Ausgabe 
28.4.1941
 
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Blick von der Akropolis auf Athen. (Archiv.)

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und in die südlichen an der Küste Kleinasiens. Er-

die aber nach der Enttäuschung auf der irdischen Welt rachebrütend in ihr dunkles Reich zurückkeh­ren. So scheiden sich die Gestalten des Werkes in zwei Gruppen: auf der einen Seite die Welt der Berggeister, auf der andern die Vertreter des Vol- kes, die sich mehr oder minder durch ihre Empfäng­lichkeit für den Geisterglauben abscheiden.

Piräus sehr zustatten kommt. Wenige Kilometer vom Westausgang des Kanals entfernt liegt die

von Korinth von einem 6,3 Kilometer langen Kanal durchstochen, der freilich nur 23 Meter breit ist, aber ausreicht, um auch großen Schiffen vom Ioni­schen zum Aegäifchen Meer den Umweg um den Peloponnes zu ersparen, was vor allem dem Hafen

Die Titelrolle, ein wichttger Markstein in der ! Geschichte des Heldenbaritonfachs, wurde durch Gustav Bley zum entscheidenden Faktor der Auf­führung. In Bewegung und Gebärde der jeweiligen seelischen Lage Ausdruck gebend, wuchs sein Hans Helling zu starken Akzenten im ständigen Sich- Steigern bis zu den machtvollen Höhepunkten in den letzten Bildern heraus. Seine große Arie im zweiten Bild war musikalisch und darstellerisch ab­gewogen: eindrucksstark waren seine stimmlichen Akzente der letzten Szenen. Ebenso war Anni Assion würdevoll beherrscht in ihrer Haltung als Königin der Erdgeister mit füllig strömenden Tönen, vom Innerlichen getragen. Gabriele Pos- sinke war als Anna lebendig im Spiel und er­hob sich in ihrer Arie (4. Bild) zu besonderer Höhe. Die Melodramszenen ließ Ilse W inhold in Ge­schlossenheit der Stimmungsgebundenheit mit Klang­schönheit erstehen. Den Stephan gestaltete Heinrich Brunn mit eigenen Zügen aus, und besonders sein Lied im letzten Bilde war pointiert plastisch durchge- bildet, unterstützt von rund strömendem Stimm- klang. Der Dialog der Festszene gewann durch den Niklas Gert Geigers an Lebendigkeit und Mi- lieukraft.

zumal den Geisterszenen, die am stärksten vom dramatischen Nerv erfüllt sind, den romantischen Schauer verlieh. Das Vorspiel hatte er in zügiger Weise musikalisch durchgebildet und in seinen ein­zelnen Situationen gegliedert. So mußte von hier die einheitlichste Wirkung des Abends ausgehen: »enn die Chöre unter Erich Richter waren rhythmisch präzisiert und klar in der Textaussprache. Das Orchester folgte willig mit Einsatz seiner be­währten Kräfte: die an einzelnen Stellen der Sing­stimme gegenüber reichlich bedachten Bläser könnten verschiedentlich mehr Zurückhaltung üben. Gerade der im Romantischen wurzelnden Musik gegenüber haben die Szenenbilder eigene Aufgaben zu erfüllen: Karl Löffler war dem eingehend nachgekommen. Ihm einte sich Remigius Konen mit einer der Situation sich streng angleichenden Lichtführung.

stere umfaßt insgesamt 77 Inseln und Inselchen, von denen die größte, S k y r o s, 202 qkm Flache mißt. Die größte der südlichen Sporaden ist das 1412 qkm große italienische Rhodos, das im tita kisch-italienischen Krieg den Türken verlorenging und zugleich Hauptinsel der Gruppe ist, die wir unter dem Namett des Dodekanes kennen. Samos

Das Haus folgte sichtbar angeregt dem Ge­schehen des Abends und dankte mit reichem Beifall.

Dr. Hermann Hering.

Tintenfisch, in Wallung gebracht.

Ein nicht alltägliches Erlebnis brachte mir das Berliner Aquarium. Ich besuchte den großenTin» tenfisch", der kein Fisch, sondern eine Molluske ist und wie immer zusammengerollt in seiner Stein­höhle hockte, kaum daß die spitzen Enden der Arme im Wasser züngelten. Weil die dicke Glasscheibe des ^chaubeckens spiegelte, nahm ich meinen Hut vom Kopf und führte ihn als Abblendfchild vor den Augen hin und her.

Das hat den Kraken wach gemacht, hat ihn viel­leicht sogar in Angriffswut versetzt. Ich kenne die zauberischen Verwandlungsfähigkeiten dieses un­heimlichen Meeresbewohners: einmal sah ich ihn wie ein Auslegerboot blitzschnell mit lang wallenden Schleierbändern (seinen acht Armen) quer durchs Wasser schießen: heute aber zeigte sich der Oktopus m einer für mich neuen Weise. Der graubraune Klumpen ließ plötzlich zwischen den vielen kleinen Warzen der Haut irgendwo ein klares, kalt leuch­tendes Auge aufbrechen, und nun hob sich ganz langsam die Körpermasse vom Grund, schwebte senk­recht und ohne sichtbare Antriebskraft höher und höher, hielt sich wie eine braune Qualle mitten in der Flut. Dabei entringelten sich die Schlangen­schnüre der langen Arme, griffen steil hinunter auf den Steingrund, hafteten ihre weißen Saug­näpfe fest: nein, die Arme wurden scheinbar zu dünnen hohen Stelzen, machten Sckritt um Schritt nach vorn, trugen die Ballung des Kopfes, Körpers und des Atemsackes bedächtig von der einen Seite des großen Schaubeckens zur anderen, doppelt un­heimlich, weil mit der Bewegung auch ein Farb­spiel der Haut einsetzte, daß braun zu hellgrau ver­blaßte, rot wurde, violett und wieder grau.

Ich weiß, mein Augeneindruck ist falsch gewesen: die Vorwärtsbewegung kam nicht von den langen Gliedmaßen, sondern vom frei schwimmenden Kör­per des Kraken, der ja nirgendwo Knochen besitzt und so auch die Arme nicht zu tragenden Säulen versteifen kann. Aber es gibt so viele Wunder im lebendigen All: mag für eine Meile getrost ein neues hinzu kommen, bns hie Phantasie des Men­schen sich als flüchtige Seifenblase kühn erschaffen hat. Paul Eipper.

ghasi bombardiert. Es wurden einige Personen getötet und geringer Schaden verursacht. Ein feind­liches Flugzeug wurde von der Bodenabwehr ab­geschossen. Nach den bisherigen Feststellungen wur­den bei dem feindlichen Lust- und Seeangriff auf Tripolis 101 Personen getötet, darunter ungefähr 20 Italiener, und ungefähr 300 verwundet.

In Ostafrika wurde in Gimme ein Hurrioane- Flugzeug von der Bodenabwehr abgeschossen.

In der Nacht zum 25. April haben Verbände der deutschen Luftwaffe in rollendem Einsatz Flotten- und Luftstützpunkte auf Malta bombardiert und

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dabei in La Valetta Brände und Explosionen hq, vorgerufen. Im östlichen Mittelmeer haben Ein Hecken unserer Luftwaffe in der Straße vo C a s o einen feindlichen Geleitzug angegriffen uiü in der Bucht von Milos einen 2000-Tonnen-Dampfe; getroffen.

In Ostafrika haben östlich Gambela unsere Truppen in schwungvollem Angriff feindliche Streit kräfte, die sich in günstigen Stellungen verschanz! hatten, angegriffen und geworfen. Der Feind Hei auf feiner überstürzten Flucht Hunderte von Toten, Waffen und große Materialmengen auf dem Kampf! platz zurück.

Die Mischung und Durchdringung der verschiedent- lichen charakterlichen Momente und stilistischen Elemente erfordern von der Inszenierung schärfstes Abwägen, um der Grundidee des Werkes die er­wartete markante Auswirkung zu geben, fyans 2Hbert Schewe ließ die dramatischen Züge in scharfer Prägung, besonders aber im 5. Bild in äußerster Gespanntheit auf den Hörer eindringen, ebenso wie er die sinnfälligen Momente der Geister- schar durch innere Ausrichtung der Bewegung und Gebärdendynamik unterstrich. Das geschah im engen Einklang mit dem Musikalischen, dem Otto Söll- n e r In unreflektierter Natürlichkeit Klang gab und

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Wer einen Mick auf die Karte wirst, wird die Melzccht der Inseln jeder Größe mit Staunen fest­stellen, die rings um Griechenland und an der klein asi atischen Küste zu find en ist und in deren Besitz sich neben Griechenland die türkische Republik und Italien teilen. Don geringerem Interesse sind zur Zeck die an der Westküste der Balkanhalbinsel gelegenen svgenannten Ioy-ischen Inseln, von denen wir nur Korfu (Kerkyra), Lenkas, Kephallenia und Zakynthos als die größten nennen wollen.

Die eigentlichen Ägäischen Inseln zerfallen in eine Nordgruppe, die Sporaden und Zykladen oder Kykladen. Die Nordgruppe umfaßt im wesent­lichen das in diesen Tagen von deutschen Truppen besetzte Thasos, die nördlichste Insel des griechi­schen Archipels. Sie ist ein abgesprengter Teil des Rhodope-Gebirges und war schon im Altertum be­rühmt wegen ihres Goldvorkommens. Heute liefert sie Eisen, Kupfer, Antimon und Silber. Auch Mar­morbrüche gibt es hier. Der Hauptort ist Panagia an der Nordküste. Die ganze Insel zählt jedoch nur 15 000 Einwohner. Das ebenfalls jetzt besetzte S a - moth rake liegt weiter östlich, der Maritza- mündung gegenüber, eine wenig fruchtbare und fast entwaldete Insel mit heißen Schwefelquellen. Land­einwärts liegt der Hafen Kastto (auch Ehora) mit etwa 3000 Einwohnern. Griechisch ist die Insel erst eit den Dalkankriegen 1912. Die Insel L e m n o s , die dritte der jetzt besetzten Inseln, ist dagegen reich an Weiden, Getreideifeldern und Olivenhainen. Seide, Trauben, Feigen und Honig werden gewon­nen, und die berühmte Terra Lemma, eine Art Bolus, wird ausgeführt. Insgesamt zählt die buch­tenreiche Insel 27 000 Einwohner. Im Weltkrieg war Lernnos ebenso wie die nordöstlich gelegene kleinere türkische Insel Imbros Stützpunkt der Entente bei ihrem mißglückten» Gallipoliunternehmen. Zu der Nordgruppe rechnet man schließlich auch die Insel Mytilene, das altariechische Lesbos, die zwischen Lemnos und den südlichen Sporaden hart an der kleinasiotrschen Seite liegt. Sie zählt rund 146 000 Einwohner und war im Altertum ein eigenes Staatswesen.

Die dämonischen Töne, die Marschner in dem vorausgegangenenVampyr" angeschlagen hatte, fin­den imHans Heiling" eindringliche Vertiefung. Der eigentlichen Opernhandlung, die auf der Erde sich abspielt, geht ein Vorspiel voraus, das uns den Hans Heiling in seinem Sichlosreißen von feiner Mutter und dem Kreis der Erdgeister zeigt. Hier wird die konsequente Absage an die traditionellen Opernformen zur Tat als ein fließendes Geschehen im Lichte akzentstarker Musik, als ein Vorstoß in die kommende Welt des musikalischen Dramas. In der eigentlichen Oper bleibt Marschner nicht so streng bei diesen Grundsätzen, aber auch hier gelin­gen ihm einige Vorstöße in Neuland; namentlich da, wo die Unterwelt handelnd in das Diesseits eingreift und die. Schauer des Naturerlebens den Menschen innerlich durchrütteln, wie in dem Melo­drama und Lied der Gertrud, unter dem Eindruck einer sturmdurchpeitschten Nacht. Liegt so das Schwergewicht der Musik zweifellos auf der Seite Hans Hellings und feiner Geisterwelt, so entbehrt die Oper doch nicht die volkstümlichen Töne, die das Volk in feiner Festlichkeit frei erleben lassen, wie etwa durch die Gestaltung des Finale des . 1. Aufzuges als schwungvoll durchlebte Walzerszene.

Gießener Giadttheaier.

Heinrich Marschner:Hans Heiling".

Weber, Marschner und Wagner haben einst­mals an gleicher Stelle, an der Dresdener Hof­oper, als Kapellmeister gewirkt und sind sich zum Teil persönlich näher getreten. Weber gibt den Ausgangspunkt der deutschen romantischen Oper in feinemFreischütz" und Wagner führt sie im Musik­drama zur Vollendung. In der Mitte steht Marsch­ner, meist nur noch als ein Bindeglied zwischen bei* oen angesehen und vielfach in der Bedeutung feines Opernwerkes nicht genügend gewürdigt. Mag seinem Werk auch jenes unbedingt Ueberzeitliche nicht so deutlich spürbar innewohnen, so birgt es doch im«, merfjin starke Werte in sich, die über ein rein histo­risches Interesse weit hinausreichen. In den vergan­genen Jahrzehnten hat sich die romantischste Er­scheinung unter den heutigen Musikern, Hans Pfitz- ner, mit Wort, Schrift und überzeugender Tat für Marschners Opern eingesetzt und sie so wieder in öen Blickpunkt des Musiklebens gezogen. Er sieht z. B. denHans Heiling" als eine ,>r schönsten Perlen der deutschen Opernproduktion aller Zeiten an" und willdafür einstehen".

Zweifellos wurde diese Oper zum Gipfelpunkt in Marschners Schaffen, das späterhin diese Höhe nicht wieder erreichen sollte. Das im Anschluß an eine deutsch-böhmische Volkssage bearbeitete Textbuch wurde Marschner ohne Angabe des Verfassers zu­gesandt, er begeisterte sich dafür; bald darauf er­fuhr er den Namen des Librettisten, den durch seine Geschichte der deutschen Schauspielkunst" bekannten Eduard D e v r i e n t, der seinerzeit als Bariton an der Berliner Oper wirkte, und der übrigens auch im dichterischen Werk Wagners nicht ohne Einfluß geblieben ist. Durch den erhaltenen Briefwechsel zwischen Marschner und seinem Textdichter sind wir eingehend über ikn Anteil des Komponisten an der endgültigen Gestalt des Textbuches orien- ttert, besonders aber über die Auffassung des Charakters des Titelhelden der Oper.

Hans Heiling gehört dem Kreis jener sagenhaf­ten Gestalten an, die sich aus der Welt der Geister heraussehnen nach menschlicher Liebe und Treue,

Rom, 27. April. (DNB.) Der italienische Wehr- rnachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:

Bei den S äu b e r u ng s a kti o n e n i n N o rd- albanien und im Ep'irus wurden zahlreiche jugoslawische und griechische Offiziere und Soldaten gesangengenommen und eine sehr große Menge an Waffen, Munition und Fahrzeugen erbeutet.

In der Cyrenaika wurden an der Tobruk- Front feindliche mit Panzern und Infanterie unter« nommene Vorstöße unter Mitwirkung unserer Luft­waffe abgeschlagen. Wir haben sieben Panzer und einige Straßenpanzerwagen zerstört. In der Nacht zum 26. haben feindliche Flugzeuge B e n

enge der Griechen Stämme froh vereint, zog Jbykus, der Götterfreund". Heute ist die schmälste Stelle des Isthmus zwischen Sardonischem Meerbusen und Golf

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(792*qkm) und Chios (918 qkm) sind die größten Sporaden in griechischem Besitz.

Von den Zykladen (Kykladen) haben Naxos das durch die Ariadnesage, von Richard Sttauß für feine Oper verwertet, historische Bedeutung er­langte, mit 442 qkm und A n dr o s (384 qkm) die größte Ausdehnung. Von insgesamt nicht weniger als 60 Inseln seien noch Milos (ober Melos) und Thera (Santorin) genannt Obwohl Insel, redjnet man das 3580 qkm große langgestreckte (E u a), das in feiner Südspitze Athen vorge- lagert ist, im allgemeinen zum Festland; geogra­phisch liegt es zwischen den nördlichen Sporaden und.den Zykladen. Die gesamte Inselwelt wird schließlich durch das 8222 qkm große ft r et a im Süden begrenzt, das man jedoch nicht mehr zur Aegäifchen Inselwelt rechnet, ftanea mit 32 200 Ein- wohnern ist der Haupthafen dieser als Flotten- stützpunkt im Weltkrieg Und jeßt wieder vielge­nannten langgestreckten Insel.

Wirtschaftlich haben alle diese Inseln Bedeu­tung durch den Anbau von Oelbäumen, der jedoch nur für die eigene Ernährung ausgewertet wird, durch Weinbau (Samos, Chios!) und Fischerei. Von den Sporaden kommen auch getrocknete Früchte, vor allem Korinthen, bei denen Griechenland lange Zeit hindurch fast ein Weltmonopol hatte. Auch Fischerei wird auf den Inseln betrieben, wobei aber nicht einmal der eiaene Bedarf gedeckt werden kann; von größerer Bedeutung ist die Schwamm­fischerei, die zum Export besteuerte. Die strategische Bedeutung erhellt aus ihrer Lage als Brücke über bie Aegäis zum asiatischen Festland. So zahlreich hier auch Schlupfwinkel und Luftbafen sein mögen, fo schwer ist natürlich auf der anderen Seite die Di- < ifJf .. Derteidigungsmöglichkeit, wie auch die Verwaltung

Die Gruppe der Sporaden (zu deutsch: die dieses Gebietes schon in Fvisdenszeiten bei der Un« Gruppe ge- zahl der Inseln insgesamt rund 150 erhebliche gliedert, die sich am griechischen Festland erstreckt Schwierigkeiten bereitete.

122m?* &enen b^her die Flucht auf die [ der Schlacht von Chaironea zehrte es jahrhunderte-

>scylfse nicht gelang, erwartet hier Zerinürbung und lang von feinem Ruhm als Stadt der großen Dichter rS-2tUn9< eru , m t v rr und Philosophen der Antike haben mehrfach Ger-

Seckdem der Thermopylen-Paß, desien historischer manen eine Rolle gespielt. In der Zeit der Völker- B^eutung m den Perserkriegen wir hier schon ge. Wanderung fiel es in die Hand der Westgoten König '2' öurd) umsaffenden Angriff unserer Alarichs und im Zeitalter der Kreuzzüge wurde es

Geblrgstruppen genommen war, haben unfere sogar Sitz eines burgundischen Herzogtums, das 1205

1d>nellen Divisionen, aus dem gebirgigen Phokis Otto le Roche hier gründete. 1458 wurde dies von

heraustretenb, die Grenze des eigentlichen Hellas den Türken erobert und erst Anfang des 19. Jahr-

überschritten und bre fette boottsche Ebene durcheilt, hunderts, als die Griechen, die Fremdherrschaft ab«

D0T1 d ? i Elb esu n gene n 2500 Meter hohen schüttelten, wurde Athen Hauptstadt des jungen grie= ^E/phl, die Stätte des chifchen Staates. Seitdem hat es sich in fast amen» tJh! .Pr^cIs' kegt, Golf von nifchem Tempo entwickelt. Damals noch ein unbe«

Truppen bei deutendes Städtchen von 30 000 Einwohnern zählt Molos geschlagen und 30 Geschütze erbeutet, wahrend es heute eine t)albe Million, und fein Hafen Piräus, eine linke deutsche Flugelgruppe vermutlich ostwärts über dessen wirtschaftliche Bedeutung wir schon tarnia auf die langgestreckte Insel Euböa über- sprachen, beherbergt auch annähernd 300 000 Ein- Etzt war, diese bis zu der hier schon aenannten wohner. Zu dieser Entwicklung hat vor allem auch der bevorzugten Elnschlffungs- die Zuwanderung von rund 250 000 kleinasiatischer »«sVk ten, in Geschwindmarschen durcheilt Griechen beigetragen, die nach dem unglücklichen sU?fler JJrS nuJ 5?eteil See-Enge wie- Ausgang des Feldzuges gegen Kemal Atatürk 1923

der das Festland betreten hatte, dem aus Athen ihre Siedelungen an der kleinasiatischen Küste ver- D^6^enden Feind m die Flanke fallend. Die lassen mußten. So entstand rings um die herrlichen durch Bootten oorstoßenden r^uffchen Truppen Denkmäler aus der Antike, in der ein Perikles die hatten ^ä^l^en Theben durchschritten, d-tt Stadt mit wundervollen Bauten schmückte, eine mo- %°üheix5: ein Städtchen von kaum beme Großstadt, ein selffames Nebeneinander, das

8000 Einwohnern inmitten einer durch Welzen-, auf unsere Soldaten seinen Eindruck nicht verfehlen Wein- und Baumwollanbau reich gesegneten Land- wirb.

InhiL Von strategisch weittragender Bedeutung für den

Äl' ®^rJQlCr Fortgang der Operationen war der Vorgriff der

®£'fs ©eturtefta!):t beutfcfjen Heeresleitung auf den Isthmus (bie fes JxraH« S>tz des O-dipur ^ndenge, o o n Korinth, den deutsche Fall-

a,(ter.?etbm,a^ ^°b°n m den schirmtruppen in kühnem Angriff aus der Luft be- ^erjxQn Ruhm durch reit5 am Samstag sicherten. Jeder, der feinen

? ^"dvmg«chen PeZerkomgs. schiller kennt, zitiert die VerseZum Kampf der

IS^ Kilometer ^fudlich^vonb§h«ben^^ruEdem^Sch?ach^! Wagen und Gelange, der auf KoZuthus' Landes- seid von P l a t ä ä aus feiner testen Stellung auf Öen Höhen des Cithäron herab Öen Persersevdherrn Mardonius, der selbst in der Schlacht fiel und dessen reiches Lager eine Beute der Griechen würbe (479 v. Chr.). Noch im gleichen Jahrhundert zerfleischte sich Griechenland, der Sorge um Öen äußeren Feind ledig, in schweren Druderkämpfen, die als Peloponnei'ischer Krieg in die Geschichte eingegangen

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fch-st $u Achen durchweg auf Seiten der Spar- ®abt, hn« S

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Epameinondas, in dem ein Friedrich der Große f.rrlcdem mächtig auf- Mnm Lehrmeister verehrt hat die Spartaner L^-nd-n Acher. stets Anlehnung an Sparta suchte^ Jahre 371 v. Ehr.- Dieschiefe Schlachtordnung", e> -^5 roic ^ar^.?90 )

so genannt, weil nur der eine Flügel ins Gefecht n?ur*>c ^uch Korinth von den Romern zerstört, Ko- kam und das Ganze also, im jur f» Ä Untergang war auch der Untergang der gr.e-

lichen Front, eine schräge Linie bildete, hatte bcn ürrE,l,c,t-. Mit ben unermeßlichen Kunst-

Tag entschieden. Epameinondas batte feinem rech. d'e man IN Kor.nth erbeutet hatte schmückte

ten Flügel eine im wesentlichen defensiv Roll« zu- 0'4 R°m, bas bamols seine Weltherrschaft gesichert gewiesen und ben Angriff mit ooller Wucht von batte. Am Ausgang bes Golfs von Korinth auf seinem linken Flügel geführt, bem die Spartaner der peloponnesifchen Seite ststb selber wiederum an nicht stanbzuhalten vermochten. Theben trat an die t'-fin Meer-sbucht liegt der Iafen P.atras, Spitze Griechenlands über di- beiden früheren Bar- E"1 fast 70 Mo Einwohnern Griechenlands größter Mächte hinweg, ober Epameinondas, dem die Stadt Auswandererhafen und bedeutendes Handelsien- dies verdankte, fiel schon ein Jahrzehnt spater in ,kT für die wichtigsten Ausfuhrguter Griechen- der Schlacht bei Mantinea in der peloponnefi. ands: Korinther.und Wem Von hier begann vor schen Lands-Hast Arkadien im Angenhlilk des Sieges s°a°u 120 Jahren, am 6. April 1821, die Er­der thebanifchen Waffen, Theben sank wieder in bebung des Griechenvolkes gegen die Türkenherr- fein« Ohnmacht zurück. Noch einmal wurde Thebens Patras hat die Leibftandarte Adolf Hitler, Stellung entscheidend für die Geschicke Griechen- ?te nod) nor wenigen Tagen im nördlichen Epirus landtz, als es im Jahre 338 v. Ehr. im Bunde mit '°cht, 10 gewaltigen Marschleistungen, vermutlich Mhen, Korinch und anderen Städten bei Chai- Zwischen Pmdosgebirge und der ftiifte nach Süden ronea an der Westgrenze Böotiens dem gerocri* Dorftürmenb, in kühnem Handstteich besetzt. Damit tigen Feldherrn und Staatsmann Philipp von aud) auf dem westlichen Peloponnes in der alten Makedonien entgegentrat. An der Spitze der make- Landschaft Achaia ein Brückenkopf gebildet, der für dänischen Phalanx drang der junge Alexander aus die Fortführung der Verfolgung der nach Süden die Thebaner ein, die den rechten Flügel des ver- flüchtenden Briten von großer Bedeutung werden bündeten Heeres bildeten und dem wuchttgen An- wird. Dr. Fr. W. Lange,

prall nicht stanidhielten. Ihre Niederlage riß auch ---------

das Zentrum zur Flucht fort, und mm wurden die Athener aus dem linken Flügel in der Flanke ge<

fangenschatt geriet. Aus^rn Schisst^^on^C^i-! Borstöße ait der Tobrukfront abgewiesen, ronea, von dem heute noch ein mächtiger mar«' momer Löw e als Denkmal für die gefallenen Thebaner kündet, wurde die Einigung Griechen­lands, die erste in seiner wechselvollen Geschichte, unter makedonischer Führung begründet.

Die deutschen Truppen, die am Freitag und Samstag in steten Äerfolgungskämpfen diese an bedeutsamen historischen Reminiszenzen so reiche döotische Landschaft durcheilt haben, sind bereits am Sonntag früh in Athen eingerückt und haben das siegreiche Hakenkreuzbanner auf der stolzen Akropolis, dem ehrwürdigen Wahrzeichen der griechischen Haupt- stadt gehißt. In Athens wechselvoller Geschichte nach