wahr' uni) viel wichtiger sein muß, ist, daß uns amerikanische Hilfe in der Atlantikschlacht
Erster britischer Geleitzug vom La Plata nach England.
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in Manila auf den Philippinen, von deren Lösung aus der amerikanischen Herrschaft schon lange keine Rede mehr ist, während die pazifische Flotte selbst in Pearl Harbour auf Hawai ihren wichtigsten Stützpunkt hat. Aber oon dort bi« Manila sind es rund 9000 Kilometer und oon Manila bis nach
Italienische Geefireitkräste in die Gndabncht eingedrungen
Oer italienische Bericht.
Keren nach blutigen Kämpfen vom Feinde besetzt.
Rom. 28. März. (DRV.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front Artillerietätig- keit. Unsere Luftverbände haben im Sturzflug feind- liche Stellungen und Verpflegungslager bombardiert.
3n der Rächt zum 26. März sind Angnffskräfte der italienischen Kriegsmarine in die S uda- bucht (Kreta) eingedrungen und haben vor Anker liegende Kriegs- und Transportschiffe angegriffen, wobei dem Feinde schwere Vertu st e zugefügt wurden. Ein feindliches Kriegsschiff ist gesunken. Englische Flugzeuge haben einige italienische Stühpunke im Aegäischen Meer bombardiert. Einige perfonen wurden verwundet. Rach sechs Wochen ununterbrochener blutiger Kämpfe haben die feind- tichen Truppen Keren beseht. Die Schlacht geht in der unmittelbaren Rahe weiter. 3m Harra- Gebiet haben unsere Truppen die Stadt harrar geräumt, um ihre Bombardierung zu vermeiden. Unsere Bomberverbände haben zahlreiche feindliche Kampfwagen im Offen der Stadt mit MG.-Feuer und Splitterbomben belegt.
Oer Wehrmachtbericht.
Vertin, 28.März. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Luftwaffe fetzte auch gestern den Kampf
gegen die britische Schiffahrt fort. An der Südwestküste von Wales griffen drei Kampfflugzeuge einen stark gesicherten feindlichen Geleitzug an. Sie versenkten drei Frachter mit zusammen 15 000 VRT. Vier weitere Schiffe dieses Geleitzuges sowie ein fünftes im gleichen Seegebiet angegriffenes Schiff wurden durch Bombentreffer beschädigt.
Aufklärungsflugzeuge bekämpften bei Tage Hafeneinrichtungen, Fabrik- und Bahnanlagen in mehreren südenglischen Städten erfolgreich mit Bomben. Der Feind flog in der Rächt mit schwachen Kräften nach Westdeutschland ein. In einigen. Orten entstanden durch Spreng- und Brandbomben Schäden nur an Wohnhäusern. Einige Zivilpersonen wurden getötet und verletzt.
Bei den erfolgreichen Angriffen auf de« G e l e i t z u g an der Küste von Wales zeichnete sich Hauptmann Müller, der die Einheit als stell- vertretender Gruppenkommandeur führte, besonders aus. 3m Tiefangriff vernichtete er allein drei Han- delsschiffe. Der im Wehrmachtbericht vom 27. März erwähnte Angriff auf ein Werk der britischen Flugzeug-Rüstungsindustrie wurde von einem einzelnen Kampfflugzeug in kühnem liefflug mit stärkster Wirkung durchgeführt. Die Besatzung bestand aus Leutnant vom Felde als Kommandant, Feldwebel S ch ö m h o f f, Feldwebel 3 a • nopa und Feldwebel R i b i c.
Der Gegner verlor gestern sechs Flugzeuge, davon drei bei dem Versuch, in der letzten Rächt nach West- deutschtand einzudringen, durch Rachtsäger und Flakartillerie. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.
„Wir können nicht warten.
England braucht jedes amerikanische Schiff und jeden amerikanischen Seemann.
Für eine Festaufführung von Kleists großem historischen Ritterschauspiel „Das Kätchen von Heilbronn", die im Deutschen Theater zu Berlin (1905) stattsinben sollte, wurde Hans P f i tz- n e r um seine musikalische Mitarbeit gebeten. In Schaffenserregung antwortet er: „Ähre Anregung ist bei mir auf fo fruchtbaren Boden gefallen, daß ich den Kopf ganz voll davon habe." Die enge Geistesverwandtschaft zwischen Pfitzner und GM lieh ch« ganz in seiner Ausgabe aufgehen,
wandeln werde, um dann fortzufahren: „Die Mächte des Dreierpaktes wollten den Konflikt begrenzen. Sie wollen nicht zulassen, daß in ihren Lebensräumen fremde Mächte operieren. Das britische Weltreich und die Bereinigten Staaten hätten weiterhin ihre großen Territorien ausnutzen können, ohne sich in die Angelegenheiten einzumischen, die rein europäisch unb asiatisch sind. Heute befindet sich nach den Worten Ribbentrops, ganz Europa m einem Kamps um seine Freiheit an der Seite der Achse. Die Achse hat tatsächlich den Krieg schon gewonnen, und noch am Ende dieses Jahres wird die Welt dies erkennen. Der deutsche Auhenmimfter deutet natürlich in keiner Weise an, mit welchem Plan England besiegt werden wird. Die Achse und Japan zeigen eine Gemeinsamkeit der Ideen, Ideale und Interessen. Es besteht eine Einigkeit SU f Tod und Leben, und es wird nicht möglich sein, einen Anschlag auf eine der drei Mächte auszuüben, ohne die entschlossene Feindschaft der beiden anderen herauszufordern".
Zettschristen.
— „Freude am Leben." Bebilderte Monats* schrift des Ifteichsbundes für Biologie. Herausgeben Dr. Walter Greife. Hugo Berrnühler Verlag, Ber- lin-Lichterfelde. — Das Märzheft der stets anregenden Zeitschrift für Naturfreunde bringt an erster Stelle einen mit schönen Aufnahmen illustrierten Beitrag „Seeadler in Deutschland": eine Bildreihe der Bavaria-Filmkunst von Professor W. Hege und K v. Loewenstl in befaßt sich mit dem Vorkommen, des unter Naturschutz stehenden deutschen Raubvogels, vor allem in Mecklenburg, wozu Br. Glasewald, der Ornithologe der Reichsstelle für Naturschutz, sachkundige Angaben liefert. In besonderer Weise zeitgemäß erscheint ein Beitrag „NordNorwegen und der Fisch" von Assessor Günter Diberg. Einen äußerst interessanten Aufsatz lieft man über den Iltis. Kurt Knaak, der vor einiger Zeit eine hübsche kleine Monographie über den Eisvogel herausbrachte, teilt hier auf Grund eigener Beobachtungen und Aufnahmen allerlei Wissenswertes,, vielen sicher noch' Unbekanntes über das kleine Raubtier mit. Volkswirtschaftlich und ernährungspolitisch gleicherma'ßen bedeutsam erscheint, gerade im zeitigen Frühjahr. Dr. F. W. Frickhmgers Beitrag „Wichtige Fraget des obstbaulichen Pflanzenschutzes^ auch hier, erläutern Bilder den Text. ,
geistsprühendes Werk, das sich frei macht von äNgst- sich gehüteter, traditioneller Gesetzlichkeit, geboren aus schalkhafter sprudelnder Laune. Hier pulsiert jugenofrischer Wille, lebensbejahend, aber voll spöttischem Ton bereit, allem Hergebrachten ein Schnippchen zu schlagen. Nicht ohne Absicht hat wohl Richard Strauß hier den Pauken gewichtigen motivischen Anteil zugewiesen, und bas nicht nur zu Anfang des Werkes, sondern auch in seinem weiteren Verkauf, wo das Klavier sich mit den Schlaginstrumenten thematisch auseinandersetzt. Lassen auch Einzelheiten, zumal auch in der Instrumentation, schon den späteren Strauß erkennen, so bekennt dennoch Richard Strauß vier Jahre später (1890), daß er schon über bas Werk weit hinaus sei und nicht mehr mit voller Ueberzeugung bafür eintreten könne, obwohl bie Burleske einige Monats vorher auf bem deutfchen Tonkünftkerfeft bes allgemeinen beutfchen Musiker-Vereins in Eisenach ihre Uraufführung 1890 erlebt hatte. Eugen b'Albert, bem das Werk „freundschaftlichst zugeeignet" ist, spielte damals den Klavierpart.
neuen Schlachtschiffe, darunter zwei zu je 45 000 Tonnen fertiggestellt sein. Mit größtem Eifer treiben die USA. den Ausbau ihres Netzes von Flotten- und Flugzeugstützpunkten voran, mit bem sie in weitem Bogen ben ganzen östlichen Pazifik abgeriegelt haben. Seit 1935 sind diese fprungbrettartig nach Westen vorgeschoben und mit der Insel Guam in der Gruppe der Marianen haben die USA. einen Stützpunkt unmittelbar im japanischen
Mailand, 29. März. (Europapreß.) Ein leitzug unter dem Schutz britischer Kriegsschiffe ließ in diesen Tagen als erster die uruguayische Hauptstadt Montevideo. Die britischen Kriegs, schiffe gehören dem Südatlantikgeschwader an. Der Geleitzug besteht aus etwa 30 Schiffen, worunter sich auch einige argentinische befinden, die landwirtschaftliche Erzeugnisse an Bord haben. Diese erste Bildung eines Geleitzuges am La Plata beweist, daß sich England selbst in diesen fernen Meeresteilen, weitab vom Kriegsschau-
Nie Blumenmädchen.
Als her Generalmusikdirektor Karl Muck einmal in Bayreuth eine Probe zu Wagners „Parfivaft Ifitete und bie Blumenmädchen auf ber Bühne dis Stelle fangen: „Ich dufte süß, ich dufte süßer", kam es Muck so vor, als ob eine der Sängerinnen mit dem Text nachhinke.
Er ließ die betreffende Stelle wiederholen und machte dabei die gleiche Entdeckung.
Da klopfte er ab und sagte zu der jungen Dämel
„Leiter kann ich von meinem Platz aus nicht fest» stellen, wie süß Sie duften, mein Fräulein! Aber das eine' weiß ich mit Bestimmtheit: Daß Sie regelmäßig u.m einen Achteltakt z u spät geduftet hoben!"
erneuert, hatte den Japanern die Rückendeckung verschafft, die sie gegen interventtonslüsterne dritte ! Mächte brauchten. 2m Weltkrieg lag es in der Linie der japanischen Festlandspolittk, daß Japan sich Tsingtaus bemächtigte und von dort die nord- chinesische Provinz Schantung durchdrang. In den Interventionskriegen ber Westmächte gegen die Sowjets überläßt man Japan auch noch die Hauptlast des Kampfes in Sibirien. Aber daraus abge- lettete Ansprüche Japans werden rundweg adge- lehnt und dem vereinten Druck der beiden angelsächsischen Mächte, denen Japan zu groß zu werden drolst, fühlt man sich in Tokio damals noch nicht stark genug, die gewonnene Stellung in Nordchina zu behaupten, Japan räumt Tsingtau und Schantung, ja es sieht sich genötigt, auf ber Flotten- konserenz von Washington 1922 in eine Beschränkung feiner Flottenrüstung im Verhältnis 3:5:5 zur englischen und nordamerikanischen Flotte ein- zuwikligen. Das japanifchL Volk hat diese Demitti- gung außerordentlich bitter empfunden, namentlich da sie von seinem ehemaligen Verbündeten England ausging. Washington wurde das japanische Versailles, denn die von den Vereinigten Staaten und von England für seine Dominions und Kolonien erlassenen verschärften (Einroanberungsbeftimmun* gen für Japaner, bie einem Verbot gleichkamen und eine brüst verletzende Deklassierung bedeuteten, trafen das japanische Volk an seiner empfindlichsten Stelle, in seiner Ehre. Man wurde sich in Tokio darüber klar, daß der zweite Absprung in die Weltpolitik nur in schärfstem Widerstreit mit England und den Vereinigten Staaten geschehen konnte.
Der Sprung gelang 1931 mit der Besetzung Mandschukuos, eines Landes, das feines Klimas wegen zwar bem japanischen Menschenüberstuß nicht das erwünschte Ventil öffnete, aber mit seinen reichen Naturschätzen ber japanischen Wirtschaft einen guten Teil jener kriegswichtigen Rohstoffe bot, in denen sie bisher ausschließlich auf bie Zufuhr aus den Vereinigten Staaten angewiesen war. Damit war bie Ausgangsstellung für eine erweiterte Fest- landsvolitik und weit darüber hinaus für eine oft» asiatisthe Großraumpolitik gewonnen. 1936 kündigte Japan bie Flottenverträge, um in seiner See- rüftung, der Voraussetzung jeder Großmachtpolitik für das Jnselreich, wieder volle Bewegungsfreiheit zu erhalten. England antwortete mit dem Ausbau von Singapur zu einer gewaltigen Seefestung an einem strategischen Scheitelpunkt des Pazifischen Ozeans unb bem Aus kiel legen von fünf Großschlachtschiffen zu 35 000 Tonnen, die den Kern eines besonderen Ostasiengeschwaders bilden sollten. Der Einmarsch ber japanischen Truppen in China, der 1937 beginnt, um die 400 Millionen des chinesischen Volkes aus den Wirren eines ewigen Bürgerkrieges frei zu machen unb zur tätigen Anteilnahme am Aufbau eines mächtigen Großostasiens zu zwingen, lost einen hinterhältigen aber verbissenen Widerstand der beiden angelsächsischen Mächte, namentlich Englands aus, dessen Aussaugungssystem zusammenzubrechen droht, wenn dem bequemen Status quo in China radikal ein Ende gemacht wird. Mit der Besetzung Kantons — ber britischen Kronkolonie Hongkong gegenüber — und der Insel Hainan im Südchinesischen Meer stoßt Japan mitten in den Raum vor, der anglo-amerikanischem Machtanspruch unterliegt. Als unmittelbare Rückwirkung der deutschen Siege auf den Schlachtfeldern Frankreichs vermag Japan durch gütliche Vereinbarung mit Jndochina dort Flugzeugstützpunkte zu gewinnen, von denen aus seine Luftwaffe die letzte Zufuhr- strahe für Tschiangkaischek durch Britisch-Burma unter ständiger Bedrohung hält.
England unb bie Vereinigten Staaten haben in ihrer Gegenwirkung erhöhte Anstrengungen eingeleitet, um ihren Machtanspruch im ostasiatischen Raum und in der Südsee aufrechtzuerhalten. In Washington ist eine neue Anleihe für Tschiang- kaischek bewilligt worden, es ist nur die Frage, auf welchem Wege man bem Marschall bas Kriegsmaterial zukommen lassen will, bas man ihm zugedacht hat unb das er bringend braucht, wenn er den Widerstand gegen die japanische Besriebungs- aktion fortsetzen soll, wie seine englischen unb amerikanischen Gönner es wünschen, um dadurch Zeit zu gewinnen für ihre Rüstungen gegen Japan. Denn das nordamerikanische Flottenbauprogramm ist zwar weit gespannt, aber cs wird noch Jahre dauern, bis das Ziel, sowohl im Atlantischen wie im Pazifischen Ozean eine jedem Gegner gewack)- fene Kriegsflotte zu besitzen, erreicht fein wird. Vorerst verfügen die USA nur über 12 Schlachtschiffe im Pazifik unb brei ältere im Atlantik, im laufenden Jahre sollen zwei weitere dazu kommen unb erst 1943 werben bie im Bau befindlichen sechs
Von Schubert bis pfitzner.
Zum bevorstehenden Orchester-Konzert.
Unter dem Eindruck des Bildes „Triumph des Todes" im Campofantv zu Pisa, das dem Maler Orcagna zugeschrieben wurde, faßte Franz Liszt den Plan für [einen Totentanz (Klavier unb Orchester). Als ßeitgebanCen legte er eine gregoria- Nische Melobie, bas „Dies irae“, zugrunbe unb ließ die Schrecken bes Todes in einer schauerlich großartigen Bison durch eine Reihe von ^nricttio- nen erleben. Mit machtvollen tiefen Klängen führt er bas Thema ein, und in der Folge bet Abwandlungen werden die Bilder bes Todes mit eindringlicher Färb kraft und scharfer Linienführung lebendig im Wechsel zwischen Soloinstrument und Orchester unb im gegenseitigen Verweben ber Klänge, insbe» sondere symbolischer Soloinstrumente, zu einem grausigen, phantastischen, erschütternden Erleben geführt. Bald orgelhatt tonend, bald wild klagend, bald geisternd im aufgeregten Tremolo durch ein Fugato die Mächte der Unterwelt wachrufend. Immer wieder rollen eindringliche Bilder vor dem Hörer ab, breite Kadenzen bes Klaviers mit weiten lyrischen Ausdeutungen. Da beschwört ber Klang ber Hörner bie Schrecken bes Jüngsten Tages, hohe Holzbläser binden sich mit bem Klavier zu bild- haften Klängen. Zum Schluß hin steigert sich bas Thema, unterstrichen durch die Blechbläser, zu tief- stem Erschüttern. Durch die Knappheit ber einzelnen Sätze und die Vielfalt ber Abwandlungen wird ber Hörer ständig gebannt und in Spannung gehalten, und selbst ohne den Gedanken an eine Bildhaftigkeit steht diese tßariationenabfolge im rein musikalischen Sinne plastisch vor ihm.
Singapore wiederum etwa 2400 Kilometer, also Entfernungen von kaum vorstellbarem Ausmaß, bie die amerikanische Flotte zudem noch durch die Inselwelt bes japanischen Mandatsgebietes zurücklegen müßte, wenn sie in Singapore die Engländer ad- lösen wollte. Es ist schwer anzunehmen, daß Japan es untätig hinnehmen würde, wenn die amerikanische Flotte Anstalten machen sollte, hier eine Ope- rationsbafis gegen bie japanischen Inseln zu beziehen. In Washington wirb man sich darüber ver- muttich klar fein. Aber die japanische Dermittlungs- aktion im indochinesisch-thailändischen Konflikt bat doch eine erhöhte angelsächsische Aktivität ausgelöst. Ein amerikanisches Geschwader weilt zu „Freun.d- schaftsbcsuchen" in australischen Gewässern und der amerikanische Geschwaderchef versichert in Sidney und Brisbane, daß Australien nicht allein gelassen werde. Die Engländer haben australische und neuseeländische Truppen, die für Nordafrika bestimmt waren, nach Singapore geleitet und indische Truppenverbände längs der thailändischen Grenze zusammengezogen, während die angelsäckssische Diplomatie in Batavia, der Hauptstadt Niederländisch- Jndiens alle Minen springen läßt, um dessen Wirtschaftsverhandlungen mit Japan zu konterkarieren.
In welchem Maß England und hier vor allen Dingen die Vereinigten Staaten ihre wirtschaftliche Machtstellung ausgenützt haben, um Japan zu erpressen, ist bekannt. Roosevelt hat im Widerspruch zu den wirtschaftlichen Interessen seines Landes, dessen Farmer in Japan den besten Abnehmer ihrer Baumwolle hatten, mit Ausfuhrverboten für Schrott und Del Japans Rüfttmgswirtschaft xu treffen versucht. Es war gewiß nicht leicht für die Japaner, die über ein Drittel ihrer Einfuhren aus den USA. bezogen und damit Amerikas drittbeste Kun-^ den waren, für diesen Ausfall an kriegswichtigen Rohstoffen Ersatz zu schaffen. Die energisch voran- getriebene Erschließung Mandschukuos und Nord- chinas macht es in wachsendem Maße möglich. Mit diesen Druckmitteln wird es also Roosevelt ebensowenig glücken, Japan einzuschüchtern wie mit milirischen Demonstrationen. Japan wird gewiß nicht mutwillig einen Streit vom Zaun brechen, es hat keinen Zweifel gelassen, daß es noch immer zum Frieden in Oftafien bereit ist, es wartet ab, seiner Stärke bewußt unb zum Kampf gerüstet, wenn es die Gegenseite nicht anders haben will. Matsuokas Berliner Besuch öffnet Roosevelt die Augen darüber, daß Japan bereit ist, dem Dreimächtepakt getreu, aus ber Schicksalsgemeinschaft der jungen Völker eine Kampfgemeinschaft zu machen, sobald bie Lage es erfordert.
Dr. Fr. W. Lange.
An die Adresse Roosevelts.
Eine spanische Stimme
zu den Berliner Trinksprüchen.
Madrid, 28. März. (Europapreß.) „ABC" nimmt zu den Erklärungen Matsuokas und Ribbentrops Stellung, bie das Blatt als an die Adresse der Vereinigten Staaten geriet) t e t kennzeichnet. Die Zeitung geht von einer vor wenigen Tagen gegenüber einem italienischen Journalisten gemachten Erklärung Matsuokas aus, . daß, wenn Roosevelt darauf bestehe, dieser Krieg sich in einen Weltkrie g ver-
Es war ein Verhängnis, daß Franz Schubert außer ber Ersten niemals eine seiner Symphonien gehört hat. 1828, also im Todesjahr, war die große H-ckur-Symphonie Nr. 7 entstanden. Aber die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien lehnte die Aufführung ab, weil das Werk „zu schwer und schwulstig" sei: Robert Schumann war es vorbehalten, die Symphonie unter dem Notennachlaß bei Schuberts Bruder Ferdinand im Jahre 183o zu entdecken unb ber Aufführung zuzuleiten. Fast mochte man in ihr ein Gegenstück zu Beethovens kürzlich gehörter „Siebenten" sehen; sie ist ein rauschhastes Auskosten aller in C-dur ruhenden Möglichkeiten, vom Einsatz ber Hörner bes Begin ns an bis zu dem sestesfrohen Finale. Nur bem Andante-Satz fließt in den wehmutsvollen Gesang ber Oboe etwas von ber Schmerzhaftigkeit ber „Winterreise" hinein. Ein Werk aus Klangseligkeit geschaffen, ein Sich-Ergehen in ber Fülle des Musikalischen, das vom Hörer hingegebenes Mitgehen als Einzigstes verlangt, unb er wirb bestätigen, was Hans von Bülow einmal nach ber Aufführung aussprach: „Man hatte in ew'gen Räumen einer zeitlosen Welt gewellt.- Dr, Hermann Hering.
und hier fand ein Dichter ben ihm in seiner Geistes- struktur äußerst nahestehenden Musiker.
Di« romantische Welt dieses Märchengedicktes mürbe in ber Echtheit ihres Empfindens lebendig, voll Fähigkeit bes inneren Versenkens, in kindlich aläubiger Ursprünglich kett. „Dem unvergänglichen Dichter als geringe Huldigung" gewidmet, stellt bie Ouvertüre mit bas Blühendste unb Lebensfrischeste dar, was Pfitzner geschrieben hat. Pfitzner selbst setzt seiner Ouvertüre eine Inhaltsangabe voran. Sie läßt uns erkennen, wie die Musik das Gesamtgeschehen- bes Scharstpiels hier in einer Einheit zu- sammenfäßt, wie wir es etwa in Goethes Egmont- Duoertüre erleben ober etwa im programmatischen Sinne ber Leonoren-Ouvertüre. Die Musik will also nicht rein zeichnerisch, malend oder illustrierend gewertet werden, sondern sie will bas Drama aus dem Geiste der Musik und damit aus den ihr zu- stehenden Bedingtheiten erleben lassen.
Mit frischen Farben fängt Pfitzner in ber Einleitung eine Welt voll „rübluftiger Ritterlichkeit, voll fröhlicher Kämpfe mit Schwert und Pferd" ^ein. Wir folgen Kätchen an ihr Lieblingsplätzchen, den „zerfallenen Mauerring, wo in süß duftenden Ho- lunderbüschen ber Zeisig sich bas Nest gebaut". Eine romantische Welt voll Klangzauber tut sich auf mit wundervollen Mischungen von Holzbläsern und hohen Streichern, dazu die Harfe. Wir erleben die Erscheinung des Cherub, der dem in „wirrer Fie- bemacht" liegenden Ritter zu Strahl verkündet, daß „Kätchen des Kaisers Tochter sei". Er wird dem Leben zurückgegeben, ber letzte Teil läßt bas Liebesglück ber Beiden musikalisch sich verklären; nur vor bem Schluhakkord klingen bie Posaunen mit dem Motto der Giftmischerin (Schmerzenssexte) hinein. —
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Di« Meininger Lehrjahre hatten bie Dirigenten- Fähigkeiten von Richard Strauß ans Licht gezogen unb bem Schaffenben bie Wege zum eigenen Stil finben lassen. Es ist eine Zeit ber Auseinan- dersetzung mit den Werten, die ihm in seiner Um wett entgegentreten. Sein eigener Witte regt sich voll Kühnheit und Keckheit, unb bas Sichaufbäu- men gegen bas Philisterhafte, wie wir es später in der symphonischen Dichtung „Till Eulenspiegel" antreffen, bricht zum ersten Mal in ber B u r l e s k e in D-Moll für Klavier unb Orchester durch. Ein
bas jetzt in amerikanischen Häfen still liegt. Wir brauchen jebes amerikanische Schift, bas Amerika nicht für sich benötigt. Wir brauchen jeben amerikanischen Kapitän, jeben amerikanischen -....... r
Bordmechaniker, jeden amerikanischen platz, vor den deutschen Streitkräften nicht Seemann, den Amerika nicht selber braucht. I m e h r sicher fühlt.
Churchill verschweigt das plutokratische Kriegsziel.
Auf weitere Rückschläge gefaßt.
Stockholm, 28. März. (DNB.) Lord Halifax hat in Washington deutlich genug die wahren Kriegsziele der jüdisch-angelsächsischen Ausbeuterclique enthüllt. Diese Offenheit beeilte sich Chur« ch i l l jetzt in einer Rede vor dem Zentralausschuh der Konservativen Partei wieder etwas abzuschwächen. Es liege im Interesse der nationalen Einheit, wenn er bisher davon Abstanb genommen habe, die britischen Kriegs» unb Friedensziele zu katalogisieren. jedermann weiß sehr wohl, worum mit kämpfen", aber wenn wir jetzt versuchen wollten, aufzuzählen, wie wir die Angelegenhetten in einer Zeit, die wir heute überhaupt noch nicht Voraussagen können, im einzelnen regeln wollen, so würden wir finden, daß im Augenblick, wo wir das Gebiet der Gemeinplätze verlassen, wir wieder ill
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Raum, der freilich für die Anlage eines modernen ! drin^nden Hilferuf aus. Es mag wahr sein so Kriegshafens nicht ausreichen dürfte. So konzen- I schreibt das Blatt, daß unsere Sä)iftsverluste den triert sich das Interesse ber Vereinigten Staaten gefährlichen Charakter angenommen haben, ber am immer mehr auf bas britische S.ingapore, das i gekündigt war. Ein solches Mißgeschickscheint gegen- die Engländer, wie schon gesagt, zu einer ber ftärt- , roärtig unabwendbar Was aber gleichfalls ften Seefestungen der Welt ausgebaut haben, bie r*'*A~ "w>‘ mu6 rff hn6
aber ohne Flotte — und die Engländer sind in L
Europa und auf bem Atlantik zu sehr engagiert, um versprochen wurde und daß die öe\t zu helfen ge°
wesentliche Seestreitkräfte nach Ostasien zu deta- kommen ist, nicht in sechs Monaten, nicht m drei
chieren — ein Arm ohne' Schwert ist. Dagegen ! Monaten, sondern.je 0 t! Amerika hat uns noch
haben die USA. eine Vorhut ihrer pazifischen Flotte ^eitere 50 Schisse v e r s p r o ch e n. Wir
... _..t crxk,,.,n ! brauchen jebes einzeln«, sobald es uns übergeben
werben kann. W i r benötigen jedes Schiff,
Genf, 28. März. (DNB.) Die Londoner „Daily I Und wir brauchen sie alle sofort. Wir können Sketch" stoßt in einem Leitartikel unter Hinweis nicht warten. Auch kann sich Amerika nicht er- auf die immer anwachsenden Schiftsoerluste einen tauben, zu märten Wenn Amerikas firiegsprobuf. ■ • "" Es mag wahr fein, fo ; tion nicht nutzlos fein soll, so ist rasche Lieferung
r- ----»>-i i lebenswichtig.


