Ausgabe 
26.11.1941
 
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den Horden des Kreml haben Spanier, Deutsche und Italiener mit ihrem Blut eine heldische Brü- derschast besiedelt, die stärker als alle Verträge um jeden Preis gegen die Barbaren die wesent­lichen Werte einer Zivilisation verteidigten, in der wir erzogen sind und deren Vernichtung wir Nicht dulden können.

Als selbständige Folge dieser Brüderschaft konnte Spanien seit Beginn' der großen Auseinander­setzung, die Europa zur Zeit durchkämpft, nicht die kalte und uninteressierte Stellung eines bloß neu­

tralen Landes einnehmen. Es erklärte dieNicht- tri e gführun g" als Begriff eines neuen pragmatischen Völkerrechts, das eine größere Be­weglichkeit in der Anwendung der Regeln der Neu­tralität voraussetzt. Und als daher die deutschen Soldaten die Ostgrenze in einem gigantischen Kampf gegen die UdSSR, überschritten, konnten weder unsere inneren Schwierigkeiten noch die große Entfernung der Front verhindern, daß unsere Ka­meraden der Blauen Division auf russischer Erde erschienen und dadurch die Begeisterung des

spanischen Soldaten bewiesen, der stolz darauf ist, tn den Reihen der Heere Europas zusammen mit alten und neuen Waffenbrüdern in dem heldenmütigen Kampf gegen den größten Feind der Menschheit zu marschieren. Aus all diesen Gründen kann nieman­den der heutige Staatsakt überraschen, noch viel weniger die Teilnahme Spaniens an ihm,- über­rascht könnten lediglich die Völker und die Männer sein, die verblendet durch Uebermut und Egoismus bereit waren, die ganze Welt in den Abgrund ihres eigenen Unterganges zu stürzen.

Die Beitrittserklärungen der sieben Länder.

Sodann gab der Reichsaußenmimster der Genug­tuung darüber Ausdruck, daß Bulgarien, China, Dänemark, Finnland, Kroatien, Rumänien und die Slowakei sich bereiterklärt haben, dem Pakt bei­zutreten. Die sechs anwesenden Vertreter über­reichten draufhin die Beitrittsnoten und gaben da­zu noch weitere Erklärungen ad, in denen es hieß: Oer bulgarische Außenministerpopoff:

,Hch freue mich, daß sich für Bulgarien jetit die Möglichkeit bietet, auch in diesem Rahmen seinen Beitrag beizusteuern zur Abwehr einer Gefahr, die die Ordnung und Ruhe der Völker in der ganzen Welt bedroht, einer Gefahr, die Bulgarien beson­ders gut erkennt, da es bereits in der Vergangen­heit einen harten und entschlossenen Kampf zu füh­ren hatte. Im Anschluß an den großen Krieg wurde Bulgarien zu einem der wichtigsten Objekte der Dritten Internationale, da diese das Unglück unseres Landes ausnutzen wollte, welches ihm durch dgs aufgezwungetre Friedensdiktat zugefügt wurde, ein Diktat, das Teile vom lebenden Körper Bulgariens trennte. Diese kommunistischen Pläne schienen um so erfolgversprechender, als unser Land dem gleichen Fri^ensvertrag zufolge abrüsten mußte unb damit die Möglichkeit verlor, sich selbst zu verteidigen. In der letzten Zett wurden von demselben Zentrum aus erneut Versuche unternommen, durch den Ein­satz von Spezialgruppen in Bulgarien Unruhe zu stiften und Sabotageakte durchzuführen, um die Ordnung in unserem Lande zu stören. Aber auch dieses Mal wieder wurden die Versuche dank der raschen und sicheren Zusammenarbeit der breiten Massen des bulgarischen Volkes und der öffentlichen Gewalt erbarmungslos unterdrückt. In dem Bewußt­sein, daß es in seinem eigenen Territorium über die Gefahr, die der Kommunismus für alle Völker darstellt, Herr geworden ist, nimmt Bulgarien mtt Freuden die ihm gemachte Einladung an urtb schließt sich den Staaten des Paktes gegen den Kommunis­mus aus dem festen Entschluß an, mit seinen Kräf­ten und Erfahrungen dazu beizutragen, daß all« mit vereinten Bemühungen das gesteckte Ziel er­reichen: Die völlige Vernichtung des Kommunis­mus im Namen der europäischen Kultur und der europäischen Zukunft?

Oer dänische Außenminister ScaveniuS:

Als der Krieg zwischen Deutschland und der Sow­jetunion ausbrach, trat die große Waffenausein­andersetzung in eine neue Phase, die in besonderem Grade die Aufmerksamkeit.meines Landes Hervor­rufen mußte. Deutschland mußte jetzt seine Waffen gegen eine Macht richten, die in einer Reihe von Jahren eine Bedrohung der nordischen Staaten bedeutete. Diese Furcht war nicht unbe­gründet. Finnland wurde Ende 1939 von der Sow­jetunion angegriffen. Mit der größten Sympathie wurde der tapfere Kampf Finnlands in Däne­mark verfolgt. In dem Kriege, der jetzt vor sich gebt, steht Finnland nicht allein, sondern es kämpft zusammen mit europäischen Mächten unter der Füh­rung Deutschlands, um eine Gemeinschaftsordnung in Uebereinstimmung mit der europäischen Kultur zu bewahren. Dänemark steht zwar außerhalb der kriegerischen Auseinandersetzungen, so hat die dänische Regierung doch in Erkenntnis der Gefahr, die der Kommunismus für unsere ganze Kultur dar- stellt, gleich nach Ausbruch des Krieges gegen die Sowjetunion die Beziehungen zwischen Dänemark und diesem Lande durch die Zurückberufung der dänischen Gesandtschaft in Moskau abgebrochen. Die Regierung ergriff Maßnahmen gegen den Kommu­nismus. Kommunistische Vereine und kommuni­stische Tätigkeit überhaupt sind in Dänemark ver­boten. Als eine natürliche Konsequenz der poli­tischen Linie, die in Dänemark befolgt worden ist, hat die dänische Regierung es für richtig befunden, der Einladung der deutschen Reichsregierung Folge zu leisten.

Oer finnische Außenminister Witting:

Das Land, welches zu vertreten ich die Ehre habe, hat ständig in Verteidigungsstellung gegen den Bolschewismus sein müssen. Das finnische Volk gehört zu denjenigen, welche zuerst eingesehen Ha­ven, wie sehr die gesamte Menschheit durch den Kommunismus bedroht ist. Zur Sicherung seiner Freiheit ist das finnische Volk gezwungen gewesen, sich mit Waffengewalt gegen den Angriff des Bol­schewismus zu verteidigen. Das finnische Volk hat durch harte Arbeit die Wildnis urbar gemacht. Dies Erbe der Jahrhunderte hat die Freiheitsliebe und das Gefühl der Gemeinschaft und der persönlichen Verantwortlichkeit entstehen lassen. Die Schule der harten Prüfungen, welche das finnische Volk im Laufe seiner Geschichte durchgemacht hat, hat den Sinn für die Freiheit erzeugt, der sich immer dann geltend gemacht hat, wenn die teuersten Werte unseres Volkes bedroht worden find. Wir sind den Regierungen Deutschlands, Italiens und Japans sowie denen Ungarns, Mandschukuos und Spaniens, von welchen ein Teil auch im offenen Krieg unsere Waffenbrüder sind, zu Dank verpflichtet für die Gelegenheit, unserem Wunsch, dem Abkommen gegen die kommunistische Internationale beizutreten, Aus­druck zu geben. Dadurch können wir uns über die Tätigkeit der kommunistischen Internationale unter­richten, über die notwendigen Abwehrmaßnahmen beraten und diese in enger Zusammenarbeit durch­führen.

Oer kroatische Außenminister Lorkovir:

Indem sich die Regierung des unabhängigen Staates Kroatien dem Protokoll gegen die kommu­nistische Internationale anschließt, wird sie nicht nur einer Verpflichtung gegenüber den höchsten Werten menschlicher Kultur gerecht, sondern setzt auch eine alte als Sendung empfundene Tradition des kroati­schen Volkes fort, Vorposten abendländischer Ge­sittung zu sein. In der richtigen Erkenntnis der tödlichen Gefahr, die allen Nationen von der kom­munistischen Zersetzung droht, hat sich das kroatische Volk noch zu einer Zeit, wo es unter Fremdherr­schaft leben mußte, durch nationale Gesinnung und innere Geschlossenheit gegen den Kommunismus ge­wappnet. Kaum als unabhängiger Staat wieder­erstanden, griff die kroatische Nation aktiv mit den ihr zu Gebote stehenden Mitteln in den Kampf regen den Bolschewismus ein, und zwar gleichfalls

innerhalb der eigenen Grenzen, wo es gilt, eine böse Erbschaft zu beseitigen, wir auch an der großen Front Europas gegen die kommunistische Barbarei und Vernichtung. Stolz an der Seite der großen Mächte der neuen Ordnung, Deutschlands, Italiens und Japans, marschieren und kämpfen zu können, wird das Kroatien der Ustafcha feine Pflicht er­füllen."

Oer rumänische Vize-Ministerpräsident

Prof. Mihail AntoneScu:

An der Seite der ruhmreichen Wehrmacht des nationalsozialistischen Großdeutschen Reiches ist das rumänische Volk in den Krieg getreten für Recht und Gerechtigkeit, für Freiheit und Zivilisation. Ist die Geschichte gerecht und sie vermag nur gerecht zu sein so wird sie den antikommunistischen Kamps der Achsenmächte und das überwältigende Ringen des großen Streiters und Schöpfers Adolf Hitler uns als ein unserer Zivilisation und Europa dargebrachtes Geschenk würdigen. Es ist das in höchstem Maße aufbauende Wert unseres Jahr­hunderts Wirklichkeit geworden durch Blut und Opfer.

Oer slowakische Ministerpräsident Prof. Tuka:

Als die tschechoslowakische Regierung mit der Sowjetregierung einen Bund zur gegenseitigen Un­terstützung ihrer Politik schloß, und Benesch damit dem Kommunismus das Tor nach dem Herzen Eu­ropas öffnen wollte, lehnte das slowakische Volk unerschrocken und kompromißlos den Schritt der Prager Regierung ab. Am 20. September 1936, an dem Benesch in die slowakische Hauptstadt kam, um seine Ideen zu verbreiten, berief die Slowakische Volkspartei, die Trägerin des politischen Willens

des slowakischen Volkes, eine nationale Manifestation in Piestany ein. Hier unter dem Vorsitz des ver­ewigten Führers der Slowaken Andrei H l i n k a sprach die Slowakei feierlich dieses Bekenntnis aus: Wir lehnen in der Innen- wie in der Außenpolitik jene Richtungen ab, welche die Vernichtung der europäischen Zivilisation bedeuten. Wir verdammen die Zusammenarbeit mit den internationalen Re­präsentanten der jüdisch-bolschewistischen Anarchie. Wir reihen uns in die antitommunistische Front ein. Als dann zwei Monate später, der erste Anti­kominternpakt unterzeichnet wurde, war das slowa­kische Volk schon solidarisch mit den Signatarmäch­ten des Paktes. Als wir daher inm Juni d. I. mit der Waffe in der Hand zur Bekämpfung des Bol­schewismus schritten, erfüllten wir nur die moralische Verpflichtung, die wir vor mehr als fünf Jahren tn jenem Manifest freiwillig auf uns genommen haben. Wenn wir heute, ein selbständiger Staat, dem Anti­kominternpakt formell beitreten, wollen wir damit feierlich betonen, daß wir auch in der Zukunft auf diesem Wege unerschütterlich und konsequent weiter­schreiten wollen.

Oos Telegramm des chinesischen Außenministers.

Reichsauhenminister v. Ribbentrop gab hierauf folgendes Telegramm des chinesischen Außen­ministers Dr. Tsumin-Pee bekannt:Ich be­ehre mich, Ew. Exzellenz mitzuteilen, daß die chine- ische Nationalregierung die Einladung der deut- chen, italienischen und japanischen Regierung be­trügt und dem Abkommen gegen die kommunistische Internationale am 25. November 1941 beitritt. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß hierdurch die freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland, Ita­lien und Japan sowie allen anderen dem Abkom­men beigetretenen Staaten vertieft werden mögen. Dr. Tsumin-Yee."

Die Schlußansprache des Reichsaußenministers.

Dann begrüßte Reichsaußenminister von Rib­bentrop die neu hinzugekommenen Staaten herz­lich und sagte:Als vor fünf Jahren der Antiko- minternpakt abgeschlossen wurde, stand die Welt un­ter dem Eindruck der Versuche der Kommunistischen Internationale, nach ihren endgültigen Niederlagen in Deutschland und Italien, in anderen Ländern Europas und Ostasiens festen Fuß zu fassen. Die Wühlarbeit der Komintern hatte sowohl in Spa­nien wie in China furchtbare Resultate gezeitigt. Der Pakt ist damals aus der klaren Erkenntnis ent. standen, daß auf die Dauer nur eine gemeinsame Abwehrfront aller gesunden Staaten der drohenden Weltgefahr Einhalt gebieten könnte. Ich habe daher beim Paktabschluß heute vor fünf Jahren der Hoff­nung Ausdruck gegeben, daß die übrigen Kuttur- ftaaten die Notwendigkeit des Zusammenschlusses gegen die Arbeit der Kommunistischen Internatio­nale erkennen und sich diesem Abkommen anschlie- ßen würden. Diese Hoffnung wurde nicht enttäuscht. Während schon bald nach Abschluß des ursprüngli- chen Vertrages drei weiter« Staaten beitraten, ist dieser Kreis heut« erneut um sieben andere Staaten er wettert worden.

Die gewaltigen Ereignisse dieses Jahres lassen die Gründe, die für den Zusammenschluß in diesem Pakt seinerzeit maßgebend gewesen sind, n o ch i n einem ganz anderen Lichte erscheinen, als ursprünglich vorgesehen war. Erst in diesem Som­mer sind der Welt die Augen darüber geöffnet wor­den, daß das bolschewistische Moskowitertum jeder­zeit entschlossen war, auch seine gesamten st a a t l i ch e n Machtmittel für di« Verfolgung seiner Ziele einzusetzen. Nur durch die unvergleich­lichen Siege und das Heldentum der deutschen Wehr­macht und ihrer Verbündeten und Freunde im Nor­den und Süden ist es gelungen, solche Versuche Mos-, kaus ein und für allemal zu vereiteln unlb die Rote Armee vernichtend zu fragen. Damit ist der Macht I

des Kommunismus zweifellos ein Schlag versetzt worden, von dem er sich nicht mehr erholen wird.

Mit der Vernichtung^ der staatlichen Macht des Bolschewismus, dieser Tat von welthistorischer Be­deutung, bleibt es jedoch immer noch eine bedeu­tende Aufgabe der im Antikominternpakt verbunde­nen Regierungen, dafür zu sorgen, daß auch die restlichen in der Welt noch vorhandenen Keimzellen des Bolschewismus endgültig beseitigt werden, so­daß sie niemals wieder aufleben und eine Gefahr für die Kulturwelt werden können.

Diese Aufgabe ist umso wichtiger, als heute in völliger Verkennung der auch für sie damit verbundenen Gefahren und aus purem Egois­mus und Opportunismus die westlichen Demokratien mit dem Bolschewismus ge- meinsame Sache gemacht haben und da­durch zum Helfershelfer der kommunistifchen In­ternationale geworden sind.

Mit dem heutigen Tage sind nunmehr der überwiegende Teil der europäischen und ostasia­tischen Völker in diesem Pakt vereinigt. Damit ist eine weltweite Jront von S f aa- t e n geschaffen, die die Gewahr für den Erfolg ihres gemeinsamen Kampfes gegen die Zerset­zung der Kulturvölker bietet. Ich bin sicher, die Veberzeugung aller hier anwesenden Bevollmäch­tigten zum Ausdruck zu bringen, wenn ich sage, daß unsere Regierungen nicht eher ruhen werden, bis das Ziel der Ausrotlung des Bolschewismus und der Ausrottung der kommu­nistischen Internationale endgültig erreicht ist."

Im Anschluß an den Staatsakt sand im Hotel Adlon ein Frühstück im kleinen Kreise für die De­legationsführer statt.

Oie Schlacht in der Marmarica.

Oer italienische Bericht.

Rom, 25. November. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut: ,

Auf dem Schlachtfeld von Marmarica standen die Streitkräfte der Achse auch im Ver­lauf des gestrigen Tages in erbittertem Kampf. Im Gebiet von Bir el Gobi vernichteten die DivisionArtete" und die deut­schen Panzerdivisionen als Abschluß eines am 23. November begonnenen Einkreisungs- manöoers d i e 2 2. englische Panzerbri­gade.

Es wurden weitere Gefangen« gemacht. Die Säuberung des Kampfplatzes, der von feftaefahre- nen oder in Brand gesteckten englischen Panzern übersät ist, geht weiter.

An der Belagerung von Tobruk, wo der Feind mit Unterstützung der Artillerie und der Luftwaffe Ausfälle von Panzerwagen versuchte, die alle von unseren Truppen zurückgewiesen wurden, hat sich nichts geändert. Es wurden 12 Panzer vernichtet und 3 Flugzeuge abgeschossen.

An der S o H u m f r o n t stießen die Angriffe, die der Feind mit dem Einsatz aus Osten heran- gezogener Divisionen unternahm, auf die ent­schlossene Gegenwehr der deutschen und italieni­schen Truppen. Die prachtvolle Haltung der D i v i- f i o nS a o o n a", die erbittert kämpfte und die Hauptstellungen behauptete, ist hervorzuheben.

Die verbündeten Luftwaffen griffen unentwegt durch intensive Bombardierungen und Beschießungsaktionen in den Kampf ein. Auch die Anlagen und der Hafen von Tobruk wurden wiederholt bombardiert. In Luftkämpfen schoß unsere Luftwaffe 8 feindlich« Flugzeuge brennend ab. Wettere 12 wurden von der deutschen Luft­waffe abgefchossen, die auch 6 Flugzeuge am Bo­den in Brand steckte.

Im Verlauf der harten Kämpfe dieses Tages wurden dem Feind schwere Verluste an Mann­

schaften, Panzern und Material zugefügt. Auch un­sere Verluste sind empfindlich.

Im Süden der Cyrenaika setzte die kleine Garnison der Oase G i a l o dem Druck des Fein­des zähen Widerstand entgegen. Unsere Luftwaffe griff erneut die motorisierten englischen Kolonnen, die in Richtung auf die Oase vorgehen, heftig an. Es wurden wiederum zahlreiche Kraftwagen der Kolonne getroffen und in Brand gesetzt.

Englische Flugzeuge führten Einflüge auf Tri­polis, Bengasi und einige kleinere Ortschaften Libyens durch, wobei es keine Opfer gab und nur geringe Schäden verursacht wurden, lieber Tripolis schoß eines unserer Jagdflugzeuge eine Blenheim ab.

In Sizilien schoß am gestrigen Nachmittag die Bodenabwehr eine Hurrikane ab. Der Flug­zeugführer wurde gefangen genommen.

In 0 ft a f r i f a trat der Feind mit den vorge­schobenen Stellungen von G o n d a r in Berührung und griff mit der Luftwaffe und mit der Artillerie unsere Verteidigungsstellungen an, die sich heftig zur Wehr setzten. An der Nordfront von (Bonbar wurden feindliche Verbände vor dem Stützpunkt (Setter (llalag) angegriffen und von unseren Verbänden zerstreut.

Oer Wehrmachtbericht.

DRV. Ausdem Führerhauptquartier. 25. Rovember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Angriffskämpfe im mittleren Ab­schnitt der Ostfront verlaufe« weiterhin erfolgreich.

Vor der britischen Küste griffen Schnell­boote unter Führung des Flottillenchefs, KapitSn- leutnant V ä t h g e, einen stark gesicherten feind­lichen Geleitzug an und versenkten bei hef­tigen Kämpfen mit britischen Zerstörern vier schwerbeladene Handelsschiffe mit zu-

Roosevelts neuester Raubzug.

Jetzt hat derSchützer der kleinen Nationen", der viel redende und viel moralisierende Roosevelt, Jbero-Amerika direkt angegriffen. Er hat Hol- ländisch-Guyana durch feine Truppen be- setzen lassen und zwar, wie er angibt, um dort in Jbero-Arnevika die USA. gegen die bösen Achsen­mächte zuverteidigen". In Wirklichkeit will er eingestandenermaßen die für die amerikanische Flugzeugproduktion wichtigen Sauritlager in seinen Besitz bringen, denn ohne Aluminium ist heute eine Flugzeugproduktion nicht denkbar, und der Aluminiummangel in den USA. ist infolge der Kriegsrüstungen Roosevelts bereits so groß, daß die Hausfrauen ihre Aluminium-Kochtopfe und Pfannen abliefern müssen. Weiter wird zur Illu­strierung dieses Nooseveltschen Raubgriffes ange­führt, die Achsenmächte kontrollierten bereits über die Hälfte sämtlicher Bauxitvorkommen der Welt, die USA. hätten bislang aus Holländisch-Guyana ihren Bauxitbedarf zu 60 v. H. gedeckt, aber jetzt heiße es, sich den notwendigen Rohstoff für Alu­minium direkt zu sichern. Das ist ein kolonialer Diebstahl, der durch nichts zu rechtfertigen ist, denn die Bauxstlieferungen aus dem visherigen Nieder- ländifch-Guyana nach den USA. sind niemals ge­stört gewesen. Roosevelt muß also mit dieser direk­ten Aggression gegen Jbero-Amerika auch noch andere Ziele verfolgen. Welche Ziele das sind, ergibt sich ganz einwandfrei aus Den Verhältnissen.

Das klein« Niederländisch-Guayana mtt 175 000 qkm und ungefähr 180 000 Einwohnern, wovon nur etwa 1 v. H. Europäer sind, wird begrenzt von Sri- tisch-Guayona und von Französisch-Guayana, im Süden von Srajitien, das im Dumua-Humac-Ge­birge gegen Holländisch-Guayana, das auch mtt Su­rinam bezeichnet wird, eine natürliche Grenze hat. Nun hat ein deutschfresserisches USA.-Blatt, die New Port Post", geschrieben, USA.-Truppen seien gegen Jberoamerika marschiert, und ein an­deres Neuyorker Blatt hat bereits Surinam mtt dem Sternenbanner bedeckt. Der Vorsitzende des Außenousschusses im USA.-Senat, Conally, hat er­klärt, die USA. würden möglicherweise bald auch Französisch-Guayana und die Insel Mar­tiniquein Schutz nehmen", das heißt, diese Ge­biete der Vichy^Regierung rauben. Nebenher wird der Zweck verfolgt, dem renitenten Brasilien, das sich dem Liebeswerben des Dollarimperialismus gegenüber kühl verhielt, zu zeigen, was im Notfall dieser Dollarimperialismus mit USA.-Truppen ver­mag. Es handelt sich, wie dieNew Port Post" ganz richtig ausplauderte, darum, daß die USA.« Truppen gegen Jberoamerika in Bewegung gesetzt werden.

Die exilierte sogenannte holländische Regierung, hat Ja und Amen zu diesem Raubzug Roosevelts gesagt, aber es steht fest: Diese Roosevelt-Aggression gegen ein kleines Ländchen, das zur Sicherung der USA. gar nicht notwendig ist, ist der unerhörteste und schmachvollste UeberfatI auf ein in Wirklichkeit im Gegensatz zu Nordamerika stehendes südamerika­nisches Land,.der überhaupt denkbar ist. Südamerika ist kulturell und wirtschaftlich ganz anders geartet als Nordamerika. Immer wieder hatten seit dem Präsidenten Monroe die Nordamerikaner betont, keinerlei Absichten auf Südamerika zu haben. Roose­velt machte große Worte über seine angeblichePo­litik der guten Nachbarschaft", und jetzt sieht Süd­amerika, was in Wirklichkeit dahintersteckt: die nackte Raubgier, der zügelloseste Imperialismus der jüdischen Finanz- und Rohstoffspekulanten. Und der Held der Demokratie, der Vorkämpfer für die Frei­heit der Völker, der Befürworter einer besonderen ,chemokr tischen Kultur" ist der gleiche Roosevelt, der jetzt ibie ein Flibustier handelt. E. S.

Empörung in Holland.

Amsterdam, 26. Nov. (DN. Funkspruch.) Die Meldung von der Verschacherung Surinams an die USA. hat in den Niederlanden heftige Entrüstung hervorgerufen.Het Vaderland" schreibt, der. Leiter der niederländischen nationalsozialistischen Bewe­gung, M u s s e r t, der erst am 26. Oktober in Utrecht gegen die Pläne zur Verschacherung der holländischen Kolonien durch die Londoner Emi­grantenclique protestierte, habe recht behalten, ob­gleich Mustert damals nur von Cura?ao sprach. Mit Recht habe er damals betont^ daß nach Curaxao noch andere Teile des niederländischen Kolonialreiches dem Dollarimperialismus zum Opfer fallen würden. Das niederländische Volk werde sich keinen Sand in die Augen streuen lassen. Es sei überhaupt nicht er­sichtlich, worin die angebliche Bedrohung der Bauxit- minen in Surinam bestehe. Selbstverständlich werde das niederländische Volk sein Recht auf die Besit­zungen in Ueberfee nicht aufgeben. Einstimmig er­hebe Holland Protest gegen die Macheistchaften der Emigranten.

fammen 16 500 VRT darunter einen Tanker von 6500 VRT. Alle Boote kehrten unversehrt zu ihren Stützpunkten zurück.

Kampfflugzeuge beschädigten in der letzten Rächt im Seegebiet um England zwei größere, in Geleilzügen fahrende Handels­schiffe durch Bombenwurf. An der britischen Süd- o st k ü st e wurden Hafenanlagen bombardiert. 3m Kanalgebiet versenkte die Luftwaffe ein bri­tisches Schnellboot.

3n der Rächt zum 24. Rovember versuchten die Briten mit einigen Booten an der französischen Kanalküste zu landen. Sie wurden durch die deut­schen Küstensicherungen verlustreich abgewiesen.

3n Rordafrika wird an allen Frontab­schnitten erbittert weitergekämpft. Nördlich Sidi B a r a n i erhielt ein größeres britisches Kriegsschiff einen Lufttorpedotreffer.

Die britische Luftwaffe versuchte mit schwachen Kräften in die Deutsche Bucht und in die besetz­ten IDeftgebiefe einzufliegen. Drei feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.

Heftiges Erdbeben.

Die Erdbebenwarten verschiedener Länder regi­strierten am Dienstagabend ein besonders heftiges Erdbeben, dessen Herd noch unbekannt ist. Der Seismograph der Sternwarte Königsstuhl bei Heidelbera verzeichnete es in einer Entfernung von etwa 2700 Kilometer. Amerikanische Erdbebenwar­ten erklärten es für das heftigste seit ihrem Beste­hen. Bei einer englischen Warte wurden die In­strumente sofort bei Beginn der Registrierung durch oie heftige Erschütterung defekt. In Lissabon wurde das Beden unmittelbar verspürt. Es dauerte hier mehrere Sekunden und die Häuser schwankten. Die Bevölkerung eilte aus den Woh­nungen und der Verkehr stand für kurze Zeit still. Schäden sind nicht entstanden. Auch die italienischen Erdbebenwarten von Imola und Prato verzeichne«