Jettag, 28. Marz Ml
Gießener Anzeiger lGenerai-Anzeiger für Gberhesien)
Hr.Z4 Zweites Blatt
C. F.
Die
SCHAUMPON
in ihrer Anspruchslosigkeit und Abhärtung gegen
In den henke erscheinenden Aamittenbkakiern schließen wir die am ll.Zanuar begonnene Serie von Aufsätzen ob, in denen unser Musikrefe- renk Dr. Hermann h ering die Entwicklung und Bedeutung der O r ch e st e r i n st r u - mente beleuchtet. Den Musikfreunden wird die kleine Auffahreihe in der Zeit der winterlichen Konzerte nicht unwillkommen sein.
Als ich ihn das erstemal sah, fuhr er kreischend md fauchend in f':---**----- r-------
die Nachbargärten, stiehlt Früchte und Wäscheklammern, Nägel und Schrauben oder entreißt einem kleinen Kinde das Butterbrot. „O warte, wenn ich
Helten.
; „Verflucht!" schrie der Mann, dann lachte er höhnend auf. Der Besen polterte zur Erde. Die Kgttd blutete. Er wand sein Taschentuch um die 5unde. sah zu mir hinüber und sagte stolz: „Das fr ein Kerl, was!" In diesem Augenblick wurde er Fit seiner Frau abgerufen.
Ich trat nah an den Zaun. Der „Kerl" war ein I,öner großer Rabe, eine Rabenkrähe. Er hatte sch nach seinem Sieg in die äußerste Ecke seines
nen- und Gesprächsfolge gewahrt durch den Um- tand, daß der Heimkehrende sich am ersten Abend auf seinem Grund und Boden nicht zu erkennen gibt, sondern dem alten treuen Hirten, der ihn für einen landfremden Bettler hält, beim Wein von einen Fahrten und Abenteuern und von sich selber erzählt, obwohl das unheimliche, halb verräterische Spiel mit dem Geheimnis, wie es in Hauptmanns Odysseus-Drama getrieben wird, hier nur gleichsam gestreift wird.
Ein Reihe von Gedichten, von denen wir die „Bienenzeit" und „Dunkelgrüne Herzen der Linden" nennen wollen, ließ den Abend ausklingen. — Die kleine Hörerschaft dankte mit lebhaftem Beifall.
Hans Thyriot.
diese Pracht umsummen und werden zum hier gewonnenen Honig auch auf den kargen Karsthängen Blüten von Salbei und anderen im Gestein verkrallten Kräutern aufsuchen und Tropfen um Tropfen sammeln, bis ganze Wagenladungen von der süßen Last in naschhafte Fernen abrollen können. Zahllose Herden von Schafen und Ziegen werden den Frühling ausnützen, die frischkeimenden Kräuter der Steinhänge abzurupfen, bevor sie die rasch heiß werdende Sonne verbrennt und dann nunmehr die Wiesen und Almen der waldreichen Gegenden, etwa Bosniens und Altserbiens, die Ernährung dieser Herden gewährleisten.
Auch in den Lüften wird es in dieser Zeit über jugoslawischem Land höchst lebendig werden, denn es scheint der Umschlagplatz für zahlreiche Vogelarten zu sein, die, ihren geheimnisvollen Lebensbedingungen folgend, weite Flüge unternehmen. Am meisten trifft dies auf die Wasservögel zu, die besonders die fumpfigen Gegenden an den Flußmündungen ober die Ufer der Seen zum längeren Verbleib aufsuchen ober zu kurzem Besuch vor ihrer Weiterreise. Ihr Geflatter kann ein Iägerherz in einen wahren Rausch versetzen. Fast alle Flüsse Jugoslawiens leiten ihre Wässer der Donau zu und dem Schwarzen Meere, obwohl ihnen im Westen ein anderes Meer viel näher ist: nur wenige Karstflüsfe, wie überwältigt angezogen von der nahen Adria, brechen sich Bahn durch das Kalkgebirge, reißen tiefe Schluchten, und wenn es nicht anders geht, tauchen sie in unbekannte Tiefen und erscheinen nach langem Grottenlauf erst weit weg von dieser Stelle tu Tage und finden doch den Weg zum heimischen Meere.
Wenn man der Wasservögel in diesen Landen aedacht hat, müßte man nun auch die Adler und Geier nennen und die Dohlen, wilden Turteltauben, Steinhühner, Immenwölfe, Wasseramseln und viele andere. Und wenn man auch die kleinen Vögel nicht vergessen will, erkennt man alsbald, daß eine Art in der Erinnerung alle andern in Schatten stellt, der beste Sänger unter allen Vögeln, der in diesen Ländern schier seine Urheimat zu haben scheint, die Nachtigall: so gesegnet sind die weiden- reichen Ufer dieser Gewässer mit den herrlichen Sängern. In lauen stillen Nächten erklingen die Gelände längs der Radobolje und der Buna, des Vrbas und der Pliva, der Una, der Drina und der Save, besonders in ihren Auen bei Belgrad, von der bezaubernden Dogelrnusik.
Die Vielfalt des freien Getiers in diesen Ländern, die eine seltsame Ueberschneidung von Nordischem und Südlichem, von Orient und Okzident bieten und in ihrer Naturgegebenheit ein wahres Wirrsal von Interessantem ergeben, darf einen nicht davon ablenken, auch den Haustieren der Jugoslawen Beachtung zu schenken, die sich der Eigenart des Landes fo wundersam angepaßt haben, daß sie
tehen. Die leichtbefriedigten Schafe und Ziegen, dis eine geringste Betreuung mit viel Wolle, Milch, Käse, Fellen, Leder und schmackhaftem Fleisch loh-« nen, habe ich schon erwähnt. Aber auch Rind, Pferd und Esel sind hier von besonderer Art; klein gera* ten und zäh, um die Gefahren des Gebirgslebens leichter zu bestehen, zottig, um sich vor den Unbilden des Wetters zu schützen und auch ohne Stall nicht zu verderben, und ebenso in der Ernährung genügsam bis zum äußersten. In den flacheren fruchtbaren Landesteilen gedeihen neben diesen Arien auch Schweine, Truthühner und anderes Hausgetier in gesegneter Fülle. Und reichste Fülle schenkt auch der Boden, wo er nicht von Karstge^ stein verlagert ist. Man denke nur an die Pflaumen, Weintrauben, Melonen, Mais, Feigen, Nüsse, Tabak.
Wenn Jugoslawien im Naturhasten eine merkwürdige Ueberschneidung ergibt, so ist es als Ueberschneidung im Kulturellen, als altes Grenz- lond zwischen Äbendland und Morgenland, zu einem wahrlich märchenhaften Gebilde geworden. Das Volk, ein fast durchweg schöner Menschenschlag, ist durch die harte Erziehung zahlloser Kriege, Unruhen und wechselreichsten Schicksale in seinem Wesen so heldisch geworden wie wenige auf europäischem Boden. Dieser Heroismus, den schon das Kind mit der Muttermilch aufnimmt, ist aber wunderbar gedämpft durch jahrhundertelanoe Einwir- kung des Orientalischen, die eine fatalistische Ergebenheit auch ins schwierigste Schicksal hinterlassen hat. Es ist eine Welt, in der Heldenlieder, Sagen, Märchen, Aberglauben, vielfältigste Romantik, wie Brautraub oder Blutsbrüderschaft, und farbenreiche Wirklichkeit durcheinandergewoben sind. Auch alle Schöpfungen dieser Menschen sind prachtvoll harmonisch zu ihrem Wesen: die wundervollen alten Brücken, die niebem hellgrauen Steinhäuser mit flachen Steindächern in den Gebieten der starken Nordwinde und die altersschwarzen Holzhäuser in den Waldgegenden, die Moscheen und Kirchen, die Gottesäcker, die Mühlen und Bewäsferungsräder; alles organisch und harmonisch gewachsen, trotzdem es oft widersprechende Elemente verbindet. Hier müßte man nur darüber klagen, daß seit dem Weltkriege leider die Freude an dem eigenartigen heimischen Hausrat und den prachtvollen vielfältiges Trachten abnimmt, wodurch manches Wertvolle im Wesen und in der Hervorbringung dieser Länder sich zu verwischen droht; aber es ist zu hoffen, daß dieses kraftvolle Volk sich wieder inniger feiner (Eigenart besinnen wird und eine Abkehr von der schwächlichen Nachahmung westlerischer Art einsetzen wird und auch in Jugoslawien ähnlich wie in Deutschland und manchem andern Land wieder alter Brauch und alte Eigenart neu zu Ehren kommen werden und damit eine Neubelebung alles Heldischen, Kernhaften und Bodenständigen einsetzen wird, auf daß wir diesem Lande uneingeschränkte Bewunderung und Liebe zuwenden können, die es vollauf verdient.
Jugoslawischer Frühling.
Bon Robert Michel.
Wenn in diesen Tagen der Südwind über unser Land geht, so facht er in jedem, der Jugoslawien kennt, die buntesten Erinnerungen an. In jenen dem Meere nahen Gebieten leitet der Südwind mit seinen lauen Regen auch den Frühling ein, der aber dort in den wärmeren Lagen alsbald mit stürmischer Kraft hereinbricht und durch die Täler und Schluchten eilig bergwärts vordringt und die Menschen der hohen Gebirge aus ihrer winterlichen Gefangenschaft erlöst, nachdem sie durch Monate die Wölfe vor den Türen hatten und nun ihre Spuren und die der Bärentatzen sich endlich mit den Krallen nach den höchsten Bergen hin abwen-
Aus -er Stadt Gießen
»Das ist ein Kerl!"'
letzte Reichssttaßensammlung, die uns im 2. Kriegswinterhilfswerk zum Opfer ruft, bringt Sammelabzeichen ganz besonderer Art. Hübsch und farbenfroh, so daß sie schon wegen ihrer dekorativen Wirkung mit Freude gekauft werden, stellen sie 20 unserer einheimischen, wildwachsenden P f l a n z en dar. die uns als Arzneimittel ober Nahrungsmittel dienen. Die 49 Millionen naturge»
net bei harmlosen Darmkatarrhen und leichten Durchfällen in der Hausapotheke verwendet wer» den.
Die rotleuchtende Preiselbeere wird von jeder Hausfrau hochgeschätzt, die Blätter werden dem Haustee zugefetzt.
Die Hagebutte hat durch ihren hohen Vitn- min-E-Gehalt, der den der Orange und Zitrone um mehr als das Zehnfache übertrifft, den Siegeszug bei allen Erscheinungen der Vitamin-O-Mangel» erkrankungen angetreten und wird nun überall ans gepflanzt. ...
So sind die Heilkräuterabzelchen, die mir am 29. und 30. März als Sträußchen angesteckt tragen, ein Symbol der unerschöpflichen und vielseitigen Heilkräfte unseres Heimatbodens. Sie erinnern an die Einsatzbereitschaft unserer Jugend und ihrer Erzieher und dienen der Werbung für das kommende große Gesundheitswerk des deutschen Volkes. Unter dem Gedanken der heimischen Heilschätze wird die letzte Reichsstraßensammlung des 2. Kriegs-Winterhilfswerkes dem einzigen Ziel dienen, dem Führer zu folgen und zu helfen bis zum endgültigen Siege.
Dornotizen.
Tageskalender für Freitag.
Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Das Land des Lächelns". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der laufende Berg". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Diö keusche Geliebte". — Oberhessischer Kunstverein und Winterhilfswerk: 17 bis 19 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Frühjahrsmesse auf Os- waldsgarten.
Sladllheaker Gießen.
Am heutigen Freitag wird die Operette „Das Land des Lächelns" von Franz Lehar wiederholt. 25. Freitag-Miete.
Ortszeit für den 29. März.
Sonnenaufgang 6.59 Uhr, Sonnenuntergang 19.53 Uhr. — Mondaufgang 7.42 Uhr, Monduntergang 21.44 Uhr.
50 500 NM. für das Kriegs-WSW.
Die Sammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk, die am „Tag der Wehrmacht" durchgeführt wurde, hat im Kreise Wetterau das schöne Ergebnis von 50 500 RM. erbracht. Dieser sehr bemerkenswerte Betrag legt Zeugnis ab für die Opferfreudigkeit der Spender und für den lobenswerten Eifer der Sammler, an ihrer Spitze unsere Soldaten,
Für WSW -plaketten-Sammler.
Zahlreiche Volksgenossen sammeln die schönen WHW.-Abzeichen, die bei den Reichsstraßensammlungen zum Verkauf kommen. Auch die Abzeichen der verschiedenen Gaue werden gesammelt. Um fehlende Stücke durch Tausch ergänzen zu können, haben sich diese Sammler innerhalb der KdF.- Sammlergemeinschaft zusammengeschlossen. Gerade jetzt bietet die KdF.-Sammlergemeinschaft wieder eine schöne Möglichkeit, die Sammlungen zu ergän-
Goethe-Bund.
Hermann Stahl liest. '
Der aus dem Westerwald stammende, 1937 mit lern Immermann-Preise der Stadt Düsseldorf aus- szeichnete Dichter Hermann Stahl las gestern Ebenb in der Aula des Gymnasiums aus feinen < sichern. Er begann mit einigen Proben aus dem liyrik-Band „Ueberfahrt"; mir hörten die Gedichte ,3in alter Barockschrank", „Einer alten Frau", die i’rtiefte Naturschilderung „Am See" und, am un- r ittelbarften auf den Hörer übertragbar, aus dem lersönlichsten Umkreise häuslichen Lebens, „Vor l?r Kinder Türe". Es folgten, aus dem Manuskript erlesen, zwei Stücke aus einem entstehenden Ge- r chtbuche, „Wir" als Ausdruck vertrauter Gemem- simkeit und, als überraschend aus dem Erlebnis Mer Zeit gewonnenes lyrisches Motiv, „Im Ohr l-n Klang vom Pariftr Einzugsmarsch".
Ein Gedicht „Dies spricht die Sehnsucht leitete i5er zu dem Kapitel „Es gibt keinen Weltunter- cang" aus dem preisgekrönten ersten Roman ,träum der Erde". Es ist, wie sich bei Dichter - lffungen immer wieder feststellen läßt, fast stets an Wagnis, einen Abschnitt ohne gehörigen Zu- s nimenhanq aus einem Roman oder sonst einem | roheren Prosawerk herauszulösen; hier gelang es, Ml das Kapitel wie eine selbständige Erzählung ! r irkt und für sich bestehen kann. Stahls Vrosastil k nnzeichnet sich hier als knapp und trocken: die verwiegend parataktische Ordnung der Satze er- s hrt nur durch den gelegentlichen Wechsel der Zett- f rmen eine gewisse Schwankung im Gleichmaß. Der Stoff dieses 'Kovitels ist offenbar aus der Heimat- lch-ländlichen Welt genommen, welcher der Aittor citftammt: in der Erzählung einer dörflichen r_ie- Itesgelchichte vernimmt ein Mädchen das frühe
Schicksal seiner Mutter.
Aus dem Roman „Die Orgel der Walder horten t ir dann das Kapitel „Das bitter verschmähte (9e-- ilhonf": auch Hier wieder die ländliche Welt, auch | k er die knappe, selten reflektorisch abgelenkte Aus- k f ge der Erzählung. Das Geschenk, das lang er- flhnte, dennoch stolz verschmähte, ist ein mnaes p inb. rot mit einem herzförmig weißen Stern au |t*r Stirn. .
| Den stärksten und geschlossensten Eindruck hmter- I tehen für unser Empfinden von den Prosastucken Ite Szenen aus der „Heimkehr des Odysseus . Es I f 'richt für den Mut und das Selbstvertrauen eines |j.:ngen Dichters, das berühmte homerische Motiv ll (richt ins Gegenwärtige gewendet und verwandelt) Icjfs neue aufzugreifen und zu gestalten. Stahls ISchilderung zeugt in der durch die Gparfamfetf iter Diktion spürbaren Farbigkeit von einem Ernis chlungsvermögen, nicht allein vom Bildungserleb- | ris, sondern auch, was hier wesentlicher ist von Fantasie in der Erschließung emer sagenhaft er- |t=h Welt und eines vorgeschichtlichen Kulturkreise.. I Slict) die untergründige Spannung ist m der vze-
yiö fauchend in seinem Käsig herum, und sprang sdließlich mit gesträubtem Gefieder und rundem Kicken auf den Besenstiel los, mit dem sein mensch- lcher „Freund", ein großer breitschultriger Mann, frjrd) die Drahtmaschen in dem Käfig herumstocherte. Mötzlich saß er auf dem Stiel, klopfte und hämmerte in voller Wut darauf ein, und ehe sein Besser recht sah, wie es geschah, hing das Tier mit Int Klauen in den Maschen und hackte mit dem triftigen Schnabel nach den Händen, die den Stiel
und sagt: „Wie schön kannst du singen!" Dann verneigt er sich auf seinem Pfahl, beugt sich ganz auf eine Füße nieder, die Kehle fliegt auf und nieder, und die Töne kommen hoch und tief und tief und hoch, alles durcheinander, weil er nicht mehr weiß, wie schön er fingen soll. Sieht er, daß man im Garten bleiben will, gleich hat man ihn an seiner Seite. Wo er auch ist, er sieht alles, und in schönem weitem Bogen schwebt er herbei, schmeichelt und chwatzt, streicht einem seinen Schnabel leise durch )ie. Haare an der Schläfe und drückt sich gegen die Wange.
Er macht aber auch viele Dummheiten, stiegt in
Birkenblätter verstärken in allen Kräutermischungen, besonders in den harntreibenden Tees, die Wirkung.
Das in der Volksmedizin bei Leberleiden gerühmte Schöllkraut kommt in der wissenschaftlichen Medizin nun auch zu Ehren.
Das niedliche zweifarbige Feldstiefmütter- ch e n enthält wertvolle Ärzneistofse gegen Rheuma und Gicht.
Gegen Würmer wird in kleinen Gaben der Rainfarn gegeben.
Die zierliche Sch afgarde findet bei Magen- und Darmerkrankungen, Nieren- und Blasenleiden, der Blutreinigung und Wundbehandlung häufig Verwendung. Im Frühjahr werden die zarten Blätter frisch als Würze und in Wildgemüsesuppen verwendet.
Die schneeweißen Taubnesselblüten werden getrocknet, Kräutermischungen bei Erkrankungen der Atmungswege zugesetzt, und die jungen Blätter im Frühling Wildkräutergemüsen beigegeben.
Die Blütenköpfchen des Gänseblümchens werden getrocknet zur Blutreinigung und Anregung des Stoffwechsels gebraucht. Die Blätter werden frisch in geringen Mengen zu Wildgemüsen gegeben.
Spitzwegerich wird in der Volksmedizin bei Verdauungsstörungen, Lungen- und Halserkrankungen, als Saft zu Frühjahrskuren und die jungen Blätter gern als Wildgemüse verwendet.
Huflattich ist ein Bestandteil des Brusttees bei Erkrankungen der Atmungsorgane, und wird jung im Frühjahr den Wildgemüsen zugesetzt.
Die Löwenzahnblätter, -blüten und -wurzel finden zur Blutreinigung bei Leberleiden, Rheumatismus und Gicht Verwendung. Die jungen Blätter geben im Frühjahr einen geschätzten Salat, die Wurzel wird roh gegessen.
Die Wegwarte wird als blutteinigendes, leicht abführendes Mittel bei Leberleiden geschätzt. Die jungen gebleichten Blätter. werden als Salat gegessen, die Wurzeln zum bekannten Kaffeeersatz geröstet.
Die bluttoten Erdbeeren sind frisch eine vitaminreiche köstliche Speise. Die getrockneten ^Blätter werden vielfach als Haustee und in Kräutermischungen zur Blutteinigung getrunken.
Die Brombeeren sind als gesunde Frucht bekannt; die gettockneten und richtigfermentierten Blätter haben als Getränk den Geschmack des- chinesischen Tees, ohne dessen nervenreizende Wirkung zu besitzen.
Die tiefblaue Heidelbeere ist eine der gesündesten und wohlschmeckendsten Früchte, die gettock-
dich kriege!" hören wir oft.
Aber niemand ist ihm richtig böse, sie lachen trotz allem und haben ihn gern. Wenn sie ihn oertreiben wollen, brauchen sie ihm nur einen Besen zu zeigen!
Jetzt aber, da ich schließen will, höre ich ihn draußen wieder „singen", es schallt laut zu nur herauf. Er lacht in Uebermut und Lebensfreude, als ob die ganze Welt nur da ist zu seinem Glück.
• ODas Ist ein \äA 4• SS J V* Pu düng verbun
den! Abhilfe Ist leicht: pflegen Sie Haar und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Alkali und keine Kalkseife im Haar Zurückbleiben, also mit
den.
Weniger denkt man da an Laibach und die Lander der Slowenen, die unter den Jugoslawen die Westler sind, geographisch und kulturell, und auch nicht so sehr an Kroatien und Slawonien mit dem unserem Salzburg verwandten Agram, sondern vor allem an die Gebiete des jugoslawischen Balkans und seiner kahlen Karstberge. Am nördlichen Rande dieses jugoslawischen Balkans ist die Hauptstadt des Köniareiches, Belgrad, hingelagert an das südliche Ufer der Save — der historische Zankovsel zwischen dem christlichen Abendland und dem islamitischen Morgenland. Belgrad nahm sich für feine Entwicklung im Laufe der letzten Jahrzehnte wohl hauptsächlich westeuropäische Großstädte zprn Vorbild, aber der Stempel des Balkans ist nicht so rasch zu verwischen, ja, nicht einmal die Ausprägung des nahen Orients.
Die vom Südwind geweckten Erinnerungen gehen also vornehmlich an die Gestade der Adria, nach Dalmatien, bann nach Montenegro, der Herzegowina, Bosnien und auch nach dem alten Serbien. Die kleinen festummauerten Gärten werden jetzt dort mit blühenden Zweigen und Sttäuchern über* quellen, als müßte diese Fülle der Frühlingsfteude aus den kleinen Gartenporodiesen hinuberwuchern .... , » ~
in den verfluchten kahlen Karst. Bienen werden'Hitze und Kälte den Menschen hllfreich zur Seite
Mgs zurückgezogen, wo er mit gefträubten Federn 1 fr Angst und Abwehr saß. Als sein Besitzer abge- r fen wurde, sah er ihm mit tückischem Blick nach. $inn aber ging es wie eine Entspannung durch s-men ganzen Körper, er legte die Federn glatt und 4»g auf eine Flugstange. Da rückte er sich ganz in fe Sonne und sah mit weitern sehnsüchtigen Blick i die Bäume eines nahen kleinen Waldes.
Mein Entschluß war gefaßt, das Tier mußte hier traus. Und als der Mann zurückkam, bat ich ihn m den Raben. Ich hätte solche Freude daran, ich Kiffe ihn haben! Es gab ein langes Hin- und Her- Pden, der wollte ungern auf fein lebendiges Spiel- Mug, das man so schön reizen konnte, verzichten! Hver schließlich — fünf Mark für eine Krähe? puf, sagte er endlich, „Sie sollen sie haben!" Und f: trug ich sie dann in einem Pappkasten nach pufe.
lind nun ist der Schwarze schon Monate bei uns ; mb unser aller Freund und Kamerad. Der Garten r sein Reich, von Gefangensein weiß er nichts. Er ; filzt würdig einher, rupft Blätter ab, daß sie stie- : girt, fängt Spinnen und Fliegen und manchmal , nen Schmetterling und jagt aus Uebermut die (patzen. Er sitzt auf dem Dach des Gartenhäuschens bi der Sonne, hat den Schwanz ausgebreitet wie einen Fächer und legt die Flügel weit auseinander, i<lt alle Federn hoch und öffnet weit den Schnabel, piß es rot leuchtet bei alt feiner Schwärze, und so tr aft er mit seinem ganzen Körper Wärme und Lcht. Und dann wieder sitzt er auf einem Pfahl ind „singt" und „singt" in so schaurig schönen 25nen, daß selbst die Spatzen gerührt sind. Er ist ftübft begeistert von seinem Gesang, er spielt mit bm Tönen, bis sie klingen wie ein Gelächter. Stolz rtb pfiffig schaut er sich um, wenn die Kinder hin- tr dem Zaun stehen und „9tab"! rufen, „Rab"! | !Me stolz ist er aber, erst, wenn eins zu ihm tritt
treuen Pflanzennachbildungen enthalten einen doppelten Sinn und Zweck. Das Gelderträgnis wird unser Volk stärken und den Kampf des Führers um Freiheit und Sieg unterstützen. Zu gleicher Zeit wird das Interesse des ganzen Volkes in dieser einzigartigen Weise für die heimischen, wildwachsenden Heil- und Nährkräfte in Wald und Flur geweckt und gewonnen.
Im Rahmen des Dierjahresplanes wurden schon vor Jahren von der Gesundheitsführung der Partei die Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und -beschaffung in Berlin und die Reichsarbeitsgemeinschaft „Ernährung aus dem Wald" in München gegründet, um alles, was in Deutschland an Heil- und Nährkräften zu verwertenrist, zur Selbstversorgung unseres Volkes heranzuziehen. Diese Dorbereitungsarbeiten haben im Kriege ihre erhöhte Bedeutung gewonnen. Die Schule unter Leitung ihrer Erzieherschaft und die HI. haben in unermüd- lichef Einsatz in den letzten Jahren Sammlungen mit steigendem Erfolg durchgeführt und Millionen Kilogramm an Arznei- und Hausteekräutern und viele Millionen Kilogramm Wildbeeren, Pilze und W i 1 d g e m ü s e der deutschen Arzneiversorgung und Ernährungswirtschaft zugeführt.
Die 20 Heilpflanzen-Abzeichen stellen nur einen Teil der zu sammelnden Pflanzenarten dar, die besonders wert sind, dem ganzen Volke bekannt zu werden. Ihr Wert soll deshalb jedem vor Augen geführt werden:
Die Blätter des Fingerhuts mit den rotleuchtenden Blüten find als lebensrettendes Herzmittel überall bekannt.
An der schmerzlindernde Wirkung des Mohnes erinnert die blutrote Blüte des Feldmohnes, welche als beruhigendes und reizlinderndes Mtttel vielen Kräutermischungen zugesetzt wird.
Die K a m i 11 e n b 1 ü t e mit ihren feinen arzneilichen Duftstoffen fehlen wohl in keiner Hausapotheke; sie werden bei Erkältungskrankheiten, Magenverstimmung oder bei Behandlung von Wunden angewandt.
Als ausgezeichnetes mildwirkendes Abführmittel finden wir die Faulbaumrinde in den meisten Blutreinigungstees.
Heimische Heilpflanzen. ,
Wert und Verwendung der wichtigsten Heil- und Mhrkräste aus Wald und Flur Oie Abzeichen der kommenden lieichsstraßensammlung.
Von Reichsamtsleiter Dr. B.Hörmann, Hauptamt für Volksgesundheit.


