Erkenntnis, die im Grunde genommen in einem einzigen Satz zusammenzufassen ist: „H i l f d i r s e l b st, dann hilft dir Gott." Das ist nicht nur ein sehr frommer, sondern auch sehr gerechter Satz, weil man ja gar nicht annehmen kann, daß der liebe Gott dazu da ist, Menschen zu heften, die zu feige oder zu faul sind, sich selbst zu Helsen, daß also der liebe Gott eine Art Schwächeersatz für die Menschheit fei. Da^u ist er nicht da. Er hat zu allen Zeiten nur den geseanet, der bereit war, sich selber zu wehren. (Stürmischer Beifall.)
Was aber von der fiilfe anderer zu erwarten ist, das haben wir ja erlebt. Da tritt ein amerikanischer Präsident auf und leistet uns einen feierlichen Schwur, daß wir das und das und das bekommen sollten, wenn wir die Waffen niederlegen würden. Die Waffen waren niedergelegt, und der Schwur war gebrochen und vergessen. Die Herren sind sehr unwirsch geworden, wenn man sie daran erinnerte. Und sooft auch das demokratische Deutschland damals bat und winselte — es hat nicht eine Erleichterung bekommen — von gleichem Recht war überhaupt keine Rede! Ich habe gerade in dieser Stadt meinen Kampf-mit dem politischen Kampf gegen Versailles begonnen. Sie wissen es alle, meine Parteigenossen und Parteigenossinnen, wie oft ich gegen diesen Vertrag geredet habe. Ich habe diesen Vertrag studiert wie kaum ein Zweiter. Ich habe diesen Vertrag auch nicht vergessen, bis heute noch nicht vergessen! Brausender stürmischer Beifall.) Der Vertrag konnte nicht beseitigt werden durch Demut oder Unterwerfung, sondern durch die Selbstbesinnung, durch die Kraft der deutschen Nation.
In eindrucksvoller Weise rief der Führer sodann im weiteren Verlauf seiner Rede in den alten Par- t^genossen die Erinnerung wach an das jahrelange mühsame Ringen der Bewegung um den deutschen Mensch-n, um jeden einzelnen Mann und jede einzelne Frau: er schilderte den zähen und erbitterten Kampf gegen Spott und Hohn, gegen Lüge und Verleumdung, gegen geistigen Terror und brutale Gewalt, den die junge nationalsozialistische Bewegung damals führen mußte. In diesem Zusarrn menhang würdigte der Führer vor allem auch den hervorragenden Anteil der alten Parteigenossinnen an diesem Kampf, die mit dem sicheren Instinkt der Frau gerade in den schlimmsten Zeiten der Bewegung die treuesten und zuverlässigsten Mitkämpferinnen gewesen seien. Immer wieder von tosendem Beifall seiner alten Parteigenossen unterbrochen, sprach der Führer mit beißendem Sarkasmus von' den dummen und schamlosen Methoden unserer innerpolitischen Gegner von einst, die wir heute im Kampf unserer äußeren Feinde genau so wiederfinden.
„Die Zeit dieses harten damaliges Kampfes", so fuhr der Führer fort, „hat zwangsläufiy eine Auslese der Führerschaft mit sich gebracht. Wenn ich heute vor die Nation hintrete und die Garde derjenigen Männer sehe, die um mich stehen, dann ist das doch eine Sammlung von richtigen Männern — in Bayern würde man sagen von Mannsbildern-—, die etwas repräsentieren. Wenn ich mir dagegen so die Kabinette meiner Gegner anschaue, dann kann ich nur sagen: Nicht fähig,' bei mir einen Block richtig zu führen. (Lebhafter Beifall.) Diese harte Zeit hat eine Auslese geschaffen von erstklassigen Männern, mit denen man natürlich oft auch seine Sorge hatte — das ist ganz klar. Männer, die etwas taugen, sind knorrig und oft auch stqchelig, und in normalen Zeiten muß man da manchmal besorgt sein, daß diese Stacheln nebeneinander — und nicht gegeneinander stehen. Aber im Augenblick, in dem Gefahren kommen, ist Has eine Garde von entschlossenen Menschen. Diese Auslese, die beim Soldaten der Krieg mit sich bringt, der die wirklichen Führer in die Erscheinung treten läßt, diese Auslese läßt auch im politischen Leben erst der Kampf entstehen. Das war ein Ergebnis dieser langsamen Entwicklung, dieses ewigen Kampfes gegen Widerstände, daß wir allmählich eine Führung erhalten haben, mit der man heute alles wagen kann.
Wenn ich mir nun demgegenüber die andere Welt ansehe, so muß ich sagen: „Sie hat dieses Wunder einfach verschlafen. Auch heute will sie es noch nicht einsehen. Sie wollen nicht einsehen, was wir sind und wollen nicht einsehen, was sie geblieben sind, sie laufen herum wie manche Justitia mit ver-' bundeten Augen. Sie lehnen vor allem das ab, was ihnen nicht paßt. Sie begreifen nicht, daß in Europa zwei Revolutionen etwas Gewaltiges, Neues geschaffen haben. Denn wir wissen, daß parallel unserer Revolution noch eine zweite gegangen war, in der die Machtübernahme viel früher zum Zuge kam als bei uns, die faschistische, daß auch diese Revolution zu gleichen Ergebnissen führte und daß zwischen unseren beiden Revolutionen eine absolute Indentität nicht nur in der Zielsetzung, sondern auch im Wege besteht und darüber hinaus eine Freundschaft, die mehr ist als ein bloßes zweckbestimmtes Miteinandergehen. Auch das begreifen unsere Gegner noch nicht', daß, wenn ich einmal einen Mann als meinen Freund ansehe, ich bann zu diesem Mann stehe und mit dieser Haltung keine Handelsgeschäfte mache. Denn ich bin kein Demokrat, und ich bin daher auch kein Schieber. Ich bin auch kein Kriegsgewinnler, sondern ich bin ein Mann, her wünscht, daß man mir auch nach meinem Tode wenigstens die Gerechtigkeit zuteil werden läßt, daß mein ganzer Lebenskampf nur einem einzigen großenIdeal diente. Ich möchte deshalb auch auf diesem Gebiet keine Schwächen zeigen. Daher gibt es gar keinen Zweifel: daß der Bund, der die beiden Revolutionen und besonders der Bund, der beide Männer miteinander verbindet, ein unlösbarer ist, und daß, wenn es einmal dem einen besser geht und dem anderen schlechter ober umgekehrt, bann ber andere ihm immer beistehen wird. Außerdem aber ist es der gemeinsame Feind, den wir schlagen werden?
Es gab eine Zeit, da hat uns das faschistische Italien, das den gleichen Kampf führt wie wir, das auch genau so eingekerkert ist, wie wir, und das genau in derselben Ueberbesiedlung lebt, und dem oisher ebensowenig Lebensanspruch zugebilligt wurde als uns, da hat dieses faschistische Italien für uns starke feindliche Kräfte gebunden. Zahlreiche britische Schiffe sind im Mittelmeer, zahlreiche britische Flugzeuge sind in den afrikanischen Kolonien festgehalten worden, auch zahlreiche Landstreitkräfte waren dort gebunden. Das war für uns sehr gut Denn ich habe schon kürzlich gesagt: Unser Kampf zur See kann ja er st jetzt beginnen.
Der Grund liegt darin, daß wir zunächst mit unseren U-Booten die neuen Besatzungen schulen wollten förbieneuenU-Boofe.bie nunmehr kommen. (Erneuter brausender Beifall) Daß sie jetzt zu kommen anfangen, daran soll man nicht zweifeln. 3d) habe gerade vor zwei Stunden die Mitteilung des Oberbefehlshabers der Marine bekommen, daß soeben die Meldun
gen von Seeffreitfräften und U-Booten eingelaufen find, daß sie wieder 215 000 Tonnen versenkt haben. (Die alten Parteigenossen beantworten mit einem Sturm der Begeisterung diese Mitteilung des Führers.) Davon die U-Boote allein 190 000 und darunter ein einziger Geleitzug, der gestern vernichtet wurde, mit 125 000 Tonnen, (wieder erhebt sich minutenlanger jubelnder Beifall) Die Herren werden sich aber von Marz und April ab dann a u f ganz andere Sachen gefaßt machen müffen. (Immer starker wird der Sturm der Begeisterung.) Und sie werden dann schon sehen, ob wir den Winter wieder verschlafen ober die Zeit verwendet haben. In diesen langen Monaten vorher, wo wir mit so wenig Booten kämpften, hat Italien große feindliche Kräfte gebunden. Uns kann dies jetzt gleich fein, ob unsere Stukas englische Schiffe, in der Nordsee oder im Mittelmeer fassen können. Es ist in jedem Falle dasselbe. (Erneuter tosender Beifall) Das eine ist sicher: wo Britannien den Kontinent berührt, werden wir ihm sofort entgegentreten, und wo britische Schiffe aufkreu
zen, werden unsere U-Boote und Flugzeuge dagegen eingesetzt, bis die Stunde der Entscheidung kommt.
So hat sich ähnlich wie in Deutschland nur noch in Italien eine Revolution vollzogen, die letzten Endes zum Neuaufbau einer Volksgemeinschaft führt, führen mußte und geführt hat. Auch damals haben wir lange Jahre hindurch Geduld üben müssen, und wenn meine Gegner heute glauben, mich mit der Zeit erschrecken zu können, da kann ich nur sagen: Ich habe Warten gelernt, aber ich habe in der Zeit dieses Wartens noch nie g e° faulenzt. ^Heiterkeit.) Wir haben ja von 1923 zehn 'Jahre warten müssen, bis wir. endlich zur Macht gekommen sind. Aber wir Haden in diesen zehn Iayren — bas wissen Sie, meine alten Parteigenossen — allerhand gearbeitet. Was Haden wir geschaffen, was Haden wir aufgebaut! Die Bewegung, die im Jahre 1933 antrat, war eine andere als die vom Jahre 1923. Wir haben die Zeit genutzt. Deshalb erschrecken mich solche Drohungen nicht. Vor uns stand niemals etwa das Ziel: „Am 1. März oder am 15. Juni ober am 7. September muh das und das gemacht fein." Das wissen bloß die Journalisten unserer Gegner. Sie haben dies auch früher schon gewußt.
Die fallen Propheten. •
Sie sagten: „Wenn die Nationalsozialisten bis Oktober 1929 nicht zur Macht gekommen sind, sind sie verloren". (Stürmische Heiterkeit.) Wir waren nicht verloren. Sie sagten: „Wenn die Nationalsozialisten jetzt nach der Septemberwahl 1930 nicht die Macht bekommen, ist der Nattonalsozialismus erledigt". Er war nicht erledigt, obwohl wir nicht zur Macht gekommen sind! Und sie sagten bann 1932: „Jetzt ist ber Nationalsozialismus tot. Der Führer hat den Eintritt in die Regierung ausgeschlagen. Er will keine Verantwortung, er ist zu feige dazu. Das haben wir immer gesagt, wir wußten es, der Mann drückt sich vor der Verantwortung". Das also haben diese scharfsinnigen Genies, die jetzt in England sitzen — bei uns sind sie ja nicht mehr — damals ganz genau gewußt. Dann sagten sie: „Der 13. August ist ber Wendepunkt. Der Nationalsozialismus ist erledigt". Es ist ber 14. August gekommen, und der Nationalsozialismus war nicht erledigt! Einige Monate später mußten sie einen neuen Termin ansetzen. Und bann kam endlich ber 30. Januar 1933: »Hetzt haben sie den Fehler gemacht. Jetzt sind sie in die Macht gegangen. In sechs Wochen sind sie jetzt fertig, höchstens drei Monate. Dann sind sie erledigt. Die sechs Wochen und die drei Monate sind vergangen, und wir waren nicht erledigt!
Und so haben sie immer neue Termine gesetzt, und im Kriege machen sie es jetzt genau so! Warum auch nicht? Es sind ja die gleichen Leute. Es sind die gleichen Propheten, die gleichen politischen Wünschelrutengänger, die bei uns schon so wunderbar die Zukunft prophezeiten, und die jetzt als Hilfskräfte beim englischen Propagandaministerium und im englischen Auswärtigen Amt angestellt sind. Sie wissen immer ganz genau, an
welchen Terminen die Deutschen erledigt sind! Wir haben das schon ein paarmal erlebt. Sie erinnern sich alle, was man sagte. Ich brauche nur auf den berühmten Ausspruch eines großen britischen Staatsmannes, den Sie in München von Angesicht kennen, Mister Chamberlain, Hinweisen, der noch wenige Tage vor dem 9. April des vergan- aenen Jahres erklärte: „Gott sei Dank, er hat den Autobus versäumt". Und ich erinnere Sie an einen weiteren Mann — es war der englische Oberkommandierende — der sagte: ,Ha, vor einigen Monaten, da hatte ich Angst, jetzt habe ich keine Angst mehr. Sie haben die Zeit üerfäumt, und außerdem: sie haben lauter junge Generale. Das ist ihr Fehler, (stürmische Heiterkeit) und das ist ihr Unglück. Ueberhaupt, ihre ganze. Führung ... Aber vor allem, sie haben die Zeit versäumt, jetzt ist es vorbei"/ Wenige Wochen später hat dieser General seinen Abschied genommen. Wahrscheinlich war er selbst auch noch zu jung. (Brausende Heiterkeit.)
Und heule machen sie es genau so. Sie sehen immer Termine. 3m herbst erklärten sie: „Wenn jetzt keine Landung kommt, ist alles In Ordnung. 3m Februar 1941 wird England die Offensive nach dem Festland tragen." 3d) warte fortgesetzt auf die britische Offensive. Sie haben ihre Offensive woandershin verlegt und wir müssen ihnen jetzt leider dorthin nachtaufen, wo wir sie finden. (Erneute tosende Heiterkeit.) Aber wir werden sie finden, wo immer sie auch hingehen! (Minutenlanger Beifallssturm.) Und wir werden sie aber auch dort treffen, wo ber Schlag für sie am vernichtendsten fein wird!
Deuschland will leben.
Nun sind also seit damals 21 Jahre eines unentwegten Ringens der Bewegung vergangen. Nach langen 13 Jahren kamen wir zur Macht. Seitdem erleben wir diese Jahre der Vorbereitung nach außen und einer Riesenarbeit Im Innern. Sie wissen, es ist dabei genau so, wie es bei der Partei war. Wir Haden von der Welt nichts verlangt, als daß sie uns die gleich en Rechte gibt, genau wie wir im Innern die gleichen Rechte gefordert haben. Da forderten wir einst freies Versamm- lunasrecht, wie es die anderen auch besaßen, wir verlangten freies Rederecht, wir verlangten dieselben Rechte als parlamentarische Partei wie die andern auch. Man hat uns das verweigert, man hat uns mit Terror verfolgt. Wir haben trotzdem unsere Organisation aufgebaut und haben uns endlich durchgesetzt! Genau so trat ich auch vor die Welt. Ich habe gesagt, „ich will nichts, als was die anderen auch haben. Ich war bereit, abzurüsten bis zum letzten. Ich habe immer neue Vorschläge gemacht, man hat uns ausgelacht und abgelehnt, genau wie im Innern! Ich wollte alles auf dem Verhandlungswege, es kann ja auch gar nichts besseres geben als auf dem Verhandlungswege die Ziele fiir fein Volk zu erreichen; denn es kostet weniger und spart vor allem Blut. Wer wird so wahnsinnig sein, mit Gewalt etwas nehmen zu wollen, was er mit der Vernunft bekommt! Aber es gibt Dinge, die müssen Deutschland bleiben, weil mir leben wollen und weil die anderen nicht das Recht besitzen, uns dieses Leben zu beschneiden, weil es unmöglich ist, daß eine Nation, die an sich schon 38 Millionen Quadratkilometer besaß, einer anderen noch einmal 2,5 Millionen Quadratkilometer wegnimmt, und weil es für uns auch unerträglich ist, von diesen Völkern dauernd bevormundet zu werden und uns beispielsweise vorschreiben zu lassen, welche Wirtschaftspolitik wir betreiben sollen.
Wir betreiben die Wirtschaftspolitik, die dem deutschen Volke nutzt. Ich rede auch den anderen nichts ein. Wenn andere sich auf Geldsäcke
setzen wollen, sollen sie es tun. Aber wenn man sagt: „Tun Sie es auch" —, so werde ich mich hüten, für die deutsche Arbeitskraft totes Gold zu kaufen. (Brausender Beifall.) Ich kaufe für die deutsche Arbeitskraft Produkte des Lebens. Und das Ergebnis unserer Wirtschaftspolitik zeugt für uns und nicht für die Goldstandardmenschen! Denn wir, die Armen, haben die Erwerbslosen weagebracht, weil wir diesem Wahnsinn nicht mehr huldigten, weil wir unser ganzes Wirtschaftsleben nur als ein Produktionsproblem ansehen und nicht mehr als ein kapitalistisches. Allerdings, wir haben hinter unsere Wirtschaft auch die geordnete Kraft der Nation gestellt, die Disziplin des ganzen Volkes. Wir haben der Nation klargemacht, daß es ein Wahnsinn ist im Inneren wirtschaftliche Kriege zwischen einzelnen Ständen auszufechten und dabei gemeinsam zugrunde zu gehen. Freilich war dazu wieder notwendig eine allgemeine soziale Grundrichtung. Man kann heute keine Staaten mehr auf kapitalistischer Grundlage aufbauen. Auf die Dauer werden die Völker lebendig, und wenn auch Leute glauben, daß sie durch Kriege das Erwachen der-Völker verhindern können — im Gegenteil, sie werden es beschleunigen! Diese Staaten werden in Fi- nanzkatastrophen sinken, die die Grundlagen ihrer eigenen bisherigen Finanzpolitik vernichten werden. Aus diesem Kriege wird nicht der Goldstandard als Sieger heroorgehen, sondern die National- wirtschaften werden sich siegreich durchsetzen! Diese Nationalwirtschaften werden untereinander den,für sie notwendigen Handel treiben. Ob das einigen Goldstandardbankiers der Welt paßt ober nicht paßt, das ist gänzlich gleichgültig. (Ungeheurer Beifall.) Und wenn einige dieser Goldbankiers nun erklären: »Wir dulden nicht, daß ihr mit diesem ober jenem Lanbe Hanbei treibt' —, bas geht diese nichts an, und die Völker werden sich auch in ber Zukunft verbitten, von einigen Bankiers Bestimmungen über ihre Hanbelspolitik entgegenzunehmen! Sie werben die Hanbelspolitik betreiben, die für sie die richtige ist.
Hur deutsche Interessen bestimmen die W
Wir können auf diesem Gebiet mit Ruhe in die Zukunft sehen. Deutschland ist ein ungeheurer Wirtschaftsfaktor, nicht nur als Produzent, sondern auch als Konsument. Wir haben einen großen Absatzmarkt; aber wir suchen nicht nur Absatzmärkte, sondern wir sind dort auch dergrößte Käufer, während die westliche Wett aus der einen Seite von ihren Imperien leben und auf der anderen Seite aus ihren Imperien auch noch exportieren will. Das ist aber unmöglich, denn die Völker können auf die Dauer nicht einseitige Geschäfte machen. Sie wollen nicht nur kaufen, sondern sie müssen auch verkaufen. An diese Imperien aber können sie das nicht tun. Die Völker werden daher mit uns Handel treiben, gleichgültig, ob das ein!- gen Bankiers paßt ober nicht.
Dir machen deshalb unsere wirtschaslspolilik nicht nach den Auffassungen oder Wünschen der Bankiers in Neuyork oder London, sondern die wirtschaftspotttik Deutschlands wird ausschließlich nach den Interessen des deutschen Volkes gemacht! Ich bin
irtschastspolitik.
hier ein fanatischer Sozialist, der immer nur die Gesamtinteressen seines Volkes vor Augen sieht. Ich bin nicht der knecht einiger internationaler Bankkonsortien, ich bin aus dem deutschen Volk hervorgegangen: meine Bewegung, unsere Bewegung ist eine deutsche Volks beroegung, und diesem deutschen Volk sind wir allein verpflichtet. (Tosender Beifall.) Nur feine Interessen sind bestimmend für unsere Wirt- schaftspolitiks Davon werden wir nie abgehen.
Wenn nun die andere Welt sagt: „Also bann Krieg!" Dann kann ich nur jagen: „Gut! Ich will ihn nickt, aber es kann der Frömmste nicht im Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt." Ich gehöre aber auch nicht zu denjenigen, die einen solchen Krieg kommen sehen und bann zu winseln beginnen. Ich habe gerebet unb getan, was ich konnte, Vorschläge und immer neue Vorschläge gemacht, an England ebenso wie an Frankreich. Man hat sie immer nur mit Spott und Hohn abgelehnt und herüber
gelacht Als ich jedoch sah, daß die andere Seit« die Auseinandersetzung will, habe ich allerdings das getan, was ich als Nationalsozialist und alter Kämpfer auch in der Partei früher tat: Ich habe mir sofort dos Abwehrinstrument ge, baut. Und so wie ich in der Partei früher bi« Auffassung vertrat, es hanbett sich nicht darum, daß wir immer nur stark genug sind, um Schlag« des anderen auszuhatten, sondern es ist notwendig, daß wir stark genug werden, Schläge fofort z u vergelten, so habe ich das militärische Jiv ftrument der Staatspolitik b i e deutsche Wehr, macht, ebenfalls so ausgebaut, daß sie, wen« es schon nicht anders geht, Schläge auszutei. 1 e n vermag!
Ein amerikanischer General hat vor wenigen Tagen erst vor dem Unterhausausschuß des ame- rikanischen Repräsentantenhauses erklärt, Chur- chill habe ihm bereits 1936 persönlich versichert: „Deutschland wird uns zu mächtig, es muß vernichtet werden, und ich werde alles tun, um diese Vernichtung einzuleiten "•
Ich habe etwas spater zum ersten Male öffentlich vor diesem unb feiner Tätigkeit gewarnt. Ich wollte nicht bie Nation vorzeitig in Unruhe versetzen unb eine vielleicht doch noch mögliche Verständigung verschütten. Ich habe aber bann im selben Äugenbück, in bem ich merkte, daß in (Englanb eine gewisse Clique — noch angefeuert burch bas Iubentum, das überall natürlich als Blasebalg dahinter steht — zum Kriege fest entschlossen hetzt jinb treibt, alle Vorbereitungen getroffen, um die Nation zu rüsten. Und Sie, meine alten Parteigenossen, wissen auch, daß es kein Gerede ist, wenn ich einmal so etwas sage, sondern daß ich auch entsprechend handele. Wir haben gigantisch gearbeitet! Was in diesen Jahren bei uns an Rüstung geschaffen wurde, ist wirklich bas Stol- zeste, was jemals bie Welt gesehen hat! Wenn nun eine andere Welt sagt: „Wir machen jetzt bas auch!" — dann kann ich nur sagen: „Machen Sie es, ich habe es bereits gemacht!" (Ein ungeheuerer Sturm der Begeisterung^)
Dor allem aber: „Erzählen Sie mir keine Märchen. Ich bin Sachverständiger, Spezialist in Aufrüstungsangelegenheiten " (Erneuter stürmischer Beifall und tosende Heiterkeit.) Ich weiß ganz genau, was man aus Stahl machen kann und was aui Aluminium. Ich weiß, welche Leistungen man aus Menschen herausholen kann und welche nicht. Ihre Märchen imponieren mir gar nicht!"
Deutschland hat rechtzeitig gerüstet.
Für unsere Rüstung habe ich beizeiten die Kraft ber deutschen Nation eingesetzt und ich bin entschlossen, wenn notwendig, halb Europa noch dafür einzusetzen, und ich tue dies auch. Ich bin auf? jede kommende Auseinandersetzung vorbereitet und ich sehe ihr daher mit Ruhe entgegen. Mögen die anderen ihr mit ber gleichen: Ruhe entgegensehen. (Tosende Beifallsstürme.)
Ich baue dabei auf die beste Wehrmacht d e r W e l t, auf die beste Wehrmacht, die vor allem auch die deutsche Nation je besessen hat. Sie ist zahlenmäßig stark, waffenmähig aufs höchste gerüstet, führungsmäßig in einer besseren Verfassung als jemals zuvor, wir haben ein junges Führerkorps, das zum größten Teil nicht nur kriegserprobt, sondern ich darf wohl sagen, ruhmbedeckt ist. Wo wir Hinblicken, sehen wir heute eine Garde ausgewähl- ter Männer, denen die deutschen Soldaten in die Hand gegeben find. Und diese Männer führen wieder Soldaten, die diebestansgebilde- t e n d e r W e l t sind, mit der b e st e n W a f f e, die es zur Zeit auf der Erde gibt. Und hinter diesen Soldaten und seiner Führung steht die deutsche Nation, dasganzedentscheVolk. (Minutenlanger Beifallssturm.) Und inmitten dieses Volkes und als ihr Kern diese n a t i o- nalsozialistische Bewegung, die vor 21 Jahren aus diesem Saal hier ihren Ausgang nahm, diese Bewegung, die selbst wieder eine der besten Organisationen ist, wie sie die anderen demokratischen Länder nicht besitzen, und die ihr Gegenstück nur noch im Faschismus findet. Volk und Wehrmacht, Partei und Staat — sie find heute eine unlösbare Einheit. Keine Macht der Welt kann dies Gefüge mehr lockern.
Und nur Narren können sich einbilden, daß sich« etwa das Jahr 1918 wiederholen könnte. Wir haben, das einst bei unseren Demokraten im Innern kennengelernt. Auch sie haben immer Hoffnungen gehabt, Hoffnungen auf innere Zersplitterung, Auflösung unb Bruderkrieg. Heute ist es wieder genau; so. Sie sagen: „In sechs Wochen ist bie Revo- lution in Deutschland!" Sie wissen nicht, röer eigentlich bie Revolution machen will. Die Revolutionäre sind nämlich bei- uns, die „Revolutionäre" — Thomas Mann unb ähnliche solche Leute — sind« in Enalanb. Manche sind schon wieder von England nach Amerika abgereift, denn auch England liegt: ihnen schon zu nahe dem kommenden Operationsgebiet ihrer „Revolution". Sie legen also ihr Hauptquartier weit weg von ihrem 'Fünftigen Schlachtfeld. Aber immerhin behaupten sie, bie Revolution, werde kommen. Wer sie macht — bas weiß ich nicht, wie sie gemacht wird — weiß ich auch nicht; nur eines weih ich: baß es in Deutschland höchstens ein paar Narren geben kann, bie an eine Revolution denken, bie aber sitzen alle hinter Schloß und Riegel.
Dann sagen sie: „Der Winter, General Winter kommt und wird Deutschland viederzwingen!" Ach, das deutsche Volk ist ziemlich winterfest. Wir haben in der deutschen Geschichte, ich weiß nicht, wieviel tausend, zehntausend Winter überstanden. Wir werden diesen Winter auch schon überstehen? Dann erklären sie: „Der Hunger wird kommen", Da haben wir vor- gesorgt. Wir kennen die menschenfreundlichen Empfindungen unserer amerikanischen Gegner. Wir haben uns vorgesehen. Ich glaube, daß der Hunger eher dort hinkommt als zu uns. Dann wieder lagen sie: „Die Zeit an sich wirkt." Die Zeit aber hilft nur dem, ber arbeitet. Und fleißiger als wir arbeitet ntemanb, das kann ich biefen Leuten versichern. Alle biefe vagen Hoffnungen, die sie sich da aufbauen, sind lächerlich und geradezu kindisch.
Grundsätzlich möchte sch dazu noch eines sagen: das deutsche Volk hat eine Entwicklung von vielen Taufenden von Jahren hinter sich. Zweitausend Jahre hindurch kennen wir feine Geschichte. Tausend Jahre lang gibt es ein Deutsches Reich, und zwar ein Reich, das wirklich nur Deutsche umfaßt. In diesen Zeiten hat unser Volk die unerhörtesten Schick- satsschläge überstanden. Es wird auch da, überstehen, was die Gegenwart oder die


