Ausgabe 
28.7.1941
 
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runde. Suren-Fuchs siegten mit 2:6, 6:0, 6:0 über

SJzfpori

Innsbruckerin Lor- Psl°iderer g°wonn S°s »«aq> ^mt cher Teilnehmerinnen zur Abschlub- Endspiel mit 3:6, 6:0, 6:3 gegen d e fünfmalige marsq ,am Mittelpunkt eine Ansprache

Reichsmeisterin Isolde Kröhling sB-rlms und -am kundgebung^^ gtuft ftPanb. R-ich-studenten. damit zu einem bemerkenswerten Ä . J fübrer Dr Scheel nahm dann die Siegerehrung hatte Lore Pfleiderer bereits^die D°rl°hr^weite, fuhrer^ unb den National-

in^der Schluß- Hymnen klang die Beranstaliung aus.

Gäste waren der Halbrechte und Rechtsaußen. De-

VJU LC LUULCU VtV ---- - - < - v M

sonders von dem Halbrechten wurden immer wieder nrläbrlickie Anariste eingeleitet. Allerdings ist dabei

Hessisches Vereichsatterstreffen in Lich

STS k^n:m° Le gMchsten Leute der bis^zum Schlüsse bleib,

ReichswMmpsederSindenimnenmDalmsiadi

und gaben ihr Bestes.

Spielverlauf: Die Gießener Mannschaft erringt sofort eine leichte Feldüberlegenheit die wenigen Vorstöße scheitern schon an der Verteidigung. Immer wieder sind die Gießener im Strafraum der Fauer- bacher, der Ball wandert in diesem Raum von Mann zu Mann, dabei werden die zwingendsten Torgelegenheiten ausgelassen. Als kurz vor ch alb zeit der Mittelstürmer auf eine Vorlage von Nikolei genommen wird, ist ein Elfmeter fällig. Dieser wird prompt verwandelt. Als ein scharfer Schuß von Fröhlich die Latte trifft, glaubt man an..den Aus- gleich. In der zweiten Hälfte vuckt Fröhlich auf Linksaußen, Ehmann in die Mitte und Kraft I auf Rechtsaußen. Sofort wird hierdurch das Spiel des Jnnensturms gefährlicher. Der Ausgleich wird er- zielt und das Führungstor. Kraft II. hebt dann den Ball über den herauslaufenden Tormann m das Tor. Ein Bombenschuß von Ehmann, und es h-ltzi 4:1. Als Nikolei den zweiten Elfmeter verschuldet, haben die Gießener das Glück, daß der Ball nur die Torlatte trifft. Als Schlitz, von vier Mann an­gegriffen, den Ball nicht zuruckgrbt, heißt es 4:2. Aber schon im Gegenangriff schießt Kraft II. das fünfte Tor; er stellt damit die Tordifferenz her, die

^nqeleitet wurde der Nachmittag mit einer feier­lichen Heldenehrung, der die letzten Entscheidungen in der Leichtathletik, Vorführungen, und Tanze der Studentinnen und ein Handballspiel folgten. Als schnelle Kurzstreckenläuferin erwies sich die)em= länderin Grete Winkels (Uni Bonn), die sowohl die 100 m in 12,6 als auch die 200 m in 25,8 ge­wann. Die 80-m-Hürden wurden in 12,4 eine sichere Beute der Berlinerin Erika Bi, ebenso endete in der Viererstaffel Berlin in Front. Eme noch verbesserte Leistung bot die deutsche Speerwurs- meisterin Hilde Plank (Um München), die in der Entscheidung auf 49,50 m kam und damit eine neue Jahres-Weltbestleistung ausstellte.

Im Handball war eine NSRL.-Mannschaft non Frankfurt-Darmstadt mit 6:2 (3:2) über eine Reichsmannschaft der Studentinnen erfolgreich. Frl. Schuchardt (4) und Frl. Wöhr (2) warfen die Tore für Frankfurt-Darmstadt, während für die Reichs Mannschaft Frl. Lackner (Berlin) zweimal erfolgreich war. ,

Wettkämpfe erfolgte der Auf-

Eltern?

Heiliger, köstlicher Gedanke.

Friedrich Dominik fürchtet sich, sein Sinnen wei­terzuspinnen.

Und immer wieder sieht er ein lächelndes Ge­sicht, das heute noch jung sein soll unter seiner Krone weißen, silbernen Haares.

Er steht langsam und schwerfällig aus seinem Stuhl auf, fährt Nissen scheu über den Kopf noch nie vorher hat er das gemacht, wenigstens m den letzten Jahren nicht mehr, und geht hinüber m sein Zimmer.

Da sitzt er lange allein.

Grübelt, denkt plant. , ,

Sollte der Junge auch sein Leben zerbrechen? Man wird ihm helfen müssen. Auch dem Madel, auch der der Martha.

Die Stadt ist klein wie ein Dorf.

Kaum vierundzwanzig Stunden ist es her, daß

abqedeckt wurde und hierdurch viel Spielraum hatte. Bei den Gießenern war Schlitz der überragende Mann, wenn auch das zweite Tor auf sein Konto kommt. Die übrigen Spieler setzten sich alle em

chen der besser zusammenspielenden Berlinerinnen, aber alle Bemühungen um ein Tor blieben er-

Dominik die Werft von Birk & Co. gekauft hat, H schwatzen davon schon alle Stammtische.

Auf diese Weise erfährt auch Mattheus Lind v«' von. Er hat noch am gleichen Abend eine lange AL' sprechung mit seinem RechtsbListand. ..

Die Unterredung ist sachlich und nüchtern, rou alles, was. Mattheus Lind tut. Es kommen vielt Zahlen darin vor und viele Bestimmungen osr Aktienrechts. Auch die Statuten der Dornimk-Weri AG. werden eingehend besprochen. -

Von dort fährt Lind in die kleine Weinstube, M der Otto Frinzka gelegentlich verkehrt. Er hat Gluv.

Gießen

Am Nachmittag gab es noch Vereinsmannschasts- f(impfe mit Mannschaften zu je drei Mann im Kugelstoßen und Ballweitwurf. Im Kugelstoßen blieb Tp. Weilmünster Sieger, während im Bau­weitwurf sich Tv. Lich an die Spitze. setz e., Das Faustballspiel, in dem sich Tusp. Rodheim (Bieber) und Tv. Bad Homburg-Kirtorf gegenuberstanden, gewannen die Kirtorfer 49:45 (21:25). Sehr ge­fielen die Vorführungen einer von den Vereinen Wetzlar, 1846 Gießen, Wieseck, Krofdorf, Dillen­burg, Burgsolms zusammengestellten Turnennnen- ®nippe des Bezirks Gießen unter Leitung von Bezirksfrauenturnwart Heinrich Schneider (Wetzlar). _

Die Siegerehrung nahm Sportbezirksfuhrer Stein (Gießen) vor. Anschließend richtete Bürger- meifter Geil herzlich- Worte der Begrüßung an die Gäste aus dem weiten hessischen Bereich Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Tur­ner trotz schwerer Zeit die zum Teil sehr wetten Wege nach Lich gefunden hätten und sprach die Hoffnung aus, in der Friedenszeit sie wieder ein­mal als Gäste in Lich begrüßen zu tonnen. Ueber- zeugend würdigte Bürgermeister Geil, den tiefe­ren Sinn vom Turnen und Sport wahrend des uns aufgezwungenen Krieges. Bereichsfachwart für Turnen, Hermann Schäfer (Kassel), dankte der Gießener Bezirksführung und dem Tv. Lich für die treffliche Vorbereitung und der Stadt Lich für Die freudig gewährte Unterstützung. Er gedachte der tapferen Heldentaten unserer Wehrmacht und schloß mit dem begeistert aufgenommenen Treuegelobnis für Führer, Volk und Vaterland die wohlverlaufene Veranstaltung. Lich wird allen Besuchern des Tref­fens stets eine liebe Erinnerung fein.

Aus -er Sieaerttffe.

Die gemischten Siebenkämpfe.

A l t e r s k l a s s e I, 32 bis 40 Jahre (19 Bewer. ber): 1. Ludwig Malkomesius, CT. Hessen-Preußen Kassel, 73; 2. Otto Dietz, VfL. Lollar, 67; 3. Dr. Karl Pfeffer, Tv. 1846 Gießen, 66; 4. Walter Zerndt, DfB.-Reichsbahn Gießen, Hrch. Eichenauer, Tv. Jahn Dauernheim, 65; 7. H. Nückel, Tusp. Rod­heim, 60; 9. Hrch. Volz, Tv 1860 Lich 58; 10. Otto Wahl, Tv. 1860 Lich, 57; 11. Willi Zumpft, Ord­nungspolizei Gießen, Rudolf Schmidt, Tusp. Rod- heim 56; 12. Walter Schmitz, SA.-Standarte 118 Gießen, 55; 14. Adolf Müller, Postspgem. Gießen. 53; 15. Ernst Jung, VfL. Lollar, 52 Punkte.

Altersklasse II, 41 bis 50 Jahre (31 Bewer­ber): 1. Frdr. Stöckel, Tgm. Bad Homburg, 97; 2. Wilh. Hofmann, Tv. Alten-Buseck, 96; 3. Fntz Adam, Tv. Braunfels, 94; 4. Karl Aenß, T. u. Spg. Großen-Buseck, 89; 6. Adolf Schardt, Tv. Hausen, 81; 8. Otto Dieruff, Tv. Lich, 75: 9 ßubmig Hasselbach, Tusp. Rodheim 74; 18. Walter Jur- gens, Tv. 1846 Gießen, Gustav Mertens, Tv. 1846 Gießen, 60 Punkte.

Altersklasse III, 51 bis 60 Jahre (6 Bewer- ber): 1. Adam Popp, Tgm. Friedberg, 91; 2. Karl Oestreich, Reichsb. Spg<. Treysa, 80; 3. Gg. Fried­rich, Tv. Bad Homburg-Kirtorf, 64 Punkte.

Vereinsmannschaftskämpfe.

Ballweitwurf (10 Mannschaften): 1. T», Lich (Karl Volz, Hrch. Volz, Wahl) 85; 2 Tv. 1846 Gießen (Baldauf, Reuter, Pfeffer) 82; 3. Tv Wei - Münster (Weitershaus, Bördner, Volpel) 81,5; fc Tgm. Bad Homburg (Kofler, Stöckel, Herzberger

Kugel st oßen (5 Mannschaften): 1. Tv. WeD Münster (Weitershaus, Bördner, Volpel) 30,54, - Tv. Lich (Karl Bolz, Hrch. Volz, Otto Wahl) 28,J. 3. VfL. Lollar (Jung, Bierau, Dietz) 27,25; 4. Tgm Bad Homburg (Kofler, Stöckel, Herzberger) 26,k) Meter. ___

Inzwischen war aus den benachbarten Tenms- Plätzen die Entscheidung im Emzel gefallen. Die Innsbruckerin Lore, P ft ° i d ere r^g-wann das

seinem Schwiegersohn als Mitgift für seine Toch­ter zur Verfügung stellte.

Das alles hat man damals Dommik erzählt Und er hat die Geschichte in sich hineingetrunken mit der Gier eines Verdurstenden. , ~

Er hat alles gehört und alles geglaubt und alles für Lüge gehalten und wieder gehört und geglaubt und für Lüge gehalten. , . , .

Und endlich hat er darüber eine andere geheiratet.

Aber wenn er sie umarmte, hat er die Küsse Martha Spreckels gefühlt. Als sie ihm emen Sohn gebar, da war es das Kind einer Liebe, die Martha Spreckels galt und Martha Spreckels meinte. Und als Clara an diesem 'Kinde starb, da war es gut und richtig so, denn sie hatte ihr Leben erfüllt.

Das alles muß Friedrich Dominik in dieser Stunde denken. Das alles ist furchtbar

Und nun wirbt dieses Kind um die Tochter der Frau, die nicht feine Mutter werden durste!

Seltsame Wege der Menschen.

Ist das ein Ausgleich der ewigen Gerechtigkeit?

Oder neue Heimsuchung?

Aber muß nicht zwischen diesen beiden Kindern eine Gemeinsamkeit bestehen, eine Sehnsucht aus mystischer Gebundenheit einer Liebe, die hmausragt aus dem engen Kreis ihrer eigenen Geburten und hinüberwurzelt in das unerfüllte Da-fem ihrer

Die Dominiks.

Roman üon Hellmuth M. Böttcher.

41. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Dominik rüst den Konkursverwalter an Noch am gleichen Vormittag treffen sie sich beim

^Verhandelt haben sie ja schon genug über die ^Em' paar Paragraphen sind schnell formuliert.

Genau fünfzig Minuten später sind die gesam­ten Werkanlagen der Firma Birk & Co. auf die Dominik-Werft übergegangen.

Es gibt kein Zurück mehr. .

An diesem Tage weiht Nissen Jemen Dater m sein Herzensgeheimnis ein. Er erzahtt von Brigitte uni) von ihrer beider Liebe.

Friedrich Dominik sitzt am Tisch mit halbgebeug­tem Kopf, schaut die Tischdecke cm und sagt kem ^Nissen erzählt weiter. Von gemeinsamen Ritten, von Segelfahrten, von Spaziergängen.

Als er den Tag erwähnt, wo er bei Frau Lind Besuch gemacht, sieht der Vater zum ersten Male auf, aber gleich wieder läßt er den Kopf.sinken-

Friedrich Dominik sagt noch immer kein Wort Manchmal atmet er tief und schwer, manchmal stoßt er die Luft pfeifend aus Mund oder Nase.

Dann kommt Nissen auf den Julinachmtttag zu sprechen, an dem er von Frau Lind im Garten an- nebelten worden ist, und er ihr unterm Kirschbaum sein Herz ausgeschüttet hat. Er berichtet alles ge­nau, auch das, was Frau Lind von ihrer ölten Freundschaft zu Friedrich Dominik angedeutet hat.

Und daß sie nun seine, Nissens, Bundesgenossin

geworden sei.

Friedrich Dominik hört zu. Ganz stille. Er unter- bricht mit keinem Worte. Seine Brust geht schwer auf und nieder. . ..

Seine Stirn ist zusammengezogen und zeigt Oie tiefe Falte zwischen den grauen, hochauf gewölbten Brauen. Ein paarmal blickt er scheu empor, als wolle er etwas sagen, etwas fragen.

Er hört die junge, frohe, zuoersichlliche Stimme feines Sohnes. So hat auch er einmal um eme

Frinzka ist da. ,.

Sie ziehen sich in eine unbelauschbare Ecke zmuv. Lind berichtet von dem, was er weiß. Aber vos ist Frinzka nichts Neues. Was er davon den re. Nichts Gutes natürlich! Ein Beweis übrigens M die Selbstherrlichkeit dieses Direktors, der offeru^ vergessen hat, daß er fremde, ihm anvertraute der verwalte.

Lind gibt ihm recht.

Ob er diesen Standpunkt in der GeneralversanM luna auch vertreten würde, fragt Lind. .

Aber natürlich. Mein Geld ist auch kein Dre» > schimpft Frinzka.Wenn einem von einem Urne* nehmen soviel gehört, daß man mit seinem Aktte-i' besitz gewissermaßen das Zünglein an der Waa.z bilden kann, dann will man auch eintreten kann für fein Geld."

Und ja und amen jagen?" frotzelt Lind.

Nein? Mit der Faust auf den Tisch schlagen o sagen: Wir sind hier nicht Ihre dummen ^)UNM Herr Direktor Dominik. Sie können mit uns nij machen, was Ihnen gerade einfällt, Herr Dom"» Wenn Ihnen die Werft von Birk & Co. so gm 8 fällt, dann übernehmen Sie diesen bankrotten i pelkasten für Ihr Geld und machen Sie sich selbständig. Wir verzichten sowieso auf Ihre ' für die Zukunft. Kein Anstellungsvertrag ist W und auch Verträge auf Lebenszeit sind nach i J- Jahren kündbar. Und die sechs Jahre sind bei 39. um, Herr Dominik."

Das würden Sie nicht sagen!" hetzt Linv.

Das werde ich sagen? Meine Geduld ist Ie9* >'

Warum feine Geduld am Ende ist, erwÄ^ Frinzka nicht.

(Fortsetzung folgt)

2. Karl Reuter, Id 1846 Meßen, 138,5: 3. helm Ferber, Tv. Waldgirmes, 135,5; 6. Walter Bierau VfL. Lollar, 131; 11. Otto Bender, T. u. Sog Rodheim (Bieber), 120,5; 25. Willi Frey, Tv^Gießen-Wieseck, 101,5; 28. Karl Schmidt, Sufp. Großen-Buseck, 95; 31. Richard Ruhl, Tusp. Gro- ßen-Bufeck, 89 Punkte.

Altersklasse II, 41 bis 50 Jahre (32 Be­werber): 1. Gottlieb Krebs Tv Bad ^omburg-Kir- terf, 165; 2. Gustav Baldauf, Tv. 1846 Gießen, 147; 3. Hans Thöt, Tv. Alsfeld, 143; 4. Emil Mul­ler, Tv. 1846 Gießen, 139; 7. Wilh. Stephan, Tusp. Großen-Buseck, 134; 8. Karl Feilmg, Tusp. Rod- Heim, 133; 11. Rudolf Keller, Tusp. Rodhelm, 129,5. 15. Karl Sarnes, Tv. Hausen, 124, 17. F^sSauer, Tv. 1846 Gießen, 122; 28. Hch. Jsheim, Mtv. Gießen,

Im Darmstädter Hochschul-Stadion sielen am ' Samstag bei den Reichswettkämpfen der Studen- tinnen die ersten Entscheidungen im Schwimmen und in der Leichtathletik, während- das Tenmstur- nier gut gefördert werden konnte.

Ganz vorzügliche Leistungen wurden vor allem in der Leichtathletik geboten, wobei beispielsweise die neue deutsche Meisterin Änge Plank (Um München) im Vorkampf auf eine Weite von 45,19 Meter kam und damit eine neue Jahres-Best­leistung aufstellte. Auch die 43,24 Meter der Rhein­länderin Anneliese Steinheuer (Um Bonn) können sich sehen lassen. Entschieden wurden bisher lediglich das Kugelstoßen und das Weitspringen wo mit Lore Grebe (Uni Halle) und Weltrekordlerin Christel Schulz (Münster) zwei Favoritinnen m Front endeten. Frl. Grebe siegte mit ihrer Vor- rampfleistung von 12,34 Meter, wahrend Fraulem Schulz mit 5,60 Meter unangefochten Relchssiegerm wurde. Frl. Schulz ist auch erste Anwärterin au den Sieg im 100-Meter-Laus; im Zwischenkampf konnte sie sich auf 12.6 Sekunden verbessern, wah­rend Grete-Winkels wiederum 12 8 lies. Die Rheinländerin lies dafür über 200 Meter nut 26,0 die beste Vorkampfzeit. In der Viererstaffel mmmt die Universität W i e n mit einer Zett von 50,7 die Favoritenstellung ein.

Schöne Kämpfe gab es auch im benachbarten Schwimmbecken, wenn auch die erzielten Zelten nicht ganz den Vergleich mit denen der Leichtathletik aushalten können. Im Kunstspringen vermißte man leider die deutsche Meisterin Gerda DaurneAang (Uni Wien). In ihrer Abwesenheit holte sich Erika Wettengel (HfL. Dresden) den Sieg Die deutsche 400-Meter-Meisterin Hannelore T Haler (Uni Wien) tarn auf der 100-Meter-Kraulstrecke, wo Josefine Schegg (München) in 1:16,0 siegreich blieb, nur auf den dritten Platz, ^"^n Wiener Sieg gab es über 100-Meter-Rücken durch Fritzi Kum­mer, während die 200-Meter-Brust an Waltraut M ü l'l e r von der Universität Münster sielen.

Am Sonntagvormittag gab es einen?interessanten Hockeykampf zwischen der deutschen Meisterelf der Würzburger Kickers und einer Ber l in e r Studentinnen - Auswahl, den die Wurz- burgerinnen verdient mit 2:0 (2:0) ^oren siegreich gestalten konnten. In der ersten Halbzett hatte der Meister klare Vortelle und erzielte auch durch die Rechtsaußen Jung unb die Halblinke Dollem zwei Tore. Die zweite Halste stand dann ^Eh^in^Zei-

^UerVnaffe III, 51 bis 60 Jahre (30 Be- werber): 1. Friedrich Kofler Tgm. Bad Homburg, 168,5; 2. Hrch. Koch, Tv. Herborn, 167, 3. Otte Meier, Tgm. 1860 Bad-Nauheim, 145; 5. Hrch. Hamel, Tv. 1846 Gießen, 135; 7. WlPP Postspg. Gießen, 132,5; IC Gustev Pfeiffer, Tv. 1846 Gießen, 127,5; 14. Wilh. Schmidt, Pos spg. Gießen, 121,5: 17. »n 3gnnicr; Xd. 1860 Lich, 118,5; 18. Ludwig PetN' Tv.1846 Gießen, 118; 19. Fritz Wiegand, Tv. 1846 Gießen, 117,5, 21. Karl Rühl, Tusp. Zroßen-Buseck, 116; 22. Hrch. Schmidt, T. u. Spg. Großen-Buseck 115, 23. Hrch. Größer, T. u. Spg. Großen-Buseck, 114'5; 26. Chri­stian Schäfer, 111,5; 27. Paul Schenk, Tv. 1846 Gießen, 109,5 Punkte.

Altersklasse IV (über 60 Jahre):!. Georg Dickhaus, Tv. Alsfeld, 147; 2. Karl Muller, Dttv. Gießen, 146; 3. Hrch. Hofmann, Tv. Herborn, löö, 4 Karl Erb, Tv. 1846 Gießen, 125; 7. Karl Heuser Tv. 1846 Gießen, 120; 9. Emil Marx, Tv. 1846 Gießen 117,5; 12. Richard Glagow, Tv. 1846 Gie­ßen, 108: 14. Hermann Haubach, Tv, 1846 Gießen, 100,5; 16. Wilhelm Dapper, Tv. 1846 Gießen, 99,5; 18. Karl Lichtenfels, Tv. 1846 Gießen, 90,5 Punkte.

Die volkstümlichen Dreikämpfe.

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Die Leute tuschelten. Jetzt hätte das Geld von Senator Spreckels helfen könnest. Der Herr Senator dachte anders darüber. Friedrich Dommik nahm es ihm nicht übel. Er wollte die Tochter. An der Seite dieser Frau würde er dreifach, vierfach stark fein...

Da erschien Mattheus Lind.

Es hieß in der Stadt, das Marcha Spreckels während der Derlobungszett mit Mattheus Lind nie mit ihrem Bräutigam allein ausging.

Es hieß in der Stadt, daß Martha Spreckels ihren Verlobten niemals küßte.

Es hieß in der Stadt, das Marcha Spreckels an ihrem Hochzeitstage verweinte Augen hatte.

Und es hieß in ber Stadt, daß Martha Spreckels am Hochzeitsabend von der Tafel heimlich b?pon- lief und erst am nächsten Morgen in den Wiesen hinter dem Dominikschen Grundstück von ihrem Vater aufgefunden und ihrem Gatten wieder zuge­führt wurde. Es sollte eine erregte Besprechung zwischen den beiden Männern gegeben habe, bte da­mit endete, daß Spreckels die Mittel zur maßgeb­lichen Beteiligung an der Norddeutschen Werft-AG.

Dte Reichsbahner spiellen an sich nicht schacht. Der Sturm übertrieb jedoch die Kombination. Man hatte in der ersten Halbzeit den Eindruck, als hatte keiner der Stürmer den Mut, einmal zu schießen. So kam es, daß in aussichtsreichsten Positionen ber Ball immer noch einmal zum Nebenmann gespielt wurde. Zum Schluß scheiterte man an der in­zwischen zurückgezogenen Abwehr. Die Fauerdacher sind eine Mannschaft von durchschnittlichem Können. Sie sind schnell und hart, spielen auch streckenweise schön zu. Sie sind jedoch in ihrer Spielweise zu durchsichtig, um eine gute Hintermannschaft über-

Mit Lich als Deranstaltungsort hatte man eine glückliche Wahl getroffen. Stellvertretender Bezirks- führer, Handelsstudienrat Hans S t e l n, und seine Mitarbeiter, allen voran Kreismannerturnwart Karl R e u t e r und Bereichsobmann für Sommer spiele Dr. Karl Pfeffer (Gießen), von der Be­reichsführung mit der Vorbereitung und Durchfüh­rung des Treffens beauftragt, hatten fettens der Stadt und der Vereinsfuhrung des Tv. Li ch> Mit Vereinsführer Karl Volz an der Spitze wei- gehende Unterstützung gefunden, fo daß die Ver anftaltung auch in schwerer Knegszeit zu emem schönen Erfolge geführt werden konnte Allen <5tei­len die dazu verhalfen haben, insbesondere auch Kamerad Stein (Gießen), wurde un Verlaufe des Treffens der Dank des Bereichs und der rund 250 Turnergäste ausgesprochen. rtit ~r.

Sonntag früh holte der Tv. Lich bte ausmar tiaen Besucher mit einem Mufikzug der HI. am Bahnhof ab. Auf dem schönen Turnplatz an der Turnhalle gaben eine Morgenfeier und die Flag- qenhifsung dem Tage derArbeit tm Gewände der Freude" die feierliche Einstimmung. Der stell­vertretende NSRL.-Bezirksführer Stein (Gießen) entbot dabei die Grüße des Bezirks Gießen. Er bezeichnete die Leibesübung, wenn sie bis ms Al­ter hinein planmäßig betrieben wird, als einen unversiegbaren Quell der Freude, der auch mi Al­ter jung und frisch erhält. Mit dem Liede ^Turner auf zum Streite" marschierten dann 175 Wettkämp­fer der verschiedenen Altersklassen auf bte Kampf­plätze; die Kämpfe wickelten sich reibungslos ab Das bunte Bild, das der eifrige Kampfeinfatz der Alten bot, erfreute die stattliche Zahl der Zuschauer, unter denen sich als Gäste auch Burgermetster Geil, Sturmbannführer Dr. Erb, Gauehrenoberturn- wart Wilhelm Will (Gießen) und Ehrenkreisver- treter Artur Pfeiffer (Wetzlar) befanden Er­staunlich war, was in der Riege der über Sechzig- jährigen die ganz Alten noch leisteten, allen voran der 83jährige Mlhelm Dapper vom Tv. 1846

Altersklasse I, 32 bis 40 Jahre (36 Bewer- ber)- 1. Fritz Weitershaus, Tv. Weilmünster, 139,5;

DfB.-Reichsbahn schlägt Friedberg-Fauerbach.

Zn letzter Minute waren die Reichsbahner ge­zwungen, ihre Mannschaft umzustellen. Unter dem gut amtierenden Schiedsrichter Best lief sie tn fob genber Besetzung auf: Ziegler II., Nikotel, Schlitz, Weniger, Ziegler I., Michel, Ehmann, Kraft II., Kraft I., Fröhlich, Erb. Es fehlten Möbs, Mark und

Frau gebangt, die er im stillen feine Braut nannte und die ihm in unvergeßlichen Stunden köstliche Versprechungen gab.

Alles ist heute wie damals.

Nur die Namen find anders.

Nissen oder Friedrich, Brigitte ober Martha..

Oder Martha!

Auch damals Ringen um die Zustimmung eines geldbewußten Vaters, der einer Liebe zwischen seiner Tochter und dem jungen Domimk nut Arg­wohn gegenüberstand.

3n ber Stadt steckten die Leute bereits bte Kopfe zusammen. Die Tochter von Senator Spreckels wollte den Friedrich Dominik heiraten, den frühe­ren Schmiedemeister oder Schlossermeister und jetzigen Schiffsbauingenieur.

Der alte Spreckels bremste. Erst abwarten, wie sich der junge Dominik entwickelte. Sich bloß nicht verplempern!

Martha meinte unb mußte gehorchen.

Friedrich Dominik arbeitete wie ein Besessener unb mußte warten warten.

Aber er kam vorwärts.

Er wurde sogar wieder bei Spreckels emgeladen. Dann begann der Balkankrieg und der Zu­

folglos.

In der Leichtathletik fielen zwei wettere Ent- febeibungen. Christel Schulz (Uni Munster), bte Weltrekordlerin und Reichssiegerin im Wettsprung, entpuppte sich auch als eine glänzende Hochspringe­rin unb holte sich mit ber auch international erst- «affigen Leistung von 1,56 Meter den zweiten Reichssieg. Ihr gleichwertig war Luise Locke­mann von der Universität Jena, die aber bei gleicher Höhe mehr Versuche hatte. Auf ben dritten Platz kam die rheinische Kurzstreckenläuferin Grete Winkels (Uni Bonn) mit 1,54 Meter. Etwas schwächer waren die Leistungen tm Diskuswerfen, wo Hanni Pard (Uni Köln) mit 36,45 Meter Reichssiegerin wurde.

Arn Sonntagnachmittag war der Höhepunkt. Rund 10 000 Besucher hatten sich im Hochschulstadion einqefunden, und Reichsstudentenführer Dr. Gustav Adolf Scheel konnte als Ehrengäste u. a. den Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, Gauletter und Reichsstatthalter Jakob Sprenger, General der Infanterie S t e p p h u h n, ---Gruppenführer Kaul, Ministerialdirektor Professor Dr. Krummei unb Oberbürgermeister Wamboldt, außerdem die Abordnungen von 14 befreundeten Nationen be-

63. schoß in Gießen. |unu_ ...............

Zwölf der besten Bann-Auswahlmannschaften des gefährliche Angriffe emgelettet. Allerdings ist dabei HI.Gebiets 13 Hessen-Nassau kämpften am Sonn- berücksichtigen, daß er tm ^telfeld zu wenig taq beim Gießener Schützenhaus um den Ehrenpreis l imh hterhurdi viel Spielraum hatte,

des Gebietsführers. Von den Vierer-Mannschaften waren liegend srechändig je 4 X10 Schuß lttizu- geben. Den Sieg trug ber Bann 116 Gießen mtt 391 Ringen vor den Bannen 303 Dillenburg mit 384, 149 Bensheim mit 279, 118 Worms mit 370 unb 166 Bab Homburg mit 368 Ringen davon.