf der anderen Seite des Atlantik niederfetzen kann. Zunächst wird dort ein Flughafen für die Panamerican Airways gebaut Dieser Flughafen muß dann natürlich geschützt wer­den, so daß auch militärische Anlagen dort erforder­lich werden. Eines Tages werden wir auch sicherlich hören, daß Liberia einer unmittelbaren Bedrohung durch dieweltherrschaftssüchtigen Nazis" ausgesetzt und daß es die historische Pflicht der nordamerika­nischen Demokratie sei, zum Schutze der bedrohten schwarzen Brüder einige Divisionen über den Atlan­tik zu senden. Dem nordam"rikanischen Publikum wird Roosevelt dies leicht verständlich machen, wenn er den Geist Monroes beschwört, der schon vor über hundert Jahren dieses afrikanische Gebiet unter nvrdamerikanischen Schutz gestellt habe. Da Mon­roes Andenken ohnehin schon mit Füßen getreten wurde, kommt es auf eine weitere Verhöhnung nicht mehr an.

So hofft also Roosevelt, unzulänalich bekleidet mit dem schon, vielfach durchlöcherten Mantel der ame­rikanischenNeutralität", in Liberia den Stütz­punkt zu finken, von welchem aus dieVerteidigung der westlichen Hemisphäre" möglich werden soll. Die Neger in Liberia jedoch werden sich wundern, daß statt der lang erwarteten schwarzen Brüder die weißen Sklavenhalter von ehedem zu ihnen zurückkehren.

Hunhiaer in Dakar

Lissabon, 30. Oft. (Europapreß.) Große Auf­merksamkeit schenkt man in Portugal der Anwesen­heit des französischen Kriegsministers General Hüntziger in Dakar. Man hat hier den Ein­druck, daß der Aufenthalt Huntzigers im Zusammen­hang steht mit den englisch-nordamerikanischen Drohungen, sich Dakars als Stützpunkt an der afrikanischen Westküste zu bemächtigen.

> Aste" iqe; 2.

Koch, 1^- itter, g} uhr, 102- ter Boiss- 11. Wols

-2NB. ..., 30. Oktober. (PK.) Der Vormarsch > schweren Brocken ihrer Schiffsgeschütze in unsere Ws der Krim hat begonnen. E ne nur wenige Kilo- vordersten .

Mir breite Landenge verbindet die Halbinsel mit

Ibss Festland der Nogaischen Steppe. Sie bildet u..v ----------, - ...

W' feit Jahrhunderten von der Natur dargebotene, lichen ^eUun9ra9f^"fa nCn n^r iff ^inopftärt

l lorragende Verteidigungsstellung. ---nffpr Kabber ,ft unaeftort

Die Dämmerung hat ihren Schleier noch nicht völlig vom deckungslosen Steppenland gehoben, als aus über 200 Geschützen ein Feuerorkan auf die uiiu ..ui iuuiu^viii .....................: sowjetischen Stellungen losbricht. Die Infanteristen

die baumlose, wasserarme, braune staubige ! Hegen in ihren Schützenlöchern, die erregende Snan- 6e?oe, die nur mit kurzem, dürren Kraut bewach- ! nung vor dem Großkampftag m rd gesteigert durch leist, zaubern Luftspegelungen, der Fata Mor- , das wilde Schausviel d-r berftenben öranatem- Jni der Wüste ähnlich. See und Buchten hinein. - fchläge und das Hochlchießen der viele Meter hohen & Bolschewiken haben die natürlichen Verteidi- | Rauchpilze, der Lieblingsgewachse des Kr eges, am E":smöglichkeiten genutzt. Ein fünffacher Ring von Horizont. ,

Mrkern. ^rhbefeftinutioen, Vanzeraräben und ersten Dämmerlicht wird ohne schwere Kampfe

ren I-Eisenhindernlsen ist vor ihren Batte- Vorfeld genommen. Pioniere .svrengen und

üUungen aufgebaut. Tausende von Minen bilden , schneiden Gassen in die Drahthindernisse, in^mmen- W'gestaffelte Sperrketten. Unsere Snähtrupps ' merfer arbeiten sich an die noch feuernden Bunker 'n die erdbraunen Gestalten bei Tag und - - -

in fieberhafter Arbeit am Minenlegen be­ttlet. Auch d^s Me-r ist durch fchm^re See- Weu, die mit Pferd-vvrspann in die Flut hin» geschleppt worden sind, gefährlich gemacht.

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^'loer vorgelagert sind, Minen uver wcine.i- -jne" 3Baü von neun Kilometer Tiefe, der bezwun-

. werden muß!

1 Küstenbatterien f'nd gut getarnt neben

1 "Mungen am Ufer aufgebaut, Kriegsschiffe

jifl Schutze vorgelagerter Inseln in der

^MV/Igdttkoper Bucht auf der Lauer und senden die

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Ihre stärkste Waffe.

Arn Mittwoch gegen 3% Uhr wußte der Sender Moskau zu melden:In der Nacht vom 29. zum 30. Oktober haben unsere Flugzeuge das Gebiet um Berlin angegriffen. Brand- und Spreng­bomben wurden auf Kriegsobjekte in Berlin ab­geworfen sowie Flugblätter in deutscher Sprache. Explosionen unb Brände wurden beobachtet." Die Berliner, die in dieser Bombennacht der Ruhe pfleg­ten, werden sehr erstaunt über diese Leistung der Bolschewisten fein. Ihre beste Waffe, die Luft­waffe, hat sich als die Waffe der Lüge ent­puppt, und ein allgemeines Gelächter, nicht nur dec Berliner, belohnt diese bolschewistische Bravour­leistung. Aber ist es nicht jämmerlich, daß- solche Meldungen von Moskau überhaupt zu vertreiben gewagt werden? Wir verstehen durchaus, daß die von deutschen Waffen schwer bedrängten Mosko­witer eine Ablenkungsoffensive unternehmen möch­ten, aber sie vergessen, daß eine solche Ablenkungs­offensive durch klar erweisbare Lügen nicht nur kurze, sondern überhaupt keine Beine hat. Bel Mel­dungen von der Front mochte, sofern die deutschen Wehrmachtberichte nichts anderes meldeten, solche Schwindelei einigermaßen verborgen bleiben. Zwar haben sich die Londoner bitter darüber beklagt, daß die sowjetischen Frontberichte in entscheidenden Augenblicken entweder sich sehr dunkel ausdrückten oder überhaupt nichts besagten, wobei die Lon­doner dann natürlich ihrer Phantasie ganz besondere Flügel verliehen. Aber diese sowjetischeBombar­dierung Berlins" ist doch zu schön, als daß wir sie dem deutschen Volke vorenthalten möchten.

Ein zu oft benutztes Messer wird schartig, zu oft benutzte Lügen erreichen das Gegenteil des Be­absichtigten. Moskau und London haben in geradezu dummer Weise in den letzten Tagen unübertrefflich gelogen, wenn man Mr. Roosevelt nicht in Be­tracht zieht. Am 25. Oktober gab eine Sondermel­dung aus dem Führerhauptguartier bekannt, am 24. Oktober sei Charkow, eines der wichtigsten Rüstungs- und Wirtschaftszentren der Sowjetunion, genommen worden, am gleichen Tage ferner 75 Kilometer nordostwärts von Charkow der wichtige Verkehrsknotenpunkt B e l g 0 r.o d-. Im Verlaufe der Verfolgungskämpfe nahmen wir, so berichtete das OKW. am 28. Oktober, Kramatorskaja mit einer der größten Kampfwagenfabriken der Sowjets. Es ist nun amüsant, zu beobachten, wie London und Moskau darauf reagierten. Die Ein­nahme von Belgorod und Kramatorskaja wird über­haupt verschwiegen. Noch am Mittwoch behauptete Reuters militärischer Kommentator, Charkow befände sich immer noch in sowjetischem Besitz. DaßBir- mmgham des Ostens" werde noch umkämpft. Am gleichen Tage gab Moskau Meldungen über angeb­liche Kämpfe um Charkow bekannt, und London klammerte sich an diese Meldungen. Soeben hatte der Moskauer Korrespondent vonExchange Tele- araph" die Meldung nach London telegraphiert, die­sesöstliche Birmingham" sei tatsächlich noch von Sowjettruppen besetzt. Volle sieben Tage unterschlug man also die Mitteilung des deutschen Oberkomman­dos von der Eroberung dieser wichtigen Stadt. Man wußte, was das bedeutete. Ader während in Lon­don noch immer gemäß Moskauer Berichten daran festgehalten wurde, daß sich diese Stadt in Sowjet» besitz befinde, kam plötzlich ein amtlicher Sowjetbe­richt, der verklausuliert zugab, man habe Charkow dochgeräumt", aus strategischen Gründen, unb gleich wurde die für England bestimmte Beruhi­gungspille hinzugefügt, die Deutschen hätten die Einnahme von Charkow bereits im September ge­plant, aber diese Pläne des deutschen Oberkomman­dos seien auf dem Papier geblieben. Man muß sich die strategische und militärische Lage des Mo­nats September rekonstruieren, um diese Behaup­tung der Sowjets einfach grotesk' zu finden,

Moskau und London versuchen einander sich Trost vorzulügen. So wird, nachdem Moskau vor­anging, der Durchbruch durch die sowjetischen Ver­teidigungslinien zur Krim zwar zugegeben, aber der Reuter-Sachverständige knüpft daran Bemer­kungen von einer geradezu entwaffnenden Naivi­tät. So seien die Verhältnisse der Gefangenenziffer zur Geschütz- und Panzerbeute geradezu unglaub­lich. Womit d'eserSachverständige" wieder ein­mal aller Welt verkündet, daß er von militärisch«'n Dingen soviel versteht wie ein Plutokrat von mili­tärischem Wesen und militärischen Ehrbegriffen, nämlich nichts. E. S.

Sowjetbatteriestellung, die tiefe Unterstände auch für Pferde und Wagen hat, und ein furchtbares Bild der Vernichtung bietet, muß der Angriff ver­halten. Die Züge und Kompanien werden neu ein­geteilt, mancher Führer, mancher Kamerad fehlt.

Um 10 Uhr vormittags gehx ein Stukaangriff auf die neuen feindlichen Batterieftellungen nieder. Er bringt unseren Bataillonen Hilfe gegen die Wucht des Artilleriefeuers. Aber schon antwortet der Bol- chewik mit einem Gegenangriff von Martin-Bom­bern. Zwei Stunden später jetzt ein Sowjetbataillon in der linken Flanke des Regiments zum Gegen­angriff an. Es bricht im Feuer unserer Artillerie zusammen. Der ganze Nachmittag ist erfüllt von Luftschlachten und Artillerieduellen. Am Abend steht der Kommandeur vor einer schweren Entscheidung. Er hat einen tiefen Keil in die feindlichen Linien vorgetrieben und das gesamte Artilleriefeuer auf ich gezogen. Diele sind gefallen. Drei feindliche Gegenangriffe sind schon abgewiesen worden. Soll er weiter aushalten und neue Angriffsbefehle geben ober feine tapferen Kämpfer zurückrufen? Nein, das hätte das ganze Unternehmen ins Wanken gebracht! Sein Beispiel, seine Haltung, seine entschlossenen Worte feuern von neuem den Kampfgeist der Truppe an. Der Angriffsbefehl für den nächsten Morgen wird ausgegeben.

Wütende Gegenangriffe der Sowjets

Der zweite Kampftag ist gekennzeichnet durch wütende Gegenangriffe von Sowjetpanzern, Mar- tin-Bombern und Ratas. Er wird eröffnet durch einen Feuerschlag aller unserer Arülleriewaffen auf