WWchMSlis Milcht.
Roman von Ao MM
IS.^ortfehung. (Nachdruck verboten)
Sie atmete schwer auf und hob den Kopf, um Lasard anzusehen. In ihrem Blick lag eine inständige Bitte. „Ich kann nicht, Henry, ich kann ihn so nicht abschütteln. Es ist, als brächte ich ihn um."
„Unsinn! Bedenke doch ..."
„Sieh ihn doch an Henry! Wie können wir es übers Herz bringen, ihn einfach auszusetzen! Ein so kleines Kerlch n! So hilflos! Wir haben uns so lieb gewonnen, in diesen paar Stunden! Und ich soll ihn so bitter enttäuschen?"
„Charlott, es ist doch ein Kind! Ebenso rasch hat er dich wieder vergessen!"
„Aber ich . kann ihn nicht vergessen!"
„So nimm doch Vernunft an!"
„Vernunft ist das, was mein Herz mir befiehlt!"
„Befiehlt es dir nicht, das zu tun, was ich dir rate?"
Nun kam eine eigensinnige Härte in ihre Augen. „Nein, Henry, du kannst mir nicht raten, gewissenlos und hart zu sein."
Er zerdrückte seine Zigarette in einer Blumenschale und stand achselzuckend auf. „Gut, was soll also mit dem Jungen geschehen?"
,^d) werde hier warten, bis die Mutter sich meldet."
„Und wenn sie sich nicht meldet?"
„Dann ... dann ... ich weiß noch nicht, was ich dann tun werde. Jedenfalls werde ich bei Iockele bleiben, solange er mich braucht."
„Ein kostspieliaes Vergnügen!"
„Ich kann dafür einstehen, ich habe genug Geld um ihn und mich eine ganze Weile durchzubringen."
„Ah, wirklich? Du bist' rührend! Aber ich fürchte, deine Geduld wird auf eine schlimme Probe gestellt werden."
Sein spöttischer Ton erbitterte sie.
„Danach frage ich nicht. Ich kann verkaufen, was ich babe. Ich werde mich durchschlagen, aber eins werde ich nie und nimmer tun: gegen mein Gewissen handeln?"
Er betrachtete sie lange und nachdenklich. Sein Schweigen verwirrte sie, und in seinen Augen lag
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
5 Steinbach, 19. März. Am 17. d. M. feierte Frau Maria Gerhard Witwe, geb. Gerhard, die Mutter des Ritterwirtes, ihren 8 4- Geburtstag in guter Gesundheit. Nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche!
Z A l b a ch , 19. März. Am 23. März kann Frau Katharina Lenz, geb. Balser, Witwe des 1902 verstorbenen Philipp Lenz, die Mutter unseres Bürgermeisters Lenz, ihren 9 0. Geburtstag feiern. Das Geburtstagskind, unser ältestes Gemeindeglied, erfreut sich guter Gesundheit und ist geistig noch sehr regsam. Unsere herzlichen Glückwünsche!)
Kreis Marburg.
* Nordeck, 19. März, Die Ehefrau des Herrn Philipp Schäfer, Elisabeth Schäfer, geb. Lotz, feiert am 22. März in körperlicher und geistiger Frische ihren 7 0. Geburtstag. Wir gratulieren.
Schweinemarkt in Grünberg.
• Grünberg, 20. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 92 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 42 bis 46 RM., 8 bis 13 Wochen alte 47 bis 52 RM. Der Markt wurde geräumt.
Schweinemarkt in Nidda.
• Nidda, 19. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 215 Ferkel und 8 Läu- ferschweine zum Verkauf. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 35 bis 40 RM., 8 bis 10 Wochen alte 40 bis 50 RM., Läuferschweine 50 bis 60 RM. das Stück. Nach sehr flottem Geschäft verblieb geringer Ueberstand.
philatelisten-Tagung in ftronffurf.
Lpd. Frankfurt a. M., 19. März. Der Landesverband Südwestdeutschland im Reichsbund der P h i l a t e l i st e n mit annähernd 30 örtlichen Kameradschaften, räumlich einer der umfangreich- sten in Grohdeutschland, trat unter dem Ehrenvorsitzenden Baurat Luce in Frankfurt zu einer Son- Vertagung zusammen, die dem großen Aufschwung der Philatelie galt. Landesverbandsführer Dr. Nicodemus (Höchst) begrüßte besonders die Vertreter der Kameradschaften, die sich neuerdings dem Reichsbund angeschlossen haben, nämlich Frankfurt-West, Hanau, Wetzlar, Gießen, Jdar-Ober- stein, Kaiserslautern, Neustadt a. d. Hardt und Winnweiler. Dann gab der Landesverbandsführer den Kameradschaften eine Reihe von Richtlinien für ihre nach außen und innen zu leistende Arbeit. Dabei konnte er feststellen, daß eine ganze Reihe von Kameradschaften ihre Mitgllederzahl mehr als verdoppelt hatten. Der Betreuung der jugendlichen Sammler und der Intensivierung der Arbeit galt die rege Aussprache. Der bargeldlose Tauschverkehr wird auch in Südwestdeutschland eingeführt.
Sie kann das Stehlen nicht taffen.
Lpd. Frankfurt a. M., 19. März, die 44jäh- rige, aus guten Verhältnissen stammende Ehefrau H. W., wegen Diebstahls schon vorbestraft, entwendete kürzlich aus einem Warenhaus einige Klei« nigkeiten, obwohl sie 500 RM. Bargeld bei sich trug. Dor dem Amtsgericht wies die Frau darauf hin, daß sie sich in den Wechseljahren befinde und sie dann zeitweilig der Drang zum Stehlen überkomme. Das Gericht erkannte wegen der beiden Diebstähle im Rückfall auf 6 Monate Gefängnis, wobei die verminderte Zurechnungsfähigkeit der Angeklagten berücksichtigt wurde.
Fachbücher für den handwerklichen Aachwuchs.
Die in diesem Jahre vom Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda veranstaltete Fachbuchwerbung vom 15. März bis 30. April steht wiederum unter dem Leitgedanken „Das Fachbuch — ein Weg zu Leistung und Erfolg". Die Werbeaktion will den Fachbuchgedanken ganz allgemein an alle schaffenden Deutschen herantragen. Jeder, gleich in welcher Stellung er sich befindet, soll durch die Benutzung des Fachbuches sein Können und Wissen erweitern.
Als Mitträger der Derufserziehung wird das Fachbuch bei der Berufsausbildung immer notwendiger. Die Werbung für das Fachbuch wendet sich daher vor allem auch an den Nachwuchs, denn wer in der Jugend Kenntnisse aus Fachbüchern schöpft und. diese Kenntnisse in der Pra-xis erfolgreich anzuwenden versteht, wird später immer wieder mit Lust und Liebe zum Fachbuch greifen. Insbesondere muß daher die Jugend zum Lesen des Fachbuches angehalten werden. - Gerade der Handwerksmeister hat infolge der engen Bindung im Betrieb hier eine gute Möglichkeit, dem Lehrling das Fachbuch nahezubringen. Es gibt während der Lehrzeit stets -Gelegenheiten, dem Lehrling bei besonderen Leistungen eine Anerkennung und damit einen Ansporn für seine Arbeit zu geben. Ein Fachbuch ist hier immer das geeignete Geschenk. Durch Unterhaltung mit dem Lehrling über den Inhalt des Buches findet außerdem die praktische Arbeit eine gute theoretische Ergänzung.
Die Zeit, in die alljährlich die Werbeaktion für das Fachbuch fällt, ist besonders dem Gedanken der Fachbuchschenkungen dienlich. Im März und April finden die Gesellenprüfungen statt. Es gehörte immer schon zu den Aufgaben der Innungen, Kreis- Handwerkerschaften und Handwerkskammern, besondere Leistungen bei der Gesellenprüfung durch die Hergabe von Fachbuchprämien anzuerkennen. Dasselbe sollte der Handwerksmeister aus Anlaß der Gesellenwerdung sein-es Lehrlings auch von sich aus tun. Es ist für den Lehrling immerhin in seinem Leben ein wichtiges Ereignis, die Lehre beendet zu haben. Das enge soziale Verhältnis zwischen Meister und Gefolgschaft im Handwerksbetrieb führt dazu, daß an diesem Ereignis der ganze Betrieb teilnimmt. Wäre hier nicht eine gute Gelegenheit, dem bisherigen Lehrling aus Anlaß seiner Lehrzeit- beendigung ein Fachbuch zu überreichen? Mnn der Handwerksmeister selbst über die Fachbuchliteratur nicht recht Bescheid weiß, setzt er sich zwcckmäßiger- weise mit feiner Innung in Verbindung, die an Hand der Fachbuchlisten der Reichsinnungsverbände in der Auswahl des Fachbuches helfen kann.
Durch eine solche Spende an den bisherigen Lehrling schenkt der Betrieb mehr als ein Buch. Der Meister knüpft ein Band zu dem Lehrling, den er in drei oder dreieinhalb Jahren die Grundbe- grifte handwerklichen Könnens gelehrt hat und b-er sich in seinem späteren Leben immer wieder seines Meisters erinnern wird, wenn er das Fachbuch liest.
Bezirkslehrgang für Jugend- und Nachwuchsturner und Jugendübungsletter.
Der Bezirk 8 des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen führte am vergangenen Sonntag in seiner Lehrgangsreihe zur Schulung, von Jugendturnern und Uebungsleitern den Schlußlehrgang durch. 19 Vereine waren mit 31 Teilnehmern verrretcn. Zu Beginn gedachte der Lehrgangsleiter, Bannfach- wart Paul, der gefallenen Heiden.
' Eine Körperschule, die diesmal aus Lauf-, Part- ner» und Freiübungen bestand, bildete den Auftakt. Hierauf folgten Medizinballübungen, deren Ausführung eine bestimmte Geschicklichkeit voraussetzte. Im Anschluß daran führten Sprünge über den Kasten zur Erlernung des Handstandes mit Heber« schlag. Darauf wurden Hebungen und Sprünge am' Pferd geturnt, nachdem Bannfachwart Vaul darauf hingewiesen hatte, daß künftig die Hebungen am Seitpferd wegfallen. Eine große Anzahl von Sprüngen, wie Kehre, Flanke, 2ßenbe, Rolle, Grätsche, Hocke, Brücke, Hecht, Handstand-Heber- schlag wurden gezeigt und mitunter gut ausgeführt. Anregungen, die Bannfachwart Paul gab, zeigten, daß gerade in den Sprüngen ein vielseitiger Hebungsstoff am Pferd gegeben ist. Gute Fortschritte waren im Bodenturnen zu verzeichnen. Hebungen wie Heberschläge, Rad, Bodenkippe (Kopf- und Nacken kippe), Brücke zum Hand ste hen usw. wurden von vielen Lehrgangsteilnehmern gut beherrscht. Zum Schluß fand noch ein. Turnen am Reck und Barren statt.
Das Ergebnis der Schulung der Jugend- und Nachwuchsturner ist sehr befriedigend. Um den fortgeschrittenen Turnern eine weitere Möglichkeit zum Dorwärtskommen zu geben, werden diese demnächst mit den Spitzenturnern des Bezirks geschult. Hierdurch sollen besonders die Leistungen am Reck, Barren und den Ringen gefördert werden. Diese
weitere Schulung wird Bannfachwart Paul mit den ihm zur Seite stehenden Kameraden Reuter, Bettin, Schönberger und Thöt in den nächsten Monaten durchgeführt.
Bezirksfachwart für Turnen Daupert schloß, nachdem er die Teilnehmer aufgefordert hatte, das in den Lehrgängen Erlernte in die Vereine zu tragen und dort den Hebungsbetrieb cmfrechtzuerhal- ten, mit dem Gruß an den Führer. .
B-zirksschule für Turnerinnen im Beink 8 des NSAL.
3. Lehrgang la Gießen.
Am Sonntag fand in her Turnhalle von 1846 in Gießen der 3. Lehrgang zur Ausbildung von Hebungsleiterinnen im Frauenturnen unter Leitung von Bezirksfrauenturnwart Schneider statt. Nach der Eröffnung mit Spruch und Lied durch die Bezirksfrauenwartin Idel Hauck begann der Lehrgang mit Bewegungsfchule und Gymnastik, brachte am Vormittag weiterhin Keulenübungen und Ballgymnastik und Turnen am Barren und, an der hohen Schwebekante. Der Nachmittag begann mit der Einführung in die Leichtathletik und machte unter Leitung von Bereichsobmann für Sommerspiele, Dr. Pfeffer, die Turnerinnen mit dem Korbballspiel bekannt. In gutem Aufbau zeigte Kamerad Pfeffer vorbereitende Hebungen und Spiele, um dann zu dem Spiel selber überzugehen und die Regeln praktisch zu erläutern.
Der umfangreiche Hebungsstoff baute planmäßig auf den der seitherigen Lehrgänge auf und stellte wieder hohe Anforderung an das Können und die Einsatzbereitschaft der Turnerinnen, die sich den Dank des Lehrgangsleiters am Schluß des Lehrgangs voll verdient hatten.
Mit einem Lehrgang am 27. 4., der wieder in Gießen durchgeführt wird, schließt die Bezirksscbule zur Ausbildung von Hebungsleiterinnen ab. Das
Heute Donnerstag, 19.15 Uhr. Univ.*Aula
toMer/BeiizMarieii
Meister des Gesanges / Lieder und Duette
Ergebnis der Schulung ist, soweit sich schon jetzt überblicken läßt, gut. Den Vereinen, die die Bezirksschule regelmäßig besuchten, stehen wieder gut durchgebildete Uebungeleiterinnen zur Verfügung, was sich bald günstig .in der Vereinsarbeit aus. wirken wird.
Um den fortgeschrittenen Turnerinnen die Mog. lichkeit zur weiteren Förderung ihrer eigenen Turn- fertigfeiten zu geben, werden künftig Lehrgänge für diese durchgeführt. Die Zulassung erfolgt durch die Lehrgang-leilung. H.
Deutschland-Ungarn.
Die Turner für den Länderkampf in Stuttgart
Für den 5. Turnländerkampf zwischen Deutsch, land und Ungarn am 30. März wurden die beide«, Mannschaften nun aufgestellt. Während Deutsch- land in dem Stuttgarter Treffen verschieden: Nach, wuchskräfte einsetzt, bietet Ungarn mit Ausnahme von Szabo und Temesi bk gleichen Turner auf, die vor Jahresfrist in Budapest nur um drei Punkte unterlagen. Die Ungarn kommen mit großem Ehr. geiz nach Deutschland und hoffen, in Stuttgart ihren ersten Sieg zu erringen, nachdem sie sich in allen vorausgegangenen Begegnungen als nahezu gleichwertig erwiesen haben und stets nur knapp verloren. Bemerkenswert für das Programm des Ländcrkampfes ist der Fortlall des Seitpferdtur- nens; außerdem werden die Hebungen an den still, stehenden Ringen nicht gewertet, sondern gelten nur als Schauoorführung. Die Teilnahme des Deutschen Meisters Willi Stadel ist noch zweifelhaft, sie hängt davon ab, ob seine Verletzung vollends ausgeheili fein wird. Die deutsche Mannschaft wurde wie folgt aufgestellt: Karl Stadel, Hans Friedrich, Walter Steffens, Eugen Göggel, Kurt Haustein, Jakob Kiefer, Helmuth Bantz, Albert Dickhut, Willi Stadel. Zwischenrunde derTurner-Meisterschost
Für die Zwischenrunde der 2. Kriegsmeisterschaft der Bereichsmann schäften im Gerätturnen, die am Karfreitag, 11. April, in Mannheim und Hannover abgewickelt wird, sind die letzten acht Bereichsmannschaften mm e Inge teilt worden. In Mannheim treffen der Titelverteidiger Baden, Württemberg, Südwest und Westfalen zusammen, also bi-e vier Mannschaften, die im Vorjahr den Endkampf m Magdeburg bestritten. Zur gleichen Zeit stehen sich in Hannover Bayern, Mitte, Sachsen und die Nord, mark gegenüber. Jeweils die zwei besten Bereich» Mannschaften zilesten in den Endkampf ein.
Spielvereinigung -1926 Leihgestern.
1. Jgd. — Daubrlngen 1. Jgd. 5:1.
Zum fälligen Ausscheidungsspiel um die Bann» | Meisterschaft' empfing Leihgestern die gleiche von i Daubringen. Der Platzoerein mußte mit Ersatz spielen. Daubringen konnte mit einer verstärkten Mannschaft antreten. Beide Mannschaften zeigten in d-.c ersten Halbzeit ein gleichwertiges Spiel. Die besseren Torchancen hatten' die Blauweißen. Halbzeit 2:1. Nach dem Wechsel wurden die Gäste durch da» dritte Tor völlig auseinandergerissen. Einige Angriffe Daubringens wurden von der sicheren Hintermannschaft der Gastgeber abgewehrt. In der letzte» halben Stunde konnte Leihgestern das Spiel für sich gestalten, wöbe' ihm zwei Tore durch h?» Mittelstürmer den Sieg einbrachten. Wäre der Gästetormann nicht in guter Form gewesen, '> hätte das Resultat ndch höher ausgesehen.
03
bis die ungetreue Frau Mama
wieder um ihren
uns gewohnt.
zu einem Abendessen
Das i|
MN
Es stellte sich heraus, daß der Portier recht hatte.
eines Hochstaplers wegen.
Sie kämpfte zornig die Tranen nieder, die ilft
wärts und weiter! Aber wohin? Wohin?
Dor einer Dreiviertelstunde etwa. ,Er war in meinem Zimmer?" Natürlich, gnädige Frau."
„Unb er hat keine Nachricht hinterlassen?" Der Portier zuckte bedauernd die Achseln. „Er muß eine Nachricht hinterlassen haben!
behauptete Charlotte verzweifelt.
lockt, um ungestört .arbeiten4 zu können. Ihre Be» merfung, daß sie genug Geld bei sich habe und verkaufen werde, was sie besaß, hatte ihn auf de» Gedanken gebracht, sie zu bestehlen.
Tatsächlich hatte sie den größten Teil ihres Geldes in einem der Koffer verwahrt und war nun baraufl vorbereitet, daß dieses Geld verschwunden sei. Mri als sie nachsah, fand sie es unversehrt, wenn auH
nicht unberührt vor. Lasard hatte das Geld ge- funben, es offenbar durchgezählt unb war durch
„Es ist, wie ich sage. Er hat sein Gepäck Anhalter Bahnhof schaffen lassen."
Herrn Sohn zu kümmern gerul inzwischen an? f
dieser Einladung deine Stiefmutterpflichten entgegen?"
Kavalier überlassen?" fragte Lasard und näherte sich Iockele. „Du bist ein erfolgreicher Verführer,
Sie atmet? erleichtert auf und mußte lächeln, weil sie stch soviel Gedanken gemalt hotte.
Sie sah ihn niemals wieder.
Als sie kurz nach der verabredeten Zeit in seinem Hotel eintraf, wartete sie zunächst in der Halle, wie er sie gebeten hatte und war erstaunt, daß er sie
kleiner Mann!" sagte er, indem er sich zu dem Jungen niederbeugte unb dessen Gesicht am Kinn zu sich in die Höhe hob. „Wer hätte das grd acht! So ein kleiner Kerl wie du!" Er betrachtete ihn aufmerksam, genau so, wie Iockele ihn betrachtete, dann gab er ihm einen leichten Klaps auf die Schulter und richtete sich auf. „Auf heute abend also, Charlott! Ich bin glücklich, daß du mir wenigsten-; dies zugestanden hast?"
Er küßte sie nicht, als er ging, und sie gestand sich ein, daß sie sich törichterweise geschämt hätte, wenn Iockele diesem Kuß zugesehen hätte Lasard warf von der Schwelle noch^einmal einen Blick zurück, verbeugte sich ein wenig und trat hinaus auf den Gang.
ist heute nachmittag abgereift." st nicht möglich!" rief sie erschrocken.
eine grausame Härte, die sie noch nie wahrgenommen hatte. Aber schließlich lächelte er wieder.
„Wie du also willst, Charlott! Ich will mich bemühen, einzusehen, daß ich wie ein Hnmensch geredet habe. Mütterliche Gefühle sind für einen Mann nur schwer verständlich. Warten wir also,
„Bitte, rede nicht so spöttisch! Ich hab' dich doch lieb, Henry! Ich bin deinetwegen hergekommen ..."
„und ich habe das Pech gehabt, einen Nebenbuhler bei dir vorzufinden."
Sie lächelte. „Er nimmt dir nichts! Glaube mir! Ein paar Tage nun, bann werden wir weitersehen!" „Gut! Unb nun noch eine Frage: Wie ist ber Abschied von deinen Leuten ausgefallen?"
Sie sagte ihm, daß sie von niemandem Abschied genommen habe und nie mehr zurückkehren werde. Ihre Trennung sei enögültia. Sie fei sich dessen bewußt, und wie sie ihren Vater kenne, werde es auch nie mehr eine Verständigung geben.
Er hörte ihr nachdenklich zu, ohne viel zu antworten. Seine Pttene war undurchdringlich.
In der Stille hörte sie, wie Iockele sich im Schl«!
, bewegte unb leise schnaufte. Sie erhob sich uni
"Sie haben ihn doch selber geschickt," antwortete, schwankte, als sie auf die Füße kam. Langsam gir«! ber Besitzer. „Der Herr sollte nach dem Jung-n sie hinüber zu dem Jungen, dem auf einer Couch sehen und dorn Mädchen ausrichten, daß es auf chn ' das Lager bereitet worden war. Er lag zusamme»' achten sollte." ! gekrümmt, die rechte Faust geaen die rundliche
Charlotte machte ein betroffenes Gesicht. „Ich । Wange gepreßt. Das zerzauste blonde Haar hin§ hätte ihn bergesch-ckt? Er sollte... ihm wirr in die Stirn. Sein Mund war fest gfr
- nach dem Jungen fehen. Stimmt es etwa schlossen unb trug einen Ausdruck non trotziget "'A?* , | (Energie, ber auf biefem kindlichen Gesicht brolliz
Sie nahm ftch zusammen. ..Doch! Ja, es ist wirkte.
richtig! Ist er wieder gegangen?" 1 (Fortsetzung folgt.)
als sie verstört und atemlos hereinkam. Sie er- ~ - — ... .
kündigte sich, ob jemand nach ihr gefragt, habe.1 aufsteigen wollten. Nur fein Heimweh! Kein Zw
„Gewiß!" sagte er. „Derselbe Herr, ber heute sammenbrüch! Kein Blick zurück! Sie mußte vor» schon einmal hier aewesen ist." wärts unb weiter! Aber wohin? Wohin?
. (funoen, es offenbar durchgezahlt unb war Durtg
Safari) mar pertomunben. El« kehrte betäubt in den allzu geringen D-traq enttäuscht worden. <K d>° H°lle zuruck. Ähr war als folgten chr hundert j,altc es jh° gaffen: die großmütig Geste ein» hahmfche Blicke. D>« Ltchter der Deckenlampen Hochstaplers, der an einträglichere Raubzüge r tanzten um sie. Undeutlich vernebm st- d,e Tanz-1 wähnt ist und Lappalien verschmäht.
muht bie aus einem »aal des Hotels kam. Es ist « . , E .. t , .. -. , ..
unmöglich! dachte ste. Es ist ganz unmöglich! Was buckele fchlief t,ef und fest. Sie hockte vor chr« fall ich tun? Henrn kann mich doch nicht im Stich KF" »nb ließ ichl.estlich ihre Stirn auf dm lasten! Cr liebt mich buch, ' kuh en Metallbefchlag bes Leders sinken, Eine Mil«
. „ . Ihr kam der Gedanke, daß er sich fein« Derab-! ^e -mlbe B^wesilung «W
Sie erklärte sich bereit, heute abenb gegen halb rebung anders überlegt haben könnte unb zu ihr qe-1 far£p& bie ®en)aIt ^^^.5^w'nnen wollte Mv acht in (einem Hotel zu fein. Iockele werde hoffent- kommen war, um sie abzuholen. Sie hatten sich nur! noch schlimmer war das Gemhl, sich lächerlich fft' lich nach den Abenteuern des Tages müde sein unb verfehlt. Sicherlich wartete er in ihrem Hotel auf sie i P\nd)t 3U f)abc", Dor 'cIber- wilde Aus' ihr nicht viel Scherereien machen. | Sie nahm sofort eine Tare unb fuhr zurück. Der gegen ihren Vater die großen Worte, d«
„Dann darf ich dich also jetzt deinem kleinen Besitzer des Hotels, der zur Abendzeit den Dienst r? Cis gejagt batte, ihre Flucht, all dieser Auftvan»
am Empfangsschalter versah, sah sie verwundert an.
„ Charlotte ging hinauf. Als sie ihr Zimmer betrat
warten lieh. Als eine halbe Stunde vergangen war, sah sie sofort, daß ihre Koffer in ihrer Abwefeicheil wendete sie sich an den Portier, um sich zu er» geöffnet unb durchsucht worben waren. Das batte kundigen. Lasard getan. Sie sträubte sich, dies zu glauben,
kümmern geruht. Was fangen wir Der Mann fragte zurück. „Herr Lasard? Gewiß.! aber es gab keinen Zweifel. Er hatte sie roegge- Darf ich dich wenigstens für heute gnädige Frau, Herr Lasard bat bei ' ■ 1' - ....... - ~
dessen erwarten? Ober stehen auch Aber er ist heute nachmittag abgercift
— -----------——-----—--
ßerufekleiöung kann noch fo verschmiert, verölt oder verkrustet fein - iMi löst alles und reinigt gründlich, imi macht beim Reinigen der ßerufe= kleidung die Verwendung von Waschpulver und Seife überflüssig.


