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Leben der Hm traft seines Amtes anvertrauten Millionen nordamerikamscher Bürger nichts macht.

Die Gefahr, von der Roosevelt spricht, ist das alte Schreckgespenst, mit dem er immer wieder das Volk in den USA. einzuschüchtern versucht. Diese Gefahr existiert in Wirklichkeit gar nicht, sie ist nur eine fixe Idee, ein Produkt der Phantasie dieses Kriegsverbrechers, ohne die er seine Kriegspolitik überhaupt nicht betreiben könnte. Er sprach davon, daß die internationale Lage viel ernster als vor einem Jahre geworden sei. Warum dies so ist, wagte er nicht zu untersuchen, denn gerade Roose­velt hat einen großen Beitrag zu dieser Verschär­fung der Lage in der Welt geliefert. Er selbst ist oer Träger der Gefahr für die sogenannte westliche Hemisphäre, indem er nämlich mit Mischer Hast und freimaurerischer Geschäftigkeit dem Kriege nach- iagt, von dem der anständige und vernünftige Bürger in den Vereinigten Staaten gar nichts wis­sen will. Roosevelt kann aus seiner Haut nicht heraus, weder was seine Abstammung betrifft, noch hinsichtlich seiner Zugehörigkeit zur internationalen Freimaurerei. Von ihm etwas anderes zu erwar­ten als die Hetze zum Krieg, würde dasselbe be­deuten, als wollte man verlangen, daß aus einem Wolf ein Schaf wird. H.

Neuer Auftrieb der Kriegspsychose.

Roosevelt fordert Dienstzeit-Verlängerung.

Washington, 22. Juli. (DRB.) Roosevelt forderte am Montag in einer Botschaft an den Bundeskongreß die Verlängerung der ein­jährigen D i e n st z e i t für die aktiv Dienenden, die Nationalgarbe und Reservisten. Roosevelt be­gründete seine Forderung einer längeren Dienstzeit damit, daß, wenn diese nicht verlängert würde, die Nation ein er nft e 5 Risiko auf sich nehme und die Armee sich innerhalb von zwei Monaten m Auflösung befinden müßte. Die internationale Lage sei heute viel ernster als vor Jahres­frist, und die Auflösung der großen Organisation durch Entlassung der in Ausbildung befindlichen Soldaten könne nicht verantwortet werden. Die deutsche Eroberung vollzöge sich nach sorg­fältigem Plan, und jeder Schlag bringe die G e - fahr.näher an die westlicke'Hemisphäre heran. Amerika könne daher mit dem Schicksal seines eigenen Landes nicht Vabanque spielen.

Das Vabanguefpielen ist nun gerade ein Charak­teristikum Roosevelts. Bedenkenlos setzt er das Schicksal seines eigenen Landes aufs Spiel, indem er es durch seine demagogischen Beschwörungen i m - mer tiefer in d i e Kriegspsychose hin- eintreibt. Nur mit der bekannten ßüge von einem drohenden deutschen Angriff auf die westliche Hemisphäre vermeint er, die Zustimmung des Kon­gresses zur Dienstzeitoerlängerung erzwingen zu können. Er muß die Gefahr besonders düster malen, da er sonst die große Opposition nicht Niederhalten kann, die sich gegen seine unpopuläre Maßnahme gebildet hat. Die starke Opposition aber spiegelt die Tatsache wider, daß das ganze amerikanische Volk ein Gefühl dafür hat, daß die von Roosevelt ver­langte Dienstzeitverlöngerung nicht der Sicherheit der Vereinigten Staaten dient, sondern ausschließ­lich im Dienste der Vertiefung der Kriegspsychose steht. Roosevelt muß seine Maßnahme also gegen den Willen des Volkes durchsetzen, und das kann er nur durch Lügen und demagogische Be­schwörungen.

Das Echo in Nom.

Rom, 23. Juli. (DNB. Funtspruch.) Das Bild Roosevelts als Freimaurer wird von der römischen Presse als äußerst wichtiger Beitrag zum Verständ­nis der Politik des Präsidenten bezeichnet. Dieses Bilddokument, so schreibtMessaggero", ist der un­widerlegbare Beweis für Roosevelts Ab­hängigkeit von der Freimaurerei und zeigt, daß der Krieg gegen die Achse einer vom Präsidenten gegenüber seinen Logenbrüdern über­nommenen Verpflichtung entspricht. Roosevelt könne in der Tat nur in dem von den Juden, Bolschewisten und Ueberbleibseln der Demokratie gewünschten Sinne handeln. Das fei d i e Ursache der kriegshetzerischen Politik des Weißen Hauses. Popolo di Roma" stellt fest, daß Roosevelt zu der schlimmsten Sorte von Juden und Freimaurern ge­höre,nämlich zu jenen, die sich schämen, es öffent­lich zu zeigen". Wenn man das in Oslo aufgefun­dene Bild betrachte, so könne man sich nicht mehr wundern, daß der amerikanische Präsident eine den Interessen der Juden und Freimaurer entsprechende Politik verfolge. Interessant fei dieses Bild aber auch deshalb, weil gerade Roosevelt die heftigsten Feldzüge gegen die Geheimbünde oder die vom Ausland abhängigen Vereine gutgeheißen hat. Viel­leicht werde Roosevelt dabei gedacht haben, daß Judentum und Freimaurerei in diesem Fall nicht vom Ausland abhängen, weil ja die Vereinigten Staaten heute die Hochburg der Freimaurerei und des Judentums sind. Allerdings handelt es sich um die Vereinigten Staaten Roosevelts, denn es gibt auch noch ein anderes Amerika: das Amerika der Amerikaner!

Das Ritterkreuz für tapfere Afrikakampfer.

Berlin, 22. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleut­nant Cramer, Kommandeur eines Panzerregi­ments, Hauptmann Gierga, Kompaniechef in einem Panzerregiment, Oberleutnant Senf ft von Pilfach, Kompaniechef in einem Panzer­regiment und Leutnant Zahn in einer Panzer­jäger-Abteilung.

Oberstleutnant Cramer führte in Nordafrika als Kommandeur sein Panzer-Regiment im Nacht- marsch unter schwierigsten Verhältnissen vor Ca- puzzo. Dann griff er schwere englische Panzer an und gab damit den Ausschlag für die günstige Ent­wicklung der Lage vor Tobruk. Ebenso ist die Ge­winnung des Halfaya-Passes zu einem wesentlichen Teil ihm zu verdanken. Hauptmann Gierga griff in Afrika zahlenmäßig stark überlegene schwer aepanierte englische Kampfwagen ab, obwohl sich feine Panzerkompanie fast völlig verschossen hatte und stärkstem feindlichen Feuer ausgesetzt war. Die feindlichen Panzer wurden aus nächster Entfernung mit den letzten verfügbaren Granaten dis auf einen vernichtet. Oberleutnant6e n f f t vonP ilsach griff in Afrika mit feiner Panzerkompanie zahlen­mäßig weit überlegene schwer gepanzerte englische Kraftwagen gn. Er vernichtete einen Teil, vertrieb

den Rest urtb ermöglichte den weiteren Vorstoß der Abteilung in den Rücken des Feindes. Leutnant Zahn hat mit nur einem 5-ew-Pakgeschütz den starken feindlichen Panzervo-rstoß aus Capuzzo auf Bardia abgewehrt. Er drang dann in Capuzzo ein und vernichtete dort sechs Panzerwagen. Nach dem Ausfall seines Geschützes konnte er erst nach hef­tigem Widerstand gefangen genommen werden. Es gelang ihm aber, den Engländern zu entkommen.

Das Ritterkreuz

für zwei tapfere Flakoffiziere.

Berlin, 22. Juli. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vor­schlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen: Haupt-

Von Kriegsberichter!

DNB. ..., 22. Juli. (PK.) Zum ersten Male hat in der Nacht zum Dienstag die deutsche Luftwaffe zu einem gewaltigen Schlag auf kriegswichtige Ziele der bolschewistischen Hauptstadt ausgeholt. Der Schein der untergehenden Sonne liegt über dem Rollfeld, als wir eine Maschine in kurzem Abstand hinter der anderen, zu dem Flug nach Moskau star- ten. Brausend ziehen die Flugzeuge über das Land, und stoßen weiter vor in das Kriegsgebiet Bren­nende Dörfer, das Aufblitzen der Abschüße der schweren Artillerie, die Leuchtspurfäden der MG.s zeigen uns, daß dort unten, bei unseren Kameraden vom Heer auch in dieser Nacht der Kampf nicht ruht und daß die deutschen Truppen immer weiter vorwärtsstürmen. Die Frontlinie, die wir uns zu Beginn unseres Fluges auf unsere Karten einge­zeichnet haben, stimmt schon an einzelnen Stellen nicht mehr. Wesentlich weiter sind unsere Truppen in feindliches Land eingedrungen.

Doch dann lassen wir die Frontlinie mit chren Bränden und Granateinschlägen hinter uns, und vor uns liegt das weite Land. Drunten ist alles ruhig. Nur selten flackert em Scheinwerfer auf, setzt ein Abwehrgeschütz einmal ein paar Granaten an den Himmel. Noch immer ist von Moskau nichts zu sehen, aber da vorn, wo immer Scheinwerfer am Himmel umhergeistem, wo über dem Horizont eine dunkelrote Wolke steht, da wird wohl die Hauptstadt der Internationale liegen und die Wolke

Bolivien im Schl

Oie deutsche Antwort auf eine ui

Berlin, 22. Juli. (DNB.) Im Zuge der nord- amerikanischen Erpressung und Vergewaltigung der kleinen mittel- und südamerikanischen Staaten mit Hilfe von wirtschaftlichen Druckmitteln und politi­schen Drohungen hat sich die bolivianische Regierung bereitgefunden, unter falschen und in ihrer Tendenz durchsichtigen Anschuldigungen den deutschen Gesandten Hermann Wendler als persona ingrata zu erklären und seine Abreise zu verlangen. Die deutsche Reichsregierung hat auf diesen allen Regeln des Völkerrechts hohnsprechenden Akt der bolivianischen Regierung^ durch ihren Gesandten Wendler fol­gende Note überreichen lassen:

Die bolivianische Regierung hat mir am 19. Juli milteilen lassen, daß sie mich nicht mehr als per­sona grata ansehe und meine Abreife bis zum 22. Juli wünsche. I rgeudwelche Gründe, die dieses Vorgehen der bolivianischen Regierung rechtfertigen können, sind mir oder der Reichsregie­rung nicht mitgeteilt worden und liegen selbstverständlich auch nicht vor. Die von einem Vertreter der bolivianischen Regierung nach­träglich der Presse gegenüber angegebene Begrün­dung kennzeichnet sich von selbst als völlig freie Erfindung, die jeder Grundlage entbehrt. Im Auftrage der Reichsregierung lege ich deshalb gegen

/»/ pf d» * 1

Schändliche Behandlung im London« Oie Leiterin des französisch

D i ch y , 22. Juli. (DNB.) Nach neunmonatiger Inhaftierung im Hollaway-Gefängnis in London zusammen mit 1200 der Zugehörigkeit zur 5. Ko­lonne verdächtiger Frauen traf am Samstag Ma­dame N i c o l l e, eine der ersten Leiterinnen des französischen Roten Kreuzes, in Dichy ein, nachdem Marschall Pötain mit Hilfe der USA.-Botschaft in Vichy ihre Freilassung erwirkt hatte. Madame Ni- colle war als Leiterin des französischen Roten Kreu­zes im September 1940 imAuftragder fran­zösischen Regierung als Vertreterin des französischen Roten Kreuzes nach London ge­sandt worden. Nach einem viertägigen Aufenthalt in London wurde sie von Scotland Hard verhaf­tet, ohne daß ihr hierfür ein Grund mitgeteilt wurde. Frau Nicolle wurde nach einer neunmona­tigen Gefängniszeit bei unwürdigster Behandlung Anfang Juni 1941 aus der Zelle entlassen, und, von Polizeikommissaren und einer Aufseherin begleitet, nach einem englischen Hafen befördert. Dort erwar­teten sie sechs weitere Polizeikommissare, die chr zur Begleitung auf das Schiff mitgegeben wurden. Frau Nicolle mar während der Ueberfahrt niemals ohne ständige Ueberwachung. Sie durfte mit niemandem sprechen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt kam sie erst Anfang Juli in Lissabon an.

Das menschliche Leiden im Weltkrieg und im letzten Krieg haben mich nicht so erschüttern können wie das Leid der 1 2 0 0 Frauen im Holloway-Gefängnis von Lon- d o n, erklärte Frau Ricolle.In diesem Ge­fängnis beftnden sich alle Frauen, die in Eng-' land verhaftet wurden, weil man sie verdäch­tigte. der 5. Kolonne anzugehören Eng­länderinnen, die Deutsche geheiratet hatten, die die deutsche Staatsangehörigkeit wieder ableg­ten, denen man aber die Rückgewährung der englischen Staatsangehörigkeit verweigerte usw. Unter ihnen befinden sich Frauen deutscher Ge­schäftsleute, Diplomaten und Beamten, Auch die Frau des Schwarzhemdenführers Sir Oswald Mosley, mit anderen Frauen von Anhän­gern der Mosley-Bewegung.

Es handelt sich um ein Gefängnis, das weder

mann Fromm, Abteilungskommandeur In einem Flakregiment: Oberleutnant Jäger, Zugführer in einem Flakregiment.

Hauptmann Fromm hat sich vor allem in den Abwehrkämpfen in Nordafrika hervorgetan und mit feiner Abteilung schlachtentscheidende Erfolge er­rungen. Bei den dreitägigen schweren Kämpfen um Sollum vernichtete er mit seiner Abteilung allein mehr als 80 feindliche Panzer. Oberleutnant Jäger zeichnete sich als Führer eines 8,8-cm-Flakzuges bei der Bekämpfung eines Festungsmassivs der Meta­xas-Linie aus. Trotz stärkster Gegenwirkung feind­lichen Artillerie- und MG.-Feuers führte er seinen Trupp vor und konnte 30 Bunker, acht Panzer­kuppeln und zwölf sonstige Ziele außer Gefecht setzen.

Nartin Winkelmarm.

zeigt, daß es dort schon ganz erheblich brennen muß.

Die sowjetische Flakabwehr wird immer häufiger. Schon stehen 30, 40, 50 Gespensterarme am Him­mel, flitzen wild und aufgeregt durcheinander und suchen, suchen. Und was vorher eine rote Wolke war, das breitet sich vor unseren Augen, schon jetzt, wo wir noch gar nicht alles überblicken können, als Flammenmeer aus, wie mir es bisher noch fetten zu sehen bekamen.

Nun sind wir mitten über dem Ziel. Unter uns tobt eine infernalische Höllenglut. Ganze Anlagen brennen lichterloh und dicker, undurchdringlicher Rauch zieht langsam und träge über das Ruinen­feld, das die deutschen Bomber zurückgelassen haben. Dort unten, wo die verführten Dolksmassen in den Kellern sitzen, muß in diesen Stunden die Hölle los fein. Explosion auf Explosion blitzt auf. Neue Feuer entftehen, alte werden immer wieder aufgepeitscht, und immer noch gibt es kein Ende, immer noch fällt Bombe auf Bombe auf kriegswichtige Ziele. Auch wir haben unsere Last abgeladen, haben die Einschläge beobachtet und drehen nun ab. Noch im Abdrehen erfassen uns die Scheinwerfer, die wir erst nach vielen Kurven loswerden. Aber dann geht es auf Heimatkurs. Noch einmal ein langer Flug, bis wir wieder landen. Bei Tageslicht sind wir ge­startet, bei Tageslicht sind wir zurück. Dazwischen liegt eine Nacht des Schreckens, die an dem Be­stand des Bolschewismus gerüttelt hat.

epptau der LlGA.

gerechtfertigte Herausforderung.

das allen Regeln des internationalen Verkehrs hohnsprechende Vorgehen der bolivianischen Regie­rung schärfste Verwahrung ein. Die Reichs­regierung hat sich ihrerseits veranlaßt gesehen, dem bolivianischen Geschäftsträger in Berlin mitzuteilen, daß er nicht mehr persona grata sei und Deutschland innerhalb von drei Tagen zu verlassen habe."

Die bezahlte Arbeit der gegenwärtigen boliviani­schen Regierung wird begleitet von einer Hetztirade Smnner Welles, der sich wieder einmal in wüsten Verdächtigungen gegen Angriffsabfichten der Achse auf Südamerika ergeht, und von der Kon­greßbotschaft des Präsidenten Roosevelt, der auf dem Hintergrund der bolivianischen Episode die Bedrohung der Vereinigten Staaten durch Deutsch­land zeichnet, um die einberufenen Jahrgänge der USA.-Nationalgarde gegen den Willen des ameri­kanischen Volkes und der Nationalgarde selbst un­ter Waffen halten zu können. Es ist offensichtlich, daß Roosevelt und seine Hörigen in Bolivien nichts anderes bezwecken, als durch eine großangelegte Terrorwelle die nationalen Kräfte Boli­viens durch eine Verhaftungsaktion auszu- {(halten, um damit den Bodett für eine koloniale Abhängigkeit Boliviens zu bereiten.

?n gegen Frauen.

r LnternierungSgefängniS Hollaway, m Roten Kreuzes berichtet.

eine hygienische Einrichtung kennt, noch Licht in den Zellen hat, ein Gefängnis, in dem nur die­jenigen Rahrung erhalten, die Geld haben. Wenn ich nicht über Bargeld verfügt hätte, wäre ich zugrunde gegangen. Das Frauen- st erben in diesem Gefängnis ist fürch ter- l i ch. Die Frauen sterben buchstäblich den Hungertod. Die geringste Auflehnung hat die schärfsten Sanktionen zur Folge. Ich wei­gerte mich eines Tages, die abscheulichen Klo­setteinrichtungen zu reinigen und wurde sie- ben Tage in die Dunkelzelle ge­worfen. Schwangere Frauen wurden nicht aus dem Gefängnis entlassen und kamen in der Zelle nieder. Aerztliche Behandlung gab es kaum. Mütter und Kinder star­ben am Tage der Geburt in der Ge­fängniszelle. Ich entsinne mich einer Frau eines Deutschen von 60 Jahren, die durch Kälte, Hunger und Mangel an Hygiene sterbenskrank in diesem Gefängnis liegt. Kurz vor meiner Entlassung sprach ich noch mit ihr. Sie war zum Skelett abgemagert. Insgesamt sehen diese 1200 Frauen nur eine Viertelstunde jeden Tag am Morgen und am Rachmittag den freien Himmel. Selbstverständlich hatten zu all ihrem Leid die Frauen im Holloway-Gesängnis auch unter den furchtbaren Bombardierungen zu leiden.

Das Märtyrertum der Frauen vom Holloway- Gesängnis in London und die Behandlung, die ich selbst zu erdulden hatte, haben mich in einer Weise umgewandelt, wie ich es niemals für möglich ge­halten hätte, obwohl ich in meinem Leben schon viel Leid gesehen habe. Ich habe mich in diesen furchtbaren neun Monaten immer wieder gefragt, wie es möglich ist, daß die Engländer fähig sind, in den meisten Fällen völlig unschuldige Frauen in einem mittelalterlichen Gefängnis mit mittelalter­lichen Methoden zu guälen. Ich bin in meinem Lande und auch in England und in den USA. jahrzehntelang als englandfreundlich bekannt ge­wesen. Heute kann ich es nicht mehr sein. Ich habe

Am ersten Tag des zweiten Monats.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Am ersten Tag des zweiten Monats des Ostfeld. zugs, am 22. Juli, meldet der Wehrmachtbericht zwei wesenlliche Tatbestände: Einmal haben die Durchbruchsoperationen der deutschen Wehrmacht und ihrer Verbündeten die sowjetische Verteidi- gungsfront in zusammenhanglose Gruppen zerris. sen, und dann hat die Luftwaffe zwischen beit frühen Abendstunden des 21. und den frühen Mor. genftunben des 22. Juli zum ersten Mal Moskau mit großem Erfolg angegriffen.

Der Luftangriff auf Moskau ist als Vergeltung für die tückischen Luftangriffe ber Bol- schewiki auf bie finnische Hauptstadt Helsinki und auf die rumänische Hauptstadt Bukarest erfolgt Aber dieser Luftangriff fügt sich zugleich den Ope- rat Ionen des deutschen Oftheeres ein. Die Zet> reißung der sowjetischen 23erteibigung5front gelangt erst dann zur vollen Auswirkung, wenn d i e Bahn- und Straßenverbindungen int Rücken der Sowjetarmeen nicht mehr benutzbar sind. Seit Tagen hat die deutsche Luftwaffe diese wich» tigen Verbindungswege bereits lahmgelegt. Don Moskau gehen bie meisten großen Eisenbahnlinien ber Sowjetunion aus, viele von ihnen haben ge- radezu kontinentale Bedeutung. In Moskau gibt es nicht weniger als neun Fernbahnhöfe. Die Haupt» eisenbahnlinien führen nach Riga, ßeningrab, Ja» roslawlArchangelsk, KasanSwerblowskSibi» rien, RjasanSamaraSibirien, SaratowAstra» chan, CharkowRostowKaukasus, Charkow- Krim, KiewOdessa und schließlich nach Smolensk- Warschau. Don Bebeutung firtb auch bie natürlichen und künstlichen Wasserstraßen Moskaus sowie bie Flugplätze. Moskau ist basLuftkreuz" der Sowjetunion. Don hier aus bestehen Luftlinien nach Charkop, Kiew, Odessa, ber Krim, dem Kau­kasus, Iran, in bas sowjetische Mittelasien und in die Nord-Mongolei. Die Sowjets haben es sehr eilig gehabt, der Wett durch ihren Rundfunk zu versichern, daß die starken deutschen Luftangriffe keinen großen Schaden anaerichtet hätten. Aber tn einer eigentümlichen Weise hat sich der Sowjetrund' funk selbst dementiert: er war kaum zu verstehen. Offensichtlich ist ein schwacher Hilfs senb er benutzt worden. Die Bolschewiki haben im wörtlichen und im bildlichen Sinn so oft anderen den roten Hahn aufs Dach gesetzt. Nun haben sie weitleuchtenbe Großfeuer und Flächenbrände von den Fenstern des Kreml aus, in dessen Nähe allein 12 schwere Treffer erzielt worden sind, sehen können. Bemerkens­wert ist, daß bie Luftabwehr trotz zahlreicher Flak­batterien wirkungslos gewesen ist. Unsere Verluste sind trotz des starken Einsatzes von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen minimal.

Der Wehrmachtbericht vom 22. Juli hebt hervor, baß trotz ber Zerreißung der sowjetischen Vertei­digungsfronten in zusammenhanglose Gruppen und trotz bes Ausfallens einer einheitlichen Führung des Feinbes zäher örtlicher Wiberstand und hart­näckig geführte Gegenangriffe festzustellen sind. Dis Einzelmitteilungen über die Panzerkämpfe int Dnjestr-Abschnitt, bei Porbow und Witebsk sind Bei- piele. Erwähnt fei noch, daß im nördlichsten Kampf, abschnitt- bie Haltung ber finnischen Truppe und Zivllbevölkerung schlechthin hervorragend ist.

Dr. Ho.

am Sonntag dem Vertreter bes amerikanischen Roten Kreuzes in Vichy, Allen, das Leib dieser Frauen geschildert. Er schüttelte nur den Kops. Ich habe in meiner Schilderung nichts übertrieben. Herr Allen hat heute meinen Bericht an den Präsidenten bes amerikanischen Roten Kreuzes abgesandt. Ich habe diesem Bericht hinzugefügt, daß ich an bas menschliche Gewissen appelliere, damit dieses um chuldige Leiben aufhört, .daß man zumindest bie Kranken und Siechen aus dem Gefängnis entläßt und in Krankenhäuser schafft. Im Gefängnis von Holloway zu Lonbon befinden sich Frauen im Alter von mehr als 60 Jahren dis zu jungen Mädchen von 16 Jahren. Sie sterben, sie lechen dahin oder werden vom Wahnsinn befallen. Ich bin nun nach Frankreich gekommen und kenne nur noch eine Pflicht: Nämlich für bie Befrei­ung dieser 1200 Frauen bis zum äußersten zu kämpfen.

Große Erfolge deutscher Panzertruppen.

Berlin, 22. Juli. (DNB.) Panzertruppen des deutschen Heeres vernichteten am 20.7. in heftigen Kämpfen im Raume von Porch ow große Teile sowjettscher Panzerkampfwagen. Mit uner- chutterlicher Treffsicherheit schossen bie Deut- chen 98 Sowjet-Panzerkampfwagen bei außerorbentlich geringen eigenen Verlusten ab.

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Im zügiaen Vorgehen im Dnjestr-Abschnitt machten deutsche Panzertruppen am 20. Juli 10 00 0 Gefangene und erbeuteten oder ver­nichteten 220 Sowjetpanzerwagen und 40 ©e- chütze.

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Zu heftigen Gefechten zwischen deutschen und Sowjet-Panzerkampfwagen kam es am 20.7. i m RaumevonWitebsk. In breiten tief gestaftel- ten Wellen stießen die Sowjet-Panzerkampfwaaen 'egen die deutschen vor. Sämtliche Angriffe Der Bolschewisten brachen im deutschen Feuer ufammen. Die Bolschewisten wurden unter hweren Verlusten zurückgeschlagen. Don ungefähr 130 angreifenben bolschewistischen Panzerkampf- Shnn^^H^te ein'e keutf^e Panzerdivision

Der italienische Bericht.

Rom, 22. Juli.^ (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wort­laut:

Die Flugzeugstützpunkte von Malta wurden in ber Nacht auf ben 22. erneut von unseren Stift- ftreitträften bombardiert.'

3n Norbafrika wurden an der Tobruk- Front erneute feindliche Angriftsversuche glatt abgemtefen. Flugzeuge der Achse haben in Tobruk Verteidigungsstellungen, Batterien und Kraftwagen- parks^nit Bomben belegt. Nordöstlich von Marsa- Luch' haben deutsche Flugzeuge einen englischen Tanker angegriffen und versenkt. Der Feind führte Einfluge auf Bengasi und Derna durch.

In O st a f r i f a hat eine unserer aus ttaHieni-' scheu und eingeborenen Truppen bestehende Ko­lonne ber Garnison von Uolchefit eine bewaffnete Aufklärung erfolgreich bis in die feindlichen Stel­lungen hinein durchgeDhrt.