Ausgabe 
25.7.1941
 
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andervDtschläge für den Sonntag

voltshausen. Don hier der uns nach Kirchner-

nacyyaltige Versorgung der Wirtschaft mit Rohstof­fen. Einen erheblichen Teil der Rohstoffe bilden die

arm

im

Stadtmannschast - Universität 7:0.

39. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.

)

Eme der wichtigsten Aufgaben des Krieges ist die werden! Hilf auch du es den Männern erleichtern, nachhaltige Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoff die neben ihrer täglichen Arbeit noch diesen z. T. fen. Einen erheblichen Teil der Rohstoffe bilden die sehr schweren Dienst leisten! Du fragst: Wie kann im Lande anfallenden Altstoffe aller Art. Diese kann ich denn helfen? Zunächst, sei freundlich und hilfs-

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Die Dominiks.

Roman von Hellmuth M.Vüttcher.

ErdhaufenRodenhausenWeipoltshausenKirch, versDaldhausKrofdorfGießen.

Kampf in der Sowjet-Tiacht

Die neue Deutsche Wochenschau.

Altstoffe sind Rohstoffe!

Oie Sammlungen sind freiwilliger und notwendiger Kriegsdienst.

das noch möglichst umfangreich. Sie vergessen da» bei, daß die staatlichen, städtischen und sonstigen öffentlichen Büchereien alles viel besser und jedem jederzeit zugänglicher haben.

Darum sei abschließend nochmals darauf hinge» wiesen: Schafft Platz in Eurem Hause, und versorgt die Wirtschaft mit den notwendigen Rohstoffen. Alt» stoffe sind Rohstoffe!

Am Vormittag werden die Wettkämpfe, die aus turnerischen Mehr» und volkstümlichen Dreikämp» fen bestehen, durchgeführt; außerdem beginnen die Faustballspiele. Nach der Mittagspause gibt es Bezirksmannschaftskämpfe in Weitsprung, Kugel­stoßen und Ballweitwurf, Vorführungen der Turne­rinnen des Bezirks Gießen, Geräteturnen der De» reichsriege und die Endspiele der Faustballm-^nn- chaften. Die Siegerehrung kann schon am frühen Nachmittag erfolgen, so daß anschließend noch Zeit verbleibt für gesellige Kameradschaftspflege.

uns keiner streitig machen, und ihre Beschaffung er­fordert keine Devisen. Hier kann jeder dazu bei­tragen, den Anfall dieser Altstoffe zu vergrößern und damit der Wirtschaft besonders jetzt im Kriege große Dienste zu leisten. Altstoffe gehören nicht m den Mülleimer. Gib ste den freiwilligen oder den Pfiichtfammlern, damit sie der Wiederverwertung zugeführt werden können. Altstoffe sind Rohstoffe.

Versuchsmaschine anweisen", sagt er.Die werden Sie ja wohl brauchen können!"

Lietzendorfs Gesicht wird hell.

Sie nehmen mir damit eine schwere, letzte Sorge vom Herzen. Und ich erkläre mich zum Dank dafür bereit, Ihnen ein Vorkaufsrecht auf meine Ersin» düng einzuräumen."

Lind gießt den letzten Wein in die Gläser.

Das setze ich selbstverständlich voraus!" sagt er Prosit."

Die Gläser klingen heftig zusammen.

Als Lietzendorf das seine wieder hinstellt, sieht er, daß es zersprungen ist.

DerJranler", das Dreißigtausendtonnenschkff, geht seiner Vollendung entgegen. Die Helling ähnelt jetzt einem gigantischen Ameisenhaufen und scheint zugleich Koloß von Rhodos und Pyramiden Die sieben Wunder früherer Jahrtausende wachsen zu» sammcn in einem einzigen Werk.

Friedrich Dominik verbringt täglich viele Stunden auf dem Bauplatz. Heute ist er in Hemdsärmeln. Jedes Kleidungsstück ist zuviel bei der Gluthitze dieser Iullsonne.

Der Bürodiener kommt, bringt einen Brief und bittet um Quittung.

Unwillig über diese Umständlichkeit bei der Dominik-Werft geht nichts verloren gibt er dem Manne seine Unterschrift und steckt den Brief ge­dankenlos in die Hosentasche. Geht erst hinüber züm Schwimmdock, ordnet etwas bei der Bedienung des Gitterkranes^ hat eine Besprechung mit Lietzendorf wegen der Motorbauabteilung, entscheidet eine Mei­nungsverschiedenheit über eine offensichtlich mit ver­schriebenen Maßen übertragene Werkzeugzeichnung

Endlich ist das Dringendste erledigt.

Er holt den Brief hervor, reißt den Umschlag herunter und wirft einen Blick auf den hand­geschriebenen Tert.

t "Sehr geehrter Herr Direktor!

Ich beabsichtige, meinen Besitz in Aktien Ihres Werkes abzustoßen. Cs handelt sich um das Ihnen bekannte Paket von nominell Zweihun­dertsiebzigtausend Reichsmark. Da Ihnen das Vorkaufsrecht an diesem Posten zusteht ..."

Friedrich Dominik beginnt wieder zu frösteln er ist sa auch noch in Hemdsärmeln.

Ohne sich trotzdem nach seiner Jacke umzusehen geht er zum Dürohaus und schickt erst von dort

vfv.-Relchsbahn Arledberg-Fauerbach.

Die Reichsbahner haben, mi| viel Ersatz an» tretend, das Vorspiel knapp verloren. Jetzt kommen die Gäste auf den Waldsportplatz und treffen damit auf eine sehr starke Mannschaft des Gastgebers, die entschlossen ist, die Vorspielnieoerlage auszugleichen. Sollten die Gäste die gleiche Leistung wie auf eige» nem Gelände zeigen, so ist diese Ausgabe nicht un» lösbar. Die Gießener spielen mit Ziegler II., Schlitz, Ziegler I., Mark, Möbs, Weniger, Ehmann, Kraft I., Kraft II., Deeg, Erb. Gestützt auf die her­vorragende Läuferreihe sollte der Sturm ein ein­deutiges Torverhältnis sicherstellen können.

Hessisches Bereichs-Alterstreffen in Lich. *

Der NSRL.-Bereich XII Hessen führt am näch­sten Sonntag in Lich sein diesjähriges Alters­treffen durck, das nicht nur aus dem Bezirk Gießen, sondern auch aus entlegeneren Gebieten des großen hessischen Bereichs besucht werden wird. Die Vor­bereitungen für die Veranstaltung sind im Auf­trage des Bereichs vom NSRL.-Bezirk Gießen ge­troffen worden. Stellvertretender Bezirksführer Hans Stein und seine Mitarbeiter, vor allem Bezirks- fachwart für Turnen Karl Daupert (Wieseck), Bezirksmännerturnwart Karl Reuter (Gießen) und die Kameraden vom Turnverein Lich haben ihre Anordnungen so getroffen, daß auch diese Kriegsver- anstallung zu einem Erfolg und zu einem wert­vollen Beitrag des Einsatzes in der Heimat wer­den wird.

Nachkommen zeigen zu können, was für ein tüch­tiger Sportsmann Sie waren. Meinen Sie wirklich, Sie oder Ihre Kinder sehen später da nochmal her­ein? Nein! Darum weg damit! Schafft Platz, und gebt der Wirtschaft die Io dringend benötigten Roh­stoffe! Und was im Haushalt hier und da vor­kommt, ist in den Vereinen und Betrieben, Behör­den und sonstigen Stellen die Regel. Jede Stelle glaubt, ihr eigenes Archiv haben zu müssen. Und

, . ... -x,------,------ <i) und hilfs­

bereit, wenn die freiwilligen Sammler klingeln! Verkrieche dich nicht in deine vier Wände und ver­giß dabei, den Rundfunk abzustellenk Oede den Sammler nicht mit Meckereien an! Er hat keine Zeit, überall länger als notwendig zu verweilen. Halte den Altstoff bereit oder lege den Stoß Zei­tungen und Zeitschriften auf den Flur oder vor die Haustür, wenn eine Sondersammlung angekündigt wird. Kümmere dich auch selbst darum, wann und wo die Altstoffe abgeholt werden. Kurz und gut: Arbeite mit, packe zu!

Er streckt dem andern die Hand hin. Aus seinem Gesicht ist der Ausdruck herzlicher Verbundenheit und aufrichtiger Wärme.

Aber Lietzendorf trinkt gerade. Und wie er das ©las abfetzt, fällt ihm das letzte Wort Linds noch- mals besonders auf.

^^Erstndungen? Erfindungen? Warum betont er

Erfindungen?

Mit einem Male denkt er an feine Einheits- antriebsmaschine, die noch immer nicht fertig ist, und die nie fertifl werden wird, wenn er nicht jetzt dafür die freie Zeit nimmt.

Das sagt er rund heraus, wie sich's gehört.

Sie müssen mir noch etwas mehr Zeit lassen, Herr Lind", bittet er.Ich arbeite an einer Sache, oie den großen Erfolg meines Lebens bringen kann. Es ist möglich, daß ich schnell damit fertig werde, es kann aber auch sein, daß sie länger dauert. Man kann es ja bei einer Erfindung nie im voraus sagen."

Eine Erfindung?"

Der Ingenieur erzählt.

Lind hört zu. Sitzt ganz starr.

Schon nach dem ersten Satz weiß er, was diese Sache auch für die Norddeutsche Werft bedeuten konnte!

Erntetag! Das ist das Sprungbrett hinüber zur Herstellung von U-Booten!

,, ... Ein ganz neuer Typ, der auf den Akku­mulatorenballast und die Elektromotoren völlig ver­zichtet und mit einer einzigen Antriebsmaschine über und unter Wasser arbeitet ein Typ, der den Unterseebootbau in ein neues Zeitalter rückt."

Lind ist ausgesprungen.

Sein Gesicht ist puterrot.

Auf der Stirne stehen die 21bern. \

Netzendorf lächelt ihn an, mit dem sieghaften Lächeln des Mannes, der ein großes Geschehen kommen fühlt und weiß, daß er mit ein greisen darf ms Räderwerk.

Lind setzt sich wieder. Er gießt sich nochmals I

lln den nächsten lagen: Spinnstoffe und Altpapier.

Eine solche Sondersammluna findet schon in den nächsten Tagen statt. Neben der gleichzeitig allge­mein im Reich durckzuführenden Reichsspinnstofff sammlung, bei der die Spinnstoffe nicht in den Haushaltungen abgeholt werden, sondern die von den Hausfrauen im Einzelfalle zu den Sammel» stellen als Spenden zu bringen sind, hat der Gau» leiter in Uebereinstimmung mit dem Reichsbeauf» tränten für die Altstofferfassung für die Zeit vom 4. bis 10. August eine Altpapier-Sondersammlung angeorbnet Und warum wird nun heute schon dar­auf hingewiesen? Weil sich alle auf diesen Einsatz vorbereiten sollen. Der Anfall an Altpapier mutz in unserem Gau wie früher wieder ein ganz be­trächtlicher werden. Was, Sie haben kein Altpapier mehr? 0, sagen Sie das nicht! Ich will Ihnen mal einige Fingerzeige geben. Daß Ihr Hausboden und auch die Dachkammern restlos entrümpelt sind, nehme ich an, denn dafür hat schon der Luftschutz gesorgt bzw. tut es laufend.

Jort mit den allen Wälzern!

Aber Sie brauchen gar nicht so weit zu gehen! Sehen Sie doch mal in Ihren Bücherschrank! Glau- den Sie nicht auch, daß dieses oder jenes Buch tat» sachlich verschwinden kann? Es gibt genug Bücher, tn die weder Sie noch Ihre Kinder jemals wieder hcreinsehen werden. Also weg damit! Und bei die er Durchsicht stoßen Sie sicherlich in vielen Jollen auf alte Zeitschriften aller Art, einzelne Hefte, ganze Jahrgänge, gebunden oder ungebun» )en Syaben Sie in diese längst überholten Zeit» christen in der letzten Zeit wieder einmal herein- geschaut? Seien Sie ehrlich, je weiter die Zeit -uruckliegt, desto seltener werden Sie diese alten Blätter zur Hand nehmen! Trennen Sie sich da- von! Auch von den Jahrgängen Ihrer Vereinszeit- schrift, die Sie aus einer Zeit eigener erfolgreicher, sportlicher Betätigung aufgehoben haben, um Ihren

Wer sammelt und wann wird gesammelt?

Wer sammelt die Altstoffe? Altstoffe werden von den Pflichtsammlern des Alfftoffhandels, von den Schulkindern, der HI. und von den freiwilligen Sammlern bei Sondermaßnahmen an den Anfall- stellen erfaßt. Macht es diesen freitüilligen Helfern der Kriegswirtschaft nicht unnötig schwer! Gebt die Alfftoffe regelmäßig den Schulkindern ober haltet sie bei angekün-di-gten Sondersannnlungen zur Ab­holung bereit.

Und wann wird gesammelt? Da gibt es nur eine Antwort: Immer! Stets unb ständig gibt es Stellen, wo man die Altstoffe loswerden kann. Einmal sind es die Schulkinoer, denen regelmäßig der tägliche Anfall an Knochen, Lumpen, Altpapier und bergt, mitgegeben werden kann. Die Schul­kinder sind verpflichtet, die Alfftoffe in den Haus- Haltungen abzuholen und mitzuneymen. Auch wäh­rend der Ferien werden die Schulvorsammelstellen --wenn auch in beschränktem Umfang aufrecht- Malten. Dann kommen zu bestimmten Zeiten die Pflichffammler, denen jederzeit die im Haushalt zu- fammenkommenden Altstoffe mitgegeben werden können, auch Flaschen aller Art und sperrige Güter: sie nehmen alles mit.

Vergiß auch nicht die Hausvorsammelstelle, in der nicht verschmutzter Papierkorbinhalt also Knüll- Mier und dergleichen sehr gut erfaßt wird. Für rechtzeitige Entleerung ist gesorgt. Und wenn einmal irgendwo der Laden nicht so klappt, wie es dein ordnungsliebendes Gemüt erwartet, bann meckere nicht! Pack' selbst zu und sorge für Abhilfe! -öeDenre, daß alles freiwilliger, aber notwendiger Kriegsdienst ist. ö

Nacht es den Sammlern nicht unnötig schwer!

Und schließlich feien noch die unregelmäßig statt- findenden Sondersammlunaen, die mit Hilfe der Gliederungen der Partei oder deren angeschlossenen Verbände durchgeführt werden, erwähnt. Merke dir eines gleich vornweg: Es sind freiwillige Dienste, me hier in der Kriegswirtschaft von den Angehöri- gen dieser Gliederungen und Verbände geleistet

Das Spiel entsprach nicht den Erwartungen, die man in es gesetzt halt?. Besonders die Stadtmann» schäft lieh manchen Wunsch offen. Immer wieder ließ sie sich das hohe Spiel der Universität aufdrän» ^en, spielte baburd) sehr ungenau zu unb gab damit immer mieber Gelegenheit, bie Angriffsaktlonen zu ftoren. Dabei soll nicht verkannt werden, daß die Universitätsmannschaft von Spielbeginn an mit ver­stärkter Deckung spielte und offensichtlich nur darauf aus war, das Resultat so niedrig wie möglich zu gestalten. So kam es auch, daß die Universitäts­mannschaft nur aus der Defensive heraus ihre An­griffe vortrug. Da bann nur brei Mann im Sturm stauben, konnten diese niemals ernstlich gefährlich werden. Besonders hervorzuheben ist dabei der Eifer der elf Spieler der Universität, die unver­drossen bis zum Schlüsse kämpften. Da die Gie- ßener Mannschaft keinen Linksaußen zur Verfügung hatte, mußte Deeg nach außen rücken, wo er seine sonstige Leistung nie erreichte. Hierdurch spielte der Sturm so engmaschig unb konnte sich nicht genügend durchsetzen. Der Tormann hatte keine Gelegenheit, sein Können zu beweisen. Die Verteidigung arbeitete wie immer ohne Tadel. Die Läuferreihe zerstörte gut, ließ aber im Aufbau viele Wünsche offen. Aus dem Svielverlauf ist nur zu berichten, daß die Gie­ßener Mannschaft während der Dauer des Spieles immer im Angriff war. Alle Tore bis auf eines mürben aus nächster Nähe erzielt. Das schönste Tor bes Tages schoß Möbs aus fünfzehn Meter Entfernung. Der Schiedsrichter hatte bei der an­ständigen Spielweife der Mannschaften ein leichtes Amt.

Wein ein, schüttelt bann aber wie angeekelt den Kopf unb schiebt das Glas ohne zu trinken bei­seite.

Also ist doch etwas an dem Gerede Brigittes gewesen.

Hier wäre eine Möglichkeit, die Dominiks ins 1 Herz zu treffen! Sie um Den Erfolg ihrer Arbeit, ihrer Hoffnungen sie um ihre Zukunft zu brin­gen.

Das wäre eine Rache! Eine Rache, die vieles wettmachen würde, was man in sich hineingefressen hat M all den Jahren, in den Jahrzehnten.

Und gleichzeitig ist das eine Verbienstgelegenheit, nne jte das Leben vielleicht nur einmal bietet!

Lietzendorf glaubt Gedanken lesen zu können. . ''Was zahlen Sie mir, Herr Lind, wenn ich diese Plane mit in die Norddeutsche Werft ein- bringe?

Lind antwortet nicht.

Seine Gedanken sinnen weiter.

Sein ganzes Leben lang hat er auf die Stunde gewartet, wo er dem da drüben die Schuld an seiner verpfuschten Ehe heimzahlen könnte. Und nicht nur Friedrich Dominik würde es treffen. Auch Martha bie es doppelt, die es hundertfach verdient. Und auch Brigitte, die an ihm in diesen letzten Monaten, wo sie unter dem Einfluß der Dominiks steht, vorbei- geht und vorbeilebt, als sei der Aufenthalt im Elternhaus für sie eine Last als seien alle ihre Hoffnungen, alle ihre Gedanken bloß noch bei denen da drüben, die ihm fein Weib gestohlen haben unb mm nun auch die Tochter nehmen, den einzigen Menschen, um den zu leben sich für ihn Überhaupt noch lohnt. ' v

Hier wäre eine Möglichkeit, sie alle zu treffen >ie einen, um ste zu vernichten, die andern, um ste für sich zu retten, was daran noch zu retten ist.

Unb wer garantiert mir dafür", fragt Lind,daß Sie wirklich diese Unterseekreuzer bauen können?"

Ueber Lietzendorfs Gesicht huscht ein Zucken der Uederlegenheit.

Es könnte fein", sagte er,daß meine Arbeiten !ebr schnell zu einem greifbaren Ende führen, und > ich Ihnen nicht bloß Pläne, sondern auch die ertige Apparatur bald vorführen kann, wenn Sie mir die Zeit dazu geben."

Lind blickt überrascht auf.

2Tus seinen Augen starrt der Blick eines Satans.

Ich werde Ihnen die Mittel zum Dau einer

Oer Frrßballsonniag.

vfe. Warburg Sportfreunde Wehlar.

Als letztes Spiel der Bezirksklasse findet diese Begegnung in Marburg statt. Für den Stand der Tabelle ist bas Ergebnis ohne Bedeutung, denn selbst im Falle eines Sieges der Wetzlarer bleiben sie am Tabellenende stehen. Da die Wetzlarer ihre Mannschaft in letzter Zeit verstärken konnten, ist der Ausgang des Spieles offen.

Mr benutzen die Bahn über Nieder-Walgern bis zur Station Erdhausen, gehen durch bas Dorf unb verfolgen, schwarzen Strichen nach, ben Weg, ber nach Rodenhausen führt; vor Eintrstt in den Wald prächtiger Rückblick nach ben Hinterländer Bergen; wir achten auch auf bie, die Straßenkehre kürzenben Verbinbungswege. Unser Weg, ber sich zwischen ben Schneebergen und dem Hemmerich hinzieht, bringt uns nach dem am Fuße Des Hernrnerichs lie­genden Dorf Robenhausen. Von hier benutzen wir zunächst bie Straße, bie nach Seelbach führt. Wo sie auf die Querstraße stößt, gehen wir einen Feldweg geradeaus unb durch ben Wald, kommen auf ben Fahrweg SeelbachWeipoltshausen unb auf biefem nach bem zwischen zwei Bergen eingebetteten Wei- voltshausen. Von hier aus nehmen wir ben Fußweg, Der uns nach Kirchners bringt, wo wir blaue Striche antreffen, denen sich später noch gelbe Punkte zu- gefellen, bie uns nach bem Forsthaus Waldhaus geleiten. Wenn wir von Kirchners zum Wald em­porsteigen, bietet sich nochmals ein prachtvoller Rückblick auf bie durchwanderte Strecke und nach den Hinterländer Bergen. Dom Waldhaus benutzen wir entweder bie schöne Waldstraße ober ben mit blauen Strichen bezeichneten Weg durch bas an»

Sie Schlacht Im Osten erfaßt sehr große Raume. Das zeigen die Bilder der am Samstag er» scheinenden neuen Deutschen Wochen­schau, die Aufnahmen vom Ladoga-See über Minsk unb Smolensk bis nach Bessa­rabien enthält. Die Landschaft wechselt, die Stufe der Zivilisation in diesen Landstrichen aber ist über­all Die gleiche: elende Bauernyütten, grundlose Wege, Wege, deren Beschaffenheit sich seit Der zari­stischen Zeit nicht geändert hat.

Don diesem allgemeinen Hintergrund hebt sich in ben Wochenschaustreifen diesmal besonders die Leistung des einzelnen Mannes ab. Wir sehen die in ihren Standort zurückkehrenden Kreta-Kämpfer, deren Fallschirmjägeruni­form zum Symbol höchster Einsatzkraft geworden sind, wir erblicken die Gesichter der jungen euro­päischen Generation, die aus Holland, Frankreich und Spanien zu den Waffen eilt, um gegen den bolschewistischen Weltfeind zu kämpfen, unb wir er­leben nochmals mit ungeheurem Schneid vorge­tragene Angriff unserer Sturmpioniere. Einen hervorragenden Anteil an den Erfolgen gegen die Sowjets hat wie diese Wochenschau schlagend beweist die Artillerie, die in die­sem Kriege weit vorn steht und die Infanterie so zügig unterstützt, daß man die bewunderungswür­

dige Leistung der Heeresführung selbst als Laie im Bild vor Augen hat.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Ein­drücke, bie man burch diese Wochenschau von der Beschaffenheit der Gebäude in der Sowjetunion be­kommt. Neben den steifen, kalten Parteivalästen stehen unmittelbar die einstöckigen Hütten Der Be­völkerung. Guterhaltene Synagogen machen sich breit neben Kirchen, die man als Garagen benutzt hat; breite behäbige Bauernhöfe entpuppen sich als getarnte Bunker Der Stalin-Linie. Man hat dort einen Scheinstaat aufgerichtet, aber selbst die scheinbaren Verhältnisse sind nicht frei von einem trivialen Zug.

Die militärisch interessanten Aufnahmen sind diesmal Bilder von nächtlichen Angriffen ber Panzerwaffe vor Petersburg. Diese Silber stoßen in ihrer unheimlichen Einbnnglichkeit weit vor in künstlerisches Gebiet. Der Eindruck ber vorzüglich geschnittenen Nachtaufnahmen läßt sich nur vergleichen mit einem Wirklichkeitserlebnis, bas in gleicher Stärke eben nur ein Künstler mittelbar in uns Hervorrufen kann. Es find übermenschliche Kräfte dort am Werk, Kräfte also, hinter denen Menschen stehen, die einen übermenschlichen Willen in sich verkörpern. H. H. G.

einen Lehrjungen nach bem Kleidungsstück, das irgendwo hänaen muß. Er wird es schon finden, wenn er die Augen aufmacht.

Sein Finger liegt während des Befehls bereits auf bem Rufknopf des Haupttelephons.Hast du einen Augenblick Zeit, Nissen?"

Er legt den Hörer auf, ohne eine Antwort abzu­warten und nimmt den Brief von Frinzka wieder vor, um ihn weiterzulesen.

... Da Ihnen das Vorkaufsrecht an diesem Posten zusteht, so trete ich zunächst an Sie heran unb bitte Sie um Ihr bestes Gebot. Ich werde annehmen, daß Sie von bem Vorkaufsrecht kei­nen Gebrauch machen wollen, wenn ich nicht innerhalb eines Monats eine bindende Rück­äußerung von Ihnen In Händen habe.

Ich empfehle mich Ihnen

als Ihr sehr ergebener

Otto Frinzka.*

Nissen ist inzwischen hereingekommen und hat schweigend Platz genommen. Ohne ein Wort zu saaen. reicht der Vater ihm den Brief.

Nissen überfliegt bie Zeilen.

Großartig, Vater! Da geht ja das in Erfüllung, was du dir dein Lebtag gewünscht hast! Du kriegst endlich deine Majorität wieder."

Dominik ist nicht so froh.

Meinst du?" Eine Frage, die keine Antwort will.

Natürlich, Vater! Freu' dich doch! Das erspart uns einen kostspieligen Prozeß, und du bist deine Sorge los!"

Wie hoch schätzt du den Wert der Dominik- Werft?"

Nissen muß erst rechnen.

Nach unserer letzten Jahresbilanz und den doch immerhin rerfü ansehnlichen stillen und offenen Re- fernen vier Millionen also das Doppelte des Akt'>nkanitals."

^.Die 187 v. H., bie Schild als Briefkurs nennt, waren also angemessen?"

..Nat-iirlich, Vgter. Ich würde jedenfalls für die Ma'ontat noch mehr opfern, wenn's not täte " ",Meinst du?" Dominik macht ein verkniffenes ffl^firht.finft du vielleicht die kleine halbe Million Reichsmark bei dir?"

Ach so!"

Hm.

Verflucht!

(Forffetzung folgt)

mutige Fohnbachtal nach Krofdorf, um von hier auf bekanntem Weg heimzuwandern. Dauer ber Wan­derung 5Vs Stunden.

RodheimHimbergSchwalbenmühleAhbach HeuchelheimGießen.

Der Frühzug ber Biebertalbahn bringt uns nach Robheim. Kurz nach ber Bechtholbschen Wirtschaft zeigen uns blaue Dreiecke ben Weg durch ein schma» les Gäßchen hinab in bas Tal unb jenseits hinauf zum Wald bes Himbergs, an dessen Eingang sich ein reizvoller Ausblick über das Biebertal, nach den Burgen unb dem Dünsberg bietet Auf stillen Pfaden geht es nun waldeinwärts an dem von der Sage umwobenen Frauenkreuz, später an ben aus dem Siebenjährigen Krieg stammenden sog. Schwe­denschanzen vorbei, über ben Gipfel bes Berges, ben Königstuhl hinab in bas liebliche Schwalben» bachtal. Wir gehen nun die Talstraße abwärts bis zu einem nach links abzweigenben Felbweg (ein an einem Baurn angebrachtes Schild bezeichnet die Stelle), den wir einschlagen uno alsbald nach der malerisch im Talgrund gelegenen Schwalbenmühte mit guter Einkehr gelangen. Ein Feldweg, ber spä­ter in einen breiteren Weg übergeht, bringt uns nach Atzbach unb von hier über Heuchecheim nach Gießen. Wanderzeit 4V- Stunden.