Ausgabe 
29.7.1941
 
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Schlacht von Smolensk vor erfolgreichem Abschluß

Ilnentwegtes Tlachdrängen in der Llkraine. - Weiterer Raumgewinn an der finnischen Front. - Vergeltungsangriff auf London.

Vor das Kriegsgericht gestellt.

Sin Tagesbefehl Stalins gegen Panikmache und Disziplinlosigkeit.

SERPUCHOW

KALUGA TULA

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die Regierung auffordern, sich nicht in Angelegen­heiten des Kongresses einzumischen. Smith teilte gleichzeitig mit, daß er gegen die Verlängerung der militärischen Dienstzeit stimmen werde. Unter den nichtisolationistischen Senatoren, die Wheeler verteidigten, befanden sich vier Demokraten. Ledig­lich der demokratische Fraktionsführer Barkly ver- uchte, Stimson in Schutz zu nehmen. Wheelers Ausführungen lösten wiederholt stürmischen Beifall der dicht gedrängten Zuhörer auf den Tribünen aus.

Die bolschewistische Militärmission in den USA.

In Nordafrika hat der Feind an der To­bruk-Front erneut Angriffsversuche gegen un­sere StÄungen unternommen, wurde jedoch ge­stoppt und zum Rückzug gezwungen. An der Sol- l u m - Front Artillerietätigkeit. Feindliche Flua- Feuge haben einen neuen Einflug auf Bengasi durchgeführt.

In Ostafrika beiderseitige Artillerietatvgkeit im Uolchefit-Wschnitt. Britische Flugzeuge haben

(Karte: Scherl-Bilderdienst-M.)

waren, in den Kampf zu führen,unkluge Be­fehle unseres Kommandos, dumme und man kann schon sagen idiotische Befehle". Die Offen­heit dieser Sprache befremdet vielleicht. Aber Sta- lins Sohn hat nur ausgesprochen, was wir aus zahlreichen amtlichen Meldungen und DK.-Berich- ten schon wußten. Es find große Sowjetverbände aus Sibirien, aus dem Ural, ja selbst von dem fernen Transbaikalien auswaggoniert und ohne jede Kenntnis der operativen Lage und ohne jede Verfügung über das unerläßliche Kartenmaterial nach der altenDampfwalzen"-Manier in das Feuer geworfen worden. Die ganze Sowjetunion kennt dies. Der Moskauer Sender verbreitet einen Prawda"-Artikel desGottlofen"-Führers Jaro- flawski-chubelmann, der zurevolutionärer (!) Wach­samkeit auffordert, da dievertierten Nazibandi­ten" ihre Ausspäher und Diversanten (Lockspitzel) u. a. als Militionäre (Polizisten!), ja in den Uni­formen des Jnnenkommissariats (GPU.), in Zivil und sogar als Frauen verkleidet und mit Sowjet­pässen (!) ausgerüstet auftreten lasten." Diese War­nung läßt tief blicken.

nahen tropischen Südost-Asiens ausgeschlossen wer- j den. Umgekehrt erstreben die Vereinigten Staaten : eine Vervollständigung ihres Erdölmonopols und eine Neuerrichtung eines mehr amerikanischen als englischen Monopols für Zinn, Gummi und auch einige seltene Metalle, die als Legierungsmetalle bei der Herstellung hochwertiger Stahle notwendig sind. Den ersten Schritt in die den USA. raumfremde Sphäre haben sie schon 1898 getan, als sie dem da­mals so schwachen Spanien kurzerhand die Phi­lippinen abnahmen. In den letzten Fahren ist dieser erste Ansatz erweitert worden. Die nieder­ländische Regierung des Emigrantenklünaels in London hat die reichen Inseln Niederländisch- In­diens in den Einflußbereich der Vereinigten Staa­ten gebracht. Die bisherige Vorrangstellung im Kautschuk- und Zinnmonopol gleitet von dem schwach gewordenen England in die Hände des ame­rikanischen Großkapitals. In Singapur sind auch amerikanische Luftgeschwader stationiert. Eine ame­rikanischePrivatfirma" transportiert mit Bombern Kriegsmaterial von Burma nach Tschungking, dem Sitz der japanfeindlichen Regierung Tschiangkai- scheks. Die Tschiangkaischek-Regierung ist der tat- sächliche Verbündete der USA. und gehört zu den Demokratien", die von den Vorteilen des Eng­landhilfegesetzes profitieren. Das Bild rundet sich durch die Entsendung eines amerikanischen Beob­achters nach Indien und militärischer Beobachter der USA. nach Australien und Neuseeland. Wie phan­tastisch raumgreifend die monopolistischen Herr­schaftstendenzen des Wallstreet-Kapitals sind, ergibt sich daraus, daß die Ausbeutung des Erdöls sogar im Persischen Golf auf den Bahrein-Inseln von den bisherigen englischen Besitzern käuflich erworben wurden. Auch in den westarabischen Erdölgebieten am Roten Meer sucht das USA.-Kapital einzu­dringen.

Die Riesenschlange, die boa constrictor, ist in den Sprachgebrauch eingegangen als Sinnbild einer heimtückischen, lauernden Gewalt. Sie ist gerade in Südostasien heimisch. Sie liegt im Hinterhalt, win- det sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit um den Leib ihres Jagdopfers und erdrückt es durch die Massivität ihres langen muskulösen Körpers. So eine lauernde Riesenschlange ist das Wallstreet- Kapital. Daß die Japaner nicht nach Kaninchenart festgebannt auf die Umarmung warten, kann ihnen kein vernünftiger Mensch Übelnehmen. Die Regie­rung der USA., die mitten im Frieden, wenigstens im formalen Frieden, feindliche Maßnahmen gegen ihr mißliebige Staaten durchführt, hat auf die iapa- nische Stützpunktpolitik mit derEinfrierung der japa­nischen Guthaben und der Handelsblockade geant­wortet. Die Japaner haben das erwartet und Ge­genmaßnahmen getroffen. Auffällig ist aber, daß ausgesprochen kriegerische Drohungen in Washing­ton und Neuyork nur mit merklicher Reserve aus­gestoßen werden. Der bisher im Ruhestand lebende Generalleutnant Mac Arthur, der früher Ge­neralstabschef der USA. gewesen ist, wurde zum Oberkommandierenden der vereinigten amerikani­schen und philippinischen Streitkräfte zu Lande er­nannt Von der amerikanischen Flotte aber ist es recht still. Und das hat auch seinen Grund. Die ame­rikanische Flotte ist zwar zahlenmäßig groß. Ihre meisten Schiffe sind aber veraltet. Das gilt insbe­sondere von den Schlachtschiffen und Schlachtkreu­zern. Die Amerikaner bauen fieberhaft eine neue Kriegsflotte auf. Sie wird vor 1945 nicht schwim­men. In den weiten Räumen des Süllen Ozeans haben aber die Schlachtschiffe noch ein Wirkungs­feld. Gerade der Bau von Schlachtschiffen dauert aber lange. Dr. Ho.

Japanisch-französischer Berteidigungspakt ratifiziert.

Tokio, 28. Juli. (Europapreß.) Der japanische Kronrat hat in seiner Montag abgehaltenen Sitzung in Gegenwart des Kaisers die Ratifikation des Paktes zwischen Japan und Frankreich über die ge- meinsame Verteidigung Jndochinas vorgenommen.

Mijako Schimbun" stellt fest, daß die USA. seit dem Beginn des Chinakonfliktes vlanmäßig die Abdrosselung des japanischen Aufstieges versucht haben. Nichts wäre gefährlicher als eine Illusion, daß doch noch eine Verständigung mit den USA. möglich wäre. Auch heute noch versuchte Washing­ton zu bluffen, um Zeit für die Vervollständigung der Einkreisung zu gewinnen. Es müsse klar er­kannt werden, daß die USA. gegenüber Japan eine Haßpolitik verfolgen und sich zum letzten Schlag rüsten. Die hinterhältige Art der USA.« Politik sei gefährlicher als ein offener Krieg, den man in Washington vorläufig noch vermeiden wolle, um sich für die letzte Auseinandersetzung zu rüsten. Krasse Völkerrechtsverletzung

Argentiniens.

Auf Anordnung des Untersuchungsaus­schusses deutsches Kuriergepäck entwendet.

Berlin. 28. Juli. (DRV.) Am 25.3uli sind auf argentinischem Gebiet in Cordoba aus einem Flugzeug drei als diplomatisches Kuriergepäck

juchen mit eigenem MG.-Feuer in dem Rücken beschossen wurden. Aus Gefangenenaussagen ging hervor, daß die Sowjets bei Angriffen ihrer Regimenter oder Bataillone sogenannteA u f - sangkommandos" aufstellten. DieAuf­passer" hatten die Aufgabe, zurückgehende Bolsche­wisten durch Feuer von rückwärts zu erneutem An- griff zu zwingen.

Zersetzungserscheinungen hinter der Front.

Istanbul, 28.Juki. (DNB. Funkspruch.) Hin- ter der Sowjetfront mehren sich die Zersetzungs­erscheinungen. Berichte, die hier eingetragene Rei­sende aus der Sowjetunion mitbringen, finden ihre Bestätigung in Zeitungen und Rundfunksendungen der Sowjets. In diesen werden die Aufrufe von Tag zu Tag häufiger, die zum Kampf gegen Spione, Saboteure und, wie man sich in Moskau ausdrückt, Diversanten wenden. In einem Aufruf heißt es u. a., daß Diversanten und Saboteure die Telephonleitungen zerstörten, aller­lei Terrorakte vollfuhrten und sogar höhere kom­munistische Kommissare ermordeten. Sie arbeiteten mit allen Mitteln gegen das System. In einem zweiten Aufruf wird zur Bildung vonVernich­tungsbataillonen" gegen Feinde des Sowjetreaimes im Innern des Landes auf gefordert. In einem Artikel derPrawda" wird die Verwirrung, die Unordnung und die Unzuläng­lichkeit der Maßnahmen zur Abwehr von Bränden scharf getadelt.

Operationsplan für die Angriffsarmee.

Weitere Belege für die Ueberfallvorberei- tungen der Sowjets.

Helsinki, 28. Juli. (DNB.) Bei den Kämpfen gegen die Bolschewisten wurde unter der Beute ein Tagesbefehl Stalins vom 22. Juli gefunden, der besagt, daß die Sowjettruppen wohl oft zur Zu­friedenheit gekämpft hätten, daß es aber doch auch viele gebe, die Furcht und Panik verbreitet und gegen die Frontdisziplin verstoßen hätten. Da­her seien wegen schimpflicher Flucht, Panikmacherei, Führungsunfähigkeit, Untergrabung der Kriegfüh­rung, kampflose Preisgabe von Waffen und eigen­mächtiges Verlassen der Stellungen folgende Gene­rale und politischen Kommissare verhaftet und zur Verurteilung vor das Kriegsgericht ge­stellt worden: Armeegeneral Pawlow, Kom­mandeur an der Westfront; Generalmajor Kli- m o v f k i, Generalstabschef an der Westfront; Ge­neralmajor Grigorjew, Chef des Nachrichten­wesens der Westfront; Armeegeneral Korob­kow, Chef der IV. Armee; Generalmajor Koso - b u t s k i, Kommandeur des 41. Jnfanteriekorps an der Nordwestfront; Generalmajor Soli ko w, Kommandeur der 60. Gebirgsjäger-Division an der Süd front; Kommissar Kurotschkin, stellvertre­tender Kommandeur der 60. Gebirgsjäger-Division an der Süd front; Generalmajor Galaktinow, Kom­mandeur der 30. Infanterie-Division an der Süd­front; Kommissar I e l i s e j e w , Stellvertretender Kommandeur der 30. Infanterie-Division an der Südfront.

Der Tagesbefehl besagt weiter, daß die Disziplin in der Sowjetarmee um jeden Preis wiederherge- teilt werden müsse. Von allen Kommandeuren und politischen Kommissaren werde erwartet, daß sie hren Mannschaften mit gutem Beispiel vorangin­gen und die Panikmacher, Feiglinge und Deser­teure ausmerzten. Sämtliche Fälle von Feigheit würden ftreng bestraft werden. Unterzeichnet ist der Aufruf von Stalin als Oberstem Chef des bol­schewistischen Verteidigungskomitees und dem Divi­sionskommissar W a s i l j e w.

bei weitem das, was die USA. nach Ansicht eines USA.-Beamten zur Zeit zu liefern in der Lage seien.

©er italienische Bericht.

Rom, 28.Juli. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:

In der Nacht zum 28. Juli haben unsere Flug- zeuge erneut oen Flottenstützpunkt von L a Va­letta (Malta) bombardiert.

Washington, 29. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einer JNS.-Meldung überreichte die hier wei­lende bolschewistische Militärmission unter dem Ge­neral Golikoff dem Ministerialdirigenten Ache- on im USA.-Staatsdepartement die Wunsch- lifte der Sowjets für USA. ß i e f e r u n - ge n. Die bolschewistischen Wünsche üb e r tr ä f e n I©ortbar bombardiert.

©er Wehrmachtbericht.

DNB. AusdemAührerhauptquartler, 28. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Schlacht von Smolensk nähert sich ihrem erfolgreichen Abschluß. Alle Ver- uche, die Vernichtung der eingeschlossenen owjetischen Verbände zu verhindern, wurden ver- eitelt.

In der llkraine drängen die verbündeten Truppen trotz schwierigster Wegeverhältnisse dem weichenden Gegner unentwegt nach.

AnderfinnischenFront gewannen deutsche und finnische Truppen gegenüber zähem feindlichen Widerstand weiter Boden.

Als Vergeltung für die wiederholten Luftangriffe britischer Kampfflugzeuge auf Wohnviertel deutscher Städte bombardierte die Luftwaffe in der letzten Rächt die britische Hauptstadt. Westlich des Themse-U-Bogens wurden starke Brände hervorgerufen.

Kampfflugzeuge versenkten bei den Färöer- Inseln einen größeren Frachter und beschädigten ein Handelsschiff schwer. Vor der schottischen Ost- küsle erhielt ein großes Handelsschiff einen Luft- torpedotreffer.

Der Feind flog weder bei Tage noch bei Rächt in das Reichsgebiet ein.

Smolensk gilt nicht mit Unrecht in der Wehr­geographie alsder Schlüssel und das Tor Mos- kowiens". Es hat seinen alten Ruf auch in diesem Ostseldzug neu bestätigt. Eben darum liest das ganze deutsche Volk mit wahrhaft innerer Freudigkeit den kurzen vielsagenden Satz des Wehrmachtberichtes vom 28. Juli:Die Schlachtvon Smolensk nähert sich ihrem erfolgreichen Ab­schluß". Inzwischen sind die Kämpfe der ersten Frontlinie schon sehr viel weiter nach dem Osten, in den Raum westlich und südwestlich von W j a s - m a getragen worden. Wjasma, die ösllichste Kreis­stadt des alten Gouvernements Smolensk liegt etwa 150 Kilometer östlich von Smolensk und etwa 240 Kilometer westlich von Moskau. Hier waren frisch herangeführte Reserven der Sowjets vernichtet. Es war auch nicht so, wie die Sowjets behaupten: daß um Smolensk selbst noch gekämpft wurde. Die Sow­jets dichteten einfach einen ganz anderen Tatbestand inKämpfe um Smolensk" um. Nordöstlich von Smolensk waren starke Sowjetttuppen in einen

Kesseleingeschlossen. Und diese Sowjettrup­pen haben verzweifelte Ausbruchsversuche unter­nommen; sie sind alle unter schweren blutigen Ver­lusten gescheitert. Eine besondere Meldung vom 28. Juli berichtet, daß die politischen Kommissare gegen den Willen der eingeschlossenen Truppe neue Ausfälle erzwangen und durchAuffangkomman­dos" zurückgehende Sowjeteinheiten mit Feuer in den Rücken wieder nach vorwärts trieben.

Genau dasselbe sagt ... Stalins ältester S o h n, der sich deutschen Verbänden ergeben hatte. Er nennt die rücksichtslosen Versuche, einfach Trup- pen ohne Geländekenntnis er erwähnt ausdrück­lich, daßüberhaupt keine Karten^ vorhanden

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kenntlich gemachte Kuriersäcke entwendet worden, die von der deutschen Gesandtschaft in Lima au die deutsche Botschaft in Buenos Aires unterwegs waren. Auf die sofortigen Reklamationen der deut­schen Botschaft in Buenos Aires teilte die dortige Vertretung der betreffenden Fluglinie mit, daß die drei Kuriersäcke aufAnordnungdesllnter- suchungsausschufses der argenttnischeu De­putiertenkammer aus dem Flugzeug unmittelbar vor dem Abflug von Cordoba, als die Motoren be­reits liefen, ausgeladen und im Kraftwagen nach dem Kongreßgebäude in Buenos Aires gebracht worden feien. Die deutsche Botschaft in Buenos Aires hat gegen die krasse Völkerrechksverlehung bei der argentinischen Regierung sofort s ch ä r f st e n Einspruch erhoben und die Rückgabe des Kurier­gepäcks verlangt.

Kundgebungen im LlGA.-Genat.

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Washington, 29. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Rede Senator Wheelers, in der er An­griffe des Kriegsministers Sttmson als böswillige Verleumdungen zurückwies, kam es im ganzen Haus zu lauten Kundgebungen für Wheeler. Eine Anzahl von Senatoren erklärte, Stimson habe keinerlei Be­rechtigung, Wheeler einer landesverräterischen Tä­tigkeit zu beschuldigen, und mißbillige das Verhal­ten des Kriegsministers. Der demokratische Senator Smith, der politisch in der Mitte steht, erklärte, Stimson habe Wheeler nicht ohne höheren Beseh! verunglimpfen können. Der Senat sollte

Trotz schwerster Verluste zu immer neuen Angriffen gezwungen.

Berlin, 28. Juli. (DNB.) Die sinnlosen Ber- suche der Bolschewisten, sich aus der eisernen Um­klammerung der deutschen Truppen im Raum von Smolensk zu befreien, führten zu blutigen Verlusten der Sowjets. Am 26. und 27. Juli be- ahlen die politischen Kommissare gegen den Willen >er Truppe den Ausfall der eingekesselten sowjeti- chen Verbände. Deutsche Soldaten stellten dabei est, daß die Bolschewisten bei ihren Ausfallver-

Berlin, 28. Juli. (DNB.) Bei ber Sichtung des von den Bolschewisten bei ihrer Flucht aus Luck zurückgelassenen Materials wurden im Stabs­quartier der 5. Sowjetarmee einige ein­gemauerte Panzerschränke entdeckt. Im Schrank des Artillerieführers der 5. Armee fiel den deutschen Soldaten ein Blatt im Maßstab 1:500 000 in die Hand, welches das (Miet von Ostpreußen und des Generalgouvernements mit den an­stoßenden sowjetischen Gebieten umfaßt. Die Karte zeigt bereits die seinerzeit vereinbarte deutsch- sowjetische Jnteressengrenze und bezeichnet Lr-

©er Fall Betmonte.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Am Montag erschien in Berlin vor den Presse­vertretern der bolivianische Militärattache Bel- rnonte. Er machte vor diesem Forum der Well­öffentlichkeit Aussagen, die ein geradezu skandalöses Spiel der amerikanischen Kriegstreiber unter der Patronaz des Herrn Roosevelt enthüllen. Velmonte, ein Offizier, wie die südamerikanischen Republiken viele ausweisen, also ernst, zurückhal­tend, nur seinem Beruf lebend und damit dem deutschen Begriffs des Militärs sich nähernd, gab die ehrenwörtliche Versicherung ab, daß sein angeb­licher Brief an den deutschen Gesandten in La Paz, Dr. Ernst Wendler, der umstürzlerische Vorbe­reitungen in Bolivien zum Inhalt haben soll, von ihm nicht geschrieben ist. Damit wird dies böswillige Infamie der jüdisch-freimaurerischen Kriegstreiber bewiesen, dieser angebliche Bries tamrnt aus ihrer Fälschungsfabrik. Notgedrungen aber mußte der bolivianische Diplomat auch die eigene Regierung des Präsidenten Enrique Pena- randa bloßstellen, denn sie hat auf Grund dieses Fälscherbrieses sich als Hörige Roosevelts und seiner jüdischen Kumpane zu Schritten hinreißen lassen, die nicht nur außerhalb der diplomatischen Gepflogen- heilen stehen, sondern geradezu ein Gangsterstüä waren.

Um den angeblichen Brief des bolivianischen Mili. tärattachss und seine Wirkung zu beurteilen, muß man die Methoden charakterisieren, die das Weißt Haus in Washington gegenüber den südamerikani. chen Republiken anzuwenden beliebt. Ueberall in )en Hauptstädten dieser Republiken wird zum Teil mit Hilfe jüdischer oder den Juden versippter Ab­geordneter eine schamlose Hetze im Dienste Roose­velts veranstaltet, die sich gegen die Deutschen, Italiener und Japaner richtet und die nach nord- amerikanischer Gansterart nicht davor zurück sehr eckt, alsche Dokumente bei den widerrechtlichen Haus- uchungen in den Wohnungen der Deutschen einzw chmuggeln, um sie dann natürlich zuentdeckens und Lärm zu schlagen. In dem Augenblick, da dir Rooseveltsche Kriegshetzerkanaille dazu überging, wirtschaftlich und finanziell diesen widerstrebenden ibero-amerikanischen Regierungen das Leitseil um den Hals zu werfen, verdoppelten sich dieseEnt­hüllungen" in Buenos Aires, in Montevideo und überall dort, wo der amerikanische Dollar zusam­men mit den Interessen des Weltjudentums die be­stehenden Gesetze unterwühlt.

Nun hatte am 19. Juli Roosevelt selbst den ibero- amerikanischen Staaten den Schutzgegen einen Angriff oder gegen die Gefahr eines Angriffs''

tauen als zur <5o miet union gehörig Das Kartenblatt, das die Geheimnummer 175 uni die AufschriftOperattonsplan für die Angriffs- armee" trägt, stammt also aus der Zeit nach 19 40. Nach diesem geheimen Angriffsplan ftan- den auf dem engen Raum gegen Ostpreußen bis zum Raum um Warschau sechs Sowietar- m e e n. Die 3. und 4. Armee sollte von Kowno aus mit 22 Divisionen und drei Reservedivisionen, darunter starken Panzer- und motorisierten Ein­heiten, antreten. Die Ab s p r un g i) äf e n der sow­jetischen Luftstreitkräfte lagen nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Ms Stoßrich­tung der 5. Sowjetarmee war das ostpreußische Städtchen Gehlen bürg vorgesehen. Die Armee setzt sich aus 17 Divisionen, darunter mehrere Pan- zevdivisionen, zusammen. Die 7. Armee im Raum um Bialystok sollte über Ostrolenka in das Generalgouvernement einbrechen. Bei dieser Sow­jetarmee fällt die Bereitstellung starker Reserven auf. Warschau war das Ziel der 2. Armee, wäh- rend die erste Sowjetarmee von Brest aus nach Südwest en vorstohen sollte. Die Karte enthält weiter Angaben über die vermutete Stärke des deutschen Heeres in Ostpreußen und im General- gouDemement. Dabei ist bemerkenswert, daß die Sowjets selbst die Zahl der deutschen Divisionen in den entsprechenden gegenüberliegenden Räumen insgefamt mit weniger a l s der Hälft« ihrer eigenen angeben. Dieser KartenfmH rundet die bisher vorliegenden unwiderleglichen Beweise für die Ueberfallsgbsichten der Bolschewisten gegen Deutschland in eindeutiger Weise ab.

Hervorragende Einzeltaten an allen Frontabschnitten.

Berlin, 28.Juli. (DNB.) Im Raum dm Kiew hat eine deutsche Division im Zusammen­wirken mit ungarischen Schnellen Truppen vom 19. bis 21. Juli durch wagemutigen Einsatz 9 3 sowjetische Panzer im übersallartigen Zu­fällen erbeutet oder vernichtet. Im gleichen Kampf­gebiet wurde durch genaues Schießen der deutschen Artillerie ein sowjetischer Transportzug z e r» ftört, auf dem sich unter zahlreichem Kriegsgerot sieben sowjetische Panzerwagen befanden.

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Eine deutsche Panzerdivision stieß am Dor mittag des 26.7. mit sowjetischen Panzereinheiten an bet| südlichen Front zusammen. In kühnen An­griffen kämpften die deutschen Truppen den hart­näckigen Widerstand der Bolschewisten nieder unb vernichteten 30 sowjetische Panzer.

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Am 27.Juli schlugen finnische Truppen bolschewistische Gruppen westlich Hanaö unter schweren blutigen Verlusten' für die Bolschewisten zurück. Die Sowjets hatten vergeblich versucht, an zwei Stellen Hangös zu landen.

Am 27. Juli stieß eine deutsche Division ausdeN Süden Bessarabiens gegen die Stalin-Lim« vor. In kühnem Angriff wurde die stark befestig» Linie durchbrochen. Die deutschen Truppen kämpstsn den hartnäckigen Widerstand der Bolschewisten nü­ber und nahmen 21 Bunker, darunter ein schweres Festungswerk mit 7,5°cm°Panzerbatteriem.

Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnittes wurden am 27. 7. Sowjetverbänd«, die sich in ein Waldgebiet zurückgezogen hatten, von einer deutschen Division umschlossen und ver­nichtet. Die Bolschewisten hatten außerordentlich schwere Verluste.

In den Gefechten im Raum westlich Wjas- m a am 26. und 27. 7. vernichtete eine deutsche Pan­zerdivision im kühnen Angriff eine frisch aus dem Osten herangeführte sowjetische Division. Im gleichen Frontabschnitt zerstörte eine andere deutsche Division 8 3 sowjetische Panzerkampswager, die versucht hatten, sich der deutschen Umklammerung durch einen Ausfall zu entziehen. Acht sowje- tische Batterien, die den bolschewistischen Ausfall unterstützten, wurden gleichfalls auf gerieben