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nicht weit entfernt, die Bedeutung Kretas als L u f t b a s i s ist ganz hervorragend, da Alexandrien und der Suezkanal von Kreta aus leichter erreichbar sind. Und nicht nur Aegypten liegt in der Reichweite der Flottenbasen von Kreta, sondern auch Palästina usw.
Am Tage, nachdem der Führer die Landung auf Kreta aus der Luft befohlen und Reuter selbst anerkannt hatte: „Der deutsche Angriff auf Kreta ist ohne Zweifel ein sehr kühnes und sehr riskantes Unternehmen", erging sich die britische Presse in der Hervorhebung der strategischen Wichtigkeit dieser Insel. Die „Daily Mail" schrieb damals: „Die lebenswichtige Bedeutung Kretas im Plan unserer Empire-Verteidigung liegt auf der Hand. Ein Sieg hier bedeutet viel mehr als ein örtlicher Erfolg, und ein Sieg Großbritanniens würde der gerühmten Unbesiegbarkeit der deutschen Waffen einen schweren Schlag versetzen." Selbst der britische Rundfunkschwätzer Cyrill Lay k in wies darauf hin, der Besitz Kretas sei wichtig, ja von ausschlaggebender Bedeutung für die Sicherung der vorderorientalischen Position des Empire. Er sagte, durch einen deutschen Besitz Kretas würde Suez jetzt nicht mehr allein durch eine Zangenbewegung bedroht, sondern der Angriff auf diese Stadt und auf den Suezkanal könne von drei Richtungen aus erfolgen, die Bedrohung von Suez sei also ernst und ein Ergebnis des deutschen Angriffes auf Kreta könne leicht einen entscheidenden Einfluß auf den gesamten Verlauf des Krieges im Rahen Osten ausüben, ja, die Bedeutung eines solchen Ereignisses würde sich bis zu den Küsten der britischen Insel erstrecken.
Wir haben die Insel aus der Lust bezwungen, unsere Bomber haben die englischen Schiffe zerschlagen, unsere tapferen Fallschirmjäger haben gewissermaßen die Insel aufgeschlossen, und vergeblich war aller Widerstand der Briten. Man hat in der englischen Presse natürlich das Blaue vom Himmel heruntergelogen, um so mehr, je schlechter die britischen Aktien aus Kreta standen. Aber anderseits
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„Die Engländer haben das Kriegsrechl verletz!."
Max Schmeling berichtet über feine Erlebnisse als Fallschirmjäger auf Kreta.
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Oer italienische Bericht.
Rom, 30. Mai. (DRB.) Der italienische Wehrmachtbericht hat folgenden Wortlaut:
In der Nacht zum 30. Mai haben unsere Flug- geugverbände die Hafenanlagen von La Valetta (Malta) bombardiert.
In Nordafrika Artillerie- und Spähtrupp- tätigkeit im Abschnitt von Tobruk. Unsere Flugzeugoerbände haben Anlagen und feindliche Schiffe im Hafen von Tobruk bombardiert. Es wurden zwei Hilfsschiffe und ein 2000-Tonnen-Dampfer versenkt sowie ein Brennstofflager vernichtet. Andere Flugzeugverbände haben Kraftwagen und Munitionslager bei Tobruk mit Bomben belegt. Unsere Jagdflugzeuge haben englische Flugzeuge, die versuchten, Bengasi zu erreichen, zum Kampf gestellt. Zwei feindliche Flugzeuge wurden «pbgeschossen.
In Kreta haben unsere Landungstruppen den Feind angegriffen und einige hundert Gefangene sowie eine reiche Beute an Waffen und Munition eingebracht. Die Operationen gehen, von der Luftwaffe wirksam unterstützt, weiter.
Die feindlichen Seestreitkräfte, die, wie bereits •hn Wehrmachtbericht vom Donnerstag gemeldet, wiederholt von unserer Luftwaffe im östlichen Mittelmeer angegriffen wurden, ziehen sich eiligst nach Alexandrien zurück, wobei sie fortwährend von unseren Flugzeugen angegriffen wurden. Der feindliche Zerstörer „Here- ward", der von unseren Flugzeugen schwer getroffen wurde, ist in die Luft geflogen. Die Rettungsoperationen der Besatzung sind im Gange, und es konnten bisher 229 Ueberlebende, davon 26 Schwerverletzte, geborgen werden.
Während der Fahrt in einem Geleitzug wurde der „(Tonte Ross o" südlich von Syrakus torpediert und versenkt. Der größte Teil der Truppen wurde gerettet.
In Ostafrika hat der Feind mit Unterstützung der Luftwaffe erneut unsere Stellungen von Uol- schefit (nördlich von Gondar) angegriffen. Durch sofortigen Gegenangriff unserer Truppen wurde er unter großen Verlusten zurückgewiesen.
Dor einem Jahr.
Am 31. Mai 1940 letzter französischer Widerstand in Nordfrankreich gebrochen. Beiderseits Dünkirchen Kampf mit den Resten des britischen Expeditions- ' Heeres. Die Luftwaffe bekämpft erfolgreich Einschiffungen des Feindes in Dünkirchen. Zahlreiche Kriegs-, Transport- und Handelsschiffe versenkt. Die Kriegsmarine übernimmt im holländischen und in dem in deutscher Hand befindlichen belgischen und französischen Küstengebiet die Küstenverteidigung.
Am 1. Juni 1940 werden beiderseits Dünkirchen die Engländer weiter zurückgedrängt. Nieuport, Adinkerke, Ghyvelde genommen. In Norwegen besetzen Gebirgsjäger Bodö. Die Luftwaffe zerschlägt Reste des geschlagenen britischen Expeditionsheeres vor Dünkirchen. Schnellboote versenken im Kanal einen Zerstörer und ein Unterseeboot und ein deutsches Unterseeboot ein Kriegsschift.
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Im Tiefflug über Kreta.
Vom Begleitschutz bis zur Gefechtsaufklärung. — Fahrt durch Kreta
Von Kriegsberichter Wolfgang Kuechler.
verloren anzusehen ist. Trotzdem behauptete Chur» ch i l l am 27. Mai, die deutschen Angaben über beit Kreuzer „York" seien „noch mehr übertrieben als sonst". Jetzt, nach der Eroberung der Suda, Bucht auf Kreta, dem wichtigsten Stützpunkt der britischen Seestreitkräfte, sieht man unter der süd- lichen Sonne den Kreuzer „N o r k" auf deft Grunde der Bucht liegen. Womit erneut die absolute Korrektheit der deutschen Wehrmachtberichte, und die absolute Verlogenheit amtlicher englische Meldungen und Erklärungen erwiesen ist.
Englische Kriegsschiffe in Gibraltar eingetroffen.
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Erfolg lag dafür auch auf deutscher Seite. Die Straße blieb in unserem Besitz, und die britischen Truppen mußten sich unter blutigen Verlusten und unter Zurücklassung von Gefangenen zurückziehen."
Max Schmeling wurde bei den zähen Gefechten, in denen oft Mann gegen Mann stand, von seiner Gruppe abgesplittert und schlug sich einen halben Tag lang durch die kretische Wildnis, bis er einige Kameraden fand, die ebenfalls die Verbindung mit ihrer Gruppe verloren hatten. Vorsichtig, immer Ausschau nach den Engländern und nach Heckenschützen haltend, pirschte sich die kleine Schar auf Schleichwegen durch das unwegsame Gelände. Am Abend stießen sie dann wieder auf einen größeren Zug deutscher Fallschirmjäger und setzten mit chm zusammen den Kampf um die Beherrschung der wichtigen Straße fort. Auch hierbei wurden wieder britische Gefangene gemacht. Max Schmeling äußerte sich über seinen Eindruck, er habe das Gefühl gehabt, die Tommies feien froh gewesen, daß der Kampf für sie endlich beendet fei. Niemand - von ihnen habe sich über die Behandlung beklagen können, und es sei auch trotz der manchmal schwierigen Lage der Fallschirmjäger kein Fluchtversuch unternommen worden.
Auf die Frage: Wie die Engländer gekämpft hätten, meinte Max Schmeling, daß die Tommies Zwar zäh gewesen seien, aber sich nie bis zum letzten Schuß verteidigt hätten. Meistens zogen sie
Die Folgen unseres Sieges auf Kreta
Ausgangspunkt neuer strategischer Möglichkeiten.
wahre „Wirklichkeit" nennt, die Dinge der Sinnenwelt. Dieser Materialist muß mit Notwendigkeit auch zu einem „Glauben" an das Gold kommen. Denn er muß ja einen Götzen haben, der für ihn den höchsten Wert repräsentiert.
Der metaphysisch Gerichtete kann diese Dinge der materialistischen „Wirklichkeit" nicht so ernst nehmen. Er erlebt innerlich die große Notwendigkeit des gotthaltigen Daseins, das Schmerz und Tod als Inhalt der Gottwelt einschließt. Er ordnet sich dem Ewigen zu und mithin auch der Ganzheit seines Volkes und seiner Ordnung ein. Diese Haltung macht ihn dem überlegen, der da meint, besonders „hart" zu sein, wenn er in der Stunde der leiblichen Bedrohung im scheinbar „gesicherten" Keller- verbi eß seines erkauften Winkels um so drastischer „das Leben genießt".
Ueberlegen ist der Mensch, der gelassen und gläubig seinen Dienst am Ganzen erfüllt und sich in dem großen Zusammenhang sicher weiß, der seine Bestimmung ist. Dieser Mensch — und wir erkennen in ihm den deutschen Menschen — ist weltüberlegen. Er kennt die kleinen und erbärmlichen „Ressentiments" nicht, diese Rach- und Nachgefühle, die den blinden Haß und den verzweifelten Hochmut der Borniertheit gebären.
Gespräche mit jungen Menschen aus dem kontinentalen Westen lassen oft erkennen, wie weit die Erstarrung bereits gediehen war, ehe mir kamen, und wie sie heute sich auch dort nicht leicht löst, wo wir uns als Helfer in der von den Erstarrten selbst verschuldeten Not erwiesen haben. Man schämt sich dort jetzt der Hetze, mit der man -sich selber und den Landsleuten den Deutschen als Bestie, als Barbar vorstellte. Das ist charakteristisch -für jene seelische und geistige Erstarrung, von der oben die Rede war: sie will es sich nicht eingestehen, daß das alles Irrtum, Haßphantom oder schlechtes Gewissen war... Man kann es dort nicht übers Herz bringen, nun Ja! zu sagen zu dem Schicksal. Nein, auch wenn der Deutsche hilft, ist er der „Barbar" für manche Unbelehrbare..
Jenseits des Ozeans sieht es nicht anders aus: seine pseudoreligiöse Orthodoxie verschließt sich eigensinnig und unfähig jeder klaren Ueberlegung. Die dümmste planmäßige Hetze Interessierter wird ins Dogma der eigenen angelsächsischen Unfehlbarkeit ausgenommen, und nun rennt man in eine geistige Sackgasse, aus der die notwendige Umkehr einmal sehr schwer sein wird. Wir sehen diese Zusammenhänge, und das macht uns ihnen gegenüber sicher und überlegen. Ein in sich selber geistig und seelisch feststehendes Herrenvolk wie die Japaner spüren und begreifen das. Die Verständigung rund um den Erdball ist mit ihnen deshalb leicht und säst selbstverständlich. Geistiges Talmiwesen, wie es heute das Angelsachsentum darstellt, muß vor der großen -Geisteswelle versagen, die nach dem Absinken der materialistisch-bürgerlichen Zwischenepoche die Dinge der Menschen auf dieser Erde neu ordnet.
Aber in den Völkern, die jung sind in ihrer Seele und ihrem Wollen, wächst der Kern der Menschen, die das Neue begreifen und verehren. Sie ahnen oder wissen schon, daß dieser Krieg kein imperia- llistischer Eroberungskrieg mehr ist, daß in ihm — wie es schon damals 1914, vor einem Vierteljahr- Hundert, die deutsche Jugend empfand — etwas Geistiges ausgetragen wird, das jenseits des bloß nationalistischen Hasses steht. Kleinere Erscheinungen dieses Hasses werden bereits lächerlich vor dem großen Geschehen.
So sind mir mit unserer pfingstlichen Selbstbestimmung ganz von selber zu dem großen inneren Befehl gelangt, unter dem heute all unser Dasein stehen muß: mir haben dem Kommenden zu dienen mit Leib und Seele. Wir haben den Geist in uns wachzuhalten um unserer Verpflichtung an unserer ewigen Ausgabe mitten.
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(PK.) t. . 31. Mai. (DNB. Funkspruch.) Für den Staffelkapitän ist der heutige Einsatz ein kleines Jubiläum: Es ist das 2 5. Mal, daß er gegen bie Insel fliegt. Welch eine Summe von Energie und Einsatzbereitschaft, melch eine Fülle schon rein körperlicher Leistungen liegt in dieser Zahl der 25-Kreta-Einsätze in knappen zehn Tagen! Das läßt ahnen, aus welchem harten Holz die Männer geschnitzt sein müssen, die im Südosten Tag für Tag gegen den Feind fliegen. Und was für eine Vielfalt der Aufgaben hat es während bisset Zeit gegeben! Dom Begleitschutz bis zum Bombenwerfen, vom Tiefangriff bis zur Gefechtsaufklärung hat die Staffel fo ziemlich alles „durckexerziert", was es in der Fliegerei gibt. Aber als ihren fchön- ften Einsatz haben sie es immer wieder gesehen, wenn sie in den ErdkampfunsererTru p- pen auf der Insel eingreifen konnten, wenn sie den Fallschirmjägern und Luftlande trupp en so wirksam und erfolgreich zu helfen vermochten, daß die da unten vor Freude und Begeisterung heftig heraufwinkten.
Auch heute ist wieder ein ähnlicher Einsatz befohlen: Schutz von Transport-Ju's, die noch einmal Fallschirmjäger absetzen sotten, und anschließend Tiefangriff gegen feindliche Stellungen, die die deutsche Linie betuohen. Schon viele Kilometer vor Kreta, dessen Berge bereits lange vorher sichtbar geworden find, holen wir die Iu's 52 ein, die wir dann bis zum Zielraum begleiten und schützen. Hunderte von Fallschirmjägern schweben der Erde zu. Man wird fie unten freudig erwarten, sie sind an dieser Stelle eine bedeutende und vielleicht entscheidende Verstärkung für die dort kämpfenden Truppen. Beim Rückflug geben wir den Transportflugzeugen noch weit bis auf das Meer hinaus das Geleit, bann kehren wir roieber nach Kreta um, benn für uns beginnt jetzt erst die eigentliche Arbeit.
Es ist nicht einfach, bie feindlichen Stellungen zu finben. Gut getarnt haben sich bie Brüber, das muß man ihnen schon lassen. Kein Mensch läßt sich
haltende Form der deutschen Wehrmachtberichte !
kennt, weiß, daß in solchen Fällen das Schift als ! : a
fchirmjäger zu bezwingen und den Kampf gegen die englische Flotte nur durch unsere Bomber- durchführen zu lassen, würde scheitern, denn dieses Unternehmen, so schrie man, sei ja viel kühner äl s das Unternehmen gegen Norwegen. Am 22. Mai triumphierte der eng-
Nach der Eroberung der Hauptstadt von Kreta, C h a n i a , sind jetzt auch die übrigen an der Nordküste gelegenen Hafenstädte in den Besitz Deutschlands geraten. Nur diese Städte beherrschen das Bild der Insel, benn bie Sübküste Kretas fällt steil ins Meer hinab und bietet keinerlei Landeplätze. Damit ist das Geschick der Engländer oder vielmehr der australischen Truppen und des Restes der griechischen, die sich auf diese Insel geflüchtet hatten, entschieden. Sie können, weil unsere Luftflotte ihre Schifte zerschlug, nicht mehr flüchten. Damit hat Deutschland nicht nur ein Bollwerk der Briten, an dem sie jahrelang gearbeitet hatten, in seine Hand gebracht, sondern es hat mit einem Schlage gewissermaßen den Zentralnervenpunkt der ganzen vorderasiatischen und nordafrikanischen Stellung der Briten mit Beschlag belegt. Kreta istderKeil, der Drehpunkt, um den sich die gesamte strategische Position der Briten im östlichen M i t - telmeer drehte. Die Wichtigkeit Kretas ist von England auch erkannt und oft genug betont worden. Schon vor dem Weltkriege wollte England Kreta besetzen, und nur das energische Einschreiten der übriaen europäischen Großmächte verhinderte den englischen Zugriff. Aber schon vor diesem Kriege hatten die Briten begonnen, durch ein Zusammenspiel mit der griechischen Regierung Kreta zu befestigen, und während dieses Krieges wurde die Insel immer mehr von den Engländern gestützt, Vorräte angelegt und Flugplätze geschaffen, von denen England aus Italien bedrohte.
Als wir in kühnem -Unterfangen die englischen Truppen oder vielmehr die des Empire, oa die Briten ihre Kolonisten für sich bluten lassen, Griechenland besetzten, war Kreta die letzte, und wie sie glaubten, sichere Zuflucht der Briten im östlichen Mittelmeer. Kreta sollte auf Befehl Churchills „unter allen Umständen gehalten" werden. Am 4. Mai erklärte der Oberbefehlshaber der Empire- truppen auf Kreta, General Freyberg: „Durch die gemeinsamen Anstrengungen der militärischen Streitkräfte der Alliierten und der Zivilbevölkerung werden wir nicht nur den Boden Kretas gegen jeden Eindringling unversehrt bewahren, sondern wir werden von diesem Stützpunkt aus, so Gott will, im gegebenen Augenblick ausgehen, um die Freiheit und Unabhängigkeit von ganz Griechenland wieder herzustellen." Der Besitzer von Kreta hat einen wertvollen Vorposten für die Bedrohung der Schiffslinien im östlichen Mitte l m e e r. Der italienische Dodekanes ist von Kreta
sich in der Dunkelheit zurück, um eine neue Stellung zu beziehen, ober sie ergaben sich den vev« wegen anftürmenben Fallschirmjägern.
Wir sprachen dann noch über die Mißhandlungen deutscher kriegsgefangen ei : durch Engländer, die ebenfalls in zahlreichen Fällen bestätigt ist, und dabei zeigte sich Ma; Schmeling wieder als der saubere und faire Sports- mann, der er immer gewesen ist:
„Wir wollen nicht alle über einen Kamm sche* < ren", meinte er, „manche Tommies haben sich auch 1 soldatisch anständig betragen, auch unseren Gefangenen gegenüber Ich habe z. B. selbst gefefjen, wie ein in unsere Gefangenschaft geratener englischer Arzt im Notlazarett mitgeholfen hat, une unser Notlazarett, das wir in einer Zelle des Zuchthauses eingerichtet hatten, war bestimmt nicht gerade komfortabel. Das ist aber ein Einzelfall und wiegt nicht die Tatsache auf, daß die Mißachtung des Kriegsrechtes durch mt britische Rührung und den Tommys vor allem durch die Aufhetzung der kretischen B evölkerung zu dem gemeinen und hinterhältigen Heckenschützenkrieg manchem deutsckjen Soldaten das Leben gekostet hat. Die am gedrohten Vergeltungsmaßnahmen des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht bestehe« deshalb zu allem Recht!"
Das sagt ein Mann, der früher als Boxwebmeister und heute als Gefreiter in der Welt bai gleiche Ansehen genießt, ein Mann, der im schwersten Kampf dabei war und der nur schildert, was er mit eigenen Augen gesehen hat.
blicken, als wir im Tiefflug das Gelände abgrafen- Dffenbar haben die Tommies noch von unsere« früheren Besuchen her genug, fo daß sie sich nidji leichtsinnig den deutschen Fliegern verraten motten Da blitzt es jedoch plötzlich aus einem einzelnen Gehöft auf, das un-weit der nahe der Küste entlang führenden Straße steht. Wir werden beschossen, und auf so etwas haben wir eigentlich nur gewartet. Da das Mündungsfeuer einwandfrei als aus dem einzelnen Gehöft kommend erkannt ift gibt der Staffelkapitän sofort den Befehl: „Dieses Haus ist dem Erdboden gleichzumachen!" So blitzartig und so vernichtend möge« sich die Tommies unsere Reaktion wohl nicht vor- gestellt haben. Fünf Minuten genügen, um ihre «Stellungen restlos z u erledige« und das feindliche Feuer zum Schweigen zu bringen, fünf Minuten, in denen die Flugzeuge unsere« schwarms mit konzentrierter Wucht ihren Tiefangriff, gegen das Haus flieaen. Der Befehl de« Staffelkapitäns ist erfüllt: Aus diesem Haus wirt» kein Schuß mehr fallen.
Nachschub für die kämpfenden Truppen.
Weiter nach Westen fliegen mir mit unsere« schnellen Flugzeugen. Wir sind schon in dem Teil der Insel, der bereits fest in den Händen der deutschen Truppen ist. Auf einem Flugplatz, der do« den Fallschirmjägern schon in den ersten Tagen feß in Besitz genommen wurde, setzen wir zur Landunß an. Auf dem Platz ist ein ftänbiges Komme« und Gehen von Flugzeugen, das de« ganzen Tag über nicht abreißt. Vor allem Transportflugzeuge brummen in unübersehbare« Mengen heran. Meist sind sie bis an die Grenz« ihrer Ladefähigkeit mit Nachschub für unser« vom kämpfenden Truppen bepackt. Da kommt Mu* n i t i o n , die in der vorderen, Linie dringend benötigt wird, eine andere Ju ist bis an den Rani» voll mit Verpflegung. Nur kurze Zeit bleibe« die Maschinen, dann starten sie schon wieder, um aus dem rückwärtigen Armeegebiet neuen Nachschub heranzubringem Andere ju’s schäften Imme«
Gießen (( !*« B«rc 24 Uhr, 1
DNB. ..., 30. Mai. (PK.) Als in den frühen Morgenstunden des 20. Mai der riesige Heerwurm der schweren deutschen Transportmaschinen nach Kreta flog, begann eines der kühnsten und gewagtesten Unternehmen der Kriegsgeschichte: Nur aus der Luft her soll die vom britischen Expeditionskorps stark befestigte Insel Kreta gegen einen zahlenmäßig und materiell überlegenen Feind genommen werden. Deutsche Jäger und Zerstörer begleiten die ungezählten Ju 52, die auch hier wieder eine glänzende Bewährungsprobe ablegen.
Am Himmel sind Hunderte deutscher Flugzeuge aufgetaucht, aus ihren Rümpfen quellen Tausende leuchtender weißer Fallschirme hervor und pendeln langsam hinunter zur Erde. Die deutschen Fallschirmjäger landen auf Kreta! Auf strategisch wichtigen Punkten sind sie abgesetzt worden, die kühnen und todverachtenden Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der deuftchen Fallschirmjäger-Regimenter, die schon in Norwegen und im Westen Taten größten Heldentums vollbrachten.
Die Schilderungen der auf zahlreichen stark befestigten Stellungen auf der Insel landenden deutschen Fallschirmjäger beweisen alle die Schwere und Härte des Kampfes, aber auch, daß die Engländer oft und gerade in entscheidenden Augenblicken das Kriegsrecht nicht achten. Das haben Soldaten aller Dienstgrade bei ihren Vernehmungen ausgesagt. Ich hatte die günstige Gelegenheit, auch Max Schmeling, der als Gefreiter in einem Fallschirmjäger-Regiment beim ersten Einsatz auf Kreta landete, über feine Kampferlebnisfe zu befragen. Der Name Max Schmeling ist für die ganze Welt zu einem Begriff des wahrheitsliebenden und fairen Sportsmannes geworden. Der ehemalige deutsche Boxweltmeister aller Klaffen hat sich bei feinem Auftreten in allen Ländern der Erde immer wieder größter Sympathien erfreut, und feine Aussagen sind heute als Soldat genau so klar, sachlich und bescheiden wie früher die Antworten, die er den Journalisten Amerikas, Englands oder Spaniens gab.
Die Gruppe, in der Max Schmeling kämpfte, fprang mit dem Auftrag ab, die Küsten st raße zu sichern und ein hier liegendes Zuchthaus zu besetzen. Schon bei der Ankunft und beim Absprung wurden die Fallschirmjäger von starkem Abwehrfeuer empfangen. Gewehr- und Maschinengewehr- schüfse peiftchten ihnen aus allen Richtungen entgegen. Die Schützen faßen in den Baumkronen, in den Gärten und den Häusern. Dennoch landeten die Fallschirmjäger mit nur geringen Verlusten. An der Straße sammelten sich die Gruppen und Züge, um gegen den Gegner vorzustoßen. Aber was war das für ein Gegner? UeberaH nichts a l s Heckenschützen, nur wenige britische Offiziere, die anscheinend ihre Führung übernommen hatten, aber kein britischer Soldat war zu sehen! Nach der Einbringung mehrerer Gefangener — die Masse der Heckenschutzen hatte längst das Weite aesucht — nahmen die Fallschirmjäger das Z u cy t h a u s , dessen Häfttinge von den Engländern frei« gelassen worden waren, anscheinend in der Absicht, sie zu bewaffnen oder sie mit den Waffen der Fallschirmjäger auszurüsten, um sie bann gegen die deutschen Soldaten einzufetzen. Verbrecher gegen Soldaten! Im Gegensatz zu den eingeborenen Kretern zeigten sich die Griechen den deutschen Fallschirmjägern gegenüber stets freundlich und hilfsbereit. Sie zeigten ihnen Wege und Richtung und halfen ihnen in jeder Beziehung. Erft nach zwei Stunden tauchten die ersten britftchen Soldaten auf. Den Angriff schlugen die Fallschirmjäger ab und nahmen in kühnem Gegenstoß ein britisches MG.-Nest und die Mannschaften gefangen.
„Der Kampf war hart und schwer",, sagte Max Schmeling, „benn der Gegner besaß vor allem schwere Waffen, denen wir nichts entgegensetzen konnten. Mancher deuftche Fallschirmjäger hat seinen kühnen Einsatz mit dem Leben bezahlt, aber der
La Linea, 31. Mai. (Europapreß.) Day Schlachtschiff „Renown", der Kreuzer „Sheffield" |j|7 große 2 und der Flugzeugträger „Ark Royal" sind am Frei» is.-jemilch 1 tag im Kriegshafen von Gibraltar eingelaufen. |U?n Sold Sie stehen unter dem Oberbefehl von Admirali"" m: Summerville.
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bis in die f e r n ft e n Winkel Jnd iens, M m Hinterinbiens und zugleich Chinas, von dem ein Teil der Bevölkerung der Südprovinzen sich zur 1 deutM Lehre Allahs bekennt. E. S. w
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Am 20. Mai meldete der deutsche Wehrmacht i ftft bericht, daß der schwere e n g 1 i | cb e Kre uzer e9 „D 0 r k" in Brand geworfen war. Wer die zurüi^
lische Sender, die Briten beherrschten auf Kreta die Lage, sämtliche deutschen Versuche einer Invasion vom Meer aus seien gescheitert, und das Triumph, geschrei in der englischen und amerikanischen 3i> denpresse grenzte an Hosianna. »j
Mit Spannung erwartete die Welt die Entwicklung der Kämpfe auf Kreta, aber die Deutschen haben scheinbar Unmögliches möglich gemacht und die Engländer auf Kreta bezwungen Damit haben sie nicht nur einen beispiellosen Sean ihre Fahnen geheftet, sondern sie beherr. sch en jetzt auch die strategische Sage i m östlichen Mittelmeer durchaus, fie haben England dort den Fuß auf das Genick gefetzt. Die psychologische Wirkung auf bie von den Briten unterdrückten arabischen Völker in Syrien, Palij-


