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24.5.1941
 
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Samstag, 24- > Sonntag, 25. Mat Ml

Gießener Anzeiger

Oie Insel Kreta, Natur und Geschichte

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1941

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Die Insel Kreta gehört 314 denjenigen Inseln im Mittelländischen Meer, die wie große Aussichts- tiirme aus der Wasserwüste hinausragen und auf viele Kilometer Entfernung einem gewaltigen Fels­block gleich zu erkennen sind. Wie alle Inseln des Mittelmeerraumes ist auch Kreta ein Gebirgsblock mit Höhen von weit über 1000 Meter, feine Land­schaft ist mit mächtigen Felsmassiven durchsetzt, die sich wie Pallffoden zum Himmel erheben. In seiner West-Ostrichtung erreicht die Insel eine Länge von fast 275 Kilometern, geographisch liegt sie so, daß alle drei Erdteile, Europa, Afrika und Asien von

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Die Luftwaffe fügte, wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, am gestrigen Tage den im öst­lichen Mittelmeerraum operierenden briti­schen Seestreitkrästen schwerste Verluste zu. In mehr­maligen kühnen Angriffen versenkten Kampf­und Sturzkampfflugzeuge feindliche Kreuzer und Zerstörer. Außerdem wurden Bomben­treffer auf einem Schlachtschiff und auf kleineren Einheiten eines versprengten britischen Flottenver- bandes erzielt.

Heber dem britischen Mutterland und dem Seegebietum England führte die Luft­waffe trotz schwierigster Wetterlage bei Tage bewaff­nete Aufklärung durch und vernichtete ein feind­liches Handelsschiff von 5000 BRT.

3n Nordafrika wurden bei Tobruk ört­liche, von Panzern unterstützte britische Ausfallver­suche schon in der Entwicklung zerschlagen. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten mit guter Wirkung Versorgungsanlagen des Feindes bei Tobruk.

Einflüge des Feindes in das Reichsgebiet fanden nicht statt.

Bei Angriffen gegen den erwähnten feindlichen Geleitzug zeichneten fich die von Kapitänleutnant Wohlfahrt und Kapitänleutnant Gysae ge­führten Unterseeboote besonders aus.

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ren und Mnenfelder und kehrte unversehrt in einem Heimathafen zurück. Der Führer verlieh Günther Prien das Ritterkreuz. Äm Oktober 1940 konnte Prien seine Dersenkungsziffer im Handelskrieg auf über 200 000 BRT. erhöhen. Am 31.Oktober 1940 wurde Prien vom Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz überreicht. Am 19. März 1941 er­nannte der Führer ihn in Anerkennung seiner be­sonderen Erfolge zum Korvettenkapitän. Prien ist seit 1937 mit einer Tochter von Oberst Messer«

191. Jahrgang Nr. (22 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Verlagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter

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Neue schwere Verluste der britischen Tankertonnage.

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Flugzeuge gegen Kampffchiffe

Von unserer Berliner Schriftleitung.

trat. Am 1.1.1934 wurde er Fähnrich, 1936 Leut­nant unoel938 Oberleutnant zur See. Während de» spanischen Krieges nahm er am Ueberwachungs- dienst und an den gelegentlichen Vergeltungsmaß­nahmen der deutschen Marine in den spanischen Ge­wässern teil. Ms Kapitänleutnant wurde er U n terseebootskommandant. Für erfolgreiche Versenkung feindlichen Handelsschiffsraumes wurde

Der Wehrmachtbericht

Berlin, 23. Mai. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Unterseeboote versenkten aus einem für England bestimmten Geleitzug neun feindliche Han­delsschiffe mit zusammen 70 900 BRT., darunter befanden sich drei Tanker von 8000, 10 000 und 13 000 BRT. sowie ein schwer beladener Munitions­dampfer von 7000 BRT. Weitere 18 000 BRT. wurden durch Unterseeboote in Einzeloperalionen versenkt. 3m Seegebiet ro e ff l i cf) Afrika ver­senkten Unterseeboote 21 400 BRT. Damit vernich- kte die Unterseebootwaffe in den letzten Tagen insgesamt 1 10 3 0 0 BRT. feindlichen handelsschiffsraumes.

Das von Korvettenkapitän Günther P r 1 en geführte Unterseeboot ist von seiner letzten Fahrt gegen den Feind nicht zurückgekehrt. Mit dem Verlust dieses Bootes muß gerechnet werden. Kor­vettenkapitän Günther Prien, der Held von Scapa Flow, der vom Führer in Anerkennung fei­ner überragenden Verdienste mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden ist, und seine tapfere Besatzung leben im Herzen aller Deutschen weiter.

wird Schafzucht getrieben.

Da der landschaftliche Raum der Insel wie auch die Formung seiner Buchten einen natürlichen Stütz­punkt für die Kriegführung darstellen, ist es nicht verwunderlich, daß sich um den Besitz dieser Insel immer wieder Kämpfe abspielten. Im Altertum haben der Orient und der Okzident, verkörpert durch Byzanz imb Rom, um den Besitz gestritten. Jahr­hundertelang gehörte die Insel den Sarazenen. Später (1204) wußte Venedig, seinerzeit eine mädx tige, den ganzen östlichen Mittelmeerraum beherr- ßchende Republik, der Insel ihren Stempel aufzu- drücken. Man kann sagen, daß die kulturelle Be­fruchtung der Insel durch die Venezianer außer- oidentlich stark gewesen ist. Im 17. Jahrhundert errichteten die Türken ihre Herrschaft über Kreta und betrachteten die Insel als einen Brückenkopf gegen den Westen. Zwei Jahrhunderte spater als die Türkei zu stark geschwächt war, um Außen- oosten wie Kreta halten zu können, setzte sich der griechische Einfluß mehr und mehr durch, aber es kostete zahlreiche und sehr blutige Revolutionen bis zu der Stunde, wo Kreta eine gewisse Selbständig­keit erlangen konnte.

Doch in dem Augenblick trat E n g l a n d auf den Plan es war um die Mitte des vorigen Jahr- vunderks und verlangte zur Sicherung ferner Zufahrtslinien durch das Mittelmeer nach den Fernostbesitzungen Kreta als Stützpunkt. Es ifi damals England gegenüber dem geschlossenen -asi- verstand der europäischen Mächte nicht gelungen, >ie Insel als Basis für seine imperialistischen Plane zm Ostmittelmeer zu gewinnen, doch entschädigte r-s sich zunächst dadurch, daß es die Insel Cypern m Besitz nahm, die seinerzeit ziemlich unbeachtet Ihr Dasein führte. Erst Ende des vorigen Jahr­hunderts ist es Kreta gelungen, sich mit dem grie­chischen Mutterland zu verbinden. Damals traten Nochmals die Türkei und England den Bestredun- ,en der kretensischen Bevölkerung entgegen eine sus verschiedenen Nationen zusammengesetzte Flotte 'onttollierte die Insel und besetzte mit Landungs- siannschasten die wichtigen Punkte des Lande;,. Wenn die Griechen tatsächlich erst im Jahre 1912 wirkliche Herren von Kreta wurden, so ist es um 0 bedauerlicher, daß sie dieses mit so Diel .Blut er- 1 ämpfte Heimatland nicht in der Hand behielten, ondern es durch ihre englandfteundliche Politik J-en Briten, die nach wie vor auf der Lauer lagen,

Die jüngsten Ereignisse im östlichen Mittelmeer beweisen, daß die von Militärschriftstellern heftig erörterte Frage, ob die Kampfschiffe einer Luft­flotte unterlegen seien oder nicht, niemals einseitig zu Gunsten der einen oder anderen Waffe beant­wortet werden kann. Kampffchiffe besitzen ihren Wert, wenn sie die nötige Bedeckung von Luftge­schwadern haben. Im anderen Falle sind sie em Luxus. Und da die Royal Air Force im östlichen Mittelmeer so gut wie ausgeschaltet ist, können nicht nur kleine deutsche Marineeinheitcn wie ein Stockholmer Blatt berichtet, die englische Flotte ge­wissermaßen negieren, sondern die deutschen Luft­streitkräfte haben der englischen Kampfflotte so chwere Verluste zugefügt, daß sich die Waage im östlichen Mittelmeer zu Gunsten unserer Adler der Lüfte senkt. Denn die schweren Schäden, die am 21. Mai unsere Luftflotte einem englischen Schlacht­schiff, sechs Kreuzern, einem Zerstörer und einem Unterseeboot zufügten, wurden noch übertroffen durch den 22. Mai. An diesem glorreichen Tage wurden weitere vier britische Kreuzer und einige Zerstörer glatt versenkt, ein Schlachtschiff und zwei weitere Zerstörer, wie der OKW.-Bericht meldete, schwer bejchädigt. v .

Neben die schwere Einbuße, die Englands Kriegs­flotte allein an diesen Tagen erlitt, tritt die see- strategische Bedeutung dieses glänzenden Erfolges. Das entschlossene Zupacken unserer Luftflotte hat den Briten gezeigt,.daß wir die Jnittative im öst­lichen Mittelmeer in der Hand haben, obgleich Eng­land sich bis jetzt auf seine starken Schiffseinhelten berief und diese Jnittative ableugnete. Wenn unsere Bomber allein vier Kreuzer und einige Zerstörer versenken konnten, dann ist das der lebhafteste Be­weis dafür, daß diese Kriegsschiffe schweren und schwersten Bomben einfach unterlegen sind. Aber auch die schweren Beschädigungen der anderen eng­lischen Kriegseinheiten beweisen die Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe. England batte gegenüber den drohenden Luftangriffen vor allen Dingen die Oberdeckenpanzerung feiner Kriegsschiffe verstärkt, aber die Kriegs- und Schlachtschiffe boten und bie­ten doch genügend schwache Stellen auch auf Deck, um Luftangriffe wirkungsvoll zu machen. Die Auf­bauten auf den modernen Kriegsschiffen sind^tthr kompliziert und wenn sie ausfallen, wird das schiff gewissermaßen hilflos. _ .

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der eigentliche Herr Kretas. Als die brittschen Stö­rungsaktionen in Rumänien und Bulgarien erfolg­los verlaufen waren, richtete England an die grie­chische Regierung die eindeutige Forderung, die In­sel Kreta als Flotten- und Luftwaffenstützpunkt ab­zutreten. Griechenland hat sich dieser Forderung ge­fügt. So hatte sich Kretas Schicksal wieder erfüllt: es war wieder eine Insel geworden, die kein eige­nes Recht besaß. Sie hatte in den letzten Wochen die Aufgabe, flüchtende Könige und Minister zu beherbergen und flüchtende Britenschiffe in den ver­borgenen Buchten der Insel ankern zu lassen.

Oer Krieg im Mittelmeer.

Rom, 23. Mai. (Europapreß.) Immer klarer wird es, so schreibt Gayda imGiomale d'Jtalia", daß das Mittelmeer das lebenswichtige Zentrum im Kampfe der Achsenmächte gegen das brittsche Imperium wird. Wenn die britische Insel das Hirn des Empires fei, so sei das Mittcl- meer mit Aegypten und dem Suezkanal sein Herz. Noch erhalte das Ueberroiegen einer briti­schen Flottenmacht im Mittelmeer die Atmosphäre des Weltteiches, aber ihr Verschwinden würde sich sofort auf dem Wege über alle britischen Stellun­gen im Nahen Osten bis nach Indien auswirken, Europa aber seine wirtschaftliche und militärische Autarkie sichern. In diesem Sinne müsse man d i e neuen Unternehmungen der A ch s e be­werten. England suche die Reste der Streitkräfte vom griechischen Kriegsschauplatz nach Aegyp­ten zu bergen und mit einer Serie von Seeope­rationen die Positionen und Bewegungen der Ach­senmächte zu stören. Das Ergebnis hieraus zeigten die letzten deutschen und italienischen Heeresberichte.

Englands Erdöwersvrsim.

Von zwei Seiten her wird im Augenblick die Aufmerksamkeit kn besonderem Maße auf eines der wichtigsten Kapitel der britischen Kriegführung ge­lenkt, auf Englands Erdölversorgung Ein mal be­droht der Freiheitskampf des Irak gegen die bri­tische Vormundschaft eines der wichtigsten Versor­gungsgebiete der britischen Flotte und Luftwaffe im Mittelmeer gerade zu einer Zeit, wo von beiden größte Schlagkraft und höchste Leistungsfähigkeit gefordert werden. Zum anderen melden die deut­schen Wehrmachtberichte fast Tag für Tag schwere Verluste des britischen Bestandes an Tankern durch Angriffe deutscher U-Boote. So versenkte nach dem Bericht vom 20. Mai Kapitänleutnant Lehmann- Willenbrock allein 33 000 BRT. an Tankschiffen aus britischen Geleitzügen und der Bericht vom 23. Mai verzeichnete wiederum 31 000 BRT an Tankschiffen, die in für England bestimmten Ge­leitzügen das Opfer deutscher U-Boote wurden. Eine Reihe weiterer alarmierender Nachrichten aus England und den USA. läßt erkennen, daß sonnt auch das Transportproblem für die britische Erd­ölversorgung kritisch zu werden beginnt. In den letzten Jahren vor dem Kriege hat England durch­weg 10,7 Mill. Tonnen Del jährlich einführen müssen, da es auf eigenem Boden wie alle anderen großen Mächte mit Ausnahme der Vereinigten Staaten und Rußlands nur über ganz unwesentliche Erd­ölvorkommen verfügt. England ist also auch in fei­ner Erdölversorgung auf überseeische Zufuhr an­gewiesen. Vor dem Krieg deckte es einen großen Teil seines Erdölbedarfs in den Vereinigten Staa­ten, die über 60 v. H. der Welterdölförderung (1937: 280 Mill. Tonnen) stellten. Nach Kriegsbeginn hat England auf diese Bezüge fast ganz verzichtet, um Devisen zu sparen, die es für andere triMsroirt- schafllich unentbehrliche und nur in den USA. er­hältliche Dinge dringender braucht. Es hat seine Erdolversorgung auf den Bezug aus Westindien und Vorderasien umgeleitet, wo es eigene große Raffinerien zur Verarbeitung des Rohöls in Ben­zin, Dieselöl und Heizöl unterhält, wodurch sich der Aufwand an Devisen erheblich verringert.

Venezuela, an der Nordküste des südameri­kanischen Kontinents, steht, obwohl es erst 1917 in die Reihe der Erdöl fördernden Länder eintrat, mit einer Förderung von 23 Millionen Tonnen jährlich nächst den Vereinigten Staaten mit 148 Millionen Tonnen und Rußland mit 26 Millio­nen Tonnen (1936) an dritter Stelle. Auch die übrigen Länder am Karibischen Meer, vor allem Mexiko, und auch eine Reihe südamerikanischer Staaten wie Brasilien, Bolivien und Paraguay (der Krieg zwischen beiden um das Erdöl in dergrünen Wüste" des Gran Chaco ist noch in aller Erinnerung), Columbien, Ecuador und Peru weisen beträchtliche Erdölvorkommen auf. Aber mit dem Erstarken des Nattonalgefühls wuchs in diesen Ländern auch der Wunsch, die Boden­schätze mehr als bisher den eigenen Interessen dienstbar zu machen und den Spekulationen des internationalen Kapitals vorwiegend angelsächsi­schen Gepräges zu entziehen. So wurde 1937 die Standard Oil, die bedeutendste Oelgesellschaft der Bereinigten Staaten, eine Gründung Rockefellers, in Bolivien enteignet. Argentinien, Brasilien und Chile schlossen mit Bolivien Verträge für die ge­meinsame Ausbeute und freie Durchfuhr des aus bolivianischen Staatsquellen stammenden Erdöls,

. im September 1939 mit E. K. II ausgezeichnet. Am 14.10.1939 gelang es ihm bann, mit seinem U-Boot alle Seesperren und Minenfelder vor der Bucht von Scapa Flow zu umgehen und in den Hafen der englischen Kriegsmarine einzudrin- gen. Mit einem Torpeoo versenkte er dort das bri­ttsche SchlachtschiffRoyal Oak" und traf mit einem zweiten Torpedo den brittschen Schlachtkreu- zerR e p u l s e". Nach dieser schneidigen Tat ma­növrierte er fein Boot wieder glücklich durch ©per-

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bauten wegrasiert, sond-rn ihre Treffer haben auch sonstige Auswirkungen gehabt; d. h. den Schiffs­körper aufgerissen usw. Ein von unseren Bombern heimgesuchtes schweres englisches Schlachtschiff fällt längere Zeit für den Kampf aus, es muß in Dock gehen, und Schiffsreparaturen erfordern lange Zeit. Nun ist die Lage im Mittelmeer deshalb besonders für die Engländer ungünstig, weil Docks, in die die beschädigten Kriegsschiffe flüchten können, sich nur auf Malta, in Alexandrien und in Gibraltar befin­den. Malta, das ständig unter schwerstem Bonrben- hagel unserer Adler der Lüfte liegt, fällt als Zu­fluchtsort der geschlagenen englischen Flotte aus, Alexandrien hat nur Dockanlagen sehr begrenzten Umfanges, die für die große Zahl der weidwund getroffenen britischen Kriegsschiffe nicht ausreichem Und Gibraltar? Es liegt über 3000 Kilometer vom Ort der englischen Niederlage zur See entfernt und hat ebenfalls nur kleine Docks, die für Reparaturen größeren Umfanges nicht zureichen, selbst wenn die schwerverletzten englischen Schiffe, was noch gar nicht ausgemacht ist, den Hafen von Gibraltar er­reichen konnten.

Die Vernichtung oder schwere Beschädigung der englischen Armada durch unsere Luftwaffe im öst­lichen Mittelmeer ist, abgesehen von ihrer strate­gischen Bedeutung, für England geradezu eine Ka­tastrophe, denn sie zeigt, daß wir die Oberhand auch gegenüber der einst weltbedeutenden und weltum­spannenden englischen Flotte gewonnen haben.

E. S.

Oer Held von Scapa Flow.

er zeitweilig seines Postens enthoben wurde, immer der heimliche Partner Englands war und damit auch die Insel Kreta dem britischen Einfluß unbe­kümmert preisgab. Die Entwicklung in der jüngsten Zeit hat zu dem geführt, was England erreichen wollte. Durch seine Garantien für Griechenland und die planmäßig durchgeführte Landung britischer Truppen auf griechischem Boden wurde England,

«mmts-Bezngsvreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. n -25 2jtb bei Nichterscheinen. von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt «ernsvrechansch tust 2251 Drahtanschrift:Anzeiger" Pomckeck 11686 Rrranffj M

ihr ungefähr gleichweit entfernt sind.

Steilküsten umsäumen die Insel fast überall. Be­sonders die Südküste ist stell, ungegliedert und hafenlos. Die Nordküste dagegen ziemlich stark ge­buchtet, die Häsen besitzen jedoch mit Ausnahme des ausgezeichneten Naturhafens der Sudabai, den Charakter offener Reeden. Nach Süden stürzen die Gebirge steil ins Meer, während sie sich nordwärts zu fruchtbaren Hügelländern und zur Küste ab- vachen, an der alle bedeutenderen Siedlungen lie­gen. Das Innere ist, wie schon gesagt, sehr gebir­gig, die Gebirge ordnen sich zu vier zentralen stock- rörmigen Massiven: im Westen die Weißen Berge mit dem etwa 2500 Meter hohen Mabri Gurguthos, in der Mitte das Psiloritt-Gebirge mit dem Ida und in der bergerfüllten Osthalbinsel Sitia der etwa 1500 Meter hohe Asendi Kaousi. Zwischen den Gebirgsmassiven dehnen sich fruchtbare Tief­länder, deren größtes die Messara, die Kornkam­mer der Insel ist. Nur wenige kleine Flüsse führen das ganze Jahr hindurch Wasser. In den Gebirgen versinkt alles Wasser in den Spalten des Kalkge­steins. Das Klima ist mild und gesund. So gedeihen hier in einem fast regenlosen Sommer ausgedehnte Olivenwälder, neben Flachs, Tabak, Iohannesbrot, Wein, Mandeln und Südfrüchte. In den Gebirgen

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Allerdings haben sich die Engländer nlemals als

He unmittelbaren Herren Kretas erklären können, weil sie auf den entschiedenen Widerstand der Mit- iLlmeermächte trafen. Aber England kennt Mittel, im ein Volk für seine Interessen zu gewmnen ^a- turch, daß es im Weltkriege den griechischen Mlm- I terpräfibenten Venizelos auf ferne toeite I ttachte, war Kreta Hauptstützpunkt für militärische I Unternehmen gegen die Türken und die deutsch- I österreichische Front auf dem Balkan, ^ch d^" 1 Weltkrieg blieb Griechenland im Banne Englands, : zumal der Ministerpräsident Venizelos, auch wenn

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Günther Prien wurde 1908 in Osterfeld in Thüringen geboren. Als zehnjähriger Knabe tarn er nach Leipzig, wo er das Gymnasium bis zur Primareife besuchte, um dann mit 16V- Jahren zur Handelsmarine zu gehen. Er hat dort von der Pike auf gedient und zweimal den Erdball umfahren, be­vor er 1931 das Examen für den Handelsschiffskapi- tön ablegen konnte. Als er infolge der lonnagebe» schränkung, die durch den Nofftand der deutschen Wirtschaft bedingt wurde, aus der Handelsmarine ausscheiben mußte, erlernte er bas Fliegen, wandte sich dann aber als Nationalsozialist dem ftenvilligen Arbeitsdienst zu und war schließlich Arbeitsdienst- führer und Laqersührer im Vogtland, bis er am , ,

16.1.1933 als Matrose bei der Kriegsmarine ein- schmidt verheiratet und hat ein Töchterchen

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