vollständig aufgerieben werden. Jagdverbände chossen 12 sowjetische Flugzeuge ab. Mit vernichtender Wirkung griffen deutsche Kampfflugzeuge nördlich Smolensk feindliche Feldbe-festigun- gen und Flakstellungen an. Der Bombenangriff ließ am 24.8. auch in motorisierte Kolonnen und Narschformationen der Sowjets hinein, wobei tarke Truppenkonzentrationen des Feindes zer- chlagen wurden. Nachdem die Kampfflugzeuge sich ihrer Bomben entledigt hatten, griffen sie den Feind mit Bordwaffen an und fügten ihm weitere schwere Verluste zu. Ein stärkerer Verband der deutschen Luftwaffe unterstützte die Operationen des Heeres im Raume zwischen Gomel und Kiew durch Angriffe auf starke feindliche Truppenan- ammlungen und Durchmarschstraßen mit besonderem Erfolg. Ein Straßen- um d Ei s e n b a h n- k n o t e n p u n k t von besonderer Bedeutung für den feindlichen Nachschub wurde überraschend mit zahlreichen Bomben belegt. Der Angriff traf auf dichtgedrängte Marschkolonnen der Sowjetarmee und große Fahrzeugansammlungen. Einwandfrei konnte die Zersprengung großer marschierender
Berlin, 23. Aug. (DNB.) Die Schlacht um und nördlich Gomel, die am 20. August mit der schweren Niederlage der Sowjetwehrmacht in diesem Raum ihren Abschluß fand, hat die Masse zweier Sowjetarmeen zerschlagen. Die Schlacht setzte bereits am 10. August ein, als Jnfanterie- und Panzerdivisionen südostwärts Kritsch e w, das rund 110 Kilometer südlich von Smolensk liegt, stärkere Sowjetkräfte eingekreist und mit ihrer Vernichtung begonnen hatten. Mehrere Divisionen der Sowjets waren hier eingeschlossen morden. Sie versuchten immer wieder durchzubrechen, wurden in hartnäckigem Kampf aber zusammengedrängt. Ihre Lage wurde verzweifelt, als ein verstärktes Infanterieregiment von Norden her in den Kessel hineinstieß. Die eingekesselten Sowjets wurden vernichtet oder gefangen genommen. Schon Mitte August waren 20 000 Gefangene, 32 Panzer, 85 Geschütze und ein Panzerzug hier in deutscher Hand.
Der zweite Stoß begann von Westen her südlich Rogatschew, das 80 Kilometer südlich Mogilew und 100 Kilometer südwestlich Kritschew am Dnjepr liegt. Hier erzwangen deutsche Infanteriedivisionen den Uebergang. Sie überwanden die zäh verteidigte Dnjepr-Linie, während andere Kräfte westwärts des Sosh, also im Raum zwischen Dnjepr und Sosh, nach Süden vorstießen. Deutsche Divisionen kesselten eine weitere Feindgruppe im Raume südostwärts Rogatschew ein und vernichteten sie. Fast 20 000 Bolschewisten mußten sich gefangengeben.
Während die Sowjets im Kessel südostwärts Rogatschew vernichtet wurden, drangen deutsche motorisierte Infanterie- und Panzerverbände o st ° märte des Sosh, also südostwärts Kritschew, in mehreren Angriffswellen nach Süden vor. Der konzentrische Angriff auf Gomel führte am 19. August zur Eroberung dieses wichtigen Eisenbahn- und Straßenknotenpunktes, den Marschall Timoschenko zu seinem Hauptquartier gewählt hatte. Ostwärts von Gomel drang der Angriff aus dem Raum von Kritschew und Roslawl bis in die
Truppenteile und die Zerstörung zahlreicher Flugzeuge beobachtet werden.
In der Ukraine bombardierten Kampf- und Sturz- kampfoevbände die fliehenden Truppen des Sowjetmarschalls Budjenny. Schwere Angriffe richteten sich gegen motorisierte Kolonnen der Sowjets, die sich vergeblich dem Bombenhagel der deutschen Kampfoerbände zu entziehen versuchten. Els sowjetische Panzer wurden vernichtet, sechs weitere beschädigt. 175 Lastkraftwagen wurden zerstört. Bei Angriffen gegen drei Flugplätze gelang es, 30 Flugzeuge, die startbereit am Boden standen, durch Reihenwurf zu vernichten. Die Maschinen gerieten schon nach den ersten Bombentreffern in Brand. Im Luftkampf schossen Jäger sieben Sowjetmaschinen ab. Im Seegebiet ostwärts Odessa wurde ein sowjetischer Tanker von 8000 BRT. schwer beschädigt. ,Auf einem Fluß wurde ein Schleppzua mit sieben Kähnen versenkt. Bei einem Angriff auf sowjetische Kanonenboote auf der Desna, einem Nebenfluß des Dnjepr, versenkten Kampfflugzeuge einen Monitor. Ein weiterer Monitor mußte schwer beschädigt auf Strand gesetzt werden.
Die Schlacht bei Gomel.
Das Ritterkreuz für vorbildliche Truppenführer.
Gegend südostwärts Klinzy, also etwa 100 Kilometer ostwärts von Gomel. Damit wurde den Sowjetarmeen die Möglichkeit eines Rückzuges nach Osten abgeschnitten. Sie mußten sich zur Schlacht um und nördlich Gomel stellen. Teile von 17 Schützen-, zwei Panzer- und fünf Kavalleriedivisionen, eine motorisierte Division und zwei im Marsch herangeführte Luftlandebrigaden wurden vom deutschen Angriff gepackt, geschlagen, vernichtet oder gefangen genommen. Die Zahl der Gefangenen wuchs in diesem Raum nach den neuesten Meldungen auf 87 000. 169 Panzerkampfwagen, 912 Geschütze und zwei Panzerzüge fielen in deutsche Hand. Außerdem wurden 38 Sowjetflugzeuge am Boden erbeutet. Die Schlacht um und nördlich Gomel hat dank der unvergleichlichen Kampf- und Marschleistungen der deutschen Truppe, dank der Ueberlegenheit der deutschen Waffen und der deutschen Führung den Weg für die weiteren Operationen frei gemacht.
*
Alle die hier genannten Orte sind Kleinstädte, aber durch ihre strategische Lage bemerkenswert. Sie gehören mit den meisten übrigen Städten am Waräger-Weg von der Düna zum Dnjepr zu den ältesten Städten und Festungen im ganzen osteuropäischen Raum. Wer sich mit der Kriegsgeschichte früherer Zeiten beschäftigt hat, wird immer wieder von Bewunderung erfaßt, wie auch in fast vorgeschichtlichen Zeiten der Späherblick alle strategisch wichtigen Punkte in primitiven SiedlungsräuMen auswählte. Es ist ein sehr eigentümliches Gefühl zu sehen, daß diese Orte — bisher weltvergessene Nester — jetzt wieder eine ähnliche Rolle spielen. Rogatschew liegt etwas oberhalb des Treffpunktes der zweigleisigen Nord-Süd-Bahn von Witebfk dnjeprabwärts — diese Bahn entspricht dem Waräger-Weg — mit der ebenfalls zweigleisigen West- Ost-Bahn von Minsk über Gomel und Klinzy nach Brjansk. Dieses Klinzy stellt gleichzeitig die Wasserscheide zwischen dem Sosch und der Dessna dar, zwei östlichen Nebenflüssen des Dnjepr.
nisse zugeteilt erhält, unmöglich. Ebenso unmöglich wären die blitzschnellen Erfolge unserer großen «oen in Polen und Norwegen, im Westen, auf
alkan und jetzt in Sowjetruhland, wenn die höchste, höhere und mittlere Führung in den Luft- auftlärern und in den motorisierten und berittenen Erdaufklärungsabteilungen nicht ein so vortreffliches Erkundungsmittel in der Hand hätten. Freilich mit den Aufklärungsmitteln allein ist es nicht getan, eine der wesentlichsten Ausgaben der Führung ist es, sie so gegen den Feind anzusetzen und ihnen Ziel und Aufgabe so zu bemessen, daß die Aufklärunasergebnisse auch wirklich volle Klarheit über die Lage beim Feinde verschaffen._
Denn nur wenn der Feldherr weiß, wo der Feind seine Hauptkräfte versammelt, wie er sie gegliedert, wo er die Masse seiner Panzerkräfte zusammengezogen und wie er seinen Luftausmarsch vollzogen hat, ist er imstande, seine Truppen an dem erfolgversprechenden Frontabschnitt zum entscheidenden Stoß in die Flanke und den Rücken des Feindes zu führen. Denn darauf allein kommt es an; nicht der „ordinäre Sieg", wie Schliessen den reinen Frontalsieg genannt hat, sondern nur die Umfassung der feindlichen Hauptkräfte, das Abschneiden ihrer rückwärtigen Verbindungslinien, wenn möglich ihre vollständige Umzingelung kann die militärische Vernichtung des Feindes, das Ziel jedes Feldzuges, herbeiführen. An diesem ewig gültigen Grundsatz jeder Truppenführung hat sich feit Cannae, ganz gleich ob mit Pfeil und Bogen oder mit Granaten, Bomben und MG.-Geschossen gekämpft wird, nichts geändert. Geändert hat sich nur die Form, haben sich die Mittel, mit denen die Flanken und Rückenumfassung erreicht wird. Lange Zeit schien es zweifelhaft, ob eine so vollständige Umzingelung und Vernichtung neuzeitlicher Massenheere überhaupt noch möglich wäre. Im Weltkriege konnte sie keiner von beiden kriegführenden Parteien gelingen, weil die Entwicklung schneller und gleichzeitig kampfkräftiger Truppen nicht Schritt gehalten hatte mit der gewaltigen Vergrößerung der Kampfesräume nach der Breite und Tiefe. Erst die heutigen Panzer- und motorisierten Verbände, die Hunderte von Kilometern an einem einzigen Tage zurücklegen können, haben der Führung die Möglichkeit zur überraschenden operativen Umfassung auch stärker und ausgedehntester Feindheere gegeben.
Wie solche gewaltigen Umfassungsoperationen angesichts durchlaufender feindlicher Befestigungslinien von größter Stärke und Tiefenausdehnung zu führen sind, das hat Deutschlands heutige militärische Führung der Welt durch eine Reihe geradezu klassischer Umfassungssiege bewiesen. Porbe- dingung ist der Durchbruch durch die feindliche Front, der allerdings wohl nur bei gleichzeitiger Ueberlegenheit der Führung, der Truppen und der Kampfmittel zu erreichen ist. Eine Hauptrolle hat bei allen deutschen Durchbruchssiegen die glänzende Zusammenarbeit der Panzertruppen mit den Lustkampfverbänden gespielt, die tn langjähriger Friedensarbeit einen Höchstgrad der Leistungsfähigkeit erreicht hatten. Und wie verschieden auch im einzelnen die umfassenden Operationen nach geglücktem Durchbruch von der obersten Heeresleitung angesetzt wurden, maßgebend war für alle der gleiche Führungsgedanke: Höchste Ausnutzung der Schnelligkeit der Panzer- und motorisierten Verbände, um, durch den weichenden Feind rücksichtslos hindurchstoßend, ihm die tiefste Flanke und den Rücken abzugewinnen und durch die in Eilmärschen nachfolgenden nichtmotorisierten Truppenverbände die Einkreisung des Feindes zu vollenden.
Freilich ein „Rezept" zur Erringung des Sieges gibt es heute fo wenig wie in grauer Vorzeit. Denn die neuzeitlichen Waffen, die Panzer- und motorisierten Verbände sowie die Luftwaffe, stehen allen großen Heeren gleichermaßen zur Verfügung. Wenn trotzdem die deutsche Wehrmacht alle ihre Feinde vernichtend geschlagen hat, so nur deshalb, weil ihre Führung es in genialster Weise Derftgnben hat, das neueste Kriegswerkzeug, den Motor zu Lande und in der Luft, mit geballter Kraft an entscheidender Stelle, d. h. gegen Flanke und Rücken des Feindes einzusetzen.
Käkisalmi in finnischer Hand.
Helsinki, 23. Aug. (DNB.) Das Hauptquartier der finnschen Wehrmacht berichtet: Unsere Kriegsoperationen nordwestlich vonLadoga endeten in zwei Einkreisungen. Die verstärkte 168. sowjetische Division wurde auf die Landspitze s ii d- lich von Sortavala gedrängt. Die Hauptstärke dieser Division wurde vernichtet. Die Ueberbleibsel zogen sich nach Valame im Ladoga-See zurück, wo jedoch mehrere Schisse und Flöße unterwegs versenkt wurden. Die Kriegsbeute fft groß. Die sowjetische 142. und die 198. Division wurden nach der östlich von Hitola gelegenen Insel Kilpula verdrängt. Die Sowjets machen Versuche, die Reste dieser Divisionen abzutransportieren. Die Verladebrücken werden aber unablässig von der finnischen Artillerie beschossen. Aus der Linie Ilmee - Hii - tola wurde ein Angriff in direkt südlicher Richtung als tiefvordringender Keil bis nach Vuokfi gerichtet. In dem Kampf wurde die aus der Gegend von Moskau zu Hilfe gesandte 265. sowjetische Division völlig zersprengt. Die 155. Division wurde nach schweren Verlusten aus das West- u f e r des Vuokfi zurückgeschlagen. Mehrere kleine zu Hilfe gesandte Abteilungen sind umzingelt und vernichtet worden. Bei der Ausbreitung des Angriffskeils ist das Ufer des Vuokfi von Enfo nach Kiviniemi in die Hände der finnischen Truppen gefallen. Käkisalmi wurde am 21. August von Süden her erobert. Die finnische Presse berichtet, daß 90 v. H. der Stadt vernichtet sind und daß alle Brücken gesprengt wurden. Ferner wird geschildert, wie die Bolschewisten vor der Einnahme der Stadt gehaust haben, soweit sich dies noch aus den vorhandenen Spuren schließen laßt.
Erfolgreicher Einsatz der Lustwaffe.
Berlin, 24. Aug. (DNB.) Im Nordteil wurden im Raum um Re o al starke Feldbefestigungen der Sowjets erfolgreich mit Bomben und Bordwaffen bekämpft und die von Süden und Südosten nach Petersburg führenden Eisenbahnlinien teilweise aufgerissen Marschierende Kolonnen der Sowjets, die sich auf dem Rückzug befanden, konnten trotz eiliger Flucht dem Bombenhagel der deutschen Kampfflugzeuge nicht entgegen und erlitten schwere blutige Verluste. Insgesamt wurden 53 Sowjetflugzeuge abgeschossen und 48 am Boden zerstört.
Im mittleren Abschnitt wurden 4 2 Eisenbahn z ü g e, die zur Ausnahme fliehender Truppen bereitstanden, durch Reihenwürfe schwer beschädigt. 500 Waggons wurden zertrümmert oder brannten aus. 12 sowjetische Marschkolonnen konnten
Berlin, 23. August. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz an General der Kavallerie v. Mackensen, Generalmajor Duevert, Oberstleutnant im Generalstab Franz, Major von La Cheval- l e r i e, Hauptmann Luhe und Unteroffizier A l - brecht.
*
General der Kavallerie von Mackensen hatte mit seinem Korps bei der Brechung des sowjetischen Widerstandes bei Wlodzimierz, in der siegreichen Panzerschlacht westlich von Zlurce, der Einnahme von Luck und der Festung Rowne, dem Durchbruch durch die Stalin-Linie und der Einnahme von Schi- tomir entscheidende Erfolge.—Generalmajor Due - o e r t hat sich in den Kämpfen um Luck ausgezeichnet, der Fall der Festung Rowne war ein weiteres Beispiel seiner Entschlossenheit. Bei den Kämpfen um Sluzk durchstieß er die Stalin-Linie und drang bis zur Straße Zwiahel—Schitomir vor. — Oberstleutnant i. G. Franz zeichnete sich am 30.6. bei einem Durchbruch des Gegners aus. In Abwesenheit des Divisionskommandeurs organisierte er eine Widerstandslinie und zerschlug den Angriff des durchstoßenden Feindes. Hierdurch konnte ein Ausbruchsversuch aus dem Kessel um Bialystok verhindert werden. — Major von L a Chevallerie brach in den Kämpfen um Jonava schweren feindlichen Widerstand und warf den sich zäh und hartnäckig verteidigenden Feind aus dem Militärlager Rukla, wodurch der weitere Vormarsch zur Gewinnung der Düna vorgenommen werden konnte. — Hauptmann Lutze warf den Gegner aus der Waldzone ostwärts von Ruda. Jeden feindlichen Widerstand brechend, öffnete er, feiner Division die Enge bei Krakowiec und machte ihr den Weg auf Jawo- roff frei. — Unteroffizier Oskar Albrecht nahm, als im Zelwianka-Abfchnitt am 30. 6. 35 sowjetische Panzer die Abwehrstellung seines Regiments in Rücken und Flanke zu durchbrechen versuchten, an der Spitze mehrerer Panzerabwehrwaffen den ungleichen Kampf auf, über die eigenen vordersten Linien vorstoßend, vernichtete er trotz stärksten feindlichen Widerstandes auf nahe Entfernung drei schwere Feindpanzer und beschädigte zwei weitere schwer. Mit Handgranaten gelang es ihm, einen weiteren schweren Panzer zur Explosion zu bringen.
*
General der Kavallerie Eberhard von Mackensen wurde am 24.9. 1889 in Bromberg als Sohn d e Generalfeld marschalls von Matten f e n geboren. Nach der Reifeprüfung studierte er an der Universität Lausanne und trat 1908 als Fahnenjunker beim ersten Leibhusaren-Regiment Nr. 1 ein. 1914 Regimentsadjutant, wurde er im Weltkrieg in Truppen- und Generalstabsstellungen verwandt und 1918 als Hauptmann in den Generalstab der Armee versetzt. Nach dem Zusammenbruch war er im Grenzschutz Ost und wurde 1929 Major, 1932 Oberstleutnant, 1934 Oberst und Chef des Stabes der Inspektion der Kavallerie, 1937 Generalmajor, 1939 Cef des Stabes der Heeresgruppe V, 1940 General der Kavallerie.
Weitere Ritterkreuze für heldenmütigen Einsatz.
Berlin, 23. August. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Fronhöfer, Oberstleutnant B o r o w i e h, Oberleutnant O h r l o f f, Stabsfeldwebel Simm und Unteroffizier B r a k a t.
*
Oberstleutnant Fronhöfer durchbrach am 25.'6. den feindlichen Widerstand bei Utina und ermöglichte den raschen Vormarsch in Richtung Düna- burg. — Oberstleutnant Borowietz stieß auf Zbaraz vor, wobei er 92 feindliche Panzer, 28 Geschütze und anderes Gerät vernichtete. — In der Schlacht bei Witebsk stellte Oberleutnant O h r l o f f an der Spitze seiner Panzerkompanie die Verbindung mit einem hartbedrängten Kradschützenbataillon her, griff den Feind an und trug so dazu bei, die Lage am SüdMgel seiner Division sicherzustellen. — Stabsfeldwebel Alfred Simm nahm bei Potyliez durch Handstreich mit zwei Gruppen die feindliche Terrassenstellung auf der Höhe und besetzte den Schlüsselpunkt der feindlichen Stellung südlich von Rawaruska. — Unteroffizier Otto Bra ° k a f gelang es, bei dem Kampf in Drohiezyn eine größere sowjetische Abteilung zu vernichten und eine Pak, ein SMG. und mehrere Maschinengewehre zu erbeuten.
Das Ritterkreuz für den gefallenen Generalmajor Lancelle.
Berlin, 23. August. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres nachträglich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor L a n c e 11 e, Kommandeur einer Infanteriedivision.
*
Am 26. Juni beabsichtigte der Gegner mit einer aus Kraftwagen und Kampfwagen bestehenden Kolonne gegen Die Flanke der Division zu stoßen. Generalmajor Lancelle warf sich dem Feind an der Spitze eines Pakzuges, eines Sturmgeschützes und einiger Radfahrer entgegen und vernichtete in zähem Kampf drei Panzer, 16 Geschütze, acht Pak und zahlreiche Maschinengewehre, Lastkraftwagen und anderes Gerät. Am 3. Juli stand ein Regiment seiner Division im Angriff gegen einen vom Gegner besetzten Wald ostwärts von Kraslava, um einen Brückenkopf über die Düna zu erweitern. Generalmajor Lancelle beteiligte sich am Nahkampf, wobei ihn die tödliche Kugel traf.
Ein Heeresflak-Abzeichen.
Berlin, 23. August. (DNB.) Die Einführung eines Heeresflak-Abzeichens wurde vom Oberbefehlshaber des Heeres genehmigt. Das Abzeichen kann von Flak-Kompanien und leichten Batterien der Leeres-Flak-ArtilleriK her mindestens fünf Abfchüj-
Oos Wochenende.
Die umfassende und allgemeine Bewegung an der Ostfront hält an. Sie gab schon der Woche vom 17, bis zum 24. August das Gepräge. Am Samstag, dem 16. August, konnte im Rundfunk bereits angedeutet werden, daß die gesamte Ostfront wieder stark nach vorwärts drängt. Und dann kamen nacheinander di? großen Meldungen: von der Besetzung der Süd, Ukraine bis ans Schwarze Meer und den innerstem Dnjeprbogen, von der Schlacht nördlich und um Gomel, von der Front vor Leningrad. Was her Wehrmachtbericht vom 24. August meldet, fügt sich in diesen weitgespannten Gesamtkomplex ein. Die Sow. jets haben an den nicht sehr zahlreichen Bahnübergängen über den Dnjepr versucht, Brücken, köpfe zu halten. Es ist schon berichtet worden^ daß sofort gegen diese Brückenköpfe starke Angriffe angesetzt wurden. Der Wehrmachtbericht vom Sonntag verzeichnet nun, daß unsere Truppen „den bisher vom Feind noch zäh verteidigten Brückenkopf von Tscherkassy" in kühnem Angriff eingenommen haben. Das Wörtchen „noch" deutet darauf daß mit den übrigen Brückenköpfen, die die Sowjet am Dnjevr zu halten versuchten, im wesentlichen, schon Dor#er Schluß gemacht wurde. Tscherkassy liegt 160 Kilometer unterhalb von Kiew. Der folgend-! Satz des Wehrmachtberichtes schließt unmittelbar an die Kämpfe bei und nördlich von Gomel air und verzeichnet die Verfolgung des geschlagenen. Feindes nordwestlich Kiew auf und über beit Dnjepr. Südlich des Ilmensees wurden stärkere: Sowjetkräfte geschlagen und über den Low art, beit wichtigsten Zufluß des Ilmensees zurückgeworfen. Damit ist jede Neigung zu einer Gegenoffensive, etwa in Richtung auf Pleskau—Pskow im Keime er« stickt. In Nord west ^Estland bringen deutsche Truppen im konzentrischen Angriff auf Reval oor, das zusammen mit Baltisch-Port sowie den Jnselit
l*ine Eie <mf
M a' ± jmi (i#. -0 Aenesc
E
eine J #- 01
KT über 'Bete W "G
fr* b
Oesel, Dagö und Moon letzte Zufluchtsorte der „Ostsee "--Flotte der Sowjets in Estland sind und entsprechend aus geb aut und versorgt wurden. Dir- Zusamenstellung, daß seit dem 22. Juni, dem Be« ginn des Ostfeldzugs, bis zum 23. August Groß, britannien in feiner Luft-Offensive 1044 Flugzeuge bei 127 deutschen Flugzeugoerlusten verloren hat braucht feine Erläuterung.
sen durch Geschütze desselben Zuges an Zugführer, Geschützführer und Geschützbedienungen, soweit diese an den Abschüssen unmittelbar beteiligt gewesen: sind, für schwere Batterien der Heeresflak-Artillerie- bei mindestens fünf Abschüssen an die beteiligten. Angehörigen der Geschützbatterien verliehen werden.
Oer Druck auf Fran.
Stockholm, 23. Aug. (DNB.) Da die Antwor! des Iran noch überprüft wird, zeigt die Londoner Presse Zurückhaltung. „Daily Telegraph" schreibt: Der erste Eindruck der Antwort von Teheran läßt schließen, daß die Antworten auf die britischen und sowjetischen Forderungen nicht als zufrieden- st e l l e n d erachtet werden köynen. Man kann vermuten, daß der iranische Gesichtspunkt von bem. britischen abweicht. Bevor jedoch weitere Entscheid düngen getroffen werden, wird die Note in London und Moskau sorgsam geprüft werden.
Aus Meldungen der Washingtoner Presse wird immer deutlicher, daß England fest entschlossen ist, mit oder ohne Genehmigung durch Iran zu marschieren. „Times Harald" schreibt, einer der Hauptgründe der von Roosevelt angekündigten Flugstrecke über Natal und Bathurst (die Linie wird mit USA.-Mitteln aus dem Ermächtigungsgesetz ausgebaut) sei der Wunsch, möglichst: schnell Kampfflugzeuge für englische Hilfsaktionen im Nahen Osten zu transportieren. Stalin, Roosevelt und Churchill stimmen darin überein, daß Rußland nicht den gleichen Fehler wie Rumänien: machen solle, die Oelfelder in deutsche Hände fallen: zu lassen. England habe eine Viertelmillion Mann, versammelt, und wolle durch Iran nach Datum unb1 Baku vorstoßen.
Der japanische Botschafter bei Hüll.
Washington, 24. Aug. (Europapreß.) Der japanische Botschafter in den USA., Admiral Nomura, hatte am Samstag eine beinahe halbstündige Unterredung mit Staatssekretär Hull. Nomura bezeichnete seine Besprechung als allgemeinen: und unformellen Meinungsaustausch über japanischnordamerikanische Probleme. Irgendeine Vereinbarung sei nicht getroffen worden.
Schwere Einbuße an Tankern.
Stockholm, 24. Aug. (DNB.) Der Neuyorke« Korrespondent von „Svenska Dagbladet" meldet daß von den seit Anfang dieses Jahres von beni Vereinigten Staaten an Englandüber» la {fernen 80 Tankschiffen bereits diü Hälfte versenkt sein soll. Deshalb habe die amerikanische Regierung die Oelindustrie auf gefordert^ weitere 10 0 Tanker an England zur Verfügung zu stellen.
Deutsch-spanisches Arbeiterabkommen.
ito Lre h in ei I cs um Wionei hiDenb «meid
V des 6 fei ’n stich inm iing um |:rne Vä Ring
Mlt hit Don t dieser b unter! tattrg in Erbe
£
8
I
Madrid, 24. Aug. (DNB.) Ein deutsch-spani- sches Abkommen über die Entsendungspanischer Arbeitskräfte nach Deutschland ist in Madrid unterzeichnet worden. Das Abkommen regelt die organisatorische Form der Arbeiterverschickung nach dem Reich, über die die deutsche und die spanische Regierung sich bereits vor mehreren Wochen grundsätzlich verständigt hatten. Das neue Abkommen ist von den spanischem Arbeitern mit besonderer Freude begrüßt worden vor allem deshalb, weil es eine sehr fühlbare Ent» lastung des spanischen Arbeitsmarktes zur Folge haben und zahlreichen Arbeitslose« zu neuem Verdienst verhelfen wird. Mit dem Abgang des ersten Transports rechnet man bereit« in den nächsten Wochen.
Kleine politische Nachrichten.
Wie von Land aus beobachtet werden konnte,, liefen im Finnischen Meerbusen fünf s o w je» tische Schiffe aus Minen. Kurz hintereinander war die Luft von starken Detonationen er» erfüllt. Am Horizont stiegen hohe Wassersäulern gegen beh Himmel. Don den fünf Schiffen wall daraufhin nichts mehr zu sehen.
Bi
Gel üelan
Mir Gieße
I-l
Nach vatei San
Vor der norwegischen Küste wurde ein deutsches Lazarettschiff von einem britischen Unterseeboot ohne Erfolg angegriffen. Obwohl es durch das rote Kreuz weithin sichtbar aekennzeichnet war, unternahm das britische Unterseeboot einen Angnfft» versuch. Damit wird die Reihe der völkerrechtswidn- aen Angriffe Englands auf Einrichtungen des Rotem Kreuzes fortgesetzt.
*/
Gieß bi«]


