Aus alter Wett.
60. Geburtstag Waldemar Bonsets.
In seinem Heim zu Ambach am Starnberger See beging der Dichter Waldemar Bonsels seinen 60. Geburtstag. Waldemar Bonseis, der aus dem Holsteinischen stammt, aber seit Jahrzehnten in Süd- deutschl'and lebt, und dessen meistgelesenes Buck neben der „Jndienfahrt" wohl „Die Biene Maya geworden ist, hat vor allem den Wald und seine Tiere in reizvoller Weise geschildert. Zu seinem 60. Geburtstag wurden Bonsels eine Reihe von Ehrungen zuteil, so durch ein Glückwunschtelegramm des Reichsministers Dr. Goebbels. Ferner trafen ein Handschreiben des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hans Johst, sowie Glückwünsche des Reichsverbandes der deutschen Presse ein.
Wertvolles Zuchtgeschenk aus Italien.
Der italienische Landwirtschaftsminister hat als Gegengeschenk für 26 Stück Zuchtvieh, die ihm Reichsminister Darrö bei der Einweihung der ersten Ncubauerndörfer in Sizilien überreichen ließ, dem Minister sechs Eselheng st e aus dem Staatsgestüt Catania geschenkt. Sie sind inzwischen wohlbehalten im Reich angekommen. Es handelt sich um hervorragende Vertreter ihrer Rasse, wie sie in einer so guten Qualität bisher noch nicht in Deutschland benutzt worden sind. Sie werden zur Erzeugung von Maultieren, die auch bei der Wehrmacht gebraucht werden, Verwendung finden.
Des Kindes Schutzengel.
Im Bahnhof Weingarten bei Speyer lief ein drei- jähriges Kind van der Seite seiner Mutter weg und näherte sich den Bahngleisen. Im gleichen
Augenblick kam der Lokalzug der Strecke Neustadt-Speyer. Das Kind wurde von der Lokomotive erfaßt und kam unter der Vorderachse der Maschine zu liegen, die sofort stillstand. Es dauerte allerdings geraume Zeit, bis das Kind aus seiner gefährliche Lage befreit werden konnte, i was erst gelang, als man Schottersteine zwischen ! den Gleisen herausnahm. Mit nur ganz leichten Kopfverletzungen kroch die Kleine dann unter der Lokomotive hervor.
Die landwirtschaftlichen Genossenschaften.
In Breslau fand die Arbeitstagung des Reichsoerbandes der Deutschen Landwirtschaftlichen Genossenschaften — Raiffeisen — E. V., Berlin, statt. Seit der letzten Zusammenkunft in Wien im Herbst vorigen Jahres hat die Organisation eine weitere Ausdehnung ihrer Aufgaben erfahren, und zwar insgesamt etwa 2000 Genossenschaften Zugang, so daß der Gesamtbestand über 48100 landwirtschaftliche Genossenschaften beträgt. Der Ausbau der Gcnossen- schaftsorganisationen in den West gebieten, im Elsaß, in Lothringen, Luxemburg und Eupen- Malmedy ist in vollem Gange.
Raubmord im Walde bei Wiesbaden.
Am Sonntagvormittag wurde auf ber Aar- straße, etwa 1 Kilometer oberhalb des Holzhackerhäuschens, ein Personenkraftwagen herrenlos aufgefunden. Als Eigentümer wurde der Metzger und Viehhändler August Schmidt aus Wiesbaden ermittelt. Das Auto stand schon seit Samstagnachmittag auf der Straße. Beim Absuchen der weiteren Umgebung wurde die Leiche des Schmidt im Walde mit mehreren Schußwunden auf- gefunden. Ein Geldbetrag von etwa 3000 RM. sowie die Papiere, die Schmidt in der Brieftasche bei
sich führte, fehlten. Mithin muß Schmidt einem Verbrecher zum Opfer gefallen sein.
Vollstreckung eines Todesurteils.
Am 25. Februar 1941 ist der am 30. März 1891 in Münsingen geborene Robert Ganter hinge- richtet worden, den das Sondergericht in Stuttgart als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Ganter, ein infolge Trunksucht verkommener gewalttätiger Mensch, hat einen 76jährigen Greis durch schwere Mißhandlungen ermordet.
Zweifacher Mörder hiugerichtel.
Am 22. Februar ist der 1903 in Schadwalde im Kreise Marienburg geborene Heinrich Wadro - w i tz hingerichtet worden, den das Sondergericht in Hannover wegen Mordes in zwei Fällen zum Tode verurteilt hat. Wadrowitz, ein vielfach vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher, hat in der Strafanstalt einen Mitgefangenen und einen Aufsichtsbeamten ermordet, um entfliehen zu können.
Verwegener Raubüberfall in Paris.
Bei einem verwegenen Raubüberfall, den drei Banditen in Paris in der Rue de la Dictoire auf drei Kassierer einer Bank des Credit Industrie! et Cornrnercial verübten, fiel den Räubern eine Beute von 3 780 000 Franken in die Hände. Einer der Bankangestellten wurde durch Revolverschüsse getötet, ein anderer schwer verletzt. Die Banditen konnten in ihrem bereitstehenden Kraftwagen entkommen. -
Ein Aulobus in die Jjssel gefahren.
Ein mit 18 Personen besetzter Autobus fuhr in der Nähe der holländischen Stadt Moordrecht in die Jjssel. Das Fahrzeug kam etwa sechs Meter unter Wasser unter den Kiel eines Schiffes zu
liegen. Die Bergungsarbeiten find dadurch außer- ordentlich, erschwert. Don den Insassen wurden der Chauffeur und neun Fahrgäste gerettet. Sechs Leichen konnte man bereits bergen, doch vermutet man, daß sich noch vier Menschen in dem Autobus befinden. Als Ursache des Unglücks nimmt man Bruch der Steuerung an.
Lastauto in den St.-Lorenz-Strom gestürzt.
In ßongueil in Kanada stürzte ein Lastauto in den St.-Lorenz-Strorn. Bei diesem Unglück er- tranken elf Arbeiter.
Gasvergiftung im Badezimmer.
In Heidelberg kam ein löjähriger Junge durch Gasvergiftung im Baderaum ums Leben. Das Badezimmer war ziemlich klein und Fenster und Türen dicht verschlossen. Vermutlich hatte die ®a^ flamme den im Raum befindlichen Sauerstoff oer» braucht und war zurück-geschlagen, so daß das Gas ausströmte.
Tödliche Pferdevergiftung durch Eibe.
Iwei Pferde eines Spediteurs in Bad Reichenhall sind kürzlich an Eibenvergiftung eingegangen, wie die Sektion einwandfrei ergab. Die Tiere hat- ten eine halb Stunde vor ihrem plötzlichen Tod von einem an einem Straßengrundstück stehenden Eibenbusch Zweige gefressen, so daß die wertvollen Tiere unter Erstickungserscheinungen eingingen, da das in der Eide enthaltene alkoloide Toxin Lähmungserscheinungen, vor allem eine Atmungslähmung, hervorruft. Der Reichstierschutz, bund bittet daher, Eiben, die so weit in die Straße hineinragen, daß sie von den das Grüne suchenden Pferden erreicht werden können, zurückzuschneiden oder zu entfernen. •
ji,rv
1: U V
Reiskirchen, den 25. Februar 1941.
986 D
Die Beeidigung findet Donnerstag, den 27. Februar, nachmittags 2 Uhr statt
Heute morgen ist unsere liebe Mutter und Schwiegermutter Frau ElisabetheDebus, geb. Damm nach langem schweren, mit grober Geduld getragenem Leiden, im Alter von 71 Jahren, sanft entschlafen.
In tiefer Trauer:
Familie Ludwig Launspach IV.
Bekanntmachung.
Detr.: Ausgabe der Lebensmittelkarten für den 21. Versorgungsabschnitt.
I. Die Ausgabetage werden wie folgt festgesetzt:
1. Ausgabetag: Donnerstag, 27. Februar 1941.
2. „ Freitag, 28. Februar 1941.
3. „ Wontag, 3. Wärz 1941.
4. „ Dienstag, 4. Wärz 1941.
5. Wittwoch, 5. Wärz 1941.
Welcher Ausgabetag für die Bezugsberechtigten in Frage kommt, ergibt sich aus der Aufstempelung auf den Personalausweis.
Die Reste der Karten des 19. Dersorgungs- abschnittes, außer den Rährmittelkarten, sind zurückzugeben.
Die Karten werden nur an Erwachsene ausgehändigt.
II. Alle Karlen sind sofort bei Entgegennahme hinsichtlich der Zahl und der Richtigkeit der Verbrauchergruppen (Altersstufen) nachzuprüfen. Spätere Beanstandungen find zwecklos.
HI. Jeder Haushalt erhält einen Sonderausweis für den Fischbezug. Der Ausweis berechtigt im Rahmen der jeweiligen Zufuhr zum Bezug von Fischen in den Fischspezialgeschäften „Cuxhaven, Koch Nachf. und Nordsee". Welche Abschnitte der Ausweiskarte jeweils beliefert werden, ergibt sich aus den Anschlägen in den Schaufenstern der vorgenannten Geschäfte. 979D
IV. Bel nicht terminmäßiger Abholung der Karten wird eine Gebühr von 1, —RW. je Personalausweis erhoben.
V. Während der Ausgabetage werden Bezugschein- anträge nicht entgegengenommen.
Gießen, den 26. Februar 1941.
Der Oberbürgermeister. Ernährungsamt Abt. B und Wirtschaftsamt.
‘üid Treffer wurden schon gqognu lindvirisf auch das üliick gewogen! Der Mcksmann hot Dein Los dabei und wuascht.dass cs ein (Treffer 5ti!
Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, Der Name des Herrn sei gelobet.
im blühenden Alter von 11 Jahren 2 Monaten.
Großen-Buseck, den 25. Februar 1941.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 27. Februar, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Zeilstraße 24, aus statt.
992 D
Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied gestern nachmittag in der Kinderklinik zu Gießen, nach kurzem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden unser lieber, unvergeßlicher Sohn, mein guter Bruder, Enkel, Pate und Neffe
Walter
In tiefer Trauer:
Wilhelm Wagner XI. und Frau Lina, geb. Kratz nebst Kind Erna
Wilhelm Wagner III. und Frau
Ludwig Kratz.
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Ringmitglieder 20%, Wehrmachtsangehörige 50% Ermäßigung. Karten im Vorverkauf: Kartenvefkaufsstclle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, und in der Musikalienh. Challier
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