Ausgabe 
28.3.1941
 
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- I

Der Staatsstreich in Jugoslawien

zu ziehen,

Die Besetzung von CI Agheila

BenqSsi

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"BirBÜMut

Der erste Tag des japanischen Staaisbesuches

Das

Gegen 18.30 Uhr erfüllten sich die Erwartungen der geduldig harrenden Massen. Die Vorhänge im ersten

fere VombersormaNonen haben In Preveza im ^afen^gt

den gestern insgesamt 38 500 BRT. feindliche« Schiffsraumes vernichtet. Ferner gelang es, ttn Seegebiet um England zehn Schiffe mit etwa 44 000 VRT. durch Luftangriffe schwer zu be­häbigen.

3m Mittelmeer erzielten deutsche Kampfflugzeug«

liegende Schiffe und Hafenanlagen angegriffen. Ein weiterer feindlicher Flottenstützpunkt wurde im Peloponnes mit Bomben belegt.

3n Rordafrlka haben italienische und deut­sche Einheiten El Aghaila (Syrthe) befehl.

Im östlichen INillelmeer haben Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps feindliche auf Fahrt befind­liche Schiffseinheilen angegriffen. Zwei Trans­porkdampfer wurden gelroffen und schwer be- schadigl.

3n Ostafrlka gehl die Schlacht bei Keren heftig weiter, wiederholte feindliche Angriffe sind durch den hartnäckigen widerstand und durch die Gegenangriffe unserer tapferen Truppen gebrochen worden, die dem Gegner schwere Verluste beibrach­ten. Unsere 3äger haben der feindlichen Lufttätig­keit heldenhaften widerstand entgegengesetzt und In zahlreichen Kämpfen gegen überlegene Streitkräfte zwei hurrlcane und eine Blenheim abgeschosfen. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zum Stützpunkt zu­rückgekehrt. Unsere Bomber haben Artilleriestellun­gen und Truppen getroffen. Unsere Bomber haben zahlreiche feindliche Panzerwagen und Kraftwagen in der Gegend von harrar angegriffen und befchä-

südlich Kreta trotz heftiger Abwehr schwere Treffer auf zwei größeren Transportschiffen eine« feindlichen Geleitzuges.

Bei bewaffneter Aufklärung über Südengland wurden drei moderne Fabrikanlage« angegriffen. U. a. erhielt ein Äerk der Flugzeug­rüstungsindustrie Treffer In eine große Wonlage­halle. Auf zwei Flugplätzen wurden abgeffellle feindliche Flugzeuge im Tiefflug bombardiert. Bei einem Angriff auf einen Hafen an der englische» Südküste entstanden in der Betriebshalle eines grö­ßeren Werkes Explosionen und Brände.

Lln deutsches Aufklärungsflugzeug schoß ubec Südengland in einem Luftkampf mit fünf britische» 3ägern zwei feindliche Flugzeuge vom wüster hur- ricane ab. Das deutsche Flugzeug erreichte trotz ernsthafter Beschädigungen den Heimathafen. Die Besatzung bestand aus Leutnant Meyer als Kommandant und Beobachter, Oberfeldwebel Mi­scher, Unteroffizier Althaus und Oberfeldwebel L y r i ch t. Der Feind flog weder bei Tage noch Im der Rächt nach Deutschland ein. Der Gegner verlor; zwei Flugzeuge und einen Sperrballon. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

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KasrToB^lCair tlÄghtitaf

nerals Wavell gelangt war.

Oer Wehrmachibsrichi.

Berlin, 27. März. (DRV. Funkspruch.) Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die deutsche Flagge aus Cl Agheila.

Wie das libysche Wüstenfort von deutschen Truppen genommen wurde Von Kriegsberichter Gerd Schulte.

vernichteten deutsche Kampfflugzeuge im Laufe des gestrigen Tages im Atlantischen Ozean und in bet Themsemündung etwa 31 500 BRT. feindliche« Handelsschiffsraumes: weitere 6000 BRT. wurde» schwer beschädigt. Vach ergänzenden Meldunge» wurden außerdem bei den Far-Oer-3nseln z we5 Handelsschiffe von zusammen 7000 BRT, durch Vombenvolltreffer versenkt. Damit rour-

Deutfche und italienische motorisierte Truppen besetzten in den Morgenstunden des 24. März nach kurzem Kampf L l Aghaila an der Küste der großen Syrte und w arfen den Feind nach Osten zurück.

Die Luftwaffe führte den Kampf gegen die britische hand^lsschiffahrt mit steigen­dem Erfolg weiter, wie bereits bekanntgegeben.

geduldig harrenden

Stockwerk der Reichskanzlei wurden zurückgezogen. Sofort richteten sich dte Augen der aber Tausende auf den Balkon. Da trat auch schon der Führer mit Außenminister Matsuoka, 'gefolgt von Botschaft

Am Ehrenmal.

Berlin, 27. März. (DNB). Vor den offiziellen Besuchen und Empfängen begab sich der Außen» Minister des Tennd, Matsuoka, am zweiten Tage seines Berliner Aufenthaltes zum Ehrenmal Unter den Linden, um die Gefallenen zu ehren. Schon am frühen Vormittag hatten sich die Linden entlang, an deren Häuserfronten die Fah­nen der drei Achsenmächte wehen, viele Tausend Menschen eingefunden. Vor dem Ehrenmal, das oon zwei großen tannengrün verkleideten Pylonen flan­kiert war, hatte eine Kompanie des Wachbataillons Aufstellung genommen. Vor dem Zeughaus wurde Außenminister Matsuoka von dem Kommandanten von Berlin, Generalleutnant v. Hase empfangen. In der Begleitung des japanischen Gastes befanden sich der japanische Botschafter Oshirna in der Uni­form eines Generalleutnants der japanischen Armee. Nach dem Abschreiten der Front der Ehrenkompanie begab sich der Minister mit dem Kommandanten von Berlin in das Ehrenmal. Das Musikkorps spielte das Lied vom guten Kameraden, und der japanische Gast legte zu Füßen des Gedenksteines einen Lorbeerkranz nieder, dessen Schleifen in den japanischen Farben die Inschrift trägt:Vosuke Mat­suoka, Minister des Auswärtigen von Japan, den im Kriege gefallenen Helden." In tiefer Verbeugung erwiesen die japanischen Gäste den Toten ihren Gruß. Mit einem Vorbeimarsch der Ehrenkompanie schloß der Akt.

Besprechung bei Ribbentrop.

Dann empfing der Reichsminister des Auswär» ttgen von Ribbentrop Matsuoka zu einer Be» sprechung, die in einer Atmosphäre herzlichen Ein­vernehmens verlief. Bei dieser mehrere Stunden

grüßt. Neben der HI. und dem BDM. sieht man Gruppen von Jugend aus anderen Stauten, vor allem Faschisten und die dänische Jugend. Sehr iahlreich vertreten sind die Angehörigen der japani- chen Kolonie. Punkt 16 Uhr künden die Rufe von er Straße Unter den Linden das Nahen, des ja­panischen Gastes, der mit seiner Begleitung in das große Hauptportal der Neuen Reichskanzlei ein­fährt. Die Männer von Bild und Film, die schon frühzeitig ihre Posten bezoaen hatten, können jetzt ihre Arbeit ausnehmen, als die Wagen in den Hof rollen und Außenminister Matsuoka die Stu» fen der Reichskanzlei emporsteigt, während die Ehrenwache der Leibstandarte unter das Gewehr tritt.

Der Führer empfing sodann in Gegenwart des Reichsminksters des Auswärtigen von Ribben­trop den japanischen Außenminister au einer längeren Unterredung, der auch der japaniscke Bot­schafter in Berlin, O s h i m a, und der deutsche Bot­schafter in Tokio, Ott, beiwohnten. Die Bespre­chung über alle aktuellen politischen Probleme ver­lief im Geiste der herzlichen Freund­schaft, die Deutschland und Sapan verbindet.

Während der Besprechung ertönten immer wie­der RufeWir wollen unseren Führer sehen!"

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tröffen besetzt werden.

Amerika hat also in einem Krieg mit Japan vot- erst nur zu verlieren. Und dieses Bild wird sich auch in den kommenden Jahren kaum grundlegend ändern, denn das Land des Teno wird zweifellos bestrebt sein, den gegenwärtigen Dorsprung in der Flottenrüstung vor Amerika zu halten. Wirklich Gründe genug für die Amerikaner, sich picht voll­ends in das englische Abenteuer verstricken zu lassen, sondern einen friedlichen Ausgleich mit Japan und mit dem neuen Europa zu suchen. Roosevelt aber will es offenbar anders! Das amerikanische Volk wird die Folgen zu tragen haben.

kantsche Flotte sich aber nur tn d er D ef e n stv e halten. Ein offensives Vorgehen würde von der Er­langung von Stützpunkten in den ostasiatischen Ge­wässern abhängen. Zu diesem Zweck ist von ameri­kanischen Marinesachverständigen wiederholt gefor­dert worden, daß Amerika sich die Benutzung der englischen Stützpunkte Singapur und Hong­kong sichern müsse. Aber auch diese Punkte fd)ei­nen von zweifelhaftem Wert zu sein, denn selbst wenn Amerika sie vor Ausbruch der Feindseligkeiten in Besitz nehmen könnte und die Japaner ihnen nicht zuoorkommen, wäre Japan sehr wohl in der Lage, diese Stützpunkte sowohl mit seinen See- ftreitträften als auch mit seiner Luftwaffe an»u- gretfen und lahm zu legen.

Japan hat den unbestreitbaren strategischen Dor- teil für sich, daß es in seinen Gewässern auf weit vorgeschobenen Posten ein ganzes Netz von gut ausgebauten Stützpunkten für feine Flotte und Luft­waffe besitzt. Jeder Verstoß der Amerikaner in die japanischen Gewässer wurde also auf den Wider- tand eines überlegenen GeAners tref- en, der jederzeit in der Lage ist, Verstärkungen von einen Heimatbasen heranzuholen. Die Amerikaner haben aber auch offensichtlich garntchtdie Ab­sicht, offensiv gegen die japanischen Inseln vor­zugehen, da sie selbst davon überzeugt sind, daß ein solches Vorgehen mit der Niederlage der amerikani- scheu Armada enden würde. Schon das Beispiel der Seeschlacht von Tsushima im russisch- japanischen Krieg im Jahre 1905 lehrt, daß es ge­fährlich ist, die Japaner in ihren eigenen Gewässern anzugreifen. Auch die russische O st s e e f l o 11 e, die nach der Vernichtung des russischen Ostastenge- schwaders gegen Japan zur Entscheidungsschlacht eingesetzt wurde, litt damals unter den Nachteilen des langen Anmarschweges und der fehlenden Stütz­punkte. Die Flotte mußte nämlich den langen See­weg von der Ostsee um Afrika herum nach Ost» asten zurücklegen, ohne daß sie die Möglichkeit hatte, vor der Schlacht russische Stützpunkte anzulaufen. Obwohl die Russen den Japanern überlegen waren, wurde die russische Flotte von den Streitkräften des Admirals Togo fast restlos vernichtet. Dieser errang damals einen der glänzendsten Siege der Seekriegs­geschichte.

Amerikanische Marinefachleute haben aus diesen Tatsachen die Lehre gezogen, daß es unmöglich ist, die Japaner in ihren eigenen Gewässern mit Aus- sicht auf Erfolg anzugreifen, wenn die amerifani- zche Schlachtflotte nicht mindestens über die dop­pelte Anzahl Schiffe verfügt. Daraus ergibt sich,

Eines unserer im Atlantik operierende» U-Boote unter dem Befehl bes Korvettenkapitäns Giuseppe Roselli-Lorenziui hat zwei Dampfer tu"1 insgesamt 12 500 BRT. versenkt.

Oie Gchnellbootwaffe.

Kopenhagen, 27. März. (Europapreß.) der dänischen Zeitschrift ^Ingenieur und BauwM beschäftigt sich SchiffskonsLrukteur W a s l i l e f f f mit der Schnellbootwaffe. Er widerlegt dabei bti Auffassung, daß die Verwendungsfähigkeit be' Schnellboote und der Schutz, den ihre hohe schwindigkeit biete, nur begrenzt sei. Schon währen!» des Weltkrieges habe das Motor-Torpedoboot de* achtliche Leistungen vollbracht; man könne nicht be­zweifeln, daß dieser Schiffstyp bisher bedeutend pen* bessert worden sei. Der dänische Schfffsingemelit meint, daß die Vorzüge, leichteste Manövrierfähig keit, sehr hohe Geschwindigkeit und geringe Ziek' bietung die Nachteile bei weitem übersteigen, »e1 sonders in engen Gewässern sei das Schnellboot ei», äußerst wirksame Waffe für Torpedoangriffe, b«i U-Boot-Jagden und im Kampfe gegen BlockE brecher. Man irre kaum in der Annahme, Da 3 Deutschland die größte und leistung-* fähigste Schnellbootflotte der Welt be­sitze.

Marsch fortgesetzt, immer am Strande entlang. Kein» Wort wurde gesprochen; es galt, vorsichtig zu (ein. Nichts war zu hören, als das Knirschen des Sande» unter den Füßen und der Laut der Wellen, die mit müdem Schwall an den Strand klatschten und lei(ü glucksend wteder zurückflossen.

Es war ^vin gespenstischer, lautloser Mansch. Ein» mal kam den Männern etwas entgegen. Menschen,, die lautlos und eilig girrgön, aus gerichtet wie ein« Schützenkette, die Deutschen verhielten für Augen­blicke den Schritt. Araber waren es, die ihre» Wohnstätten zuwanderten. Vorbei! Weiter ging des Marsch. Einige Männer pirschen sich vorsichtig durch die Dünen der Straße zu. Auf der Straße entdecken sie einen englischen Spähwagen. Die Männer magern sich näher und stellen fest, daß der Spähmagein zerschossen war. Es war der gleiche, den deut­sche Panzerjäger bei dem «Vorstoß vor wenigem Tagen vernichtet hatten. Neben dem Panzerwagen stand ein Kilometerstein: Aaheila 1 Kilometer. Si« waren also dicht vor dem Fort. Telephonleitungen waren an der Straße gelegt die Briten konnten also nicht allzu weit sein.

Die Kradschützen marschieren weiter. Immer noch dicht am Meer. Nun tauchen über den Düne» dunkle Mauern auf, Zinnen und Schießscharte» zeichnen sich gegen den Himmel ab, das Fort. Die nächsten Minuten waren nichts anderes ate

ter Oshirna, heraus. Sie grüßen nach allen Seiten. Wie ein wogendes Meer flatterten die Fähnchen über den Menschenmauern. Ueber die Großlaut­sprecher ertönte eine in Japan überall gelungene MarschhymneIn die ausgehende Sonne". Mit die­sem Lied, das erst in den letzten Jahren entstanden ist, bealeitet das japanische Volk seine Soldaten, wenn sie ins Feld ziehen und begrüßt sie bei ihrer siegreichen Heimkehr. Noch lange hallte der Jubel über den Wilhelm platz, als der Führer und seine Gäste den Balkon bereits wieder verlassen hatten. Als die Wagen mit dem japanischen Außenminister und seiner Begleitung aus dem Hauptportal der Reichskanzlei rollten, lebte noch einmal der Jubel auf und pflanzte sich längs der Wilhelmsttaße nach denLinden" fort.

Italien trifft Vorbereitungen für den Empfang Matfuokas.

Rom, 27. März. (Europapreß.) Der japanische Außenminister Matsuoka, der nach seinem Berliner Aufenthalt auch Rom besuchen wird, wird am Montag, 31. März, am Brenner ein- treffen. Dort wird ein Empfang durch eine ita- « Abordnung stattfinden. Matsuoka wird i Rom um 18 Uhr eintreffen, wo ihn au dem Bahnhof Außenminister Graf Ciano, der Sekretär der Faschistischen Partei, Staatsminister Serena, die Unterstaatssekretäre im Ministerprä­sidium und in den Wehrmachtsministerien, der-Ge­neralstabschef der Faschistischen Miliz, der Präfekt, der Gouverneur von Rom und der Militärkomman­dant empfangen werden. Matsuoka wird Inder Billa Madama wohnen. Am Montagabend wird in der japanischen Botschaft ein Abendessen im kleinen Kreise ftattfinben. Der japanische Außen­minister wird sich in der italienischen Hauptstadt drei Tage aufhalten. Es sind zahlreiche festliche Veran­staltungen vorgesehen. Auch der König und Kaiser wird zu Ehren des japanischen Gastes ein Früh­stück geben.

Oer italienische Bericht.

Rom, 27.März. (DRV.) Der llallenlsche Tvehr- machtberichl vom Donnerstag Hal folgenden Dort- laut:

An der griechischen Front Artillerletätlg- keit. Unsere 3agdformationen haben einen Angriff auf den feindlichen Luftstützpunkt von Paramythis durchgeführt und dabei Flugzeuge am Boden mit ING.-Fener belegt. Zwei Glasier wurden in Brand geschossen, weitere Flugzeuge schwer beschädigt. Un-

datz bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge die Amerikaner überhaupt in der Defensive blei­ben müssen. Die beiden Mächte sind verftändlicher- weise bestrebt, die wirkliche Zahl ihrer Kriegsschiffe geheim zu halten. Wenn also auch die zahlen­mäßige Stärke beider Kriegsflotten mangels zu­verlässiger Angaben nicht in Vergleich gesetzt wer­den kann, um hieraus gewisse Rückschläge zu ziehen, so gehört doch die Flotte Japans sowohl hinsicht­lich des Schiffsmaterials als auch der artilleristi­schen Bestückung anerkanntermaßen zu den besten Marinen der Welt. Japan hat außerdem den Vor­teil für sich, daß seine Flotte über praktische Kampf­erfahrungen verfügt, die auch jetzt wieder im China- konflikt erweitert worden sind. Amerika hat seine Flotte in den großen Manövem der letzten Jahre zwar ebenfalls ständig geschult, aber die praktische Kampferfahrung der Japaner läßt sich nun einmal durch Manöver nicht ersetzen, umsoweniger, als der kämpferische Geist eine der hervorstechendsten Eiaen- schasten des javanischen Volkes ist, der vor allem auch in seiner Flotte lebt- Nun glaubt man zwar in Amerika, daß auch die japanische Flotte infolge der weiten Entfernungen nicht zur Offensive gegen die amerikanische Küste wird übergehen können, be­fürchtet aber nichtsdestoweniger, daß die Japaner in der Lage sein werden, den amerikanischen Handel im Pazifik erheblich zu stören und mit ihrer Luftwaffe unter Einsatz der Flug­zeugträger Ausflüge nach den Großstädten des amerikanischen Westens zu unternehmen. Außerdem würden auch die in den indischen und chinesischen Gewässern liegenden englischen und amerikanischen Besitzungen dem Zugriff der Japaner offen- liegeh. So dürsten Hongkong und Singapur und eben o die unter amerikanischem Protektorat stehen­den Philippinen wahrscheinlich, wie man in Amerika annimmt, im Kriegsfälle von japanifchen Streit-

Velgrad, 27. März. (DNB.) 3n den ersten Morgenstunden des Donnerstag fand In Belgrad ein militärischer Staatsstreich statt. Der minderjäh­rige König Peter hat durch eine Proklamation die königlichen Machtbefugnisse über­nommen. Er hat den General Dnschan S i m o - witsch mit der Vildung der neuen Regie­rung beauftragt

Die Nachrichtenagentur Avala meldet: Die Regie­rung, die soeben unter der Präsidentschaft des Armeegenerals S i m o w i t s ch gebildet wunde, hat ihre Funktionen ausgenommen. Die Regierung ist von dem Armeegeneral Simowiffch nach Beratung mit politischen Persönlichkeiten ge­bildet worden. Der erste Bizevräsident ist Dr. M a t - ch e k, der zweite Vizepräsident Professor Slobo- ian Povanowitsch, Außenminister Dr. Momt- chilo N i n t s ch i s ch , Innenminister Srdyan Bu- lissavljevitsch, Finanzminister Juray Tschutey, Marineminister Armeegeneral Bogolyubilitsch, Justiz­minister Dr. Veja Markwitsch, Unterrichtsminister Trisunoviffch, Verkehrsminister Bogolyovitsch, Han­dels» und Jndustrieminister Iwan Andre, Minister

(Scherl-Dilderdienst.)

währenden Unterredung würbe eine volle Uebereinftimmung der Auffassungen in allen Fragen erzielt, die sich aus der 3u» fammenarbeit, wie sie im Dreierpakt zwischen Deutschland, Italien und Japan vorgesehen ist, er­geben. Anschließend gab der Reichsminister des Aus» roärtigen von Ribbentrop zu Ehren des japanischen Gastes einen Empfang ftn kleinsten Kreise, an dem die Angehörigen der japanischen Delegation, Vertreter der sapamschen Botschaft und die leitenden Beamten des Auswärtigen Amtes teilnahmen.

Besuch beim Führer.

In den Nachmittagsstunden des Donnerstaa begab sich Außenminister Maffuoka vorn Schloß Bel­levue zur Neuen Reichskanzlei, um dem Führer seinen ersten Besuch abzustatten. Auf seiner Fahrt durch die feittich geschmückten Sttaßen wurde er von der Bevölkerung der Reichshaupfftadt, die zu vielen Dachenden zchmmnmgestrSmt axrr, de»

(DK.) . . . ., 28. März. (DNB. Funffpruch.) El Algheila ist ein kleines Wüftenfort mit ein paax Häusetn und einem Notflughafen. Es gibt mehrere solche Flugplätze an der großen Straße, die den Namen Balbos trägt. Und sie alle zeigen an einem Schild die AufschriftCampo di Fortuna". Die vorderen deutschen Linien lagen noch eine gute Anzahl Kilometer von Algheila. Unsere Pan­zerspähtruppunternehmungen waren mehrmals nach dem Wüstenfort vorgestoßen und hatten feindliche Sicherungen und Aufklärungskräfte festgestellt. Der Wehrmachtbericht verzeichnete den Erfolg dieser Unternehmen, bei denen englische Spähwagen vernichtet und Gefangene eingevracht wurden.

Es kam der Befehl, im Morgengrauen des 25. März El Algheila zu nehmen. Am Abend vorher fetzten die Kradschützen einer Aufklärungs­abteilung sich In Marsch. Ihnen folgten schwere Panzer und leichte Geschütze der Flak­artillerie. Der Mond verbarg sich hinter dem Firmament. Der Himmel hatte den glitzernden Schmuck unzähliger Sterne angelegt.

Die große Straße führt in geringer Entfernung an der Küste vorbei. Am Kilometerstein 14 vor El Algheila machten die Kradschützen halt, stellten ihre Fahrzeuge ab und marschierten über die Sand- dünen zum Meer. In langer Reihe wurde der

vom englischen Nachrichtendienst bereits vorher zu­gegeben worden war, wird in unterrichteten Kreisen in Rom als ein erheblicher Erfolg der deutsch-italienischen Waffen in Nordafrika angesehen. El Agheila befindet sich etwa lOOKilometer südwestlichvonBengast und ist der äußerste westliche Punkt, bis zu dem die Offensive des Ge-

R o m, 27. März. (Europapreß.) Die Besetzung von El Agheila durch deutsche und italienische moto­risierte Truppen, die der deutsche und italienische Heeresbericht am Donnerstag bekanntgab, und die

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für die Forsten Kulenowitsch, Landwirtschaftsminii ster Branko Tschubrilowitsch, Minister für die ös» [entließen Arbeiten Kulcoetz, Minister für Post,, Telegraph und Telephon Iwan lebbar, Dersor» gungsminifter Savakosanowitsch, Minister für big physische Erziehung Armeegeneral Bogolyub Jlitsck, Minister ohne Portefeuille Marko Dakowitsch. Dig Mitglieder der Regierung haben ihren Eid vor dem König PeLer II. geleistet.

Durch den Rundfunk wurden alle Reserve, o ff i 3 i e r e aufgefordert, sich heute nachmittag in ihren Offizierskasinos zur Besprechung ein­zufinden. Die serbischen S o k o l n haben ihre Mit-, glieder aufgefordert, sich um 17 Uhr in tzen Sokoln« Heimen einzufinden. Sie würden dort weitere Weisungen empfangen. Die Mitglieder der ser­bischen, Miliz . Organisation Cetnicj haben die Aufforderung erhalten, sich dem serbische, Heer .anzuschließen. Der neue Stadtkommandant von Belgrad Milowitsch S t e p a n i t s ch hat einen Aufruf erlassen, in dem er das Volk auffordert, sich den Anordnungen der Stadtverwaltung z, fügen, Ruhe und Ordnung zu bewahren und an die Arbeitsplätze zurückzukehren.