Ausgabe 
25.6.1941
 
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ralkonsulat arbeitet der Taßkorrespondent und Presse­referent beim sowjetrussischen Generalkonsulat Kurt Böer (Jude!). Außer dieser Verbindung über das sowjetrussische Generalkonsulat bestand im Protekto­rat noch eine direkte Funkverbindung der Komin­tern mit Moskau. Die mit der Leitung dieses Ko­minterngeheimsenders in Prag beauftragten Funk­tionäre waren ebenfalls in einem Spezialkursus in Moskau auf der Schule für Radio-Telegraphie aus­gebildet. Auf funkentelegraphischem Wege wurden von Prag aus Berichte über die allgemeine innen­politische Lage, über die durch die Partei durchge- sührten Aktionen und entsprechende Befehle des Exe­kutivkomitees der Komintern aus Moskau empfan­gen. Die Funksprüche sind der vollendete Beweis für die unnachsichtige Revolutionsidee der Komin­tern, gerichtet auf die Vernichtung des National­sozialismus.

Auch wurde die Feststellung getroffen, daß die Kommunisten in Frankreich von den diploma­tischen Vertretungen der Sowjetunion in jeder Form mit Geld und Propagandamitteln ausge­stattet werden. Auch hier spalte der Pakt vom 23. 8.1939 keine Rolle, höchstens insoweit, als man von diesem Zeitpunkt ab in indirekter Arbeit die Aktivität der französischen Kommunisten geaen Deutschland steigerte. Beweis hierfür ist ein Akt derSuret£ nationale (franz. Geheimpolizei) betr. die franz. TageszeitungL'Ordre". Ausweislich der authentischen Unterlagen der franz. Polizei war an der im November 1939 durchgeführten Sanierung neben dem Chef des Pressedienstes der jugoslawi­schen Gesandtschaft, Vutzevitsch und Jacques Eb­stein, Liebhaber der Lady Stanley, einer Schwester des Lord Derby, der tschechische Jude Otto Katz alias Karl Simon, der im sowjetrussischen Dienst stand, beteiligt. Im November 1939 hat der Sowjet­botschafter Suritz in Paris zusammen mit dem ehe­maligen rot-spanischen Minister Negrin und im Januar/Februar 1940 mit dem Sekretär der Bot­schaft, Biriukoff, den Hauptschriftleiter der Zeitung Bürs", in seiner Villa in Saint Cloud besucht und vereinbart, daß ein gewisser Etevenont als Beauftragter der sowjetrussischen Botschaft in der Verwaltung desL'Ordre beschäftigt wird. Die Unterstützung wurde Ende März auf 800 000 Frcs. monatlich erhöht. Den kommunistifchen Führern wurde nach der Auflösung ihrer Partei in Frank­reich der ausdrückliche Befehl gegeben, denL'Ordre" als deutschfeindlich-zuverlässig zu lesen.

III. Sabotage durch die Komintern.

Bereits ein Jahrzehnt vor Ausbruch des Krie­ges war die Komintern dazu übergegangen, er­probte Kommunisten aller Sektionen nach Sowjet­ruhland zu beordern und sie dort im Sabotage- und Sprengstoffwesen zu unterrichten. Da die Kom­intern bei Verwirklichung ihrer weltpolitischen Machtgelüste stets mit der Möglichkeit einer krie- gerjschen Auseinandersetzung rechnete, gab sie Richt­linien heraus, die ihre Anhänger zu Terror- und Sabotageakten aufforderten und diese Gewaltver- brechen als politische Notwendigkeit hinstellten.

Die Vielzahl der von der Sicherheitspolizei (SD.) im Reichsgebiet aufgedeckten Terror- und Sabo- tagegruppen, die aus Befehl der Komintern ge­gründet worden sind, ist bezeichnend für die Hal­tung der Sowjetunion dem Reich gegenüber. Sa­botageanschlagsvorbereitungen gegen kriegswichtige Objekte, Brücken, Sprengungen wichtiger Eisen«- bahndurchgangsstrecken, Zerstörung und Lahmlegung bedeutender Industrieanlagen sind Angriffsziele dieser rein kommunistischen Gruppen gewesen, die auch Anweisung zu Attentaten gegen führende Persönlichkeiten des Reiches hatten.

Neben den vom Secret Service gebildeten Schiffssabotagegruppen, deren Ziel schon im Frie­den die Vernichtung deutschen Schiffsraumes war, bestand eine Komintern-Terrororganisation, deren Aufgabe in der Vernichtung der Schiffe derjenigen Staaten bestand, die seinerzeit im Antikomintern­block zusammengeschlossen waren. Nachweisbar wa­ren Mitglieder dieser Organisation bis Ende 1940 tätig und versuchten, von Dänemark aus erneut ins Reichsgebiet hineinzuarbeiten. Leiter dieser Organisation war der deutsche Emigrant Ernst W o l l w e b e r, Mitglied der Reichsleitung der RGO. (Rote Gewerkschafts-Opposition) und Abge­ordneter der KPD. Er ist verantwortlich für den Einsatz der auf Weisung Moskaus gebildeten Sa­botagegruppen in Deutschland, Norwegen, Schwe­den, Dänemark, Holland, Belgien, Frankreich und den ehemals baltischen Randstaaten. Er überwachte die Beschaffung von Sprengstoffen und verfügte über die von der Komintern bereitgestellten Geld­mittel. Wollweber floh nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Oslo im Mai 1940 nach

Schweden, wo er sich in Haft befindet. Don der Sowjetregierung sind bei der schwedischen Regie­rung Schritte unternommen worden, Wollweber nach Sowjetrußland auszuliefern. Auf die Tätigkeit dieser Terrorgruppen sind Sabotageanschläge auf 16 deutsche, 3 italienische, 2 japanische Schiffe zu­rückzuführen, die in zwei Fällen zum Totalverlust wertvollster Schiffe führten. Das Sprengmaterial stammte aus nordskandinaoifchen Erzminen und wurde den kommunistifchen Sabotagegruppen in Hol­land, Belgien und Frankreich durch holländische Seeleute über den norwegischen Erzhafen Narvik und den schwedischen Erzhafen Lulea zugeführt. So­wohl die holländische als auch die belgische Gruppe unterhielten einige Laboratorien, in denen sie Brand- und Sprengbomben herstellten. Die Sabo­tageanschläge auf den italienischen DampferBoc­caccio"^ und den japanischen DampferKasij Maru" sind auf diese Gruppen zurückzuführen. Sabotage­aktionen gegen deutsche Schiffe in Amsterdam und Rotterdam konnten rechtzeitig verhindert werden.

Auf das Konto der kommunistischen Sabotage- Gruppen in Dänemark sind insbesondere die An- chläge auf den deutschen DampferSaar" im Ha- en von Reval und den deutschen Frachtdampfer Phila" im Hafen von Königsberg zurückzuführen. Zündsprengstoffe und Zündschnüre kamen aus Schweden und wurden durch besonderen Kurier aus einem Herrenbekleidungsgeschäst in Malmö, wo sie lagerten, nach Kopenhagen transportiert.

Wichtigste Hinweise für die Arbeit der Komin­tern gegen Deutschland haben sich auch durch die Aussagen weiterer kommunistischer Terroristen in Dänemark ergeben.

Im Auftrage der Komintern errichtete Wollwe­ber Stützpunkte auf den Ostseeinseln Dagä und Oesel. Sie sollten jedoch erst in Aktion treten, falls in einem Krieg zwischen Deutschland und der Sow­jetunion diese Inseln von deutschen Truppen in Besitz genommen würden. Die Sabotageakte soll­ten sich dann gegen U-Boot-Basen, Flugplätze und Oellager richten.

IV. Oie sowjetrussische Spionage gegen das Reich.

Ms durch den deutsch-russischen Grenzvertrag vom 29. 9. 39 Rußland die Früchte des deutschen Sieges über Polen durch einen erheblichen Gebietszuwachs in einem großen Umfange auch für fkh verbuchen konnte, hat es die Aufrichtung der deutsch-russischen Jnteresfengrenze dazu benutzt, die erstmalig wieder in Erscheinung getretene Landberührung mit dem Großdeutschen Reiche zum Einfallstor für zahllose Spionageagenten im Gebiet seines Nichtangriffs­partners auszubauen. Die großzügige Aktion des Führers zur Heimführung der auf russischem Terri­torium lebenden Volksdeutschen wurde in schmäh­licher Weise zu obengenannten Zwecken ausgenutzt. Als die Volksdeutschen sich in Massen zur Umsied­lung meldeten, trat die GPU. auf den Plan, um viele unter Anwendung verwerflichster Mittel für eine Spionagetätigkeit zu verpflichten. Wenn auch die GPU. kaum praktische Erfolge zu verzeichnen hatte, weil die meisten dieser so mit Gewalt zu Spionageverpflichtungen Gepreßten auf deutschem Boden hiervon sofort Mitteilung machten, so bleibt trotzdem diese Tatsache als ein Schandmal für die Arbeitsmethoden der fowjetrussifchey Machchaber be­stehen. Die deutschen Umsiedler wurden von der GPU. vorgeladen, stundenlang verhört und es wurde ihnen angedroht, daß sie von der Umsied­lung ausgeschlossen würden, wenn sie sich dem An­sinnen der GPU. nicht gefügig zeigten. Beliebt war auch die Methode, den Umsiedlern zu erklären, daß man zurückbleibende Angehörige als Geiseln behan­deln würde, wenn sie es wagen sollten, in Deutsch­land Anzeige zu erstatten. Man drohte ihnen weiter, daß der lange Arm der GPU. sie auch in Deutsch­land erreichen würde. Auch Frauen wurden in dieser schamlosen Weise gepreßt. Es steht fest, daß die GPU. an etwa 50 v. H. der Umsiedler herangetreten ist, um sie durch erpresserische Drohungen oder riesenhafte Geldversprechunger^ zur Mitarbeit zu zwingen. In sechs Fällen besteht der dringende Verdacht, daß die GPU. Volksdeutsche gemordet hat, um deren Papiere für den unauffälligen Agentenschmuggel ins Reich zu benutzen.

Seit dem Paktabschluß ging der russische Spezial- Spionagedienst dazu über, die russischen Vertre­tungen im Reich und hier an der Spitze d i e russische Botschaft in Berlin für feine Ausspähungszwecke einzuschalten. Als der russische Botschafter Schkwarzew durch den Botschafter Dekanasow ersetzt wurde, war dieser Wechsel das Signal zur Intensivierung der Ausspähung. De­kanasow, ein Vertrauter Stalins, war in Rußland

Die Dominiks.

Roman von Hellmuth M. Böttcher.

13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Und wenn ich Fehler mache?"

Streiche ich sie nachher raus."

Das gibt doppelte Arbeit für die Stenoty­pistin"

Ja. Leider. Aber unvermeidlich. Wiedersehen."

Rasch umziehen. Sich menschlich machen. Den Fabrikdreck abspülen. Scheußlich, was man da an einem Tage auf die Haut bekommt!

Ebensoviel schluckt man womöglich durch Mund und Nase ein. Und da hilft keine Brause. Scheuß­lich !

Dann steht er im Garten unter Brigittes Fenster. Das Gesicht voller Leuchten. Der Mund voller Lachen. Brigitte erwartet ihn bereits. Der Garten ist voller Frühling.

Die Kastanien blühen schon. Und der Flieder, der viele weiße und. blaue Flieder! Schade, daß die Mandeln schon abgeblüht haben und die For­sythien mit ihren goldenen Glocken.

Kommst du?" ruft er.

Nein", lacht sie und schüttelt den Kopf, daß die Haare um ihre Stirne fliegen.

Was krieg ich dafür?"

Er sieht sich um. Hinten an der Laube steht ein Busch mit halboffenen Fliederdolden. Mit einigen Sätzen ist er drüben und bricht ein paar Stiele.

Einen Arm voll Flieder!"

Nissen wirft ihn zum Fenster hinein.

Sie beugt ihr Gesicht in die duftenden Blüten.

Ein schöner Kavalier bist du! Beschenkst eine Dame mit gemausten Blumen."

Gemauste Blumen sind die billigsten."

Brigitte bricht eine Dolde aus dem Strauß und schnickt sie Nissen ins Gesicht.

Er fängt sie auf und führt sie schnell an die Lippen.

Brigitte soll es nicht merken. Aber sie merkt es doch.

Was machst du, Nissen?"

Er legt die Blüte behutsam in eine Falte seiner Brieftasche.

Die erste Blume von dir!"

Brigitte ist plötzlich befangen.

Gib mir die Blume wieder!" fordert sie und bangt in ihrem neunzehnjährigen Herzen davor, daß er gehorchen könnte.

Wer

Doch!"

Hol' sie dir!" ,

Da wirft sie den ganzen Arm voll Flieder auf ihn.Dann hole ich mir gleich den ganzen Strauß wieder."

Sie freut sich über Nissens verblüfftes Gesicht. Einen Augenblick später steht sie neben ihm und hebt mit ihm gemeinsam die Stiele auf.

Und nun noch die eine", sagt sie unsicher. Und streckt die Hand hin.

Sein Gesicht wird ernst. Viel zu emft. Zögernd tastet ihre Linke.

Er hält sie fest und preßt zärtlich die Lippen auf ihre Finger leise und andachtsvoll, noch vor­sichtiger als vorhin auf den Flieder.

Wie schön ist die Welt!" seufzt Brigitte.

Ja! Schön ist die Welt." Nissen schwärmt. Schön mit dir, Brigitte! Nur mit dir! Das ist wie ewiger Morgen. Ich möchte immer mit dir durch diesen ewigen Morgen gehen, Brigitte."

Kein Morgen ist ewig, Nissen! Das trunken- selige Herz des alten Griechengottes spricht aus dir!"

Laß es sprechen, Brigitte! Laß mich Dionysos sein! Namen sind Schicksale... Mir wird mein Name durch dich zur Erfüllung. Zeus hat mich zum König bestimmt, durch dich!"

Laß uns ein Stück zusammen gehen."

Zur See?"

Ja, wenn du magst."

Sie gehen. Schnell und im Gleichschritt. Unter­wegs greift Brigitte den letzten Gedanken wieder auf.

Namen sind Schicksale? Ich fürchte mich vor dem Schicksal des Dionysos...

Pah! Er ist der Sohn des leuchtenden 8ett$r

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Aus dem Reich

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andere Betriebe, die rechtzeitig vorbereiteten, d r

Halbtagskräfte statt feiner bekommen.

,Kein Unrecht, Kind, kein Unrecht!

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mit dem Taschentuch über die Augen. Und w

Blumen gebracht hat und daß ich sie gleichfalls

an meinem Bette ausgestellt habe...'

nie war zwischen den Linds und den Domitsiks yeuö unv '

ahor mn« om;rt Sie fährt noch einmal leise mit der Hand übst

'tnän nn? skuJ Mt Nissen Dominiks Blumen und geht hinaus.

SdMtaSÄ Ä dL BngUt- liegt lange schlaflos in dieser Mt

meine nicht beschweren. Jffs nicht ganz gleichet (Fortsetzung folgt)

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was die Allen tun? Wir sind die Jungen! Bit leben uns--uns!"

Wir leben uns!" Ein Schatten, der Schaitsn feines Vaters greift hinüber in diese Abendfeisl und macht den Klang seiner Stimme dunkel. fühlt es mehr, als daß sie es hörte.Halte beim? Seele fest, Nissen, es gibt keine Titanen mehr..

Es gibt keine Titanen mehr, du hast recty, Brigitte. Ein Wunder ist gekommen. Das Wundst ist da."

Ja, Es ist da!" flüstert sie heiß beseligt.

Und küßt ihn auf den Mund.

Am Abend vor dem Schlafengehen stellt Brigittie Nissens Fliederstrauch neben ihr Bett. Nun kam der Duft ihr Träume von ihrem Liebsten bringen Nach einer Weile kommt ihre Mutter wie jebe-i Abend, setzt sich auf den Bettrand und schwaA von lieben und vertrauten Dingen.

Der Strauß ist von Nissen Dominik?"

Mutti!" _ *

Nachher bin ich bann doch die Frau von W» theus Lind und deine Mutter geworden", flustem

liSÖ km lanj WlM zwi kimssat i im asiatische !b-8rtysch W-Sele im) und M, der ai i Sn Seen h Meer dk !:i!olsee a asiatische 'M große $ jür Son gehörte, k beiden St n:. Auch der I ümieltfr I Ä von beac vM gehören i ata die N Ober) ilin (3927 W japanisä Olten Kam

Ja, Mutti."

Da nickt die alte Dame in ihrer füllen, guten Weise vor sich hin lange, bedächtig. Und mMM plötzlich ihr Taschentuch und fährt sich über brt Augen.

Mutti, was hast du ...?"

Frau Lind kehrt sich schweigend ab, geht Fenster und schaut hinaus in die Nacht. .

Ist es denn ein Unrecht, von Nissen Domini* Blumen zu nehmen, Mutti?" bittet Brigitte.

Die alte Dame schüttelt ihren grauen Kopf-

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Nicht des leuchtenden! Als Unterweltsdrache gab ihm der Vater das Leben."

Nissen'muß lachen trotz Brigittes ernster Miene.

Du bist erstaunlich gebildet, Mädchen!"

Sie läßt sich nicht stören.

Ich habe darüber nachgelesen. Selbstverständ­lich ! Auf der Schule lernt man nichts davon." Aus heißen Augen spricht sie weiter.Aus dem Dunkel erwuchs sein Schicksal. Er spielt mit Son­nenstrahlen und bunten Blumen. Er sieht nur das Licht und fühlt nicht das Unheil, das hinter ihm steht. So wird er eine Beute der Titanen, die über ihn herfallen... Nein, Nissen, dein Name soll dir kein Schicksal sein!"

Er macht das glücklich sorglose Gesicht eines gro­ßen Jungen.

Du vergaßest das Schönste, Brigitte."

Das Schönste?"

Dionys wurde wieder geboren. Pallas rettete sein zuckendes Herz aus den Pranken der Titanen. Wiedererwecker wurde er der Welt. Schönheit, Geist, Leben gingen von ihm aus."

Und nun faßt er doch Brigittes Arm. Sie gehen gerade hinter einer Haselhecke. Da sieht sie keiner.

Schönheit! Geist! Leben! Sv möchte ich Wieder­erstehen. Wiedererstehen durch dich, Brigitte. So will ich mich wiederfinden wiederfinden in dir."

Dann sitzen sie auf der hohen Düne über dem Meer. Auf die glatte Fläche zeichnet der Wind krause Streifen. Ein paar Möven schwenken im Schaukelflug über den Wellen. Rechterhand mün­det der Fluß ins Meer.

Kallekallekalle Kiek--Kallekiek, Kallekiek

Kiek Kiek!" kommt es aus dem Schilf.

Ein Rohrspatz", flüstert Nissen. Und dann knüpft er wieder an vorher Gesprochenes an.Möchtest du mir das fein, Brigitte? Das Wunder, das meine Seele rettet?"

Sie nickt versonnen.

Du wirst es nicht leicht haben, Brigitte. Noch

Rüffungseinsah -er Studenten.

In Anbetracht der außerovdenttichen Leistungen, die gerade jetzt wieder von dem Soldaten im Kampf gegen die bolschewistische Armee verlangt werden, hat der Reichsstudentenführer auch die zur Zeit in der Heimat befindlichen Studenten, nachdem die Studentinnen dem Aufruf des Füh­rers an die deutsche Frau Folge geleistet haben zum Einsatz in der Rüstungsindustrie zur Verfügung gestellt. Die Belange der Studen­ten werden, insbesondere was die Fortführung eines geordneten Studiums betrifft, weitgehend ge­wahrt. Die Urlaubsgrundsätze für den in der vor­lesungsfreien Zeit stattfindenden Rüstungseinsatz sehen Befreiungen für Examensemester, Wehr­machtsangehörige und Kriegsversehrte vor. Der Ein­satz erfolgt auf der Basis der Dienstverpflichtung, die vom Reichsarbeitsmsnister erlassen worden ist.

Landversckickte Kinder helfen bei der Ernte.

Auf ihren Wunsch werben Jungen und Mädel in den Lagern der Kinderlandverschickung dem Bauern wiederum bei der Einbringung der Ernte helfen. Bei den Lagern kommt nur ein Gruppeneinsatz in Frage, und zwar nur in den Orten, die vom Lager leicht zu erreichen sind. Da die Lager in den Aufnahmegebieten verstreut liegen, ist eine gute Verteilung von vorn­herein gewährleistet. Unter Führung ihrer Lehrer und HJ.-Führer werben die Jungen und Mädel nur zu solchen Arbeiten herangezogen, die ihrem Alter und ihrer Leistungsfähigkeit entsprechen.

Oie Reichsautobahnen.

Für den Bau und Betrieb der Reichsautobahnen ist im Jahre 1933 das UnternehmenReichsauto­bahnen" in der Rechts form einer juristischen Perlon des öffentlichen Rechts errichtet worden. Von Der Deutschen Reichsbahn gegründet, waren bisher dieReichsautobahnen" verwaltungsmäßig eng mit dieser verbunden. Nunmehr wurde der Reichsbahn ein großer Teil der für dieReichsauto, bahnen" tätigen Beamten jurücfgegeben. Neben Den verbliebenen Reichsbahnbeamten werden künftig un­mittelbare Reichsbeamte tätig fein; auch die Ange­stellten und Arbeiter werben nunmehr von ben Reichsautobahnen" selbst betreut. Damit haben die

rabe jetzt begonnen werden sollte, kriegswichtig Betriebe im Stadtplan zu markieren.

V. Grenzzwischenfälle.

Abschließend muß noch darauf hingewiesen wer­den, daß seitens der Sowjets fortlaufend, aber seit Februar 1941 gesteigert, Gr enzzwischen, fälle hervorgerufen werden, die auf der deut­schen Grenzbevölkerung im Osten wie ein Alpdnck liegen. Schuldhafte Erschießung deutscher Staate angehöriger und fortlaufende Abgabe von Schüssen von russischer Seite auf deutsches Hoheitsgebiet wechseln miteinander ab.

Die gesamte, gegen das nationalsozialistische Deutschland gerichtete Tätigkeit der Sowjetunion zeigt an den aus der Fülle des Materials heraus» gegriffenen Beispielen, in welchem Umfang illegale Zersetzung, Sabotage, Terror und kriegsvorberei» tenbe Spionage in militärischer, wirtschaftlicher un­politischer Hinsicht betrieben wurde. Diese feindlichen Bestrebungen haben nach dem Abschluß des Ko-i» sultativ- und Nichtangriffspaktes vom 23.8.1939 sich nicht vermindert, sondern sind im Gegenteil in Umfang und Stärke gesteigert worden.

GPU. eine große Schwarzsendeanlage einbault Er mußte weiter ein kleines Hotel mit Bierlofit übernehmen und als Quartier für durchreisens russische Agenten bereitstellen. Er bekam Auftrage, sich an Spezialarbeiter der Rüstungsindustrie heran» zumachen.

Allein in diesem Fall zahlte die GPU. rund 100 000 RM, um alle Vorbereitungen in die Wez? zu leiten. Für seine Schwarzsendeanlage hat ber russische Nachrichtendienst über Pakulat einen deut» schen Funker von der Firma Siemens geworben, den ihm die Sicherheitspolizei (SD.) im Gegen, spiel zur Verfügung gestellt hat. Der russische Nachrichtendienst rechnete fest damit, daß Pakulnt inzwischen ein zuverlässiges Vertrauensmännern^ von 60 Deutschen geworben hätte, die neben reich, liehen Spionageaufträgen auch zersetzend mirhn sollten. Das im Gegenspiel gesteuerte Netz hach bereits feine Ausdehnung bis Königsberg, wo gr-

Leiter der Nachrichtenabteilung des NKWD, (des russischen Volkskommissariats des Innern), dem die GPU. als Spionage-Spezialabteilung angehört. Seine Aufgabe war, durch Vertrauensmänner in die Reichsbehörden Eingang zu finden und vor allem Berichte über militärische Stärke und opera­tive Pläne des Reiches zu beschaffen. Sein Gehilfe war der GPU.-Angehörige und sogenannte Bot­schaftsrat" K o b u l o w, der eine intensive Tätigkeit auf dem Spionagegebiet entwickelte unter rücksichts­loser Ausnutzung seiner exterritorialen Stellung. Das Ziel ber russischen Spionage im Reich ging da­hin, neben der rein militärischen Nachrichtengewin- nung die politische Planung des Reiches zu erfahren und durch Ausbau geheimer Schwarzfenbeanlagen an vielen Stellen Deutschlands Meldeköpfe bereit zu haben, die nach einem ausgeklügelten Chiffriersystem alle für Rußland wichtigen Meldungen durchgeden sollten. (Der deutsche Abwehrdienst konnte sich recht­zeitig einschalten.) Aus dem umfangreichen Material soll folgender Fall angeführt werden:

Der Bäckermeister Wietold Pakulat aus Mari- ampol im Litauischen, der Mitglied des Deutschen Kulturbundes in Litauen war und in Berlin Ver­wandte besaß, wurde eines Tages nach Kowno vor die GPU. zitiert. Hier drohte man ihm, einen Spionageprozeß gegen ihn anzustrengen, da er An­gehöriger des Kulturbundes war und zwecks Be­suchs seines Bruders in Memel einige Male von Litauen nach Deutschland gegangen war. Dem ver­ängstigten Manne versprach man Straffreiheit nur bann, wenn er sich bereit erklärte, unter ber Maske eines volksdeutschen Flüchtlings nach Berlin umzu- siedeln und dort nach bestimmten Weisungen für Rußland zu arbeiten. Unter Zurücklassung von Frau und Kind, die als Geiseln in den Händen der GPU. blieben, wurde er ins Reich geschickt. Trotz der Drohung, daß der Arm der GPU. lang sei, hat auch dieser Volksdeutsche sich mit der Sicherheits­polizei (SD.) in Verbindung gesetzt. In Berlin wurde Pakulat durch einen Mittelsmann ber GPU. aus ber russischen Botschaft mit Weisungen verse­hen. Er mußte eine Wohnung mieten, in bie die

läge erreichte danach im Gebiet ber R e ichs« bahn 69 000, bei ber R e i chk s p o st 120 000 weib­liche Arbeitskräfte, bei den Schienenbahnen bei Nahverkehrs etwa 20 000 und in ber Elek­trizitätsversorgung rund 12 000 Frauen Die Nation braucht aber ben Einsatz von noch vielen weiteren weiblichen Arbeitskräften, die ge­genwärtig noch außerhalb bes Arbeitslebens stehem. Noch mehrHalbtagS-Etellen für Kraue«

Die Halbtagsbeschäftigung von Frauen in ben Betrieben hat sich gerade auch in ber Kriegszeit seSr bewährt. Schon jetzt gibt es noch eine große Anzaihl von Frauen, bie gern bereit finb, wenn man ihnen und den Kindern bie nötige Betreuung angedeihen läßt, eine solche Arbeit aufzunehmen. Die Gai> frauenwalterin Fr. Singer richtet deshalb einen Appell an die Betriebe, alle Arbeiten, bie in Halt' tagsbesetzung ausgeführt werden können, feM- stellen und bie übrige Arbeiten, soweit möglich, ba t« auf einzurichten. Dies läge im eigenen Interest

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Reichsautobahnen" eine eigene Persona?« oerm altung erhalten. Die Direktionber seicht, autobahnen", bisher als leitende DienWelle brr ,Reichsautobahnen" organisatorisch selbständig, ist mit der obersten Reichsbehörde des General- infpeftors für das deutsche Straßen» wesen verschmolzen worden. Die Obersten Bau­leitungen derReichsautobahnen", die als Organe des Unternehmens schon bisher Reichsbehörden waren, sind jetzt dem Generalinspektor unmittelbar nachgeordnet. Da infolgedessen eine Aenderung bt» Reichsautobahngesetzes erforderlich wurde, wurden gleichzeitig einige andere Aenderungen vorgenom­men. So wurde die Möglichkeit geschaffen, die Eni- schädigung für enteignete Grundstücke i n ßaitb zu gewähren.

Krauen bei der Reichsbahn.

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie stark bre Frauen schon dem Appell gefolgt sind, im Kriexe ihre Arbeitskraft der Volksgemeinschaft zur Ve:- fügung zu stellen, bietet ein Bericht bes Seiten des Fachamts Energie-Verkehr-Verwaltung in brf DAF. Der Fraueneinfatz auf freiwilliger Grund­

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