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umsetzte, ist Churchill heute fleischgewordener Aus« druck des Verfalls der einstmals schöpferischen Kraft der britischen Herrenrasse, jener Rasse, die nicht ohne Tatkraft und politisches Geschick, aber auch nicht ohne Brutalität und in jedem Falle mit echten Raubinstinkten die gigantische Aufgabe übernahm, die Welt nach ihrem Bilde zu formen.

Das ist erst einige hundert Jahre her eine winzige Zeitspanne für den sinnenden und ord­nenden Weltengeist. Aber in dieser Epoche vollzog sich eine der größten Revolutionen der Menschheits» geschichte: der Aufgang und die Vollendung des Maschinenzeitalters, eine ungeheure Ex­plosion, deren zurückgelassene Trümmer die Welt unter Führung des nationalsozialistischen Deutsch­lands erst heute mühsam zu ordnen sich anschickt. Man hat diesen Trümmern viele Namen gegeben. Man sprach vom Liberalismus und Individualis­mus, vom Kapitalismus und Marxismus. Als Tat­sache genommen bezeichneten diese Schlagworte nichts anderes als den Zustand einer aus jeder seelischen und volkhaften Gebundenheit entlassenen Welt, der es weder um die Bindung an eine in Jahr­tausenden gewachsene arteigene Kultur, noch um Ehre, Verantwortung, Leistung und verpflichtenden Dienst ging. In ihnen verwirklichte sich das im Ma­terialismus zusammengefaßte Streben nicht nach Be­sitz und Eigentum denn der formgeworüene Lebensstrom eines Volkes in seiner kulturellen und staatlichen Ausprägung ist nicht ohne Eigentum Denkbar! sondern das Streben nach Weltoeherr- schung und Unterdrückung durch die Macht geroor- bene Finanz kraft einer Klasse, also durch die Dikta­tur des Geloes, während auf der anderen Seite der Marxismus das gleiche materielle Machtstreben durch die Aufputschuiia oer Masse, durch die Weckung der niedrigsten Instinkte verfolgte.

Es würde zu weit führen, im einzelnen zu er­läutern, warum das Händleroolk der Engländer und die frühzeitig zursociety erstarrte Ordnung des Jnselreichs, das bewußt nur den Staat als Diener der individuellen Freiheit in diesem Falle also des kapitalistischen Imperialismus anerkannte, warum aerobe das Jnselreich die Ausprägung der Plutokratenkaste in ihrer nacktesten Form gestattete, während das agrarische Rußland mit seinen gewal­tigen, im Unbewußten dahinoegetierenden Volks­massen deren geschichtliche Entwicklung zur Za­renzeit etwa dort angekommen war, wo das Abend­land zur Zeit Karls des Großen stand! die bür­gerliche Epoche gleichsam übersprang und unter das marxistische Dogma Leninscher Provenienz gepreßt wurde. In beiden Fällen handelt es sich für uns um eine Wirklichkeit, die ihr bestimmendes Gepräge durch den Geist des Materialismus erhielt, den zu überwinden sich von Beginn des Maschinen­zeitalters an nur eine einzige Raffe und ein ein­ziges Volk anschickte: die preußische mit der kräftig­sten und lebensvollsten Staatsidee und das deutsche Bolt mit seinem unbeirrbaren Instinkt für wahre Worte. Der Deutsche hat niemals den typisch eng­lischen Gegensatz von vornehm-arm (Gentleman Arbeiter), sondern nur den von vornehm und ge­mein anerkannt. Sein Sozialismus beschränkte sich dort, wo er ungestört sich entwickeln konnte, nicht auf den Gegensatz zum Kapitalismus, sondern war die verpflichtende Tat innerhalb einer disziplinierten Gemeinschaft, in der Befehlen und Gehorchen, Auto­rität und Unterordnung Bezeichnungen waren, deren Wertskala die Stimme des eigenen Blutes bildete.

Um welchen Typ es sichpsychologisch gesehen bei dem Bolschewisten handelt, das Hal der Georgier Grigol R o b a k i d s e in seiner Studie über Stalin einmal unübertrefflich knapp in die Worte gekleidet: Wenn man aus dem Kopf eines Indianers das Gottfeuer reißt und ihm statt dessen den Intellekt einpflanzt, bekommt man einen bolschewistischen Typus. Ratio und Tiersinn: eine bessere Verschmel­zung für einen Revolutionär läßt sich nicht denken." Man könnte ergänzen: Nimmt man aus dem Kopf eines müden und dekadenten Nachfolgers einer alten, einstmals zu schöpferischer Leistung berufenen Rasse das Bewußtsein der Bindung an die Idee einer verpflichtenoen Gemeinschaft und überzüchtet dafür seinen Intellekt und sein Streben nach Macht durch die Materie des Geldes, dann erhält man einen Plutokraten.

Verfolgt man diesen Standpunkt aus dem Lauf der Geschichte und betrachtet aus diesem Blickwinkel das geheimnisvolle Weben des Weltengeistes, dann nimmt es nicht wunder, daß die Völker der Erde heute wie von einem bösen Traum erlöst auf Deutschland und seinen genialen Lenker blicken in der tiefinn^rften Ueberzeugung, daß mit dem Kampf gegen den Materialismus der Unterwelt bolsche­wistischer Prägung auch jenes letzte Bollwerk einer erstarrten und unheimlich blicklos für die Notwen­digkeit einer neuen, jungen und vor Vitalität ber­stenden Welt gewordene Kaste fällt, die, begün- ftiat durch die Jnsellage Englands, die ausgebrannte Schlacke längst überholter Ideen den Völkern als fruchtbare Erde aufschwatzen möchte. Die Welt, die sich nicht rettungslos an Den versinkenden Materia­lismus gebunden fühlt, anerkennt heute aber die ge­schichtliche Aufgabe des durch den NationalfoziaUs- mus zur höchsten schöpferischen Leistung gesteigerten deutschen Volkes, jener echten menschlichen Freiheit zum Durchbruch zu verhelfen, in der die Arbeit nicht in das materielle Verhältnis von Ausbeutern und Ausgebeuteten umgefälscht wird, sondern in der sich der Mensch als Träger einer neuen Gestalt begreift, die den Materialismus dadurch endgültig überwun­den hat, daß sie den Freiheitsanspruch in einen Arbeitsanspruch verwandelte und in diesem ein ver­pflichtendes Rangabzeichen sieht. Bs.

Oer Führer an vrofessor Heinkel.

Rostock, 21. Juli. <DNB.) Der Führer sandte an Professor Heinkel anläßlich seiner 30-jährigen Tätigkeit als Flugzeugkonstrukteur folgendes Tele- gramm: Führerhauptquartier, 21. Juli. Am heutigen Tage, an dem Sie auf eine 30jährige Arbeit als Flugzeugkonstrukteur zurückblicken ton­nen, gedenke i ch dankbar der großen Verdienste,- die Sie sich um die deutsche Luft­fahrt im Krieg und Frieden erworben haben und spreche Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche für weitere Erfolge aus. Adolf Hitler.

Marschall Kvalernik beim Führer.

"DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 21. Juli. Der Führer empfing Montag mittag in seinem Hauptquartier den zu einem kurzen Be­such in Deutschland weilenden stellvertreten- den kroatischen Staatsführer und Mini- fter für die Landesverteidigung, Marschall Koa- t e r n i t, und hatte mit ihm eine herzliche Unter- redung. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hatte Montag mittag den Marschall empfangen.

dere Weise das volle Vertrauen des ganzen Voltes nicht erwerben tann. Es gibt immer noch Männer auf gewissen Posten, die ihre Stellung nicht ihrer Energie und Leistung, sondern Parteigesichtspunkten verdanken."

©er italienische Bericht.

Rom, 21. Juli. (DNB.) Der italienische Wehr» machtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:

In der Nacht zum 21. 7. haben unsere Flugzeuge den Flughafen von M i k t a b a (Malta) bombar­diert.

In Nordafrika wurden an der Tobruk- Front Versuche feindlicher Abteilungen, sich den von unseren Truppen gehaltenen Stellungen zu nähern, glatt zurückgewiesen. Flugzeuge der Achse haben Batterien und befeftigte Stellungen von Tobruk bombardiert. Deutsche Jäger haben nördlich von Soll um einen starken feindlichen Jagdoer­band angegriffen und dreiCurttß P 40" abge- schossen. Britische Flugzeuge haben einen neuen Einflug auf Bengasi unternommen.

In Ostafrika lebhafte Artillerietätigkeit int Abschnitt von Uolcheftt. Im übrigen Abschnitt ist die Lage unverändert.

In der Nacht zum 21.7. haben feindliche Flug­zeuge Neapel bombardiert. Es gab 15 Tote, darunter fünf Milizsoldaten der Flakabwehr, sowie 24 Verwundete. Das Verhalten der Bevölkerung war ruhig und dtszipliniert.

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das Zeichen des Sieges.

In allen zu Großdeutschland stehenden Ländern Europas beherrscht jetzt ein Zeichen das öffentliche Leben. Es ist der BuchstabeV", der aus dem WortViktoria" stammt und nun als ein Symbol der Einheit jeden Europäer daran erinnern soll, daß nur die gesammelte Kraft des ganzen Kontinents dieses Ziel erreichen wird. Unser Bild links zeigt dasV" an den Lokomotiven auf einem Bahnhof in Prag. Rechts: Schaufenster in den Straßen Prags, die mit dem gleichenV" geschmückt sind. (Scherl-M.)

Der Film im geistigen Gesamigui Europas.

Ör. Goebbels vor der Internationalen Filmkammer.

Berlin, 21. Juli. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Thronsaal des Reichs­ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda die zur Tagung der Internationalen Filmkammer in Berlin versammelten Delegationen aus 17 Län­dern Europas. Dr. Goebbels behandelte in einer längeren Ansprache grundsätzliche Fragen der euro­päischen Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Films. Bisher habe Europa anderen Kontinenten gegenüber ein Bild völliger Atomisierung geboten; es fei deshalb auch in feiner Entwicklung weit hin­ter anderen Erdteilen zurückgeblieben. Nun werde auf dem' Gebiete des Films schon jetzt, während der Krieg noch die große allgemeingültige Entscheidung bringen solle, der Versuch der Bereinigung eines kleinen Teils dieser Fragen gemacht. Ohne Zwei­fel sei der Film mit das entscheidenste Mittel zur Beeinflussung der Meinung der Völker. Allein durch die Tatsache, daß er täglich Millionen Menschen anspreche, ergebe sich die Notwendigkeit, ihn in das öffentliche Leben sinngemäß einzuordnen. Inner­halb des kontinentalen Raumes müsse sich eine ein­heitliche Anschauung durchsetzen. Bisher habe fid) eine solche einheitliche Betrachtungsweise bezüglich des Films nur auf dem amerikanischen Kontinent durchgesetzt. Es Jet ein unwürdiger Zustand ge­wesen, daß bisher der Erdteil, der der wahrhaft kulturtragende sei, so stark auf die Filmeinfuhr aus einem Lande angewiesen war, das einen großen Teil seiner Kultur von Europa bezogen habe und kulturichöpferische Kräfte, die sich hier segensreich hätten auswirken sollen, in das Land der bisher größeren Möglichkeiten ausgewandert seien.

Deutschland stehe nun freilich auf dem Gebiete der Filmproduktion so unabhängig da, daß ihm diese Entwicklung gleichgültig sein könnte, wenn es nicht

ganz uneigennützig die europäischen Interessen über seine eigenen stellte. Zweifellos sei e$ ein großer Fortschritt, daß sich die europäischen Völker jetzt schon auf diesem Gebiet zu einer einheitlichen An­sicht im Grundsätzlichen zusammengefunden hätten. Auch das sei ein Zeichen dafür, daß die Völker be­gännen, sich im kontinentalen Denken zu bewegen. Vielleicht würden sich bald die berufenen Vertreter der Völker auf anderen Gebieten des öffentlichen Lebens ein Beispiel an der auf dem Gebiete des Films eingeleiteten europäischen Zusammenarbeit nehmen.

Dr. Goebbels entwarf bann das Bild eines großen europäischen Filmkongresses, auf dem sich nach dem Kriege in einer gewaltigen Demonstration euro­päisches Kulturbewußtsein werde manifestieren können. Dann werde der für jeden europäischen Kulturmenschen unerträgliche Zustand der Vergan­genheit angehören, daß sich die USA. jede Kränkung gerade der kleinen Länder Europas auf diesem Ge­biete erlauben könnten, weil der Kontinent mit der weitest- und tiefgreifendsten Kultur auf die Einfüh­rung amerikanischer Filmerzeugnisse bedingungslos angewiesen war. Deutschland liege nichts ferner als die Absicht, das Filmschaffen kleinerer Länder zu unterdrücken, selbst wolle es seinen Ehrgeiz darein- setzen, nicht so sehr in der Zahl wie in der Qualität der Filme zu glänzen; daneben bleibe mehr als genug Spielraum für alle anderen filmschaffenden Völker in Europa. Es seien alle Voraussetzungen für eine fruchtbare Zusammenarbeit gegeben. Aus der Internationalen Filmkammer aber könne eine bahn­brechende Organisation werden, die auf einem frei­lich zunächst klein erscheinenden Gebiet die Wege frei mache für eine moderne Zusammenarbeit der Völker Europas.

Ausgeputzie Fassade.

Von unserer Berliner Schristleitung.

Herr Churchill hat aus der Fassade seines Kabi­netts jetzt einige Figuren, deren Schönheit zwei­felhaft und deren Wert fragwürdig geworden war, auswechseln müssen. Der Schatten der Katastrophe, die über den bolschewistischen Bundesgenossen her. einzubrechen sich anschickt, hat sich anscheinend auch schon auf die englische Leinewand projiziert. Bei der Nervosität, die in London herrscht, haben Maß. nahmen, die die Moskauer Machthaber in diesen Tagen ergriffen haben, um nach ihrer Ansicht noch zu retten was möglich ist, nicht gerade ermunternd gewirkt. Man sagte sich auch in London ganz rich­tig, daß eine Armee, der man einen politischen Kommissar mit der Pistole ins Genick setzt, nicht mehr recht viel taugen kann und daß' ein Regime, das angesichts schwerster Niederlagen die Kom­mandogewalt in drei Teile aufspaltet und alle Doll- machten militärischer und politischer Art auf einen Mann, den bisherigen Generalsekretär der bolsche­wistischen Partei, überträft, in seinen Grundfesten erschüttert sein muß. Die Nachwirkungen dieser Schocks und die unglückliche Propaganda, die das Londoner Lügenministerium besonders in der An­gelegenheit des bolschewistischen Bundesgenossen be­trieben hat, haben es notwendig gemacht, Aen» berungen im britischen Kabinett vor» zunehmen, um Herr Churchill wiederum umso strah­lender als Phönix aus der Asche erstehen zu lassen.

Die Hauptfigur, die bei dieser Umbildung des englischen Kabinetts ausgebootet wurde, ist, wie schon berichtet wurde, der Propagandaminister Duff Cooper. Mit ihm ist ein schlechter Ver­treter einer schlechten Sache gefallen. Wir Deutsche haben an sich keinen Grund, uns über den Abgang Duff Coopers zu freuen. Für uns war seine Un­fähigkeit unendlich viel wert, und es ist nicht zu­viel gesagt gewesen, wenn von sachverständiger Seite seine Tätigkeit dahin charakterisiert worden ist, daßsie uns viel Geld, viel Propagandaarbeit und vielleicht sogar manche Division ersparte." Duff Cooper wollte ein Aesthet fein und schätzte sich vielleicht glücklich, hochnäsig über die Wirklichkeit hinwegschauen zu können. Volksfremd wie der ganze Mann, war seine Propaganda. Wenn er mm gescheitert ist und in Zukunft im Fernen Osten

Churchills neue Männer.

Vor einigen Wochen wurde von den überseeischen Gliedern des Empires die Forderung auf die Schaf­fung eines e ich s k a b i n e t t e s" erwogen. Churchill gelang es, um diese Anregung herumzu- fteuern, zweifellos, um sich nicht allzu sehr in die Karten sehen zu lassen. Umgekehrt schickt er nun Parlamentarier, die ihm in der Heimat nicht mehr gefährlich werden können, an poli­tische Brennpunkte, um nach außen hin sein altenglisches Ministerium als eine Art britischen Reichsministeriums erscheinen zu lassen. Der bis­herige Jnfon.iationsminister Duff Cooper, der for­mell die Sinekure eines Kanzlers des Herzogtums von ßancefter erhielt, wird Vertreter des Kriegs- fabinetts im Fernen Osten mit dem Sitz in Sin. gapur. Sein Auftrag entspricht für Den Fernen Osten dem, den Oliver L y 111 e t o n im mittleren Osten mit dem Sitz in Kairo bekommen hat. Die Ernennung Duff Coopers ist ein Zeichen für den Ernst, mit dem man in London die Haltung Japans beurteilt. Mit der Ernennung Dust Coopers zum Minister für den Fernen Osten befinden sich drei Mitglieder des Kriegskabinetts in Ueberfee. Der Botschafter in Washington, Lord Halifax, der Minister für den mittleren Osten, Oliver Litt­leton, in Kairo und jetzt Duff Cooper für den Fernen Osten in Singapur. Außerdem sind im Laufe dieses Krieges die Minister M c. Donald als Oberkommissar nach Kanada, der frühere Blockademinister Croß als Oberkommissar nach Australien und Sir Samuel Hoare als Botschaft ter nach Madrid gegangen. Die Tendenz, den Ein» fluß des Kriegskabinetts in die weiten Gebiete des Empires zu verteilen, hält demnach an.

Der Nachfolger Duff Coopers im Jnformattons- minifterium, Brendan Bracken, gilt als ein Mann von großem Einfluß hinter den Kulissen. Er ist der Herausgeber der City-ZeitschriftThe Banker", Vorsitzender des Austichtsrates der Tageszeitung der City,Financial News", und geschäftsführender Direktor der maßgebenden englischen Wochenschrift Economist". Er ist erst 40 Jahre alt und damit Englands jüngster Minister. Seine Jugend ver­brachte er in der australischen Stadt Sydney. Die Times" glaubt, daß Bracken die Befugnisse und die Kenntnisse für sein neues Amt besitze. Er habe Chur­chill lange nahegestanden. Das gebe ihm Autorität. Er kenne die Presse und sei selbst der Presse als ein Mann der Initiative bekannt.

Der neue parlamentarische Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amtes, Richard K. L a w, ist der .Sohn des früheren konservativen Ministerpräsiden­ten Bonar Law. Es war früher Journalist. In die­sem Krieg stand er zunächst als Offizier in Frank- reich und erregte ein gewisses Aufsehen, als er im Blatt der Arbeiterpartei,Daily Herald", Artikel veröffentlichte, in denen die Haltung der englischen Offiziere des Expedittonskorps in Frankreich einer

scharfen Kritik unterzogen wurde. In diesen Auf­ätzen kam bereits die Vorahnung der späteren Nie- ierlagen zum Ausdruck. Law war bisher Finanz- efretär des Kriegsministeriums. Dieses Amt erhält jetzt Churchills Schwiegersohn, Duncan Sandys, der kurz vor diesem Krieg einen Sturm im Unter­haus entfachte, als er als Abgeordneter Informa­tionen über mangelhafte englische Rüstungsbereit­schaft bekanntgab, die er nur als Reserveoffizier er­halten haben konnte. Es war damals offenes Ge­heimnis, daß Sandys von Churchill vorgeschickt war. Der Angriff galt dem damaligen Kriegs­minister dem Juden Hore-Belisha. Auch heute noch besteht zwischen Churchill und Hore-Bolisha tiefe Feindschaft.

Unterrichtsminister Ramsbotham wird Vor- itzender des Amtes für die Arbeitslosenhilfe. Einer eit langem vorgebrachten Forderung der Arbeiter­iartei ist dadurch Rechnung getragen worden, daß )er Labour-Abgeordnete Thur11 e zum Unter« taatsfetretär im Jnformationsministerium ernannt worden ist. Thurtle ist Schwiegersohn des verstor­benen Labourabgeordneten Landsbury, der wäh­rend des vorigen Weltkrieges und in den letzten Jahren zwischen den beiden Weltkriegen durch sei­nen Pazifismus bekannt wurde. Das neue Mitglied des Kronrats, Major Lloyd George, ist der Sohn des früheren Ministerpräsidenten. Harold Nichol­son, der neue Leiter der englischen Rundfunkgesell­schaft, ist Sohn eines in der Vorweltkriegszeit viel­genannten englischen Botschafters, der zu den Haupteinpeitschern der französisch-russisch-englischen Triple-Entente gehörte. Für den Mangel an Per­sönlichkeiten ist bezeichnend, daß der alte Lord Hankey, eine wichtige Hintergrundfigur des Weltkriegs-Englands, zum Generalschatzmeister ge­macht worden ist.

In London erwartet man, daß das Schicksal der Sowjetunion sich in Kürze entscheiden werde. Man rechnet damit, daß ein militärischer Zusammenbruch der Sowjetunion bezeichnende Folgen in allen Teilen der Welt haben werde. Aus dieser Stimmung heraus ist das Unbehagen zu erklären, mit dem die englische Presse die Teilumbildung der Regierung zur Kenntnis genommen hat. Gegen Ehurchill wird der Vorwurf erhoben, daß er weniger wichtige Um­besetzungen vorgenommen habe, um bedeutsamen Neuernennungen, die seine beherrschende Stellung beeinträchtigen könnten, aus dem Wege zu gehen. Die Stimmen, die für die Ernennung eines mit allen Machtvollkommenheiten ausgestatteten Mini­sters für die gesamte Kriegsindustrie laut werden, sind nicht zum Schweigen gebracht worden. Auch wird in verstärktem Maße das Verlangen nach einem Minister für die zivile Verteidigung geäußert. News Eronide" sagt:Der Krieg geht weiter, während wir immer noch auf eine durchgreifende Rekonstruktion der Regierung warten, die auf an-

Heldenhafter Kampf in Ostafrika.

Rom, 21. Juli. (DNB.) Die italienischen Trup­pen in Ostafrika halten sich in den letzten Tagen gegen verstärkte Angriffe der weit­aus überlegenen britischen Kräfte mit bewundernswerter Ausdauer. Obgleich die italieni­schen Soldaten von allem Nachschub abge­schnitten finb,. so daß kein abgefeuertes Geschoß mehr ersetzt werden kann, beschränken sich die Ver­teidiger von Uolcheftt nicht nur auf die Abwehr, sondern fanden am 18. und 19. Juli auch Kraft ge­nug, erfolgreiche Gegenstöße bis in die Stellungen der britischen Belagerer zu untemeh« men. Tägliche schwere Feuerüberfälle durch britische Artillerie und fortgesetzte Luftangriffe auf die ita­lienischen Truppen, denen Eingeborenen-Einheiten treu und tapfer zur Seite stehen, vermögen zwar Hütten und Häuser zu zerstören, nicht aber den Geist der italienischen Soldaten. So binden diese Helden in Ostafrika starke britische Kräfte und brin­gen ihnen seit Monaten schwere Verluste an Men­schen und Material bei.

Italienische Freiwillige.

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fo.

Den italienischen Freiwilligen, die sich gemeldet haben, um Seite an Seite mit den deutschen Waffen­brüdern gegen die Sowjets zu kämpfen, wurden auf ihrer Durchreise in Wien Blumengrüße aus zarter Hand überreicht. (Atlantic-M.)