Deutsche Reichsbahn
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Betr.: Die Benutzung der Gehsteige und Radfahrwege durch Lastfuhrwerke.
Wiederholt wurde in letzter Zeit beobachtet, daß Lastfuhrwerke mit Kohlen, Baumaterial u. a. die Gehwege und Radfahrwege der Straßen befahren und zum Abladen und Lagern ihrer Güter benützen.
Abgesehen von der Behinderung des Verkehrs besteht die Gefahr, daß diese nur leichterem Verkehr ausgebauten Wege stark beschädigt und zerstört werden.
Ich mache darauf aufmerksam, daß diese Art der Benutzung der Verkehrswege für leichten Verkehr verboten ist und werde in jedem einzelnen lieber- tretungsfalle, der mir gemeldet wird, Strafanzeige erheben sowie Ersatz des angerichteten Schadens Merlangen. 2757C
Gießen, den 28. Juni 1941.
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Betr.: Fettverbilligung. Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine für die Monate Juli bis September 1941.
Die Maßnahmen der Reichsregierung zur Fettversorgung der minderbemittelten Bevölkerung werden auch für die Monate Juli bis September 1941 durchgeführt.
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Zur Sicherung ihres Nachwuchses jür die Beamtenlautbahn im gehobenen techn. Dienst (Inspektorenlaufbahn) bewilligt die Deutsche Reichsbahn jungen Bewerbern, die in den Dienst der Deutschen Reichsbahn eintreten wollen, zum 1.10.1941 nach Reichsgrundsätzen erhebliche Ausbildungsbeihilfen zur Ableistung des für diese Laufbahn erforderlichen Fachschulstudiums als Ingenieur.
Vorbedingungen: Mindestens 17 Jahre alt, abgeschlossene Volks- oder bessere Schulbildung. Zugehörigkeit zur H I. oder einer anderen Gliederung der NSDAP., 2 Jahre praktische Tätigkeit als Praktikant, und zwar für die bautechnische Fachrichtung in einem Bauhandwerk oder Baunebengewerbe (auch Bauschlosserei), für die maschinentechnische Fachrichtung im Maschinenschlosser-, Schmiede-oder Dreherhandwerk, oder in beiden Fachrichtungen vollständige Ausbildung als Lehrling.
Diese Vorbedingungen müssen zeitlich spätestens bis Ende Sept. 1941 erfüllt sein.
Die Bewerber werden zum 1.10.1941 nach dem Bestehen einer Aufnahmeprüfung in das 1. Semester der Bau- und Ingenieurschulen auf genommen; für Volksschüler sind hierbei zusätzliche Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie erforderlich. Diese Kenntnisse können sich die Bewerber bis Ende September aneignen.
Die Ausbildungsbeihilfen werden für die Kosten des Studiums einschl. der Lehrmittel und des Unterhalts fortlaufend für die 5 Semester bewilligt. Die zunächst darlehnsweise gewährten Beträge gelten entsprechend der später zurückgelegt en Eisenbahndienstzeit ohne weiteres als getilgt.
Die Ausbildung in der Beamtenlaufbahn umfaßt 2 Jahre bei Zahlung ausreichender Unterhaltszuschüsse. Nach bestandener Prüfungzumtechn. Reichsbahninspektor werden die Beamtenanwärter sofort als ap. techmKeichsbahninspektoren angestellt und in der Regel nach 1 x/i Jahren planmäßige techn. Reichsbahninspektoren.
Ausbildungsbeihilfen können auch solchen Bewerbern bewilligt werden, die sich bereits als Studierende im 1. bis 5. Semester an den Bau- und Ingenieurschulen befinden. Als Bewerber werden auch Volksdeutsche zugelassen.
Alle näheren Auskünfte erteilen die Reichsbahndirektionen, die auch Merkblätter über die techn. Beamtenlaufbahnen abgeben. Die Bewerbungen sind binnen 14 Tagen einzureichen und haben zu enthalten: Selbstgeschriebenen Lebenslauf, Paßbild, beglaubigte Abschriften von Schulzeugnissen und Beschäftigungszeugnissen über die handwerkliche Tätigkeit, soweit bereits vorhanden. Bescheinigung über Zugehörigkeit zur HJ. oder einer anderen Gliederung der NSDAP. Die Bewerbungen sind zu richten an:
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Die vorstehend aufgeführten Ausaabetermine sind unbedingt einzuhalten. An Nachzügler werden Fell- scheine nicht mehr ausgegeben.
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Jede Aenderung des Einkommens und des Personenstandes ist der betreffenden Ausgabestelle umgehend zu melden. Die Unterlassung dieser Meldung und der unberechtigte Bezug von Reichsverbilligungs- scheinen kann strafrechtliche Verfolgung nach sich Ziehen. 2751D
Gießen, den 28. Juni 1941.
Der Oberbürgermeister. — Sozialamt.
Gemeinsame Bekanntmachung der Landräle der Landkreise Alsfeld, Bübingen, Friedberg, Giehen und Lauterbach sowie des
Oberbürgermeisters der Stadl Giehen.
Betr.: Aufruf des Abschnittes 7 des Futtermittelscheines für Pferde.
1. Futtermittelscheine für Pferde.
Der Abschnitt 7 des Futtermittelscheines für Pferde für das Wirtschaftsjahr 1940/41 wird hiermit zum 1. Juli 1941 aufgerufen. Es kommen wiederum je Pferd bis zu 420 kg Pferdefutter für die Bedarfsdeckung in den Monaten Juli und August 1941 zur Verteilung.
2. Bezugscheine für Futtermittelverteiler.
Die FutterrNittelverteiler werden hiermit aufgefordert, innerhalb einer Woche nach Erlaß dieser Bekanntmachung die bei ihnen eingegangenen Abschnitte 6 des Futtermittelscheines für Pferde zum Umtausch in Bezugscheine dem für sie zuständigen Ernährungsamt Abt. B vorzulegen. Gleichzeitig werden die Verteller darauf hingewiesen, daß als Verfalltag der Bezugscheine der 20. Juli 1941 festgesetzt ist. 2768D
Gießen, den 23. Juni 1941.
Für die Landräte der Landkreise Alsfeld,'Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister der Stadt^ Giehen.
Der Landrat des Landkreises Gießen.
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