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sprechen.
Die Nomad-Lapven sind im allgemeinen ganz wohlsitulerte Menschen. Das Renntier setzt man
Im Juli vor Tobruk.
Bon Kriegsberichter H. 6k Frhr. von Esebeck.
Die Herren der ^Remitiere
Von unserem Sonderberichterstatter Rriebrid) Ege.
Das AOK. selbst ist in zwei sowjetischen Schill Räuden einer Kleinstadt untergebracht, wo es rmerhin Helle Arbeitsräume und große Karten Ge gibt. Die Offiziere nächtigen auf Strohsäcken !l ihren Arbeitsräumen neben den men oder in ihren Kraftfahrzeugen. Der Gefechts
n Auftrage de« Kriegskabinetts die bestehenden trfilinWe in der gemeinsamen Planung und Zu. m enarbeit zwischen den verschiedenen britischen cht.chen überprüft und dann dem Kriegskabinett itti Angabe von Hinweisen berichtet", dann ist , per nicht nur ein Opfer seiner eigenen Un- htefeit geworden, sondern er ist auch gestürzt l^jrund der Linie, die er zu vertreten yezwun- L »vor. Eine Poiittk, wie sie der Kriegsver- k&r Churchill treibt, läßt sich eben provagan- Bk nicht mit Erfolg vertreten, insbesondere
wenn diese Politik von militärischen und Laotischen Niederlagen ohne Zahl begleitet ist. k oird nicht sehr lange dauern, bis der Nach- far Duff Loopers, der bisherige parlamentarische Inilersekretär Mister Churchills, B r a n d a n lrccken, an dem gleichen Punkte angelangt sein ,(»$ an dem fetzt Duff Cooper steht. Er kann viel.
manches schlauer und intelligenter machen. Im iiv.gebnis wird aber die Politik seines Herrn ad Meisters auch ihm zum Verhängnis werden. Zr. übrigen ist der von Mr. Churchill vongenom- Eni Ausputz der Fassade seines Kabinetts noch be> indrs bemerkenswert dadurch, daß Herr Churchill fort Schwiegersohn Sandys zum Finanzsekre- jL m Kriegsministerium befördert hat. Dieser
e sitzt nun an der Quelle und siihrt die Chur- Mche Familientradition, an den Kriegen das Ver- Aon zu steigern und in Kriegsgewinnen zu brll- ijrti weiter. Man muh schon sa-gen, Herr Chur- M versteht es, die Fsist, die ihm gegeben ist, [iifriiD und spekulativ auszunutzen.
> im dritten hat sich Herr Churchill einen neuen rv bungsminifter besorgt, und zwar kommt der Lji Mann aus dem britischen Auhenamt, wo er Itigt r parlamentarischer Staatssekretär gewesen ist. ijllter muhte man nicht, wo die Miherfolge der »M schen Kriegskabinette größer sind, auf dem Ge- , ieti der Erziehung oder dem der Außenpolitik. Wdem nun ein Mann der Außenpolitik Er- Angsminister wird, darf man annehmen, dah die
aber englischen Jugend fast noch mehr legt als Die Außenpolitik.
Ix liefere Sinn des Revirements dürfte fein, tjfeter einmal Sündenböcke in die Wüste zu schicken, rtttie Masten zu beschwichtigen, und bei ihnen den ftnTurf zu erwecken, als ob Herr Churchill, immer Wg, energisch, alle Unfähigkeiten aus dem Wege
Zu dem Gefechtsstand der als Flankensicherung der Division kämpfenden A u f k l ä r u n g s a b t e i - l u n g können wir gerade noch mit unserem Fahr, zeug gelangen, da der Wald aus dem Wege au«, reichend« Decknnq gewahrt. 800 Meter vam Fe nde entsernt lieht der Kommandeur mit feinem Ad,utan- len am Funkgerät, um die Meldungen feiner Schwadronen entaegenzunehmen. Sobald der Kamps hier wieder in Bewegung kommt, kann von einem (Gefechts.„Stand" überhaupt nicht mehr gesprochen werden, da der Abteilunaskommandeur dann von seinem Panzerspähwagen aus durch Funk befiehlt. .
Hier ist bereits die Grenze zwischen Führung und Truppe nach vorn überschritten. Der Abteilungs- stab ist ein Teil der kämpfenden Truppe und bewegt sich unmittelbar im Tempo des Kamp, ses und des Vormarsches mit. Die wenigen Offiziere und Soldaten, die hier tätig sind, können irgend- einen Geschäftszimmerbetrieb auch nur andeutungs« weise nicht mehr ausrechterhalten, sondern richten alle ihre Sinne auf das Geschehen, das vor ihren Augen abrollt und aus das sie in jeder Minute Linsluh nehmen müssen.
mit einem Wert von 1000 Fmk. ein (heute ist der Wert viel hoher), schon bei 4—-WO Renntieren handelt es sich um ein ganz ansehnliches Kapital, zumal es sich durchschnittlich mit 20 bis 30 v. H. per Jahr verzinst. Eine Familie muß schon min« bestens 100 Renntiere haben, um ordentlich zu leben. Die reichen Lappen haben mehrere tausend Stück. Wir finden Lappen, die ein ganz nette« Bankkonto haben. Nun, die Lappen brauchen keine Miete zu bezahlen, haben keine Möglchkeit, in Restaurant« Geld auszugeben. Daß es unter den Lappen ganz gute Steuerzahler gibt, zeigt folgende Begebenheit aus diesen Tagen: für die einmalige Vermögenssteuer für die Entschädiguna an die evakuierten Karelier erhielt ein Lapp» einen ©teuer- zettel über 40 000 Fmk. Diese Summe sollte er In zehn Haldiahresraten bezahlen, doch der Lappe meinte nur: „Ach was, ich bezahle es aus eiumul!
Aus Gründen der Kapitalsanlage kaufen dis Lappen mitunter auch Bauernhöfe. Gewöhnlich kommen die Lappen dann zwischen Weihnachten und Neujahr zu ihrem Hof und um den l.Mat herum ziehen sie dann wieder In das Gebirge. Die zum Hof gehörenden Naturwiesen oerpadytet der Lappe gewöhnlich, Im übrigen kann der Hof leer- stehen. Diejenigen Nomad-Lappen, die im Sommer jeweils zur selben Stelle kommen, haben mitunter seststehende Torshütten, in denen He den Sommer über leben. Die Frau macht alle Arbeiten, die die Kleidung betreffen, vom Zuberelten des Heus für die Pelzschuhe (an Stelle von Strümpfen) bis zum Verfertigen der bunten Kleidung und der herrlichen Pelzmäntel und der hohen enganliegenden Pelz- belnklelder, die oben In Lederhosi'n übergehen amt dem Weben der farbigen mit Ornamenten versehe- nen Bänder. Es gibt keinerlei Handarbeltsschulen für Lappinnen, sie lernen es voneinander und geben es weiter von Generation zu Ckmerntlon. Au« den Renntierdärmen drehen die roelblldK« Fami- lienmitglleder mit den Zähnen alle Arten von
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Mtlls Divisionen im Begriff waren, vorzustoßen inb die Festung zu entsetzen. Südostwärts von Lim brach das englische Unternehmen zusam- nen Ucber 230 Panzer biteben auf dem Schlacht- i tW liegen. Tobruk ist seiner letzten H o s s - 'm fl beraubt. Seither rührt fkh die gegue- ilfe Artillerie nur selten. Zumeist sind es un- °s,,e schweren Batterien, die bis »um iiil-n Abend die Luft mit dumpfem Dröhnen er- Ibin. Tagaus, tagein hämmern die Stukas und M-nifchen Bomber weiter in den Hafen und auf Vv. Arsenale des Engländers.
»I»r Stellungskrieg begann gleich nad Den Öhringen. Er ist allmählich zur Gewohnheit ge- MOen. Aus dem Verbandsplatz gibt es täglich iin paar Verwundete. Dann und mann wird ein nu » Holzkreuz flefdjniiten. Die itallentfdje Mr U Eli, wesentlich verstärkt, lauert auf jeden Schuß 9oh drüben, um ihn foglcid) zehnfach zu beantmor- len Am Abend kommen die Essenträger von vorne. Beier und Feldpost werden vorgebracht. Das Kb n hat feste Farmen und bestimmte Regeln an-
geschehen ist.
So gegen 6 Uhr abends wird die Sonne gelb. Das Land, das sich In der flirrenden Hitze seltsam zusammenschiebt und schier unsichtig wird, gewinnt plötzlich wieder Weite. Jetzt steht der Wasserturm wieder am Ras el Medauuar. Die kleinen Busche am Acromaer Waldrand sind keine Baume mehr. Die Lust ist klar. Der Horizont, dort wo der Himmel das Einerlei der Halbwüste begrenzt, ist in die Ferne gerückt. Beim Tommu drüben sieht man einen LKW. herumfahren. E s wird Abend. Es wird kühl und damit auch feucht. — Vom Meer her weht der Dunst heran. Man spürt, wie er das Hemd und die kurze Hose durchdringt. Es ist eine fiebrige Feuchtigkeit, die uns en bild) nach dem Rock ober Mantel greifen läßt. Sie kriecht sogar b-urdjs Qclt und sitzt dort in den Ecken. Langsam versinkt nun die Sonne in vrahlerischern Farbenspiel. Die Nächte ohne Mond sind erhellt vom strahlenden, funkelnden Sternenhimmel. Nur Afrika kennt ihn so. Daheim ist's zwar derselbe, aber er leuchtet anders, milder, schüchterner.
Wir sitzen beisammen, und manchmal sprechen wir von diesem und jenem, wie es bei Agedabia war und wie neulich am Halfayapaß her Tommy in dichten Haufen in unsere MG^Garben lief daß an die 400 Tote liegen blieben. Die Bleichgesichter vom Ersatz, die eben erst Afrikas Boden betraten, hören M zu. Die „alten Afrikaner" schauen derweil ein wenig geringschätzig herüber und fpinnen il)r Garn vom Ras el Medauuar an der Piste von Acrona, deren Mehlstaub ,eder beutfdje Soldat de- reit» einige Male hat schlucken müssen und ver- fluchen dürfen. Dann horcht man auf. Plötzlich weht es im leisen Nachtwind deutlich und klar herüber: „Soldaten müssen jetzt fdjlafcn gehen! Es ist wahrhaftig unser gutes, altes Signal, das uns hierher begleitet hat. Und so grüßt es uns Abend für Abend, ein Stück Heimat, das nut uns ging das in uns blieb. „Der Hauptmann hals ' aelaat ..." Tief und getragen die letzten Tone letzt. . __ deutscher Zapfenstreid) in der Wüste. Gott segne
dich und unsere geheiligte Ordnung.
Zwirn. , . m .
Das Zelt des Nomad-Lappen hat auf dem Boden einen Durchmesser von etwa 3 vis 4 m und wird durch eine interessante Konstruktion zusammenge- halten, beim die Zeltstangen gehen oben nicht zu- fainmcn, sondern lassen eine ziemlich große Dei nung für den Naudxibzug offen. Der untere Teil des Zeltes ist gewöhnlich mit dickem, gewebtem Tud) bezogen, der obere mit Sackleinwand. Der Boden ist mit Reisig bedeckt, und nachts werden dann Felle darüber gelegt, die tagsüber auf gerollt sind. Der Zeltraiim ist ziemlich genau einge- teilt nach bestimmten Prinzipien, und Die Personen sitzen In bestimmter Drbming: Feuerstelle, Holzplatz, ftüdjcnbufett, Wohnplätze usw. Auf diese Weise kommen wir auf nicht weniger als neun „Zlmmerchen". Aber es gehört dem Lappen ja mtd> der weite, unermeßliche Raum draußen vor dem Zelt, der ihm |ebe Enge nimmt. Früher gab t« außer der Eingangstür noch einen Hinterausgang, die „blutige Tür", burd> die der ßai^e entweder zur Jagd oder zum Opfern ging — von Frauen durfte diese Tür nie benutzt werden. Nachts brennt kein Feuer In dem Zelt, und die Temperatur wirb schließlick) dieselbe wie draußen: 20, 30, 40 Grab Kälte. Da braucht man schon Renntierpelze, um nm andern Morgen wieder aufzuwachen...
Und draußen auf dem weiten, dünnbewaldeten, hügeligen Gelände meiden die Renntlerherden und scharren unter dem ©dmee nach Nennttrrmvnß. Jedes Kind einer Familie, Knabe wie Mädchen,
stand der Führungsabteilung liegt stets so nahe wie möglich bei den eingesetzten Korps, ift aber natur, gemäß bei der Ausdehnung eines Armeeabscknitts Ser eigentlichen Atmosphäre des Kamp es entrückt Die höhere Fsihruna bedarf für die Leitung großer Operationen vor allem weitreichender Nachri ch t e n in i 11 e l. bie beute wichtiger finb als bieper- ünliche Berührung nut einem ber zahlreichen Kampfabjdjnllte. Daß bie beutfchen irotz-
bem häufiger als fe bei ben Truppen felbst anzu- treffen finb, ist eine ber beachtlichsten Tatsachen bie- (es Krieges. ,
Schon auf bem Gefechtsftanb bes ® e n e r at. tonVmanbos fehen wir ein oiilvg,anderes Billi. Der Kommandierende General und fein eotab finb mit ihren Fahrzeugen in ein Walbstück gezogen, wo ne sich in fchnell errichteten Selten ober unter freiem filmmel jur Arbeit nieberfleYaffen haben. Tm geeig- netes Drloquartier staub nicht zur Verfügung unb wurde auch nicht gewünfcht, da der Gefechtsstand ichon morgen wieder weiter nach vorn verlegt wer- be21ud)U bist erfolgt die Truppenführung noch In
zurückgedrängt.
Das Christentum konnte erst im Laufe des 17. Jahrhunderts unter den Lappen Fuß fassen. Im übrigen trafen wir unter den Lappen heute noch auf viele uralte heidnische Vorstellungen. Immer nocy finden wir hier eine Art Medizinmänner, Zauderer, Eingeweihte, die vorgeben, Im Besitz besonderer Kräfte zu sein, als bie letzten Ueberreste ber alten heidnischen Religion der Lappen mit Zaubertrommel und Besd-wörung der Unterirdischen und anderer Geister, von denen die Natur erfüllt ist. Die Dialekte unter den Lappen sind so versdsieden, daß die Enarl-Lappen die von Enon- teklÜ kaum verstehen. Die Enontekiö-Üappen (oöe£ Nomad-Lappen) sprechen außer Lappisch fließend Finnisck), während z. B. die Lappen von Utsjoli (Nordlappland) in der Hauptsache nur Lappisch
räumt, um den „Sieg" zu organisieren. Eine« Tage« aber wird diese Methode nicht mehr Erfolg haben, wenn das englische Volk nämlich dahintergekommen sein wird, daß die Unfähigkeit nicht bei Den ©liebem, sondern vor allem bet dem Haupt des Kabinetts vorhanden ist. Dann wird es keinen Ausputz der Fassade mehr geben, sondern dann wird die ganze Fassade zertrümmert werden. Wenn wir eines wissen, dann ist es das, daß diese Zertrümmerung Herrn Churchill nicht erspart bleiben wird, und daß ihm bas Ausputzen auf die Dauer nichts hllft.
Vertreter Indiens in den Vereinigten Staaten.
Stockholm, 21.Juli. (Europapreß.) Indien hat einen diplomatischen Vertreter in ben Vereinia- ten Staaten ernannt. Er trägt den Titel „Generalagent". Die Ernennung ist im Zuge der Einschal- tumg Washingtons in Englands Indien-Politik, aber auch in die inneren Verhältnisse Indiens vorgenommen worden. Durch den Titel „Generalagent" soll offenbar der Frage aus dem Wege gegangen werden, ob Indien als cnglifd)e Kolonie ohne staatliche Selbständigkeit das Recht zur Ernennung von Gesandten belitzi, das bie Dominien in gewissem Umfange erhalten haben. Der erste Vertreter der USA. in Indien, Wilson, wirb ben Rang eines Gesandten haben uqb ben Titel eines ®cne- ralkommifsars führen.
Wehrpflicht in NiederlLndisch-Indien.
Stockholm, 21. Juli. (Europapreß.) In Nie- derländisch-Indien wurde die Wehrpflicht eingeführt. Im ersten Jahr sollen auf Java 400 000 und au den übrigen Inseln 200 000 Rekruten einyezoaen werden. Der Oberbefehlshaber von Niederländisch- Indien teilte mit, daß die Verwaltung keinen Unter- schied zwischen holländischen und eingeborenen Dienftpflichtiaen machen werde. Die Gleichbehandlung von Weißen und Farbigen soll nad) dem Krieg fortgesetzt werden. Es bestehe die Absid)t, Nlederlän- disch-Indien ate Ganzes zu verteidigen und die Verteidigung nicht auf einige Inseln zu beschränken. Um die B i n b u n g e n an England zu betonen, werde ein niederländisch-lndisch-englisches Expeditionskorps gebildet werben.
Auf dem Gefechtsstand
Von Kriegsberichter Dr.F. Metzle.
Zu Fuß begeben mir uns von hier aus zu bem Thef der R e 1 t e r f ch w a d r vn, die einige hundert Meter entfernt abgeseffen mit einem bol- id)ewlstisd)en Gegner im © e f e d) t liegt. Dio Psende sind einige hundert Meter weiter rückwärts Im Walde abgestellt. Wir finden den Oberleutnant mitten zwischen seinen Reitern hinter einem tarnenden Gebüsch. Hier gibt es keinen Gefechts- stand mehr, sondern die Führung der Sd)wadron erfolgt ausschließlich durch persönlichen Befehl. Ge- rüde kriecht ein Unterosilzier gedeckt zu seinem Chef heran, um Meldung über einen Erkundungsa'ustrag zu erstatten. Mit einem Relterfpähtrupp hat et Verbindung zum nächsten vatalllon hergestellt und bisher besetzte Dörfer feindfrei angetroffen unb ist nn drei anderen Stellen mit 3nfantede|mer be- schossen worden. Eine entspreckiende handsd)riftlld)e Meldung init Skizze will) sofort an den Abteilungs» stab geschickt.
Hier ist die Front! Hier spielen fld) in einem kleinen Teilausschnltt die Ereignisse ab, um bereit Führung und Auswertung sich hie ganze Arbeit in den Gesechtsständen der übergeordneten Stabe dreht. Gerade die Meldung dieses Retterspähtrupps war es, auf die es an diesem Tage ankam. Es Nnni oft ein ganz unscheinbarer Fortschritt ober eine »nebensächliche Beobachtung sein, die beim . Im Gesamtrahmen als Sensation empfunden und zur Grundlage weitreichender neuer Entschluss« gemacht wird.
Generalmajor Lancelle an der (Spitze seinerDivision gefallen.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) P e t s a m o , im Juni 1941.
Finnisch-Lappland umfaßt ein Gebiet von rund 100 000 ukm mit 45 000 Menschen, d. h. auf zwei Quabrathlomeler kommt noch nicht einmal ein Mensch. Sdjon an Hand dieser nackten Zahlen haben wir das Bild von der ungeheuren Werte und Mensd)enieere diese» Nordlandes. Die Waldgrenze liegt zwischen 400 und 600 in und gewöhnlich wird sie von den buschigen Gebirgsbirken gebildet, die im Herbst jenen unvergeßlich jdyonen Oarben- , auber über die Landidmft breiten, wie man es onft wohl kaum zu seyen bekommt. Neben der Birke ist es in der Hauptsache die Kiefer und bie Fichte, die der Landsdmst das Gepräge geben. Charakteristisch sind auch bie vielen Moore und Sumpfe, benen wir ständig begonnen. Und erst die ungeheuer reichhaltige Beerenwelt! Der Berggrund ist Urgestein und wird von losen, dünnen Erd- |d)ld)tcn bedeckt. Was bie Tierwelt anbetrifft, so trottet hier nod> ber König des Waldes, der Bär, umher, dann der Vielfraß, der gefährlichste Feind des Renntieres, weiter der Wolf, der Lud)», der Fuchs, der ftatilidye Elch bl« zum Hermelin, Wiesel, der Fisd>otter u. a.
Von den heute etwa 30 000 Lappen wohnen et- was über 2000 auf finnischem Gebiet. Davon führt aber nur ein Teil ein rein nomadisches Leben. Andere haben sich ganz festgesetzt, leben vom Fischfang und anderen Arbeiten, wieder andere führen ein halbnomadisches Dasein. Wenn auch die lappische Spradje eine gewisse Verwandtschaft mit dem Finnischen hat. so gehört der Volksstamm ber Lappen zu einer sonst In Europa nicht vorkommenden Rasse. Wir haben es hier mit einem Naturvolk au tun, dessen Herkunft bis heute ganz Im Dunkel liegt. Man kann heute annehmen, daß etwa von J)OD n. Chr. die Lappen in der Geschid)tc auftreten. Die' nckrweglschen Könige waren die ersten, die Steuern von Den Lckppen eintrieben; später wurden die Lappen aus Mittel- und Ostfinnland heimge- füllst und auch die russisll)e Macht unter Nowgorod zeigte sich auf dem Plan. Gustaf Wasas ftarle Hand suchte in der schwedischen Zeit auch hier Ordnung zu schaffen, doll, blieb die Geschichte der Lappen immer eng verbunden mit harten, blutigen Kämpfen gegen Eindringlinge. In Finnland sind die Lappen m früheren Zeiten auri> In Südfinn- land und Karelien vorgekommen, doch schon im Mittelalter wurden sie immer mehr nach Norden
M1B. ...» 21. Juli. (PK.) Der Himmel meint < «läblg in diesem Juli. Er mischt in die Som- tenge frischen Wind. Die Hitze, die peinigend u »erben begann, ist gemildert. Freilich muß man
Staub nun mit in Kauf nehmen, der un- ufjrlld) von den breit geführten Pisten herüber-
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[ 1-iber aber hat der Juli auch eine neue Land- la:« beschert. Es finb die Fliegen, die eines k!5 da waren, wenige erst, aber bann rasch an- ULifcnb. Nun sind es Legionen geworden, die vom in Morgenstrahl bis zum Abend um die Zelte li Stellungen herumschwirren. Der Soldat tragt «I das grasgrüne Moskitonetz wie em Fechter w> Maske. Vor den Zelten blähen sich die weiten liißentüdjer; eigentlich gehören fie über den Schlaf- la.';,, aber da nutzen sie uns herzlich wenig. Dian ul schauen, die Schwärme schon am Eingang ab- if naen. Aber ganz kann sich keiner ihrer er- tlren. Ueberall bringen sie durch. Wo ein Tropfen tz fer verspritzt wird, wo ein Stuck Brot ge d)nit oi wird, wo der Soldat eine Konservenbuch e |hct - in dicken Wolken kommen sie soaleich (bei, um sich häuslich niederzulassen Kein Kraut I 8egen diese Plage gewachsen, und selbst feuchter ! incimHt in Brand gesteckt, hilft nur bedingt, die liifter zu vertreiben. So albt es "jemanden, von tei eral bis zum Schützen, der sichnichtstandm auf li genjagd befindet. Es ist eine Beschäftigung, bie n n ausgewachsenen Mann jedenfalls einige Elchen ausfüllen kann.
Dann und wann wird eine Einheit vorübergehend abgclüst. Sie wird herausgezogen. Sie kommt ans Meer Die Männer können baden. Allein das Meer ist salzig, es klebt, unb nicht immer ist es eine Freude, wenn mir auch schon glücklich sind, einmal ins kühle Wasser tauchen zu können. An einem Tage sichten wir einen Prahm. Es ist ein englisches Schiff, das nach Tobruk wollte und fid) verfranzt hat, nachdem unsere Stukas in und vor dem 5>afen von Tobruk gewirkt hatten. Die Männer, die endlich an Land anlegen, erzählen, daß ein Frachter und ein kleinerer Flakkreuzer australischen Ursprungs erwischt worden sind. Ein andermal werden Minen gesprengt, die am Strande antrieben. Der Rauchpilz steht groß über ber Küste. In Tobruk mag man wunder was meinen, was Da
Berlin, 21. Juli. (DNB.) Bei den Kämpfen im Osten fiel — wie NSK. meldet — an ber Spitze feiner Division ber ehemalige SA.- Oberführer Generalmajor L a n c e l l e. Er war 1885 geboren, trat 1905 als Seekadett In die Kaiserliche Marine ein, nahm, nachdem er zur Armee übergewechselt war, als Batterieführer, zuletzt als Regtmentssührer, am Weltkriea teil wobei er durch ganz besondere Tapferkeit seiner Truppe ein leuchtendes Vorbild und ein hervorragender Führer mar der durch den Orden Pour le nitrite unb andere hohe Orden des Weltkrieges ausgezeichnet wurde. 1919 nahm er an ben Freikorpskämpfen in Oberschlesien und in München teil. Schon 1922 trat er hi die NSDAP, ein und war in den Tagen des 9 November 1923 Führer sämtlicher Wehrverbande Mitteldeutschlands, seit 1.2. 1924 Führer im Frontbann, später in der SA. 1931 wurde er SA.-Ober. sichrer und später Referent In ber Obersten SA.- Führung. Nach der Machtübernahme erwarb er sich als Leiter der Reichsschule des NAD. hohe Verdienste um den Aufbau he« RAD. 1936 trat er wieder zur Wehrmacht über. Auch im jetzigen Kriege tand Generalmajor Laneelle von Anfang an wieder n vorderster Front. Sein Heldentod an der Spitze einer Division im Kampf gegen den alten bolschewistischen Feind ist symbolisch für sein national- osialistisches Leben. Partei unb Staat verlieren eine kämpjerisll-e PersönlichkM, deren Verdienste um den Ausbau und bie Sicherung des nationalsozialistischen Reiches unvergesfen bleiben werden.
erster Linie d u r ch d i e T e l e p h o n l e i t u n g e n, aber man kann mit bem Krad oberbe m ® e - (änberoagen schon einmal schnell zu ben nur wenige Kilometer entfernten Divisionen hin üb erbrausen, um fid) persönlich zu orientieren. Der Lärm des Artilleriekampsev Ist bei der Arbeit des Stabes ständig hörbar. Häufig erscheinen Offiziere ber Kampftruppen zur persönlichen Meldung im Gefechtsstand des Generalkommandos, unb null) Gelungene werden ast schon kurze Zeit nach dlttN Kamp e hier zur Vernehmung vorgesührt. Die Atmosphäre dieses Gefechtsstaiibes atmet bereite eine ausgesprochene Frontnähe.
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Den Divlsionsgesechtsstond treffen wir mitten im Umzug an. Der Divisionskommandeur befindet sich bei einem feiner Infanterieregimenter und wird seinen Stab erst auf dem neuen, von chm ernmünNid) befohlenen Gesechtsstand wieder an- reffen. Mit den letzten Fahrzeugen erreichen wir bei hereinbrechender Dunkelheit den neuen Dirn- ionsgefechtsstand, der nur aus einigen getarnt ausgestellten Wagen in einer Waldspitze besteht
Kommandeur und la arbeiten In einem als Befehlswagen eingerichteten Omnibus, die übrigen Re- erenten des Stabes schlagen fid) In der Nahe irgendeinen Tisch auf. In unmittelbarer Umgebung des Gefechtsstandes stehen einige Batterien in Feuerstellung. Wenn sie zu schießen beginnen, mutz ber la am Teleohon seine Stimme gewaltig steigern, um sich verständlich zu machen.
Dauernd kommen und gehen d i e K r a b m e l - d c r von den Regimentern und den übrigen unterteilten Truppen. Offiziere im Stahlhelm berichten unmittelbar unter den Eindrücken der Kampfe. Em Panzeralarm, der von einem der Regimenter plog- lich durch Funk gegeben wird, drinat auch den D - oislonvgefechtsstani sofort In Verteidigungsbereit, chast. Die Nacht wird erleuchtet durch den Brand einiger Dörfer, die beim Artilleriekampf dieses Tages in Flammen aufgegangen finb.
LK. Ein Offizier des A r m e e o b e r k o m man- : t os bekommt den Befehl, sich zu den vordersten r.ppen in einem Brückenkopf des Dunaabschn tts uegeben, um bestimmte, für die höhere Führung !h- wichtige Feststellungen über bie Feindlage zu :essen. Er soll aus dieser Fahrt mit allen für den lereffenben Abschnitt zuständigen Kommanbostöllen LDlung nehmen. Innerhalb weniger Stunden fuhrt her Auftrag vom AOK. über sämtliche dazwischen leientx? Gesechtsstä.rde zu den vordersten, unmMel t am Feind stehenden Truppen -- ein Inter iif:nter Längsschnitt durch den Fuh tu'» asmechanismus des Heeres unb ein i: ben Soldaten geradezu dramatische Steigerung ti gerischer Eindrücke, wie sie sich gerade die Oss jife höherer KommaiU>obehorden so häufig w
Mt dem zweiten Teil dieses Monats ist es .tras stiller vor Tobruk geworden. Ein |ho»cher englischer Panzervorstoh wurde ab- «Magen. Dann hielt man drinnen, bei ben Ein- «esc offenen, den Atem an, denn sie wußten, daß


