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Mittwoch, 2». zebrmrM

Eichener Anzeiger (Senerai-Anzetger sSr Gbnh-Üen)

Nr. 48 zweiter Blatt

Die Aussteuerung in der Krankenversicherung

Gesundheitsdienst ist Volksdienst.

Der Affe Anton

Von Karl Brinkmann.

um seine Gesellenprüfung. Wenigstens sagt er das. und es wird auch wohl stimmen. Insgeheim fedvch nagen auch manchmal Zweifel an dieser starken Zu- veHicht, und dann möchte er, daß die Prüfung schon überwunden sei. Man kann eben nie wissen, wie eine solche Sache ausgeht. Da hilft bisweilen auch die stärkste Zuversicht nicht.

Der Wilhelm hat in einer Schmiede gelernt. Seine Lehrlingszeit ist nach dem Vertrage erst in einigen Wochen beendet, aber er kann bereits jetzt seine Prüfung machen. Diese Maßnahme ist getroffen worden, damit die Fachkräfte schon zeitiger ange­setzt werden können. Auch Wilhelm wird eine tua>- tiqe Kraft werden und als Schmiedegeselle seinem Beruf Ehre machen. Denn er ist ein fixer Zunge und hat in der Lehrzeit Augen und Ohren offengehalten. Am Tage der Prüfung erweist es sich auch, daß er wirklich sein Handwerk gründlich versteht. Er besteht die Prüfung mit einer vortrefflichen Note und kommt zum Feierabend mit strahlendem Gesicht in die Werkstatt. Verflogen sind alle Zweifel, fort ist jede Beklemmung. Aus dem Lehrling Wilhelm ist der Junggeselle geworden. Was kostet nun die Welt?

immer recht für sich. Aber ich mußte meiner Ge­schichte diesen Anfang geben. John Clapton ist näm­lich der traurige Held in ihr.

Der sportliche Ruhm genügte diesem erstklassigen Mittelstürmer nicht, auch nicht die sicherlich gute Gage, die er als Berufsspieler bekam. Er tat bei. einer sich bietenden Gelegenheit einen tiefen Griff in die Vereinskasfe. Sie war ihm für ein,en Trans­port anoertraut worden, und es befand sich gerade die Einnahmen eines großen Spiels darin, etliche ... zigtaufend Dollar. Mit dem Geld verschwand er.

Wahrscheinlich hatte er alles längst und gut vor-

Am Montag führten die Reviergruppen I und II des Reichsluftfchuhbundes eine Aufklärungsveran­staltung in der Neuen Aula der Universität durch. Bedauerlicherweise steht ein größerer Raum als die Aula nicht zur Verfügung. Deshalb mußte eine polizeiliche Schließung wegen Ueberfüttung vorge­nommen werden. Ungefähr 200 bis 300 Volksge­nossen konnten an der Veranstaltung nicht teilneh- men. Es ist beabsichtigt, nach Möglichkeit eine Wie­derholung stattfinden zu laßen. An dieser Veran­staltung nahmen äußer den Amtsträgern und Selbstschutzkräften als Gäste teil: als Hoheitsttöger der Partei der Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Ost, Treser, der örtliche LS.-Leiter, Major und Kommandeur^ der Schutzpolizei Hellweae Em- b en mit seinen Offizieren, sowie der Stab der Ortsgruppe des RLB. Die Veranstaltung sollte dem Zweck dienen, die Bevölkerung außerhalb der Woh­nungen und der Lehrgänge über Luftschutzfragen zu unterrichten. Major Hellweae Emden ergriff im Laufe der Veranstaltung das Wort und mahnte

bereitet. Ein falscher, zumindest neuer Paß war für ihn bereit. Er ließ sich einen Bart wachsen, färbte sein Haar, und es gelang ihm ohne Mühe das Ausland zu erreichen. Die amerikanischen Polizei­behörden verloren seine Spur. Es ging ein Jahr darüber hin. Wir hatten den Bericht aus Neuyork mit der Bitte um Unterstützung bekommen. Aber

wo sollten wir suchen? Die Akte bedeckte sich bereits mit Staub. John Clapton war verschwunden; viel­leicht verschollen, ums Leben gekommen, von einem Komplicen beseitigt, wie es ja solchen Menschen schon häufig gegangen ist.

Im Sommer 1924 kam mein Junge eines Tages mit blutender Nase nach Haufe. Ich sah, daß es sich um nichts Ernstliches handelte und er erzählte mir denn auch mit einem Lachen, er habe beim Spiel auf dem freigegebenen Exerzierplatz einen Fußball an den Kopf bekommen.

Wer hat denn da von euch so einen gewaltigen Schuß am Leib? fragte ich, zum guten Teil in die Fachausdrücke meines Sohnes eingeweiht.

Ach, sagte er, da am Exerzierplatz in einem der schönen Einzelhäuser am Waldrand wohne ein Mann, er sei schon etwas älter, der habe ihnen beim Spiel schon öfter zugefehen und ihnen auch einige Male ein paar Tricks gezeigt, die fabelhaft

seien.

Nun, vorn Dribbeln, flachen Paß und Kopfsviel verstand ich nicht genug. Ich erfuhr nur, der Fremde sei ein wahrer Künstler im Fußballspiel, und unsere Kanonen, so sagte mein Sohn, könnten sich ein Stück davon abschneiden."

Der Kriminalrat lachte. Er sah uns an.Sie ahnen die Pointe. Ich will es kurz machen. Es war keine Eingebung, sondern ein Zufall, daß es mich lockte, mir den Mann einmal anzusehen. Er nannte sich Tom Garai, war ordnungsgemäß ge­meldet und galt als kanadischer Staatsangehöriger, also Brite. Ich rede mit ihm. Er sprach fließend deutsch, aber mit dem Tonfall des Amerikaners. Wir.beobachteten ihn. Ein Verdacht keimte auf, un­erklärlich in feinem letzten Ursprung.

Sportleute unterstützten mich. Wir forderten ihn auf, und nach anfänglichem Weigern spielte er als Gast in einem Fußballwettspiel mit und verblüffte alle, er war ein Stürmer von einmaliger Klaffe.

Ich ging nach dem Spiel auf ihn zu. Er hatte sieben Tore geschossen und seiner Mannschaft den

Am vorigen Sonntag versammelte sich die Garde- Kameradschaft Gießen in ihrem Kameradschaftsheim Hotel Prinz Carl" zum Jahreshauptappell. Kame- radfchaftsführer R e i ch a r d t teilte nach den Gruß- roorten an die sehr zahlreich erschienenen Kameraden mit, daß der Kamerad Wilhelm Klapp, der noch am Sonntag vorher eifrig für das Kriegs-Winter- hilfswerk gesammelt hatte, unerwartet zur großen Armee abberufen worden sei. Hierauf erstattete der Schriftführer Kamerad Hottenbach den Jahres­bericht, dessen Darlegungen die Kameraden mit Be­friedigung aufnahmen. Aus dem Kassenbericht des Rechners, Kamerad Kramer, ging hervor, daß die Vermögenslage der Kameradschaft gut ist. Aus Antrag der Rechnungsprüfer wurde dem Rechner Entlastung erteilt und ihm für seine ausgezeichnete Amtsführung vom Kameradschaftsfuhrer namens, aller Kameraden Dank und Anerkennung ausge- sprachen. Bei der Wahl des Kameradfchaftsfuhrers wurde der bisherige bewährte Leiter der Kamerad­schaft, Kamerad Reichard t, einstimmig wieder- qewählt, der anschließend seine bisherigen Mit­arbeiter für die weitere Arbeit in ihren Aemtern bestätigte. Sodann gab der Kameradschaftsfuhrer einen Rückblick auf das verflossene Jahr, mirtet er die glänzenden Leistungen unserer unvergleichlichen Wehrmacht mit herzlichen Worten des Dankes an

der im ersten Glied stand.

Nach dem Waffenstillstand lag die Batterie in einem Dorfe, das von der Zivilbevölkerung nicht ver­

lassen worden war. Eines Tages gegen Mittag war Anton verschwunden. Allerdings war er am Abeno wieder da. Am anderen Tage ergab sich genau das­selbe Bild. Anton machte sich irgendwohin dünne, aber wohin, das entzog sich der Kenntnis des dicken Mayer. Am dritten Tage kam er spät abends an uno machte einen mörderischen Krach. Er schwankte wie ein Segelschiff im Sturm, er kollerte hin und yer und lachte wie sieben Teufel aus der Hölle ein infer­nalisches Gelächter, daß die gesamte Batterie Msam- menströmte. Kaurn war Anton bei der Feldküche an­gelangt, nahm er die vorhandenen Porzellanteuer und fensterte sie zu Scherben. Niemand wußte M zu erklären, was in den Anton gefahren war. Naq einer Weile schlief er plötzlich ein und ließ den Kopf hängen. Er riecht nach Likör sagte einer. Wo av£ sollte Anton diese Trunkenheit herhaben? Sannucyc Spirituosen waren doch verschlossen.

Am anderen Abend ergab sich dasselbe Bild. Wie­der kam Anton sternhagelvoll zu seinem Mayer zw rück. Diesesmal hielt er eine Kravatte fest, die 'M jemand um den Hals gebunden haben mußte, un da keine Porzellanteller mehr vorhanden waren, nahm Anton die Blechteller und schlug sie gegen' einander. Mayer, sagte der Spieß, wenn Anw morgen-abend wiederum besoffen herumlauft, Hag ­es. Dann fliegt der Affe und Sie mit, verjta

währt hat.

Die bisherige von den Versicherten nicht ver­standene Rechtsübung beruhte darauf, daß man

die Besucher mit eindringlichen Worten, in stän­diger Luftschutzbereitschaft zu bleiben. Er bezog sich dabei auf die Worte Unseres Reichsmarschalls Her­mann Göring, die dem Abend vorangestellt wurden: Der Kämpfer im Luftschutz hat soviel Verantwor­tung und soviel Ehre wie jeder Soldat an der Front." Die Veranstaltung wurde mit dem Gruß an den Führer und den Liedern der Nation abge­schlossen.

Iahresappett der ehemaligen Gardisten in G-eßen.

In der Batterie, die an Antwerpen vorbeimar­schierte, gab es ein großes Hallo, als Mayer, der im Zivilleben Tierwärter in einem Zoo war, mit dem Affen an kam.Haben Sie einen Namen für den Affen?" schrie der Spieß lachend den dicken Mayer an.Sie müssen doch einen wissen, wo Sie immer mit Kamelen umgehen!" Mayer dachte scharf nach. Einer seiner Onkel hieß Anton, und der sah beinahe genau so aus wie der Affe. Und so hieß der Affe der zehnten Batterie in Zukunft Anton.

Einige sagten auch Anton mit der Gcwrtterbacke, denn Anton hatte eine leidige Unart mitgebracht, er kniff mit Vorliebe und ganz unverhofft, er schlich dabei wie ein Indianer heran, die Soldaten in das verlängerte Rückenstück, und nahm dabei nicht mal Rücksicht auf Majore und Hauptmänner. Nur den Pferden tat er nichts. Er hopste auf jeden Gaul und kraulte den Tieren in der-Mähne herum. Nur wenn die Granaten einschlugen, das hatte Anton schnell von den Kanonieren gelernt, war er auf dem Boden und legte sich platt in irgendeine Ackerwelle ober in ein Grabenstück. Später brauchte man nur mal mit bem Kochgeschirrdeckel laut zu klappern, und schon lag Anton platt auf dem Boden.

Wenn der Spieß einen Appell abhielt, gab es jedesmal einen Hauptspaß. Anton hatte nämlich bald heraus welche Gesten und welche Mimik der Spieß anwandte. Oft saß Anton dabei auf einem Apfel­baum und machte die Gesten getreulich nach, oder er warf mit Aepseln nach seinem Pflegevater Mayer,

Verdunkelungszelt

26. Februar von 18.55 bis 8.17 Uhr.

Schützt die Weidenkätzchen.

Haben wir schon einmal daran gedacht, wenn wir einen Apfel, eine Birne oder eine andere Frucht essen, wem wir diese Früchte verdanken? Die Bie­nen haben die Blüten bestäubt und nur s o konn­ten die Früchte wachsen. Ohne Bienen gibt es wohl blühende Obstbäume und blühende Kleefelder, aber keinen Samen und keine Früchte.

Die Bienenvölker fangen im Februar an, heue Brut zu erzeugen. Den ersten Pollen (Blütenstaub) liefern die Weidenkätzchen. Fehlt der Pollen, so ist die Heranzucht der neuen Bienen in Frage gestellt. Zur Blütezeit der Obstbäume und Beerensträucher sind dann die Bienenvölker noch so volkarm, daß sie ihre Lebensaufgabe in der Natur nicht erfüllen kön­nen. Wer also Weidenkätzchen nimmt, beraubt nicht nur die Natur und ihre Schönheit, sondern auch die Bienen um ihr Brot und letzten Endes unser Volk um Honig und Früchte. Freiwachsende Weidenkätz­chen stehen unter staatlichem Schutz. Wer Weiden­kätzchen plündert, wird unnachsichtlich zur Anzeige gebracht!

Som Michsiustschutzbund

Sieben Tore.

Eine Geschichte von Fvank F. Braun.

Der bemerkenswerteste Fall, den ich erlebte", sagte Kriminalrat Harder, und er sah uns an, die wir ihn mit Fragen bedrängten,war nicht ein­mal ein Mordfall, wie Sie vermuten werden. Haben Sie damals, es war in den Jahren der Inflation^ von der Verhaftung des Defraudanten Tom Garai gehört?"

Wir schüttelten die Köpfe und hüteten urts, etwas zu sagen, damit der Kriminalrat nur ja nicht den Faden verlieren sollte. Er setzte sich denn auch be­quemer in seinen Stuhl zurück.Ich kann Ihnen die Geschichte erzählen", sagte er,ohne mich dabei selber loben zu müssen; denn, ob Sie es glauben ober nicht, den Fall Garai, wie er lange bei uns hieß, hat im Grunde mein Sohn gelöst." Er lächelte und fügte hinzu:Mein Sohn aber war damals dreizehn Jahre alt ... ober jung, wie Sie wollen."

Wir redeten noch immer nichts, und er fuhr denn auch fort:Im Jahre 1923 gewann der New Yorker Athletik-Club die amerikanische Fußball­meisterschaft der Berufsliga. Er gewann sie nach harten Kämpfen und die Zeitungen berichteten, daß dieser Sieg eigentlich einzig und allein auf das Konto eines Mannes komme, des Mittelstürmers John Clapton. John Clapton, ein Fußballtalent ohnegleichen, schoß alle Tore für den Verein und sicherte ihm die Meisterschaft.

Nun, Sie werden mit Recht sagen, die amerika­nischen Fußballspiele haben uns in Deutschland nie groß interessiert. Wir haben eigene Meisterschaften, und die Amerikaner blieben jenseits des Ozeans

Und wie es dem Wilhelm ergeht, so ergeht es in der nächsten Zeit vielen jungen Menschen, die ihre Lehrzeit beenden und nun die erworbenen Fertig­keiten mit der Gesellenprüfung krönen sollen. Diese erste ernsthafte Probe handwerklichen Könnens, die sie damit ablegen müssen, wird'erweisen, zu welchen Hoffnungen ihre Befähigung berechtigt. Das Groß- deutsche Reich braucht auf allen Gebieten leistungs- fähige Kräfte, und jedem Lehrling, der seine Prü­fung besteht, öffnen sich die Wege zu einer ver­heißungsvollen Zukunft. Deshalb gelten unsere guten Wünsche allen denen, die in diesen Wochen zwar mit leichtem Herzklopfen, aber dennoch zuversichtlich in die bedeutungsvolle Prüfung steigen. H.W.Sch.

Dorrwttzen.

Tageskalender für Mttwoch.

StaMheater: 19 bis 21.30 UhrDer Biberpelz". Gloria-Palast, Seltersweg:Im Schatten des' Berges". Lichtspielhaus, Bahnhofftraße:Re- gine". Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheaier und im Turm­haus am Brandplatz. Öffentlicher Vortrag der Universität: 20 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaft­lichen Institut, Ludwigstraße, Lichtbildervortrag von Professor Dr. Glöckner überDas Tier in' der Kunst".

Stadttheater Gießen.

Am heutigen Mittwoch wird Gerhart Haupt­manns DiebeskomödieDer Biberpelz" wiederholt. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löff­ler. 21. Mittwoch-Miete.

Ortszeit für den 27. Februar.

Sonnenaufgang 8.19 Uhr, Sonnenuntergang 18.59 Uhr, Mondaufgang 8.41 Uhr, Monduntergang 20.31 Uhr.

den?

Mayer ließ am anderen Mittag Anton nicht den Augen. Er tat, als ob er schliefe, als Anton I wegstahl. Dann aber wichste Mayer, wobei er p auf Deckung bedacht war, hinterher. Und um machte Anton? Er kletterte drei Häuser roeiter i» ein Fenster hinein und war verschwunden. einiger Zeit schlich sich Mayer die Stiege heraus einer Stube hörte er merkwürdige vertraute r-a So konnte nur Anton lachen. Mayer u_

auf, und wer saß da gravitättsch mit einer Sero um den Hals Der Anton! Er trank mit einem ältlichen Franzosenfräulein eine Likorfl'chche » .. Wie ein ungezogener Junge benahm er sicy o« , und das bejahrte Mädchen wollte sich darüber lachen. Sie war allerdings schnell gesund undun würdig blaß auf der Oberlippe, als Mayer ror . Anton fortnahm und ihn gehörig verwichste. . 2» 1 Anton höchst sittsam wie ein kleiner SchuIMg der Hand des Mayer mitging und nie xövöä. einer Alkoholorgie teilnahm.

Wehrmacht stehenden Dereinskameraden Gruße und ein kleines Geschenk übermittelt werden. Daß die in einer gemeinsamen Versammlung in gebahnte engere Verbindung mit den Sportkamera den von Gießen und Umgebung nicht roeite^.°u^* baut werden konnte, bedauerte Daupert sehr Die turnsportliche Arbeit im Verein ist weiter gut, die Pfingstwettkämpfe waren mit 250 Wettkämpfern em

In einem bemerkenswerten Bescheid vom 21. De­zember 1940 hat das Reichsversicherungsamt neuer- dings zu der Frage der Aussteuerung beim Zusam­mentreffen verschiedener Krankheitsursachen Stel­lung genommen. Angesichts der Wandlungen m den ozialen Auffassungen ist es dabei zu Ergebnissen gelangt, die zu Gunsten der Versicherten wesentlich von der bisherigen Rechtsansicht abweichen. Wenn ein reichsgesetzlich gegen Krankheit Versicherter oei- pielsweise an Tuberkulose erkrankt und wegen die- er Krankheit ausgesteuert war und sich dann bei Fortdauer der Tbc.-Erkrankung ein Bein brach, er­hielt er bisher für diese neue Erkrankung (Bein­bruch) keine Heilbehandlung von der Krankenkasse. Diese lehnte Leistungen für das neu aufgetretene Leiben (Beinbruch) lediglich deshalb ab, weil Jie Heilbehandlung schon für die Tbc.-Erkrankung bis zur Höchstdauer gewährt habe, obwohl dieses Leiden auf völlig verschiedener Ursache beruhte.

Das wurde von den Versicherten nicht.verstanden. Sie sehen es wohl ein, daß die Krankenkasse, die nur auf die Beitragseinnahmen angewiesen ist, nicht zeitlich unbeschränkt für langandauernde Krank- heitszustände eintreten kann, nicht aber, daß die Krankenkasse Leistungen für ein neu auftretendes Leiden lediglich deshalb ablehnt, weil sie für eine auf völlig verschiedener Ursache beruhende Erkran­kung Heilbehandlung schon bis zur Höchstdauer ge-

ujuruen. xjuh -cumvm-- - . ... ~

wieder regelmäßig geturnt Die Jugend rst^zum Teil in Sportdienstgruppen ersaßt. Kamerad Daupert be- treut bie H^., für bie Sportdienstgruppen der Ji'ng- mädel werden Uebungsleiterinnen ausgebildet. Ge- fangsroart Gustav Weller führte aus daß es ihm nicht möglich ist, Singstunden durch^ufuhren.

Kassenwart Pausch gab den Kassenbericht. Die finanziellen Verhältnisse sind in Ordnung, der Vor­anschlag ist ausgeglichen. Im letzten Jahre' touren wieder verschiedene Sportgeräte angeschafft. Als Kassenprüfer wurden die Kameraden Kolb und M andl e r bestimmt.

Für 50jährige treue Mitgliedschaft wurden die Turner Ludwig Heinrich Kolb, Philipp Lotz IV. und Heinrich Rau VI. geehrt.

Die Werbung für den Besuch der Bereichsgrup- penwettkämpfe in der Volkshalle in Gießen hatte vollen Erfolg. Mit dem LiedWenn alle untreu werden" und dem Gruß an den Führer wurde die Versammlung geschlossen.*

Erfolg. .

Im Laufe des vorigen Sommers ist auch der Spielbetrieb wieder ausgenommen worden. Eine Handballmannschaft der Jugend unter Betreuung von

Aus der Giadi Gießen.

Oie Gesellenprüfung.

Es läßt sich nicht leugnen: das Wort Prüfung löst sehr leicht allerlei Gefühle des Mißbehagens aus. Eine Prüfung kann man nämlich bestehen, man kann aber auch mit Pauken und Trompeten durchrasseln. Und weil beide Möglichkeiten mit feder Prüfung notwendigerweise nun einmal verbunden find, bekommt der Prüfling schon am Tage vorher leicht Herzklopfen und peinliche Beklemmungen. So­lange es wichtige Prüfungen und sachverständige Prüfungskommissionen gibt, wird sich an diesem Zustande nichts ändern lassen. Er hat schon den Großvätern Sorge gemacht, er hat den Vatern Stofs zu bänglichen Ueberlegungen gegeben, und er zwickt nunmehr die Söhne in derselben Weise.

Bei dem kleinen Wilhelm hat das allerdings nichts zu besagen. Das liegt daran, weil er sich nicht »mitten laufen will. Er versteht nämlich fein Hand- werk von Grund auf, und es ist ihm nicht bange

In einer gut besuchten Mitgliederveranstaltung brachte die Berufskrankenkasse der Kaufmannsgehil­fen und weiblichen Angestellten am Montag im Re­staurantZum Burghof" in Gießen einen Vortrag über das ThemaGesundheitsdienst Dolksdienst und anschließend den Ufa-Tonfilm '.Quellen der Le« benskrast". Nach der Begrüßung durch den stellv Ortsvertrauestsmann Pg. F r e i e n s e h n e r hielt Pg. Borchmann von der Kassenleitung lv Ham­burg einen Vortrag über das ThemaGesundheits. ! dienst Volksdienst". Er betonte, Gesundheitsfuh- rung sei eine planmäßige und sinnvolle Führung und

Nach der Ehrung der im verflossenen 3af)re ver- ^Lm^^-s^^beitsdienst umfasse die Gebiete Kinder- storbenen Kameraden und nach Bekanntgabe ver- ^t^ubung, Kinder-Reihenuntersuchungen, Jugend- schiedener Eingänge, die eine kmze Aussprache her- 8 Jugenblichen-Reihenuntersuchum

beiführten, schloß der^Kameradschaftsfuhrer b n 12 eigene und

bestem soldatischen Geist erfüllten Appell in der Vertrags-Häuser ftünben für den Gcsundb-uis- üblichen Weise. bienrt &er PKW. zur Verfügung. Bisher gesundeten

'XrtfcrodfrtmBföerfdtnmluna mehr als 60 000 Kinder irt mehrwöchigen Kurgangen, ^ayresyaupryeriamnnuny Aerzte des Amtes für Volksgesundheit untersuchien

des Turnverems löte^cr. * 33000 Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren und

D-i- Turnverein Mefeck hielt am Samstag im I führten sie nachgehender Gesundheitsbetreuung

Lokal von Braun seine diesjährige Generälver- Ueber 6000 Jugendliche im Alter bis zu 20 Jh lammluna ab Nach d m Gesang des Turnerliedes wurden in dreiwöchige Kurgange m ' ttt erklunaen" und der Ehrung der im gefunbungsftätten entsandt; insgesamt über 130 000

iahten ^abrTDeHtor^enen gab Vereins* beiderlei Geschlechts durch Aerzte des

ohne Rücksicht auf die Krankheitsursache einen neuen Dersicherungsfall immer erst dann als gegeben an» sah, wenn vorher Heilbehandlungsbedürfigkeit nicht mehr vorlag. Diese Voraussetzung konnte aber ein Versicherter, der z. B. an Tbc. leidet, wegen dieses Leidens ausgesteuert ist und sich bei Fortdauer des Leidens ein Bein bricht, nicht erfüllen. Nur wenn pr nnr dem Beinbruch von dem Tbc.-Leiden völlig I Z)anooauiuuitiliu-U!^^ -------

wi-d-rhergeftellt und nicht mehr h-ilbehandlungs- Kamernd B - t t i n gib q"!f(egt^ri)cn

bphürftia aewefen wäre, würde er wegen des Bein- ^piel wieder wie stuher m Wieiecr g pi 9 »CS Z. »Um - Ä

h"urn die Härten, die mit dieser Rechtsübung ver- frühere Leiftungshöhe^ im Fußball mrtie öie bunten waren ünftig auszuschließen, trägt jetzt derausnahme dieses Spiels begrüßt u^ unterstu^ das Reichsversicherungsamt keine Bedenken mehr, Das Korbballspiel der Turnerinnen verspricht sich beim Zusammentreffen verschiedener Krankheitsur- weiter gut zu entnrirfeln. SkrfdjiebeneJIÖc;tt:^mpfe f°ch"nlkB Tbc und Beinbruch) bezüglich der Heil- wurden °°n Turnern

behanbiuna von dem einzelnen Krankheitsbilde aus- Erfdlg be ucht, im ganzen litt der Vetneb zeitweilig zuaehen Da7 hat zur Folge, daß in Fällen der usite? Saalschwierigkeiten und dem Mangel an ooraenannten Art, d. h. in Fällen, in denen ein von Übungsleitern.

ber § ersten Krankheitsursache nach ärztlichem Gut- Mit der WHW.-Sammlung stand der Verein er­achten völlig unabhängiges Leiden auftritt, das ^Echerweise mit an der Spitze 'M Bereich mW feinerfeits der Heilbehandlung in bestimmter Weife «iich bie WHW.^traßensammlun^ bedarf, nunmehr eine zweite Aussteuerungsfrist m b und es für Leibesübungen hatte in Wiefeck em gutes Lauf gefetzt wird. Alsdann leistet die Krankenkasse Ergebnis.

für jede einzelne Erkrankung, also 3-D. für die Oberturnwart Heller ergänzte die Aussubrun- Tbc wie für den Beinbruch, jeweils im Rahmen ^n des Vereinsführers und erwähnte, Satz v .neiajs ber durch Gesetz oder Satzung vorgesehenen zeit- sportabzeichen und 7 Jugendsportabzeichen erworben lichen Begrenmng mit den dem einzelnen Leiden wurden. Von Turnern und Turnerinnen1 wird fetzt angepahten Mitteln Beistand. 1 ---------------------Slimpnb lft xum Tei1

Sieg verschafft. Es war ein Versuch; schlug er fehl, war nichts verdorben.

Das haben Sie wirklich großartig gemacht, John Clapton, sagte ich. Sie sind noch immer der beste Mittelstürmer wie damals im New Yorker Atylettk- Club. Er starrte mich an, als habe ich ihm einen Hieb über den Kopf versetzt. Dann erblaßte er, wahrscheinlich wähnte er sich bereits vollkommen erkannt, entlarvt. Er sagte nichts als: Verdammte Spürhunde! Dann ging er willig mit.