boten worden. Das empfrnM man ja auch in London selbst deutlich genug, wo man sich u. a. auch darüber tief enttäuscht zeigt, daß die Abberufung des englischen Gesandten aus Bukarest gar keinen Eindruck auf Sofia gemacht hat.
Diese bittere Enttäuschung in London, die etwas von dem fatalen Nachgeschmack des Moskauer Som- mers 1939 an sich hat, ist begründet genug. Man hat wirklich das Menschenmögliche getan, um die Türkei in offensivem Sinne am Balkanraum, d. h. an dem dorttgen englisch-griechischen Experiment zu interessieren. Man veranlaßte die Türken zur Der- sammlung einer Armee an der bulgarischen Grenze. Und darüber hinaus wurde die Türkei bis in diese Tage hinein von einer britischen Militärmission in Ankara unter Führung von Marschall Cornwall und Fliegergeneral Elmhirst „betreut". Ferner hatte Churchill in seiner letzten Rede die bekanntem erpresserischen Drohunaen gegen Bulgarien ausgestoßen. Und schließlich mußte es England erleben, daß in Jugoslawien Agenten des englischen Geheimdienstes in Gewahrsam genommen wurden und die beiden führenden Männer der jugoslawischen Regierung nach — dem Berahof reisten. Das Ende vom. Liede war das bulgarisch-türkische Abkommen, das man jetzt in London vorhergewußt haben will! Damit der Haltung Englünds auch dar Lächerliche nicht fehle, versichert der „Daily Expreß" im Gegensatz zu den offiziellen Londoner Behauptungen, das neue Balkan-Abkommen sei „nahezu unglaublich". Mit einem Wort, es läßt sich also aus der peinlichen Ueberraschuna in London auf die Stärke der britt- schen Enttäuschung schließen.
Der Vorgang ist für die ganze übrige Wett eine neue aufschlußreiche Lektion. England hat hier wieder einmal — wie in der ganzen Vorkriegs« und Kriegszeit, angefangen von den deutschen Ange- boten seiner Zeit an Polen bis zu der japanischen Vermittlungsaktion zwischen Indochina und Thailand — den Beweis erbracht, daß Befriedungsaktionen in der ganzen Welt nur an einem einzigen Punkte als unerwünscht, ja geradezu störend empfunden werden, nämlich in denjenigen angelsächsischen Kreisen, die in diesem Kriege eine imperialistische Gewinnchance sehen zu dürfen glauben. Es bedarf demgegenüber noch nicht einmal der besonderen Feststellung, daß die neue Balkanabmachung einen hervorragenden Erfolg der Achsendiplomatie darstellt. Die Tatsachen sprechen ebenso für sich wie die eindeutigen Gutachten aller ausländischen Beob. achter.
Das Echo der bulgarisch- türkischen Deklaration.
Rom, 20. Febr. (Europapreß.) Die römische Presse weist auf den starken Widerhall hin, den die bulgarisch«türkische Erklärung ausgelöst hat. Ueberall zeige sich Befriedigung, und nur in London und Athen mache sich große Enttäuschung bemerkbar. Die diplomatische Niederlage des englischen Außenministeriums sei so groß, schreibt „Tribuna", daß sie selbst die nordamerikani- schen Pressevertreter in London nicht hätten beschönigen können, sondern sich veranlaßt gesehen hätten, Betrachtungen über diese Niederlage ihren Berichten angufügen. Es sei sonnenklar, daß diese englische diplomatische Niederlage einen neuen Sieg der lichten Kräfte der Ordnung über die dunklen Kräfte der verbrecherischen Agitation und jene der Unordnung bedeute. — Das bulgarisch- türkische Nichtangrisfsabtommen so schreibt „(Sortiere della Sera", bilde einen Akt der Entspannung in der Balkanpolitik und beweise, daß die beiden Staa- ten eine unabhängige Politik verfolgen wollten, die sich nach den eigenen Interessen und Lebens- beoürfniffen orientiere. Das neue Abkommen werde daher als ein Element des Vertrauens und der Zu- fammenarbeit betrachtet. Darum werde es auch von Italien mit Genugtuung ausgenommen. Die Zusammenarbeit zwischen Bulgarien und der Türkei sowohl im Interesse der beiden Länder als auch der des gesamten Balkans liege Italien am Herzen.
In den letzten Monaten seien die Beziehungen zwischen Sofia und Ankara ziemlich gespannt gewesen, vor allem wegen der Einmischung der englischen Agenten in die Politik der beiden Staaten, erklärt die „Stampa". Ihrem ränkevollen Treiben war es gelungen, Rivalität und Mißtrauen in den türkischen Kreisen aufzustacheln. Aber nach und nach hätte sich die Besorgnis gelegt, und es sei zu Besprechungen über eine endgültige Klärung der gegenseitigen Posittonen gekommen. Die Entspannung werde von den Achsenmächten mit Befriedigung ausgenommen. In London dagegen sei man der entgegengesetzten Meinung. Da man die Tatsache nicht leugnen könne, suche man ihre Bedeutung herabzusetzen. Churchill und seine Trabanten könnten offenbar noch nicht verstehen, daß sich viele Dinge unter der Sonne verändert hätten und daß der vielbesungene brittsche Ruf auf dem Balkan im Untergang begriffen fei.
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Die „Neue Züricher Zeitung" schreibt, die türkische und die bulgarische Erklärung zeigten, daß man vor allem in Ankara selbst auf die Gefahr hin, in Lon- don zu verstimmen, recht nüchtern denke. Die türkische Erklärung könne daher als Erfolg der Diplomatie der Achsenmächte gewertet werden. Der indirekte Einfluß Großbritanniens hätte auf dem Balkan vollkommen ausgefpiett. Der Berner „Bund" erklärt, im Lichte der jetzigen Nichtangriffserklärung erhalte die Rundfunkansprache Churchills vom 10. Februar eine neue interessante Bedeutung. Dieser habe mit ihren Drohungen und Warnungen wohl die bevorstehende Entwicklung zu beeinflussen, vielleicht auch zu vernebeln versucht. Daß die türkische Ab- machung mit Bulgarien kein Erfolg der Engländer, sondern im Gegenteil ein Erfolg der deutschen Diplomatie sei, liege auf der Hand.
Der Wehrmachtberichi
Berlin, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Erfolgreiche Tiefangriffe von Kampfflugzeugen richteten sich gestern gegen Flug- plälze, Truppenlager, Bahnanlagen und Kraftwagenkolonnen in Süd- und Südost-England. Volltreffer zerstörten hallen und abgestellte Flugzeuge. Auf mehrere Bahnhöfe, auf Gleisan- lagen und zwei fahrende Elsenbahnzüge konnten Treffer erzielt werden. Nördlich Portsmouth wurde ein Truppenlager mit besonderem Erfolg angegriffen.
Ein Fernkampfflugzeug im Atlantik bombardierte westlich Irland ein größeres Tank- schiff und traf es so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden kann. Ein weiterer erfolgreicher Angriff richtete sich gegen ein Handelsschiff ostwärts Harwich.
In der Lyrenaika griffen Verbände der deutschen Luftwaffe am 18. Februar den Hasen
Bengasi mit guter Wirkung an und zersprengten südwestlich Agedabia Truppenansammlungen und Kraftwagenkolonnen.
Der Feind flog auch in der letzten Nacht weder in das Reichsgebiet noch in die befehlen Gebiete ein. Ein einzelnes feindliches Kampfflugzeug wurde in den gestrigen Morgenstunden beim Einflug in das besetzte Gebiet zur Landung gezwungen, die Besatzung gefangen genommen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.
Dänischer Protest in Chile.
Die Freigabe der beschlagnahmten Schiffe verlangt
Kopenhagen, 19. Febr. (DNB.) Das dänische Außenministetium hat anläßlich der von der chile» nischen Regierung durchgeführten Beschlagnahme der Schiffe „Lotta", Frida" und „Helga", in einem chilenischen Hafen den Königlichen Gesandten in Santiago aufgefordert, bei der chilenischen Regierung energischen Protest gegen die Beschlagnahme der Schiffe eingulegen und deren Freigabe zu fordern.
„National Tidende" schreibt: Die Beschlagnahme sei ein klarer Bruch des Internationalen Rechts und ein ebenso grober Bruch dessen, roas zwischen freundschaftlich gesinnten Staaten üblich sei. Dänemark habe keinen Konflikt mit Chile, die dänischen Schiffe lägen in den chilenischen Häsen
mit dem gleichen Recht wie Schiffe jeder anderen Nation, mit der Chile in Frieden lebe. Die einzige Begründung für die Beschlagnahme sei, daß man die dänischen Schiffe gut gebrauchen könnte. Wenn diese Begründung irgend ein Recht geben könnte, so würde das bedeuten, daß die Rechtlosigkeit in der Seefahrt wieder Gesetz würde. In „Faedrelandet" heißt es: Dänische Schiffe, die in gutem Glauben einen neutralen Hafen aufgesucht hatten, sollen dafür mit ihrer Beschlagnahme büßen, weil es der betreffenden neutralen Nation an Tonnage mangele. Daß eine solche Begründung unter keinen Umständen angenommen werden kann, versteht sich von selbst. Man hat von der Beschlagnahme von Schiffen bei kriegführenden Nationen gehört, aber was hier geschehen ist, ist unerhört.
Churchills (Schuldkonto.
Neuyork, 19. Febr. (DNB.) Wie Associated Preß aus London meldet, hat das britische Ministerium für innere Sicherheit mitgeteilt, daß bei den Luftangriffen in England im Januar 1502 Zivilisten getötet und 2012 verwundet worden sein sollen. — Wie weit diese Zahlen stimmen, ist Sache des britischen Sicherheitsministeriums, das im Dienste Churchills geneigt sein mag, Ziffern zu veröffentlichen, die auf die englische Propaganda abgestimmt werden. Die deutschen Dergeltungsschlüge auf kriegswichtige Ziele fordern unabwendbar auch Opfer der Bevölkerung. Der Führer hat wiederholt gewarnt. Churchill bleibt unbelehrbar. Alles Blut, das vergossen wird, geht auf Churchills Konto!
Erlebnisse in britischem Geleitzug.
Den „Derbundeten" die gefährlichsten Plätze.
Auf jeder Fahrt fünf Schiffe versenkt. — Hafenanlagen zerstört.
Japanische Militäraborduung im besetzten Gebiet im Westen.
MW
AK v ■ ?./
Die japanische Militärabordnung, die gegenwärtig in Deutschland weilt, besuchte auch verschiedene Frontabschnitte im Westen. Die Offiziere machen sich hier bei einer Besichtigung Notizen über die hierbei aeroonnenen Erfahrungen.
(PK.-Sanden-Scherl-M.)
Ein holländischer Matrose erzählt.
Auf den Azoren geflüchtet.
Amsterdam, 19. Febr. (DNB.) Ein holländischer Matrose, der Ende Dezember auf den Azoren von Bord des im Dienste Englands fahrenden holländischen Frachtschiffes „W i n t e r s w i j k" flüch- ten konnte, machte interessante Mitteilungen über seine Erlebnisse.
Die Geleitzüge auf der Strecke Kanada—England werden zunächst von einem Kreuzer ober zwei Zerstörern begleitet. Drei Tagereisen vor der englischen Küste wird der Schutz durch acht Zerstörer und durch Flugzeuge erhöht. Um die Stellung in- nerhalb des Geleitzuges wird gelost, da naturgemäß die an der Außenseite fah- renden Schiffe stärker gefährdet sind. In der Gefahrenzone vor der englischen Westküste jedoch müssen die holländischen, griechi- schen und dänischen Schiffe die gefährlichen Außenpositionen einnehmen.
Die Stimmung an Bord sei, wie der Matrose weiter mitteilte, trotz guter Verpflegung schlecht gewesen; nur der Kapitän, der sogar englische Uniform getragen habe, sei gern für England gefahren. Die Mannschaft wolltenachHause. Durchschnittlich seien fünf Schiffe je Fahrt versenkt worden. Die Verfenkungsziffem hätten sich jedoch e r •
höht, seitdem deutsche U-Boote ihren Aktionsradius weiter ausdehnten. Das Verhältnis zu den Engländern fei kein gutes gewesen. In den Häfen sei es immer wieder zu Schlägereien zwischen Engländern und Holländern gekommen. Durch die Vernichtung der englischen Hafenanlagen bei den deutschen Luftangriffen sei das Löschen durchschnittlich um drei Wochen verlängert wor- den. Die Schiffe seien wiederholt von einem Hafen in den anderen geschickt worden, weil in den ursprünglichen Bestimmungshäfen keine Löschungsmöglichkeiten vorhanden waren. Den S ck i f f s f u n k habe ein Kanadier bedient, da Holländer zum Funk nicht zugelassen worden seien. An Bord habe sich auch eine englische Ge - schützbedienung befunden. Don der Besatzung seien vier Mann in Kanada und zwei auf den Azoren geflüchtet.
Grschästsstille
am Londoner Frachtenmarkt.
Stockholm, 19. Febr. (Europapreß.) Am Londoner Frachtenmarkt herrscht zur Zeit eine völ- lige Geschäfts st ille, wie der Londoner Schiffahrtssachverständige der „Göteborger Handels- und Schiffahrtszeitung" mitteilt. D 1 >,e Re
gierung ist im Augenblick nicht in der Lage, neutrale Tonnage zu charter.. Der Korrespondent hat den Eindruck, daß die Zurückhaltung der Reeder noch anbau em wird.
„Freiheit" — die sie meinen.
^on unserer Berliner Schristlertunq
Die Beauftragten der jüdisch-angelsächsischen Geldmachthaber haben imamerikanifchenSenat gewaltige Schimpfreben gegen den angeblich die Wett verschlingenden deutschen Wolf losgelassen und von Freiheit und demokratischer Selbstbestimmung gesprochen. Ihrem Organ, dem „Wallstreet Journal", ist nicht ganz wohl habet, denn es befürchtet immerhin, aus dem Ganzen könne sich später so etwas wie eine a n t i p l u t o k r a t i s ch e Tendenz entwickeln. Im Gegensatz zu den schreienden Enalandhelfern im USA.-6enat ist nun die innerenglische Propaganda selbst durchaus zweideutig. Das offiziöse Telegraphenbureau Reuter schreibt, man müsse in England die Arbeitskräfte mobilisieren, es müsse, so heißt es wörtlich, „auf gewisse Teile der staatsbürgerlichen Gemeinschaft der höchste Grad von Druck ausgeübt werden".
Welche Teile des englischen Volkes damit gemeint sind, ist klar. Die A r b e i t e r f cf) a f t, und nur sie, Toll für den Krieg der berufsmäßigen Kriegsgewinnler zwangsarbeiten.Der von Churchill gekaufte Arbeitsminister Bevin hat das auch deutlich angekündigt. Die Arbeiter werden registriert und sie werden robotten müssen, während die Plutokraten ungestört ihre hohen Dividenden verprassen und Scharen von Luxusgirls „unterhalten" können. So glaubt man, die Plutokraten jenseits des Ozeans zufrieden gestellt zu haben. Auf der anderen Seite aber versichert ausgerechnet der gleiche Arbeitsminister Benin: „Es gibt über die Gewinne weder Verärgerung noch Erregung. Niemand macht Schwierigkeiten, weil dem Kapitalgewinn Schran-
ken auferlegt sind. Der Typ des Prositmachers ober des wirtschaftlichen Geiers, der in früheren Krie- gen in die Erscheinung trat, ist von her Oefsentlich- (eit in den Bann getan worden und steht außerhalb des Gesetzes."
Hier redet Benin bewußt die Unwahrheit, denn gerade sein Leiboraan, der „Daily Herald", brachte folgende kurze Nachrichten: „Die Ashantt-Goldfefder- gesellschast kann sta tt 8 5 n u r (!) 8 0 v. H. v e r- teilen", oder: „Die Zinnwerke Ranbuttan verdienten (nach deutschem Gelde) ft a 11 2 8 0 00 RM. nicht weniger als 202 000 R M." Die Aktionäre der Birmingham Small Arms, der Lanca- shire Steel Corp. teilen mit: „In den ersten vier Kriegsmonaten haben mir dank gewisser Preissteigerungen zehnmal so viel verdient wie im ganzen Jahr. Und so fort.
Und die KrieHsgewinnsteuer? Irn „Daily Ekpreß wird berichtet, die großen Unternehmungen hatten ihre Herabsetzung beantragt, denn die jetzige Kriegsgewinnsteuer führe „unwiderstehlich zur Extravaganz, Verschwendung und allgemeinem Leistungsrückgang." Die herrschenden Plutokraten wissen ja genau, wie man sich der Steuerpflicht entzieht. Die Profitmacherei blüht also in Eng- land wie nie zuvor, während die verarmten Massen immer mehr in den Schraubstock der gewinnbringenden Rüstungsproduktion gezwängt werden. Das aber sind die plutokratischen Giftfrüchte, für die die charsmacherischen „Freiheitsredner" der USA. sich so sehr einsetzen! E. S.
und daß damit überall da, wo es austaucht, entsprechende Zerstörungen angetidhtet werden können.
Am besten ergibt sich die Größe der Steigerung der Leistung aus einem Vergleich mit den Leistungen der „schweren Kampfflugzeuge", die bei Kriegsbeginn in den verschiedenen Luftwaffen vorhanden waren. Bei einer Motorenzahl von zwei bis vier Motoren erreichten sie eine Höchstgeschwindigkeit von 320 bis 450 ©tunbentiiomeier uni) eine Marschgeschwindigkeit von 300 bis 400 Stundenkilo. Meter. Die Stärke ihrer Besatzung betrug durchschnittlich 4 bis 5 Mann. An MG s hatten sie 3 bis 6 Stück. Bei einer Gesamtflugweite von 2000 bis 3500 Kilometer konnten sie im allgemeinen eine Bombenlast von 1200 Kilogramm und mehr mit- nehmen. Diese wenigen Zahlen zeigen bereits, wie groß die Steigerung der Leistung bei unseren neuen deutschen Fernkampfflugzeugen im Hinblick aus Geschwindigkeit, Besatzung, Reichweite und Ausrüstung mit Kanonen erst sein muß. Wir haben in den Wehrmachtbetichten der hinter uns liegenden Kriegsmonate die Ju88 und die He 111 als ausgezeichnete deutsche Kampfflugzeuge kennengelernt, die neuen deutschen Fernkampfflugzeuge werden ihre Leistungen noch übertreffen'— wie sehr, davon haben die Engländer heute schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen.
Es ist der Zweck eines Kampfflugzeuges, Erd- und Seeziele vor allem m i t B o m b e n, aber auch, menn es möglich ist und sich aus der besonderen taktischen Sage ergibt, mit MG-Feuer anzu- greifen. Der Einsatz der deutschen Kampfflugzeuge gegen die bewaffnete englische Handelsschiffahrt hat gerade in diesem Kriege eine völlig neue Seite im Buche des Seekrieges begonnen, dem wiederum der Einsatz der neuen deutschen Fernkampfflugzeuge ein weiteres Kapitel hinzufügen wird, das für die Eng- länber bestimmt sehr unangenehme Uebervaschungen enthält.
England hat, wie im vergangenen Winter, so auch jetzt, wiederum mit den Leistungen feiner Kampfflugzeuge „Btistol-Blenheim" und '„Welling- ton" geprahlt und von mannigfachen Verbesserun- aen gefaselt, die ihre Leistungsfähigkeit erhöht haben sollen. Wo wirklich gearbeitet worden ist und Verbesserungen durchgeführt wurden, zeigen die neuen Erfolge der deutschen Fernkampfflug, zeuge, des langen Arms der deutschen Luftkrieg- suhrung, der überall da zuschlägt, wo der Eng- lander sich bisher vielleicht noch ein wenig sicher fühlte. s.
Deutsche Traktoren helfen der rumänischen Landwirtschaft.
Bukarest, 18. Febr. (DNB.) Das Regierungs- blatt „Unirea" weist darauf hin, daß durch Einsatz der jetzt aus Deutschland eingeführten Traktoren die landwirtschaftliche Produktion Rumäniens um 3,4 Millionen Tonnen st eigen werde; das bedeute eine Steigerung des Volksoermögens um 25 Milliarden Lei. Auch auf den übri- aen Gebieten der Landwirtschaft, im Forstwesen, im Anbau von Oelsrüchten und Heilkräutern wird mit Hufe der von Deutschland übernommenen Erfahrungen und technischen Hilfsmittel für das kommende Jahr eine beträchtliche Steigerung erwartet. Kleine politische Nachrichten.
FernkampWeger greifen an.
Dom Mittelatlantik bis zum Guezkanal erweist sich die Schlagkraft des Focke-Wuif-^Eondor".
In stärkerem Ausmaß als bisher hat die Wett durch die OKW.-Berichte vom Auftreten und Eingreifen unserer Fernkampfflugzeuge in den Kampf jeaen England gehört, nachdem am 18. Januar >- 3. zum ersten Male das deutsche Volk vom Ein- satz des neuen deutschen Langstreckenbombers Focke- W ul f - „C o n d o r " ersah- ren hatte. Für den Gegner und für die militärsach- verstandlaen Kreise der ganzen Wett ist der Einsatz Fernkampfflugzeuge 500 Kilometer westlich Portugal, über Island und am Suezkanal eine Ueberrafcfjung sondergleichen ge. wesen hat er doch gezeigt, daß die neuen deutschen Langstreckenbomber Entfernungen zu überbrücken n der Laoe sind, für die bisher der Einsatz von schweren Kampfflugzeugen nicht mehr in Frage kam.
Weit westlich der Küste Portugals, 2 0 00 Kilo- Meter vom nächsten deutschen Stützpunkt entfernt, haben unsere Flieger im Mittelatlantik bewiesen, daß Englands Geleitzüge fchon weit vor der britischen Insel nicht mehr sicher sind. 1800 Kilometer Anflug von Sizi- " ^"en sie hinter sich, als sie ihre Bomben °ufdie Anlagen des Suezkanals warfen, und etwa 1400 Kilometer waren von den deut*
schen Stützpunkten in Norwegen zu u,m &en Angriff gegen die englischen Widerstandsnester in Island durchzuführen.
Das schwere Kampfflugzeug ist an sich nicht ein i öeI Erst jetzt während des Krieges aufge- taucht ist. Schwere Kampfflugzeuge sind bereits feit beginn des Krieges in den Luftwaffen aller krieg, führenden Länder bekannt. Mit dem neuen deutschen Langstreckenbomber Focke - Wulf .„Condor" konnte aber die Reichweite der bisher üblichen schweren Kampfflugzeuge weit überschritten werden. Der zähen Arbeit deutscher Konstrukteure und Facharbeiter und dem fliegerischen Können der Männer unserer Luftwaffe ist die Entwicklung dieses neuen Fernkampfflugzeuges zu danken, das auf feinen Flügen neben verstärkter Bewaffnung e'ne m ehrköofige Besatzung an Bord bat (Sine Enteisungsanlage ermöglicht den Einsatz des Kampfflugzeuges auch unter schwierig- sten Witterungsverhältnissen, und schließlich läßt die febr bobe Geschwindigkeit es in für- Aer Zeit überall da rasch und unvermutet zur Stelle sein, mn der Gegner empfindlich getroffen werden kann. Es kommt Hinzug, daß die Mitführung einer gewaltigen Bombenlast das Haupt- kennzeichen dieses neuen Fernkampfflugzeuges ist
Auf Anordnung des Führers findet am Donnerstag, 20. Februar, für den verstorbenen SA.-Ober« gruppenfuhrer Botschafter Hermann Kriebel in München ein Staatsakt statt.
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$n diesen Taaen weilte eine Führerabordnuna der HI. unter Führung von Stabsführer Moeckel in Norditalien. Die Abordnung fetzte sich zum größten Teil aus Führern der Jugend' zusammen, die sich an der Front ausgezeichnet haben. Die HI.' Abordnung hatte Gelegenheit, mit verantwortlichen Führern der italienischen Jugend alle Fragen der Jugenderziehung und Jugendertüchtigung zu be-
Der thailändische Staatsjugendführer und Staats- minifter, Oberst Dämon Montri, stattete Reichsjugendführer Axmann einen Besuch ab. Das Interesse der thailändischen Jugendbewegung galt im Besonderen den vormilitärischen Erziehungsund Ausbildungsmaßnahmen der HI.
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Auf Einladung des Reichsstudentenführers Dr. Scheel ist der spanische Studentenführer Jose Miguel G u i t a r t e zu einer Studienreise nach Deutschland abgereift.
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Der Führer von Nasjonal Sämling, Vidkun Quisling, sprach vor Distriktsleitern der Bauern- Organisation der Bewegung über den Verfall der Rechtsstellung der Bauern durch die marxistische Politik nach dem Weltkrieg und sagte, es sei Aufgabe von Rasjonal Sämling, die norwegisch»


