Ausgabe 
28.11.1941
 
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Weitere Fortschritte an -er Ostfront

Neue Gauleiter in Salzburg und Kärnten

:-M.)

Dr- Scheel. (Scherl-Bi

troffen wirst. Deine Briefe. Deine Flucht damals

(Prüfte den Onkel und Deine Tante recht fchr

tue. Aber es ist vielleicht besser^ diesen Schmerz Dir jetzt zuzufügen, als nach einem Jahr gegen­seitigen Wartens, das doch nur fruchtlos bleiben müßte. Ich bin auch nicht der Mensch, der nun so eine lange Zeit ins Blaue hineindenkt und die ungeheure Weite und Entfernung von Dir über­brücken kann. Ich gebe Dir Dein Versprechen der Verlobung zurück. Betrachte Dich als vollkommen frei. Es ist ein Zufall gewesen, daß das Telegramm aus Rendsburg gerabe* gestern abend gekommen ist während Deiner Anwesenheit. Ich kann auch nicht leugnen, daß ich immer mehr eingesehen habe, daß ich Dich nicht zu einer Arbeit auf einer Farm zwingen kann, die Du selbst nicht mit Freudz aus­führen würdest, wie Du selbst mir einmal aesaat hast. Du taugst viel mehr für einen wissenschaftlichen Beruf, für eine Arbeit, die mir persönlich fremd ist. Ich will damit nicht gesagt haben, daß sie nicht not­wendig ist. Im Gegenteil, schon weil ich möchte, daß Du glücklich darin wirst.

Du hast nun auch ein Recht zu fragen, ob das alles mit meinem Besuch in Rendsburg zusammen­hängt! Zum Teil ja: Ich habe mich sehr stark be­eindrucken lassen von dem dort Gesehenen. Auch kann ich nicht leugnen, daß ich ein gewisses Ge­fallen an Fräulein Eva Rümelin gefunden und ihr tatsächlich eine Stellung auf dem Merckhof angeboten habe.

Ich schreibe Dir das alles ganz offen. Obgleich ich annehme, daß es Dich schmerzen wird, habe ich dock das Gefühl, daß Du nicht sa s"^r d-man be-

Berlin, 27. Nov. (DNB.) Der Führer hat den Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Friedrich Rai­ner- Salzburg, zum Gauleiter und Reichsstatt-

Annerl! Annerl!" rief die Frau Geheimrat in den Korridor hinaus.Du meinst, Karin wird bei uns glücklich?" fragte sie, als sie wieder ins Zimmer zurückkam.

Da gibt es keinen Zweifel!"

Du mögest sehr alücklich werden ...

Dein Günther Merck!"

Eine Zeitlang herrschte Schweigen zwischen den beiden Alten. Aber es hatte nichts Bedrückendes an sich. Vielmehr löste es die Spannung, die bis dahin die Wohnung erfüllt hatte.

Ra, Gott sei Dank!" meinte der Geheimrat. Das ist wohl die beste Lösung so! Ich werde morgen meinem Bruder schreiben. Aber wollen wir setzt nicht essen, Cornelia? Ich habe trotz allem Hunger!"

Mit der Versenkung eines britischen Zer­störers der Jervis-Klasse im Seegebiet der Eyrenaika wird die Aufmerksamkeit in wenigen Tagen zum dritten Male auf erfolgreiche Opera­tionen der deutschen Kriegsmarine im Mittelmeer gelenkt. Der versenkte Zerstörer hatte eine Wasser­verdrängung von 1690 BRT., besaß eine Be­satzung von 183 Mann und gehörte zu den modern­sten Typen. Obwohl die Briten bei Kriegsausbruch eine umfangreiche Zerstörerflotte mit etwa 220 Ein­heiten besaßen, wiegt jede Versenkung eines briti-. schen Zerstörers heute doppelt schwer, zumal die Verluste bereits, die Zahl 115 erreicht Haden.

N e Gchlacht m Nordasrika.

Berlin, 27. Nov. (DNB.) Die Kampfhand­lungen der verbündeten deutschen und italienischen Truppen in Nordafrika wurden nach dem ita­lienischen Wehrmachtsbericht auch am 26. 11 mit Entschlossenheit und unverminderter Kraft gegen die britischen Verbände fortgeführt. An der Front von Sollum wurden Angriffe britischer Panzerkräfte zurückgeschlagen. Deutsche und italienische motorisierte Einheiten haben i in Wüstengebiet zwischen SidiOmar und G a m b u t britische Kolonnen zum Kampf ge­stellt. An allen Kampfabschnitten haben die Briten starke Verluste an Menschen und Fahrzeugen er­litten. Während die verbündeten Truppen der Achse alle Ausbruchsversuche der eingeschlossenen Briten aus Tobruk vereitelten, lagen die Stellun­gen, Unterkünfte und Versorgungsanlagen in dieser Festung viele Stunden hindurch unter der Wirkung heftiger Bombenangriffe. In Luftkämpfen schossen allein italienische Jäger am 26 11. 13 britische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab.

gibt bekannt:

3m mittleren und nördlichen Abschnitt der Ost­front wurden weitere Fortschritte erzielt. Sowjetische Angriffe bei und nördlich Rostow wur­den unter schweren Verlusten des Gegners a b g e - miesen. Auch an der Linschliehungsfront bei Leningrad scheiterten mehrere Ausbruchsver­suche des Feindes.

3n einem Nachtgefecht mit britischen Schnellbooten im Kan al'beschädigten Vorpostenboote mehrere feindliche Boote durch Volltreffer. Mit dem Verlust von zwei britischen Schnellbooten ist zu rechnen.

Die Luftwaffe bombardierte in der vergangenen Nacht Hafenanlagen an der englischen S ü d - und Westküste.

3n Nordafrika dauern die Kämpfe in unver­minderter Stärke an. Vor der Küste der Cyre- naika versenkte ein deutsches Unterseeboot einen britischen Zerstörer der 3ervis-Klasse.

Angriffsversuche der britischen Luftwaffe mit schwachen Kräften auf das nordwestdeutsche Küsten­gebiet blieben wirkungslos.

3n der Zeit vom 19. bis 25. November verlor die britische Luftwaffe 91 Flugzeuge, davon 68 Flugzeuge im Mittelmeergebiet und in Nordafrika. 3n der gleichen Zeil gingen im Kampf gegen Groß­britannien 29 eigene Flugzeuge verloren.

wartet. Was ihm Karin von dem Besuch im Institut berichtet hatte, genügte ihm, das Bild von Günther bis zur Schlußwirkung zu ergänzen.

Wie. hieß doch das Mädchen, das von Rendsburg aus das Telegramm geschickt hatte?" fragte er, als wolle er den wahren Grund rücksichtslos aufzeigen.

Eva Rümelin!"

Ganz richtig!"

Willst du den Brief einmal lesen?" Karin hielt ihn schon dem Onkel entgegen, so daß er ihn an­nehmen mußte. *

Wo gehst du hin?" fragte er erstaunt, als sie das Zimmer verlassen wollte.

,,©ag doch bitte Tante Cornelia, daß ich nichts essen könnte. Ich gehe ins Laboratorium. Vielleicht hilft mir die Arbeit darüber hinweg!"

Arbeitet eigentlich Herr Doktor Bröger noch mit dir zusammen?" wollte der Geheimrat wissen.

Warum fragst du jetzt danach?"

Weil du ihn nicht so ganz links liegenlassen solltest. Ich habe mir auch sein Bild angesehen. Auf Wiedersehen! Komme nicht so spät! Der Tante werde ich es schonend beibringen! Addio!" fügte er

vertretenden Gauleiter ---Brigabeführer Franz Kutschern, der an der Stelle des verstorbenen Gauleiters Klausner die Geschäfte der GaUleitung Kärnten geführt hat, in die Dienststelle des R e i ch s- kommissars für die Festigung des deutschen Volkstums berufen.

Gauleiter Dr. Ra.iner wurde 1903 in St. Veit an der Glan in Kärnten als Sohn eines Lehrers geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in St. Veit und der Mittelschule in Klagenfurt bezog er die Hochschule in Graz. Während des Studiums war er als Maschinenarbeiter, Sägearbeiter und Bank­beamter beschäftigt. 1926 promovierte er zum Doktor der Rechte und war dann Notariatsanwärter in Erstein, später in Klagenfurt. Dr. Rainer ist ver­heiratet und hat fünf Kinder. Bereits während des Kärntner Freiheitskampfes war er eingesetzt. Er war Mitbegründer der ersten NSD2lP.-Ortsgruppe in St. Veit, 1930 in die Partei aufgenommein, Au­gust 1934 wurde er unter der Anklage des Hoch­verrats verhaftet und zu einem Jahr Polizeistrafe verurteilt. Nach seiner Hastenlassung wurde er in die Landesleitung der NSDAP, berufen. 1938 wurde er Gauleiter in Salzburg, 1940 Reichsstatt­halter. Gauleiter Dr. Rainer ist ---Gruppenführer und HJ.-Gebietsführer. *

Gauleiter Scheel wurde 1907 in Rosenberg in Baden geboren. Seit 1929 betätigte er sich in der Partei. 1930 wurde er nationalsozialistischer Stu-

Karin Grunelius

Roman von Guiüo & Brand

(Schluß.)

Ist man bei euch in Afrika nicht so pünktlich?" erkundigte sich die Tante bei Karin.

Im allgemeinen schon. Hier und da legen sich zwar Entfernungen dazwischen oder Ereignisse, für die niemand etwas kann. Aber hier hätte Günther \ keinen Grund!" Karin suchte ihn zu entschuldigen.. Sie war merkwürdig ruhig. Nachdem sie dem| Onkel von Günthers großmütiger Geste berichtet hatte, schien ein Druck von ihr gewichen zu sein. Nun fiel wenigstens eine Auseinandersetzung mit ihm aus. ..

Als es kurz vor ein Uhr an der Korridortür läutete, schraken sie alle drei zusammen. Es war verabredet, daß Karin öffnen sollte Die Tante wollte wie immer erst nach einiger Zeit erscheinen, während der Geheimrat sich schon im Herrenzim­mer aufhielt, in das Günther geführt werden sollte.

Ohne die geringste Erregung nahm Karin die Türklinke in die Hand und öffnete. Draußen aber stand ein junger Postbeamter und überreichte ihr einen Eilbrief. Als hätte er es sehr eilig, grüßte er und lief die Treppe hinunter. Sie sah ihm' noch eine Weile nach, drehte den Brief ein paarmal in ihren Händen herum und ging dann langsam in ihr Zimmer zurück.

Der Geheimrat horcht? gespannt hinaus und wunderte sich, daß er keine Stimmen vernahm. Dann machte er die Tür des Zimmers auf, in dem seine Frau saß.

Verstehst du das?" fragte er verwundert.

Was denn?"

Das scheint Herr Merck nicht gewesen zu sein. Aber warum gibt Karin nicht Bescheid?"

Er hörte Schritte in seinem Arbeitszimmer. Wie wartend stand in der Mitte des großen Teppichs Karin, die Arme verschränkt und überlegend. Zwi­schen unheimlicher Ruhe und nervösem Zucken schien sie an einem Abgrund vorbeizugehen.

Günther' läßt sich entschuldigen. Er kann leider nicht kommen. Er mußte plötzlich abreifen!" sagte sie hart

Der Geheimrat tat nicht im geringsten erstaunt. Fast schien es. als hätte er etwas Aehnliches er-

Aber Fräulein Karin? Was tun Sie denn schon wieder da? Ich denke. Sie sind zu Hause beim Essen?" versuchte Thomas zu scherzen, als Karin wieder ins Institut kam. Er änderte aber sofort seinen Ton, als sie schweigend ihren Arbeitsmantel anzog und sich wortlos über ihre Arbeit beugte. Er glaubte einen Schimmer in ihren Augen zu sehen und konnte sich das alles nicht erklären.

Wollen Sie mir nicht wenigstens sagen, was dar heißen soll?" drängte er sie.

Sie schüttelte den Kopf. Dann glaubte er, den Grund gefunden zu haben.

Sagen Sie einmal, Karin Herr Merck hat abgesagt?"

2ln seiner Stimme spürte sie eine große Bewe­gung, hörte sie wie damals in Sampieri eine dunkle Glut heraus

Ja! Er ist sogar abgereift! Und ich bleibe hier! kam es langsam, leise und ohne Erregung über ihre Lippen. Sie hielt seinen Blick aus. als er auf sie zu kam und vor ihr stehen blieb. Nichts mehr von Widerstand mar in ihr. kein Auflehnen. Vor ihr tauchte es auf wie das Schicksal selbst.

Wissen Sie, daß ich gewußt habe, daß es einmal so kommen wird kommen mußte? Und darf ich Ihnen jetzt noch etwas sagen? Herr Merck ist nicht der Mann für Sie. Aber das ist ja vorbei. Etwas anderes ich möchte Ihnen das Bild schenken, das ich von Ihnen gemalt habe. Ich habe alles, was ich für dich fühle, hineingelegt, Karin ich liebte dich schon, als ich dich zum erstenmal sah, und auf diesen Tag, auf heute habe ich gewartet, wie je­mand. der dessen aanz sicher ist. Du wirst nicht mehr nach Afrika zurückgehen, du wirst bei mir bleiben, denn warum solltest du sonst herübergekommen sein?"

Es klang von einem so tiefen Glauben erfüllt, daß Karin fast erschrak über Thomas. Es war ihr, als hätte er alles durch die Kraft feines Herzens so gewandelt, daß es zum Guten ausging.

Ja, ich bleibe. Thomas!"

Sie gab ihm die Hand:Ich glaube, ich werde heute noch mit meiner Arbeit fertig zu der du mir die Kraft gegeben hast. Ich danke bhrt*

termänner in einen Krieg hineingezerrt wird, der bereits entschieden ist und den es durch seinen Ein­tritt nicht mehr wenden könnte, hat nichts zu ge­winnen, aber vieles zu verlieren. Die Kriegspolitik seines Präsidenten kostet ihm heute schon Milliar­den. Sie werden ihm ebenso wenig jemals zurück- erftattet werden wie die Schulden, die die alliierten Mächte im Weltkrieg in den USA. gemacht haben. Ribbentrop warnte in diesem Zusammenhang vor der Wirtschaftskrise, die sich als Folge dieser Poli­tik eines ständigen Hingebens von Werten ohne Gegenleistung bereits in einer beginnenden Infla­tion ankündige und die schließlich in einer sozialen Revolution auslaufe, zu der Roosevelt durch sein Bündnis mit dem Bolschewismus bereits den Keim gelegt habe. . v m _

Dies düstere Bild, das sich, wie der Reichsauhen-

halter des Gaues Kärnten und den Reichsstuden- tensührer Oberdienstleiter Dr. Gustav Adolf Scheel zum Gauleiter und Reichsstatthalter des Gaues Salzburg ernannt. Gleichzeitig hat der Reichs-

1 sichrer -- mit Genehmigung des Führers den stell-

minister überzeugend klarlegte, für die Zukunft Englands und der Vereinigten Staaten ergibt, kön­nen wir mit innerer Gelassenheit betrachten, wir haben keine Veranlassung, Friedensfühler auszu­strecken, wie Churchill es der Welt weismachen möchte. Denn in unserem Lager steht Eu­ropa, dessen Völker unter dem Eindruck des eng­lischen Bündnisses mit dem Bolschewismus enger zusammengerückt sind als je in Jahrhunderten ihrer Geschichte. Zwei Kriegsjahre mit ihren Erfahrungen haben das europäische Bewußtsein mehr gestärkt, als es lange Friedensjahre vermocht hatten. Das neue Eruopa marschiert für die neue Ordnung einer erwachenden Welt, am Ende steht der Sieg und eine glückhafte Zukunft dieses alten, immer wieder jungen und kraftstrotzenden Kontinents.

1 y Dr. Fr. W. Lange.

herbeigeführt werden, die die ungeheure Gefahr einer Koalition der westlichen Demokratien mit Moskau vorerst bannte und das sofortige Vordrin­gen des Bolschewismus nach Europa verhinderte. Aber schon ein Jahr später sollte sich erweisen, daß für Stalin dieser Pakt mit Deutschland nur das Mittel war, um die weitgesteckten imperialistischen Ziele Rußlands im westlichen Raum von Finnland bis zu den Meerengen, die seit Peter dem Großen immer die gleichen geblieben sind, durch eine Poli­tik der Daumenschrauben gegenüber Deutschland durchzusetzen und gleichzeitig ungestört aufzurüsten für den Augenblick, wo diese Politik nicht mehr ver­fing. Das deutsche Schwert hat diese überschlaue Taktik Stalins zerschlagen. Das Feldherrngenie des Führers und die Heldentaten der deutschen Wehr­macht und ihrer Verbündeten haben über die zah­lenmäßig stärkste und auf das modernste ausgerü­stete Armee der Welt trotz unsagbarer Schwierig­keiten des Geländes und des Wetters einen Sieg errungen, den Ribbentrop mit Recht die größte mi­litärische Tat der Weltgeschichte genannt hat. Mit ihm ist die Entscheidung in diesem Kriege unwider­ruflich gefallen. Englands letzter Bundesgenosse auf dem Festland ist kein Faktor mehr von militärischer Bedeutung. Europa ist unter Führung der Achsen- Mächte unangreifbar und durch die Möglichkeit der Nutzbarmachung des russischen Raumes ein für allemal blockadefest geworden. Durch den Ausfall der Sowjetunion als Großmacht ist das Ueberge- wicht der verbündeten Großmächte Deutschland, Ita­lien und Japan so start.geworden, daß keine an­dere Mächtekombination dagegen aufkommen könnte England hat die Partie verloren. Aber Churchill sträubt sich, dies sich und seinem Volk einzugestehen, denn noch klammert er sich an eine letzte Hoffnung, daß das Blatt sich wenden möge. Diese Hoffnung

heißt Roosevelt.

Die Rede des Reichsaußenministers machte es deutlich, daß wir dieser Möglichkeit, auf die Chur­chill seine letzten verzweifelten Spekulationen aus- baut, klar ins Auge sehen und diese damit schon ihre Schrecken für uns verloren haben. In Roose­velt hat eine jüdisch-plutokratische Welt der Aus­beuter der Völker ihren Wortführer im Kampf ge­gen die jungen, um ihre nationale Existenz, eine neue soziale Ordnung und um eine gerechtere Ver­teilung der Güter dieser Erde ringenden Völker ge­funden. Deutschlands Leben wird sich, so hielt der Reichsaußenminister dem Propagandageschwätz des Rooseveft-Klüngels von angeblichen deutschen An­griffsabsichten auf den amerikanischen Kontinent entgegen, auf Generationen hin nach Osten Ent­wickeln. Es wäre also völlig absurd, von deutschen Welteroberungsplänen zu reden, wenn sie Roose­velt und seine Leute nicht brauchten, um die eige­nen imperialistischen Absichten und Ziele damit zu verschleiern. Roosevelt ist durch die uns in War­schau in die Hände gefallenen Berichte polnischer Botschafter längst als der letzte Urheber und Haupt­schuldige dieses Krieges entlarvt. Denn um das Vmerikanische Volk von den Mißerfolgen feiner So­zial- und Wirtschaftspolitik abzulenken, predigt er feit Jahren Haß und Krieg gegen die auf diesen Gebieten erfolgreicheren europäischen Ordnungs­mächte. In allen Hauptstädten waren seine Emis­säre tätig, um gegen Deutschland zu hetzen. Ja selbst in London verstieg er sich zu unmißverständlichen Drohungen, wenn es Chamberlain einfallen sollte, sich mit Deutschland in der polnischen Frage güt­lich zu einigen. Heute ist England unter dem Re­gime Churchills in völlige Abhängigkeit von Wa­shington geraten. Gegen Verschacherung wichtiger Positionen seines Empire, gegen Preisgabe bedeut­samer ausländischer Märkte, gegen Opferung seiner letzten Dollarguthaben muß es sich von deU USA. die Mitel zur Fortführung feines Krieges gegen Europa erbetteln, ohne daß es irgendwelche begrün­dete Hoffnung haben kann, auch mit amerikanischer Hilfe den Krieg noch zu gewinnen, denn, wie Rib­bentrop barlegte, von einem gewissen Augenblick an müssen seine Hilfsmittel zwangsläufig abneh­men, während Deutschlands Möglichkeiten wachsen werden, da das der Achse zur Verfügung stehende Wirtschafts- und Rüstungspotential unendlich viel größer ist als das englisch-amerikanische zusammen­genommen. England, dessen Jnssl durch den kon­zentrischen Einsatz der Hauptmachtmittel der Achse verwüstet, dessen Imperium in immer stärkere fremde Abhängigkeit geraten wird, wird der Haupt­leidtragende dieses Krieges sein. Aber auch für das amerikanische Volk, das wider seinen Willen von dem skrupellosen Klüngel Roosevelts und seiner Hin-

dentenführer, spater Gaustubentenführer. Sem Stu­dium beschloß Dr. Scheel mit dem medizinischen Staatsexamen. 1936 wurde er Reichsstudentenfuhrer und 1937 Hauptamtsleiter der NSDAP. Dr. Scheel führte als ---Brigadeführer zuletzt den ---Oberab­schnitt Alpenland. Er - ist Träger des goldenen Ehrenzeichens der NSDAP.

Oie Entsendung Buttitts.

Ankara, 27. Nov. (Europapreß.) Die Ernen­nung des ehemaligen USA.-Botschafters William C. Vullitt zum Sondervertreter Roose­velts im Nahen Osten hat in der türkischen Hauptstadt starke Aufmerksamkeit ausgelöst. Man verweist darauf, daß mit der Ernennung Bullitts die Politik der nordamerikanischen Ein­mischung in Nah-Ost-Angelegenheiten, die vor mehr als Jahresfrist mit der Donovan-Reise begann, in eine neue Phase eintrete. Die USA. schienen demnach entschlossen, ihre Einmischungspolitik im Nahen Osten, also in einem für die USA. inter­essenfremden Gebiet, auszubauen. Diese Ein­mischungspolitik im Nahen Osten fei bisher von türkischer Seite stets mit Nachdruck zurückgewiesen worden.

Antikommumstiscbe ^unh^ebut? .

Rio de Janeiro, 28. Nov. (DNB.-Funk-

sprach.) In Anwesenheit des Präsidenten Vargas, des Gesamtministeriums und des Offi­zierskorps fand in Rio de Janeiro vor dem Mau­soleum der in Verteidigung Brasiliens gegen die kommunistische Revolution 1935 gefallenen Helden eine Gedenkfeier statt, die durch den Massenzustrom von Delegationen der Arbeiterschaft den Charakter einer nationalen Kundgebung gegen den Kom­munismus annahm. In einer Ansprache erneuerte der Justizminister das Gelöbnis aller Brasilianer, sich um ihren Führer zu scharen in der Verteidi­gung der Institutionen und der Unversehrtheit ihres Vaterlandes. Präsident Vargas legte einen Kranz nieder. Mit einem minutenlangen Schwei­gen des Gedenkens fand die Feier ihren Abschluß.

uno eniiapuiiHye nuu> uti unten. tut um icw, ! daß ich nicht als höflicher Kavalier in ihrer Er­innerung verbleiben werde. Ich habe den Wunsch,

heiter hinzu.

Ehe er dann den Brief anfing zu lesen, sagte er dem Annerl und seiner Frau Bescheid.

Komm, Cornelia, ich möchte dir den Brief voi> lesen, den Herr Merck geschrieben hat?" bat der Geheimrat seine Frau in das Arbeitszimmer. Nimm Platz!" fügte er feierlich hinzu.

Also, da schreibt der Herr Günther Merck:

Meine liebe Karin ... und so weiter .. Was, -..... > - - - _ _ .

ich heute tue, hat eine große Ähnlichkeit mit dem,' selbst, waren mir em Anzeichen, daß Du Deine was Du in Sampieri getan hast. Du bist damals Binbima nicht so fest erachtet hast, als baß sie nicht einfach durchgebrannt, vielleicht aus Angst, mir ins gelöst werden könnte. Nun bin ich es, der Dir den Gesicht zu sagen, was Du vorhattest. Vielleicht wäre Weg frei gibt _ _ _ ,

es auch alles anders gekommen. Wer weiß? Zum . . r -x

mindesten aber hast Du jetzt einen Wirkungskreis und entschuldige mich bei ihnen. Es tut mir leid, gefunden, der Dich voll ausfüUt unb es märe1 n«

tatsächlich ein Verbrechen, Dich roieber herauszu­reißen. Aber es hat auch noch einen anberen Grund, daß ich Dich so wiberstanbslos in Deinem Beruf belasse. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich es Dir offen sagen oder schreiben fall 2Iber nicht, daß ich Gleiches mit Gleichem vergelten möchte. Ich glaube, baß es tatsächlich besser ift, wenn ich heute nicht zu Euch komme. Wenn Du den Brief lesen wirst, bin ich schon auf ber Fahrt nach Darmstabt. Nur kann ich keine Adresse an­geben wie Du damals in München Und ich glaube, es ist besser so. Ich weiß, daß ich Dir sehr weh

O-e Regelung des Fr-mdenverkehrs im Winter.

Der Staatssekretär für Fremdenverkehr Hermann Esser hat eine Anordnung erlassen, daß die Kur- und Erholungsorte in diesem Winter zu Zwecken der Erholung nur solchen Volksgenos­sen zur Verfügung zu stellen sind, die kriegs­wichtige Arbeit lei st en und ber Erho­lung bebürfen, in erster Linie also ben beur­laubten Soldaten unb ben in kriegswichtigen Be­trieben Beschäftigten samt ihren Angehörigen. Da die Unterkünfte in ben Winterverkehrsorten seit Wochen und Monaten vorausbestellt sinb, ist allen Hotels, Pensionen und Privatzimmervermie- tern bie Verpflichtung auferlegt worden, diese Dor- ausbestellungen nachzuprüfen und sie rück­gängig zu machen, wenn ber Bewerber nicht zu ben bevorzugt zu berücksichtigenben Volksgenossen gehört. Die Beschaffung des Nachweises der Vor­aussetzungen ist einfach; in der Mehrzahl der Fälle genügt der Hinweis auf den' Urlaubsschein ber Wehrmacht, bes Reichsarbeitsbienstes ufw. ober eine Urlaubsbescheinigung des Betriebes ober ber Behörde. Die Prüfung muß jedoch mit aller Strenge durchgeführt werden. Wer in Winterurlaub reifen will, wird zweckmäßigerweife dem Beherbergungs­betrieb den Nachweis vorher einfenden.

Kleine politische Nachrichten.

Anläßlich des Ablebens des Präsidenten der Re­publik C''.le hat der Führer dem Vizepräsiden­ten von Chile telegraphisch sein Beileid übermittelt Im Auftrage bes Führers hat ber Chef ber Prä­sidialkanzlei bes Führers, Staatsminister Dr. Meißner, dem chilenischen Botschafter in Berlin einen Beileidsbesuch abgestattet.

*

Durch einen Besuch bei den Einsatzstellen unb Unterkünften des Kriegshilfsdienstes des Reichs­arbeitsbienstes nahm Reichsarbeitsführer Hier! Gelegenheit, sich über bie Durchführung bes Kriegs- Hilfsdienstes in Berlin zu unterrichten.

Die rumänische Gesandtschaft . in Kairo ist auf Anordnung der britischen Militär­behörden durch die ägyptische Regierung geschlos- s e n worden. Das Personal sowie der Gesandte wer­den nach Rumänien zurückkehren.

Der Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhaupkquartier. 27. November. Das Oberkommando der Wehrmacht

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