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Dienstag, 25. SebruarM
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)
ür.4? Zweites Blatt
Aartal,emneuesMAtererholungsheimderASV
Der Nutzen wirkt sich an Generationen aus.
NSG. Unbeirrt schreitet die Aufbauarbeit Der Nutzen wirkt sich an Generationen aus. der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt vor- . Die Einrichtungen des Heimes wurden von kun- an. Trotz des Krieges entstehen ständig Neu- diger Archltektenhand nach hyaienlschen und zweck- einrichtungen, die in immer weiterem Umfang mäßigen Gesichtspunkten gestaltet. Klare und lichte die soziale Betreuung des Volkes fortführen. Raumgebung, Helle Einrichtung, fliehendes Wafler
großes
Scuppe umfaßt, deren Einzelbestandteile man mit !1, 8 2, 83 usw. bezeichnet. Der Mensch braucht liolich 1 bis 2 Milligramm (das ist der tausendste S»i( eines Grammes!) Vitamin A, ebensoviel vom Etamin Bl und B2, nur ’/so Milligramm Vita- Jin C und sogar nur x/5oo Milligramm Vitamin D. Jie Mengen der übrigen Vitamine sind noch kleiner.
Der Mensch besitzt nicht die Fähigkeit, in seinen lrganen aus den Nahrungsmitteln Vitamine selbst ^ bilden, wie dies manche Tiere vermögen. Viel- !-hr muß er sie zusammen mit der Nahrung auf» lernen. Einige Vitamine sind zudem nicht hitze- ! ständig und werden durch Kochen zerstört. Dies Ulte die Hausfrau bei der Zubereitung der Spei- in besonders beachten.
Das Vitamin A findet sich im Rindfleisch, Fi- ?en, Butter, Eiern und in der Milch. Aber weit rötere Mengen sind im Gemüse, besonders Boh- i?n, Erbsen, Grünkohl, Karotten, Rosenkohl und tyinat enthalten. Dies Vitamin erhöht die Wider» iandskraft gegen Infektionskrankheiten. Sein Feh- in oerusacht außerdem Wachstumsstörungen. Fer- i-r glaubt man gewisse Augenkrankheiten (u.a. die Nachtblindheit) mit diesem Vitamin heilen zu Binnen. „
Vom Vitamin B, der kein einheitlicher Stoff i|t, (»nötigt der Mensch besonders Bl und B 2. Das fehlen des ersteren bewirkt Störungen des Stoff- : r echsels. Es kommt besonders reichlich vor in @rün« !»bf, Wirsing, Spinat, Linsen, Aepfeln, getrockneten lilaumen und Kartoffeln. Weiter in Butter, Schweinefleisch, in der Milch und im Eidotter. Je- bd) sind in Mengen, die mit den aufgezählten iflanzlichen Nahrungsmitteln dem Körper zuge- !ihrt werden, völlig ausreichend. Vitamin B 1 wird lurch längeres Kochen zerstört und unwirksam. : !* emgegenüber ist das Vitamin B 2 hitzebestandig. ks ist ebenfalls für das -Wachstum notwendig. Sein fehlen hat gewisse Hautkrankheiten zur Folge. Es tommt in den gleichen Nahnmgsmitteln roie das
die soziale Betreuung des Volkes fortführen. Im Rahmen dieser Arbeit eröffnete Gauamtsleiter Fuchs am 19. Februar Aartal, ein neues Müttererholungsheim der NSV.
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Im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht veranstaltete die NSG. ,Kraft durch Freude" für die Verwundeten in unseren Lazaretten eine Tonfilmstunde mit dem Film „Der Tag yach der Scheidung" und der Ufa-Wochenschau. Die Darbietung fand bei den Verwundeten eine sehr beifällige Aufnahme. An einem anderen Tage hatten die Lazarett^ insassen eine interessante Dichterstunde. Nach einer einführenden Ansprache des Leiters des Goethe- Bundes, Dr. Otto Henning, las der Dichter Otto N o m b a ch, der im Rahmen der Gießener Kunstwoche in der Aula aus feinen Dichtungen gelesen hatte, den Verwundeten ebenfalls fesselnde Ausschnitte aus seinem Schaffen vor. Oberstabsarzt Dr. Neumann-Spengel sprach dem Dichter und
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„Es ist ein Dank des Vaterlandes an das deutsche Volk, wenn seinen Müttern und Kindern die schönsten Stätten unserer Heimat als Erholungsstätten gegeben werden",' sagte Gauamtsleiter Fuchs in leinet Eröffnungsansprache zu den zum ersten Erholungsaufenthalt anwesenden Müttern des neuen Müttererholungsheimes der NSV., Aartal bei Bad Schmalbach. Der Gauamtsleiter sprach mit besonderer Genugtuung davon, daß es der Partei möglich war, gerade in Kriegszeiten ein solches Heim zu errichten, das wie noch zahlreiche andere Heime im Gau Hessen-Nassau der Gesundheit schaffender oder kinderreicher Mütter dienen soll. Die NSDAP, erfüllt somit in der Aufbauarbeit der NSV. und ihrer sozialen Einrichtungen eine Dankes- pflicht an das deutsch« Volk, dem der Dank des Vaterlandes lange genug mit leeren Worten versprochen und nicht eingelöst worden war.
Sechzig Mütter können sich hier erholen.
Ausgedehnte Buchen- und Tannenwälder schmücken die Taunushöhen um Bad Schmalbach und das freundliche Aartal, nach dem das neue Mütter- erholungsheim der NSV. benannt mürbe. Zn einem viele Morgen großen Park steht dort das NSV.- Heim, das aus zmei Hauptgebäuden und zahlreichen Nebengebäuden besteht, mit Treibhäusern, die den Blumenschmuck für das Heim spenden, mit Geflügelgehegen und einer Fasanenanlage, die den Müttern, die hier bei der NSV. zu Gast sind, durch ihre Pracht und Schönheit Freude und Unterhaltung bieten. Ein Rudel Damhirsche, das sich in den Dickichten des Parkes aufhält, wechselt zur Freude der Frauen hin lind wieder über deren Spazierwege, und alles in diesem einzigartigen Erholungsheim führt zu einer Loslösung von den Sorgen des Alltags. Rund sechzig Müttern aus Stadt und Land bietet Aartal in oierwöchentlichen Kuren Erholung und Entspannung.
setzten blieben nicht modern, dagegen bevorzugte man lange Zeit ft art- parfümierte.
Obwohl sie immer" noch sehr teuer waren, war der Verbrauch darin oft übertrieben. Philipp III. schenkte seiner Braut 200 Paar, und als Anna von Oesterreich starb, fand man in ihrem Nachlaß 300 Paar. Auch Napoleons Vorliebe für dieses Kleidungsstück war groß: 1806 soll er 230 Paar isabellfarbige und 42 Paar pelzgefütterte verbraucht haben!
Den größten Einfluß nahm die Mode auf seine Länge, besonders beim Damenhandschuh: er reichte je nach Lust und Laune bis zum Handgelenk, zum Ellenbogen oder bis auf den Oberarm. Eine Schauspielerin, die dünne Arme hatte, brachte den langen Handschuh in Mode, der so weit war, daß er Falte an Falte schlug. Noch zu Anfang dieses Jahrhunderts trug man Handschuhe im Theater und im Konzertsaal.
Heute hat uns Frau Mode nach langen nüchternen Zähren wieder hübschere Handschuhe beschert, und sie sind ebenso wie der Box- ober Fechthandschuh ober ber Gummihandschuh des Arztes — für jebermann unentbehrlich. '
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Verdunkelungszeit
25. Februar von 18.53 bis 8.19 Uhr.
Vitamin Bl vor.
Besonders wichtig für den Menschen ist das Vi- limin C. Sein Fehlen bewirkt Störungen tm Mc- leralstoffwechsel (Zahnerkrankungen, schlechtheilende l aut- und Knochenverletzungen), Herzstörungen und Lkorbut. Das Vitamin C kommt in sämtlichen Ge- lüfearten und im Obst- überreichlich vor, wird aber iurch Kochen so gründlich zerstört, daß nur em sehr Bringer Teil dem Körper zugeführt wird. Eine ' usnahme bildet nur die Kartoffel, deren Vttaniin- -shalt auch durch die-Hitze kaum vermindert wird. :ie im Frühjahr auftretenben Ernnidungserlchel- mngen sind ebenfalls auf den Mangel an Vita- tiin C zurückzuführen, was damit zusammenhangt, hft zu dieser Jahreszeit Obst und Gemüse knapp smd.
Das Vitamin D schließlich heilt die „Englische l rankheit" und fördert das Knochenwachstum. Es limmt in unseren Nahrungsmitteln nur selten und ti geringen Mengen vor, z. B. in Pilzen, in ber
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vfytödtSmann mdrfeh Wieder einZünfhunderter in Gießen.
Am Sonntagnachmittag kaufte ein Besucher der Veranstaltung „Frohe Stunden bei Wilhelm Busch" im Gesellschaftshaus (Klub) von einem Losverkäufer der Winterhilfs-Lotterie ein Los. Der Käufer hatte das Glück, daß ihm das Los einen Gewinn von 500 RM. brachte. Neben den unterhaltsamen Darbietungen des Nachmittags bereitete ihm also auch dieses Glückslos wirklich „frohe Stunden".
Zn Gießen konnten bisher von -der Geschäftsstelle der Winterhilfslotterie rund 18 000 RM. an Gewinnen ausgezahlt werden. Die Lose dieser Lotterie, die bis jetzt regen Absatz hatten, dürften
auch weiterhin bei allen Volksgenossen Interesse finden.
Veranstaltungen für unsere Verwundeten.
aufs Spiel setzen müssen, während unten im Dorf ihre Frauen und Kinder in Angst und Sorge auf die Rückkehr warten. Daraus entwickelt sich ein schwerer Konflikt im Hause des Lehrers, der sich eines Tages vor die Wahl zwischen feiner Frau und der auf Leben und Tod verschworenen Männerkameradschaft der Bergwacht gestellt sieht. Es ist keine leichte Entscheidung, die da ausgetragen werden muß, und es ist auch nicht die einzige Entscheidung, um die es hier geht: man sieht in den knappen, schnell wechselnden Szenen die ganze kleine Dorfgemeinschaft, es zeichnen sich die Beziehungen und Verbindungen ab, die zwischen den niedrigen Häusern hin und her laufen und die innerhalb Des kleinen Kreises der Dorfgemeinschaft nicht minder schwere Entscheidungen und Alltagsschicksale andeuten. Es ergibt sich daraus eine Verflechtung von Szenen und Personen, die an eine romanhafte Anlage des Stoffes denken läßt. Die hieraus erwachsende Einheitlichkeit des Eindrucks wird unterstrichen durch einen Dialog, der knapp, unsentimental und endgültig-abschließend in seinen Formulierungen ist; sie wird vor allem gestützt durch die Geschlossenheit der Spielgemeinschaft der Darsteller. Unter den männlichen scheinen Attila Hörbiger, Heinrich H e i l i n g e r, Richard H ä u ß l e r und Willi Rösner, unter den weiblichen Viktoria von B alias k o , Winnie Markus, Franziska K i n z und Hansi K n o t e ck bei aller Knappheit und Sprödigkeit am schärfsten profiliert und charakteristtsch voneinander abgesetzt. A. I. L i p p l führte straff, volkstümlich und wirkungssicher Regie, vom Kameramann Oskar S ch n i r ch vortrefflich unterstützt. — (Bavaria.)
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Im Vorprogramm läuft die neue deutsche Wochenschau; aus ihrem Inhalt: Besuch der jugoslawischen Regierungsvertreter auf dem Berghof; Bilder aus der Ordensburg Sonthofen; Appell der DAF. vor Dr. Goebbels im Sportpalast; Tag der deutschen Polizei; aus der Werkstatt des Bildhauers Arno Breker; Skiweltmeisterschaften in Cortina; Sani- tätsübung im Gebirge; Fernkampfbomber gegen England. — Auf der Bühne sieht man zwei Artisten in einem äußerst gewagten und halsbrecherischen Luftakt. Hans Thyriot
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Schon früh, im 6. Jahrhundert, werden sie bereits nachgewiesen, übernahm die Geistlichkett die Handschuhe, die bei der Messe angelegt wurden Bel der Bischofsweihe wurden immer auch ein Paar Handschuhe überreicht. Angefertigt wurden diese aus Seide auf dem Handrücken reich verziert, gewöhnlich mit einem Kreuz in Goldstickerei oder einem anderen christlichen Zeichen. Zm 8. Jahrhundert werden Handschuhe als Besitz und Schmuck hochstehender Personen häufig, erwähnt, weißes Leder wird als bas pafsenbfte Material bezeichnet. Es ist nur nicht sicher, ob es sich um Fäustlinge oder Fingerhanb- schuhe hanbelte. Wahrscheinlich hat man bie Finger nicht vor bem 11. Jahrhundert ausgearbeitet. Seit biejer Zeit beginnen auch bie Damen Hanbschuhe w tragen. Diese Mobe ist sicher schnell allgemein geworben, obwohl die Handschuhe, aus Seide oder Leder — wobei Ziegen-, Hasen-, Hirsch- und Hundsleder verwandt wurde — noch lange eine große Kostbarkeit blieben. In Wien befindet sich ein Paar aus bem Krönungsschatz der Hohenstaufen: außen und innen aus rotem Purpurstoff, der mit ßaubornamen« ten in Goldstickerei bedeckt ist. Der freie Raum ist mit Perlen ausgenäht. Außerdem tragen sie noch große Perlen, Edelsteine und Zierstücke in Emaille.
Im 13. Jahrhundert ist der Handschuh bereits ein selbverständlicher Bestandteil der Kleidung beider Geschlechter, und Mode und Sitte bemächtigen sich seiner. Seit der Verbrauch größer geworden war, konnte man sie nicht mehr im Hause Herstellen; es entsteht das Gewerbe der Handschuhmacher, die sich in Schottland schon 1165 zu einer Innung zusammenschließen. Um die Wende des 15. Jahrhunderts' kommt zu d^m Handschuh aus Leder ober Stoff ber gewirkte, dem ber gestrickte bald folgt, doch blieb der aus Leber der beliebteste. Zn der Form überwog der Stulphandschuh. Für die Jagd mit dem Falken hatte man solche aus Büffelleder. Mann und Frau trugen Handschuhe von gleichem Schnitt, die anscheinend viel zu weit und zu groß waren. In englischen Museen gibt es welche, die der Königin Elisabeth oder Maria Stuart zugeschrieben werden: ihre Größe kann den Händen ihrer schönen Trägerinnen unmöglich entsprochen haben! Das Besetzen der Handschuhe mit Perlen und Edelsteinen hatte aufgehört, auch die gesttckten und mit Fransen be-
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Taunus. Wenn hier eine Mutter müde von den alltäglichen Mühen, von der Enge ihrer Stadtwohnung und der Farblosigkeit ihrer Großstadtstraße an das Fenster ihres Zimmexs tritt, in dem sie mit zwei ober brei erholungsbebürfttgen Frauen behaglich untergebracht ist, bann kommt ihr im Duft aus Erbe unb Wäldern und im Fernblick auf die friebvolle Landschaft deutlich die stille Kraft der Natur entgegen, bie auf keinen Menschen ohne Einfluß bleiben kann. Diese Einbrücke, gepaart mit den Erlebnissen eines -wochenlangen kameradschaftlichen Zusammenlebens unter geschickter und verantwortungsbewußter Menschenführung, gibt dieser neuen Einrichtung ber NS.-Dolkswvhlfahrt im Gau Hessen- Nassau ihren besonderen Wert, beren Auswirkungen nicht für kurze Tage, sondern ein Leben lang und unserer sowie späteren Generationen zum Nutzen gerechnet werden können.
Gesund, gestärkt und fröhlich gehts wieder nach Hause.
Wenn es anfangs auch mancher Mutter verwun- berlich und unbegreiflich Vorkommen mag, baß sie während ber Kriegsze'it von zu Hause fortgehen und an eigene Erholung denken foll, in einer Zeit, in ber doch alle Kräfte auf das äußerste angestrengt sein müssen, so sieht sie doch recht bald ein, daß diese Erholung von größtem Nutzen ist. Man must sich zwar erst an das Wohlbehagen gewöhnen, einige Wochen nicht mehr für sich selbst sorgen, einkaufen und, was auch wichttg ist, einteilen zu müssen. Alles, was an Pflichten und Mühen auf den Schultern einer Hausfrau und Mutter lastet, wird vost anderen Händen abgenommen, und behagliche Sorgfalt breitet sich um unsere Mütter aus. Nach der Rückkehr in bie Familie fühlen biefe bann selbst, baß sie gesundheitlich gestärkt, leistungsfähiger und fröhlicher geworden sind.
in allen Schlafräumen sowie aufmerksame Betreuung und vorbildliche Verpflegung sollen gerade diesen Müttern den Sinn für die angenehmen Seiten des Lebens erhalten. Wohin auch der Blick aus den Fenstern des Heimes fallen mag, er führt über Wälder unb Auen eines ber schönsten Teile bes
dem Goethe-Bund den herzlichen Dani der Verwun- beten Solbctten für die genußreiche Stunde aus. Am Sonntagvormittag erfreute der Gesangverein „Sängerkranz" G r ü n b e r g, unter Leitung eines Chormeisters Nicolai (Großen-Buseck), die Verwundeten mit einem Gesangskonzert. Die Sanger boten wertvolle Schätze aus Dem reichen deutschen Liedgut, die sie in feiner künstlerischer Form zu Ge» hör brachten. Den freundlichen Spendern und ihrem musikalischen Leiter wurde der herzliche Dank der Hörer für die schöne Feierstunde mit lebhaftem Beifall kundgegeben.
Bei dieser Gelegenheit sei einmal hervorgehoven, daß es außerordentlich erfreulich und anerkennenswert ist, unsere Gesangvereine auf dem Gebiete ber Lazarettbetreuung in dieser schönen Weise mitarbet« ten zu sehen. Die Vereine haben sich mit dieser künstlerischen Tätigkeit ein neues Ziel ihres Wirkens int Kriege gesteckt, das alle Unterstützung verdient. Hier» durch wird auch unseren jungen Männern in Stadt und Land ein Betätigungsfeld für ihre Freizeit er» schlossen, bas ihr Interesse finben und zu reger Mitarbeit in den Gesangvereinen anregen dürfte.
»Ohne Dampf" in ber Straßenbahn.
Seit vorigen Sonntag ist nun auch für die Fahrgäste der Gießener Straßenbahn und für die Benutzer ber städtischen Omnibusse ein Rauchverbot in Kraft. Für die Anordnung, die in anderen Städten, u. a. auch in Frankfurt a. M., schon seit längerer Zeit gültig ist, rirnr eine Anregung von höherer amtlicher Stelle bestimmend, daneben aber auch die Tatsache, daß in den überfüllten Straßes- bahnwagen schon mancherlei Beschädigungen von Kleidungsstücken von Fahrgästen durch brennende Zigarren und Zigaretten vorgekommen waren.
Warum erwerben
wir das Leistungsbuch?
Gfs. Von einem Mitglied der Jugendgruppe der NS.-Frauenschaft wird uns geschrieben: Ziel bei? Erziehungsarbeit der Zu gend gruppe der NS-- Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes ist die verantwortungsfreudige und oolksoerpflichtenbe Persönlichkeit. Wir wollen die mütterlichen Kräfte in uns wecken und sie auf der Grundlage der nationalsozialistischen Weltanschauung ausrichten, ausbilden unb einsetzen, um in unserem Leben als mütterliche Frauen vor unserem Volke bestehen zu können. Sechs Kurse bes Reichsmütterdienstes geben uns hierzu bas nötige Können. Deshalb ist der vollständige Besuch dieser Kurse eine Grundbedingung zu unserem Leistungsbuch. Wir haben je einen Kurs im Kochen, Nähen, in ber Säuglingspflege unb häuslichen Krankenpflege, einen über Erziehungsfragen unb Kinderbeschäftigung unb bert letzten über Heimgestaltung. Zum Leistungsbuch gehört ferner bie Ableistung einer sanitären Kurzausbilbung beim Roten Kreuz. Außerdem wird ein freiwilliger Ehrendienst von sechs Wochen zur Erlangung des Leistungsbuches verlangt. Dieser Ehrendienst kann entweder durch praktische Hilfsarbeit in der Wohlfahrtspflege ober im Fabrikdienst ober bei der Erntehilfe abgeleistet werden. Da wir fast alle im Beruf stehen, bedeutet es für uns schon ein Opfer, die Bedingungen für das Leistungsabzeichen zu erfüllen, denn wir müssen ja alles in unserer Freizeit und in den Ferien abbienen. Der Erntedienst ist aller» dinas ein kleiner Ausgleich, man ist den ganzen Tag in frischer Lust, unb trotz ber vielen Arbeit kam ich doch recht erholt von diesem Urlaub heim. Danach war ich noch in der Offenbacher Lederfabrik tätig. Eine ältere Arbeiterin hat dadurch einen bezahlten Sonderurlaub erhalten. Der Fabrikdienst ist nicht leicht, aber guter Wille hilft über vieles hinweg. Die Arbeit der anderen lernt man dadurch mit ganz anderen Augen ansehen und schätzen. Es war mein schönstes Weihnachtsgeschenk, als ich von meiner Kreisjugendsührerin das Leistungsbuch bekam, unb
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Milch und im Fflchfleisch. Glücklicherweise ist die vom Organismus benötigte Menge nur äußerst gering.
Die übrigen Vitamine sind noch nicht restlos erforscht. Ihre Bedeutung ist noch nicht geklärt, weil sie in so winzigen Menden Vorkommen, daß sie nur schwer nachzuweisen sind.
Vornoiizen.
, Tageskalendrr für Dienstag.
Stadttheater: 19 bis 22 Uhr „Madame Butterfly". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Im Schatten des Berges", -r- Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Re- gine". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im Turmhaus am Brandplatz.
Stadttheater Gießen.
Am heutigen Dienstag wird Puccinis Oper „Madame Butterfly" wiederholt. Die musikalische Leitung hat Arthur Apelt, die Spielleitung Max Schwarze a. G. (Deutsches Theater Wiesbaden), Bühnenbild Karl Löffler. 22. Dienstag-Miete.
X Ortszeit für den 26. Februar. ,
Sonnenaufgang 8.21 Uhr, Sonnenuntergang 18.57 Uhr. — Mondaufgang 8.18 Uhr, Monduntergang 19.27 Uhr.
Kreissängertag in Gießen.
Am kommenden Sonntag findet in Gießen der diesjährige Kreissängertag des Sängerkreises 3 Gießen im Gau XII des Deutschen Sängerbundes statt. Vor ber Tagung gilt eine Heldengebenkseier unter Mitwirkung des Bauerschen Gesangvereins und des Lieberkranzes Gießen der Ehrung der Gefallenen. Zu der Tagung hat der Sängerkreisführer Karl Müller die Vertreter aller Gesangvereine und bie Chorleiter eingelaben.
Gloria-Palast:
,3m Schatten des Berges."
Dieser umfangreiche Film, für ben Rudo Ritter, Josef Friedrich P e r k o n i g und A. I. Lippi das Drehbuch schrieben, schildert Schicksale einer kleinen Dorfgemeinschaft „im Schatten des Berges". Der Berg ist, worauf mit Recht hingewiefen wurde, hi^r nicht allein, wie man es vielfach findet, malerische Landschaftskulisse, sondern wesentlicher Schauplatz und gewissermaßen ein mitspielendes Element: er bestimmt die Schicksale, die sich im Dorfe abspielen. Es gibt da eine Felswand im Berg, die immer wieder Todesopfer fordert und trotzdem immer wieder Bergsteiger anzieht und zur Bezwingung reizt. Wenn ttotz allen Warnungen der erfahrenen Dorfbewohner sich einer ober zwei an bie Besteigung wagen und in Not geraten, bann ist es Sache der Bergwacht, sich aufzumachen und jene zu bergen — wobei bann nicht einer ober zwei, sondern vielleicht zehn oder zwanzig Männer wiederum ihr Leben
Beftmarh ay in eins LaarhM e Zeit v n.
Der Handschuh.
Von Emma Luise Stoltenberg.
„Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht ..." 1*15 war nicht schon, nicht wahr, aber die Dame Intte ‘es auch verdient:
„Da fällt von des Altans Rand ein Handschuh von schöner Hand zwischen den Tiger und den Leun mitten hinein." •
(teilen Sie sich das mal vor! Der Ritter, der ihn r ieder herausholte, zeigt zwar der Dam«, daß er £tut hatte, aber er „verläßt sie zur selben Stunde . Für gewöhnlich begnügten sich die Schönen ja euch, ihren Verehrern ben Handschuh — als Zecher irrer Gunst — unter milderen Bedingungen ZU uber- 1 ssen. Zur Zeit ber ritterlichen Frauenverehrung tagen die Ritter bei Turnieren ober m ber Schlacht d n Hanbschuh ihrer Dame am Helm. Auch bei den Süttern untereinander fiel dem Handschuh eine große talle zu. Wollte einer einen anderen heraussoroern, f schlug er ihn mit seinem Handschuh. Das war eine , Weiöigung, bie zum Zweikamps führte, ^lach finroerfen eines Handschuhes bedeutete eine5jer■ -
, f irberung. Unsere Redensart „Jemandem den FehDe Handschuh hinwerfen" stammt noch daher. Für Den Sviser war der Handschuh ein Zeichen femei bird> seine Uebersenbung verlieh er ben Labten das Ttarktrecht. Aber auch als Zeichen ber Untertänig, fit galt ber Hanbschuh: Kloster Arnsburg bei (3ie° ß n hatte z. B. bem Lanbgrafen von Hessen drsem Grund Handschuhe zu überreichen.
So sehen wir, wie wichtig ber hanbschuh wa^ per seit wann gibt es ihn überhaupt unb wie wutile e hergestellt? Schon in frühester Zeit muß bas diirfnis nach einem Schutz ber Hand Zur E st 9 b r Hanbschuhe geführt haben, ^n machte s. lfrlz ober Fell. Schon Xenophon berichtet als Me hiirbigfeit baft bie Perser im Winter Hanbsch h Illigen unb Plinius erwähnt sie als unentbeh b im Ernten von Spartgras. Von einem. 9™^'^ pinschmecker im Gefolge Mexanbers bes G^^ rtiirb gemelbet, baß er den Brotteig von sein [c n mit Handschuhen kneten ließ!
Aus der Gtadi Gießen.
Von den Vitaminen.
Die Seefahrer früherer Zeiten beobachteten, daß n bei langen Reisen von Krankheiten befallen wur- tob die sofort wieder verschwanden, wenn sie am t nb tarnen und frische Kost zu sich nahmen. Gemüse
Obst erwiesen sich als besonders gute Heil- n ttel. In ihnen mußte also eine Kraft stecken, bie j» Krankheit überwand. Des Rätsels Lösung ge« lag erst der Wissenschaft, die die Abwehrstoffe in d-sen Nahrungsmitteln vor etwa 30 Jahren auf- hben konnte. Man gab ihnen den Namen „93ita= ne", was soviel wie Lebensstoff bedeutet.
Vitamine sind Stoffe, bie neben den Nahrungs- n tteln für den menschlichen Körper lebensnotwendig ftd. Don diesen unterscheiden sich die Vitamine aber Liburd), daß sie vom Organismus nur in aller- tinften Mengen benötigt werden. Mittlerweile hat Dnn auch erkannt, daß es mehrere Arten von Vitali nen gibt, die man zur Unterscheidung mit ben üuchstaoen A, B, C, D usw. bezeichnet Darüber jnaus weiß man, baß z. B. das Vitamin B auch t eber kein einheitlicher Stoff ist, sondern eine ganze
Die beste Nahrung nützt uns nichts,
wenn wir schlechte Zähne haben, denn mit schlechten Zähnen können wir nicht gründlich kauen und dis Nahrung richtig aufschließen. Unsere Zähne bleiben aber nur dann gesund, wenn wir sie richtig pflegen. Zur richtigen Zahnpflege gehört außer der täglichen, gewissenhaften Reinigung der Zähne vor allem gründliches Kauen, eine vernünftige Ernährung und die regelmäßige Überwachung der Zähne. Chlorodont weist den Weg zur richtigen Zahnpflege
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