Ausgabe 
28.2.1941
 
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Manipulationen auf allen Rohstoffmärkten der Wett waren ohne sie nicht möglich.

Freilich, die Docks könnte man wieder aufbauen, und wenn nur sie zerstört wären, wäre noch keines­wegs alles für England verloren. Aber es ist noch viel mehr zerstört worden. Der wirtschaftliche Krieg hat England ebenso schwere Wunden geschla­gen wie der militärische Krieg. Die englische Wirt- Mastsstruktur hat im Kriege versagt. Beweis: Das offene Eingeständnis, daß man ohne die Hilfe der Bereinigten Staaten von Amerika nicht mehr weiter kann. Nun steht aber fest, daß der kommende Frie­den an die Wirtschaftskraft der Länder noch erheb­lich größere Anforderungen stellen wird, als es der Krieg getan hat. So berechnet beispielsweise Gene­ralleutnant Hanneken den Bedarf an Stahl und Eisen für die nächste Friedenszeit auf rund das Doppelte der jetzigen Erzeugung, und der Leiter der Energiewirtschaft, Oberbürgermeister Dill- gardt, nimmt sogar an, daß der Strombe- dars der deutschen Wirtschaft nach Friedensschluß sich verdoppeln bis verdreifachen wird. Gewiß sind diese Schätzungen der kommenden Friedensbean­spruchung in Deutschland zu einem großen Teil be­dingt durch seinen Willen zum sozialen Aufbau, wie etwa das große soziale Wohnungsbauprogramm. Mit solchen Anforderungen rechnet natürlich die eng­lische Wirtschaft nicht. Die sozialen Versprechungen, die man jetzt macht, würden sicherlick auf dem Pa­pier bleiben. Demgegenüber ist aber der Aufbau der zerstörten und beschädigten Gebäude in England ganz ungleich umfangreicher als in Deutschland, so daß schon aus diesem Grunde die englische Wirtschaft ebenfalls vor sehr erhöhten Beanspruchungen im Frieden stehen würde. Daß Englands Industrie solchen Beanspruchungen nicht gewachsen ist, hat be­reits der Krieg gezeigt. Ein Aufbau der Industrie wäre also unbedingt nötig. Das erfordert große Kapitalinvestitionen. Und hier liegt nun die wun­deste Stelle für England. Es ist auch kapital- mäßig dem kommenden Frieden nicht gewachsen.

Man muß sich einmal die Struktur der englischen Wirtschaft, so wie sie bisher war, klarmachen. Eng­lands Zahlungs- und Leistungsbilanz beruhte dar­auf, daß ein großer Einfuhrüberschuß stets durch Einkünfte aus Kapital, aus Dienstleistungen (Schiff- fahrt), Versicherungen usw. ausgeglichen werden konnte. Das war bis kurz vor dem Kriege der Fall. 3n den letzten Jahren zeigte sich allerdings die strukturelle Schwäche Englands bereits darin, daß bei ständig wachsenden Einfuhrüberschüssen die Ein­künfte aus Kapital und Dienstleistungen nicht mehr in gleichem Ausmaß wuchsen, mit dem Ergebnis, daß das im letzten Dorkriegsjahr zu verzeichnende Defizit der Handelsbilanz von rund 400 Millionen Pfund nicht mehr ausgeglichen werden konnte. Diese Entwicklung hat sich nun im Kriege weiter fortge­setzt. Die Schere klafft immer mehr auseinander. Aus der einen Seite ist der Einfuhrüberschuß auf die bisher unerreichte Höhe von 661 Millionen Pund im Jahre 1940 geklettert. Auf der anderen Seite aber gehen die Einkünfte Englands aus Kapital- urfo Dienstleistungen ständig zurück. Die Einkünfte aus der Schiffahrt sind im Kriege natürlich über- Haupt kaum vorhanden, da England ja noch fremden Schiffsraum hinzunehmen, also auck bezahlen muß. Wenn das nur eine vorübergehende Kriegserschei­nung wäre, wäre damit noch nicht viel verloren. Leider ist das aber nicht der Fall. Jedes englische Handelsschiff, das versenkt wird, bedeutet auch für den kommenden Frieden die Vernichtung einer stän­digen Einnahmequelle. Jede Verdrängung engli­scher Schiffe auf einer bisher befahrenen Linie schmälert das künftige Friedenseinkommen.

Dor allem aber steht England vor der Gefahr des Vertu st es seines Kapitaleinkommens überhaupt. Die hochwertigen amerikanischen Effekten, die fette Dividenden abwarfen, sind be­reits restlos dahin. Jetzt haben die Vereinigten Staa­ten ihr Augenmerk auf Englands südamerikanische Guthaben geworfen, die sowieso schon durch Rück­käufe der südamerikaniscken Staaten (wie das übri­gens auch in Kanada geschehen ist) vermindert wur­den. Ob sich England der Forderung der Vereinigten Staaten nach Ueberlassung der Guthaben auf die Dauer wird entziehen können, ist bei seiner völligen Auslieferung an die amerikanische Hilfsbereitschaft für seine Kriegführung mehr als fraglich. Mußte doch bereits das Aktienkapital des Bahrein-Erdöls den Amerikanern gänzlich ausgeliefert werden, die ebenso die Ueberlassung wervoller Aktienpakete eng- lischer Zinn- und Kautschukgesellschaften fordern. Die englische Kapitalsubstanz wird also mit jedem Tage, den der Krieg länger dauert, kleiner. Was schließlich überhaupt davon übrig bleiben wird, ist heute noch gar nicht abzusehen.

Eines aber bleibt sicherlich und wird sogar noch größer werden, der englische Einfuhrbedarf. Denn auch das englische Volk will essen, will Klei- düng und Wohnung haben. Diesem vergrößerten Einsuhrbedarf aber steht dann eine zum großen Teil zerschlagene Industrie gegenüber, die selbst erst wie­der aufgebaut werden, muß, ehe sie exportieren kann u^d ein bis auf klägliche Reste zusammengeschmvl- zenes Auslandskapital. V. A.

Wirrwar

auf den englischen Werften.

Schiffe können wegen Personalmangels nicht auslaufen.

Stockholm, 28. Febr. (Europapreß.) Die Daily Mail" setzt ihre Angriffe gegen Schiffahrts- Mlmster Croß fort. Das Blatt bringt ein Beispiel, aus dem hervorgeht, welche Zustände zur Zeit aus den englischen Werften herrschen. Fünf­hundert Werftarbeiter kamen vor einigen Tagen zu ihrer Arbeit zu spät; offensichtlich, weil deut­sche Luftangriffe das pünktliche Erscheinen verhindert hatten. Daraufhin entschloß sich die Werft, die Arbeiter dadurch zu strafen, daß die Arbeit bis mittags 1 Uhr abgesagt wurde. Das englische Blatt nennt ein derartiges Verfahren einen Skandal und fordert Maßnahmen, die verhindern sollen, daß durch derartige Methoden Tausende von Arbeitsstunden an einem Tage verlorengehen. Außer­dem wird Klage darüber geführt, daß sich immer weniger englische Seeleute bereit erklä­ren, sich auf die hohe See zu wagen. Es wird be­richtet, daß ein Schiff vom 1. bis zum 26. Januar in einem englischen Hafen lag und nicht aus- laufen konnte, weil es unmöglich war, einen -weiten Maschinisten aufzutreiben.

Wieder zwei französische Dampfer durch die Engländer aufgebracht.

Vichy, 27. Febr. (Europapreß.) Am Mittwoch- morgen war erst gemeldet worden, daß die Eng­länder zwei französjscheHandelsschiffe, die mit dem Bestimmungsort Dakar unterwegs waren, in den Gewässern der Kanarischen Inseln angehalten haben. Einzelheiten über das! Schicksal dieser Schiffe fehlen noch. Nun wird am Mittwochabend ein erneuter UeberfaU berl

Engländer auf zwei andere französische Han- delsdampfer bekannt. Es handelt sich um dieJean Louis Dreyfuß" und dieSombay", die zwangs­weise in englische Häfen gebracht wurden. Das erstere Schiff war mit dem Bestimmungsziel Madagaskar unterwegs, während dieSom- bar) nach einer Zwischenlandung in Madagaskar nach Frankreich fuhr; sie hatte e n tm o b i I i - fierte Truppen aus Jndochina und Lebens­mittel an Bord.

Von 176000 BRT.

nur 37636 BRT. zugegeben.

Willkürliche Berichte der britischen Admiralität.

Berlin, 27. Febr. (DNB.) Die britische Admi­ralität gibt in ihrer letzten Wochenverlustliste für Handelsschiffe, die am 16. Februar endet, bekannt, daß zwölf Schiffe mit 37 636 BRT. versenkt worden seien. Wenn auch im allgemeinen von deutscher Seite auf die willkürlichen wöchentlichen Derlustauf- stellungen der englischen Admiralität nicht einge­gangen wird, so liegt in diesem Fall eine derar­tige Verzerrung dertatsächlichen Lage vor, daß eine Stellungnahme geboten erscheint.

Nach der Mitteilung der britischen Admiralität ent­fallen in dieser Verlustliste fünf Schiffe mit insge­samt 23 986 BRV. auf den von deutschen Seestreit-

Der italienische Bericht

Rom. 27. Februar. (DRV. Funkfpruch.) Der ita­lienische Dehrmachtbericht vom Donnerstag hat fol­genden Wortlaut:

An der griechischen Front nichts von Be­deutung zu melden. Trotz der ungünstigen Witte­rungsbedingungen haben unsere Flugzeuge Verteidi­gungsstellungen und Verbindungsstraßen im feind­lichen Hinterland mit Splitterbomben und Wafchi- nengewehrfeuer belegt. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zuruckgekehrt.

Deutsche Bomberverbände haben, be- gleitet von italienischen und deutschen Jagdflug­zeugen, einen Massenangriff gegen die Flug­plätze auf Malta unternommen. Zehn feind­liche Flugzeuge wurden am Boden brennend beob­achtet. Zahlreiche weitere Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Flugzeughallen und hafenanlagen wur­den getroffen. 3n Luftkämpfen wurden vier hurri- canes von deutschen und zwei von italienischen Jagdfliegern abgefchossen.

3n Rordafrlka haben unsere Flugzeuge feindliche Kraftwagenkolonnen und Feldlager mit Spreng- und Splitterbomben belegt. Am 25. Fe­bruar haben Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps einen feindlichen Zerstörer vor dem Hafen Tobruk sowie krafiwagenparks und Artilleriestellungen in der Umgebung der Stadt mit Bomben schweren Kalibers getroffen. Line Abtei­lung deutscher Torpedoflugzeuge hat im

Tokio, 28. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Zei­tungHotschi Schimbun" und das Handelsblatt Schugai Schogyo machen auf die englisch-ameri­kanischen Versuche aufmerksam, die thailän­disch - indochinesische Friedenskon- f e r e n z in Tokio zum Scheitern zu bringen. Die­selben Kreise hätten auch die j a p a n ks ch - h o l - ländischen Verhandlungen in Batavia zu hintertteiben versucht. Derartige Manöver seien aber nur dazu geeignet, die japanische öffentliche Meinung zu erregen und Japan in dem Willen zu bestärken, seine Friedenspolitik in Ostasien mit aller Entschlossenheit durchzuführen.Schugai Schogyo" unterstreicht besonders, daß Japans Ver­mittlung auf der Konferenz in Tokio einen Teil feiner Mission darstellt, die Sphäre gemeinsamer Prosperität im großasiatischen Raum zu verwirk­lichen. Japan kann dort so schreibt das Blatt weiter keine Tätigkeit von unzuftiedenen Elemen­ten gestatten. Für die Folgen derartiger Störungs- attionen würden die Schuldigen zur Verantwor- ttmg herangezoaen werden.

Unter den Amerikanern des Fernen Ostens herrscht große Mißstimmung über die von den diplomatischen und konsularischen Vertretungen der USA. in Siam und China und von den Be­hörden der Philippinen vorgenommenen Eva­kuierungsmaßnahmen. Es wird darauf hingewiesen, daß man in Washington schon mehrmals Alarm ge­schlagen habe, ohne daß sich dann irgend etwas er­eignete. Die Folgen seien schwere Schädigun-

Oie LlGA. selbst leiden an mangelndem Schiffsraum.

Neuyork, 27. Febr. (Europapreß.)New Pork Times" meint, daß die deutschen Versenkungs­ziffern abzüglich optimistischer Stützungen, welche Flieger und U-Boote aus der (Entfernung immer machten, sicherlich stimmten. Die Situation der britischen Lebenslinien sei sicherlich äußerst e r n st. Der Washingtoner Korrespondent derNew York Times", Arthur Crock, schreibt, daß Washing­ton die zwingende Logik der Ereignisse annehme. Roosevelt habe am 20. Januar zugegeben, daß er niemals an die Einrichtung amerikanischer Konvois gedacht habe. Washingtoner Realisten sähen nur drei Wege,um der deutsch-italienischen Herausforderung zu begegnen": 1. müßte Eng- land mit Schiffen versorgt werden, 2. müsse die nordamerikanifcheRüstungs- produktion auf die Spitze gebracht werden, und 3. müßten die Waffentransporte über den Atlantik gesichert werden. Wenn die nordameri­kanische Regierung mit dem Einverständnis der Dolksmehrheit eine geroifle Politik verfolge, müßd

Prüften am 12. Februar tm Atlantik zer­sprengten und teilweise vernichteten Geleitzug. Die Admiralität hatte elf Tage bis zu ihrer ersten Ver­öffentlichung über diese Geleitzuaverluste gebraucht. Sie beschränkt sich auch jetzt auf Teilgeständ- nisse der tatsächlich entstandenen Verluste. Sie setzt damit jene Praxis fort, die sie bei der durch deutsche Unterseeboote in der Nacht vom 19. zum 20. Oktober 1940 heraufbeschworenen Geleitzugkata­strophe angewandt hat. Damals gab die englische Admiralität auch erst nach mehreren Tagen die Verluste von sechs Dampfern zu, während die deutschen Unterseeboote tatsächlich i n 5 g ej a m t 17 Dampsermit 110000 BRT. bei dieser Aktion versenkt statten.

Auch die übrigen Berechnungen der Admiralität in dieser Wochenverlüstliste werden durch die Tat­sachen, widerlegt. Nach der englischen Aufstellung wurden außer den Verlusten des genannten Geleit­zuges in der Woche bis zum 16. Februar alles in allem nurl3650BRT. versenkt. In dieser Zeit wurden aber außer den durch deutsche Han­delszerstörer aus dem Geleitzug im Atlantik her-- ausgeschossenen 82 000 BRT. von deutschen Seestreit­kräften 65 000 BRT. versenkt. Hiervon entfallen auf Unterfeebote 55 000 BRT., auf Handelszer- ftö rer 10 000 BRT. Außerdem versenkten Kampf­flugzeuge in der Berichtswvche 29 000 BRT., dar­unter einen großen Tanker von 8000 BRT. Die deutsche Gegenrechnung umfaßt daher in der englischen Berichtswoche 176 000 BRT.

westlichen AMlelmeer einen 5000-Ionnen- Dampfer versenkt.

3n Ostafrika haben sich laut Wehrmachtbericht vom 24. Februar im Gebiet von Zilmani (Sudan) die geschlagenen feindlichen Truppen aus Burma zurückgezogen unter Zurücklassung von zahlreichen Toten und Kriegsmaterial auf dem Schlachtfeld. 3n S o m a l i l a n d ziehen sich unsere Truppen nach einem Wonai erbitterten Widerstandes angesichts der überlegenen feindlichen Kräfte kämpfend auf Mogadiscio zurück.

General der Flieger Geißler.

Nach einem der letzten deutschen Wehrmachtberichte haben stärkere Kampf- und Sturzkampfverbände des deutschen Fliegerkorps den Flugplatz Luca auf der Insel Malta mit Erfolg angegriffen und dabei zehn feindlicke Bombenflugzeuge am Boden zerstört. Die Angriffe standen unter Führung des Generals Geißler. (Scherl-Bilderdienst-M.)

gen des Geschäftslebens gewesen, ferner ist man aber in amerikanischen Kreisen des Fernen Ostens davon überzeugt, daß die jetzigen Maß­nahmen nicht in erster Linie im amerikanischen, sondern im britischen Interesse erfolgen. England habe durch seine ungeschickte Politik einen Alarm nach dem anderen ausgelöft und zerstöre damit die letzten Reste des Ostasien-Geschäfts. Die Sicherheit und das Vermögen der amerikanischen Staatsbürger würden für die Ziele Großbritan­niens geopfert. Zu alledem tritt das Gefühl, daß der jetzige große Ost-Alarm nur taktischen Zwecken dient und dazu bestimmt ist, dem Kon- greß der über die England-Bill berät, die Lage im Fernen Osten so gefährlich wie irgend möglich dar­zustellen, um dadurch feine Arbeiten zu beschleu­nigen.

Englands Ehinahandel

um 80 Prozent zurückgegangen.

Schanghai, 28. Februar. (Europapreß.) Das Central-China-Preß-Bureau in Nanking stellte in einem Wirtschaftsbericht fest, daß der britische Han­del mit China infolge des europäischen Krieges um 80 v.H. zurückgegangen ist. Auch der Handel der Bereinigten Staaten mit China habe unter den Folgen des europäischen Krieges schwer gelitten. Große Mengen von Waren könnten nicht verschickt werden; dabei vermindere sich die verfügbare Tonnage von Monat zu Monat weiter.

sie diese auch erfolgssicher gestalten, so sage man in Washington. Diese und ähnliche Bemerkungen, so teilt Crock mit, stammten von amtlichen Stellen, die bis vor kurzem noch die Theorie eines kurzen Krieges vertraten. Diese Theorie sei jedoch durch die Reden Hitlers und Mussolinis sowie durch die neuesten Versenkungszifsern zersprengt worden.

Anaesichts der Bemühungen Englands um ameri­kanischen Schiffsraum erklärte die Bundesschiffahrts- behörde, die Vereinigten Staaten könnten England zur Zeit keine weiteren Handelsschiffe ab treten. Aller amerikanischer Handelsschiffs­raum würde für mindestens neun Monate benötigt, um die amerikanische Rüstungsindu­strie zu versorgen. Tatsächlich brauchten die ber­einigten Staaten selbst weitere 60 Schiffe von je 10 000 Tonnen, um ihren Eigenbedarf decken zu können. Der Schiffsmangel sei so groß, daß die Reeder in der nächsten Woche auf Wunsch der Bundesschiffahrtsbehörde freiwillig das Prioritäts- system einführen werden, um die Beschaffung wich­tiger Rohstoffe für die USA.-Rüstungsindustrie sicherzustellen. Die Handelsflotte der Vereinigten Staaten betrage zur Zeit 1276 Schiffe mit 7,55 Mil­lionen Tonnen, davon Mr den Uebrrseedientz nur

Admiral Arnauld de la perlLre verunglückt.

Wie wir schon gemeldet haben, verunglückte dx Marinebefehlshaber im besetzten Gebiet, Vizeadmiral Lothar o. Arnauld de la Periöre, tödlis. Er war Ritter des Ordens Pour le m^rite urb einer der hervorragendsten Seeoffiziere aus btn

Weltkrieg. (Scherl-Bilderdienst-M.) -----------

331 Frachter und 46 Tanker mit einer Gesang tonnage von 2,4 Millionen Tonnen. In den USA. j Häfen liege viel Material fest, das fj England bestimmt sei, aber durch den englisch, ; Schiffsmangel aufgehalten werde. Aber auch die fa die Vereinigten Staaten bestimmte Fracht häufe sih : in überseeischen Häfen an, da die USA.-Flotte D, gesteigerten Anforderungen nicht gewachsenjij.

Oas Cnglandhilfe-Geseh.

Washington, 27. Febr. (Europapreß). Mittwochabend ließ die Regierung durch ihre pari;, mentarischen Vertrauensleute bekannt werden, sie sich im Interesse der nationalen Einigkeit i einer bedeutsamen Konzession gegenütn; der Opposition entschlossen habe." Danach wird di Ueberlassung von Kriegsmaterials England nicht, wie ursprünglich vorgesehen, : 3 Ermessen des Präsidenten, sondern 13 Ermessen des Kongresses stehen, welch» die hierfür erforderlichen Mittel in jedem Faj einzeln zu bewilligen haben wird. Diese 5b schränkung des Rechts des Präsidenten auf ein in seinem Ermessen stehende Zuteilung des für in USA.-Wehrmacht hergestellten Kriegsmaterials, eh schließlich der Bombenflugzeuge usw., nach (England war von der Opposition mit allem Nachdruck jo fordert worden.

Die Senatsdebatte über das Englandhilfe-Gesuj war recht lebhaft. Der Demokrat Chandler fo stritt, daß das England-Hilfs-Gesetz den (Eintrii Amerikas in den $rieg bedeuten werde. Senol« Whee 1 er trat diesem Standpunkt entgegen uir) erklärte, er müsse darauf bestehen, daß dieser Äritj nicht Amerikas Krieg sei. Der Demokrat Brom lehnte die Ansicht ab, daß das Englandhilfe-Gesq I ein Kriegsgesetz sei. Wheeler sprang erregt auf N ! erklärte:Und dennoch beharre ich darauf, daß w 1 sich hier um Krieg oder Frieden für US-l handelt". Senator Nye erklärte, Lftnerika sollte $ bewußt fein, daß das britische Empire die grötzli A n g r c i f e r n a t i 0 n in der modernen Geschichp sei. Das britische Empire seien nicht die sich felbt regierenden Dominien, sondern das (Ethpire fei hi despotische und manchmal auch tyrannische j)en schäft über fast 500 Millionen Menschen, die einem Kolonialministerium in London und einnt herrschenden Schicht, die aus der britischen Arista fratie hervorgehe, regiert würden. Das sei bei (Empire, das die USA. rufe. Die Vorlage schob Krieg und Roosevelt-Diktatur. Die Meinung, es b ein Angriff Hitlers auf Amerika zu befürchten, k lächerlich. Deutschland werde, ob die USA. eingr» fen oder nicht, den Krieg gewinnen. 2*r Demokrat Woodrum erklärte, daß nach her England-Hilfe-Gesetz 5 0 v. H. des vom Kongrez bewilligten Kriegsmaterials, vor allem Flugzeugic an England gehen würden.

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Oie wirtschaftliche Zusammenarbeit der Achse.

Die römische Presse

zu den Wirtschastsvereinbarungeu.

Rom, 27. Febr. (Europapreß.) Im Vörde» gründ der Betrachtungen der römischen Presse sich die Tragweite der deutsch-italienischen Wirtschafl» Vereinbarungen. Diese Vereinbarungen bestätiglor neuerdings, so schreibt die Presse der HauptstabU wie verfehlt die englischen Berechnungen und $otr aussagen waren, Deutschland und Italien wirtschoD lich niederzuzwingen. Der Grundsatz, jede krieg» wirtschaftliche Lieferung müsse ohne Bedacht' nähme der .Bewegung der Handel!' und Zahlungsbilanz erfolgen, wird besoiv ders hervorgehvben. Es fei bekannt, so schreibtI* bune", daß Das Clearingverfahren oft zu (ptörunfl<n in der Ein- und Ausfuhr führe. In den deutsch italienischen Wirtschaftsgesprächen sei- eigens fW gelegt worden, daß keinerlei Bilanz-^Kriterium deutsch-italienischen Handelsverkehr regeln weck« Damit falle jede Ungewißheit in der Abwicklung d<'' Ein- und Ausfuhr zwischen den beiden Staaten. Sim dem Abkommen, so schreibtLavora Fascista", klingk eine eigene, besondere Moral. Sie spiegele das £& bensideal des verbündeten Deutschlands und liens wider und schließe daher auch jeden Dockck eines Partners aus. Alle für einen un- einer für a 11 e, sei der moralische Grundsatz Achse. Man muß mit Befriedigung von der t>o® komme ne n Harmonie Kenntnis nehmen, so äußell sichPopolo di Roma", welche die Achse auch oir wirtschaftlichem Gebiet erreicht hat. Die Abmachum gen seien eine neue Etappe der fortschreitende! deutsch-italienischen Vereinigung auf allen Gebieten. Nicht wenig habe zu dem Abschluß der AbmachuiP gen die Gleichartigkeit der Verwaltungs- und d1*1 nanzstruktur beider Länder beigetragen.

Edens Bemühungen im Nahen Oste»

Rom, 28. Febr. (Europapreß.) In römische' Kreisen sieht man den Zweck der Reife Eden' nach Ankara in dem Bestreben, England gröh^ mögliche Hilfe im Nahen Osten zu sichern, 3unw» beft aber die moralische und politische Stellung Englands in diesem Gebiet zu erhalten. In Roh warte man den Erfolg dieser Bemühungen oh^ Besorgnis ab,

Erfolgreicher Angriff ans die Flugplätze Mllas.

Schwere Bomben auf Krastwagenparks und Artilleriestellungen um Tobruk.

Japan gegen Störung seiner Friedenspolitik.

Oer britische Alarm stört das amerikanische Ehina-Gefchäst.

Zwingende Logik der Ereignisse."

Großer Eindruck der neuen Dersenkungsziffern in USA.