Ausgabe 
24.1.1941
 
Einzelbild herunterladen

greif ag, 24.3flnuarioy

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)

llr. 20 Zweites Blatt

beginn ist. Eii

m Main

rie in der

ist das Netz zu sehen, ein Korkstück nach dem andern . n k. . ....... X VT? O a Id Ul

nächst nach Mast an

sehen, aber wie erstaunt sind mir, als mir Das

Z2M

Dgl. Gieß. Anz. Nr. 18 vom 22.1.41.

über

front eude

40PI die große Tube* die kleine Tube: 25*

> Sie Mimte \ einer tazeigi

Oer Bäckerfranzl

Von Karl Spengler.

dickbäuchigen Gefäße.

Wer dieser bemerkenswerten Erscheinung auf den Grund gehl, der findet bald Ursachen qenug^ Vor allem haben die Soldaten einen wesentlichen Anteil an der Bevorzugung der Flaschen. Flaschen lassen sich leicht transportieren, weshalb sie rasch m Die Lager und Kommandostellen gebracht werden kam nen, wo sich ein Bierhahn nicht immer als tauglich erweist. Auch in die Flakstellungen am Stadtrand dringt die Bierflasche ohne Schwierigkeiten, und dasselbe trifft zu bei den vielen Gemeinschottslagern, die im Zusammenhang mit den großen Bauvorha­ben entstanden sind. Auf diese Weise hat die Bier, flasche einen größeren Abnehmerkreis als in ^rie- denszeiten gewonnen, und es läßt sich ohne Heber- treibung behauvten. daß setzt mancher den S'stuck aus der Flasche mit Eleganz nimmt, der vor dem Krieae dabei eine ziemliche Ungeschicklichkeit berate»

Boden besteht aus eingelegtem Marmor. Der Mit­telpunkt des Mailänder Lebens ist der Domplatz mit der sich anschließenden Galerie Viktor Emanuel. Diese Galerie hat die Form eines Kreuzes und ist rechts und links von eleganten Restaurants, Cafes und Läden flankiert, sie ist der beliebte Bummelplatz der Mailänder. Am Nordausgang der Galene be­findet sich diePiazza della Scala" mit dem Denk­mal von Leonardo da Vinci und demTeatro della Scala", die Opernbühne von Weltruf.

An einem Samstagnachmittag haben wir Ge-

Lippen bringt.

Ob es schneit oder regnet, ob Winterstürme heulen oder linde, märzliche Lüfte säuseln, für ihn geht immer die Sonne auf. Wenn aber der kom­mende Tag einen rosenroten Streifen im Osten vor­ausschickt, dann tritt Franzl mächtig in die Pedale und tremoliert mit all seiner jugendlichen Inbrunst: Die Sonne geht auf---

Er ist ein Sonntagskind. Manchmal aber huschen doch auch Wölkchen grau und weiß darüber hm und werfen kurze Schatten.

Der Meister raucht nämlich keinen Guten. Für ausgehende Sonnen mit spitzmäuligen Pirouetten und Tremolos hat er kein Verständnis. Und wenn es gar einmal passiert wie gestern---

Also gestern früh hatte Franzl wie sonst seine duftende Fracht Semmeln, Eierweckln und Kaiser­semmeln geladen. Er windete mit der Nase m der Lu't und roch den März. Da trat er leidenschaft­lich die Pedale:Die Sonne geht auf

Jedenfalls hat er den Mann mit dem Hand­wagen zu spät gesehen. Als er die Lenkstange Her­umriß, war's schon geschehen. Mitsamt dem Trag­korb hob es chn über das Rad hinweg mitten auf

Nach achttägigem Aufenthalt in der schonen Stadt Mailand treten wir die Weiterreise nach G e n u a an. Wir fahren durch herrliche Gebirgslandschaften, über hohe Dämme und durch viele Tunnels. Nach 'dem Durchbruch der Apenninen, d. h. nach einer Fahrt durch einen über 8 Kilometer langen Tunnel, ' öffnet sich das malerische Tal der Polcevera. Nun

anregend wirkt.

Die italienische, z flügel, Nudeln und Reisspeisen,

stilwidrig empfunden werdeii. Und wenn bei einem Richtspruch etwa ein Gast zugegen ist, der sich nicht aufs Trinken aus der Flasche versteht, so wird er sich nichtsdestoweniger bemühen müssen, es den Männern vom Bau gleichzutun, auch wenn es ihm

________i unter den gegenwärtigen Voraussetzungen aber nur ein Bauerntum erfüllen, das in seiner äußeren und inneren Haltung gefestigt und klar und zielbewußt auf die kommenden Aus-

Aus der Stadt Gieh

Oer Schluck aus der Flasche.

Durch Italiens Gaue im Kriege. Erinnerungen an die Heimfahrt mit italienischen Landarbeitern von Oderheffen nach Italien.

Von C. Tidoni, Gießens)

verdunkelungszcit

25. Januar von 17.54 bis 9.15 Uhr.

rleichteruU tgebiete (£i zember 013) sind k nd deuW

WM.. Bahnhofes fällt uns zur linken Seite das Denkmal des Entdeckers Amerikas,

Der im Frieden durch die Erzeugungsfchlacht er­rungene Leistungsstand der deutschen Landwirt- r -L '1 r. - cs -: ff am Hm' "

Ul LU. .....' ' . er V L

wollen das Meer sehen. Es wird uns eine Fahrt mit derCirconoallazione a Mare" (Rundfahrt

Vollkornbrot macht die Wangen rot.

Sein Nährwert und seine Bekömmlichkeit machen es zu einem hervorragenden Volksnahrungsmiltel.

fen hätte.

Allerdings zeigt sich hier auch eine Kehrseite. Der Beliebtheit des Flaschenbiertrinkens entspricht nicht die vorhandene Menge an Bierflaschen. Zwar ver­fugen die deutschen Brauereien etwa über 200 Mil­lionen dieser snmpathischen Gemäße, doch ist diese Zahl einigermaßen knapv. und da die Glasmdu ttie gegenwärtig wichtigere 2Iufaalben hat, bleibt nichts anderes übrig, als durch rasches Leeren der Flaschen und Wiederfüllen mit der vorhandenen Menge aus­zukommen. Wodurch sich zweifelsfrei allerlei aus­sichtsreiche Perspektiven für denienigen erahnen, Der an dem Schluck aus der Flasche Geschmack geroon- nen hat. H.W.Sch.

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 19 bis 21.15 UhrDes Meeres und der Liebe Wellen". Gloria-Palast, Seltersweg: Rosen in Tirol". Lichtspielhaus Bahnhofsttaße: Was will Brigitte?" Oberhessischer Kunst­verein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadtheaters. ___

Handschrift.

Eine sehr breite! ,

Franzis linke Backe brannte höllisch und lief auf wie ein Fleischpslanzl. Dann bestieg er mit einer neuen Ladung fein Gefährt.

Er roch Den März nicht mehr, achtete nicht auf den rosigen Himmelsstreifen im Osten. Leise tremo» lierend und melancholisch pfiff er vor sich hm:Die Sonne geht auf---" Lenau wurde em Ge-

dicht auf ihn gemacht haben.

Das waren die Schatten, die dann und wann das Sonnenkind Franz! huschten.

1 fohti »

biumidxi

ÜODqf i ' »r Hmu htz römmn

höher als ein Tisch, hatte zwei eiförmige Glasöff« nunqen und wurde in der Nähe des Fensters auf- gebaut. Der Besitzer der Herrlichkeit, Erzähler, Vor­führer, Geldeinsammler und Erklärer in einem, fuhr sich unter den Gummikragen, räusperte sich und sprach also:Mir wolle erscht die Schlacht bei Spichern nemme, bann es amerikanisch Erdbewe und Dann De Jwwerfall aus Port Arthur. Erscht awrver die Gelder her, unner Drei Pfennig werd

D e^b and Hut Des Mannes kreiste, füllte sich langsam, aber stetig mit Kupferzweiern unD Nlckel- fünfern unD unsere jungen Seelen wurden weiter in Dem GeDanken, in Den nächsten Minuten Den Sturm auf Die Spicherer Höhen zu sehen ...

Und Den sahen wir. Wir sahen, rote unsere Deut­schen Soldaten Den hohen, von den Franzmännern verteidigten Berg mit Dem brennenden Dorf hoch oben im zähen Sturmschritt erkämpften sahen die Pulverroolken über ihren Häuptern unD erlebten jitternb mit, was sich Da vor unseren jungen Augen

Ä A ,en

**

Hör. e,m bäni|(k len Qllj >

8ld)uet r.xet »» !td) mit > 9t hat; 2er ere- Icherei nej n über ^gebiet c J und biL- le des L fische Uussetzv vischerei j

Dicht vor uns stieg tapfer em iun?er Trommler Den RanD hinan, seineSchwalbennester leuchteten auf Den Achseln, und seine HänDe gingen unentwegt über dem Kalbfell, wenngleich vor ihm sein Leut­nant eben, Die ToDeskugel im Herzen nach vorne fallend, Den Degen in Die Lothringer Erde stieß.

Es herrschte eine Stille beim Beschauen Dieser Bilder, die den ersten Krieg zeigten, den unsere jungen Augen sahen, Daß, wäre nicht das leise ichkeisenDe Geräusch gewesen, das Der Mann mit feinen. Die BilDer weiterschiebenDen Fmgern verur­sachte man unsere Herzen wohl hatte schlagen hören. Dann, als Die Klasse durch roar Dne $reu6en Den Berg erobert hatten, zu Dessen Fußen sich heute noch Die9Goldene Bremm" lagert, Da fragte Der gutmütige Guckkastenmann, was mir nun sehen wollten. Unsere HänDe hoben sich:Noch emol das- felbc Da haben wir die Schlacht bei Spichern an diesem Tage mehrmals gesehen und erlebt, mpif es Deutsches Mannestum war.

Später einmal, im Jahre 1931, sah ich den Guck- taftenmann wieder. Den Kasten hatte er nicht mehr. Nach Guckkasten verlange nun niemand mehr, meinte er. Aber noch einmal habe ich an »hn und seine Bilder lebhaft gedacht, als im Fahre 1940 Die Urenkel Der Damaligen Sturmer als junge Soldaten unseres Führers Adolf Hitler Den gleichen kampf­erfüllten Weg schritten, unverzagt, aufrecht unD tapfer wie einst Die Ahnen vor siebzig Jahren.

Zur Zeit unserer Großellern war noch das dunklesDer wertvollste Bestandteil Des Getreidekorns, Yt Rogaenbwt^ls kräftige, gesunde Hausmannskost der Keimling, er ist sehr reich an brolog d)Mp apfdiaht Das Ellen weißen Weizenbrotes roar da-. wertigen Eiroeißstoffen, reich an Miner a lbestand- ! ven Zeno o Bei teilen, die sich in einem für den Körper günstigen

legenheit, Die faschistische JugenD vor ihrem Dienst besichtigen zu können. NachDem wir ihrem munteren Treiben eine Zeitlang beigeroohnt haben, betteten wir eine in Der Nachbarschaft gelegenetiatteria (Milchwirtschaft) unD lassen uns eine schone Por­tion Schlagsahne verabreichen. In Diesen Ratterten bekommt man außer warmer unD kalter Mstch caffe lalte (Kaffee mit reichlich Milch), auch Kakao, Brötchen und gekochte Eier. Erfrischungsstellen sind auch Die sogenanntenBars", Die einen anDeren Charakter als bei uns in Deutschland haben; hier bekommt man jeDerzeit Die verschieDensten Getränke sowie belegte Brote. Besonders gern roirb Dort ein ,Amaro" (Bitter, mit Selterswasser) v o r Dem Essen getrunken, Da er außerordentlich appetit-

Ein Feind des Fortschritts.

Als Der Chemiker Emil Fischer (18521919), Dem Die künstliche Herstellung einer Form Des Ei­weißes verdankt wird, in London auf Einladung einer gelehrten Gesellschaft seine aufsehenerregenDe Entdeckung demonstrierte, schloß er seine Rede mit den Worten:

Damit eröffnen sich Der Wissenschaft gewaltige Perspektiven. Es ist Ihnen bekannt, Daß Der Urstoss Der belebten Substanz, Der Träger Des Lebens über- Haupt, Das Protoplasma, im wesentlichen Eiweitz enthält. Vielleicht, meine Herren, gibt es jetzt einen Weg, das alte Homunkulusproblem zu losen, ja viel- leicht" hier erhob der Gelehrte mit Bedeutung seine Stimmebesteht sogar Die Möglichkeit, Menschen in Zukunft künstlich herzustellen ...!

An Dieser Stelle hörte man einen Der Versamm- lungsteilnehmer zu seinem Nachbarn sagen, laut genug, Daß es jeDer vernehmen konnte:

Wissen Sie, Herr Kollege, ich bleibe Doch lieben bei der alten Ptechodel" SP«

iche ist durch Reichtum an Ge­flügel,jcuoein unu Neisspeisen, Salaten unD Obst ausgezeichnet, als Nachtisch kommt jeweils der formaggio (Käse) auf Den Tisch. Als Abschluß wirb noch Obst gegessen, Das in reicher Auswahl mit angeboten wird, seien es Aepfel oder Birnen, Apfelsinen oder Mandarinen, Feigen, Datteln oder Nüsse. Das Tischgetränk ist vornehmlich Wem, mei­stens Rotwein, Der in offenen Karaffen aufgetragen wird hierzu kommt noch eine Karaffe mit frischem Wasser zum Verdünnen des Weines, Die bet uns allerDings niemals in Gebrauch genommen wurde.

ober ihren P ingegliebeck1

) in ben tr­itt Arbeilgüf , wöcheiM ueiftei zu [ -och für F i>, bas auf k

RM. mono d), 0,50 0 ettage gen. Sie trägen (roear sgaben,^ -ohnsteuerlav nb, von he abzuzie^ chtung derN it L« find nicht e-

t Arbeitg^ ächt vorlegt' cheitgeber.^ en Hlnzu iarf monA -glich, 1

aaebiet hm-..

H- M Lohs^t- ftage L M igung biKO

Jeder kennt ihn, wenn er den Korb voll Semmeln auf Dem Rücken, in aller Herrgottsfrühe auf Dem FahrraD durch Die Straßen fegt, sich mit Dreißig Grad Neigung in Die Kurven wirft und Den freien Fuß aui Dem Pflaster schleifen läßt, Daß Die Fun­ken spritzen. UnD Dazu pfeift er sein Lieblingslied. Es ist nicht immer dasselbe; aber so em rundes halbes Jahr bleibt er einer Melodie treu.

Der Bäckerlehrbub weiß hierin eine starke Tradi­tion hinter sich und nicht nur seine, denn seitdem Der pfiffige Schusterlehrling mit Den Sckaftjttefeln über Der Schulter und der grünen Schurze aus Dem StraßenbilD verschwunden ist, hat er auch Die seines AlterskameraDen aus Der Schuhmacherzunst zu wahren. Und Der Bäckerfranzl wahrt sie. Wenn ihn Autofahrer und Fußgänger gern hatten dann wäre er eben nicht Der Bäckerfranzl. Er pfeift au, alle. Er pfeift Pirouetten unD schmalzige Schleifer. Seine gegenwärtige Lieblingsmelodie ist-' "Die Sonne geht auf---Sie gefällt ihm so $ut,

daß er sie seit vier Wochen nicht mehr von

Die aufgeweichte Straße, Die Die Lastautos Des Neubaues nebenan zerwühlt hatten.

Du Hundsbua, Du nixiga!" schrie Der Mann nut dem HanDkarren im ersten Schreck, Da mußte er aber Doch lachen, als die Eierweckln und Horndln wie Die Schusser aus Franzl's Korb herauskollerten. Schweigend klaubte Franzl seine Ladung stückweise aus Dem Straßenkot unD fuhr heim.

Ja, wenn Der Meister nicht mehr Da wäre, mit Der Meisterin hätte sich das schon leichter ausglei- chen lassen, aber, aber---!

Der Meister roar noch Da. Bäckermeister schrei­ben eine merkwürdig kräftige unD auch sehr breite

i 2. kriegserzeugimgsschlachi

Bezirksbauerntage der Landesbauernschast Hessen-Nassau.

llttmäd)tiger! Die alte Treppen-Reutern die.hin- j ter allem Schweres und Schwarzes witterte muß e sich setzen, so war ihr der Schreck m Die Beine ge . fahren. Sie legte ihre knöcherne Hand an Das Ohr unb fragte ihren Enkel:Was kimmt morje? __ Gin^ucftafte, Modder!" schrie der Bub, war, feine zerfledderten, weil von sechs Vorgeschwistern stammenden Schulbücher tn Den

Die Blätter Der Weltgeschichte in Den Sauerteigtopf flogen, und raste seinen Gespielen nach.

1 Lerweilen ging in Den Bauernhäusern wo Schul­kinder daheim waren, Der erbitterte Kampf mfenniae für Den Guckkasten-Genuß vor sich- SMere gab e/ allenthalben; Der Hasche-Peter, der cmen 6er größten Viehställe im Ort hatte ftm°m Großen", dem Philipp, das WortGuck-Kast-n^ überhaupt nur noch einmal 3" erwähnen, 3 1 1 Zeit habe man Das aiuch nicht gehabt, zudem j jetzt für solche Sachen nicht Die rechte Z » IDJann mit feinem Guckkasten falle «I»« e^ fchasfen und nicht Öen Leuten das Geld aus oem S3n fM*er' ^ach^Mefen viele Kinder unruhig, ^r^ e^ S ME gemach

ÄS' S'ÄKÄK fragte er, Denn er ahnte, was Da gefpielt werden sollte. Sie waren in Drtmung . . öie auf

Unterdessen saßen wir m Der d) mruDer heißen Kohlen. Mich hatte mein großer Brud^ mitgenommen, und ich suhlte jch im

£ g»"K iTrJw bald an dem Wacholderfchnapsdunst, de^^ch 6em Lehrer mißfiel, aber bem etwas

geahnte Geisteskraft verlieh. Sem Kasten war

OerMann mit dem Guckkasten

Von F. W. Schluckebier.

Bolle Drei Dutzend Jahre sind es her, und ich konnte beim Dorskrämer gerade richtig aus den Ladmtisch gucken. Da stürtten eines Mittags Die Großen" aus Dem Schul-Unterricht und meldeten atemlos:Morje kimmt en Mann mit em Guck­

gruppenleitern und Bürgermeistern Die Richtlinien für Die zweite Kriegserzeugunasschlacht ausgeben und erläutern. Neben Den befonDeren Aufgaben unD AnforDerungen, Die Die Erzeugungsschlacht unD die Kriegsernährungswirtschaft an Das Bauerntum stellen, behanDeln Die Redner auch Die neuen Maß­nahmen zur GetreiDe-, Milch- und Eierablieserung, sowie weitere für das LanDvolk wichtige Einzel­fragen. So sind diese Versammlungen nicht nur politische Willenskundgebungen Des Bauerntums unD Höhepunkte Der winterlichen Versammlungs- arbeit Der LanDesbauernschaft, jonDern Dienen auch der engen Zusammenarbeit Des Reichsnährstandes mit Den maßgebenDen Stellen Der Partei unD Des Staates. Auf sämtlichen bisherigen Tagungen spra­chen LanDesbauernführer Dr. Wagner oder Lan- desobmann W e i n tz.

gaben ausgerichtet ist.

Dieser notwendigen Ausrichtung Dienen Die im Rahmen Der Erzeugungsschlacht in Diesen Tagen begonnenen Bezirksbauerntage Der Landesbauern­schaft Hessen-Nassau, in Denen Die verantwortlichen Männer in Gegenwart Der Vertreter von Partei und Staat vor den Ortsbauernführern, Den Orts-

gifdjen ^Deutung folgen Dem Keimling Die äußeren f . Kolumbus, auf, Das umgeben von großen Schichten des Korns, also das wus b^^fer, | ^[men einen herrlich"n Anblick bietet

beitung Des Korns zu Feinmehl hauptsächlich in @ Qn ^n Abhängen des Apenmn auf-

Kleie fällt. Die Ciweißstoffe Dieser Teile sind noch bietef einen wahrhaft großartigen An-

wertvoller als Die Des Keimlin-gs Der Mineralstoff- ief)t un5 zuerst nach Dem Hafen.^Wir

gehalt ist gut, von Vitaminen Vft Das Dttannn Blnilntr;n h(r^ Meer leben. Es rar

reichlich vorhanden. 1UU uvl /)VllvunvMtlvl(|_____ w _____ ,, . .

Wie sehen aus Dem Ergebnis dieser Untersuchung, zum Meer) empfohlen. Wir treten diese auch sofort daß die alte- Binsenwahrheit vom Wert des Voll- an Vorn Meer kommt eine scharfe Brise, D*ie uns e kornbrotes lange gebraucht hat, um wieder Allge- n« tur Brandung ein herrliches Schauspiel eroftneli '* I meingut zu werden.

etwas unbehaglich dabei zumute sein sollte. geMtzt. Das Essen weißen Weizenbrotes war Da=; roertigen Elweißsto fen reich an Mineraweslau^,

Es hat sich indessen herausgestellt, daß seit Kriegs- mals gleichbedeutend mit Krank- oder Altsein. Bei teilen, die sich in Einern für Den Ko p F ' 9

beginn der Umsatz an Flaschenbier sehr stark gestiegen unseren Eltern hat sich Diese Bedeutung zum erficht-, Mengenverhältnis vorftnden, unbJn^lNfebye ,-------

* 9 ein Schluck aus der Flasche ist also häufiger lichen Nachteil Der VolksgesunDheit gewandelt, ^as.lich Vitannne ^ b-?ru^, etwas Etamin ^nd näI)ern ^ir uns Genua, getan worden, als in Friedenszeiten, woraus man Essen weißen Brotes galt als Züchenfernerer n fernem sehr ^eMch u^ dre Beim Verlassen des

schließen könnte, daß die Neigung gewachsen wäre, Lebensweise, während Das Roggenbrot nur gut ge- stufen des Vitamins, - ___linken Seite Das Denkma

im Trinken aus Der Flasche eine größere Fertigkeit ----- Oohon^.n-hnma anae- <

zu gewinnen. Dieser etwas einseitigen Schlußfolge- rung stände noch eine andere gegenüber: daß näm­lich Der Bierkonsum offensichtlich erheblich gewachsen sei. BeiDe Schlußfolgerungen treffen jeDoch nicht Den Kern. Nach Den Mitteilungen Der Brauereien (unD sie müssen es ja wissen) hat Das Flaschenbier vielmehr seinen Zuwachs gewonnen auf Kosten Der

nug für Die Derbe, bäuerliche Lebensführung ange- ehen rourDe. Das roar mit ein Zeichen Der Aus­wirkung liberaler Ansichten. Freilich zeigte sich balD genug Der schäDliche Irrtum, den gerade Die städ­tische Bevölkerung zu büßen hatte. Bezeichnender­weise haben die um ihre Gesundheit immer sehr besorgten Schichten schon längst wieder Vollkornbrot verzehrt, bevor Der städtische Verbraucher ausrei­chend belehrt wurde. 2)erfc bekannte Ernahrungs- physialoge Professor Dr. S ch e u n e r t hat im Jahre 1937 als bestes Brot für den Aufbau des mensch-. lichen Körpers Das Vollkornbrot bezeichnet. Er stellt fest: *

I Zugegeben: nicht jeDer vermag ohne weiteres aus er Flalche zu trinken, obwohl wir als kleine Kinder

-last alle irgendwann mal an der Flasche gesogen -""p.- -v'<§"?------ v.<< H^nnnhon n».

haben Aber etwa im Freien, sozusagen stehenden fchast muß im Kriege unter allen Umstanden g - G eine Flasche Bier leeren das kann nicht n>eri>en. Deshalb wird auch .m kommenden ^der. Uebung macht jedoch bekanntlich den Meister,' Jahr alles getan, um die Ernährung des Vastes und es gibt Berufe in Denen diese Hebung Ge- sicherzustellen. Die gewaltigen Ausgaben oer ttr- ;flogenheU ift ^um,%^^^ im Saugeroerbe9 I ^meugungs!^^la(^t tannnrf.aen

an heißen Sommertagen schwitzend auf Dem Gerüst sieht und Stein an Stein fügt, der empfindet es als eine Wohltatz wenn ihm in der Ruhepause ein ireundliches Helles winkt. Es ist selbstverständlich, Dafe dieser kühle Trunk direkt aus Der Flasche ge­nommen roirD, eine anDere Handhabung würde von jaHen zünftigen Maurern zweifellos als äußerst

an der Brandung ein herrliches Schauspiel eröffnet! Iroh des w^'nen Sonnensckcns muifen ">tt des kräftigen Windes wegen Schutz suchen. Wir setzen uns'dicht an der Brandung auf die Veranda eines Badehauses, die zu beiden Seiten gegen den heftigen Wind hinreichend Schutz bietet, und wo uns die wärmenden Strahlen Der Sonne ange­sichts Des stürmenden Meeres ganz besonders gut tun. Es sind nur zwei Schiffe draußen zu sehen, ein größerer Frachtdampfer, der von einem kleineren Sckiff mit weißem Anstrich begleitet ist.

Wir gehen zu Fuß am Meere entlang zurück zur Stadt, kommen vorbei an neuen Hbchhauiern , , _ , , ...v , ' und stehen plötzlich an einer Anlegestelle für Fischer-

Durch die Förderung des Leiters der Confedera- sind die in den letzten Jahren «ufgefvhrten Hoch- ^echs Fischer sind eben Dabei, Die weit außen »tone Fascista Laooratori Agricoltura wurde uns .bauten, zu Deren Errichtung ganze Straßenzuge a . ausgeIeflten Netze einzuziehen. Neugierig bleiben die Möa chkeit einer ausgeDehnten Reise durch Jta- gebrochen worden sind. ' roir stehen, um Den Leuten bei ihrer mühseligen

lien aeneuen Am Montag, 9. Dezember, traten roir> Unser erster Spaziergang führt uns zuni schönsten yr(>eit zuzusehen. Fast endlos schlangelt sich das unsere Fahrt von Verona aus an. Sie führte zu-j Baudenkmal Oberitaliens, dem herrlichen Dom. Die- eingezogene Seil am Ufer hin, immer noch nicht nächst nach Mast and. Die Fahrt führt durch sts großartige Gebäude ist ganz au.^ weißem Mar- hQ5 ^etz zu sehen, ein Korkstück nach dem andern fruchtbares Land,' schöne fette Weiden, Reisfelder, map hergchellt und mit 100 Türmchen und unge- mirb an5 Lnd gezogen, das erwartete Netz laßt Wein- und Obstgärten. Hier fällt uns Die Eigenart führ 2000 Statuen verziert. Das Hauptportal des cbßr nocf) [ange auf sich warten. Da. em Puff: Des römischen Weinbaues besonders ins Auge; die Domes ist eine wunderbare Bronzearbeit, die in rofort eiten mehrere Fischer in langen Wassersttefeln Weinreben sind ungefähr in Mannshöhe mit Den kleinen Tafeln das ganze Leben Christi, davstellt. herbei, und mit vereinten Kräften werden nun Die Obstbäumen verbunden. Weinberge, wie wir sie am Gewaltig und von kaum vorstellbarer Große ist das lßblen ^nftrengungen zum Bergen des ausgewor- Rhein an der Mosel und am Neckar haben, kennt Innere des Domes. 52 wuchtige Marmorpfeiler cenßn Netzes angeseht. Langsam kommt das Netz man in Italien nicht. Dort erntet Der Winzer un- stützen das riesige Gewölbe, Der Fassungsraum des I -n b-ß b,e5 ufers. Wir hoffen, im Interesse Der ter wstentlich geringerem Aufwand an Arbeitskraft Domes wird mit 40 000 Personen angegeben, Der e|n großes Netz voll zappelnder Fische zu

und kosten Trauben von kaum zu schildernder sdaix«». nnc Ntarmor. Der Reit- $orftminf finh wir als wir das

Größe und Güte, die einen Wein ergeben, Der an Qualität schwer zu übertreffen ist.

In Mailand erblicken wir den schönsten und größ­ten Bahnhof Italiens, Der besonders den ffltarnujr. reichtum Dieses LanDes zur Schau ttagt Mailand ist der bedeutendste Industrie- und Handelsplatz Jta. liens und trägt die Bezeichnung .Herz Italiens . Es ist eine moderne Stadt, besonders eindrucksvoll