Ausgabe 
24.3.1941
 
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Ritterkreuzträger am Steuer.

Aus dem Reich

Der erfolgreiche Ritterkreuzträger Oberleutnant B a u m b a ch, ausgenommen am Steuer seiner bewährten Maschine. (PK.-Seßler-Scherl-M^

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Plymouth dem Erdboden gleichgemacht.

Madrid, 23. März. (Europapreß.) Plymouth ist dem Erdboden gleichgemacht worden, so meldet der Londoner Vertreter der Madrider ZeitungPa". Die deutschen Luftangriffe der letzten Tage haben die fürchterlichsten Ausmaße angenom.

M unseren Schlachtschiffen aus dem Ozean

Von Kriegsberichter Ernst Wilhelm Kruse.

tionen in der Welt opfern. Wenn andere gerettet werden wollten, dann antworte Jugoslawien ent­schlossen mit einem Rein.

Oer ungarische Außenminister wieder in Budapest.

Budapest, 23. März. (DRV.) Außenminister von B a r d o s s y ist mit seiner Begleituna und dem deutschen Gesandten von Erdmannsdorff, der ihn auf seiner Fahrt begleitet hatte, wieder i n Budapest eingetrosfen. Zu seiner Begrü­ßung hatten sich auf dem Bahnhof der italienische Gesandte, Vertreter der deutschen Gesandtschaft so- wie Beamte des Außenministeriums unter Führung des Gesandten Voernis eingefunden. Bardossy er-

Oie Stellung Jugoslawiens.

Belgrad, 23; März. (DRV.) Der Direktor der halbamtlichenV r e m e" meint, wenn man die Stellung Jugoslawiens richtig verstehen wolle, dürfe man vor allem keinerlei Analogien mit anderen Ländern anstellen. Es sei kein Ge­heimnis, daß Jugoslawien mit Rücksicht auf die Realität der großen Ereignisse, die sich ringsherum abspielten, entschlossen sei, seine Hal­tung zu präzisieren. Es sei weiter kein Geheimnis, oaß seine Haltung die natürliche Folge seiner bisherigen Politik sei, die im Zeichen der Sicherung des Friedens bestanden habe. Jugosla­wien wünsche an der Erneuerung Eu­ropas teilzunehmen und dabei jenen Platz zu erlangen, der seinen Kräften und seiner Wich­tigkeit entspreche. Mit diesem Entschluß ttete Ju- goslawien vor Europa und die Welt. Die deutsch­jugoslawischen Beziehungen, die sich klar herauskristalli fieren würden, enthielten d i e Achtung diesesunverändertenStand- punktes. Wenn irgend jemand geglaubt habe, daß jugoslawische Bataillone für irgendwelche sremde Rechnung fechten würden, so sei dies von Grund auf falsch gewesen. Jugoslawien kenne nur seine eigenen Interessen und die Inter­essen seiner Ratton. Es werde auch nicht das Le­den eines einzigen Mannes für die Rettung ir- gendwelcher politisch« oder wirtschaftlicher Posi°

stration veranstalten (to put up something as a show). Was für eine gewissenlose Propaganda gehört dazu, den nüchternen Verstand eines See­fahrers zu einer solchen Wahnsinnstat zu ver­leiten!

Trotz unmittelbarer Nähe feindlicher Schlacht­schiffe bemühen wir uns auch noch um die Bergung der Ueberlebenden dieses letzten Dampfers. Da er» scheint ein feindliches Schlachtschiff der Nelson-Klasse. Wir bedauern, daß wir ihm auf die Fragewhat ship?, was sind Sie für ein Schiff? keine gebührende Antwort mit unserer Arttllerie erteilen durften. Auch er zeigt keine Neigung zum Gefecht. Die dunkle Nacht und der weite Ozean nahmen uns wieder in die Obhut. Der Feind hat erkannt, daß deutsche Schlachtschiffe die Kühnheit besessen haben, g/egen rund zehnfache Ueberlegenheit auf den Ozean zu gehen und tausende von Meilen entfernt von ihren Stützpunkten die Verbindungs­wege des Feindes anzugreifen. Diese Tatsache schwächte sein Selbstbewußtsein und sein Ansehen in der Welt, daß er sich wochenlang über die An- Wesenheit unserer Schlachtschiffe im Atlantik aus­schwieg. Dafür erlebten wir unseren Spaß. Durch die Luft kam vor einigen Wochen eine seltsame Nachricht. Der Erste Lord der britischen Admiralität gab eine Meldung heraus von einer Operation der gesamten britischen Schlachtflötte. Sie hätte viele tausende von Meilen zurückgelegt, und es sei ihr ein Erfolg beschieden gewesen, den er nicht näher andeuten könne. Wir wußten, worum es sich Han- beite und schmunzelten. Heute weiß es die ganze Welt.

sorgungskatastrophe so weit erholt, daß wenigstens der Marinefachmann des Reuterbüros sich hinsetzte, um seinem fassungslosen Erstaunen darüber Aus­druck zu geben, daß deutsche Schlachtschiffe die Mög­lichkeit eines Großkamptes im Atlantik nicht gescheut haben. Er schließt mit der bitteren Feststellung: die Operationen der deutschen Schlachtschiffe wären nach Westen bis zu einem Punkte gegangen, dessen Ent­fernung von England zwei Drittel des See­weges bis Nordamerika ausmache. Der Reuter- Mann ist nicht der einzige Sachverständige, der ratlos vor der Tatsache steht, daß die zahlenmäßig viel kleinere deutsche Flotte der großen englischen Flotte in ihrem vermeintlichen ureigensten Gebiet Schach bietet. Die vorvorige Woche brachte 180 000 Tonnen an Versenkungen allein durch U-Boote. Die vergangene Woche bringt 224 000 Tonnen alles in allem. Der Frühling ist da aber er hat erst an- gefangen!

Tiefangriff auf Geleiizug bei Kreta.

8 e r I i n, 23. März. (DNB.) Das vbekkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Leichte Kampfflugzeuge griffen gestern die Hafen- anlagen von Lolchester und peterhead mit guter Wirkung an. Im Sl.Georgs-Kanal sank ein Frachter von 3000 BRI. nach Bombenein­schlag mittschiffs. Ostwärts Oxfordneh wurde ein Dampfer durch Bombenwurf schwer beschädigt. Bor der britischen Südküste wurden Minen­räumboote erfolgreich angegriffen.

Unter dem Begleitschuh von Iagdflugzeugen bom­bardierte ein deutscher Kampfverband in den Bach- Mittagsstunden des 22. 3. den Hafen von La Baletta auf Malta. Auf Schiffen und Flakstel- jungen wurden Bollttefser beobachtet. In Luft- kämpfen, die sich während dieses Angriffes ent­wickelten, schossen deutsche Jäger sieben Jagdflug­zeuge vom Muster hurricane ohne eigene Berluste ab. In den Abendstunden wurde der Hasen von La Baletta auf Malta abermals angegriffen. Deutsche und italienische Zerstörerslugzeuge schossen bei Agedabia in Nordafrika feindliche Flugzeuge in Brand und griffen Truppenansammlungen mil Bomben und Bordwaffen mit sichtbarem Erfolg an. Im Seegebiet südlich Kreta stellten deutsche Kampfflugzeuge einen stark gesicherten Geleitzug. Sie erzielten im Tiefangriff zwei Treffer mittschiffs auf einem Dampfer von 6000 BRT., worauf das Schiff brennend liegen blieb. Zwei weitere Schiffe dieses Geleitzuges wurden beschädigt. Ein Han­delsschiff von 5000 BRT. wurde südwest - lich Eypern durch ein deutsches Kampfflugzeug so schwer beschädigt, daß mit seinem Berluft zu rech­nen ist.

Ein Borpostenboot schoß vor der norwegi­schen K Ü st e ein britisches Bombenflugzeug vom Muster Bristol-Blenheim ab. Der Feind flog weder am Tage noch in der Nacht in das Reichsgebiet ein. Die Bertufte des Gegners betrugen am 22. 3. acht Flugzeuge. Ein eigenes Flugzeug ist überfällig.

Einer der größten Krachi- dampser der Wett versenkt Das norwegische WalfangschiffTerje Biken" (2V 638 BRT.) sank mit vier anderen großen Frachtern.

Stockholm, 23. März. (DNB.) Die schwe­dische Presse teilt mit, bah einer der größten Frachtbampfer her Welt, bas in englischem Dienst fahrende 20 638 BRT. große norwegische WalfangschiffTerje Biken" , das mit vier weiteren Schiffen in einem briIrschen Geleit­zug fuhr, westlich von Irland von einem deutschen U-Boot torpediert worben sei. Der Kapitän des holländischen FrachtdampfersLeerdam", der ebenfalls im brittschen Dienst fuhr, machte in Ho- boten nähere Angaben über die Versenkung. Da­nach liefen die Schiffe am 3. März aus Glasgow, beglettet von vier englischen Torpedobooten, aus. Als erstes Schiff des Geleitzuges erhielt morgens früh um 4.20 Uhr dieDeli Iran" (6423 Brutto- registertonnen) einen deutschen Torpedotrefser. Kurz darauf wurde dieTerje Diken" eben­falls getroffen und sank schnell. Gleich dar­auf verschwanden der 6500 BRT. große britische TankdampferAthelbeach" und das hollän­dische TankschiffNijd recht" (7493 BRT). In der Nacht darauf würde der Gelettzug aufs neue angegriffen und der englische FrachterEmpire Attendant" versenkt.

400 USA-Frachter sollen für England gebaut werden. Washington, 23. März. (Europapreß.) Aus Kreisen, die dem bundesstaatlichen ÄHÜfayrtsaus- fchuß nahestehen, verlautet, daß der Bau von 400 Frachtdampfern für England von der Regierung der Vereinigten Staaten im Rahmen des Englandhilfe-Gesetzes beschlossen worden sei. die Finanzierung des Schiffsbaues soll aus dem 7-Milliarden-Dollar-Fonds erfolgen.

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men, die bisher ein Angriff der deutschen Flieger gegen Großbritannien.gehabt hat. Das, was in Plymouth geschehen sei, könne nicht mit anderen Angriffen verglichen werden. Amerikanische Zei. tungsberichterstatter, die allein in das bonwar- drerte Gebiet einreisen dürften, seien entsetzt nach London zurückgekehrt. Die Einwohner von Plymouth lagerten zu Tausenden in der Umgebung der Stadt und befänden sich bereits in langen Zügen auf der Flucht. Ein Sodom und Gomorrah sei Plymouth plötzlich geworden.

Zu Tausenden und Abertausenden seien die Brandbomben über Plymouth abgeworfen worden, schreibt der Londoner Korrespondent vonNya Dagligt Allehanda". Es habe sich angehört, als wenn ein schwerer Hagel niederaehe. Rur wenige Stunden vor Beginn des Angriffes hätten der König und die Königin die Stadt verlassen. Es sei der schlimmste Angriff gewesen, den Plymouth bisher erlebt hätte. Die Brandbomben seien in einem Halbkreis um die Stadt abge» warfen worden. Die nächste Welle der Flugzeuge habe Sprengbomben abgeworfen. An vielen Stellen breitete sich das Feuer weiter aus, so be­sonders in den Geschäftsvierteln der Stadt, wo größte Schäden entstanden und das Feuer an den aneinander gebauten großen Geschäftshäusern und an den gelagerten Waren reiche Nahrung fand.

Dank den Aerzten.

Hannover, 24. März. (DRD.) Der Reichs- Lesundheitsführer Dr. Conti stellte auf einer Kundgebung in der Stadthalle fest, daß auch die­ser Kriegswinter glücklich überstan- den ist, und daß alle die Krankheiten, die uns die Engländer nur zu sehr wünschen, ausgeblieben sind, weil mit allen Mitteln der ärztlichen Kunst und dank dem aufopferungsfreudigen Einsatz der Anaehörigen oller Heilberufe die vorbeugenden Maßnahmen der Gesundheitsfüyrung zur vollen Entfaltung gebracht werden konnten. Das systematische Aufspüren auch der kleinsten Infektionsherde und die Ausmerzung dieser Krankheitsquellen habe sich außerordentlich bewährt. Auch der Arzt in der Heimat habe Ungeheures geleistet Es müsse anerkennend auch be­sonders der alten 21 erste und der Aerztin- nen gedacht werden, die wieder in die Praxis ge­gangen feien, weil Not am Manne ist.

»Deutsche Alpenuniversität Innsbruck"

Innsbruck, 23. März. (DNB.) Aus Anlaß der Anwesenheit des Reichserziehunasministers Rust im Gau Tirol-Vorarlberg veranstaltete die Universität Innsbruck einen Festakt, bei dem einer Bitte des Gauleiters entsprechend, der Reichserziehungsminister der Universität den Namen Deutsche Alpenuniversität Innsbruck" verlieh. Die Universität Innsbruck hat sich, ebenso wie andere ostmärkische Hochschulen in der Kampfzeit als eine Hochburg großdeutschen nationalsozialistischen Den­kens und Wollens ausgezeichnet. Dem wird der neue Name besser gerecht, ebenso wie er der Eigen­art dieser von der Karwendelkette überragten Hoch- schule im Jnntal und feiner Verbundenheit mit dem Tiroler Bergvolk besser zu kennzeichnen bestimmt ist. Auf die besonderen Sorgen der Universität ein- gehend, teilte der Minister mit, daß er die Wünsche hinsichtlich des Ausbaues des Klinikviertels durch Hergabe von Baumitteln erfüllen könne. Sodann sprach er über die Notwendigkeit der all- gemeinen Leistungssteigerung der Schulen und Hochschulen angesichts der gewaltigen Aufgaben, die bei her Neuordnung Europas zu er- füllen fein werden; 'Solange mit einer generellen Wiederverlängerung der Ausbildungszeiten nicht zu rechnen fei, müsse alles daran gefetzt werden, um die Qualität der Ausbildung durch Inten- sivierung der Arbeit hochzuhalten und um die Ab- lenkung der Kräfte von Schülern, Stuben- ten und Lehrern auf Aufgaben außerhalb von Schule und Hochschule aus das unumgäng­lich sie Mindestmaß herabzusetzen. Da­bei sei auch die für jeden Leisligen Wachstums­und Reifeprozeß erforderliche Ruhe und Muße zu berücksichtigen. In diesem Sinne werde weiter- gearbeitet werden, um silherzustellen, daß die Trä» ger der kommenden Leistungsschicht unseres Volkes in der jetzt beginnenden neuen Aera vor dem Füh- rer und vor der deutschen Geschichte würdig be- stehen können.

Verbesserung des Zugverkehrs mit hem Westen.

Der Fortschritt In der Wiederherstellung der zer­störten Sttecken, an dem auch deutsche Eisenbahn- Pioniere und deutsche Firmen beteiligt waren, er­möglicht im kommenden Sommerfahr­plan erhebliche Verbesserungen durch Beschleuni- SI der Reisegeschwindigkeiten und die Wahl gün= rer Leitungswege nach dem Westen, sowohl im rmachturlauberosrkehr ab tm öffentlichen Reise«

DNB. Im Atlantik, Mitte März. (PK.) Das Meer ist weit, und die Nacht ist schwarz. Unter diesem Motto fühlen sich unsere Schlacht- schiffe in den großen Räumen des Atlantischen Ozeans sicher, in dem "Element, das ihren Eigen­schaften als weitreichende, Ozeane überblickende Waft fen entspricht. Seit Wochen schon haben wir die heimatlichen Gewässer verlassen. Wir haben Nordatlantikstürme abgeritten. Wir haben in Schnee und Eis den gleichen Kampf bestanden, den jahrein, jahraus alle Seeleute auch im Frieden mit dem Meere kämpfen. Im Schafspelz standen die Männer der Kriegswache auf Ausguck und bei ihren Ge­schützen. Arktischer Seerauch streicht über die Dü­nung und läßt beinahe schon die nächsten Wellen­kämme nicht mehr erkennen. Nichts vom Feind zu hören und zu sehen. So warten wir alle in der Ein­samkeit des Nordatlantik auf den Augenblick, der Flottenchef, die Kommandanten, die Besatzungen.

Mastspitzen und Rauchfahnen am Horizont. Wir wissen nicht, ob die britische Admiralität schon mit unserem Auftreten rechnet und zahlenmäßig über­legene Teile ihrer Schlachtflotte zum Schutz der lebenswichtigen Route von Kanada nach England gegen uns eingesetzt hat. Aber weder der Flottenchef noch einer von uns denkt an das, was vielleicht noch hinter dem Horizont steht. Wir feuern den Warnungsschuß. Sofort reagieren* feindliche Dampfer darauf mit der Benutzung ihrer Radiostation, obgleich sie wissen, welcher Gefahr sie sich mit diesem Ungehorsam aussetzen. R-^RR sind die Buchstaben, die sie in den Aether schicken. Nalder Raider Raider! Handelsstörer des Großadmirals Räder. Das Feuer unserer Arttl­lerie fegt nun durch die Aufbauten der ungehor­samen Schiffe, was für diese meist recht verlust­reich ist. Fluchtversuche, oder die Bemühungen, feindliche Streitkräfte auf uns zu ziehen, werden durch einige Schüsse in Schiffskörper und Maschi­nenanlagen unterbunden. Nun folgt die Bergung der Ueberlebenden, und dann werden die feind­lichen Schiffe durch wohlgezielte Tretzer der Flak- arttllerie auf den Meeresboden geschickt. Bei diesem ersten Zupacken gegen den feindlichen Handel hat unser Verband in weniger als einem Tag 5 Schiffe mit 33 000 BRT. unter Wasser gebracht. Wir sind stolz auf diesen Erfolg. Unsere Aufgabe ist es nicht, die Seeschlacht zu suchen, son­dern den Handel zu stören und feindliche Seestreit­kräfte von anderen Aufgaben abzulenken.

Der Marsch in südlichere Weiten des Ozeans brachte wieder hellen Himmel und das unendliche Diefolau ber südlichen Breiten. Unser neues Ziel ist der große Geleitzugsweg von Australien und Indien um die Südfpitze Afrikas. Dort nimmt er den afrikanischen Strom der feind­lichen Zufuhr auf und strebt nach Norden. Die Be­satzungen freuen sich über die Seefahrt im sub­tropischen Mittelatlantik ebenso, wie sie die wechseln­den Unbilden des Nordatlantik gleichmütig ertru­gen. Im Seegebiet der Atlantischen Inseln merkten wir bald die Nähe feindlicher Kampf st reit- k r ä f t e, unter denen sich ein Schlachtschiff der Malaya-Klasse befand. Zwei Tage lang wechselte 'hlungh alten mit Wiederab setzen. Mehrfach rich­tete das feindliche Schlachtschiff feine 38-Zenttmeter- Geschütze auf uns. Es zeigt keine Neigung zum Kampf. Die Rohre schweigen. Feindliche Kreuzer beteiligen sich an diesem Spiel. Ein Bordflugzeug des Gegners erkundet in respektvoller Entfernung, immer nur für 20 bis 30 Sekunden über die Wol­kenränder auslugend. Der Feind sollte sich in seinem Spiel verrechnen. Wir wußten besser Bescheid. Der Geleitzug, der in scheinbarer Sicherheit weiter nach dem Norden marschierte, mußte zu seiner Ueberraschung schnell erleoen, baß unsere Schlacht­schiffe nicht allein sind. U-Boote schossen ihm in dieser Nacht 33 000 BRT. heraus und versenkten in der nächsten Nacht noch 10 000 BRT. dazch-wohl der erste Erfolg einer Zusammenarbeit von Schlachtschiff und U-Boot im ozeanischen Seekrieg. Für uns selbst fiel noch die Versenkung eines Damp­fers von 8000 BRT. ab.

In ber sonnigen Unendlichkeit des subtropischen Mittelatlantik gönifen wir uns erholsame Sonnen­bäder auf dem Oberdeck. Wie unsere Schiffe Mit geringer Fahrt durch die See pflügen, geben wir uns den Eindrücken romantischer Seefahrt hin, und es könnte ein Bild tiefsten Friedens fein, wenn nicht gewisse Anzeichen auf neue Ereignisse schlie­ßen lassen würden.

Wir wissen jetzt, daß der Gegner Tag und Nacht seine bei den Geleitzügen stehenden Schlachtschiffe und die gegen uns operierenden schweren Kämpft gruppen lange Zeit in Bewegung halten muß. Aber mit bloßen strategischen Wirkungen dieser Art geben wir uns nicht zufrieden. Es gilt zu be­weisen, daß auch ein derartiges feindliches Aufge­bot uns nicht davon abhält, in Erfüllung unserer Aufgabe weiterhin zuzuschlagen. Bald wiegen sich unsere Schiffe wieder in dem weniger freundlichen Norbatlantlk. Wieder beschert uns ein glück­hafter Tag ein Rudel feindlicher Schiffe. 16 Dampfer mit rund 75 000 BRT. werden in weniger als 30 Stunden durch unsere Schlacht- schifte versenkt. Babel gab es einen Zwischenfall, der für die Verantwortungslosigkeit der brittschen Propaganda und ihre Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal ber für England fahrenden Seeleute kennzeichnend ist. Der Kapitän eines feindlichen Dampfers machte dön üblichen Fluchtversuch, gab auch die RRR-Meldung in den Aether und er­öffnete aus feinem Geschütz das Feuer auf das Schlachtschiff, das feinen Dampfer angehalten hatte. So wurden weitere Schüsse auf diesen Dampfer nötig, und es stellte sich bann heraus, baß als Folge des sinnlosen Befehles dieses Kapi­täns Zweidrittel feiner Seeleute d e n Tod gefunden hatten. Unter den Ueberleben­den befand sich ein Offizier, der auf die Frage, was der Kapitän sich eigentlich gedacht habe, die Antwort gab. er wollte so etwas wie eine Demon-

klärte: ,Zch kehre mit den besten Eln-s drücken aus Deutschland zurück. Meine Bespre- chungen fanden in ber herzlich st en Atmo­sphäre statt. Ich konnte mich nicht nur davon überzeugen, daß bas Ungarn und der ungarischen Nation entgegengebrachte Verhältnis das alte ist, sondern auch davon, wie hoch man im Deutschen Reich die durch die geographische und politische Lage bedingten Gegebenheiten Ungarns einschätzt, und wie sehr die Beständigkeit, Festigkeit und Fell- aerichtigkeit der ungarischen Politik gewürdigt wird. All dies macht unser Land zum starken achtenswer­ten Element der südosteuropäischen Entwicklung. Ich kehre mit ber festen Ueberzeugung zurück, baß das ungarisch deutsche Verhältnis auf fitfjerfter Grundlage ruht."

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verkehr. So wird eine weitere durchgehende Ver­bindung von Paris mit der Reichs Hauptstadt über FrankfurtLeipzig hergestellt, die nur 2 Stunden und 50 Minuten mehr Fahrzeit gegenüber den Vorkriegsverhältnlfsen beansprucht. Diese neue Ver­bindung bekommt auch Kurswagen BerlinHen- daye mit unmittelbaren Anschlüssen nach und von Madrid. Zur 23erbe[ferung der Verbindungen zwi« schen BelgienSüddeutschland und ber Ostmark werden die Schnellzugspaare l) 54/55 Köln- Frankfurt Wien bis und ab Brüssel durchgeführt. Die Wiederaufnahme des Bettteds über ReimsMözieresCharleville ermöglicht auch die Neueinlegung eines Tagesschnellzugspaares Paris Luxemburg mit günstigen Anschlüs­sen nach Trier, Koblenz und Gießen in Luxem­burg. Aus dem Raum Dijon wird ein 0-Zugpaar von Dijon ü b er Straßburg nach Karls­ruhe eingelegt, das in Karlsruhe Anschlüsse muh Süddeutschland und Norddeutschland vermittelt.

Osteinsatz der Zugendgruppen der NS.-Frauenschast.

Bei der diesjährigen Planung ber Jugendgrup» penarbeit innerhalb der NS.- Frauen - fchaft/Deutsches Frauenwerk ist ein grö­ßerer Einsatz von Jugendgruppenmitgliedern im Osten des Reiches vorgesehen. So mui*be für alle hauptamtlichen Jugendgruppen« führerinnen im Reich ein sechswöchiger Dienst Im neuen deutschen Osten festgesetzt. Sie werden den Ansiedlungsbetreuerinnen beiaegebeit und sollen den Bauern, vor allem den volksoeut- schen Umsiedlern, nicht nur praktische Hilfe leisten, sondern auch den Frauen und Kindern politische und weltanschauliche Aufkläruna bringen. Auch int West en ist ein besonderer Einsatz der Jugendgrup­pen geplant. Hauptamtliche Jugenbaruppenführerim nen werden im Elsaß, in Lothringen und Luxemburg den Aufbau der Jugendgruppen leiten und mit ihren reicheren Erfahrungen den aus ber volksdeutschen Arbeit kommenben Mädeln zur Seite stehen.

Oer Betriebsschutz wird erweitert.

Das Reichsarbeitsministerium hat den Entwurf eines Betrlebsschutzgesttzes ausgearbeitet. Der Aus­schuß für Arbeitsschutzrecht der Akademie für Deut­sches Recht hat ihn gebilligt. Der Entwurf sieht allgemeine einheitliche Maßnahmen zum Schutze der schaffenden Bevölkerung gegen die sich aus der Ar­beit ergebenden Gefahren vor. Er verlangt eine Ausdehnung des Betriebsschutzes auf alle Beschüß tigungsverhältnisse in fast allen Wirtschaftszweigen. Der Betriebsschutz soll sich somit auch auf die Land­wirtschaft, die Fischerei und Forstwirtschaft erftrecken sowie die öftentllchen Betriebe umfassen. Eine er­hebliche Erweiterung bedeutet die jedem Gesolg- schaftsmitglied auferlegte Pflicht, seine Arbeits­kraft und Gesundheit für das deutsche Volk zu erhalten und somit auch von sich aus alle Schutz- vorschriften zu befolgen. Eine entsprechende Rege* luna trifft der Entwurf für selbständige Gewerbe­treibende hinsichtlich der Einrichtung ihrer Betriebe und Arbeitsräume zur Erhaltung der Gesundhett und Arbeitskraft. Eine Neuerung ist die Ausdeh­nung des Detriebsfchutzes auf die Vermieter fm Fälle, in denen der Unternehmer Werkstätten und Betriebseinrichtungen mieten muh. Die Verpflich tung zur ordnungsmäßigen Einrichtung der Ar« beitsstätten wird festgelegt. Besondere Bestimmungen Igelten dem Schutz der Frauen und JugeMichen»