SJ.-fpori
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kreise
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Kleinen
ist das Tor-
(Nachdruck verboten.)
18. Fortsetzung.
raten.
(Fortsetzung folgt.)
Puddingpulver
Reese-Gesellschaft, Hameln
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Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
Grüningen MW. Gießen Heuchelheim Lang-Göns
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MW. Gießen Lang-Göns Holzheim Grüningen Watzenborn-Steinberg
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Grüningen und Gießen besitzen bei die meisten Aussichten. Beachtenswert , verhälwis von Grüningen. Heuchelheim war kör- perlich im Nachteil und hielt sich dadurch recht tapfer. Bei Lang-Göns ging noch nicht alles nach Wunsch. Es bedarf schon großer Anstregung, um vom Ende wegzukommen.
Explosion inRaumS
Roman von H.C. Hansen
Copyright by Prometheue-Verkig Dr.Elchadcer, Gröbenzell b.MOndien
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Handball.
Arelsklasfe.
Die für den kommenden Sonntag angesetzten Punktspiele werden auf einen späteren Termin verschoben.
Vorrunden Tabelle der HI.
Gew. Verl. Unentsch. Pkte.
AmtstrSgern für die bisher gekeistete ArbeN tn» gedachte hierbei insbesondere der aufopferungg. vollen Arbeit der Frauen und ihres erfolgreichen Einsatzes.
Gießener Vochenmarktpreife.
* Gießen, 20. Dez. Auf dem heutigen Wochen, markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Rosenkohl 30 bis 35, Schwarzwurzeln 30, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, ‘/io 10, Rettich das Stück 8 bis 10 Rpf.
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neuen Jahres erfahrungsgemäß sogar mit einem größeren Anfall von Milch gerechnet werden kann, so daß zweifellos auch die Milchverkaufskontin- gente in ausreichendem Maße sichergestellt werden können.
KabWtt - vergeßt nicht abzuwinlen!
Der Ehef der Ordnungspolizei teilt mit: Zahlreiche Unfälle im Swaßenverkehr haben sich in letzter Zeit dadurch ergeben, daß Radfahrer beim Verlassen ihrer bisherigen Fahrtrichtung nicht abwinken. Auch bei herabgesetztem Kraftfahrzeugverkehr ist die Abgabe von Fahrtrichtungszeichen unerläßlich. Die Zeichen müssen durch deutlich sichtbares Armausstrecken gegeben werden, sowest nicht mechanische Fahrtrichtungsanzeiger benutzt werden. Radfahrer, denkt immer an diese Pflicht, deren Erfüllung euch und andere vor Schaden bewahrt!
Arbeitstagung des RLB.
In Marburg fand eine Arbeitstagung der Ortsgruppenführer und Stabsmitglieder der Bezirks- gruppe Oberhessen des Reichsluftschutzbundes statt. Nach einem einleitenden Referat des Bezirksgruppenführers, Stabsluftschutzführer Sckuchhardt, der die Tagung leitete, berichteten die Ortsgruppenführer eingehend über die im vergangenen Halbjahr geleistete Luftschutzarbeit im Hinblick auf die vom Führer befohlenen Aktivierungsmaßnahmen.
Generalleutnant Müller-Michels, der Füh- rer der Gruppe XII des Reichsluftschutzbundes, betonte in grundlegenden und richtungweisenden Ausführungen die Bedeutung der dem Reichsluftschutzbund im Rahmen der Landesverteidigung gestellten Aufgabe und wies darauf hin, daß eine Verstärkung der durch den Reichsluftschutzbund zu leisten- den Luftschutzarbeit eine Stärkung der seelischen Widerstandskraft der Bevölkerung und damit der inneren deutschen Front bedeute. Entscheidendes Gewicht sei in Anlehnung und Weiterführung der Ausbildung des Selbstschutzes den planmäßig durch- zuführenden Luftschutz-Hausunterweisungen und Luftschuh-Gemelnschaftsübungen beizumessen.
Abschließend dankte der Gruppenführer den
Brandplatz stattfinden.
Amtsgericht Gießen.
Schnellverfahren.
Ein Mann in Gießen hatte im Juli d. I. pflicht, widrig und ohne hinreichenden Grund seinen Arbeitsplatz bei einer Gießener Fabrik widerechtlich und eigenmächtig verlassen Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte wurde deswegen zu einer Ge- fängnisstrafe von vier Monaten, auf die drei Wochen Untersuchungshaft angerechnet wurden, verurteilt.
Ein Mädchen, das als Hotelküchenmädchen hier tätig war, hatte sich am 25. Dezember v. I. von seiner Arbeitsstelle heimlich entfernt und nahm erst nach etwa drei Wochen dort die Arbeit wieder auf. Am 24. Juni d. I. verlieh sie wiederum ihre Ar- beitsstelle und nahm die Arbeit erst wieder am 16. Juli auf. Am 27. September verließ sie aber- mals ihre Arbeitsstelle und kehrte nicht wieder zu- rück. Die Angeklagte wurde wegen dieser Drücke- bergerei von der Arbeit zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt. Die erheblichen Vorstrafen wirkten straferschwerend.
Zuchthaus wegen Anstiftung zum Butterdiebstahl.
In der Molkerei in U l f a bei Schotten waren in den Jahren 1938 und 1939 wiederholt Butterdieb st ä h l e vorgekommen. Ein Angestellter hatte diese Spitzbübereien in erheblichem Ausmaß begangen und die gestohlene Butter an eine Reihe von Abnehmern weiteroerkauft. Dafür wurde er wegen fortgesetzten Diebstahls zu l1/« Jahren Ge° fängnis, die Käufer wegen Hehlerei ebenfalls zu erheblichen Gefängnisstrafen verurteilt. Die Diebstähle hatten nunmehr noch ein Nachspiel gegen den Anstifter, den 60 Jahre alten Heinrich Wolf in Ulfa, dem in der Verhandlung vor dem Amts- gericht Schotten durch Zeugenaussagen nachgewie- sen wurde, daß er 1938 und 1939 den Molkerei- an-gestellten zu den Diebstählen verleitet und von dem Dieb etwa 80 bis 100 Pfund Butter zur Der- Wendung in seinem Gewerbebetrieb gekauft hatte. Der Angeklagte bestritt die Straftat, das Gericht konnte ihm aber keinen Glauben schenken und verurteilte ihn wegen gewerbsmäßiger Hehlerei, Anstiftung zum Diebstahl und (da die Diebstähle und Hehlerei auch noch nach Ausbruch des Krieges in
„Gibt's nicht. Da ist jedem Schwindel Tür und Tor geöffnet. Erst muß ich genau Bescheid wissen.
„Eine von mir zu bestimmende kleine Sühne für Ihr grobes Verhalten mir gegenüber. Die Straft wird aber leicht sein, das verspreche ich."
,Lhnen gegenüber soll ich auch grob gewesen sein? Nun hört doch alles auf! Dieser Vorwurf wurde mir bisher in meinem ganzen Leben dreimal gemacht, davon allein zweimal heute abend, von Herrn Kaspar und von Ihnen."
„Dann waren- die Menschen entweder viel zu wohlwollend Ihnen gegenüber, oder sie getrauten sich aus Angst vor Ihrer Kraft nicht, Die Wahrheit zu sagen." ,
galten Sie mich für einen ungeschlachten Raufbold?" , ,
„Nein, aber wir kommen vom Thema ab. Sind Sie mit dem Preis der Wette einverstanden?"
„Noch nicht. Die zehn Mark Buße gelten für Sie und für mich, je nachdem, wer die Wette verliert. Aber die andere Bedingung? Darf ich Ihnen auch eine Strafe auferlegen, eine Sttafe für Ihren ewigen Spott, wenn ich gewinne?"
„Spott? Aber Herr Kammin! Ich bin die oer* körperte Sanftmut und würde mir nie erlauben, spöttisch zu sein." . ,
„Großartig, mit welcher Stirn Sie schwindeln, erkannte er an. Davon kann ich noch lernen. Ader wir kommen vom Thema ab. Einverstanden?
„Ja, einverstanden."
„Nun der Gegenstand der Wette. Sie sehen, man muß methodisch vorgehen, um zum Ziel zu g°' langen. Manchmal ist es nur ein bißchen um- ^Daß Sie heute abend noch in Verlegenheit bringe, Herr Kammin."
„Aha, gnädiges Fraulein Uebermut! Wenni es Sie lockt, einen Felsblock zu rühren, bitte W Nur reiben Sie sich dabei die zarten Fingerspitze nicht wund!" ,
Karla war erstaunt. Sie hatte niemals gegüm^ daß man mit diesem Mann, der wie ein Bar a sah, ein so leichtes Geplänkel führen könne, ihre Gewandtheit mußte sie aufbringen, um «ug selbst vor lauter Staunen in Verlegenheit zu 0
feiner Gesteine beschäftigen. Zum Teil haben diese Arbeiten weit über den hessischen Raum hinausrei- chende Bedeutung gewonnen. Es liegt in der Eigenheit der geologischen Arbeitsweise begründet, wenn besonders in der theoretischen Auswertung der Beobachtungen oft stark widersprechende Meinunaen geäußert wurden; Auseinandersetzungen dieser Art sind gerade in neuester Zeit wieder in vollem Gang. Wenn dabei auch manchmal in der Einseitigkeit der Auffassung und Deutung über das eigentliche Ziel hinausgeschossen wird, so dienen -diese Auseinandersetzungen doch dem Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnis, da die Geschichte der Wissenschaften (und insbesondere die der Geologie) beweist, daß wirkliche Fortschritte sich oft allmählich aus ursprünglich einseitigen und übertriebenen Auffassungen entwickelt haben. Die vulkanischen Gebirge Hessens werden wohl noch auf lange Zeit hinaus Grundlage derartiger Erörterungen bleiben, denn die vulkanischen Vorgänge können in vieler Hinsicht an alten, erloschenen Vulkanen besser studiert werden als an tätigen Vulkanen, weil uns der tätige Vulkan nur einen oberflächlichen Einblick gewährt, während wir am alten Vulkanbau auck die verborgenen Vorgänge der Tiefen nachträglich untersuchen können.
Auch an gewissen Nebenerscheinungen des Vulkanismus ist die Umgebung von Gießen sehr reich; es ist da besonders zu nennen das Auftreten vulkanisch bedingter Kohlensäurequellen, die als wesentliche (wenn auch nicht alleinige) Grundlage der zahlreichen Mineralquellen des hessischen Raumes zu betrachten sind. Ferner stehen in mehr oder weniger mittelbarer Beziehung zum alten oder jungen Vulkanismus zahlreiche E r z l a g e r sta t- t e n (insbesondere Eisenerze) verschiedener Art. Alles dies hat, teils aus praktisch-wirtschaftlichen Erwägungen, teils auch aus rein wissenschaftlichen Gründen das Interesse der Gießener Forscher erregt und bis in die neueste Zeit hinein seinen Niede^hlag im wissenschaftlichen Schrifttum gesundem (Schluß folgt.)
Wenn die Weihnachtslichtei- brennen...
Um die Zeit der Wintersonnwende, da das schlichte Weihnachtslicht durch dunkelste Nacht der neuen Sonüe entgegenleuchtet, spüren auch wir in unserem Herzen einen neuen Tag angehen, wir werden gebefreudig, wir wünschen alles Gute für unsere Lieben im Felde und daheim. Jeder will dem anderen an diesem Festtag eine besondere Freude machen — aber manchmal reichen die Punkte nicht, manchmal langt der Geldbeutel kaum, und man zerbricht sich den Kopf: Was kann ich schenken, womit mache ich eine Freude?
Ist es da nicht gut und zweckmäßig, wir reichen uns, wenn die Weihnachtslichtex brennen, auch die beliebten Glücksbriefe der Kriegswinterhilfe? Dies rft durchaus nicht so nüchtern, wie es den Anschein hat. Der bescheidene Umschlag des 50-Rpf.-Glücks- briefes birgt Freude, Glück, Zufriedenheit:
Die Freude am Oeffnen des Losbriefes mit der Aussicht auf die Ueberraschung eines Gewinnes.
Das Glück, gewonnen zu haben, selbst wenn das Wörtchen „Nicht" an Stelle des erwünschten Fünf- hunderters ober Tausenders stehen sollte, denn einen Gewinn bringt jedes Los für das Kriegswinter- Hilfswerk, das unserem ganzen deutschen Volke zugute kommt.
Und zufrieden lächelnd werden mir dann noch den Prämienschein, der sich an jedem Losbrief befindet, einstecken und aufheben bis zum 20. März 1942. Bei seiner Auslosung kann auch er noch einen Gewinn erzielen, vielleicht sogar den Haupttreffer von Fünftausend Reichsmark.
post für deutsche Kriegsgefangene in Feindesland.
Das deutsche Rote Kreuz gibt bekannt: Der Post- verkehr mit deutschen Kriegsgefangenen, die sich in England, Kanada, Aegypten und Australien befinden, erfolgt unmittelbar über die Deutsche Reichspost; eine Durchleitung der Sendungen durch
das DRK. ist dabei nicht erforderlich. Auskünfte über die Art der zugelassenen Mitteilungen und die zu beachtenden Vorschriften bei Versendung von Briefen, Postkarten und Paketen werden von allen Postämtern erteilt.
Betreuung Zivilinternierter zu Weihnachten.
Um den Internierten in den Weihnachtsfesttagen eine besondere Freude zu machen, hat das Deutsche Rote Kreuz den Jnterniertenlagern Weihnachtssendungen zugehen lassen, bestehend aus Büchern, Noten, Theaterstücken für Laienbühnen, Spielen, Gegenständen zur Ausschmückung der Weihnachtstische und dergleichen mehr. Ferner sind den Vertrauensmännern der einzelnen Lager Summen zur Ausgestaltung der gemeinsamen Weihnachtsfeiern überwiesen worden. Das Deutsche Rote Kreuz hat sich besonders auch im feindlichen Ausland nichtinternierter Frauen und Kinder angenommen. Es sind für diese größere Summen zur Verfügung gestellt worden, um sie durch Geldgeschenke oder Weihnachtspakete mit Gebrauchsgegenständen verschiedenster Art zu erfreuen.
Keine Einschränkung im Verkauf entrahmter Frischmilch.
NSG. In den letzten Tagen muß man wiederholt feststellen, daß Gerüchte im Umlauf sind, denen zufolge mit einer weiteren Einschaltung eines ver- faufsfreien Tages oder sogar dem vollkommenen Ausfall der entrahmten Frischmilch zu rechnen wäre. Es wird hiermit nachdrücklichst darauf hingewiesen, daß es sich damit um Redereien handelt, die jeglicher sachlichen Voraussetzung entbehren. Wenn auch im Augenblick durch Die Verhältnisse der Jahreszeit (Abkalben usw.) der Anfall von Milch der niedrigste des Jahres ist, so diene doch den Hausfrauen zur Kenntnis daß keine weiteren Einschränkungen in der Zuteilung von entrahmter Frischmilch vorgesehen sind, im Gegenteil mit Beginn des
Fußball-Meisterschastsspiele.
1900 — Naunheim.
Burgsolms — Luftwaffe.
Mit diesen Begegnungen wird die Vorrunde der Staitzl 9 Gießen-Wetzlar beendet. Von den drei angesttzten Spielen kommen nur zwei zum Aus- trag, da VfB.-Reichsbahn, der eigentlich nach Ehringshausen müßte, um Verlegung des Spieles nachgesucht hat. ,, _
Die Spielvereinigung 1900 empfangt auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe die führenden Naunheimer. Die Spielstärke von Naunheim ist xur Genüge bekannt. Trotzdem gehen die Blau-Weißen nicht aussichtslos in den Kampf; da die Spieler Goß und Schäfer wieder zur Verfügung stehen, dürfte die Mannschaft wesentlich an Spielstärke gewonnen haben. Ein spannendes Spiel ist zu erwarten, wobei Naunheim alles versuchen wird, ungeschlagen die Vorrunde zu beenden.
Ein schwerer Kampf steht der Luftwaffe in Burg- olms bevor. Die Luftwaffe muß schon mit einem Siege aufwarten, wenn sie weiterhin ernsthafter Anwärter auf die Meisterschaft sein will. Auf Grund der Leistungen im Spiel gegen Ehringshausen ist ein Sieg nicht ausgeschlossen.
1900 — Naunheim.
Die vorsonntägliche Niederlage gegen Sinn könnte dazu angetan sein, die Blau-Weißen bereits zu den Abstiegsverdächtigen zu rechnen. Nachdem sich im Bestand der Spieler in den letzten Tagen verschick- bene Änderungen ergeben haben, blickt man jedoch wieder hoffnungsvoll in die Zukunft. Und gerade der Verlust der letzten Spiele ist der besondere Anlaß, daß die Aufgabe mit allem Ernst fort- gesetzt wird. Daß der nächste Gegner der ungezogene Tabellenführer ist, sieht man mit besonderer Genugtuung, denn gerade er ist es, der den Willen zu spüren bekommen soll. Mit der Mannschaft Wenz, Bötz, Goß, Carstens, Kraft, Weniger, Schellhaas, Sittner, Schuck, Schäfer, Ludolph be- fitzen die Blau-Weißen eine Vertretung, die in der Lage sein sollte, den Siegeszug der Naunheimer zu unterbrechen.
dem Gleichgewicht zu bringen?" Ihre Augen blitzten ihn übermütig an.
Theo Kammin fühlte einen leichten Schauer über den Rücken laufen, weil sie so geradezu aufs Ziel lossteuerte. Aber dieses Mädchen sollte nicht die Genugtuung haben, ihn schon jetzt in Verlegenheit zu sehen.
„Sie werden noch Ihr blaues Wunder erleben, wenn Sie es mit mir aufnehmen wollen, Fräulein Kobelt."
Die Szene erfuhr eine wohltätige Unterbrechung, als das Mädchen neue Besucher meldete. Es war eiper der Chefingenieure der Fabrik mit feiner jungen, reizenden Frau, und unmittelbar hinter ihnen folgte der Bruder von Frau Kaspar, ein Architekt, der ebenfalls in Begleitung seiner Frau wor. Die kleine Gesellschaft war damit vollzählig. Man setzte sich zu Tisch und tat einem ausgezeichneten Essen alle Ehre an. Die beiden einzigen Un- verheirateten des Kreises sahen nebeneinander. Viel gesprochen wurde nicht, bis die Dame des Hauses die Tafel aufhob. Herrn Kobelts Vorschlaa, ein Spielchen zu machen, fand pur bei dem Architekten und dem Ingenieur Anklang, die sich darauf in eine Ecke des Herrenzimmers zurückzogen.
Die Damen verteilten sich in dem kleinen Salon und im Wintergarten. Kaspar bummelte zuerst herum und machte dann bei den Spielern den Kiebitz, nachdem er die Drohung lächelnd eingesteckt hatte, man werde ihn sofort wieder verhaften lassen, wenn er es wagte, dazwischen zu reden.
Theo Kammin hatte es nicht nötig, vorsichtig an Karla heranzupürschen. Es ergab sich völlig zwanglos, daß sie beisammen blieben. Fünf Minuten lang dauerte ein peinliches Verhör zweier Damen, die vor Neugier brannten, Schauergeschichten von einem leibhaftigen Kriminalkommissar zu hören, und sich enttäuscht abwandten, als dieser nicht wie ein Roman zu berichten begann.*
Sobald sie allein waren, eröffnete Karla das Geplänkel von neuem. „Wetten Sie, Herr Kammin?"
„Wetten ist unmoralisch."
„Wenn der Preis moralisch ist, können Sie Ihren Grundsatz vielleicht verleugnen.
„Wie soll er heißen?"
„Zehn Mark für einen wohltätigen Zweck und — aber das sage tch Ihnen Heber erst fpaW
„Die Geschmäcker sind verschieden, Herr Kommissar." Kaspar gewann seine gute Laune wieder. „Verbrecher schätzen Sie vielleicht so, wie Sie es verdienen. Ich muß es noch lernen."
„Dann ist also alles in Ordnung." Kobelt nahm seine Gäste beim Arm und führte sie aus dem Herrenzimmer hinaus in den Salon, dessen Hauptmöbelstück ein prächtiger Flügel war. „Unsere Damen müssen bewundern, wie geschickt ich die beiden Gegner versöhnte."
Kammins Blick fiel zuerst auf Karla. Sie hatte ein duftiges gelbes Kleid an, das zu ihrer brünetten Hautfarbe ausgezeichnet stand. Neben ihr faß eine Dame, die Der Kommissar noch nicht kannte, und an ihrer Seite Frau Kobelt. Zuerst wurde die Dame des Hauses begrüßt und mit Blumen beglückt. Dann erfolgte die Vorstellung, bei der Kammin feststellte, daß die Ueberraschung vollendet war.
„Frau Kaspar", hörte er und beugte sich über die Hand der Dame, die ihm willig und lächelnd entgegengestreckt wurde. „Aha, der böse Mann, der unsere Ehe gewaltsam auf kurze Zeit getrennt hat. Sie haben mir schöne Aufregung verursacht, Herr Kommissar!"
,Lch bitte um Vergebung, gnädige Frau, obwohl das eigentlich falsch ist, denn Verzeihung soll man nur erbitten, wenn man sich einer Schuld bewußt ist. Das ist bei mir wirklich nicht der Fall. Jeder Beamte hätte an meiner Stelle ebenso handeln müssen."
Dann kam Karla an Die Reihe. Sie zeigte die beiden Reihen ihrer starken, blitzenden Zähne. „Jetzt haben wir den Herrn Kommissar ein bißchen in Verlegenheit bringen wollen und müssen uns geschlagen geben."
„Bitte nicht immer »Herr Kommissar', Fräulein Kobelt. Hier sind wir weder im Präsidium noch bei einer dienstlichen Aktion. Es tut mir leib, wenn ich Ihnen den Spatz verdorben habe, mich in Verlegen- heit zu bringen. Aber ich wäre ein trauriger Kri- minalkommissar, wenn mir bas so leicht passieren könnte." ,
„Oh", sie setzte eine überlegene Miene auf. ,Zch glaubte' ernstlich, das fei gar nicht so schwer. Ich muh mich also getäuscht haben, als ich kürzlich Anzeichen der Verlegenheit bei Ihnen zu bemerken glaubte. Wetten, daß es mir aeünat. auch Sie aus
Bewaffnet mit zwei mächtigen Sträußen fuhr er bei sinkender Sommersonne hmaus zu dem Wohnhaus der Familie Kobelt und freute sich des kommenden Beisammenseins. Von dem verheißenen Kartenspiel wollte er sich schon drücken. Lieber war ihm entschieden eine nette, wenn auch scharfgeschliffene Unterhaltung mit Karla.
In der Diele wurde er von einem Mädchen empfangen, bas graziös fein weißes Häubchen und Schürzchen trug. Sie melbete ben Besucher mit melodischer Stimme, bie wie ein gutes Vorzeichen klang. Artur Kobelt trat auf Kommissar Kammin zu, drückte ihm bie Hanb unb versicherte, er sei hocherfreut. Der nächste Herr, ber bie gleiche Versicherung abgab, wirkte weniger glaubwürdig. Es war, wie Theo Kammin mit leichter Grimmasse seskstellte, Herr Martin Kaspar, ehemals Verhafteter und Verhörter des Kommissars.
Kobelt lachte unb rieb sich bie Hände. „Großartig, die Ueberraschung, was?" Die beiden anderen hatten durchaus nicht dieses Gefühl. Sie sahen sich beinahe böse an. „Meine Damen haben mir den Gedanken eingegeben. Sie meinten, es wäre doch schabe, wenn zwei Männer, Die nur ihre Pflicht taten, sich jetzt grollten."
Aus alter Gewohnheit faßte sich Der Kommissar am schnellsten. „Nun, ich habe es mit Herrn Kaspar persönlich nicht böse gemeint. Die Anzeichen sprachen gegen ihn, unb ba mußte ich eben —"
„... ben Raubmörder ins Kittchen setzen", ergänzte Kaspar lachend den Satz. „Aber — Hand aufs Herz, Herr Kommissar — war es notwendig, daß Sie so grob mit mir umgingen?"
„Grob?" Ehrliches Erstaunen sprach aus Kammins Zügen. „Bin ich doch gar nicht gewesen. Ich habe in Verbrecherkreisen ben Ruf, daß meine Vernehmungen immer sehr gemütlich verlaufen, wenn auch das Ergebnis für Verbrecher durchaSs nicht gemütlich ist."
Mto. Gießen ist bis jetzt klarer Tabellenführer. Die Mannschaft wird allerdings bei ber Rückrunbe einen schweren Stand haben, Da die Mehrzahl Der Spiele auswärts ist. Lang-Göns vergab leichtsinnig zwei Punkte, sonst wäre ber Abstand zu Gießen geringer. Dasselbe trifft bei Holzheim zu, da diese zu einem Spiel auf eignem Platz nicht antraten. Grüningen wird seinen Platz verbessern können, da es in Der Rückrunde die meisten Heimspiele hat. Watzenborn besitzt ebenfalls Aussichten, einen besseren Platz zu erringen. Lich kämpfte recht Unglück- lich, da Mannschaftssorgen bestanden. Sind diese für die Zukunft zu beheben, werden sich auch Erfolge einstellen.
Vorrunden-Tabelle des D3.
Gew. Verl. Unentsch. Pkte.
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♦♦ 8 0. Geburtstag. Am morgigen Sonntag, 21. Dezember, feiert Frau Lina Zulauf Wwe.» geb. Löber, eine alte Gießenerin — aus dem ehe- 1 maligen „Pfau" stammend - ihren 80 Geburtstag. \ Die Jubilarin nimmt am heutigen Zeitgeschehen U noch regen Anteil. Auch wir bringen unseren herz- ®liö lichen Glückwunsch Dar. J
*♦ Ein Siebzigjähriger. Am morgigen \ Sonntag, 21. Dezember, kann unser Mitbürger Jakob Philipp, Krofdorser Straße 24, in geifti- «er und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Dem Jubilar unseren herzlichen Glück- | F‘ mU** % e i t o e r g n ü g en unserer Kinder. I F2 Im Rahmen der Sammlung der HI. und des R BDM. für das Kriegswinterhilfswerk am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag wird ben W Kinbern Gelegenheit geboten, sich für eine Spende IW1 zugunsten bes Kriegs-WHW. beim Reiten zu vergnügen. Die Sportbienftgruppe Reiten ber HI. gibt bazu heute ab 14.30 Uhr unb morgen ab 14 Uhr an ber Plockstraße Gelegenheit. Bei ungünstigem Wet- ter wird Das Reitvergnügen in der Reitbahn am E


