Donnerstag, 28. August Ml
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Gietzener Anzeiger
DieVchnImiepetersburg-Moskau unterbrochen
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— j'pi. der Compagnie des Chemins de fer de ---- "** Bfcii(f)man auch die damals in der Tschecho-Slo-
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es mit der englischen herr- vorbei. Schließlich ist das
und der Schotter des Unterbaues der wurden Hunderte von Metern weit ge- Die Reste des Munitionszuges brann- fortwährenden Detonationen vollständig sowjetische Infanterie hatte durch das
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iSochdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Tokio, August 1941.
Hi^e von Lollfranzosen.
; Defes französische Indochina, dem eine ruhige lud friedliche Entwicklung bestimmt zu sein schien, heute im Zentrum des ostasiatischen Span-
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«leit auch mit dem Einverständnis und mit der
der Gaullisten gerechnet, die sich überall als • hinter ihres Vaterlandes betätigt haben und die rin nm Fernen Osten ihre Rolle fortsetzen sollten.
Anwesenheit der starken japanischen Kamps- b' nde in Indochina hat aber diesen finsteren
ren, es richtet an Bangkok Drohnoten, die aber cheinbar keinen Eindruck machen, denn Thailand verfolgt unentwegt den Kurs einer freundschaftlichen Politik mit Jndochina und mit Japan, mit dem es letztens neue Lieferungsoerträge abge-
jervsthändel verwickelt zu werden.
|f Lnam und Tonking sind Protektorate. In Der Spitze der Verwaltung steht lediglich ein fort öfifdjer Ueberwachungsbeamter. Der Fürst «onAnnam hat seinen Kaisertitel und seine Würde Jielli ten und auch dem obersten Mandarin in Ton
gewesen ist, so wäre lichkeit in Singapur herzliche Verhältnis,
MEe wie Pnom-Penh und hue (50 000 rilriohner) haben ihren Reiz, überall besteht der piil der guten Küche. Die Zahl der eigentlichen rcr, öfifdjen Siedler in Indochina ist allerdings «^windend gering, der Franzose verläßt nur [igrn sein Vaterland, um sich in den fernen Tro- >eii miederzulassen. Clemenceau meinte sogar, daß
*hr gelegenen französischen Skodawerke mit •en Kredit von 10 Millionen Pfund Sterling be- hen. Die Bahn führt über Tschöngtu und biuan nach Tschunking, und diente, bis die japa-
den Marschall Tschiangkaischek dazu zu ver- • Haien, in Jndochina einzurücken, wahreno
Oer Wehrmachtbericht.
DRB. Aus dem Führerhaupkquarlier, 27. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben Verbände der Panzerarmee des Generalobersten von Kleist am 25. August nach schwerem Kampf den Brückenkopf von Dnjepropetrowsk und die Stadt selbst im Sturm genommen. Auch nahe der Dnjeprmündung und südlich Kiew wurden die lehlen noch auf dem westlichen Dnjeprufer Widerstand leistenden Kräfte des Feindes zum Teil im Nahkampf überwältigt.
Ostwärts Welikije-Luki wurde die Waffe der 2 2. Sowjetarmee nach mehrtägigen hart- näckigen Kämpfen elngefchloffen und vernichtet. lieber 30 000 Gefangene und 400 Geschütze fielen in unsere Hand. Die ungewöhnlich hohen blutigen Verluste des Feindes sind mit mehr als 40 000 Toten festgestellt.
Zwischen Ilmensee und Finnischem Weerbusen sowie vor Reval und an der finnischen Front verlaufen die Operationen weiterhin erfolgreich.
Die Luftwaffe führte schwere Schläge gegen Truppenansammlnngen ostwärts Kiew und zerstörte mit nachhaltiger Wirkung das Eisenbahnnetz westlich W o s k a u und im Raume um Leningrad. 3m Finnischen Weerbusen versenkten Kampffliegerverbände vier Sowiettruv- pentransporter mit zusammen 9000 BRT., beschädigten vier weitere Truppentransporter schwer und erzielten Bombentreffer auf einem Zerstörer und einem Flottillenführer. Zwei weitere Zerstörer wurden ostwärts der Fischerhalbinsel schwer getroffen.
3m Kampf gegen Großbritannien bombardierte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht Hafenanlagen an der englischen Ostküste und Flugplätze auf der 3nfeL
Bei versuchen, am gestrigen Tage die D e u t s ch e Bucht und die K a n a l k ü st e anzugreifen, ver- lor die britische Luftwaffe 23 Flugzeuge, von denen elf in Luftkämpfen, vier durch Vorposlenboote, je drei durch Flak und zwei durch Marineartillerie abaeschossen wurden.
Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge in der Nacht zum 26. August auf den Flottenstützpunkt Alexandria richteten Bombentreffer in Hafen- und Bahnanlagen große Zerstörungen an.
Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht an einigen Orten West- und Südweskdeutschlands und il (L auf Wohnviertel in Köln Spreng- und
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Brandbomben. Flakartillerie brachte zwei der an- greifenden Bomber zum Absturz.
Berislaw in hartem Kampf genommen.
Berlin, 27. August. (DNB.) Während der Kämpfe um Dnjepropetrowsk hat ein Infanterie-Regiment in hartem Kampf die von den Sowjets noch verteidigte Stadt B e r i s l a w an der Mündung des Dnjepr genommen. Durch die dichten Minensperren vor Berislaw drang die Infanterie ohne Unterstützung durch Panzerkampfwagen oder Sturmgeschütze in den Ort ein. In schwierigem, Hauser- und Nahkampf wurde der vereinzelt äußerst zähe Widerstand der Bolschewisten gebrochen. Mit Handgranaten, Maschinenpistolen und aufgepflanztem Seitengewehr mußte Haus für Haus und Straße um Straße genommen und gesäubert werden, hierbei zeigte sich wiederum die Ueberlegenheit der Ausbildung und Kampfweise des deutschen Soldaten und sein unbezwingbarer Angriffsgeist. Im Verlaufe dieses Kampfes vernichtete das Infanterie-Regiment fünf sowjetische Bataillone, die durch Pioniere und Artillerie verstärkt waren. 1500 Sowjetsoldaten wurden gefangengenommen, ungezählte Gefallene bedeckten die Straßen.
Erfolgreicher Einsatz der Artillerie.
Berlin, 27. Aug. (DNB.) Deutsche Artillerie bekämpfte am Unterlauf des Dnjepr mit gutem Erfolg sowjetische Stellungen auf dem O st u f e r des Flusses. Durch Volltreffer wurden ein Panzerzug und ein sowjetisches Eisenbahngeschütz vernichtet. Eine Lage deutscher Granaten schlug in einen Munitionszug, der mit gewaltiger Explosion in die Luft flog. Sprengstücke, Teile der Waggons, zerrissene Schienen und
schlossen hat. Sollten Roosevelt und Churchill einen Taifun im Pazifik entfesseln, so wird Jndochina im Schnittpunkt des Sturmes liegen.
Tokio protestiert in Moskau und Washington.
Tokio, 27, August. (Europapreh.) Amtlich wird mitgeteilt, daß die japanische Regierung in Moskau und Washington gegen den Transport von Benzin aus den USA. nach der Sowjetunion über Wladiwostok Protest eingelegt hat. Der japanische Ministerpräsident Fürst K o n o y e wurde am Mittwochnachmittag in Audienz vom Tenno empfangen. Anschließend gab der Außenminister T o y o d a dem Tenno Bericht über die außenpolitische Lage. Beide Audienzen beweisen, daß Japan die durch die Ereignisse der letzten Zeit (Atlantik-Konferenz, Churchill-Rede, Jran-Einfall, USA.* Hilfe für die Sowjets) erneut in Fluß geratene internationale Entwicklung nicht unbeteiligt betrachtet.
Elektroindustrie den Fortfall der Rohsto-ffzufuhr und andererseits für die von Petersburg abhängigen Industrien in anderen Gebieten eine schwere Behinderung der Ferti-gwarenzufuhr.
Durchschlagende Wirkung der Lustwaffe.
Berlin, 27. August. (DNB.) Die deutsche Luftwaffe verfolgte die im Raum nordostwärts Dnjepropetrowsk zurückweichenden Bolschewisten und fügte den Sowjetverbänden durch Bomben aller Kaliber und Feuer aus Bordwaffen schwerste blutige Verluste zu. Im Raum von Czer- nikow waren Truppenansammlungen, Feldstellungen, Lager und Lastkraftwagenkolonnen das Ziel fortgesetzter deutscher Angriffe. Ueberall konnte die außerordentlich durchschlagende Wirkung der deutschen Waffen beobachtet werden. Das Eisenbahnnetz Konotop — Brjansk wurde erneut nachhaltig zerstört. Schwere Angriffe auf mehrere Bahnhöfe führten zur völligen Vernichtung der Anlagen. Die Wagen angegriffener Eifenbahnzüge gerieten in Brand und sperrten wichtige Strecken. Auch die Eisenbahnlinien und Knotenpunkte i m Raum um Petersburg wurden mit durchschlagender Wirkung bombardiert. Die Sowfets verloren am Dienstag allein in Luftkämpfen insgesamt 98 Flugzeuge.
deutsche Artilleriefeuer äußerst schwere Verluste. Zahlreiche Einheiten wurden in der Bereitstellung durch das gutliegende Feuer zersprengt und vernichtet.
Gtuka-Kameradschast.
Berlin, 27. Aua. (DNB.) Ein hervorragendes Beispiel von soldatischer Kameradschaft und Kühnheit gaben deutsche Sturzkampfflieger bei einem Angriff auf marschierende Sowjetkolonnen an der Ostfront. Bier deutsche Sturzkampfflugzeuge wurden, nachdem sie den Angriff auf die bolschewistischen Kolonnen erfolgreich durchgeführt hatten, von sechs sowjetischen Jägern in heftige Luftkämpfe verwickelt. hierbei geriet ein deutsches Flugzeug in Brand. Der Flugzeugführer, dessen Fallschirm zu
„ , , , das sich zwischen Jndochina
und Thailand angebahnt hat, den Briten und Amerikanern ein Dorn im Auge. Die starken Druckmittel, die auf Bangkok ausgeübt werden, um dieses Verhältnis zu stören und um Thailand aus der japanischen Einflußsphäre zu lösen, sind bisher erfolglos geblieben. England läßt an den Grenzen Thailands in den Malaienstaaten und in Birma größere Truppenkontingente aufmarschie-
brennen begonnen hatte, versuchte eine Notlandung, bei der er vermutlich verunglückte, während der Bordfunker mit dem Fallschirm ab sprang und wohlbehalten auf einem Kleefeld landete. Der Staffelkapitän konnte drei verfolgende sowjetische Flugzeuge abwehren, wobei er eine „Rata" abschoß. Er setzte bann zur Landung auf dem Kleefeld an, wo er aus einem Gehöft mit heftigem Gewehrfeuer empfangen wurde. Andere • bolschewistische Soldaten brausten auf einem Lastkraftwagen heran in dem Glauben, die deutschen Flieger gefangennehmen zu können. Der mit dem Fallschirm gelandete Bordfunker war jedoch in Sekundenschnelle in das Flugzeug seines Staffelkapitäns gestiegen. Augenblicke später hob sich die Ju 87 wieder vom Boden ab und erreichte glücklich den Heimathafen, begleitet von den übrigen Flugzeugen des Verbandes, die über dem Landeplatz ihres Staffelkapitäns so lange gekreist hatten, bis die Rettung des Bordfunkers gelungen war.
Oie Briten verloren Mittwoch 12 Flugzeuge.
Berlin, 27. Aug. (DNB.) Die britische Luft- wasfe setzte im Laufe des Mittwoch ihre Anflugver- suche mit einem ähnlichen Ergebnis wie in den vergangenen Tagen, sowohl was die Wirkungslosigkeit als auch die britischen Verluste anbetrifft, fort. Am 2 6. August fielen 23 britische Flugzeuge der starken deutschen Abwehr zum Opfer. Mittwoch morgen verloren die Briten bereits weitere zehn Flugzeuge in wenigen Stunden durch deutsche Jäger. Ein weiteres britisches Flugzeug wurde am Kanal durch deutsche Flak zum Absturz gebracht. Außerdem wurde ein einzeln
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bts8'/,Uhr desVormittagS
Anzeigen-Preiie:
Anzeigenteil 7 Rvt. ie mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvs. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette
Nachlässe:
Wiederholung Malstastell Abschlüsse Mengenstaffel B Pladvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr
, gcpii: hl heute im Zentrum des ostastatischen topan-- ..«i ' iUmfeldes. Da es selbst nicht in der Lage ist, *Wni ! |eim Sicherheit und Unversehrtheit vor der ameri-
22. Sowjet-Armee vernichtet.
Welikije-Luki nach heißem Kampf genommen. - Lieber 30000 Gefangene. Ungewöhnlich blutige Verluste der Sowjets.
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Berlin, 27. Aug. (DNB.) Das Varrücken der deutschen Truppen bis an die Eisenbahnlinie Petersburg — Moskau und die ständige Bombardierung dieser Strecke durch die deutsche Luftwaffe bedeutet für die Sowjets die Unterbrechung einer nicht nur in strategischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht äußerst mistigen Eisenbahnlinie. Diese Bahnlinie, von den Sowjets als „Oktober-Eisenbahnlinie" bezeichnet, verbindet ast geradlinig die Hauptstadt des alten Zarenreiches mit der sowjetischen Hauptstadt über die Orte Kalinin (früher Twer) Wyschnij- W o l o t s ch e k und Tschudowa mit Abzweigungen zu weiteren Bahnstrecken der nordwestlichen Sowjetunion.
Ihre wirtschaftliche Bedeutung beruht vor allem in der Versorgung Petersburgs und des ganzen nordwestlichen Bezirks mit Kohle, Getreide, Eisen-, Stahl- sowie Walzwerkerzeugnissen aus der Ukraine und dem südlichen Zenttalrußland, mit Oel aus Baku,. Baustoffmaterialien u. a. m. Auch das Gebiet Kola und Karelien ist auf die Zufuhr' durch diese Bahn angewiesen. Don Petersburg aus werden vor allem Holz, Apatit und Nephelin von der halbinjel Kola — Apatit für die Düngemittelherstellung, Nephelin als Rohstoff der Aluminiumerzeugung — in andere Teile der europäischen Sowjetunion transportiert.
Der Durchstoß zu dieser Eisenbahnlinie bedeutet also für Petersburg mit seinen Werften, seiner Rüstungsindustrie, seinem Maschinenbau und der
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izwörerplan vereitelt.
ift vom Standpunkt der Gegner Japans ver- fcllid), daß sie mit allen Mitteln versuchen. Tokio «:ai zu verhindern, in Jndochina festen Fuß zu Fe-, denn strategisch betrachtet ist Jndochina eine BitQr für die beherrschende Stellung von Jp t n - ’hmr, die ein Eckpfeiler des Empire im Fernen 3!> ift, der als Schildwache an den maritimen Siegen nach Australien und Indien steht, und wo - M amerikanische Admiral Stirling eine englisch- jWlikanische Wehrgemeinschaft errichten will. vM Mchina befindet sich an der Sudostspitze, mcht '.vt von Saigon, der größte und geschützteste - shafen von Carnranh, in dem die gesam M ische Flotte Platz finden könnte^ Die Fran- !!M haben Camranh gern als ihr ’
Miet. Darin liegt eine gewisse Uebertreibuna, •Irr die Militärischen Bauten im Hafen sind erst ■'letten Datums und noch lange nicht been • j>l Mo Pnge von Camranh so vortress kunb so nahe bei Singapur und den anderen d chen strategischen Positionen, daß die britische gt an der Spitze von Malakka viel von ihrem ■[faner grenzt Jndochina an D e n 5 ftb ■m J5 "r Kräh, die schmale Landzunge die' Malakka J' dem Hinterlande verbindet. Sollte dieser O^nus durchstochen werden, wovon viel Die Jteoe
„planmäßige Operationen."
Wir wissen nun, was hinter den „planmäßigen Operationen" der letzten Tage steckte. An drei wichtigen Punkten ist es wesentlich weitergegangen. Im Süden ist der Dnjepr in seinem ganzen großen Bogen von unterhalb Kiew bis zu seiner Mündung in deutschem Besitz. Südlich von Kiew selbst sowie an der Dnjeprmündung wurden die letzten feindlichen Streitkräfte auf dem Westufer überwältigt. Die Einnahme von Dnjepropetrowsk ist das am meisten in die Augen springende Ereignis. Dnjepropetrowsk, das ehemalige Jekaterinoslaw, war 1926 noch eine Stadt von 188 000 Einwohnern. 13 Jahre später zählte sie 500 000 Einwohner. In ähnlichem Tempo entwickelten sich die beiden anderen Großstädte des Jndustriereviers am Dnjepr: Saporoschje hat es auf 300 000, D n j e p r o d s e r s ch i n s k auf 150 000 Einwohner gebracht. In Dnjeprodserschinsk befanden sich die Dserschinskij-Werke, in Saporoschje das elektrometallurgische Werk „Saporosch- stahl", in Dnjepropetrowsk das Lenin-Werk und das Petrowskij-Werk. Es ist durchaus möglich, daß die abziehenden Sowjetrussen wesentliche Zer- ftörungen angerichtet haben. Im gegenwärtigen Stadium kommt es auch auf die Wiederherstellung dieser Werke für uns nicht an; wohl aber kommt es auf den Ausfall für die Sowjets an. Und der ist enorm. Im Jahr 1937 wurde hier ein Drittel der Gesamterzeugung an Roheisen, Stahl und Walzgut hergestellt. Wichtiger ist noch, daß es sich fast durchweg um Qualitätsmaterial, besonders um Werkzeugstahle für den Waggon-, Automobil- und Flugzeugbau sowie für die Herstellung von Geschützen und Munition handelte.
Die Nachricht von der Schlacht bei Gomel war zum Ausgang voriger Woche eine gute Kunde. Jetzt werden wir mit der Meldung überrascht, daß in dem 400 km weiten und nach der landschaftlichen Gestaltung sehr schwierigen Raum zwischen Ilmensee und Smolensk in mehrtägigen hartnäckigen Kämpfen die Masse der 22. Sowjetarmee vernichtet wurde. Die Stadt Welikije Luky (wörtlich Großwiesen) selbst ist nach heißem Kampf genommen worden. Die Stadt, im südlichen Teil des ehemaligen Gouvernements Pshow, am Lowctt-Fluß und an der Bahn Moskau—Riga und nur wenige Kilometer östlich der Strecke Witebsk—Petersburg, zählt rund 20 000 Einwohner und hatte eine rege Lederindustrie, auch Seifensiedereien und Brauereien. Sie war zeitweise Zwischenhafen im Luftverkehr Berlin—Moskau. In der Siegesmeldung wird gleichzeitig das Verhältnis der Gefangenen und der Toten angegeben: 30 000 Gefangene und 40000 Tote. Schon bei Abschluß der Schlacht von Bialystok- Minsk wurde angegeben, daß die blutigen Verluste ein Mehrfaches der Gefangenenzahl ausmachen, hier haben wir ein ganz gegenständliches Beispiel für das Verhältnis der Verluftzahlen.
Schon am letzten Sonntag erschien ein PK.-Be- richt, der die Erbeutung der Kurierinaschine des Marschalls Woroschilow schilderte. Dort hieß es, daß der Sowjetpilot in Welikije Luky zwischenlanden sollte, um „dort die neuesten Meldungen von der damals dicht davor verlaufenden Front aufzunehmen und nach Moskau zurückzufliegen". Am 24. 8. wurde dann berichtet, daß stärkere Sowjetkräfte südlich des Ilmensees geschlagen und über den Lo- watfluß zurückgeworfen wurden. Jetzt liegt das Gesamtergebnis dieser Kämpfe vor.
Zwischen Ilmensee und dem Finnischen Meerbusen sowie vor Reval verlaufen die Operationen weiterhin erfolgreich. Dasselbe gilt von der finnischen Front. Die finnische Front zu beiden Seiten desLadogasees und die Front zwischen Ilmensee und Jamburg sind Teile der „Front vorPetersbur g", von der der Wehrmachtbericht vom 22. August gesprochen hat. Die Front jenseits des Peipussees und der Narowa bis zum Finnischen Meerbusen in Nordestland hat Reval und Baltisch-Port als Hauptziele vor sich. Eine Meldung vom 26. August verzeichnete einen tiefen Einbruch deutscher Infanterie- und Pioniereinheiten in die sowjetischen Widerstandslinien vor Reval. Bezeichnend für die Küstennähe ist, daß die sowjetische Ostseeflotte in den Erdkampf eingriff, was ihr freilich teuer zu stehen kam.
$ie ganz hinterjndien, so bildet auch Jndochina len Uebergang vom ostindischen zum ostasiatischen hiUrfreis. Ursprünglich haben die indischen Ein- M überwogen, sie sind aber, seit Frankreich 'm Frieden von Tientsin 1885 in den Besitz vom ifli'-rreid) Annam , Tonking und C o'ch i n = Iji-.a kam und 1907 noch die thailändischen Pro- Iiin n von Battambang und A n a k o r dazu ktr rb, immer weiter diesen Einflüssen ausge- |*ic-n. Dort an den Küsten des chinesischen Meeres I7-. CKfAr - ' ' - -
_ . W n Truppen den Weg versperrten, zum Irans- ScnneKW iJ rtoon Waffen, Munition und anderem Kriegs- erscharfäly6 rjhrial an Tschiangkaischek.
Waffen-n jlfibe nun aus zuverlässigen Nachrichten hervor- !j<- hatten Washington und London den Plan ge- Gieil M, den Marschall Tschiangkaischek dazu zu ver- 1 filiert, in Jndochina einzurücken, während A laiche Truppen in Malaya und amerikanische W: sschiffe in Den Häfen Jndochinas seine Ope- ^"7^ !£den unterstützen sollten. Natürlich hatte man
in q kinderarmes Land wie Frankreich gut Daran IgesEiklE ili auf Jndochina zu verzichten, um nicht in die
ihich-britischen Raubgier zu schützen, so hat es ii einem freundschaftlichen Abkommen unter ui Schutz der japanischen Großmacht HlUt, es hat den japanischen Truppen- und fioienverbänden seine Häfen geöffnet und hat Mi diese Tat die aggressiven Pläne der Gegner bi kreuzt.
i Imfing grenzt an Südchina, an das herrschafts- Ebitt des Marschalls Tschiangkaischek, an Io- Zentrum des antijapanischen Widerstandes. Dizls japanfeindliche Südchina ist mit Tonking lurt eine französische Bahnlinie verbunden, an llce Bau sich seinerzeit neben der Banque de s pirs et des Pays Bas, der Banque Franco-Chi-
«. Jahrgang Nr. 20$
Brtetnt li-glich, auber Ainntags und Feiertags
Beilagen:
Di ßener Familienblätter ,
h^natimBildDieScholle
Bezugsvreis:
H einzelnen Nummern isitlae höherer Gewalt Lermivrechanschluk 2251 xrhtanschrifti.-Anzelger" < x^scbeck 11686 Franks M.
ommf, nm es Frankreich gelungen, sich ohne ernste Zwi- I teefäüe, wenn man von lokalen Erhebungen in WeineMf. I ßjrnrn und Tonking ab steht, ein Kolonialreich zu en getreten. [ |&0 en, das 740 000 qkm mit 20 Millionen Ein- zulachen!Ab©,E Leiern umfaßt, das also um rund 200 000 qkm ।besserhoben.f| Lgior als das französische Mutterland ist.
ur'Eiostocorn.l I [«mtreid) hat es verstanden, diesem Lande, zu- !g draufzui^, njr,e|t seinen Städten, das Gepräge seiner Kul- I hr aufzudrücken. In Hanoi und in Saigon, MX*]Ti !Q5 bie Franzosen Die Perle Des Fernen Ostens
Ux,EN, finDet man neben Den buddhistischen Pa- Kbn ünter den Tamarindenbäumen und Palmen —— ifle Luxus und Komfort, den eine europäische fi» J feftaöt zu bieten vermag. Der Korso in der Rue lcmat in Saigon findet vielleicht an Eleganz ;ur in Nizza eine Parallele. Auch die kleineren
Schnittpunkt Jndochina
Von unserem UST.-Berichterstatter.
vrühlsche UniversttArdnttlerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhefsen $d,tleiefieit.9Sd)ilKra6eS7-9
irj stehen gewisse Ehrenrechte und Befugnisse in ler örtlichen Verwaltung zu. Neben der ch i n e - jij,en ist auch Die japanische Einwan- ...... -Jd iiiing in Jndochina eine recht bedeutende ge= von (elbetßi Diin, und da die Franzosen keine Rassenschranken . qp.; me:?annt haben, so ist die Zahl Der Mischlinge vem w. gro^ Die meisten dieser Mischlinge haben es schenk' sq den Europäern assimiliert und besitzen die Einweichi umsonst I
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