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(91. Jahrgang Nr. 251

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VrühlschewttverstlätrdrnckereiR. Lange General-Anzeiger für Oberhessen

Neue Erfolge deutscher Ll-Boote.

Wieder 12 Schiffe aus britischem Geleitzug versenkt. Die britische Ver- sorgungsschiffahrt verlor erneut 79000 BVT.

DRV. Aus dernFührerhauptquartler, 28. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Aus einem von Gibraltar nach England gehenden Geleitzug haben deutsche Unterseeboote in mehrtägigen Angriffen 12 Schiffe mit 67 000 VRT. und ein Sicherungsfahrzeug versenkt, ferner versenkte ein deutsches Unterseeboot i m S üdatla ntlk einen 12 OOO Tonnen-Tanker. Die britische Versorgungsschiffahrt hat somit in den letz­ten Tagen wiederum 7 9 0 0 0 232tI. durch Unterseeboote verloren.

*

Nachdem das Oberkommando der Wehrmacht der Weltöffentlichkeit erst am Donnerstag voriger Woche von der Vernichtung eines aus 12 Schiffen be­stehenden, nach England fahrenden Geleitzuges, von oem nur ein kleiner Dampfer entkam, Kenntnis geben konnte, haben deutsche Unterseeboote schon wieder einen Geleitzug gepackt, der von Gibraltar gleichfalls nach Großbritannien unterwegs war. Was bedeutet dieser neue Verlust von 79 000 BRT. für Großbritannien. Ein Vergleich mit den Trans­portmitteln der Eisenbahn gibt darüber ein anschau­

liches Bild: 79 000 BRT. versenkt das besagt, daß England einen Schiffsraum verlor, mit dem es 115 340 Tonnen lebens- und kriegswichtige Güter heranführen konnte. 115 340 Tonnen das sind 7690 Waggons mit je 15 Tonnen Gewicht. Und wieviel Güterzüge sind das? Berechnet man einen solchen Zug mit rund 60 Waggons, so ergibt sich eine Zahl von 128 Güterzügen, die erforderlich wären, um die Ladungsmengen des versenkten Tonnageinhaltes von 79 000 BRT. aufzunehmen. Diese Zahlen erst vermitteln eine plastische Vorstel­lung von der Größe der Verluste, die deutsche Un­terseeboote der britischen Versorgung von neuem zugefügt haben. Und sie lassen zugleich erkennen, was es heißt: Ein Geleitzug versenkt!

Die Schlacht im Atlantik geht mit unverminder­ter Wucht weiter. Tag für Tag sind die deutschen Unterseeboote auf den Weltmeeren am Feind; und wo Schiffe des Gegners vor ihre Torpedorohre kom­men, werden sie auf den Meeresgrund befördert. Großbritannien wird immer deutlicher erkennen müssen, daß seine Hoffnungen auf eineEnt­lastung" in der Atlantikschlacht von der stahlharten Kampfkraft der deutschen Kriegsmarine und Luft­streitkräfte in Trümmer geschlagen werden.

Hinter den Misten der Atlantik-Konferenz.

Schanghai, 27. Sept. (DNB.) lieber die Atlantik-Konferenz zwischen Roosevelt und Chur­chill veröffentlicht die Nankinger ZeitungSchung hua je pao" auf Grund von Informationen aus Washington Einzelheiten, die interessante Streif­lichter auf die englisch-amerikanische Politik werfen. Danach hatten sich die Gespräche im wesentlichen auf die Materiallieferungen, den Kriegseintritt der USA. und den Sow­jet-Feldzug konzentriert. Dabei habe Roose­velts Argumentation, daß die Volksstimmung in den USA. noch nicht reif für einen Krieg sei, bei Churchill ein gewisses Verständnis gefunden. Chur­chill sei jedoch davon überzeugt, daß es Roosevett gelingen werde, durch die Schaffung von Zwischenfällen die USA. in den Krieg zu bringen. Völlige Uebereinstimmung hätte zwischen Churchill und Roosevelt bezüglich der der Sowjet­union zugedachten Rolle bestanden. Roosevelt habe es als beste Lösung bezeichnet, wenn Deutschland und die Sowjetunion durch den Krieg derart geschwächt würden, daß USA. und England als Sieger allein übrig blieben, was Churchills lebhafte Zustimmmung gefunden hätte.

New York Times" behauptet, dievolle USA.« Hilfe für die Sowjetunion komme nicht in Fluß, weil es schwierig sei, von der Moskauer Regierung Einzelheiten über die Lage in Erfahrung zu bringen. Roosevelt und Churchill hätten in einem Schreiben an Stalin ausdrücklich darauf hingewiesen, daß diese gegeben werden müßten, ehe die Sowjetunion mit voller Kriegsmaterialunterstützung aus den Vereinig­ten Staaten rechnen könne. Washington hoffe jedoch, daß man der englisch-nordamerikamschen Mission,

die zur Zeit in Moskau weile, Gelegenheit geben werde, das Sowjeihauptquartier und die Front zu besuchen sowie auch Einblick in die Geheimberichte der Sowjetregierung zu erhalten.

In dem Chor der Schreier, die auf Roosevelts Befehl durch Verlangen nach Aufhebung des Neu­tralitätsgesetzes die Kriegsvorbereitungen weiter­treiben sollen, erklärt Marineminister Knox in einem Aufsatz inForeign Commerce Weekly",die USA. ständen an der Türschwelle des Weltkrieges Nr. 2". Er sei stets gegen das Neutralitätsgesetz ge­wesen und müsse jetzt besonders darauf drängen, daß es widerrufen werde. Die USA.-Flotte sei nicht nur dazu da, Handelsschiffe zu beschützen, sondern solle Jagd auf feindliche Schiffe machen. Darum studiere die Marine der Vereinigten Staa­ten neben den Defensiv- ganz besonders die Offen­sivmethoden. Als besonders wichtig bezeichnete der Minister die Sicherung folgender Routen: Nordatlantik-Route nach Europa, die Verbindungen nach der Ost- und Westküste Südamerikas und die Pazifik-Route nach Australien, Niederländisch-Jndien und Britisch-Jndien. Der Minister erklärte weiter, daß die Vereinigten Staaten nicht genügend Marine st ützpunkte im nördlichen Pa­zifik besäßen. Diesem Uebelstand sei zum Teil abgeholfen durch die Errichtung von Stützpunkten für Wasserflugzeuge auf der englischen Johnston- Jnsel, dem gleichfalls englischen Palmyra und Sa­mos. Aber nichtsdestoweniger brauchten die Der- i einigten Staaten noch Stützpunkte, von denen aus Marineeinheiten im südlichen Pazifik eingesetzt wer­den könnten.

Eine wichtige Garantie des Gelingens"

Telegrammwechsel am Jahrestage des Dreimächtepaktes.

Berlin, 27. Sept. (DNB.) Aus Anlaß des ersten Jahrestages der Unterzeichnung des Dre>. miichtepaktes sand zwischen dem Führer, dem Duce und dem japanischen Ministerpräsidenten ein Tel - grammwechsel statt, in dem die Verbundenheit der un Dreierpart geeinten Nationen zum Ausdruck kommt.

Der Führer ar>den Duce:Duce! An dem Tage, an dem sich vor einem Jahre Deutschland, Italien und Japan im Dreimächtepakt Susammen- aeschlossen haben, gedenke ich Ihrer m herzlicher Freundschaft. Der Dreimächtepakt hat sich als die Grundlage der zukünftigen Neuordnung erwiesen, au der inzwischen zahlreiche weitere junge und auf­bauende Völker ihren Beitritt vollzogen haben, tfur die Aufgaben, die noch vor uns liegen wird der Pakt auch weiterhin eine wichtige Garantie des Ge­lingens sein Erst künftige Geschlechter werden er­kennen, daß es die Entschlossenheit der un^ Drei­mächtepakt geeinten Völker war, ine die Wett vo der Ausbeutung durch raumfremde Machte und der tödlichen Gefahr des Bolschewismus gerettet hat. Adolf Hitler."

Der D u c e a n d e n F ü h r e r : "Führer! Große und entscheidende Ereignisse haben sich lI" Der gangenen ersten Jahre des Bestehens des Dre er Paktes vollendet. Ebenso große Ereignisse bereiten sich vor. Die im Pakt von Berlin oorgezeichnete neue Ordnuna hat sich bereits siegreich ihr 1 unerschütterliche Grundlage geschaffen. Empfangen Sie, Führer, an diesem Jahrestag tm tarnen des faschistischen Italiens und in meinem eigenen meinen kameradschaftlichen Gruß. Mussolini.

Der Führer an den japanischen Ministerprasi- d-nten Fürst Konoye: Am

Abschlusses des Dreimächtepaktes machte ich den herzlichen Gefühlen der Verbundenheit mit der großen Nation des Ostens Ausdruck «»lechen, die mich und das deutsche Volk erfüllen. An dem Rm gen des japanischen Volkes um chi- Sicherung feiner Existenz und der unverbrüchlichen Lebensrechte der ostastatilchen Völker unter der Führung Japans nimmt das deutsche Volk lebhaften Anteil. Ich bin gewiß, daß Japan im Zusammenwirkenmit den Ü>m im Dreimächtepakt verbundenen Volkern die Ziele erreichen wird, die eine gesicherte und blühende Zukunft des japanischen Volkes und des gesamten

Ostasien verbürgen. In diesem Sinne grüße ich Eure Durchlaucht am heutigen Tage. Adolf Hitler.

Der japanische Ministerpäsiüent an den Führer: Anläßlich des ersten Jahrestages des Abschlusses des Dreimächtepaktes übermittle ich Eurer Exzellenz meinen herzlichsten Glückwunsch und gebe zugleich meiner tiefsten Hochachtung Ausdruck für den von dem von Eurer Exzellenz geführten Deutschen Reich Schlag auf Schlag errungenen Erfolg bei derEr- richtung der Neuordnung in Europa. Konoye."

Gleichzeitig fand zwischen dem Reichsmimster des Auswärtigen, dem italienischen Außenminister und dem japanischen Außenminister ein Telegramm­wechsel statt.

Die Japaner in Tschangscha.

Schanghai, 27. September. (Ostasiendienst des DNB.) Die Japaner drangen am Samstagnachmit- taa 6 30 Uhr in Tschangscha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, ein. 100 000 Mann haben die Tschungking-Armeen an Toten und Verwundeten in den Kämpfen nördlich Tschangschas bisher verloren. Von den 30 Tschungking-Divifionen, die an den Kämpfen teilgenommen haben, gelten zehn als ver­nichtet. Ferner haben die japanischen Truppen große Mengen von Kriegsmaterial aller Art erbeutet. Nach der Einnahme von Tschangscha weist die Zeitung Nicht Nicht" darauf hin, daß die japanischen Trup­pen trotz aller Geländeschwierigkeiten in neun Ta­gen hundert Kilometer zurücklegten.Asahi Shimbun" betont, die Schnelligkeit, mit der die Be­setzung Tschangschas durch die japanischen Truppen erfolgte, beweise, daß die Widerstandskraft der Tschungking-Stteitträfte sehr zurückgegangen sei.

Der italienische Bericht.

Rom, 28. September. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag meldet u. a.:

In Ostafrika hat die tapfere Garnison von U o l ch e f i t, die seit dem 15. 4. belagert wird, da sie seit einigen Tagen alle ihre Lebensmittelbestände aufgebraucht hatte, den Befehl erhalten, vom 26. ab den Kampf einzu stellen. Ihre glänzenden früher durchgeführten Angriffs- und Verteidigungs­aktionen hat sie damit gekrönt, daß sie einen letzten kühnen Ausfall machte, in dessen Verlauf sie zahlen­

mäßig überlegene Kräfte angegriffen und in die Flucht geschlagen hat, wobei sie ihnen bettächtliche Verluste zufügte. In den anderen Abschnitten des Gebietes von Gondar wurden feindliche Angriffs­versuche wirksam abgewiesen. Feindliche Flugzeuge unternahmen Angriffe auf Agrigent, Marsala, Trapanis Cagliari und auf Porto Em- vedocle, wobei drei Tote und acht Verwundete unter Der Zivilbevölkerung zu beklagen sind. Die Boden­abwehr von Cagliari schoß ein Flugzeug ab. Ein weiteres wurde von der Bodenabwehr in Marsala abgeschossen. Im mittleren Mittelmeer sind zur Zeit heftige Angriffe der italienischen Luftwaffe gegen einen großen von Gibraltar kommenden englischen Flottenverband im Gange.

*

Eine vorgeschobene Sicherung überraschte am 26. 9. im Sollum-Abschnitt an der Küsten­gegend eine britische Kolonne. Es wurden mehrere Gefangene mit Waffen, Munition, Fahrzeugen und anderem Kriegsmaterial eingebracht. An der Tobruk-Front belegte schwere deutsche Ar­tillerie die Molen und Hafenanlagen der einge- schlossenen Festung mit wirkungsvollem Feuer.

Der Jahrgang 1923 in die RGDAp. übernommen.

Berlin, 28. September. (DNB.) In eindrucks­vollen Derpflichtungsfeiern der Kreise und Orts­gruppen des ganzen Reichsgebietes wurden 15Q 000 Jungen und Mädel des Geburtsjahrganges 1923 der Hitler-Jugend in die Partei ausgenommen. Der Bedeutung dieses Tages gedachte auch beim Ab­schluß der dritten Wasserkampfspiele der Hitler- Jugend in Verlin-Grünau der bevollmächtigte Ver- tteter des Jugendführers des Deutschen Reiches, Stabsführer M ö ck e L In dem stolzen Bewußtsein, daß die Partei einst dieses Reich erkämpft und den Aufbau vollzogen habe, sei die Jugend in die NSDAP, ausgenommen worden. Ihr Weg sei eine Gemeinschaft zum Führer. Jeder, der sich eiyzu- setzen wisse, gleichwohl, wo er hingestellt sei, biene durch diesen Einsatz dem Führer. Die Bereitschaft, im sportlichen Wettkampf stark, kühn und hart zu werden, der Wille, den Millionen junger Kamera­den das Beispiel zu geben, sei die schönste Garantie für die Zukunft der Nation, die diese Jugend ein­mal auf ihren Schultern tragen werde. Stabsfüh­rer Möckel schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß der Geist, von dem die Kampfspiele dieses Jah­res in Garmisch und in Breslau getragen worden feien, auch über das olympische Grünau hinaus weiterleben möge. Dieser Geist führe die Gemein­schaft eines neuen Europa in eine neue Zukunft und in ein neues schöneres Leben.

Die Schlacht bei Kiew.

Sechs Tage lang tobte in dem Raum von Kiew Poltama eine der größten Vernichtungsschlachten aller Zeiten. Eine Einkreisungsschlacht von riesigem Ausmaß wurde von den Deutschen gewonnen. Cannä, Leuthen und Tannenberg erhalten ihre Fortsetzung. Umsonst versuchte Moskau der Welt begreiflich zu .machen, daß Stalins System darin liege, die deut­schen Truppen tief und tiefer ins Land hineinzu­locken und sie jede Fühlunß mit den bolschewistischen Armeen verlieren zu lassen. Allen Moskauer Ver­nebelungsversuchen zum Trotz wurde der Ring um große Teile der Sowjetarmeen im weiten Raum zwischen Kiew und Charkow geschlossen. Moskau und London fanden keine Worte mehr, die knappen Angaben der deutschen Wehrmacht zu entkräften. Ja, London begann zu spüren, daß nordostwärts des mittleren Dnjepr eine Entscheidungsschlacht sich anbahnte, die mit einer Niederlage der Bolschewisten enden mußte. Auf einer Fläche von rund 25 000 qkm traten die Deutschen an und holten zum entscheiden­den Schlag aus, nachdem die äußersten deutschen Flankentruppen sich nach Ueberwindung von 400 km die Hände gereicht hatten. Was noch vor Tagen Moskau mit aller Gewalt zu vertuschen versucht hatte, ist eingetreten: Budjennys beste Armeen wur­den abgeschnürt und eingekesselt, wurden zusammen­geschlagen von ununterbrochen vorwärtsdringenden deutschen Truppen und pausenlosen Angriffen der Luftwaffe. Dieser gewaltige Sieg war nur dadurch möglich, daß vom Oberbefehlshaber bis zum letzten deutschen Soldaten jeder erfüllt war von dem Glau­ben an einen vernichtenden Sieg, dessen gewaltige Größe dem deutschen Soldaten neuen unverwelklichen Lorbeer reicht.

In der Schlacht vor Gomel, die am 20.8. ihren Abschluß fand, verlor die Heeresgruppe des bolschewistischen Marschalls T i m o s ch e n k o 84 000 Gefangene. Im weiteren Verlauf ergriffen die Kämpfe auch die südlich anschließende Heeresgruppe des Sowjetmarschalls Budjenny. Auf deutscher Seite waren es die Heeresgruppen der Generalfekd- marschälle von R u n d st e d t und von Bock, die zur Schlacht im Dnjepr- und Desna-Bogen antra- te$m letzten Drittel des Monats August griffen deutsche Kräfte die Truppen Timoschenkos an, war- fen sie trotz zunächst zähen Widerstandes nach Sü­den auf Tschernigow, die Des na und Öen Sejm zurück und erzwangen in kühnem Zu­griff den Uebergang über die Desna und anschlie­ßend den Sejm. Dadurch wurde das von den Sow­jets zäh verteidigte Tschernigow unhaltbar und am 9.9. von den deutschen Verbänden erobert. Das rund 75 Kilometer südostwärts gelegene Ne sh in

Die Vollendung des deutschen Sieges in der Llmfassungsschlacht ostwärts Kiew.

93123. Aus demFührerhauptquartler, 27. Sept Das Oberkommando der IVehrmacht gibt bekannt:

2Vie bereits durch Sondermetdung bekannkgegeben, ist die große Schlacht bei Kiew beendet. In doppelseitiger Umfassung auf gewaltigem Raum ist es gelungen, die Dnjepr-Verteidigung aus den Angeln zu heben und fünf sowjetische Ar­meen zu vernichten, ohne daß auch nur schwache Teile sich der Umklammerung entziehen konnten. 3m verlaufe der in engstem Zusammen- wirken von Heer und Luftwaffe durchgeführten Operation wurden insgesamt 6 6 5 0 0 0 Ge­fangene eingebracht, 884 Panzerkampf­wagen, 3178 Geschütze und ungezählte Mengen an sonstigem Kriegsgerät erbeutet oder vernichtet. Die blutigen Verluste des Gegners sind wiederum sehr hoch. Sin Schlachtensieg ist damit errungen, wie ihn die Geschichte bisher nicht gekannt hat Die Ausnutzung dieses Erfolges ist in vollem Gange.

Die Luftwaffe bombardierte Rüstungswerke im Raum um Tula sowie militärische Anlagen in 2H o 51 a u.

3m Kampfe gegen die britische Versor­gungsschiffahrt versenkten Kampfflugzeuge in der letzten Rächt aus einem Geleitzug ost­wärts hüll zwei Frachter mit zusammen 15 000 BRT. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der Süd- und Oslküsle der 3nfeL Schwache Kräfte der britischen Luftwaffe flogen in der letzten Rächt in die Deutsche Bucht und nach Westdeutschland ein. Durch Bom­benwurf entstanden unerhebliche Schaden.

Der Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DRV. AusdernFührerhauptquartier, 28. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Einschließungsfront vor Leningrad nehmen schwere Batterien des Heeres am 26. Sep­tember sowjetische Kriegsschiffe im Hafen von Kron­stadt und im Küstengebiet südlich davon unter wirk­sames Feuer. Lin Kreuzer wurde in Brand ge­schossen.

Die L u f f ro a f f e bekämpfte Bahntransporte und Eisenbahnanlagen im Raum um Charkow und Mos­kau sowie im Quellgebiet der Wolga. Kampfflug­zeuge erzielten Bombenvolltreffer schweren Kalibers auf einem sowjetischen Schlachtschiff bei Kronstadt. Rachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen mili­tärische Anlagen in Moskau.

3m Seegebiet der Farör versenkte die Luftwaffe

am Tage zwei Frachter mit zusammen 3300 BRT.

Bei Versuchen der britischen Luftwaffe, am gestri­gen Tage die Kanalküste anzugreifen, verlor der Feind 23 Flugzeuge. Davon wurden 17 in Luft­kämpfen, vier durch Flakartillerie und zwei durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen. Der Feind flog weder bei Tage noch bei Rächt in das Reichs­gebiet ein.

Sowjetischer Landungsversuch am Südufer des Ladogasees gescheitert.

Berlin, 28. September. (DNB.) Am 25.9. un- terncchmen die Sowjets am Südufer des La­dogasees zur Entlastung ihrer eingeschlossenen Truppen einen Lanöungsversuch, der je­doch rechtzeitig entdeckt wurde und an dem soforti­gen Einsatz deutscher Kamps- und Sturzkampfflug, zeuge scheiterte. Hierbei vernichteten die deutschen Bomben einen Schlepper, zwei Transportkähne von je 600 BRT. und 15 kleinere mit Truppen vollbe- setzte Kähne. Am 27.9. wurden die Bolschewisten bei einem erneuten Versuch, sich am Ufer des Ladogasees festzusetzen, in den See zurückgewor- fen. Bereits gelandete Teile der sowjetischen Trup­pen wurden am Ufer vernichtet. Bei diesen Kämp­fen wurden auch zwei fowjettsche Kanonenboote durch Truppen des Heeres vernichtet.

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An der finnischen Front konnten zwei Di- Visionen im raumgewinnenden Angriff gegen star- ken Widerstand bolschewistischer Einheiten gute Fort­schritte erzielen. Eine Division erbeutete dabei 12 Sowjetgeschütze. An anderer Stelle wurden zwei Sowjetpanzer vernichtet. 13 Flugzeuge wurden ab» geschossen.

Veste der sowjetischen Ostsee-Flotte im deutschen Artilleriefeuer.

Berlin, 27. Sept. (DNB.) Die Reste der sowjetischen Ostsee-Flotte, die nach der Eroberung der baltischen Staaten in ihren Operationen völlig behindert sind, haben sich nach den wirkungsvollen deutschen Luftangriffen der letzten Tage in den Hasen von K r o n st a d t zurückgezogen. S ch w e r st e Batterien des Heeres nahmen sie unter wirkungsvolles Feuer. Hierbei wurde ein Kreuzer der Kirow-Klasse schwer getroffen, eine gewaltige Explosion löste einen Brand aus, der bis in die Abendstunden dauerte. Zwei weitere Kriegsschiffe wurden zum Einstellen ihres Feuers gezwungen. Ein Schlachtschiff mußte seinen bisherigen Anker­platz verlassen. Auch bei Oranienbaum wurde ein Kriegsschiff wirkungsvoll getroffen. Die deutsche Artillerie belegte auch die Mole von Lenin­grad mit heftigem Feuer und traf ein Untersee- boot, das im sinkenden Zustand von der Besatzung verlassen werden mußte.