Aus der Gtadi Gießen
schäft Ihr
Adolf 5)1 Her.
Verbunkelungszett
26.11. von 17.15 bis 9.00 Uhr.
Dein Opfer für die VDA.-Schulfammlung 1941 iff ein Beitrag zur Festigung des deutschen Volkstums. Spende bei der VDA.-Schulsammlung 1941 am 28.—30. November!
Zufuhren, Yak oer vwuysnnmjiet
Landwirtschaft im Einvernehmen mit dem Re'chs- kommissar für die Preisbildung eine Anordnung her Hauptvercinigung der deutschen Diehwirtschaft genehmigt, nach der bei der Lieferung von über WO Kilogramm schweren Schlachtschweinen an Schlacht- mehmärtte und Derteilungsstellen vom 24.11. Ms zum 17.11.1942 Preiszuschläge je Schwein ge.zahlt
Ausgeschlossen! Es ist unverkäuflich! Hat Ihnen das der Prackl nicht gesagt?!" kam es unbeholfen laut über seine Lippen. „Das Bild bekommt niemand! Niemand!"
Sie hatte das Gefühl, als müsse der Sturm erst abebben, ehe sie weitersprach. Mit großen, wcttgc- öffneten Augen stand er vor ihr; auf seiner ötirn bewegten sich die Falten unaufhörlich. Er schien einen Ausbruch gewaltsam niederzwmgen zu wollen, der ihn überfallen hatte.
„Und warum?" fragte sie sanft und behutsam.
Mell es mir gehört! Weil es keine anderen Augen sehen sollen! Es ist unverantwortlich von Prackl! Das Bild muß aus dem Laden heraus! Profane Augen sind nur eine Beleidigung dafür! meinte er mit mühsam unterdrückter Heftigkeit.
„Der Kunsthändler behauptete, Sie seien gar nicht in München. Ich habe ihm dann nur gesagt, er bekäme in einer halben Stunde Bescheid."
Ohne eine Antwort zu geben, lief Thomas ,ns Nebenzimmer und rief Prackl an. In herrischem Ton verlangte er die Zurückziehung des Bijdes Im übrigen käme er am Nachmittag vorbei. Auf die hundert Gründe, die der Kunsthändler vorbringen wollte, ging er gar nicht ein
Das Gespräch schien ihn beruhigt zu haben. Er strich sich ein paarmal über die Haare und schien befriedigt. Karin, die im Laboratoriumsraum geblieben war, konnte sich eines Erstaunens über seine Veränderung nicht erwehren, als er wieder heiter und lächelnd zurückkam.
„Ist es recht so?" fragte er mit heiterem Ton in
Karin Grunelius
Roman von Guido fi. Brand
Tageskalender für Mittwoch. <
Veranstaltungsring der Hitler-Jugend: 16 Uhr im \ Drohen Hörsaal der Universität Dichterstunde mit Eugen Roth. — NDG. „Kraft durch Freude : 19.15 Uhr m der Neuen Aula „Dichterlesung Eugen Roth . । - Stadttheater: 18.30 bis 22 Uhr „Carmen — Glonia-HZaläst, Seltersweg: 14.30, 16.45, 19.30 Uhr „Paradies der Junggesellen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 14.30, 16.45, 19.30 Uhr "Fraulein Liselott". — Oesfentliche Dortrage der Universität: 18 bis 19.30 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts (Ludwigstr.-34) Dortrag mit Licht- bildern Professor Dr. G l o ck n e r über „Der Humor in der bildenden Kunst". — Oberhessischer Kunstverein: 16 bis 17 Uhr Ausstellung oberhessischer Kunst- ler im Turmhaus am Brand.
Eugen Roth liest heiteres aus eigenen Werken.
Im Rahmen des Gießener Vortragsringes wird der Goethe-Bund zusammen mit der Kulturellen Bereinigung und der Dolksbildungsstatte Gießen am heutigen Mittwoch. 26. November, in der Neuen Aula der Universität eine Lesung des bekannten Dichters Eugen Roth veranstalten. Der Dichter wird Heiteres aus eigenen Werken lesen.
Orchesterkonzert des Konzertringes.
Am Montag, 1. Dezember, findet im Theater der Universitätsstadt Gießen das 2. Orchesterkonzett der Gruppe A des Konzertringes statt. Es spielt das Rhein-Mainische Laridesorchester. Die Leitung hat als Gastdirigent Professor Hermann Abendro 1h. Solistin ist Gutta B u st a b o (Vwlmc). Die Dor- . tragslolge bringt: 1. Suite für Orchester von Albert Luig. 2. Konzert für Violine und Orchester von - Beethoven, 3. Sinfonie F-dur von Hermann Goy.
Futterstellen für Vögel.
Im Winter heißt es, Futterstellen für die Vögel errichten, wenn die beliebten und nützlichen Sanger nicht zugrunde gehen sollen. Ein Futterkastchen^st^
In der Tat! Also so was gibt's!" sagte er trotz seiner Korpulenz empfindsam. Er wiegte den prächtigen Kopf, aus dem ein paar kluge Augen schauten.
Was verschafft mir die hohe Ehre, Fraulem? erkundigte er sich höflich, wobei er unter freund- liehen Händereiben seine Verwunderung zu verber-
An Ihrem 50. Geburtstag erinnere ich mich bewegten Herzens der langen Jahre, die ich Sie nun kenne und in denen Sie mir unentwegt in gleicher Treue und Ergebenheit Ihre Mitarbeit schen kten. Daß diese Bekanntschaft noch bis in die Jahre des ersten Weltkrieges zurückreicht, erachte ich als ein glückliches Anzeichen dafür, daß uns das Schicksal im zweiten nunmehr endlich das ernten läßt, was sich das deutsche Volk schon im ersten verdient hatte.
Als ich Sie einst bat, die Leitung des Franz E h er - De rlag e s zu übernehmen, besaß die junge Partei überhaupt noch keine Presse. Es ist I h r D e r d i e n st, der nationalsozialistischen Bewegung und damit dem heuttgen Reich die Organisation einer Presse gegeben zu haben die weit noch über das hinausrelcht, was sich vor 20 Jahren selbst die gläubigsten Fanatiker unter uns als möglich vorstellen konnten. Daß öie mich dabei in diesen Jahren aller persönlichen Sorgen um den Ausbau des Parteiver- lages — und später der' ganzen deutschen Presse — enthoben haben, rechne ich Ihnen als besonderes Verdienst an. Es gibt nur wenige Mit- arbeitet in der Bewegung, die das ihnen von mir gegebene Vertrauen so rechtfertigten, wie Sie, mein lieber Amann!
An Ihrem 50. Geburtstag verbinde ich daher meinen Dank für Ihre mir immer geschenkte Treue und Mitarbeit mit dem Wunsche, daß Sie vor allem mir, der Bewegung und dem deutschen Volke noch lange Jahre gesund erhalten bleiben mögen; denn Sie sind aus der Zett der Entwicklung der nationalsozialistischen Partei und damit des Aufsttegs der Nation als einer meiner aller- ersten Mitarbeiter überhaupt nicht wegzudenken.
Nehmen Sie das Bild, das ich Ihnen aus An- laß des heutigen Tages schenke, als em kleines Zeichen meiner Dankbarkeit entgegen Mtt herzlichen Grüßen in immer gleichbleibender Freund-
noch mathematische Größen zurechtfinden; der gewöhnliche. Sterbliche verlor sich in diesen „Hohen
Der ©esamtbesfand an Schweinen mußte fett Be- ginn des Krieges den Erfordernissen der Kneyser- nährungswirtschaft und der während des Krieges gegebenen Futter Versorgung angepaßt werden. Hier- 6ei ist der Anteil der über ein halbes 3afjr alten Schlachtschweine erheblich über das Normalmatz hinaus angestiegen, weil die Mast infolge der Futter- Verhältnisse während des Krieges langer bauert Je mehr die jetzt geernteten Futtermittel für die Ausmästung dieser älteren Schlachtschwrine verwendet werden, um so weniger Ferkel und Läufer werden aber in $ufun-ft aufgezogen werden tonnen. Es kommt hinzu, daß ältere und ausgewachsene Schweine verhältnismäßig mehr Futter benötigen, um schlachtreif zu werden, als jüngere, noch tm Wachstum befindliche Tiere. Dine solche Futterver- merhinfl muh schon deshalb vermißen werben, die für gewerbliche Schweinemast hauptsächlich nötigen Futtermittel, wie Kartoffeln und Getreide im Kriege nur soweit hierfür bereitgestellt werden ton- nen, wie es im Hinblick auf die allem vorangehende Sicherung des Brotgetteide-, Nährmittel- und Speise- kattoffelbcdarfes vertretbar erscheint
Um daher wieder eine angemessene Nachzucht von Ferkeln und Läufern zu ermöglichen und uni zur Sicherung des Brotgetteide-, Nährmittel- und Spei- sekattoffelbedarfes den Anteil der über V2 Jahre ab ten Schtachtschweine auf das normale Maß zurück-
Stunde bekommen Sie Bescheid. Von Herrn Brö- flcr! Auf Wiedersehen!"
Viel zu viel Zeit schien sie versäumt zu haben. Sie nahm sich eine Taxe, als hatte sie Angst, Gun- ther könnte schon unterwegs sein zu chr.
Sie traf Thomas noch allein an. Sem ernstes Gesicht fiel ihr auf. Als sie eintrat und ihn freund- lich wie immer begrüßte, trommelten feine Finger auf der Tischplatte; er holte achtlos cm Reagenzglas aus dem Regal und stellte es wieder hinein.
Das Wetter macht mich wahnsinnig. So etwas von Föhn!" sagte er. „Wie kann ein Mensch nur so abhängig von diesen Dingen sein. Uebngens hat vorhin ein Herr nach Ihnen gefragt. Er ruft spater wieder an!" Es klang ganz nebensächlich.
„Das wird wohl mein Verlobter gewesen sein! Er" ist gestern unerwartet angekommen!"
Entgeistert tarn ein Blick aus Thomas Augen. Es lag völliges Nichtbegreifen darin: „Ihr Verlobter. Herr Merck?" wiederholte Thomas, als verstände
bald hergestellt, doch muß es gegen die Wet erfeite geschützt sein. Sonnenblumen- und Unkrautsamen werden von den meisten Vögeln gern genommen. Die Meisen, eine der nützlichsten Dogelarten, picken auch gern an einer Speckschwarte oder an einem Saunabel. Letztere hebe man beim Schlachtfest für diesen Zweck auf. Auch Küchenabfälle eignen sich zur Winterfütterung der Vögel, doch sollte man Brot- und Kartoffelreste dazu nicht verwenden. Man glaubt gar nicht, wie leicht sich die Vogel an ditz Futterstellen gewöhnen und wie sie nach und nach immer zutraulicher werden Hängt man noch im Winter in der Nähe em Nlstkastchen auf oder orgt für eine sonstige Nistgelegenheit, so kann der Doqelfreund mit ziemlicher Sicherheit damit rechnen, daß sich auch ein Dogelpaar ansiedelt und bamT im Frühjahr unb Sommer im ©arten viel Untiefer, befonbers Raupen, vertilgt. Deshalb ergeht die Mahnung an alle Gartenbesitzer und Dogeifreunde: Vergeßt im Winter die hungernden Vögel nicht!
6ine Maß Sier = 520 Milliarden.
Der teuerste lag vor 18 Jahren. —
' Wer denkt noch daran?
„Auch nicht, wenn jener Herr mehr bieten sollte.
Prackl kniff die Augen etwas zusammen, öffnete sie aber sofort sehr wett, als Karrn nut einiger Ueberlegenheit sagte; *Dantel In einer halben
In München beging die nach Tausenden Zählende Gefolgschaft des Zentralparteiverlags den 50. Geburtstag von Reichsleiter Max Amann mtt einer Feierstunde, in der Staatssekretär Esser das Handschreiben und Geschenk des Fuhre r s.über brachte. Relchsrnarfchnll «arrng übersandte I°m Bild mit Widmung. Ferner übermittelten za^re^e Reichsminister und Reichsleiter, unter ihnen Reichs Minister Ör. Goebbels und Reichspressechef Dr Dietrich sowie Gauleiter und führende Männer aus Partei, Staat unb Wehrmacht Reichsleiter Amann ihre Glückwünsche.
ber Stimme. , .. .
„Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen! erroiberte sie, als hätte sie nicht zugehört.
Das Bilb verschwindet aus dem eehaufenfterl iumpbierte er. „Mein Bild ... nein, Ihr Bild!
Dom Lande.
Ich bin jetzt auf dem Lande, feit zehn Tagen, um eine geroiffe Angelegenheit zu betreiben. Dom Haufe aus sehe ich über die Felber hinweg vier Kilometer entfernt die Türme ber Stabt ragen. (Man sagt immer „ragen". Das ist ber Beruf der Türme, sie müssen „ragen".) Es hat etwas Erregendes, dieses Ragen. Da bin ich nun Großstädter, da kenne ich nun Städte genug, und dieses Städtchen jenseits ber Felder ist eine Kleinstadt, nichts weiter, und zehn Tage bin ich erst hier, aber als es bann hieß, morgen gehen wir in die "6tabt...
Es war erregenb, es war ein Ereignis. Mr nahmen ben Rucksack mit, und in ber Stadt umfing uns „wogendes Leben". Es war ein bißchen Markt
fcheinlich nicht! Sie waren zu kurz m oampicri, und hier haben Sie sich mit einem Panzer umgeben, ber sich Wissenschaft nennt. Vielleicht hätten Sie einmal darüber nachbenken sollen, baß sich eine Umkehr bes Schicksals nur schwer erzwingen laßt unterbrechen Sie mich bitte nicht, sonbern Horen Sie mich ruhig an. Irgendwie scheint ber Weg 'm Augenblick eine Biegung machen zu wollen. Aber ich - möchte bas verhindern. Umwege sind nicht immer gut, unb einer genügt oft für bas ganze Leben. Ich wollte mich damals in Samvieri für Sie em- jetzeu ..." (Fortsetzung folgt)
Die Zuschläge betragen in der Zeit vom 24.11. bis 20.12.1941 14 Reichsmark je Stuck, in ber Zett vom 21.12.1941 bis 17.1.1942 12 Reichsmark je Stück für alle Schlachtschweine über 100 Kilogramm Lebendgewicht (Schlachtwettklassen a, bl, b2, c "«Die Gewährung der Zuschläge muß auf den Der- kauf auf Schlachtviehmärkten und Vetteilungsstel- len beschränkt werben, weil die zu ermattende Mehr- anlieferung zur Dorratsbilduna verwendet werden muß. Diese besonderen Stückzuschläge beim Verkauf auf Schlachtviehmärkten unb Derteilungsstellen werden im Einvernehmen mit bem Reichsminister der Finanzen aus Reichsmitteln gezahlt werden.
Der Schweinebestand bildet die Grundlage der deutschen Fleischverforgung. Die den kriegswirtschaftlichen Gegebenheiten angepaßten Maßnahmen dienen zur Sicherung der Aufzucht neuer Ferkel unb Läufer der künftigen Fleischverforgung.
9%erUplöölirf)e Einfall, ben Karin, ohne ihre innere I Erregtheit zu zeigen, äußerte, erschreckte sie. „Ich möchte bas Bilb in Ihrer Auslage „Deutsches Mab- < chen in Italien" kaufen! Was kostet es?
Das füffifante Lächeln Prackls erboste sie „Lei- , her leibet ... bas Bild ist unverkäuflich! Thomas Bröger hat es eigenhändig auf bie Ruckfette geschrieben unb nur mit Wiberwillen mir bis Er laubnis gegeben, es auszustellen. Er )st em genialer Eriche Das ist kein Porträt im üblichen Sinne. Das ist bie intuitive Erfassung einer Seele ... wahrhaftig ... Sie finb es ... rounberbar ... großartig. Schade! Ich kann ben Thomas auch gar nicht erreichen. Er ist noch gar nicht hier!
Log Prackl absichtlich? Im Grunbe aber war es gleichgültig. In einer Viertelstunde wurde Thomas wohl bei ihm anrufen unb bas Bilb aus ber Aus- "■XWÄ «;■
S.VIÄ'S S. 'Ä.Ä b", ^ts06ramI1»nld,r manble «r M i|* ’“s schönste Stück. Unb Jrgenbemen Anziehungspunkt
biete Ihnen zweitausend Mark!" platzte Karin ohne Ueberlegung heraus Sie hatte keine Ahnung, wie sie bas Gelb beschaffen sollte.
Wie gut Sie schätzen können! Heute morgen roar schon ein Herr hier unb bot zwettausenbfunfhun- ‘ dert!" lächelte ber Kunsthändler.
' Wer war ber Herr?" erkundigte sie sich erschrocken. Ob cs Günther war?
' Prackl zuckte bie Schultern „Keine Ahnung Ich mußte ihm benfelben Bescheid geben wie ^hnen. Sein Interesse war nicht geringer als bas Ihre, mein Fräulein!" .
„Also Sie geben es auf keinen Fall her.
So kostete z. B. vor 18 Jahren eine Maß Bier 520 Milliarben unb ein Laib Brot 500 Milliarden Mark Eine Billion Papiermark war gleich einer Golbmark. Diele, viele Sparer verloren bamals ihr Gelb, ihre Sparpfennige fürs Alter, bafur aber ging es ben Mischen Schiebern, Schacherern und Wucherern um so besser. Mit ber Stabilisierung ber Reichsmark war zwar ber Inflation äußerlich ein Enbe gefetzt, aber bas Volk litt noch auf Jahre hm- aus unter ber eingetretenen Verarmung. Mit Schrecken henkt bas beutsche Volk an biefc Zelt, bie
^Ach ©ott, ihr Sieben, da ist gebrauchte Wäsche brin, einige hundert beschriebene Seiten Papier (woraus ein Buch werden soll) und nur--menn
ich Glück habe--ein Hühnchen. Aber die Ver
handlungen darüber sind noch fange nicht abgeschlos- stn. Felix Riemkasten.
Dornolire«.
37. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Sie ging über den Odeonsplatz um sich ö» über- zeugen, datz ihre gestrige Entdeckung kerne Phan taste war. Das Wetter war em wenig trübe und die Lust von einer I-lsiam druckenden Schwule Es schien ein Föhn im Anzug- zu sein. D'-llercht m brierten deshalb ihre Nerven, als ^lagen sie völlig entblößt auf der haut. Alles war Die durchsichtiger fast kristallen. Wenn sie bie Gesichter ansah, die an ihr vorbeihasteten, glaubte sie eine lp^^berette Widerspenstigkeit ablesen zu können eine Ner^s tat, die sich jederzeit in einer unmißverständlichen Angriffslust entladen würde. e,
Sie hatte keine G-fpenster gef-h-n. Znm-r noch hina ihr Bild, umrahmt von Landschaften und Sk^en °°n Fischern und italienifchen Mädchen. Mehr noch als gestern abend kamen dl« Ermm rungen wie ein Sturmwind über st- ■ • ■ 1«"« “j“" Eindrücke von Europa, di- ihr °.n Men ch o-r mlttelte, der nichts von ihr wollte, als ihr dl- Tage, die vor Langeweile barsten, schon *'■
Er schien ihr, als hatte er sie die ganze 3-lt u an die Hand genommen und durch das Leben g sührt, dorthin, wohin er sie hoben wo .
Ohne daß sie cs recht wollte, betrat sie wn Laden des Kunsthändlers Prackl und fragte h-in junges Mädchen mit schwarzer Hornbr ., c-r* Inhaber. Ein- zögernde Antwort -in S,°N°rn^s°st klang ihr entgegen: „Ja, memer , mracf[ sowas aa! Bitt schön, glei wer i ben Herr P holen. Nehmens doch Platz! .
Karin konnte sich vor Erregung nicht setzen denn sie wußte gar nicht, was sie sagen sollte^ h a gar keinen Grund, hier hercinzukommen
Nach wenigen Minuten schon erschien der^Kunst Händler, hinter ihm mit offenem Mund unb ncr vösen Fingern, die fortwährend i.ber schwapzes zerzaustes Haar fuhren, bas bebrillte £ au ü Prackl, eine Autorität auf bem Geb^t der atten Malerei, aber ein ebenso lcibenschaftlicher^F junger Talente, näherte sich
zu kurz geratenen Beinen, ^"b seinen reichen Bauch heftig atmend uor sich h ^^nb in einiger Entfernung, die rechte Hand schatteno über die Augen legend, stehen«
affetn In ben Jahren marxistischer Mißwlrtschafl
Heutt aber ist es um so dankbarer dasür, daß es wieder voll Vertrauen und Zuversicht m die Zu kunft blicken kann, unb baß es bas Reich in der Hand des Führers vor ber Wicbcrholung eines > solches jiibischen Verbrechens bewahrt weiß.
Wechnachts- und ReujahrS- zuwendungen in der Steuer.
Weihnachts- unb Neujahrszuwcnbungcn können auf Verlangen des Arbeitnehmers in bestimmter Hbhe auf Eisernes Sparkonto cingezahlt werden. Beträge, die eisern gespart werben, sind frei von Reichssteuern unb frei von Beiträgen zur Sozialversicherung.
Soweit Weihnachts. unb Neujahrzuwendungcn nicht auf Eisernes Sparkonto cingezahlt werben, unterliegen sic bei allen Arbeitnehmern voll der Einkommensteuer (Lohnsteuer) unb bem Kriegszuschlag mr Einkommensteuer (Lohnsteuer). Der Erlaß bes Neichsfinanzministers über bie steuerliche Behandlung der Weihnachtsgeschenke 1940 galt nur für das Jahr 1940. Es kommt ab 1941 eine Befreiung von Reichssteuem nur in Betracht, soweit bie Zuwen- tyungen auf Eisernes Sparkonto eingezahlt werden.
Giehener Schiachtviehmartt.
Aus bem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-VerteNungsmarkt) in ber Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40 bis 50,5 Rpf., Bullen 26 bis 43,5, Kühe 15 bis 43 5, Färsen 25 bis 44,5, Kälber 22,5 bis 57 je Vi kg Lcbenbgewicht. Für Schweine würben je kg Lebenb- ' gewicht folgenbe Preise erzielt: Klasse a (150 kg unb ■ mehr) 1,20 RM , bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 ■ bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e bis f (unter 80 kg) 1,04, gl I (fette Specksaucn) 1,20, i (Altschneiber) 1,18, g2 (anbere Sauen) 1,08 RM. Marktvcrlauf: alles zu- geteilt.
3ur Sicherung der Schweinehaltung.
- - -ufübr-n, hat d-r R-tchsmintst-r für Ernährung und
Giehener lvochenmarktpreife.
♦ Giehen, 26. Nov. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käfe, bas Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, /= kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, gelbe Ruben 7 bis 10 rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Grünkohl 6 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15, Felbfalat, ‘/w 10, Enbivicn, bas Stück 10 bis 17, Rettich 6 bis 10 Rpf.
Fulda-Werra an zweiter Stelle.
Lpb. Aus bem Kleinkaliber-Wcttkampf ber Gaw friegeroerbänbe um bie höchste Beteiligungsziffer ging 1941 als Zweiter nach bem Gaukriegcrvcrband Elbe ber Gaukriegerverband Fulda-Werra mit 35,08 v. H. Beteiligung hervor. An weiterer Stelle folgen die Gauverbände Main und Sübwest.
lleren als ich Sie als triumphierte er. „Mein Bild ... nein, Iyr jbuoi ich aber so als An- fügte er träumerisch hinzu. „Ja, Lhr Bild, ^isen Daß ich aber \o zin ’■ mid) bedeutet, Karin? Wohr-
mnron m klirr in Samvieri. und
Lpb. Der teuerste Tag in ber Inflation überhaupt, bie ben furchtbaren Währungsverfall »m Gefolge hatte, jährt sich in biefem Monat zum 18. Male feit dem Jahre 1923. Es werden nur wenige daran denken, baß am heutigen Mittwoch vor 18 Jahren dieser teuerste unb schwärzeste Tag war, ber )e erlebt würbe. Nach ben bamaligen Mitteilungen bes Neichsstatistischcn Amtes war bies ber 2 6. November 192 3. In dieser Zeit konnten sich nur
Ja. Er will mich sogar nachher besuchen! lächelte sie. „Er hat zwar kein großes Interesse an meiner Arbeit, aber schließlich, wenn er schon em- mal in München ist, warum sollte er sich nicht wc- nigstens meine Arbeitsstätte h
Natürlich! Warum auch nicht! Selbstoerstanb- lick'" bestätigte Thomas dreimal hintereinander, aber mehr für sich als für Karin, die ihren we.tz-n Sittel aus dem Schrank holte. Sem- Stimme klang sehr gekünstelt. Nicht einmal bie Ironie war echt.
3q ... so ist es ... unb ba wäre es ganz gut, fterr Bröger, wenn ich mit Ihnen etwas besprechen könnte. Ich bin gestern abend ganz zufällig an ber Kunsthandlung Prackl vvrbe.gegangen. Sie haben Ihre Silber aus Samplen ausgestellt. Das wurde mich nur insoweit interessieren, als ich Sie als Maler von dort her kenne. t nU 9/n'
ziehungspunkt figurieren soll, geht mich an. • habe Prackl zweitausend Mark geboten. Ich wollte das Bild kaufen!" . .,.
Thomas hatte eine Zeitlang mit einem leichten Lächeln zugehört. Er wusite nicht, daß feine Bilder ausgestellt waren. Mit Prackl war in dieser Hm- sicht kein Termin ausgemacht worden, ybgefehen davon kümmerte er sich wenig darum. Als aber Sarin von dem Kauf ihres Bildes fprach. nß er sich wie aus einem Traum. Wie ein Tier, das sich ; ausgeruht hatte, schnellte er hoch, stürzte auf ste zu. > „Was wollten Sie tun?" 6
i ' Karin hatte sich schnell gefaßt: „Das Bild kaufen.
mit Buden, es gab Händler, die unter bem Schirm „Patente" oorfühtten, unb ich--ich aus der
Großstadt — — stand unb gaffte und war neugierig wie alle, bie vorn Lande in bie Stadt kommen.
Nachher waren wir froh, daß wir heraus waren. So ein Schwindel! Lauter hattes Pflaster, viel zu viel künstliche Menschen, alles auf Hätte und Fixigkeit eingestellt, alles Umsatz, Rührdich unb bares Geld. Nichts zu machen in der Stadt ohne Geld!
Wir waren froh, als endlich das letzte Haus hinter uns lag unb bie erste Kuh roieber zu sehen war m'tt weißem Dampf um das dicke Maul und dem fünften Treueblick ihrer geduldigen Augen.
Etwa zehn Tage bleibe ich nun noch! Ich glaube, ich bewundere mich selber, wenn ich zur Großstadt zurückfahre. Die bort aber werden mich bewundern, denn Heuer sind die Zeiten so. „Ah", werden sie sagen, „Sie waren ja auf dem Lande, nicht wahr? Und dabei schielen sie andeutungsreich auf ben Soffer, ben ich trage. Sie machen lüsterne Anspiclun»
ien ein außerordenttich heftiges Beben, das die Seismographen außer Betrieb setzte. Das Beben »erlief von Norbosten nach Südwesten. Die Ent- ernung seines Epizentrums wirb auf 2330 Kilometer geschätzt. #
Die Instrumente ber Reichsanstalt für Erbdeben- orschung in Jena verzeichneten ein Erbdeben größten Ausmaßes mit einer Herbentfcrnung von | 3000 Kilometer. Die Aufzeichnungen, bie fast 20 Minuten anhielten, begannen um 19.09 Uhr 28 Se« Eunbcn MEZ. mit einem Stoß aus Sübwesten. Lis Herblage kommt ber mittlere Atlantik in ber Nahe der Azoren in Frage. Die genannte Herblage ist als Gebiet sehr reger Erb- bebentätigteit bekannt. Sie befinbet sich gerade an ber Stelle, wo bie Bruchzone bes Mittelmeerbeckcns bie atlantische Schwelle kreuzt. Die Bcbcnhcrbe liegen meist submarin, jeboch sind wiebcrholt Groß- beben von solcher Stärke bekannt geworben, baß noch Ausläufer ber Bobenbewcgung bis z u m europäischen Festlanb,. insbesondere im Süden ber iberischen Halbinsel, verspürt rourben.
Der Führer
an Reichsleiter Amann.
Berlin, 25. Nov. (DNB.) Der Führer hat Reichsleiter Amann zum 5 0. Geburtstag durch Staatssekretär Esser folgendes Handschreiben überreichen lassen:
Führerhauptquarticr, ben 25. November 1941. Mein lieber Amann!


