Ausgabe 
21.1.1941
 
Einzelbild herunterladen

Das Leistungsprinzip im Leben der Völker

Hans-Gerrit von Stockhausen wurde 1907 zu Kassel als Sohn eines Majors geboren. 1926 trat er in die Kriegsmarine ein. Nach einer Weltreise auf dem KreuzerEmden" als Seekadett wurde er 1930 Offizier. Als Leutnant zur See fuhr Stock« hausen zunächst als Wachoffizier auf kleinen Fahr» zeugen und wurde dann Vermessungsspezialist. 1935 kam er zur Unterseebootswaffe.

aus, fordert aber für alle, die Gleichheit der Aut- U di7 Verew^unq des" *ZZS "OZ^lismus der Leistung, versprechen sind Betrug an den Völkern, die ihm

der allen ote glerche Chance grbt, gfret nur dem vertrauen. Bedenkenlos hat sie England dem

Oer Focke-Wulf-Kurier".

Großes Interesse in Italien für die neue deutsche Kampfmaschine.

Rom, 20.Jan. (DNB.) Das Auftauchen de, F o ck e» W u l fKurier" ist in Italien mit leb­haftem Interesse begrüßt worden, sieht man doch in italienischen Fliegerkreisen in dem neuen deut« schen Flugzeug die ideale Kampfmaschine, die nicht nur ungemein schnell ist, sondern gleich« zeitig über einen großen Aktionsradius und stärkst, Bewaffnung verfügt und auch mit gutem Recht als eine fliegende Festung angesprochen werden kann. Die römische Presse widmet dem neuen viermotori« gen Giganten der Luft ihre besondere Aufmerksam« Feit und kündigt seine Indienststellung in großer Aufmachung an. Die serienmäßige Herstellung des Focke-WulfKurier" mache die deutsche Ueberlegen« heit in der Luft für England noch gefährlicher, da nunmehr auch die entferntesten Gegenden der britischen Insel vor deutschen Bombardements nicht mehr sicher seien, denn der neueTodeskurier" sei ein Flugzeug, das auf Grund besonderer technischer Neuerungen von der Witterung und vor allem den Einwirkungen der Kälte so gut wie unabhängig ist und durch seine ersten imposanten Erfolge gegen große Frachtdampfer im Atlantik bereits eine außerordentliche Gefährlichkeit bewies. Auf Grund der serienmäßigen Produktion dürfe man auch als­bald den neuen vortrefflichen Typ, der aus dem Condor" entwickelt wurde, über dem Mittelmeer auftauchen sehen. Jeder neue Monat bringe immer weitere Fortschritte. Jeder Monat bringe nicht wie­dergutzumachende Verluste für das englische Kriegs­potential mit sich.

Das Ritterkreuz für Korvettenkapitän von Stockhausen.

Berlin. 20. Jan. (DJIB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz an Korvetten­kapitän von S t o ck h a u fe n. Als Kommandant eines Unterseebootes hat er während nur weniger Feindunkernehmungen 15 Schiffe mit ins­gesamt 1 01 5 3 0 BEI. versenkt. Diese glänzende Leistung, die in unermüdlicher Zähigkeit zum Teil trotz stärkster feindlicher Gegenwehr er­zielt worden ist, ist dem großen Können und der beispielgebenden Linsahfreudigkeit des Korvetten» kapitäns von Stockhaufen zu verdanken.

Oke deutsche Lustwaffe im polnischen Krieg

Rur kriegswichtige Ziele bombardiert. Zwei Dokumente aus den Geheim­akten des französischen Generalstabes.

Tüchtigen ben Erfolg, stellt die einzig mögliche Har­monie der sozialen Interessen unter ungleichen Men« schen her, die es gibt. Und er ist zugleich die sinn» vollste und höchste Form des sozialen Lebens über­haupt, weil aus ihr die Nation immer wieder die Kräfte zu neuer Blüte entwickeln kann."

Bevor Dr. Dietrich dazu überging, die Brauchbar- kett dieser Idee für das Zusammenleben der Völker darzulegen, flocht er einige Bemerkungen über die Wirtschaft ein.Wir haben erkannt", so sagte Dr. Dietrich, ,daß das Geld in der Wirtschaft kein Wert an sich ist, sondern nur tine Funktion ist, und daß die Bindung an das Gold zwar in einer früheren primitiveren Wirtschaftswoche für die Austauschfunktion des Geldes zweckmäßig war, sich aber in einer modernen fortschrittlichen Wirt­schaftsepoche für die funktionelle Aufgabe des Geldes als unzweckmäßig, ja als schädlich und verhängnis­voll erwiesen hat. Dieses rudimentären Ueberrestes einer längst überholten Wirtschaftsepoche hat sich die jüdische Plutokratie bemächtigt, um in ihm ihre Herrschaft zu verankern. Sie erhält durch den Gold- wahn die Vorstellung aufrecht, daß das Geld nicht Mittel zum Zweck, sondern Selbstzweck sei und er­stickt mit verbrecherischem Egoismus den wirtschaft­lichen Fortschritt der Völker. Der Nationalsozialis­mus hat erkannt, daß das beste Fundament jeder Währung das Vertrauen zur Führung des Staates und in die produktiven Kräfte der Nation ist." Das Gold fei im modernen Wirtschaftsleben nicht nur der Faktor ohne Leistung, sondern geradezu der Hemmschuh ihrer Entfaltung geworden. Es sei der Gegenspieler des Leistungsprinzips, das den wirtschaftlichen Fortschritt und die soziale Entwick­lung der Völker vorwärts trag«.

Der Leistungsgedanke sei auch im Zu­sammenleben der europäischen Völker das tragende Ordnungsprinzip von zukunftweisender Bedeutung. Die Anerkennung des Leistungsprinzips sei im Leben der Nationen ein dynamisch ordnendes, wahrhaft schöpferisches Regulativ, ein Prinzip, das an Stelle der Gewalt den friedlichen Wettstreit der Völker zu setzen vermochte, weil es allen die gleich enBedingungen, d. h. allen Natio­nen die gleichen Möglichkeiten gebe, an den Schätzen her Erde teilzuhaben, um sie nach Maßgabe ihrer Fäkigkeiten und Leistungen nutzbar zu machen. Es sollten nichf nur wenige Völker, die sich durch Ge­walt in den Besitz des größten Teiles der Schätze der Erde gesetzt hätten, ihren Anteil an den Ent-

Geistige Grundlagen -es neuen Europas".

Reichspreffechef Or. Dietrich spricht in einer Festsitzung der Deutschen Akademie in Prag

samung der Truppenkolonnen auf dem Rückzug und derer, die für die Front bestimmt sind- durch die sehr schnelle und manchmal sehr Doüftänbige Zerstörung (Fabriken!) der Luftwaffe, durch die Zerstörung der Verbindungsstraßen, die sehr ernst ist, und durch die noch ernstere Zerstörung der Ver­bindungen selbst. Die Furcht, die sie den Stäben ein­geflößt hat, hat diese veranlaßt, sich zu zerstreuen und zu verbergen und ihren Aufenthaltsort sowie ihre Verlegung geheimzuhalten, so daß sie oft für eine gewisse Zeit jede Verbindung miteinander ver­loren haben. Deutschlands Ueberlegenheit zur Luft ist vielleicht die erste und wichtigste Ursache der polnischen Niederlage, denn sie hat das Oberfom« mando und die Verkehrsadern des mobilisierten Landes fast ausgeschaltet. Ich muh aussprechen, daß die deutsche Luftwaffe nach den Krieg sge» setzen gehandelt hat; sie hat nur militä­rische Ziele angegriffen, und wenn oft Zivilpersonen getötet ober verwundet worden sind, so deswegen, weil sie sich neben militärischen Zie­len befanden. Es ist wichtig, daß man das in Frankreich und England erfährt, damit keine Re­pressalien unternommen werden, wo kein Anlaß zu Repressalien ist und damit nicht von uns aus ein totaler Luftkrieg entfesselt wird.

Auszug aus dem Bericht des Schwadronchefs Ehoify.

Die deutsche Luftwaffe, die sich vom ersten Tage des Kampfes an die unbedingte Beherrschung des Luftraumes errungen hatte und von der gegnerischen Flak in keiner Weise behindert wurde, machte den Eindruck, als führe sie vom 1. bis 10. September den Kampf im Rücken des Fein­des nach einem Programm, das ihr ein genau un­terrichtetes Oberkommando vorgeschrieben hatte. Da sie ihre Aufträge in voller Sicherheit ausführen konnte und von einem außergewöhnlich schönen Wetter begünstigt wurde, hatte sie die Möglichkeit, sich ihre Ziele zu merken (vorherige Erkundungen oder photographische Aufnahmen) und sie mit einer Präzision und einer Ruhe zu bombardieren w i e bei einer Hebung in Friedenszeiten. Daraus erklärt es sich, daß die Z i v i l b e v ö l k e» r u n g und auch die Ortschaften selbst verhältnis­mäßig verschont geblieben sind. Nächtliche Bom­benangriffe haben nicht stattgefunden. Die Bombar­dierung von Warschau ist ein bezeichnendes Beispiel dafür. Die einzigen Ziele, auf die direkt gezielt wor­den ist, waren die Bahnhöfe, die Flugplätze, das Große Hauptquartier und die Weichselbrücken. Alles in allem ist zu schlußfolgern, daß die deutsche Luft­waffe vom 1. bis 10. September 1939 auch im Rük- ken der polnischen Front bei ihrer Kriegführung nur die Zerstörung Militär ischerZiele im Auge gehabt hat. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, daß sie diesen Auftrag nur deshalb durch möglichste Schonung der Zivilbevölkerung erfüllenI konnte, weil sie im Besitz so zuverlässiger Nachrichten war, weil sie in solcher Sicherheit operieren konnte und weil die außergewöhnlichen atmosphärischen Verhältnisse ihr zu Hilfe kamen.

Wicklungsmöglichkeiten dieser Welt haben, sondern alle nach Maßgabe ihrer Leistung. Die Anerken­nung des Leistungsprinzips stellt die natürliche Bindung an eine gemeinsame Ordnung dar, in der Freiheit und Verpflichtung nebeneinander bestehen können. Es ist die Idee einer rassisch gegliederten ober organisch gebundenen Ordnung der Völker. Sie, ist aus einer neuen Synthese des Geistes zweier großer Kulturnajionen des Kontinents ge­boren worden, um' (Europa zu neuem Glauben, zu neuer Entwicklung und zu neuem Fortschritt auf­zurufen. Die Revolution unserer Zeit entthront den Individualismus als falsche Grundlage des Den­kens und entdeckt die Menschenrechte des Volkes, die eine neue Epoche in der Entwicklung Europas und der Ordnung seines Lebens begründen Das einzige Ordnungsvrinzip, das England Europa ge­schenkt hat, war das Prinzip des Gleichgewichts der europäischen Kräfte, der Kampf aller gegen alle, der permanente Aufreiz zur Selbstzerflei­schung der Festlandmächte. Es ließ den Krieg hfl Trieben zum Dauerzustand des Kontinents werden» um ihn nach Bedarf zum blutigen Inferno zu ent­fachen. Englands Beiträge für Europa waren von jeher der Hemmschuh für jede organische Ordnung seiner Völker. Die Essenz seiner Völkerbundspolitik

mit der Gewalt ihrer Waffen dem Rad der Ent- Wicklung in die Speichen zu greifen, deshalb glaubt diese verhinderte Inquisition, uns durch eine Welt­koalition des Haffes niederringen zu können.

Dr. Dietrich gab in feinen weiteren Ausführun­gen die aus den Erkenntnissen unserer Zeit er­wachsende Lösung des F r ei h e i t s v r o b l e m s : Der Mensch handelt nur dann in Wahrheit frei, wenn er dem Wesen der Gemeinschaft gemäß han­delt, der er angehört." Daraus werde klar, warum Freiheit nur schöpferische Freiheit sein könne, und warum nur dem für die Gemeinschaft schöpferischen Menschen diese Freiheit zukomme. Die Französische Revolution schrieb zwar das WortFreiheit" auf ihre Fahnen, aber in Wirklichkeit habe sie die Frei­heit in der Zügellosigkeit des Individualismus er­stickt. Was übrig blieb, fei nur eine Paraphrase des Wortes, deren sich die Plutokraten bemächtigt hätten, um unter der Fahne der Freiheit die Fes­seln der Knechtschaft zu verewigen. Unsere Revolu­tion habe nicht die Freiheit vernichtet, sondern die. Freiheit des Liberalismus der Phrase ent­kleidet und erst den wahren Inhalt der Freiheit ^ur Geltung gebracht. Wahre Freiheit gebe es nur in einer höheren Gebundenheit. Das gelte nicht nur für das Leben des einzelnen, sondern auch für das Leben der Völker untereinander. Auch der

heit betrieben, einer Freiheit, vor der ich ihnen bat- gelegt habe, was sie in Wirklichkeit ist.

Wer den nationalsozialistischen Staatsgedanken in feiner innersten Struktur und feiner praktischen Funktion betrachtet, muß in ihm die modern st e Volksherrschaft der Geschichte erkennen. Er stellt dem anonymen Prinzip einer entarteten Demokratie das Verantwortungs- und Führerprin» ziv des echten Volksstaates entgegen. Wenn die Messiasse der Demokratie und die Plutokraten heute voll Verachtung von den Diktaturen sprechen,, bann verbirgt sich hinter diesem geistigen Hochmut nur der Makel der Unwiffenden, der Inbegriff einer Heuchelei, die nichts mehr fürchtet als die Erkennt­nis der Wahrheit durch das Erwachen der Völker.

Und noch eine letzte große Problematik gilt es zu löfen, wenn wir die geistigen Grundlagen einer neuen europäischen Ordnung vor unseren Augen freilegen wollen. Die Französische Revolution prägte das Wort von derGleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt." Diese Idee der Gleichheit ist die Wurzel, aus bereiter soziale Gedanke des 19. Jahrhunderts erwachsen ist. Aus dieser falschen Voraussetzuna ist aber auch jene fast tragisch zu nen­nende Begriffsverwirrung entstanden, mit der das Problem des Sozialismus so lange behaftet war. Don Natur aus sind nämlich die Menschen nicht gleich, sondern ungleich. Es gibt Fähige und weniger Fähige, Tüchtige und weniger Tüchtige, Könner und Nichtskönner. Das Problem also, das der Sozialismus zu lösen hat, ist nicht das, die Harmonie der Interessen unter Gleichen, sondern bie Harmonie der Interessen unter Ungleichen herzustellen. Nur ein Prinzip, das biese Lösung zu geben vermag, kann Anspruch dar- auf erheben, eine mit der natürlichen Entwicklung in Einklang stehende, fruchtbare Ordnung mensch­lichen Zusammenlebens zu bieten.

Der Nationalsozialismus geht von der natür­lichen Ungleichheit der einzelnen Menschen

Berlin, 20. Jan. (DNB.) In La Charit6 sind seinerzeit die Geheimakten des französischen Gene­ralstabes in deutsche Hand gefallen, die vom Aus­wärtigen Amt gesichtet und bearbeitet werden. Nach­stehend veröffentlicht das Auswärtige Amt zwei weitere Dokumente, welche bie deutsche ßuft- kriegführung in Polen betreffen. Es han­delt sich um Auszüge aus einer Denkschrift des französischen Luftattachös General Arrnengaud und aus einem Bericht des Schwadronschefs Ehoify, Mitglied der französischen Militärmis­sion in Polen. Beide stellen übereinstimmend fest, daß die deutsche Luftwaffe nur kriegswich­tige Ziele bombardiert und die polnische Zivilbevölkerung geschont hat, während die Englän­der vom ersten Tage an ihre ohnmächtige Wut an Kirchen und Krankenhäusern, an Frauen und Kin­dern ausgelassen haben. Erst nach immer wieder­holten, aber vergeblichen Warnungen und nach monatelangem Warten hat die deutsche Luftwaffe zum Gegenschlag gegen die Verbrechen der Royal Air Force ausgeholt und übt nun mit immer stär­kerer Wucht das unverwirkbare Recht der Vergel- ' tung aus.

Auszug aus dem Bericht des Generals Armengaud.

B u t a r e ft, bpn 14. September.

Die Sage bei meiner Abreise aus Polen am 9.10. und 11. September war außerordentlich verworren.

Freiheit und Souveränität der Völker nach außen seien Grenzen gesetzt, die durch räumliche Gegeben­heiten und gesunde organische Ordnungsprinzipien bestimmt würden.

Dr. Dietrich ging hier insbesondere auf die billige und plumpe Unterstellung unserer Gegner ein, De utschland wolle die Welt erobern. Derartige Behauptungen" so erklärte Dr. Diet­rich hierzusind überhaupt nur deshalb mög­lich, weil es Völker gibt, die leichtgläubig sind wie Kinder. Seit zehn Jahren arbeite ich an der Seite des Führers. Ich glaube, wenn er beabsichtigte, die Welt zu erobern, dann müßte ich schon einmal etwas davon gehört haben. Solche durchsichtigen und lächerlichen Behauptungen sind nicht nur un- oerein bar mit der Idee und der Grundhal­tung des Nationalsozialismus, sondern sind ihr ge­radezu entgegengesetzt. Das politische Grund­element des Nationalsozialismus ist der o o l k s politifche Staatsgedanke. Er erstrebt nicht imperialistische Eroberung, sondern innere Sammlung und volklichs Konzentra» Hon. Dafür ist die vom Nationalsozialismus so einzigartig gewaltige Rückwanderungsbewegung des deutschen Volkstums, die Rückwanderung des deut­schen Blutes in das Mutterland, der eindeutige Be­weis.

Der volkspolitische Staatsgedanke ist nicht auf eine kräftezersplitternde Expansion nach außen, son­dern auf den inneren rationellen Ausbau und die Sicherung der völkischen Lebensarundlage gerichtet. Er hat die Idee zur Geltung gebracht, daß die Be­ziehungen der Staaten zueinarcher dauerhafter her- gestellt werden können, wenn das Gesicht der Natio­nen klar und geschlossen, wenn die Führung verant- wörtlich und autoritär im Volke wurzelt. Die Le- bensordnung unseres Reiches ift von innerer volks- politischer Geschlossenheit und klarer äußerer Linien­führung. Idee und Dnnamik des Nationalsozialis­mus sind völlig auf den Frieden gerichtet, wenn die unerläßliche Lebensgrundlage und Lebenssiche- rung unseres 90-Millivnenvvlkes im Herzen Euro- pas gegeben ift Das nationalsozialistische Deutsch­land ist in den Kampf gezwungen worden, weil die auf Imperialismus und Weltbeherrfchung ge­richteten Lebensprinzipien . des Angelfachsentums diese einfachsten Voraussetzungen für unser zu fried« licher Entwicklung tendierendes Volk nicht aner- kennen wollen. Deshalb haben sie uns den Krieg erklärt. Es ist der Krieg der von England geführ­ten destruktiven Gewalt gegen die konstruktive Ord- nung im Leben der Völker. Daß das nationalsozia­listische Deutschland sich in diesem ihm aufgezwun- genen Krieg stärker erweist als seine Angreifer, ist kein Beweis für die Gewalttätigkeit seines Prin­zips, sondern nur für die feiner Ordnungsidee inne» wohnende Kraft!

Sie sagen:Wir kämpfen für bie demokra­tische Art, zu leben, wir kämpfen für die Freiheit, unser Leben zu leben, wie wir wollen." Der Nationalsoziälismus beabsichtigt gar nicht, sie daran zu hindern. Er ist der Meinung, daß jedes Volk im Innern fein Leben nach seiner Fasson leben soll. Das Verbrechen gegen bie Freiheit, dessen sie uns hier bezichtigen, begehen sie in Wirklichkeit selbst. Nirgendwo, in keinem Lande der Welt, gibt es eine größere und wider- kichere Unduldsamkeit gegen die Lebensart anderer als in den angelsächsischen Ländern. Diese Unduld- famkeit aber wird heuchlerifch im Namen der Frei«

mieteten Dutzende oon, Schlafwagen, die auf den Washingtoner Bahnhöfen für Uebernachtungszwecke bereitstehen. Die Erwartungen aller richten sich vor- nehmlich auf die kurze Ansprache, die der Präsident von der Sondertribüne vor dem Kongreßgeväude hatten wird, nachdem er zum dritten Mal den Eid auf die Verfassung geleistet hat.

Eine Warnung,' seine Machtgelüste nicht zu über­spitzen, richten einige nordamerikanische Zeitungen an Roosevelt anläßlich seiner Amtseinführung in die dritte Amtsperiode,New Port Herald Tribüne" weift darauf hm, daß die Opposition gegen die Land-Lease-Vorlage, die die Erwei­terung der Vollmachten Roosevelts enchält, im Kon­greß wie aber auch in den ganzen Vereinigten Staaten wachse.New Pork Times" weift darauf hin, daß kein Präsident der Vereinigten Staaten je­mals zuvor eine solche Macht ausgeübt habe, wie sie Roosevelt zu übernehmen wünsche.

LlSA.-Etühpuntte auch auf den Galapagos-Inseln?

N e u y o r k, 20. Jan. (Europapreß.) lieber bie Abtretung von militärischen Stützpunkten auf den

Galapagos-Jnseln im Stillen Ozean, die Ecuador gehören, soll nach einer Meldung derNew Dort Herold Tribüne" ein Vertrag zwischen den Ver­einigten Staaten und Ecuador abgeschlossen worden fein. Die Vereinigten Staaten würden als Gegen­leistung bei den zwischen Ecuador und Peru be­stehenden Grenzstreittgkeiten vermitteln.

Das neue japanische Wahlgesetz.

Tokio, 20. Jan. (DNB.) Das neue Wahlgesetz wurde vom Kabinett mit folgenden Haupt- puntt^n angenommen: Statt bisher 466 Abgeordnete gibt es in Zukunft nur noch 400 Ab­geordnete. Jede Provinz bildet einen Wahlkreis mit Ausnahme der Großprovinzen, die in zwei bis vier Wahlkreise auf geteilt wurden. Das Wahlrecht wird auf Familienhäupter über 25 Jahre beschränkt. Die bisherigen parlamentarischen Vizeminister wer­den durch parlamentarische Beiräte ersetzt. Als Reichstagskandidaten werden nur diejenigen zuge­lassen, die innerhalb ihres Wahlkreises von mehr als 30 Personen dem Wahlvorftand vorgeschlagsn werden.

Das Oberkommando, bas über keinerlei Luftbeobach­tung verfügte und mit feinen in der Kampflinie stehenden Armeen nur sehr schlecht ober gar keine Draht- und Funkverbindung hatte, hatte keinerlei genaue Nachrichten über bie Bewegungen bes Fein­des und schien mir auch über die Lage seiner eige­nen Truppen nur sehr unvollständig Bescheid zu wissen. Die deutsche Luftwaffe hat von An­fang an, auch um den Preis schwerer Verluste, un» gefähr so gearbeitet wie 1914/15 bei uns, als es noch keine Jagdflieger und kaum Flakartillerie gab: Ihre Aufklärungsflüge fliegt sie in 1800 bis 2000 Meter Hohe; ebenso ihre horizontalen Bombardie- rungsflüge. Bei den ©turaflugangriffen stoßt sie tief herunter; fie arbeitet w i e auf dem Schießplatz. Daher sitzen ihre Bomben auch sehr genau. S i e zielt und oft mit Erfolg auf Fabriken, Stützpunkte und Flugplätze, Bahnhöfe und andere technische Bauten, sogar auf die kleinen Brücken über Eisenbahnen und Straßen, auf Fern­sprechzentralen und Befehlsstellen; oft benutzt sie sehr großkalibrige Bomben. Aber trotz der Möglich­keiten, die sich ihr bieten, gelingt es ihr im allge­meinen nicht, die Brücken zu treffen. Diese Tätig­keit der deutschen Luftwaffe hat, wie ich es schon in meinem Bericht vom 31. August vorausgesagt habe, einen sehr erheblichen Einfluß auf den Verlauf der Operationen gehabt, und zwar auf vielfache Weise: Durch die erzwungene Verlang-

Prag, 20. Jan. (DNB.) Aus der von der Deut« /chenAkademie in Prag veranstalteten Festsitzung sprach auf Einladung des Präsidenten der Akade­mie, Ministerpräsident Siebert, der Reichspressechef Reichsleiter Dr. Dietrich über das ThemaGei­stige Grundlagen des neuen Europas". Dr. Dietrich gab einleitend kurz eine Begründung seines Vor­trages. Der Kampf, der heute auf den Schlacht­feldern und Meeren mit derultima ratio der Völker, mit der Gewalt der Waffen ausgefochten werde, sei, so erklärte er, in seinem tiefften Grunde ein Kampf zweier Weltanschauungen. Hinter den Armeen und Geschwadern aus Eisen und Stahl und mit ihnen spiele sich ein Welt­kampf her (Bei ft er ab, in dem eine neue, aus den zwei größten Kulturvölkern des europäischen Kontinents geborene Idee menschlichen Zusammen­lebens mit den geistigen Mächten der Vergangen­heit um ihre Freiheit und Zukunft ringe.

Cs gebe Völker, die diese tieferen Zusammen­hänge begriffen und sie als das Wirken schöpfe­rischer Kräfte in der Entwicklung der Menschheit erkannt hätten. Und es gebe andere Nationen, deren herrschende Schichten in der saturierten Selbstgefälligkeit ihrer begrenzten Anschauungen, in der Verkalkung ihrer Begriffe und in der hori­zontalen Erstarrung ihres Denkens ihre Völker blind gemacht hätten für jede geistige Perspektive im Ablauf der Ereignisse, die außerhalb ihrer eigenen Begrenztheit liege. Sie hielten sich selbst für das letzte Ziel des Fortschritts und ihre Demo­kratie für das Ende der menschlichen Entwicklung. Deshalb beschimpften sie, was sie nicht verständen und deshalb bespuckten sie, was sie nicht begreifen konnten. Da sie militärisch den Krieg nicht gewin­nen konnten, hätte sie einen moralischen Krieg gegen die Achsenmächte entfesselt. Und in dem Maße, in dem ihre Hungerblockade zerbrochen sei, versuchten sie, Deutschland und Italien mit einer Haßblockade zu umgeben.

Der Reichspressechef legte sodann die neuen 3oeen dar, die der deutsche Geist im Zeitalter des Nationalsozialismus hervorgebracht hat, und stellte sie ein in die großen geistigen Zusammenhänge, die Schicksal und Zusammenleben der europäischen Volker bestimmen. Der Wille zur Ordnung, das Streben zu höherer, fortschreitender Entwick­lung sei das moralische Gesetz, derhöhere Befehl" im Leben der Völker. Um ihn zu vollziehen, seien den Menschen zwei letzte schöpferische Kräfte gege- den: Idee und Persönlichkeit. Die geistes­geschichtliche Tat, die heute vollbracht werde, bestehe darin, daß sie das individualistische Denken, das Jahrhunderte unserer Entwicklung beherrscht habe, entthront und durch das g e m e i n s ch a f t s be­wußte Denken ersetzt habe, das unserem Leben ganz neue Grundlagen und ungeheuere Aus­wirkungsmöglichkeiten erschließe. Heute entdecken wir, daß die Welt sich nicht um das Individuum dreht, sondern um die Gemeinschaft, das Volk, von dessen Schicksal der einzelne getragen wird. Und wieder erheben wie damals die Mächte des Rückschritts, die Reaktionäre der plutokratischen Welt ihr Haupt, um den Fortschritt im Leben der Nationen zu unterdrücken und die Fackel des Geistes im Blute der Völker zu ersticken. Wieder finden sich die dunklen Kräfte einer überlebten Zeit, die Nutz­nießer menschlicher Rückständigkeit zusammen, um die Scheiterhaufen geistiger Intoleranz für die Kämpfer des Fortschritts zu errichten. Aber diesmal besitzen die Träger der neuen Ideen nicht nur das Recht, sondern Gott fei dank auch die Macht, ihren Verderbern entgegenzutreten und sie selber zu Boden zu schmettern. Und well sie nicht stark genug ift,