Ausgabe 
24.4.1941
 
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das Symbol für die Außenpolitik Japans, die auf

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und nachfolgendes Telegramm an ihn gerichleti! l tt, ber

Vornan von Elisabeth Ljolk

1. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

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ein Marderbalg großartig, hun- verlangen, nicht Zobelbälge, die

Kolok hat Glück, wert als ein Pud

,,3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Giro« fahes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen.zu Ihrem 40. Luflslego<b

wertvollste Fell, groß ist es wie und dunkel wie eine Bärenhaut.

Hundert Rubel", erklärt Kolok dert Rubel wird er für jedes Fell eine Kopeke weniger. Seins elf

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wiederum.Hun- nicht eine Kopeke

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Dutzend Eichkater? Drum wird Marielka, Grifchas Weib, kaum das rote Kopftuch und die hohen Stiefel bekommen, die er ihr versprochen hat, ohne Kopftuch und ohne Stiefel wird sie zur Christmesse gehen, und sie wird zetern. Kecken Tropfen Wodka wird sie ihrem ungeschickten, dummen Mann gönnen, der mit leeren Händen aus der Taiga zurückkommt und die besten Pelzchen dem Kloßgesicht, dem Auf­schneider Kolok überließ.

Wozu ist so ein Kerl überhaupt aus der Welt? Wer kümmert sich darum, ob er lebt oder stirbt?

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Vier Zobel, alle vier haben sie erwischt, durch Gottes Hilfe und Koloks Geschicklichkeit. Denn Ko­lok hat die Beute erlegt, daran ist nicht zu rütteln, zwei Tiere hat er sich mit den Schrotschüssen geholt, und eins hängt in seiner kleinen Tellerfalle. Gri- scha hat nur einen Zobel erlegt; Kolok lacht, er schlägt die Arme um die Schultern und tanzt auf steifen Beinen umher, um sich warm zu machen, wie ein vergnügter, zottiger Tanzbär sieht er aus.

Ein guter Tag! Drei Zobeltiere sind für ihn; mit den acht Bälgen, die schon in der Hütte auf Brettchen gespannt hängen, gibt das elf Stück. Er wird Geld haben wie ein Baron, wie ein feiner Herr. Kolok lacht wie ein Kind, als er sich daran macht, die Tiere auszuziehen der Bursch in der Falle, in seinem Tellereisen, der hat das beste, das

lenwege abgeklappert hat und zuletzt mit leeren Händen in die Hütte kommt. Neun Wochen ist man jetzt draußen, neun Wochen hat man gefroreck und gehungert, ein kümmerliches Feuerchen hat man ge­habt, aus nassem Kienholz, hartgewordenes Brot hat man gefressen und Tag für Tag das zähe Fleisch dieser Wildvögel, das nach Wacholder und Moor schmeckt.

Und was ist der Gewinn? Ein paar minder­wertige rote Fuchsbälge die Tiere waren noch nicht gut im Haar, als sie ins Eisen gingen, zwei Dutzend sibirische Eichkater, vier Zobelbälge und einen schönen Luchs, das ist alles.

Aber an der Nordwand der Hütte, dort, wo Ko-

densten Ernährungsgebieten im Rahmen des allge­meinen Mobilisierungsprogrammes. Unter Führung des Ministerpräsidenten begab sich das Kabinett dann zu einer außerordentlichen Konferenz des geheimen Staatsrates in den Kaiserpalast. Hier gab Konoye nochmals einen Ueberblick über den japanisch-russischen Neutralitätspakt, während Mat- suoka verschiedene Anfragen beantwortete.

es nicht erwarten, nach Hause zu kommen, geruk sam sitzt er da und trinkt den schwachen Tee, ej lacht in sich hinein und reibt sich die Hände.

die werden im Wirtshaus Augen machen, toenc man sich den besten Schnaps kauft und alle

Fleisch ißt, gutes, fettes Fleisch."

Grischa schweigt noch immer. ZusammengedrM sitzt er auf seiner Bank und stiert dem anderen «h- Gesicht. An der Wand tanzen in klapperndem s.:l ________Ia« Urthe

geben ein Pelzchen für einen Millionär. Im tiefsten Unterbewußtsein weiß der Ostjake zwar genau, daß er diese hundert Rubel nie bekommen wird, daß er in demütig und in verhaltener Wut warten wird, was der Kommissar gnädig gibt für die Beute dieser mühseligen Jagd. Auch Grischa weiß es, aber es wäre besser gewesen, Kolok hätte seine hochsliegenden Wunschträume nicht geäußert.

Einträchtig liefen die zwei Schneeschuhspuren ne­beneinander her, über die vereisten Moore, durch die beschneite Steppe, von einem Giftköder zum andern. Ein zerzauster junger Wolf hatte einen der Zyankalibrocken gefressen, und in Grischas Luchs- falle am Fuß des Hochmoors hängt ein Rabe, der den guten Köderbissen mit dem Leben bezahlt hat.

Kolok lacht. Heute kommt ihm alles lustig vor. Die drei dunklen Zobelfelle baumeln an seinem Gürtel. Ein Tag ist lang, wenn man von Sonnen­aufgang bis Sonnenuntergang die verfluchten Fal-

Das Feuer erlischt, und die zwei Männer schla­fen. Das heißt, Grischa schläft nicht wirklich, er ist halbwegs zwischen Traum und Wachen und balgt sich mit allerlei Gedanken herum, die wie Gift­blasen in seinem dumpfen Hirn aussteigen. Draußen ist ein unwahrscheinlich naher, flachgesichtiger Mond aufgegangen, eine große, kaltglühende Scheibe wan­dert über Taiga und Hochmoor, die Eule schreit, schattenhaft, mit eingezogener Rute, schleicht der Wolf den Waldrand entlang.

Kolok", überlegt Grischa und hat setzt die Augen weit offen,ist ein lediger Mann. Allein ist er ge-

Cyrenaika unternommen. Ein feindliches Flieg« zeug wurde abgeschossen.

In O st a f r i k a wurde ein neuerlicher feindliche : Angriff im Abschnitt von Dessie von unser«« Truppen zurückgewiesen.

Starker italienischer Widerstand vor Oeffie.

und ein Solotnik Glück ist mehr Verstand.

Hundert Rubel", sagt Kolok dert Rubel für so ein Fellchen, weniger!"

Der Wehrmachtbericht.

Berlin, 23. April. (DNB.) Das Oberkom­mando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Bewegungen des deutschen Heeres in Grie­chenland verlaufen planmäßig. lieber Catnia wei­ter nach Süden vorsloßende Kräfte stellten an der historischen (Enge der Thermopylen englische Nachhuten ;um Kampf. In den grie­chischen Gewässern vernichteten deutsche Kampfflugzeuge gestern sieben feind­liche Handelsschiffe mit zusammen 37000 BEI. und beschädigten zwölf weitere große Schiffe durch Bombenwurf. In der Suda- Bucht traf eine Bombe schwersten Kalibers ein großes Kriegsschiff. Bei den angegriffenen Schiffen handelt es sich überwiegend um Trans­porter, die Teile der aus Griechenland flüch­tend en britischen Truppen an Bord hat­ten. Kampf- und Jagdflugzeuge zerstör- len gestern und vorgestern bei Angriffen gegen feindliche Flugstützpunkte auf dem griechischen Fest­land 24 Flugzeuge am Boden und setzten mehrere Flakgeschütze außer Gefecht.

Deutsche Kampf - und Sturzkampfflug­zeuge richteten in der letzten Nacht neue schwere Zerstörungen in der Kriegswerft und in Tankanlaaen des Hafens La Valetta auf der Insel Malta an. (Ein britischer Zer­st ö r e r wurde schwer getroffen. Im Hafen entstan­den große Brände. Bei Luftkämpfen über der Insel verlor der Feind ein Jagdflugzeug vom Muster hurricane.

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gute Nachbarschaft abzielc.

Arn Donnerstagmorgen trat das Kabinet in der Amtswohnung des Ministerpräsidenten zu einer Sitzung zusammen, um den Bericht Matsuokas ent­gegenzunehmen. Gleichzeitig bewilligte das Kabi­nett aus dem Reservefonds 2,7 Millionen Pen für die Steigerung der Erzeugung auf den verfchie-

3m Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge durch Tiefangriff auf einen Geleit­zug südlich Aldebourgh ein Handelsschiff von 3000 BRT. und beschädigten ein zweites Schiff durch Bombentreffer schwer. 3n der letzten Nacht vernichteten Kampfflugzeuge drei Han­delsschiffe mit zusammen 11 000 BRT. und be­schädigten weitere drei große Schiffe.

Starke Verbände von Kampfflugzeugen belegten in der Nacht zum 23. April abermals den wichtigen Kriegshafen Plymouth mit Spreng­ung Brandbomben. Schwerpunkt des Angriffes waren die Werftanlagen, Berforgungs- betriebe und Lebensmittellager der Marine. Es entstanden ausgebreitete Brände. An­dere Kampfflugzeuge griffen mit guter Wirkung den Kriegshafen 'von Portsmouth sowie Hafen­anlagen an der S ü d o st - und Südwestküste der britischen 3nsel und an der schotti­schen O st k ü st e an.

Bei Einflugversuchen des Feindes in das besetzte Gebiet brachte Flakartillerie ein britisches Flugzeug zum Absturz. Heber dem Reichsgebiet fanden keine Kampfhandlungen statt.

3n der Zeit vom 19. bis 22. April verlor der Feind insgesamt 9 5 Flugzeuge. Von diesen wurden 38 Flugzeuge in Luftkämpfen und fünf durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen 14 eigene Flugzeuge verloren.

Verbände des Generals der Flieger Löhr haben an den großen Erfolgen bei der Bekämpfung der feindlichen Schiffahrt in den griechischen Gewässern besonderen Anteil.

Die Grundlagen der japanischen Außenpolitik.

Tokio, 23. April. (DNB) Außenminister Matsuoka empfing nach einem ersten Dortrag bei dem Premierminister Konoye die Presse. Er sagte, daß er in Europa Kenntnisse gesammelt habe durch eigene Erfahrung, so daß er heute mit grö­ßerem Recht über die Gesamtlage sprechen könne. Er sei auch mit den führenden Männern der Sow­jetunion bekannt geworden. Der Paktabschluß mit der Sowjetunion sei ein Beispiel dafür, wie schnell heute Staatsangelegenheiten erledigt würden. Auch wir, so erklärte Matsuoka, müssen schnell handeln, um den Forderungen der Zeit gerecht zu werden. Der Dreierpakt bleibe die unverrück­bare Grundlage der japanischen Außenpolitik. Der Pakt mit Rußland sei zusammen mit betfi Dreier­pakt sowie dem Japan- und China-Vertrag und

Das Eichenlaub zum Ritterkreuz für Hauvlmann Zoppin.

Führerhauplquarller, 23. April. (DW, Der Führer und Oberste Befehlshaber der Dehn- macht hat Hauptmann 3 o p p i n, Gruppenkom- mandeur in einem 3agdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen

Englische Nachhuten an den Thermopylen zum Kamps gestellt

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lok aus Stoffresten und roh zugerichteten Rehbecken sich ein Bett gemacht hat, dort hängen jetzt schon elf Zobelfelle, drei Ottern und eine Anzahl guter Füchse gerade in seine Fallen sind sie gegangen, die Biester! Und dabei ist Grischa zweifellos^ der Tüchtigere, der Schlauere, aber

such, die australische Unzufriedenheit über b-as Fiasko in Griechenland zu besänftigen. Die maß­gebenden Politiker in Australien seien sehr kri­tisch eingestellt hinsichtlich der Umstände, unter denen die Australier ohne genügende Unterstützung nach Griechenland geschickt worden seien.

Australische Truppen wollen nicht nach Aegypten.

Rom, 23. April. (Europapreß.) Die römische Presse berichtet über Gehorsamsverweigerungen australischer Truppen in Singapur. Die austra­lischen Truppen hätten sich geweigert, den Befehlen zur Einschiffung nach Aegypten Folge zu leisten. Einige Kompagnien australischer Infan­terie hätten gemeutert. Die Mißstimmung unter den australischen Truppen habe sich insbesondere nach der Ankunft aus dem Mittelmeer zurück­kehrender Soldaten gesteigert, für die neue Truppen nach dem Westen entsandt werden sollten. Der Kampf Englands im Nahen Osten und in Afrika werde von den australischen Soldaten mit den Kämpfen des Weltkrieges vor Gallipoli verglichen, bei denen die australischen Truppen schwer st e Opfer gebracht Hütten und die daher in Australien in unangenehmer Erinne­rung seien. Die Australier sind außerdem darüber erbost, daß die wenigen Engländer, die bei den Australiern an den Mittelmeerfronten stehen, stets zu den weniger gefährlichen Diensten herangezogen werden, während man allein von den Australiern alle Opfer verlangt.

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Australien macht Schwierigkeiten.

Unzureichende Nachrichten vom Balkan. Churchill muß Konzessionen machen.

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die Augen nicht von den leeren Bälgen an bitt Balken wand, die sich manchmal, wenn ein besonder; wütender Stoß die Hütte erzittern läßt, gefpenftiH i um sich selber drehen. Gott weiß, wie der HeimwezG fein wird! Mühsam werden sie die Fallen graben müssen aus dem hohen Schnee und Mji durchkämpfen durch Windbruch und verwehte« I Sumpf, Fuß bei Fuß, Werst bei Werst. Schleppe« D werden sie müssen, daß ihnen der Buckel fratfr,

Die Zrak-Besetzung aufgegeben.

Bagdad, 23. April. (Europapreß.) Jene fr,» tischen Truppen, die vor einigen Tagen in Basia gelandet wurden, haben b e n Irak berei;; wieder verlassen. Es heißt, sie hätten Ecn nifon in Palästina und in Transjordu n i e n bezogen. Ob diese Verlegung der britische Truppen den ursprünglichen Plänen des britische Oberkommandos entspricht ober ob es sich um eh,' Umdisponierung handelt, zu der man sich angesich- der ablehnenden Reaktion der irakischen Oeffeg lichkeit entschloß, ist schwer zu sagen. Die Regien^ des Irak gab jedenfalls bekannt, daß die britifj Regierung für gewisse Truppenteile um Genehm gung nachgesucht hätte, in Uebereinstimmung mit dem anglo-irakischen Vertrag , den Irak paffienn zu können. Bereits vom 21. Juni 1940 an sein Maßnahmen zur Erleichterung des Durchmarsch^ ergriffen. Demgemäß landeten britische Streitkraft am 17. und 18. April in Basra, um in Uebenii- ftimmung mit den getroffenen Vereinbarung durch Öen Irak transportiert zu nnr-- hen. Es müsse heroorgehoben werden, daß die Kon- mentare gewisser ausländischer Rundfunkstationn völlig unbegründet seien. Die Regierung wache übir die Rechte Des Königreichs und über die Souverän- tät der Nation und werde nicht zulassen, daß sie ® irgendeiner Weise verletzt werden.

Der italienische Bericht

Rom, 23. April. (DNB.) Der italienische Wels, Machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortloü:

Unsere Truppen haben bis zum Augenblick Dir Kapitulation der griechischen Armie des Epirus und Mazedoniens'ihren siez­reichen Vormarsch auf feindlichem Gebiet fortgefejt und dabei hartnäckigen Widerstand überwunden 1>. wie Gefangene gemacht, Waffen und Material er­beutet.

Luftformationen haben griechische Schi sie im Kanal von Santa Maura angegriffen; en 2000--BNT.-Dampfer und zwei große Seglir wurden versenkt, ein U-Boot und weitere feind­liche Schiffe beschädigt.

Im ö st l i ch e n M i t t e l m e e r hat am 21. Ap ril eines unserer Torpedoflugzeuge einen in einem stark gesicherten Geleitzug fahrenden 8OOO-BRL- Dampfer versenkt.

In der Nacht zum 22. April haben Flugzeuge i*=s deutschen Fliegerkorps die militärischat Ziele des Wasserflugstützpunktes von Malta nrä* derholt bombardiert.

In Nordafrika hat der Feind bei T o brüt'.

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Stockholm, 23. April (Europapreß.) Berichte aus London besagen, daß die Stimmung in Australien infolge der ernsten Lage der in Griechenland eingesetzten australischen Armee i m - mer unruhiger werde. Der australische K r i e g s r a t trat zu einer Sitzung zusammen, um über die internationale Lage zu beraten. Ein Bericht über den Verlauf der Sitzung wurde nicht erstattet. Der Kriegsrat wird am Mittwoch sejne Beratungen fortsetzen. Kriegsminister Hughs be­zeichnete die Lage als ernst. Das britische Impe­rium habe eine schreckliche Schlappe er­litten. Der Sidney- Korrespondent desDaily Telegraph" schreibt, daß in Australien im Zusam­menhang mit dem Einsatz der australischen Trup­pen in Griechenland und der ernsten Lage, in der sich die Truppen befinden, eine Parlaments­krise zu erwarten sei. Dem australischen Minister­präsidenten F a d d e n werbe vorgeworfen, daß er vor der Entsendung der australischen Truppen nach Griechenland den Kriegsrat nicht befragt habe. Die Unzufriedenheit beruhe im wesentlichen auf der mangelhaften Nachrichtengebung über die Ereignisse auf dem Balkan seit Beginn des griechi­schen Feldzuges.

Churchill hat sich genötigt gesehen, der austra­lischen Erbitterung über den Mißbrauch der Empire- Truppen bei dem griechischen Abenteuer eine Kon­zession zu machen. Der Kommandierende der austra­lischen Streitkräfte im mittleren Osten, Generalleut­nant' B l a m e y, wurde zum Stellvertreter des General Wavell ernannt. United Preß bezeichnet diese Ernennung als offensichtlichen Der»

nähme zu den Befehlen, die sie für falsch oder um Iber Vermittlung zwischen Frankreich und Thailand geeignet hielten. So unbedingt er die Durchführung Ä'"* SiA xu

aller Befehle und damit die Aufrechterhaltung der Disziplin bis ins letzte forderte, was oft sehr schwierig war, weil viele Generale sich erst an

die zentrale Gewalt des neu errichteten General­stabs gewöhnen Mßten, fo selbstverständlich war es für ihn, daß jeder offen seine Meinung aus­sprach und sie auch begründete. Damit hat er eine Menschenerziehung betrieben, die allein das große deutsche Wunder erklärt, dem unsere Gegner auch heute wieder sprachlos gegenüberstehen; das Wun­der einer überlegenen militärischen Einsatzbereitschaft des deutschen Soldaten und Offiziers.

Gesteigerte Anforderungen stellt der Krieg an den Offizier", so schreibt Moltke einmal,welcher das Vertrauen des Soldaten durch sein persönliches Verhalten zu erwerben hat. Don ihm wird erwar­tet, daß er Ruhe und Sicherheit in den schwierig­sten Lagen bewahrt; ihn will man an derSpitze sehen, wo die Gefahr am größten; ihm schließen sich die Bravsten an, reißen die übrigen mit fort."

Und an einer anderen Stelle heißt es:Der Kompaniechef ist wahrhaft der Vater seiner Mann­schaft. Er kennt genau die Verhältnisse jedes ein­zelnen, überwacht seine moralische Führung, leitet feine militärische Ausbildung, regelt seine Ökono­mie und sorgt für ihn in jeder Weise. Dieses Ge­fühl des Zusammenhaltens unter allen Umständen kann nicht einexerziert, es kann nur ein gelebt werden."

Das ist das große Geheimnis der Moltke-scken Führerpersönlichkeit, daß er, der erst im hohen Alter seine erste Schlacht schlug er war damals schon 50 Jahre Soldat, trotz aller Abgeschiedenheit in ernstem Studium die Beziehung aum Leben nicht verloren hat, daß er keine dogmatischen Kriegsvor­schriften ausgab, keine starre Strategie erfand, son­dern sich bemühte, aus d e m fortschreiten­den Leben heraus die Notwendigkeiten der militärischen Erziehung und der militärischen Ope­rationen herzuleiten. Moltkes Wirken fällt in eine Zeit der technischen Revolution. Die Ma­schine eroberte sich die menschlichen Probuktions- stätten, die Eisenbahnen erschlossen, zusammen mit den weitreichenden Kunststeinstraßen, ganz andere Möglichkeiten der Strategie. Diese Möglichkeiten hat Moltke bis ins Letzte ausgenutzt und oft sogar schon vorausschauend die Entwicklung überblickt und die sich daraus ergebenden Schlüsse gezogen.

Seine Strategie der U m f ass u n gs- u nd V er­nt ch t u n g s s ch l a ch t die auf eine sorgfältiger Ausarbeitung der Feldzugspläne im voraus auf- gebaut ist, richtet sich danach, möglichst alle durch Zufall eintretenden militärische» Schwierigkeiten von vornherein auszuschalten. Er ist der erste große Stratege, der genau d u r ch g e a r d e i t e t e Feldzugspläne vdr Beginn jedes großen mili­tärischen Einsatzes ausarbeitet. Er hat die strate- gi s ch e Planung zur modernen Kriegsmethode erhoben und hat alle Möglichkeiten militärischer, wirtschaftlicher, politischer und schließlich auch gei­stiger Natur in seine Strategie mit hineingebaut. Was der große Theoretiker Clausewitz durchdacht und gestaltet hat, das hat der Praktiker Moltke in entschlossener Arbeit weitergebildet und vertieft.

Moltke gehört zu den größten Feldherren und Erziehern des deutschen Volkes. Sein Werk, das durch die große Feldherrnkunst Adolf Hitlers eine geniale Vertiefung und Erweiterung erfuhr, findet heute in den militärischen und geistigen Grund­sätzen der kämpfenden deutschen Wehrmacht an allen Fronten Europas seine schönste und alles über­wältigende Bestätigung. K. H. Rüdiger.

seine Ausfallversuche fortgesetzt, die sofort durch diel italienischen und deutschen Truppen zunichte gemalt -X&Ü wurden. Einige britische Panzerwagen wurden zei- T. stört, Waffen und Material erbeutet. Englische Flug­zeuge haben Einflüge gegen einige Ortschaften der

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Lausanne, 23. April. (Europapreß.) BritisÄr \ Schwierigkeiten an der abessinischen Front uw i t t/t den von dem Sonderkorrespondenten der Reuter- Agentur von dem ostafrikanischen Kriegsschuld gemeldet. Nach diesen Berichten macht die italie­nische Nordarmee in Abessinien den sübasrikcm- schen Streitkräften schwer zu schaffen. Vor Deff.t jL"; sei eine Schlacht im Gange. Die Italiens ' 8 verfügten vor Dessie über eine starke strategisch LL - . . Stellung. Em schweres Artillerie-Duell sei hi'ir im Gange.

Grischa versucht zu schlafen. Immer wieder schlägt man ihm, zum Beispiel, irrtümlich etwas von dir« er das Kreuz^ und sagt sich, daß morgen auch ein Gift, mit dem sie das Luder zubereiten, m feii« Tag sei und übermorgen auf

Gottesmutter, daß der Fuchs noch in dieser Nacht1 aus wie Salz, und zudem ist es rauchfinster in he! in Grischas Falle geht, wer kann das wissen? Und Hütte. Oder wenn er ahnungslos hinausginge, um wenn Marielka zetert und in der Küche mit den i frisches Holz zu holen, und der Bär fiele ihn an.' eisernen Töpfen herumwirft, wird er sie einfach Hat Kassja Timofei nicht geschworen, daß manH durchprügeln. Gute Prügel zur rechten Zeit, das j mal in schweren Wintern die ausgehungerten brrm ist für eine Frau wichtiger als rote Kopftücher und \ nen Burschen aus ihren Bergen bis in die Stepp hohe Stiefel aus Glanzleder. So schläft der Dftjafe herunterkommen? Und kann nicht einfach ein Boll' schließlich ein. | ken vom Hüttendach rollen, kann er nicht herab?

Aber am nächsten Morgen schneit es. Als Grischa rollen und einen Mann ums Leben bringen? W«! die Augen öffnet, steht Kolok schon in der Ecke bei kann dann kommen und sagen, die elf Zobelchec'- den aufeinandergeschichteten feuergeschwärzten Stei- die schönen Füchse und die goldbraunen Ottern nen und kocht Tee im Kessel. Draußen herrscht die sind in Koloks Eisen gegangen? Wer wiW halbe Dämmerung, die Umrisse von Baum und davon? Bald werden sie die Fallen einsammfn Fels und Steppe sind untergegangen im unheil-1 und sich auf den Heimweg machen. Kolok murrn^' verkündenden Nebelgrau, das der Sibirjake kennt in Grischas schwarze Gedanken hinein:Wenn

... und fürchtet. Schnee sturm im Anzug. Die beiden! der Wind legt, brechen mir gleich auf." Er kann

blieben, weil ihn die Weiber auslachen, schwerfällig Männer horchen nach dem Srrrrr der dichtfallenden ' ""

und dumm, wie er ist."Zwar ist es stockfinster in Schneekristalle auf dem Hüttendach anfangs hört der Balkenhütte, kein Mondstrahl bringt durch die sich das ganz gemütlich an, wie das Summen eines sorgfältig mit Moos verstopften Fugen, aber der Teekessels, aber schon in den nächsten Stunden Dftjafe glaubt Koloks erbeutete Felle so deutlich zu wird es stärker und stärker nun klingt es schon, sehen, als wäre es Mittag. Elf Zobelbälge, drei! als risse man ein Stück Seide entzwei. Und bann, Ottern und die schönen Füchse! Fünfhundert Rubel! zur Mittagszeit, bricht der Sturm plötzlich los, wird ihm der Kommissar geben, oder sechshundert, einem Schrei wie der Pfiff einer Lokomotive, wenn er sie im Depot abliefert. Sechshundert Rubel | 2#r Sturm hält fedy.üa Stunden an. für einen einzelnen Manns

ftens dreihundert Rubel. Die Fuchsbälge sind I schein des sparsam brennenden Feuers und lasss« schlecht, und was'gilt schon ein Luchs und zwei biA----- r------ - ***'

I DVr Sturm hält sechzig Stunden an. an uci xvunu iuh^kii Ul uuppcmvvi» --

Sechzig Stunden lang sitzen und liegen die zwei I gen die Brettchen mit den aufgespannten Zobel ' Grischa wird kaum die Hälfte bekommen. Höch-l Ostjaken einander gegenüber im schwachen Glut- l feilen. (Fortsetzung folgt.)

! harte Not? Wenn Kolok etwas zustößt... Wem«

I man ihm, zum Beispiel, irrtümlich etwas von den b j- ff

, vud iiiuiiycn uuuj cm wi|i, mn ucm jie uur> cuuci juutitueil, ui ch. Vielleicht will es die Essen schüttet, das weiße Pulver sieht ja ohnehin« | hs noch in dieser Nackt aus wie (5ah. und mbem ift es rniirhfinffer in he!

Kochgeschirr und Decken, die Flinte und die schm!' v t c ren Tellereisen, die Reste von gefrorenem Fleijih , , , und dem harten Brot. Herrgott, was für ein fieber'

Wenn er heimkommt in sein Dorf, wird kein Weib Und wofür? Für nichts. Kolok wird leben wie eSi lachend den dicken Borscht auf den Herd stellen, großer Herr, den ganzen Winter lang, täglich wirr) und wenn er stirbt, gibt niemand dem Popen Geld, er sich besaufen und fettes Schweinefleisch fressen, damit er die Totenlieder recht laut und klagend Und Grischa? Was wird Grischa haben für all singt. Wer schert sich um Kolok?