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Problems

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Ansprache behandelte der Minister die einer Neuordnung Europas.

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ist. Ein sehr ähnlicher Schulterumhang, der aus vier Reh feilen zusammengesetzt ist, wurde bei der Moor> leiche aus dem Ruchmoor bei Damendorf in Schles­wig-Holstein gefunden, die, wie die ostpreuhische dis Leiche eines jungen Mädchens aus der älteren Eifeiv zeit ist. C. K.

Nach einer Meldung aus Port of Spain wurde eine hundert Mann starke Abteilung Marine-Infan­terie der Vereinigten Staaten «in Trinidad ge­landet. Es handelt sich um das erste Kontingent der O8^.-Besatzung für den Stützpunkt, den Eng­land den Vereinigten Staaten auf der Insel über­ließ.

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auf dem Boden des Hauses! Die eine Treppe war schnell erklommen, die Tür zersplitterte vor seinem

gewaltigen Fußtritt, und mit einem Hanogrgi schraubte er geistesgegenwärtig die Sicherung des elektrischen Stromes heraus. Im gleichen Augenblick blieb natürlich auch der Fahrstuhl stehen, glücklicher­weise gerade zwischen zwei Stockwerken. Der Ein­brecher saß nun in der Falle, aus der ihn erst die berbeigeholte Polizei befreite allerdings nur, um ihn hinter zweckmäßigere Gitter zu bringen

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Maisuoka im Sonderzug derReichs- regierung aus der Fahrt nach Berlin.

daß für Schäden, die sich hieraus ergeben, von Deutschland reine Verantwortung über­nommen werden kann, gilt nunmehr für

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erweiterte Operationsgebiet.

Irlands Neutralität.

Eine Botschaft de Baleras an Amerika.

Dublin, 25. März. (DNB.)Die unnatür­liche Trennung von 6 unserer Graf­schaften von dem übrigen Irland ist immer noch einer der entscheidenden Gründe für Irlands Neutralität", erklärte de Valera in einer Bot­schaft an Amerika anläßlich des St.Patrick- tages.Ein kleines Land, wie das unsrige, das Jahrhunderte hindurch den Aufsaugungsversuchen des Empire widerstanden hat, und das feine nationale Eigenheit zu behalten wünscht,

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Auf einer Arbeitstagung des Hauptpersonalamtes der NSDAP, sprach nach OberÄienstleiter Mar- re n b a ch Reichsorganisationsleiter Dr. Ley.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing zwölf Hauptschriftleiter Schweizer Zeitungen, die auf Einladung der Reichsregierung eine Studien­reise durch Deutschland machen. In einer längeren

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Oer Aufzug als Oiebesfalle.

Durch die Geistesgegenwart des Bewohners eines wolkenkratzerähnlichen Neubaues in Stockholm ge­lang die Festnahme eines langgesuchten, gefährlichen. Einbrechers. Dieser hatte in Erfahrung gebracht, daß. der neueingezogene Mieter des obersten Stockwerkes, ein reicher Edelsteinhändler, vorerst der einzige Be­wohner des großen Baues war, da die anderen- : Mieter erst in der folgenden Woche einziehen soll» teu; nur der Hauswart bewohnte im Erdgeschoß ein paar Räume. Diese Kenntnis machte sich der Ver­brecher zunutze, indem er an einem Sonntag gege» 10 Uhr früh das Gebäude betrat und mit dem selbst! zu bedienenden Aufzug bis in das oberste Stockwerk fuhr. Dort verschaffte er sich unter irgendeinem Vor­wand Einlaß in die Wohnung des Händlers, den er plötzlich niederschlug, knebelte und fesselte. Dar­auf ging er seelenruhig ans Werk, raubte die Wert- | fachen und das Bargeld, um dann das Weite zu suchen. Inzwischen hatte der Ueberfallene unbemerkt seine Fesseln zu lösen vermocht, und kaum war de« Verbrecher aus der Wohnungstür und in den Fahr­stuhl getreten, als der Edelsteinhändler sich vollends befreite und ihm nachstürzte. Doch er kam zu spätt der Einbrecher fuhr bereits hinunter. An Einholen war nicht zu denken, selbst wenn er in rasender Eile das Treppenhaus hinabgelaufen wäre. Da kam dem Beraubten ein rettender Gedanke: die Hauptficheruntz

chnell erklommen, die Tür zersplitterte vor sem«n Jhi gewaltigen Fußtritt, und mit einem Handgriff s ........... ft

Malkinia, 26. März. (DNB.) Japans Außen­minister Matsuoka traf mit seiner Begleitung in bar Nacht zum Mittwoch mit dem fahrplanmäßigen Zuge von jenseits der deutsch-russischen Jnteressen- grenze auf deutschem Hoheitsgebiet in d e r Grenzstation Malkinia ein. Der Bahnhof trug reichen Tannengrünschmuck, und die Fahnen des Reiches sowie des befreundeten Japan leuchte­ten, von Scheinwerfern an gestrahlt, von hohen Fah­nenmasten. Als der svwjetrussische Zug einsuhr, spielte ein Musikkorps des Zollgrenzschutzes den Präsentiermarsch. Matsuoka wurde beim Verlassen des Wagens von Botschafter Stahmer im Na­men des Führers und der Reichsregierung auf das herzlichste willkommen geheißen. Botscdäster Stah­mer stellte dem Gast dann den deutschen Ehrendienst vor, zu dem der Stabsleiter des Derbindungsstabes des Stellvertreters des Führers, ^-Oberführer Stenger, und Oberst Matzky gehören. Matsuoka, in dessen Begleitung sich u. a. der Direktor, der Europäischen und Westasienabtei- lung des japanischen Außenministeriums, Tamao Sakamotu, befand, begab sich nach Begrüßung der Mitglieder des deutschen Ehrendienstes in das Diplomatenzimmer, wo er sich bis zur Abfahrt des von der Reichsregierung zur Verfügung gestellten Sonderzuges aufhielt.

Pünktlich um 1.45 Uhr setzte sich der Sonderzug zur Fahrt nach der Reichshauptstadt in Bewegung. Vorher hatte der japanische Gast mit seiner engeren Begleitung auf Einladung des deutschen Ehren­dienstes und der in Malkinia amtierenden Beamten der deutschen Ostbahn im Diplomatenzimmer des Grenzbahnhofes eine kleine Erfrischung eingenom-

Ein ostpreußisches Mädchen vor 2500 Zähren.

Im Juli 1939 wurde in einem Wiesenmoor bei Dröbnitz im Kreis Osterode, etwa 10 Kilometer süd­westlich vom Tannenberg-Denkmal, von einer Ar­beitsdienst-Abteilung eine Moorleiche auf gefunden, die erste ihrer Art m ganz Ostdeutschland, die durch das Landesamt für Vorgeschichte in Königsberg einer umfassenden Untersuchung zugeführt wurde. Aus einem Bericht über die Ergebnisse, den Pro­fessor Dr. W. La Baume in der Frankfurter WochenschriftDie Umschau" veröffentlicht, geht her­vor, daß es sich um die Leiche eines zwölf- bis vierzehnjährigen Mädchens handelt, die etwa aus der Mitte des letzten Jahrtausends vor unserer Zeit­rechnung stammt. Dabei brachte die chemische und botanische Untersuchung des Magen- und Darm- inhalts eine besondere Ueberraschung. Der Haupt­bestandteil des Mageninhalts ist Wüdgemüfe, das aus verschiedenen Kräutern zusammengesetzt ift den Hauptteil daran haben Lungenkraut, Kreuzblütler, wahrscheinlich Hirtentäschelkraut, und Ampfer. Son­stige Pollenkörner von Huflattich, Hahnensuhge- wächsen, Habichtskraut, Hasel, Birke und Erle wur­den nur in geringen Mengen gefunden, und es wird angenommen, daß sie durch Wind oder Insekten auf die gegessenen Pflanzen gekommen find. Der übrige Speisedrei hat aus Erbsen, Weizenmehlbrei, etwas Fleisch und viel tierischen Fetten bestanden. Unter den Weizenresten sind Spelzen erkennbar, es muß also Mehl von nicht naher bestimmbarem Spelzweizen Vorgelegen haben, und zwar nach der guten Erhaltung der Zellgefüae als Mehlbrei, nicht als Brot. Das Mädchen von Dröbnitz war in einen Pelzmantel eingewickelt, der ein wichtiges, seltenes Fundstück darstellt. Der Mantel besteht aus vier Schaffellen, die mit sehr sorgfältigen, überwendlichen Nähten aus feinen Ledernernchen zusammengesetzt sind; der obere Rand ift gehört eit, und es sind eine Oese und ein schmaler Riemen an gesetzt, der zum Verschluß des Mantels durch diese gezogen wur«. Der Mantel ist sehr lange getragen worden, das be­weisen zahlreiche Lederflicken, die mit groben Stepp­stichen aufgesetzt sind, und ein Riß, der kbräg von oben nach unten hindurchgeht und notdürftig geflickt

Abreise der jugoslawischen Minister.

Wien, 25. März. (DNB.) Der jugoslawische Ministerpräsident Z w e t k o w i t s ch und der juao- slawische Außenminister Cincar-Markowirsch verließen Dienstag abend im Sonderzug Wien, um sich nach Belgradzurückzubegeben. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop geleitete die jugoslawischen Staatsmänner zum Bahnhof, wo er sich von ihnen herzlich verabschie­dete. Um 19 Uhr verließ auch der italienische Außen­minister Graf Ciano im Sonderzug Wien. Er begab sich nach herzlicher Verabschiedung von Reichsauhenminister von Ribbentrop, der den ita= mn Außenminister zum Sckckerzug geleitete, allen zurück.

Cöens Fiasko aus dem Balkan

Peinliche Ueberraschung in London.

Stockholm, 26. März. (DRV. Funkspruch.) Der Sieg der deutschen Politik in Belgrad hat in England eine peinliche Ueberraschung bereitet In konservativen Kreisen Englands wird ohne weiteres zugegeben, daß Großbritannien durch Jugoslawiens Eittscheidung zu Gunsten der Achse eine poli­tische Schlacht auf dem Kontinentver- ioren hat. Jugoslawiens fester Entschluß, fortan aktiv an der Gestaltung her neuen Verhältnisse Europas in der Linie des Dreimächtepaktes teil» Eehmen, wird, so befürchtet man in London, it über den Nahen Often hinaus für /land die schwersten Nachteile haben. Am pein- lichsten wird die Tatsache erachtet, daß Außen­minister Eden ttotz wochenlanger persönlicher Wer- hung gegen Jugoslawien wieder ein ebenso schweres &le folgenreiches Fiasko erlitten hat.___________

konnte nur den Weg der Neutralität in diesem Kriege wählen. Kein anderer Weg hätte die nötige Einigkeit und gemeinsame Anstrengung des Volkes sichern können." De Valera legte Nachdruck darauf, daß die überwältigende Mehrheit der Irländer in Frieden zu leben wünscht. Es hat uns Jahr­hunderte lang Anstrengungen gekostet, unsere Unabhängigkeit zurückzuwinnen und wir sind entschlossen, sie nicht wieder zu verlieren. Manöver der schwedischen Wehrmacht.

Stockholm, 25. März. (DNB.) In der ver­gangenen Woche fanden in der Gegend von Arvika in der westschwedischen, an Norwegen grenzenden Provinz Värmland unter Leitung des Generals a f Edholm und in Anwesenheit des schwedischen Kronprinzen, des Prinzen, Gustav Adolf und des Oberbefehlshabers der schwedischen Wehr­macht General T h o r n e l l Manöver statt. An den Manövern nahmen auch Skiläufer, Panzerverbände, Fallschirmjäger und Teile der Luftwaffe teil. Unter­legene rote Streitkräfte hatten die Aufgabe, den Vormarsch in südlicher Richtung vorstoßender über­legener blauer Streitkräfte au foul) alten. Das Ma­növer endete unentschieden. Die von Norden kom­menden blauen Streitkräfte waren an verschiedenen Punkten bis zur Hauptverteidigungslinie von Not durchgestoßen, ohne diese jedoch zu durchbrechen.

Oie volksdeutsche Jugend in Ungarn.

Budapest, 25. März. (DNB.) Heber die außer- halb der Schule erfolgende Pflege d-er deutschsprachi­gen Jugend in Ungarn hat die ungarische Regie­rung im Sinne des Wiener Zusatzabkommens vom 30.8.1940 eine Verordnung erlassen. Demnach kön­nen sich mit der Pflege und Bildung der deutsch­sprachigen Jugend die staatliche Iugendorga- nifationLevente" und besonders dazu be­fugte Organisationen befassen. Zur Schaffung solcher Organisationen erhält das Recht der Volksbund der Deutschen in Ungarn. Mitglieder dieser Organisation können nur Jungen werden, die sich zum deutschen Volkstum" bekennen, vom Volksbund als Volksdeutsche anerkannt werden und dies nach­weisen können. Levente-Vereinigungen können be­sondere deutschsprachige Abteilungen bilden.

Kleine politische Nachrichten.

NSG. Die Rede Alfred Rosenbergs wird um 18 Uhr auf die Sender Frankfurt a. M., Köln, Königsberg, Wien und Weichsel (Großsender Warschau) "über tr a gen.

Oie ladenfüllendeTonne".

Es erscheint wieder einmal geboten, uns selbst dringend zu ermahnen, daß wir uns nicht durch die immer hoher steigenden Dersenkungszahlen verwöh. nen lassen, d. h. daß wir nicht anfangen, uns bei 20 000 oder 50 000 oder 80 000 Tonnen versenkten Schiffsraumes nichts mehr zu denken und es gewif. fermaßen gewohnheitsmäßig hinnehmen. Die enorme Versenkungszahl der vergangenen Woche liefert wie. der einmal ein sehr eindrucksvolles Beispiel dafür, was die Schiffsversenkungen denn eigentlich für furchtbare Einschnitte in die Dersorgungswirffchaft Englands darftellen. In der vergangenen Woche sind von U-Booten, Schlachtschiffen, Fliegern» Schnellbooten usw. insgesamt 368 000 Tonnen» d. h. Sruttoregiftertonnen, an Schiffs, raum versenkt worden. Das bedeutet nicht weniger als 515 200 Gewichtstonnen. Das ist eine Zahl, von der man sich ohne Veranschaulichung keine greifbare Vorstellung machen kanp. Setzen zwei Bei- spiele dafür hierher:

Wenn man 515200 Gewichtstonnen auf Eisen. bahnwaggons von je 15 Tminen Ladungsver» mögen verfrachten wollte, so würde man die un­geheure Masse von 34 347 Waggons oder 6 8 7 Güterzüge zu je 50 Waggons brauchen. Das wäre soviel wie der gesamte Eisend ahnsuhr. park einer ganzen Anzahl mittlerer Staaten zu« sammengenommen. Stellen wir uns nun vor, daß die ganze englische Wirtschaft und Bevölkerung wis sen, daß 687 Guterzüge voll beladen mit lebens­wichtigsten Gebrauchsgütern sozusagen schon im Anro11en auf England sind, da erfährt England plötzlich: diese ungeheure Masse von Rii- stungsmaterickien, Lebensrnitteln und anderen Gü­tern des Tagesbedarfes ist plötzlich vernichtet! Dann bekommt man eine leise Ahnung davon, welche ungeheure Schockwirkung solche riesigen Ausfälle auf das englische Wirtschaftsleben haben müssen.

Ein anderes Beispiel. Nehmen wir einmal an» d i e Hälfte der 368 000 Bruttoregistertonnen oder 515 200 Gewichtstonnen habe aus Lebensmit» tein und anderen täglichen Bedarfsartikeln bestan­den. wie sie der Verbraucher beim Einzelhandel kauft, also in Kolonialwarenläden usw.. Das würde die gewaltige Menge von 5152 000 Zentnern an Lebensmitteln und ähnlichen wichtigen Artikeln be­deuten. Setzen wir nun einmal den Fall, daß dar« aus zum Zweck möglichst breiter Verteilung je zehn Zentner an den Einzelhändler abgegeben werden würden, so würden 515 200 Einzelhandelsgeschäfte ht England, d. h. also der Einzelhandel in mehreren tausend Städten Englands versorgt worden sein. Diese Versorgung ist plötzlich ausgefallen. Das ergibt eine unübersehbare Folge von Schwierigkeiten, Entbehrungen, Wirrwarr in der Verteilung, zuneh­menden Hunger. Aber, wir stehen erst am Anfang des Frühlings!

dauernden Feindschaft gegen Deutschland verpflichtet zu sein. Das deutsche Volk und die nationalsozia­listische Regierung haben sich aber nicht abhalten Stn, dem jugoslawischen Staat mit Wohlwollen

Verständnis zu begegnen. Deutschland hat ins­besondere durch seine Wirtschaftspolitik feste Brücken nach dem Balkan geschlagen, die zur Steigerung der Produktion beitrugen und die Balkanstaaten davor bewahrten, unter dem Druck der englischen Blockade in eine schwere Notlage zu geraten, um auf diesem Wege den Plutokratien dienstbar gemacht zu werden.

Das Ende des Benesch-Staates bedeutete die Sprengung der Kleinen Entente; mit der Niederlage Frankreichs im Sommer 1940 wurden auch die fran­zösischen Aspirationen auf die Vorherrschaft im Sud- often Europas vernichtet. Ungarn, Rumänien, die Slowakei und Bulgarien schlossen sich dem. Drei­mächtepakt an und gewannen damit das Anrecht, an der Neuordnung Europas mitzuwirken. Durch die Wiener Schiedssprüche wurden alte Streitig­keiten zwischen den Völkern des südöstlichen Europas beseitigt. Die Rückgabe der südlichen Dobrudscha an Bulgarien und der Stuch des korrupten Systems Carols in Rumänien trug zur weiteren Entspan­nung bei. Durch den Einfluß Deuffchlands ist der Ausgleich und die Verständigung zwischen Jugosla- toten und Ungarn möglich geworden, der Besuch des Prinzregenten Paul in Berlin noch vor dem Ausbruch des Krieges bekundete die freundschaftliche Verbundenheit zwischen Berlin und Belgrad.

Ohne Uebertreibung kann daher gesagt werden, daß Deutschland durch eine wahrhaft großzügige Politik zu einer Stabilisierung des jugoslawischen Staates betragen hat. Deutschland und Italien haben der englischen Agitation, die sich immer bann ton diekleinen Völker" wendet, wenn England das Blut fremder Nationen braucht, eine erfolg­reiche Politik der Befriedung und der Neuordnung entgegen gefleht. Mitteleuropa und die Donauländer gehören wirtschaftlich eng zusammen, sie hoben auf­gehört, der Tummelplatz fremder Jnteresien zu fern. Auch die Einmifchnugsversuche der Vereinigten Staaten in diese Länder hatten ein unerträgliches Maß angenommen, sie vermochten aber nicht, In go­lft awien von dem richtigen Wege abzuhalten, den es mit Entschlossenheit beschritten hat. Damit hat sich Jugoslawien für die Neuordnung und den Wellffie- .den entschieden und sich voller Vertrauen den jun­gen Mächten zugesellt und von ihnen auch die Ga­rantie empfangen, Hrß es damit einen wertvollen Beitrag zur Friedenspolitik geleistet hat. Mit siche­rem Instinkt ist Jugoslawien den richtigen Weg ge­gangen. Sein Vertrauen wird nicht zuschanden wer­den, denn die Zukunft gehört den jungen Völkern.

Dr. Ho.

Tag auf einem steilen, steinigen Wege ein Esel, natürlich wieder mit einer schweren Last von Baum­ästen. Hinter ihm ging ein altes Weib, das ein ein­töniges Helden- oder Liebeslied vor sich hinsummte und dem Lasttier bei jedem zweiten Schritt mU einem spitzen Stecken in die Hinterschenkel stieß. Faul ist der Esel nicht aber geduldig.

Und schön ist dieses Tier wir selten eines. Schön, das heißt klar und gesund in sich selbst ruhend, sind alle Tiere, wie sie aus der Hand des Schöpfers hervorgegangen sind, bevor sie der Mensch für feine Zwecke verdirbt, aber es gibt kaum etwas Lieb­licheres als einen Esel, der frei einen felsigen Hang hinabgeht; wie fest und zierlich er seine schlanken Beine setzt, wie klug, furchtlos und vorsichtig, ohne Getändel und Usbermut, wie ruhig und nachdenk­lich die Augen unter der starken Stirn blicken. Gar ein junger Esel ist das reizendste auf der Welt. Da gibt es einen großen dicken Kopf, der schon die starke Stirn und die ernsten Augen der Alten hat, und ein walzenförmiges Körperchen auf unwahr­scheinlich dünnen Beinchen mit einem lächerlichen Schwänzchen. Und das ganze kleine Ding ift emst- hastig-lustig und schon nachdenklich in seinen Spielen. Nein, dumm und unangenehm ist der Esel aus dem Tierreich auch nicht.

Eine schlechte Eigenschaft hat er allerdings, war­um sollte auch gerade der Esel vollkommen sein: er hat eine fürchterliche Stimme. Die klingt, als stieße man mit voller Lungenkraft in eine ver­stimmte Trompete. Das ganze Jahr hört man diese Stimme nicht, aber zur Brunstzeit geht es durch Tage und Nächte, und wenn in der Nähe ein Esel schreit, gibt es keinen Schlaf und wohl auch kein Mittel, diese Stimme zum Verstummen zu bringen. Das ist die einzige Rache der Esel.

Was maa wohl der Grund sein, daß der Esel immer übersehen und verachtet wird? Er ist schön, klug, nützlich und geduldig woher der schlechte Ruf? Alle Tiere haben ihren Liebhaber und Be­wunderer gefunden; die nützlichen wie Pferd und Hund und die gefährlichen wie Löwe und Tiger, aber für den Efel findet höchstens ein altes bäuer­liches Christgeburtsspiel ein zärtliches Wort und nennt ihndas Efulein".

Sollte er zu wenig glänzend und aufdringlich, sollt» er zu still, zu klug und zu geduldig sein»

In Bukarest fand i« Gegenwart des Mnister- Präsidenten General Antonescu die Auszeich­nung der Soldaten, die sich bei der Niederwerfung des Januar-Aufftandes hervorgetan haben, sowie die Verteilung der Geldbeihilfen für die Verwun­deten bzw. die Angehörigen der gefallenen Offiziere und Soldaten statt. General antonescu erklärte, König, Regierung und Staatsführung verbeugten sich vor jenen, die für ihr Vaterland, für Freiheit und Eigentum ihr Leben aufs Spiel gesetzt hätten.

Ein Abkommen zwischen Venezuela und den Ver­einigten Staaten sieht die Entsendung einer sechs­köpfigen Marinemifsion der Vereinigten Staaten nach Venezuela vor. Die Mission soll der Marine- leitung von Venezuela^ beratend zur Seite stehen.

Lob des Csels.

Von Franz Hauptmann.

Was wissen wir von dem Esel? Wir kennen ihn aus den Bildern in der Fibel, aus den Weihnachts­krippen und von derEselsbrücke" her und haben gelernt, daß er in den Ländern um das Mittel- Meer und im Orient als Lasttier verwendet wird. Er soll aber sehr faul und unfolgsam sein und wohl auch dumm, denn sein guter Name wird als Schimpfwort gebraucht für einen unangenehm dummen Menschen. Als einzige gute Eigenschaft wird gerühmt, daß er genügsam sei und Disteln frefle. Das letztere stimmt nicht, ich habe mich da­von überzeugt: an der dalmatischen Küste habe ich einmal versucht, mich mit einem Esel anzusreunden, den man mit feinem drückenden Holzsattel auf dem Rücken in einem klassischen Olivenhain an einen langen Strick gebunden hatte und der das spärliche harte Gras zwischen den Steinen zupfte. Ich wollte chm eine Freude machen, suchte einen schönen Strauß Disteln und bot sie ihm an, aber er mochte sie nicht. Er war nicht ungehalten über das stach­lige Geschenk und versuchte gar nicht, mir seinen Aeraer über meine Dummheit zu bezeigen, .er wandte nur seinen schönen Kopf ab.

Es ist überhaupt nicht leicht, mit Eseln aus dem Tierreich in Verbindung zu kommen und ich kann es diesen Geschöpfen nicht übel nehmen, wenn sie Menschen gegenüber eine an Verachtung grenzende Zurückhaltung beobachten. Im Gegenteil, ich muß ihre Geduld und Vornehmheit bewundern, denn feig und unterwürfig sind sie nicht, und was sie von Menschen zu erdulden hoben, das traut man sich'wirklich nur einem Esel zuzumuten.

Während des Krieges habe ick oft gesehen, wie in mazedonischen Städten ein Esel nicht nur einen schweren Pack auf dem Holzsattel trug, sondern auch noch seinen HeHm, der obenauf saß und un­ter dem aufgespannten Sonnenschirm seine Zigarette rauchte. Wenn man so einen Herrn herunterholte, konnte man ihm auf*keine Weise begreiflich machen, daß dies des Esels wegen geschehe, sondern er hielt den groben Eingriff in seine Rechte sicher für eine barbarische Laune der Eroberer. In Dalmatien überholte mich einmal an einem glühend hetzen

men und sich in das dort von dem japanischen Bot­schafter Oshirna vor einigen Wochen eröffnete Ehrenbuch der Grenzstation Malkinia eingetragen. Inzwischen war das Kuriergepäck aus dem sowjetrussischen in den deutschen Zug umge- laden. Nachdem der japanische Außenminister, seine Begleitung, die Mitglieder des deutschen Ehren­dienstes sowie die deutsche Zugbegleitung den Son­derzug bestiegen hatten, verkürzte die Kapelle des Zollgrenzschutzes die bis zur Abfahrt des Zuges verbliebene halbe Stunde durch musikalifche Dar­bietungen. Bald nach der Abfahrt des Zuges emp­fing Außenminister Matsuoka die ihm aus der Regchshauptstadt entgeaengesahrenen Vertreter der japanischen Presse. Ein Empfang für die Vertreter der deutschen Presse wird im weiteren Verlauf der Fahrt stattfinden. Bei Tages­anbruch wird der Zug das Generalgouvernement verlassen und den Warthegau erreichen. Ueber Posen und Frankfurt (Oder) geht dann die Fahrt zur Reichshauptstadt, wo der Zug heute nachmit­tag gegen 18 Uhr auf dem Anhalter Bahnhof ein­laufen wird.

Matsuoka bei Molotow.

M o s k a u, 25. März. (DNB.) Am 24. März emp­fing der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der UdSSR, und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Molotowden japanischen Außen­minister Matsuoka, den der japanische Botschaf­ter in Moskau, T a t e k a w a, begleitete. Bei dem Empfang war Stalin zugegen. Die Unterhal­tung dauerte über eine Stunde.

Island in das deutsche Operationsgebiet einbezogen.

Berlin, 25. März. (DNB.) Amtlich wird be­kanntgegeben:

Infolge der widerrechtlichen Besetzung der dänischen Insel Island durch eng­lische Truppen wird neuerdings von nach Eng­land fahrenden Block-adebrechern versucht, Island als Stützpunkt zu benutzen. Diese Tatsache zwingt Deutschland, Island in das.Opera- tionsgebiet um En gland einzubezie- hen.

Dieses Operationsgebiet wird daher in Zukunft durch folgende Punkte begrenzt: Von einem Punkt 3 Grad Oft an der belgischen Küste auf dem Meridian bis 62 Grad Nord, von dort bis 68 Grad Nord, 10 Grad West. Dann nach Westen auf dem 68. Breitengrad bis zur 3-Meilen- zone Grönland, dann nach Süden längs der Drei­meilenzone bis zum Punkt 65 Grad 24 Minuten Nord, 38 West. Don da nach Süden bis zum i Punkt 58 Grad 50 Minuten Nord, 38 West. Bon !da nach 45 Grad Nord, 20 Grad West; dann auf dem 45. Breitengrad nach Often bis zum Punkt 45 Grad Nord, 5 Grad West, von dort bis zur fran- zöfffchen Küste 47 Grad 30 Minuten Nord, 2 .Grad 40 Minuten West.

Die bei der Erklärung der totalen deutschen Blockade um England am 17. August 1940 an die neutrale Schiffahrt ergangene Warnung, daß jedes Schiff, welches sich trotz dieser Warnung in das Operationsgebiet um England begibt, sich o e r Gefahr der Vernichtung aussetzt, und