Ausgabe 
28.3.1941
 
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geführt.

Kreis Marburg.

konnte.

(Nachdruck verboten.)

25. Fortsetzung

behutsam er Jockele vom Boden des Bootes empor-

:g sie wie sie nieder.

Dort setzte er

n zurück, zu ihrer Mutter, zu Lis, zu Gert, ; dachte an das Kind, das Lis erwartete.

Mindestbeitrag für eine Hoftette sind 1,50 RM. zu zahlen.

Nanu, Sie auch?"

Reden Sie keinen Unsinn! Sie wissen, wie ich's meine! Ihr Hanne ist em wundervoller Mensch."

Finden Sie wirklich?" erkundigte er sich lebhaft interessiert.

Ja, wirklich."

Machen Sie mich nicht eifersüchtig, Fräulein Mathesius!"

Ich habe Sie schon einmal sanft ermahnt, keinen Unsinn zu reden."

liebt, dann nimmt er immer einen so langen An­lauf, ehe er ihr das sagt, daß alles schon wieder vorbei ist, bevor er den Mund aufbekommen hat. Er ist der geborene unglückliche Liebhaber."

Hanne drehte sich zu ihnen um, obwohl er kein Wort verstanden haben konnte, und lächelte glück­lich. Man sah chm die Freude an, daß er seine Gäste spazierenfahren durfte. Aber er sprach kein Wort. Charlotte betrachtete ihn, und ein unklares Mitleid mit ihm erfüllte ihr Herz, als sie sah, wie

I Er antwortete nicht.

Die Sonne schien Charlotte gerade ins Gesicht.

DerduvkelangszeU

28. März von 19.49 bis 7.08 Uhr.

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Roman von Otto fltnfdöi.

Die Dersorgnngslage im Rhein-Min-Gebiet

Bericht des landwirtfchastlichen Marttbeobachters.

Als sie sich die Einzelheiten chrer Flucht ins Ge­dächtnis zurückrufen wollte, gelang es chr kaum. Es war, als habe eine andere dies alles erlebt.

inzwischen seine Pfeife an. braunen Hände, die das Steuerrad hielten. Sie war

Peter hatte es sich neben Charlotte in dem an- ruhig und ganz glücklich. Das Herz war still und deren Korbsesiel bequem gemacht und die Beine wett offen für das Glück dieser Stunde. Ihre zer- weit von sich gestreckt. Mit einer Kopfbewegung auf flatternden Gedanken gingen sekundenlang nach Jockele sagte er halblaut:Den sind Sie los, Frau-t '***'*'* *" * **

lein Mathesius. Die sind schon ein Herz und eine Seele. Es ist ein Wunder, wie Kinder an Hannes hängen. Ich habe das schon oft erlebt."

Charlotte gab leise zurück:Kann ich verstehen! Man kann ihn liebhaben, Ihren Freund ..."

in guten Händen ist?"

Er kohlt, Fräulein Mathesius. Frau Paetsch ist nicht ganz richtig hier oben," bemerkte er und tippte an feine Stirn.Sie will von jedem geheiratet werden, und ich stehe auch auf ihrer Liste, Das ist alles."

Später wurde er abberufen, well ein Wagen, der draußen an der Tankstelle hielt, wegen enteC Zündungsschwierigkeit seine Hilfe braucksie.

Peter blieb mit Charlotte allein.Wie geföllt Ihnen nun also dieser idyllische Haushalt?" erkun­digte er sich mit einer gewissen Spannung.Schäbig, was? Muffig? In Oschnitz haben Sie komfortabler gelebt?"

Aber hier ist es... wärmer, wohliger, und ma» könnte hier froher fein."

Sie meinen das im Ernst?"

Warum sollte ich Sie anlügen?"

. (Fortsetzung folflt.)

hinaus aus das Wasser lenken. Hanne zündete sich nete, erblickte sie Hannes breiten Rücken und seine 1 braunen Hände, die das Steuerrad hielten. Sie war

Der Kaffee kommt gleich," bemerkte er, zu Char-1 lobte gewendet. Max kocht ihn gerade und bringt ihn I dann herunter. Hier unten sitzt sich's um diese Zeit am besten. Abends kommen die verdammten Mücken und fressen einen bei lebendigem Leibe. Na, Peter, was sagst du zu dem Boot?"

Großartig, Hanne! So geräumig habe ich mir deine Arche gar nicht vorgestellt. Nachher machen wir natürlich eine Probefahrt, wie? Ich glaube, Fräulein Mathesius ist einverstanden."

Leider war das Haus verwahrlost. Hanne klagt« über seine Wirtschafterin. Sie behandelte ihn schlecht, ließ alles gehen, wie es wollte, aber er hatte nicht den Mut, es ihr zu sagen oder sie ein­fach hinauszuwerfen. Die Hälfte aller Arbeit, dir von ihr erledigt werden sollte, und für die er st« hoch genug bezahlte, verrichtete er stillschweigend selbst.

Die Sache ist nämlich die," bemerkte Peter,daß sie gehofft hat, Hanne wird sie zum Altar führen.'

Rede doch keinen Quatsch, Peter!" sagte Han«

zen. Anläßlich der Reichsstraßensammlung der Deut- schen Arbeitsfront'am 29. und 30. März wird im Frankfurter Volksbildungsheim eine Ausstellung der KdF.-Sammler durchgeführt. In dieser Ausstel­lung werden vollständige Sätze schöner WHW.-Gau- abzeichen aus den verschiedenen Gauen Deutschlands gezeigt und an die Mitglieder der KdJ.-Sammler- gemetnschaft abgegeben. Diese Gelegenheit wird von vielen Sammlern und sonstigen interessierten Volks­genossen wahrgenommen werden.

Verpflichtung der Jugend.

In allen Ortsgruppenbereichen des Gaues Hessen- Nassau wird am kommenden Sonntag, 30. März 1941, in feierlicher Form die Verpflichiung der Iu» gend vorgenommen. Die Entlassung aus der Schule und der Eintritt in den Berus ist für den jungen jungen Menschen ein wichtiger Abschnitt seines Le-

Milch- und Fettwirtsckaft: Der Bedarf an Milch, Milcherzeugmssen, Deien und Fetten war weiterhin in ausreichendem Maße gedeckt.

Gartenbauwirtschaft: In der Berichts- woche kamen 2 Züge spanischer Apfelsinen, die in den nächsten Tagen verteilt werden. An Aepfeln sind nur noch geringe Mengen am Markt, An der be- friedigenden Marktbeschickung mit Gemüse hat sich gegenüber der Vorwoche nichts geändert.

K a r t o f f e l w i r t s ch a f t: Das Kartoffelge- schäft war während der Berichtswoche recht rege. Außer größeren Verladungen nach der Saarpfalz irnlb zu den einzelnen Abnehmern im Rheinland und Westfalen konnten auch größere Umschläge mner- halb des Dersandgebietes erzielt werden. Saatkar- toffeln treffen täglich in großen Mengen ein. Die Qualität der Saatkartvffeln ist im Durchschnitt als

♦♦ Silberne und goldene Hochzeit. Der Lokomotivführer Wiegand E n y e l b a ch und Frau Auguste, geborene Göbel, Liebigstraße 92 wohnhaft, begehen am morgigen Samstag, 29. März, ihre Silberhochzeit. Am Sonntag, 30. März, kön­nen sich die Eheleute Zugführer i.R. Kaspar Gö­bel und Frau Elise, geborene Köhler, wohnhaft Ebelstraße 12, ihres goldenen Hochzeitstages er­freuen. Beiden Jubelpaaren unsere herzlichen Glück, wünsche. ..

** 86 Jahre alt. Am Sonntag, 30. Marz, be­geht Frau Elise S e m m l e r Wwe., Walltorltraße 15 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Rüstigkeit ihren 86. Geburtstag. Die Jubilarin hilft trotz ihres hohen Alters ihrem Sohne noch im Geschäft und bekundet für das große Geschehen unserer Zeit stets reges Interesse. Unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und für einen schönen Lebensabend.

** Expreßgut für Ostern. Wer Ostersen- dungen als Expreßgut mit der Reichsbahn ver­schicken will, muß die Sendungen schon jetzt und

Wunderblumen.^

Zur letzten Reichs-Straßensammlung des Kriegs-Winterhilfsroerks am 29./30. März.

Kaum beamtet, still, bescheiden wächst auf Wiesen, Feldern, Weiden, manche Pflanze, deren Kraft heilend oftmals Wunder schafft.

Zwischen Halm und Ackerkrumen stehen Mohn und Gänseblumen, Fingerhut und Löwenzahn brechen farbenfroh sich Bahn.

Zwanzig Blüten, Kräuter, Beeren kommen Ende März zu Ehren, die im Dienst fürs WHW.

Helfer werden, mehr denn je.

Gebefrohe Sammler wollen dankbar ihnen Achtung zollen, damit reichlicher Gewinn grüßt des Frühlings Anbeginn. .

Lieselotte Henckel.

Verkaufszeiten und Ladenschluß in Hessen.

Der Reichsstatthalter in Hessen Landesreaie. rung gibt eine neue Bekanntmachung über den Ladenschluß heraus, die am 1. Avril d. I. in Kraft tritt. Sie bestimmt u. o.,daß Lebensmittelgeschäfte ihre Verkaufsstellen spätestens um 8 Uhr zu öffnen haben, während der Ladenschluß auf 19 Uhr fest­gesetzt wird. Sonstige Geschäfte, einschließlich der Lebensmittelabteilungen in Warenhäusern, haben, wie vor dem 1. Septembr 1939 üblich mit der Ver- kaufszeit zu beginnen, spätestens jedoch um 9 Uhr. Der Ladenschluß dieser Verkaufsstellen wird in den Monaten April bis September auf 19 Uhr und in den Monaten Oktober bis März auf 18 Uhr festge­setzt. Für den Nacht- und Sonntagsdienst der Apo- theken bleibt es bei der besonderen Regelung. Die Inhaber offener Verkaufsstellen sind verpflichtet, während der Verkaufszeiten ihre Geschäfte offen zu halten. Ein Mittagsladxnschluß bis zu zwei Stun­den wird jedoch für alle Geschäfte und alle Wochen­tage eingeführt. Die Inhaber offener Verkaufsstellen haben dafür Sorge zu tragen, daß die für ihr Ge­schäft bestimmten Güter auch während her Mittags- pause abgeliefert werden können. Im Übrigen sind

nicht erst kurz vor den Feiertagen aufgeben, damit sie rechtzeitig ankommen. Die fruhzeittae Aufgabe ist um so mehr zu empfehlen, als unter Umstanden mit Einschränkungen oder sogar mit vorübergehender Sperrung des Expreßgutverkehrs gerechnet werden muß Bei der Aufgabe von Expreßgutfendungen, wie auch der Aufgabe von Reisegepäck ist dringend zu empfehlen, in die einzelnen Sendungen und Ge. päckstücke ein Anschriftdoppel zu legen, da es vor. kommen kann, daß die Anhänger auf dem Transport abgerissen werden ober die Beklebezettel abfallen.

* Platzmusik auf d e m Kreuzplatz. Am morgigen Samstag, 29.3., veranstaltet die Werk, charkapelle eines Fliegerhorstes aus Anlaß des Ab. schlusies des Kriegs-Winterhllfswerkes 1940/41 in der Zeit vom 14 bis 15.30 Uhr ein Konzert auf dem Kreuzplatz. Die Sammlung wird von der DAF. aus-

Sie sind ein erstaunlicher Optimist! Warten Sie ab, bis Sie meinen Vater kennengelernt haben."

Es wird auf beiden Seiten ein ungetrübtes Ver­gnügen fein."

Jvckele kam ihnen mit dem Hund nach, von dem er sich am Halsband mitfchleppen ließ. Sie standen vor der Treppe, die hinunterführte zur Havel. Jockele starrte entzückt hinunter und gab Laute des Erstaunens von sich. Einen Fluß, wie diesen, hatte er anscheinend noch nicht gesehen. Zahlreiche Segel­boote zogen in der sanften Brise träge dahin wie große Schwäne. Die Wasseroberfläche glitzerte in der Sonne. Der Dampfer, der gerade von Kladow herüberkam, gab schrille Signale, um einige Paddler zu warnen, die sich gegenseitig ein Gefecht lieferten, indem sic sich mit Wasserspritzern in die Flucht zu

die Landräte und Oberbürgermeister ermächtigt, die Stundenzeit für den Mittagsladenschluß nach ört­lichem Bedürfnis und besonders ergehenden dienst, licyen Anweisungen zu bestimmen. In der Anord­nung vom 19. Mai 1939 über den Ladenschluß in ländlichen Gebieten wird die sommerliche Grenze von 21 auf 22 Uhr in Absatz 1 Ziffer 1 mit Ruck- sicht auf die Sommerzeit erweitert; im übrigen bleibt diese Anordnung unverändert in Kraft.

Erweiterter Bereich

der Viehverteilungsstelle Gießen.

Der Diehwirtfchaftso-rband Hessen - Nassau hat jetzt angeordnet, daß alle Metzgereien und gewerb. Lid) Schlachtvieh umsetzenden Betriebe in den nach­genannten Orten des Kreises Gießen ihren ganzen Bedarf an Schlachtvieh und Fleisch auf der Vieh- Verteilungsstelle Gießen beziehen müssen: Lollar, Staufenberg, Ruttershausen, Mainzlar, Daubringen, Treis a. d. Lumda, Allendorf a.d. Lumda, Londorf, Kesselbach, Allertshausen, Beuern, Bersrod, Reis- kirchen, Großen-Buseck, Alten-Buseck, Trohe, Rod- gen, Annerod, Burkhardsfelden, Saasen, Großen- Linden, Lang-Göns, Leihaestern, Watzenborn-Stein- berg, Garbenteich, Hausen Steinbach, Holzheim, Grüningen, Lich, Birklar, Langsdorf, Hungen, Muschenheim, Oberhörgern, Allendorf (Lahn), Krof­dorf, Launsbach, Wißmar, Odenhausen, Salzböden.

bens. Sie richtet seinen Blick ganz besonders auf den Einsatz für die Volksgemeinschaft und läßt da- mit diese Stunde zu einem feierlichen Gelöbnis wer- den. Eltern und Betriebsführer sowie weitere An- gehörige der Jungen und Mädel, die an dieser Ver­pflichtung der Jugend teilnehmen, sind zu den feier­lichen Veranstaltungen eingeladen. Die zeitlichen Termine werden durch die Ortsgruppen bzw. HJ-- Dienststellen bekanntgegeben.

Dekan i. K Gußmann f.

Nach langem und schwerem Leiden ist am Don­nerstagvormittag der frühere Pfarrer von Kirchberg bei Lollar und damalige Dekan des Dekanats Gie­ßen, Ludwig Gußmann, im Atter von 73 Jah­ren verstorben. Der Heimgegangene lebte fett einigen Jahren im Ruhestand in Gießen.

Ludwig Buhmann war am 10. Februar 1868 in Hirzenhain (Oberhessen) geboren worden. Sem Wirken als Pfarrer vollbrachte er in oberhessischen Gemeinden, und zwar vom Aprll 1894 bis Mai 1896 als Pfarrverwalter in Gettenau (Kreis Büdin­gen), bann zunächst bis 1897 als Pfarrverwalter fn Kirchberg bei Lollar, von 1897 ab als definitiv angestellter Pfarrer dieses Kirchspiels. Dom Dezem­ber 1912 bis Anfang 1936 versah er noch das Amt des Dekans des Dekanats Gießen, im Mai 1936 zog er sich in den Ruhestand zurück.

Neben der Betreuung feiner Pfarrgemeinden und den Dekanatsgeschäften war er auch Gründer und langjähriger Vorsitzender des Vereins »MnÄer- freunb" zu Lollar und Daubringen, die die dorti­gen Kleinkinder schicken und Krankenschwesternsiatio- neu unterhalten, ferner gründete und leitete er mehrere Jahre lang die Heimatvereinigung ©tau­fenberg, die sich die Erhaltung und Pflege der Burg Staufenberg zur Aufgabe gemacht hat. Der sozia­len und der Missionsarbett der evangelischen Kirche galt eben-alls seine rege Mitarbeit. Außerdem war er ein verständnisvoller Förderer aller Bestrebun­gen zur Pflege des Heimatgedankens und der Hei- mafforschung. In weiten Kreisen der Bevölkerung, vor allem in den Orten seines Amtsbereichs, wurde ihm große Wertschätzung dargcbracht.

Oer LrandversicherunqSbeitraa 1940

Mit Genehmigung des Reichsstatthatters in Hes- fen Landesregierung wird zur Deckung der Ausgaben der Hessischen Brandversicherungsanstalt für das Jahr 1940 auf je 100 RM Umlagekapital ein Beitrag von 2,7 Rpf. ausgeschlagen und in einem Ziel, fällig am 1. April 1941, erhoben. Als

gut zu bezeichnen. Die Dersorgung mit Kartoffeln ist nach wie vor gut.

E i e r w! r t s ch a f t: Arn 24. 3. 41 wurden auf den Abschnitt b der Reichseierkarte als letzte Aus- gäbe in diesem Versorgungsabschnitt 2 Eier aufge­rufen. Infolge der sehr günstigen Entwicklung der eigenen Erfassung kamen nur geringe Zuschußmen- ^D i e h^w^r t schaft: Die Austriebe auf den Märkten und Derteilungsstellen wickelten sich in der gleichen Weise wie in den letzten Wochen ab. Es waren nirgends irgendwelche Zuschüsse notwendig. Die Auftriebe waren reichlich und die Voranmel­dungen auf allen Stellen größer als der Bedarf. Die Schlachttierqualitäten sind durchweg als be- friebigenb zu bezeichnen.

schlagen versuchten.

Das ist schön!" rief Charlotte.Ein so roeUer Blick! Ich bin mal als ganz kleines Mädel hier tr- «endroo in der Nähe gewesen, drüben in Wanns-ee.

:ann man es von hier aus sehen? Ich erkenne die Gegend nicht wieder."

Peter erklärte sie chr.Wenn's_ Ihnen Freude macht, fahren wir nachher mal hinüber. Es ist nur i ein Katzensprung. Einmal um die Pfaueninlsl her-1 um und dann wieder wrüct Gehen wir hinunter ans Ufer und sehen wir ims Hannes neues Doot an. Er hat mir Wunderdinge von ihm erzählt."

Wollen wir nicht auf ihn warten?"

Er macht sich wahrscheinlich gerade salonfähig, und dabei wollen wir ihn nicht stören. Er ist so empfindsam in solchen Dingen Sieht aus wie ein Landsknecht und hat ein Gemüt wie ein Backfisch."

Peter behielt recht. Sie waren noch bei der Be­sichtigung des Bootes, als Hanne erschien. Er batte sich wirklichfein" gemacht, trug einen Flanellan­zug, war frisch rasiert, wobei er sich in der Eile dqs Kinn zerschunden hatte, und hatte seinen Scheitel mit Wasser festgelegt. Jockele lies ihm sofort ent­gegen und wich ihm nicht mehr von der Sette.

A Winnen, 28. März. Der Förster i. R. W. S t e i tz und Frau Katharina, geborene Ruppel. können am Sonntag, 30. März, ihre goldene Hochzeit feiern. Der Jubilar hat lange Jahre das Amt des Försters - von Nordeck-Winnen be­kleidet, bis er es wegen Alters und Krankheit nie- verlegen mußte. Seitdem ist fein Schwiegersohn K. Findt als Förster für Nordeck-Winnen tätig. Den goldenen Hochzettern unseren herzlichen Glück, wünsch.

Handball im Männer-Turnverein.

To. Hochelheim 1. Jgd. Mtv. 1. M).

Tv. Hochelheim SDG. Mtv. SDG.

Die Jugendmannschaft bestreitet am nächsten Sonntag nach Abschluß der Pflichtspiele bei dem Tv. Hochelheim ihr erstes Freundschaftsspiel. Heber die Spielstärke des Gegners ist hier nichts bekannt Wenn die 1. Jugend komplett antreten sollte, wird es sicher zu einem spannenden Kampf kommen, den erst der Schlußpfiff entscheidet.

Die Sportdienstgruppe tritt nach der Winterpause am nächsten Sonntag zum erstenmal wieder an. Don den bisher ausgetragenen Spielen verlor sie keines; ob sie weiterhin unbesiegt bleiben wird, hängt davon ab, in welcher Form sich die Mannschaft nach so langem Aussetzen befindet.

Kurz« »portnofüen.

Das deutsche Fußball-Aufgebot zum Länderkampf gegen Ungarn am 6. April in Köln wird aus folgenden Spielern ausgewählt: Tor. Klodt (Schalke 04) und Jahn (Berliner SV. 92); Verteidiger: Janes (Fortuna Düsseldorf), Streille (Bayern München) und Miller (Dresdner SC.); ß ä u fe r: Kupfer (Schweinfurt 05), Rohde (Eimsbüttel), Kitzinger (Schweinfurt 05) und Gel- losch (Schalke 04); Stürmer: Hanreiter, Hahne­mann (beide Admira Wien), Walter (1. FC. Kai­serslautern), Schön (Dresdner SC.), Kobierfti (Po­lizei Berlin) und Willimowski (Polizei Chemnikl.

Ungarns Fechtmannschast für den San- derkampf mit Deutschland am 12. April in Wien wurde wie folgt aufgestellt: Florett: Gerenich, Hasceghy-Hatz, Maszley, Bedon, Dr. Bay; Sabel: Kovacs, Tibor, Berczelly, Rajcsany; Frauen: Erna Gervich-Bogatba, Vitez Horvath, Magdalena Bartha und Edith Solymossn.

Das Entscheidungsspiel um die hej- fische Handballmei st erschaft wird am Sonntag zwischen Tuspo. Wilhelmshöhe und TB. Kesselstadt in Kassel ausgetragen.

Die Keglermeisterschaften 1941 werden auf J-Bahn am 24.5. in Mannheim, auf Schere am 8. 6. in Wuppertal, auf Bohle am 22. 6. in Halberstadt und auf Asphalt am 6. Juli in Halle entschieden.

Ich werde mich danach richten." ' I Man m-rtt- dem Hause an, daß früher Bauem

Wenn Herr Westphal Kinder so liebt, warum! m ihm gewohnt hatten. D>- Zimmer waren niedrig, heiratet er nicht und schafft sich selber welch- an?",di- Decken nut Gebälk versehen. Es roch em weni, P-t-r seufzte.Das ist für Hanne nicht so leicht, nach altem Holz, aber es war so gemütlich^ da« Wenn ein Mädel chm gefällt oder wenn er gar eine man sich für Hanne kein anderes Heim vorstellen

Sie war einverstanden, und nach dem Kaffee fuhren sie los. Hanne hatte so viel Decken herbeige­schafft, als ginge es auf eine Polarfahrt. Er klet­terte als Erster ins Boot, reichte Charlotte die Hand hinauf, und als sie zögerte, weil das Boot unter feinem Gewicht erheblich schwankte, nahm er sie mU .

einer dumpf gemurmelten Entschuldigun-g auf seine hob und auf das Kaiutendach setzte, damtt er mehr Arme und trug sie wie ein Kind zu den Korbsesieln. von der Landschaft sähe.

Dort setzte er sie nieder.Es ist sehr schön, daß mir hier herausgefahren

Jockele beobachtete aufgeregt, rote Hanne den sind," sagte sie und atmete ganz tief aus, wobei sie Motor anließ, vom Lande abstieß und das Boot die Augen schloß.Ich bin schon lange mcht mehr langsam in Fahrt brachte. Hanne erklärte ihm alles so froh gewesen. Ich danke Ihnen, Herr Theiß! genau und veisuchte, seine Erklärungen einem kind-1 Er antwortete nicht.

liehen Auffassungsvermögen anzupasien. Jockele | Die Sonne schien Charlotte gerade ins Gesicht, hörte mit offenem Munde zu. Er durste auch einmal Hinter ihren geschlossenen Lidern sah 'sie rosig schim-

Aber ihr war, als habe ihre Flucht sie doch ans rechte Ziel geführt.

Sie blieben bis spät in den Abend hinein, ob­schon Charlotte Jockeles wegen lebhaft wider- sprock)en hatte. Er müße ins Bett, sie könne es nicht verantworten. Aber darauf hatte Hanne eigen­händig für Jockele in einer Kammer des Erdge- fchosies ein Lager bereitet, und chn Jo fürsorglich ge­bettet, daß er sofort einschlief und Charlotte nachgab.

ärgerlich.

Sehen Sie bloß, Fräulein Mathesius, wie er' schämig rot wird. Es stimmt schon! Sie will, unt Hanne will nicht. Hanne, du läufft sehenden Auge-, an deinem Lebensglück vorbei. Wenn du dereinft als gichtbrüchiger Junggeselle dort in der Eck« deinem Ableben entgegendämmerst, wirst du erst begreifen, was du versäumt hast. Eine stattlich«

,/ww .... , , e/ i7 ... Frau nämlich, Fräulein Mathesius, Witwe oder ge->

selbst ins Steuerrad fassen und das Boot weiter merndes Licht. Wenn sie die Augen bttnzelnd öff- schieden ich weiß es nicht genau mit viec

Ä "'* 1 ----- " ' * " «*«- hoffnungsvollen Kindern, und nur sieben Jahrs

älter als Hanne. Was macht das aus, roerai man

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V 'Schwarz-Weiß Vleich-Soüa enthäFfet das Wasser und löst über Nacht den Schmutz aus der Wäsche,