Mitteln und Rohstoffen zu genügen. Sie hatten dabei aber noch nicht die inzwischen eingtztretenen Verluste der durch Bombenwirkung ausgebrannten Lagerhäuser berücksichtigt.
Das Abfallen der Tonnageziffer war eine natürliche Folge des Rückgangs des englischen Schiffs- b a u e s Noch im Jahre 1913 betrug des Anteil
im Jahre 1938 nur noch rund 34 o. Sy Im Jahre
im Jahre 1938 nur noch rung 34 v. Sy Im Jahre
1913 wurden nahezu 2 Mill. BRT. auf englischen Werften gebaut, im Jahre 1938 nur etwa 1 Mill. BRT. Das sind Zahlen, die zu denken geben, und wenn man erklärt, man hoffe jetzt während des Krieges 1,5 Mill. BRT. jährlich zu bauen, so ist das weiter nichts als Bluffs denn neben Neubauten treten in erster Linie Reparaturarbeiten an den durch Kriegeinwirkung beschädigten Handelsschiffen. Inzwischen wird aber die deutsche Luftwaffe dafür sorgen, daß diese Arbeiten nicht so schnell vor sich gehen werden, wie man sich das an der Themse auf dem Papier ausgerechnet hat. Auch die Beschlagnahme gewisser Teile der Handelsflotte, die den von Deutschland besetzten Ländern gehören, hat nicht die durch den Krieg eingetretenen britischen Schiffsverluste wettmachen können. Man hatte auch das natürlich als großen Erfolg ausgemalt, obwohl man selbst trübe in die Zukunft sah und genau wußte, daß ein Teil dieser Schiffe auch schon in Friedenszeiten dazu beitrug, die Lebensmittelversorgung der Insel sicherzustellen.
So blieb als letzte Hoffnung Englands nur noch die Hilfe der USA. Im Laufe des Krieges wurden von den Amerikanern rund 500 000 BRT. teilweise veraltete Schiffseinheiten an britische Interessenten verkauft. Damit ift aber praktisch die amerikanische Reserve an Tonnage erschöpft. Auch der amerikanische Schiffsbau ist vorläufig nicht in der Lage, den bedrohten englischen Plutokraten zu Hilfe zu eilen: denn hier gilt es, in erster Linie das riesige Bauprogramm der amerikanischen Kriegs- und Handelsflotte zu erfüllen. Damit sind
aber die amerikanischen Werften in den nächsten Jahren vollauf beschäftigt.
Heute steht nun England, das im Jahre 1917/18 nahezu alle Staaten der Welt und deren Schiffe auf seiner Seite hatte, den deutschen Waffen allein gegenüber Seine führenden Männer, die nach den deutschen U-Bootserfolgen in den ersten Kriegswochen ihre Schiffsraumverluste für gering erklärten und immer behaupteten, daß in einigen Wochen die deutsche U-Bootgefahr vorüber sei, haben sich heute unter dem Druck der Ereignisse eine ganz andere Sprache angewöhnt. Durch die Erfolge der deutschen Wehrmacht fiel der europäische Markt für die Lebensmittel- und Rohstoffversorgung Englands aus. Die deutsche Kriegsmarine steht auf allen Meeren im Kampf gegen die englische Schiffahrt und zwingt die feindlichen Schiffe zu weiten Umwegen und zur Bildung von Geleitzügen, was eine große Verzögerung des gesamten überseeischen Verkehrs zur Folge hat. Die deutsche Luftwaffe legt durch ihre dauernden Angriffe den größten Teil der britischen Häsen lahm. Das sind alles Tatsachen, mit denen man sich scheinbar nun langsam jenseits des Kanals vertraut macht.
Wet mehr denn 8 Millionen BRT. englischer und für England'nutzbarer neutraler Schiffsraum liegen auf dem Grund des Meeres, und England ist heute nicht mehr in der Lage, die furchtbaren Schiffsverluste auf irgendeine Weise auszugleichen. Die Engländer werden sich vielmehr, wie der Führer am Montag sagte, „von März und April ab au f ganz andere Sachen gefaßt machen müssen . So ist der englische Tonnagemangel zu einem unlösbaren Problem geworden. Auch die angeblich großen britischen Erfolge in Afrika müssen aus dieser Perspektive betrachtet werden: denn sie erfordern nichts als Schiffsraum zur Sicherstellung des Nachschubes. Und wenn es überhaupt einen Be- weis für die dahinsinkende Macht Großbritcchniens gibt, so ist es das Hilfesuchen um jeden Preis bei fremden Mächten wie den USA.
3m Banne der Führerrede.
Italien.
M a i l a n d, 25. Febr. (Europapreß.) In der italienischen Presse wird betont, daß Adolf Hitler in feiner Rede die unbedingte Siegeszuversicht der Achsenmächte in ähnlicher Weise wie Mussolini bestätigt. Der offiziöse „Popolo d'Jtalia" hebt besonders auch die Erklärung Hitlers von der Unlösbarkeit des Bündnisses zwischen Deutschland und Italien und die Ankündigung vom Beginn des Seekrieges in großem Maßstab im Frühjahr hervor. Der „Corriere della Sera" schreibt, der Sinn der Reden Mussolinis und Hitlers sei klar und wolle sagen, daß dieser Krieg das Ende der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ungerechtigkeiten bedeute. Die Solidarität des Geistes und der Herzen zwischen den Führern der Achse und den beiden verbündeten Völkern sei vollkommen und auch durch die harten Prüfungen noch bestätigt worden, die zu einer engen Zusammenarbeit auf allen Gebieten raten. „Giornale d'Jtalia" sagt, die Ankündigungen des Führers hinsichtlich der zukünftigen militärischen Entwicklung gründeten sich nicht auf irgendwelche hypothetischen Kalkulationen, sondern auf die tatsächliche Macht Deutschlands. Gleichzeitig sei die volle geistige, politische und militärische Solidarität der beiden Achsenvölker erneut bestätigt worden. Statt der von England erwarteten Spaltung hätten die Ereignisse der letzten Zeit die Gemeinsamkeit des Wollens und des Handelns nur noch verstärkt.
„Popolo di Roma" schreibt, die Ankündigung der nahe bevorstehenden Seekriegunternehmungen gegen den gemeinsamen Feind, die warmen Worte über den Beitrag Italiens zu diesem Kriege, der Dtmfes* beweis für den Duce haben ein nachhaltiges Echo in den Massen der italienischen Hörer gefunden. Diese Massen wissen, daß der einträchtige Wille der beiden Führer der Achse sich in eine unwiderstehliche Handlung umsetzt. In den beiden Reden könne man eifie vollkommene Uebereinftimmung von Gedanken und Vorsätzen antreffen. Wahrscheinlich haben noch unter keinen Umständen zwei Staatschefs eine ähnliche Gemeinsamkeit der Gesichtspunkte, der Vernunft, des Gefühls und des Glaubens bekundet. Das erkläre sich nicht nur durch die Solidarität der beiden Männer, sondern auch durch das persönliche Geschick der beiden Völker, die durch ihre von der gleichen Idee beseelten Revolutionen geschichtlich verpflichtet sind, «veite an Seite gegen die alte feindliche Welt zu kämpfen.
Die finnische preffe in Erwartung entscheidender Kriegshandlungen.
Helsinki, 25. Febr. (Europapreß.) Die Führerrede wird als ein Beweis dafür angesehen, daß Europa am Beginn einer neuen entscheidenden Phase der Entwicklung steht. „Helsingin Sanomat" sagt, die Rede des Führers sei die Antwort auf die letzte Kundgebung des Duce gewesen, als solche der herzlichste Ausdruck der Solidarität in der Zusammenarbeit der beiden Staaten während der Vergangenheit und in der Zukunft. „Uusi Suomi" glaubt der Führerrede entnehmen zu können, daß große Kriegshandlungen bevorstehen. „Hufvubftadsblybet" sieht gleichfalls in der Rede des Führer ein Zeichen dafür, daß der entscheidende Kampf bald einfetzen werde. „Suomen Sosialistt" setzt den Satz der Führerrede: „Im März und April werden die Gegner sehen, wie das Volk die Wartezeit genutzt hat" an die Spitze seines Berichts. Daß entscheidende Kriegshandlungen bevorstehen, wird auch von „Lar- jala" hervorgeyoben.
Das Echo in Spanien.
Madrid, 25. Febr. (Europapreß.) Die Madrider Presse steht im Zeichen der Führerrede. Auch die Mussolinirede wird groß veröffentlicht, da die meisten Zeitungen seit Sonntagmorgen zum erstenmal erscheinen und die Ausführungen des Duce nicht eher veröffentlichen konnten. „ABC" schreibt: „Der Führer und der Duce haben ihren Glauben an die unzerbrechliche Solidarität der Achse, an die Sicherheit und Siegeskraft ihrer Waffen zum Ausdruck gebracht. Keiner von beiden übertreibt oder verdunkelt die Wirklichkeit. Mussolini hat offen von den Teilen des italienischen Heeres gesprochen, die allein gegen die Soldaten des ganzen britischen Weltreiches in Ostafrika ohne Hoffnung auf Verstärkung kämpfen müssen. Der Führer seinerseits gibt keine festen Taten an und zeigt sich in keiner Weise vor der Zeit ängstlich. Das einzige Datum, das er prophezeit, sind die beiden nächsten Monate, in denen der U-Boot-Krieg gewaltig wachsen werde. Seine Gegner haben sich l immer getäuscht. Der Führer spricht nicht von her I Invasion, auch wenn er durchblicken läßt, daß im|
bevorstehenden Frühling das Reich seine Kräfte mit denen Großbritanniens messen wird. Man merkt in jedem Satz des großen Führers des deutschen Volkes eine erstaunliche Ruhe, eine Siegeszuversicht und eine glühende Liebe für fein Volk.
Auch das Partei- und regierungsoffiziöse Blatt „Arriba" unterstreicht, daß beide Reden von großer Härte, Entschlossenheit und Siegeszuversicht erfüllt sind und die Lektüre überzeugen muß, daß England trotz seiner vorübergehend gewonnenen Kilometer in Afrika keine Siegesaussichten hat. Die sporadischen und kostspieligen kleinen Erfolge an der nord- afrikanischen Küste haben keineswegs ausschlaggebenden und endgültigen Charakter. „Die beiden Reden", so fährt das Blatt fort, „zeigen nicht nur eine Uebereinftimmung in den politischen Versicherungen, sondern sie zeigen die Absichten beider Mächte, auf jeden Fall und um jeden Preis den entscheidenden Schluß-Schlag zu führen".
©er Widerhall in der Schweiz.
Basel, 25. Febr. (Europapreß.) Ebenso wie die Sonntagsrede Mussolinis wird auch die Ansprache des Führers im Münchner Hofbräuhaus von der schweizerischen Presse in großen Auszügen wieder- gegeben. Die Basler „Nationalzeituna" bemerkt, die Rede sei noch mehr als diejenige Mussolinis eine Vorbereitung auf den kommenden Entscheidungskampf gewesen. Der Führer habe sich zu einem unbedingten Zusammengehen mit seinem Achsenfreund bekannt und dem deutschen Volke gegenüber die Leistungen Italiens als ideologischer und militärischer Partner hervorgehoben.
Starke Beachtung in USA.
N e u y o r k, 25. Febr. (Europapreß.) Die Münchner Rede Adolf Hitlers findet in den Vereinigten Staaten starke Beachtung, besonders deshalb, weil sie konkrete Angaben über den verschärften U-Boot-Krieg enthielt. In fetten Schlagzeilen wie: „Im Frühjahr kann unser Feind andere Dinge erwarten" oder „Wo immer britische Schiffe auftauchen, sind unsere U-Boote bereit" kommt dies zum Ausdruck. Ferner wird — auch angesichts der Rede Mussolinis vom Sonntag — auf die Betonung der unlöslichen Freundschaft zwischen Deutschland und Italien hingewiesen. Nur einzelne Blätter glauben darin ein Schwächezeichen erblicken zu können.
Das Frühjahr werde, so schreibt „New Pork Times", sicherlich den größten Massenangriff auf die britische Schiffahrt bringen, den England je erlebt hat. Die „New York Herold Tribüne" unterstreicht, daß England dringend Zerstörer, U-Boot- jäger und Patrouillenbomber benötige. Die Chika- goer Zeitungen heben den Hinweis auf die bevorstehende erhebliche Verschärfung des U-Boot-Krieges hervor.
Das Englandhilfe-Gesetz.
Washington, 25. Febr. (Europapreß.) Im Senat wandte sich nach Senator Clark auch La F o l e 11 e (Wisconsin) gegen das Englandhilfegesetz. Er betonte noch einmal,' daß England nicht den Kampf der Vereinigten Staaten kämpfe. Die bisherigen Aenderungen der Vorlage bedeuteten gar nichts. Man könne feinen Tiger durch Aufmalen von Streifen zum Zebra machen. Man könne auch kein Dynamitfaß anmalen und dann erwarten, die Explosion würde weniger verheerend sein. Er sei keineswegs der Meinung, daß die Vereinigten Staa- durch den Europakrieg bedroht seien, andernfalls würde er die sofortige Kriegserklärung befürworten. Der Krieg fei „Feind Nr. 1" der Demokratie. Der demokratische Abgeordnete Ellinger beantragte, daß das Gesetz nichts enthalten dürfe, was Roosevelt spezielle Vollmachten geben könnte, die USA.- Streitkräfte außerhalb der westlichen Hemisphäre oder van USA.-Besitzungen zu verwenden. Der oppositionelle Senator Johnson (Kalifornien) bezeichnete diesen Zusatz als den Prüfstein für die Ehrlichkeit der Anhänger des Englandhilfe-Gesetzes. Falls der Vorschlag Ettingers abgelehnt würde, befänden sich die USA. „innerhalb weniger Tage" nach Annahme des Gesetzes im Kriege.
Boosevelt verlangt weitere Vüstungs-Milliarden.
Washington, 25. Febr. (Europapreß.) Präsident Roosevelt unterbreitete dem Kongreß am Montag einen Militär-Nachtragsetat in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar. Mit diesem Betrag soll die Ausweitung des Heeres für den Rest des laufenden Haushaltsjahres finanziert werden.
Japan hält am Dreierpakt fest.
Vage Versprechungen können Tokio nicht beeinflussen.
Tokio, 25. Febr. (Europapreß.) Die Forderung des Ausscheidens Japans aus dem Dreierpakt von Berlin, die in der nordamerikanischen Presse als Voraussetzung für eine Wiederannäherung Japan —USA. bezeichnet worden war, wird von „Hochi Shimbun" scharf zurückgewiesen mit der Feststellung, daß jeder einzelne Japaner von den anti- japanischen Maßnahmen der USA. lange vor dem Abschluß des Dreierpaktes wisse. Japan habe einen Ausgleich versucht, so schreibt das Blatt weiter, aber selbst die den Vereinigten Staaten freundliche Politik des Kabinetts Ponai und des Außenministers Arita fei vö11 i g fehl- geschlagen. Washington solle sich darüber klar sein, daß Japan bie USA. nicht fürchtet und sich auch nicht auf Grund vager Versprechungen in seiner festen Haltung beeinflussen lassen werde. „Hinter dem Dreierpakt steht die gesamte japanische Nation", so betont „Hochi Shimbun" fest entschlossen, in Ostasien eine Neuordnung gegen den
ungerechten Einfluß Englands und der USA. au', zubauen
©ie LkSA.-Bürger sotten Thailand verlassen.
Bangkok, 25. Febr. (Europapreß.) Alle Thailand sich aufhaltenden Staatsangehörigen d«r USA. erhielten von dem USA.-Gesandten in Thai» land, Hugh Gladney, die Mitteilung, daß er uo« der Regierung beauftragt sei, allen Frauen, Äii> dem und denjenigen Männern, deren Verbleibe, nicht von außerordentlicher Bedeutung sei, de Heimreise in die Vereinigten Staaten zu emp. fehlen. *
Wie „Gazzetta del Popolo" aus Tokio melhet, ist der Waffenstilland zwischen Thailand und Frar. zösisch-Jndochina um zehn Tage verlängert worden.
LMuppen der deutschen Luftwaffe in Rumänien
-
R>
W i ■
w
WW7' WJ
Ihrem Charakter als Lehrmission entsprechend, haben die nach Rumänien verlegten Verbände die Auf. gäbe, die Weiterbildung der rumänischen Flieger tatkräftig durchzuführen. Die deutschen Instruktion;' Offiziere vermitteln ihren Kameraden die neuesten Kriegserfahrungen. Die rumänischen Flieger finl mit großem Eifer bei der Sache. — Eine weitere Aufgabe erfüllen die deutschen Flieger durch betr. Schutz der Wirtschaftszentren Rumäniens. — Während in weiter Entfernung von der auf unserem Bilde sichtbaren Anlage schwere Flakartillerie in Stellung gegangen ist, schützen leichte 2-cm-Batterieri gegen etwaige Tieffliegerangrifse. — (PK.-Grabler-Scherl-M.)
Kameradschaft dergugend junger Völker.
14 Rationen mit über 2100 Wettkämpfern bei den Winterkampfspielen der HZ.
Garmisch-Partenkirchen, 26. Februar. (DNB.) Im Festsaal ^er olympischen Kampfstätten in Garmisch-Partenkirchen wurden durch den Reichsjugendführer in Anwesenheit des Reichsministers für Bewaffnung und Munition Dr. Todt, des Gauleiters des Traditionsgaues München-Oberbayern Staatsminister Wagner, des Reichssportführers von Tschammer und Osten, des ^-Gruppenführers Schaub und vielen anderen Ehrengästen sowie der Führer der Jugendorganisationen aus 13 europäischen Nationen die 6. Winterkampfspiele der Hitler- Jugend durch die Verpflichtung der Wettkämpfer und Kampfrichter eröffnet.
Die Bedeutung dieses Treffens der europäischen Jugend liegt nicht allein in der stattlichen Zahl von insgesamt fast 2200 Teilnehmern aus 13 europäischen Nationen, die während des Krieges zum ersten Mal auf deutschem Boden mit her Auslese der deutschen Jugend in friedlichen Wettbewerb treten, als vielmehr in der Tatsache, daß mit den aktiven Abordnungen eine Reihe namhafter ausländischer Ehrengäste in Garmisch eingetroffen sind.
Der Eröffnungskundgebung in der Festhalle gaben bie Wettkämpfer in ihrer farbenfreubigen Sportkleidung eine befonbere Note. Auf der mit Fahnen aller teilnehmenden Länder geschmückten Bühne hatte der Reichsmusikzug der HI. seinen Platz. Im Saal und auf den Rängen aber saß die deutsche Jugend mit ihren ausländischen Kameraden, ein Bild gesunder, frischer, im Sport gestählter Kraft. Der Reichssportführer von Tschammer undOsten erinnerte an die herrlichen Kämpfe der Olympischen Winterspiele 1936 und wies auf bie ungeahnte Entwicklung ber Winterkampfspiele der HI. hin, der mit vollem Recht bie olympischen Kampfstätten eingeräumt seien. Die Bedeutung der Wettbewerbe gehe schon aus der Teilnehmerzahl von 1800 deutschen Jungen und Mädels und ungefähr
400 ausländischen Gästen hervor. Der Reichssporft. sichrer ermahnte bann die Jugend zu Ritterlichkei! und tapferem Kampf. Dann nahm der Chef bei Hauptamtes für Leibeserziehung in ber HI., Ober« gebietsführer Dr. Schlünder, bie feierliche Verpflichtung der Teilnehmer und Kampfrichter dox Nach dem Gelöbnis der Jugend erklärte der Reichs« jugendführer A x m a n n die 6 Winterkampfspielr der HI. für eröffnet. Mit den Liebern ber Ratio ü klang bie stimmungsvolle Kunbgebung aus.
Während die Jugend bereits im harten Wettkampi liegt, trafen Montag und Dienstag bie vom Reichs jugendführer eingelabenen Jugenbaborbnnn- gen aus 13 Nationen als Gäste im Werdeii- fester Land ein. Den Auftakt dieser Tage austichii- ger Kameradschaft ber Jugend aller jungen Völker bildete eine gemeinsame Fahrt a u f bi i Zugspitze. Hunderte der ausländischen Teilnch mehr verbrachten inmitten dieser herrlichen Winter- landschaft frohe Stunden gemeinsamen Erleben- Vor der (Eröffnungsfunbgebung empfing der Reichs- jugendführer die Führer der ausländischen Abort» nungen. Besonders herzlich«gestaltete sich ber Emj» fang bes Generalvizekommanbanten ber GIL., D o - n a m i c i, und der italienischen Mäbestührerin Testa. Aus Portugal konnte ber Reichsjugendfühv- rer ben früheren Staatsjugendführer und peutigern Gesandten in Berlin. Nobre Guedes, begrüßen aus Holland den Führer ber bärtigen NS.-Jugento, ©eiferten, aus Ungarn ben Vertreter bes Hom- vebministers, General P e 11 y, aus Norwegen ben Führer der Quisling-Jugend, Staatsrat Axel Stang, ferner ben Oberkorpskornmandante« Macek ber slowakischen Hlinka-Jugend, ben Fühß> rer ber dänischen NS.-Jugend, Kapitän La er uni, den sinnischen Jugendführer, Vuolasvirta, sowie bie Führer der Abordnungen aus Ruma« n i e n, Bulgarien und Jugoslawien.
3m Slmzflug aus Handelsschiffe im Mielmeer.
Zwei Tage gegen britische Geleitzüge mit Truppentransportern vor Dengasü Von Kriegsberichter Werner Mühlbradt.
DNB.....25. Febr. (PK.) Wir sitzen in der
Mensa Ufficiale unseres italienischen Feldflughafens. Deutsche und italienische Ordonnanzen fragen uns nach unseren Wünschen. Spaghetti, ein Fleischgericht und Mandarinen sind heute auf ber Speisekarte unseres vortrefflichen italienischen Kochs verzeichnet. Am Nebentisch hat ber Geschwaderkommodore Platz genommen, seine Anwesenheit beruhigt uns, benn es herrscht einftünbige Bereitschaft. Der Einsatzbefehl kann uns zu jeber Minute erreichen. Wir liegen gerade „im Kampf" mit den Spaghettis. Sie besitzen für uns „Anfänger" die verdrießliche Eigenschaft, bie Verdinbung zwischen Teller unb Munb nicht abreißen zu lassen. Da melbet sich ein Gefreiter beim Geschwaderkommo- bore. Wir hören nur bie ersten Worte unb wissen, ber Einsatzbefehl ift ba.
Einsatzbesprechung, einsteigen in bie Maschine, Start und sammeln, alles vollzieht sich mit gewohnter Präzision! Dann geht es im Verband auf bie lange Reise. Leichter Dunst unb Wolkenschleier begleiten uns auf unserem Flug. Ein matter Seiden- schimmer ruht auf ben Wogen bes Meeres. Für Stunben sehen wir nichts als biefe leere Weite bes Meeres unb ben ebenso unenblithen, nur durch Wolken scheinbar unterbrochenen Himmel. In vorläufig fast noch unfaßbarer Ferne fährt der Tommy im Geleit, einige Hanbelsdampfer sind unter dem Schutz von Kriegsschiffen unterwegs. Sie ber
gen eine wertvolle Ladung. Truppen und ©eröü Waffen unb Munition zur Verstärkung ber nord- afrikanischen Front. Unsere Kamps- und ©tur.» fampfflieger haben im Verein mit den Zerstörern bie ersten Breschen in diese Front geschlagen. Bein- gasi und Agheila waren die Mittelpunkt! dieser Angriffe. Nach Wochen des Vordringen« folgte jetzt der e r ft e Rückschlag für die EnM länber. Doppelte Anstrengungen wurden nun unternommen, um ben britischen Vorhuten neue Verstärkungen zuzuführen. Bengasi ist b e r A u s l a d» Hafen bafür. Doch bie deutsche Luftwaffe IM Wacht, unsere Aufklärer haben bie Transports rechtzeitig gemelbet, unb gleich sind die Kamp!' verbände gestartet.
Unsere. Gedanken richten sich auf den Angriff Wir fliegen als letzte Maschine unserer Staffel. Dr' Flugzeugführer wendet alle Kniffe an, um nicht aw zuhängen, vorn wird mit einem „mächtigen Zahn über den „Teich" gefahren. Aber w i r h a 11 e n d en Anschluß! Die afrikanische Küst e tauG auf, im rotbraunen Schleier liegt sie eingehüllt voa uns. Der Flugzeugführer macht auf schattenya^ Umrisse aufmerksam, doch ein mäßiger Dunst laffi- es vorläufig nicht zu, genaue Ziele anzusprechcn Wir beobachten weiter! „Da liegen die Pötte ja. Der Flugzeugführer hat recht: wir erkennen naw einander zwei, drei, vier und mehr Schifte. EmG von ihnen find bereits in den Hafen eingelauM


