die
Tretet zur
führer Schöne
(Nachdruck verboten.)
17. Fortsetzung.
Oer japanische Sieg bei Hawai.
praktische Vernichtung der USA -Pazifik-Flotte und -Luftwaffe.
Was wird gegenüber dieser klaren Aufstellung jetzt Roosevelt sagen? Wenn sie falsch wäre, weshalb wurden Admiral Kimmel (den man der Einfachheit halber zunächst in Washington für tot erklärt hatte), ferner die Kommandierenden Generale der amerikanischen Land- und Luftstreitkräfte auf Hawai dann eigentlich abberufen und ferner weshalb wurden die stärksten Angriffe der enttäuschten Judenpresse gegen die USA.-Marine lanciert? Es wurde u. a. erzählt, die USA.-Schlachtschiffe hätten in Pearl Harbour wie an einer Schnur aufgereiht gelegen, keines Angriffs gegenwärtig, die Milliarden, die für den Ausbau dieser, Trutzfeste gegen Japan ausgegeben worden seien, wären verschwendet, denn man habe nicht einmal für genügend Flugplätze gesorgt, sondern dafür Golfplätze für die Herren Marineoffiziere angelegt, und im übrigen hätten wohl die Hawai-Girls, die die ganze Aufmerksamkeit der amerikanischen
übrig oder auch" — er machte eine kleine Pause — „eine Privatrache an Herrn Wand."
„Schön, nehmen wir an, daß Sie auf der richtigen Fährte sind. Wie denken Sie sich das im einzelnen?"
„Beim Vorliegen von Werkspionage müßte es sich um jemanden handeln, der an sprengtechnischen Erfindungen interessiert ist und auch etwas davon versteht. Dann könnte der Kerl also dem Verderben durch die Explosion entgangen sein. Es ist durchaus naheliegend, daß Wand dem scheinbaren Kom- pagnon Kaspar ahnungslos aufmachte, von diesem niedergeschlagen und hingelegt wurde. Dann hatte der Verbrecher Zeit genug, das Laboratorium zu durchsuchen, sich alles anzueignen, was er finden konnte, eine später erfolgende Explosion herbeizuführen und rechtzeitig das Werk zu verlassen. Hatte er mit Wand privat etwas auszumachen, wollte er also Rache nehmen und den Mann umbringen, dann konnte er auf die gleiche Art vorgehen und durch die Explosion die Spuren eines Verbrechens verwischen: denn kein Arzt würde in der Lage sein, bei einem durch die Explosion so grauenhaft verstümmelten Körper etwa einen Totschlag festzustellen, der mit einem harten Gegenstand durch Bruch des Schädels herbeigeführt wurde."
„Na also, da haben wir ja zwei Ausgangspunkte für weitere Untersuchungen. Einen dritten gibt's wahrscheinlich nicht. Wie denken Sie sich Ihre meb tere Tätigkeit?"
„Tja, Herr Kriminaldirektor, das steht auf einem anderen Blatt. Anhaltspunkte sind gar keine vorhanden, nicht einmal eine Beschreibung der verdächtigen Person, da diese von jedem Beteiligten nur so beschrieben werden kann, wie er auch Herrn Kaspar beschreiben würde. Liegt Werkspionage vor, so können wir nur eine sehr umfangreiche Aktion einleiten, die sich vor allem darauf richten muß, ob irgendwo in der Welt eine Erfindung ähnlich der letzten Wandschen zum Patent angemeldet oder sonstwie bekannt wird. Und falls es sich um einen persönlichen Racheakt handelt, müßte man die ganze Vergangenheit Wands bis in die geringsten Einzel-
Oer WHW.-Einsatz der Hitler-Iugend
Am 20. und 21. Dezember tritt die Jugend für das Kriegswinterhilfswerk an. Aus diesem Anlaß richtet Reichsjugendführer Axmann an die Hitler- Jugend folgenden Aufruf: „Wieder tritt die Hitler- Jugend zur Reichsstraßensammlung für das Kriegswinterhilfswerk an. Für joden Jungen
und danken seinen Soldaten.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Konteradmiral Robert E y s s e n, dem es als Kommandant eines in überseeischen Gewässern operierenden Hilfskreuzers gelang, neben der erfolgreichen Beschießung der Oel- und Phosphatanlagen und Verladeeinrichtung der Insel Nauru zehn bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 64 494 BRT. aufzubringen.
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Aus Anlaß der sechsten Wiederkehr des Tages, an dem die faschistischen Frauen während der von Großbritannien gegen Italien eingeleiteten Sanktionen ihre Trauringe für das Vaterland ablieferten, empfing der Duce den Zentralrat der weiblichen Faschisten sowie Vertreterinnen faschistischer Frauen, die in Rom zu Besuch weilen, und der freiwilligen Krankenpflegerinnen des italienischen Roten Kreuzes und verlieh Auszeichnungen für zehnjährige Arbeit im Dienste der Partei.
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Wie Associated Preß meldet, beläuft sich die USA.- Staatsschuld auf 57 Milliarden gegenüber 44,5 Milliarden im vergangenen Jahr.
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Der schwedische Reichstag nahm den Gesetzentwurf über die Verlängerung der Wehrpflicht an. Das neue schwedische Wehrpflichtgesetz sieht 450 Tage Ausbildungszeit für die Wehrpflichtigen statt bisher 360 Tage und die Erhöhung der obersten Grenze der Wehrpflichtalters von 46 auf 47 Jahre vor.
Oer Wehrmachtberichi.
DBB. Ausdem Führerhauptquartier, 18. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Durch unsere Luftangriffe im Mittelab- schnitt der Ost front erlitt der Feind auch gestern hohe Einbuße an Menschen, Panzern und rollendem Material, westlich derkandalakfcha- Bucht belegten Kampfflugzeuge Eisenbahnziele an der Murman-Slrecke sowie einen Flugstützpunkt mit Bomben.
2ln der englischen Ost- und Südwestküste wurden in der letzten Bucht Hafenanlagen bombardiert.
In Bordafrika kam es gestern nicht zu grö- Heren Kampfhandlungen. In den Gewässern der L y r e n a i k o stellten deutsche Kampfflugzeuge einen größeren Verband britischer Seestreitkräste und erzielten zwei Lufltorpedotreffer auf einem Schweren Kreuzer. Deutsche Jäger und Flakartillerie schossen sieben britische Flugzeuge ab.
Bei Nachtangriffen der britischen Luftwaffe auf die besetzten Westgebiete verlor der Feind vier Bomber.
In der Zeit vom 10. bis 16. Dezember schossen Verbände der deutschen Luftwaffe und Einheiten der deutschen Kriegsmarine 74 britische Flugzeuge ab, davon 52 über dem Mitlelmeer und In Nordafrlka. Im gleichen Zeitraum gingen im Kampf gegen Großbritannien 17 eigene Flugzeuge verloren.
Nördlich Bengasi noch weitere britisch? Einheiten getroffen
Berlin, 19. Dez. (DNB.) Auf britische Seeziele angefetzte deutsche Kampfflugzeuge sichteten am Nachmittag des 17.12. einen großen b r 1t1 - schen Flottenverband im Seegebret
Lusttorpedotreffer aus britischen Kreuzer vor der Cyrenaika.
B erlin , 18. Dez. (DNB.) Im Rahmen des Der- waltungsaufb-aues in den besetzten Ostgebieten Jint) die Reichskommissariate Ostland und Ukraine in eine Reihe von General bezirken unterteilt worden. Die Generalbezirke gliedern sich wiederum in Kreis gebiete. Bisher hat der Führer folgende Generalkommissare mit der Führung von Generalbezirken beauftragt: SA.-Grup- penführer Litzmann, Oberbürgermeister Dr. Drechsler, Reichshauptamtsleiter Dr. von Renteien, Gauleiter K u b e, SA.-Obergruppen- führer Schöne, Regierungspräsident Klemm, NSFK.-Obergruppenführer Oppermann und Oberbefehlsleiter Klaus S e l z n e r.
und jedes Mädel ist dieser Einsatz ein Ehrendienst für die kämpfende Front. Stellt Eure Einsatzfreudigkeit für den Führer und seine Soldaten durch ein Sammelergebnis unter Beweis, das auch in diesem Jahr eine Steigerung erfahren muß. Ermahnt mit Euren Sammelbüchsen jeden Volksgenossen des heldenmütigen Einsatzes der Soldaten an allen Fronten und tragt selbst durch die gesammelten Groschen einen kleinen Teil Eurer großen Dankesschuld ab. — <*--*■-*• * Reichsstraßensammlung der deutschen Jugend an mit der Losung: Wir alle helfen dem Führer
Explosion inRaumS
Roman von H.G. Hansen
Copyright by Prometheus-Verlag Dr.Elchadcer, Gröbenzell b.MGndien
Ertrag seiner Ernten ein bequemes Leben fuhrt, während die Arbeiter selbstverständlich sofort nach Beendigung der kurzen Arbeitsperiode entlassen werden. Der Prozeß der Vernichtung von Einzelfarmen und ihre Zusammenfassung zu Riesenfarmen von über 50 000, ja über 100 000 Hektar ist noch keineswegs zu Ende, obwohl man inzwischen durch die furchtbaren Sandstürme erfahren hät, wie schwer sich die Vernachlässigung jeder Pflege des Bodens an der ganzen Nation rächen kann.
Diese Seite der amerikanischen Landwirtschaftspolitik ist mindestens ebenso ruinös wie die verfehlte Handelspolitik, die dazu geführt hat daß heute die amerikanische Landwirtschaft in Wirklichkeit bankrott ist und nur noch durch staatliche Zu- schüsse ihr Leben einigermaßen fristen kann. ^v. H. des amerikanischen Volkes sind nach Herrn Roosevelts eigener Aussage unterernährt. Mehr als die Hälfte aller Arbeiter erreicht nicht das Existenz Minimum, ungerechnet die Arbeitslosigkeit, die auch heute noch nach Millionen zählt. Mit einem so verelendeten und auf das Niveau bloßer Lohnsklaven herabgedrückten Volk kann freilich eine skrupellose Regierung machen was sie will. Vermassung in schlimmster Form, hier wie im Sowjetstaat, das ist der Zustand. Verantwortlich dafür ist in den USA. die Plutokratie, in der Sowjetunion der bolschewistische Wahnsinn. Die Namen sind verschieden, die Methoden auch, aber die Folgen sind die gleichen. Und in Deutschland gibt es immer noch em gutes altes Sprichwort, das da heißt: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Wer das berück- sichtigt, wird sich nicht wundern, wenn heute Pluto- fr-atie und Bolschewismus als edles Brüderpaar Hand in Hand antreten. A.
den. Von den großen Bevölkerungsverfchiebungen, die in Amerika vor sich gegangen sind, hat man viel weniger gesprochen, denn sie erfolgten ja „freiwillig", Der amerikanische Arbeiter oder Farmer, der arbeitslos geworden war, konnte sich nicht darüber beklagen, daß er etwa zwangsweise umgesiedelt worden wäre. Nein, niemand hatte etwas dagegen, daß er an seinem alten Wohnorte blieb. Freilich aber gab ihm niemand dort Arbeit. Ja, es ist sogar vorgekommen, daß die ortseingesessene Bevölkerung einer amerikanischen Stadt nach Vollendung eines Bahnbaues mit Gewalt gegen die nun arbeitslos gewordenen Bauarbeiter vorging, um sie zum Verlassen des Ortes zu zwingen. Die Baugesellschaft kümmerte sich natürlich nicht im geringsten darum, was aus den entlassenen Arbeitern wurde. So entstand, höchst „freiwillig", das nomadisierende Ar bei tert um, das auf alten Ford- Autos mit erbetteltem Benzin von einem Staate der USA. zum anderen wanderte, um irgendwo einen „Job" zu ergattern. Entwurzelung des Volkes, Auflösung jeder natürlichen Bindung zwischen Mensch und Boden ist also hier wie da der Erfolg des Herrschaftssystems.
In den USA. gibt es selbstverständlich keine Kollektivgüter in der Landwirtschaft wie im Sowjetstaat. Aber ist es wirklich ein so großer Unterschied, wenn der amerikanische Großfarmer in 6er Stadt lebt und nur zweimal im Jahre, im Frühjahr zur Bestellung und im Herbst zur Ernte, mit einem riesigen Park von landwirtschaftlichen Masckinen und einigen hundert Arbeitern, „farmhands' genannt, auf sein Land hinauszieht, um nach vollbrachter Arbeit schleunigst wieder in die Stadt mit ihren Annehmlichkeiten zurückzuflüchten, wo er vom
Tokio, 18. Dez. (DBB.) Die Marineabteilung des kaiserlichen Hauptquartiers gab bekannt, daß die Aufklärungstätigkeit und die Ermittlungen der japanischen Marine — auch Luftaufnahmen wurden ousgewertet — nunmehr die praktische Vernichtung der USA.-Pazifikflotte und der auf hawai stationieren Luftwaffe bestätigt haben. Die Verluste der USA.-Marine und der U SA.-Lusistreitkräfte im Pazifik sind nach der japanischen Mitteilung folgende:
1. Fünf Schlachtschiffe versenkt, darunter eines der „California"-Klasse, eines der „Ma- ryland"-klasse, eines der „Arizona"-Klasse, eines der „Utah"-Klasse und ein weiteres einer nichtidenti- fizierten Kategorie, außerdem zwei Schwere Kreuzer und ein O e l t a n k e r.
2. USA.-Kriegsschiffe, die so schwer beschädigt wurden, daß sie nicht mehr reparaturfähig sind: ein Schlachtschiff der „Ealifornia"- klasse, eines der „Maryland"-Klasfe und eines der „Bevada"-Klasse, außerdem zwei Leichte Kreuzer und zwei Zerstörer.
3. USA.-Kriegsschiffe, die zwar schwer ober nicht so ernsthaft beschädigt wurden, wie die obigen: ein Schlachtschiff der „Bevada"-Klasse und vier Schiffe der B-Klasse.
4. Die amerikanischen Flngzeugverluste wurden mit 450 Flugzeugen festgestellt, die durch ' MG.-Feuer und durch Brände vernichtet wurden.
14 Flugzeuge wurden in Luftkämpfen abgeschossen, zahlreiche weitere zerstört. Ueberdies wurden 16 Flugzeughallen in Brand gesetzt und zwei weitere durch Bombenwurf schwer beschädigt.
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Ausgerechnet die Londoner „Times" glaubt sich berufen, im Zusammenhang mit der, Nachrichten- gebung über die Ereignisse auf den Hawai-Jnseln zu erklären, „daß die Amerikaner wie Engländer wahrheitsgetreue Nachrichten nicht fürchteten". Die Frage ist lediglich, was sind „wahrheitsgetreue Nachrichten" aus London und Washington. Als in Washington die ersten Hilferufe von den Hawai-Jyseln eintrafen, setzte sich der amerikanische Marineminister K n o x in ein Flugzeug, um an Ort und Stelle die Wahrheit zu erforschen. Er kehrte erschüttert nach Washington zurück, um zu erklären: Es sieht bös aus! Sofort kam aus London die vorwurfsvolle Feststellung: So etwas sagt man nicht öffentlich! Und prompt behauptete Knox nun: Es ist alles halb so schlimm. Die Japaner warteten mit Einzelheiten auf. Das haute auch im Reiche Roosevelts hin, und schon kam die öffentliche Anfrage: Warum verheimlicht man uns das? Antwort: die Tokioter Nachrichten
nördlich Bengasi. Trotz starker Flakabwehr wurde der Verband erst von Torpedo- und danach von Bombenflugzeugen angegriffen. Wie bereits gemeldet, erhielt ein britischer Schwerer Kreuzer zwei Torpedotreffer. Nach den neuesten Meldungen beschädigten die abgeworfenen Bomben noch weitere Einheiten des britischen Flo» tenverbandes erheblich.
Erfolgreiche Luftangriffe in -sr Mtirmarica.
Berlin, 19. Dez. <DNB.) Die Angriff« der deutschen Luftwaffe richteten sich im Verlaufe des 17. 12. gegen britische Flakstellungen in der Marmarica. Auch der Endpunkt der britischen Wüftenstichbahn bei A b u F e i d a n wurde bombardiert. Gemeinsam mit italienischen Sturzkampfflugzeugen bekämpften deutsche Sturzkampfflugzeuge unter starkem Jagdschutz Panzer- und Fahrzeugansammlungen der Briten. JBet diesen Angriffen, die zum Teil in kühnen Tiefflügen ausgeführt wurden, erzielten die deutschen und italienischen Flieger wirksame Treffer. Die aus niedrigster Höhe ausgelösten Bomben, darunter Bomben schwersten Kalibers, brachten dem Feinde erhebliche Verluste an Menschen, schweren Waffen und Kriegsgerät bei.
Zm Kanalgebiet 12 Britenflugzeuge abgeschossen.
Berlin, 18. Dez. (DNB.) Ein Angriffsversuch britischer Bomber mit Jagdschutz in den Nachmittagsstunden des Donnerstag auf einen Hafen der besetzten West gebiete brach unter der schlagartig einsetzenden deutschen Jagd- und Flaka^ wehr zusammen. Die Briten verloren hierbei nach bisher vorliegenden Meldungen in Luftkämpfen sowie durch Flakfeuer achtFlugzeuge, darunter zwei viermotorige Bomber. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Die britische Luftwaffe büßte daher in den letzten 24 Stunden bei Einflügen in das Kanalgebiet 12 Flugzeuge ein.
Michel ging mit klopfendem Herzen neben dem verehrten Vorgesetzten her. Er war stolz, so gelobt worden zu sein, und vergaß in der Erregung sogar, daß nicht er selbst auf diese Lösung gekommen war, sondern Bärbel.
Ball empfing die beiden freundlich und lauschte dann mit wachsender Aufmerksamkeit dem Bericht Kammins, der den Fall ausführlich darstellte.
„Ganz richtig", gab Ball zu. „Gestern abend vor dem Einschlafen ging ich ähnlichen Gedanken nach. Aber ich gestehe, daß ich sie noch nicht für so feststehend halte wie Sie, Herr Kammin."
„Darf ich fragen ...?" begann der Kommissar erstaunt.
„Ich antworte schon ohne spezielle Frage. Wenn wir annehmen wollen, daß ein Fremder in der Maske Kaspars in die Fabrik gegangen ist, dann müssen wir auch eine Erklärung dafür finden können. Ohne Grund tut niemand so etwas. Einbrechen? Eine naheliegende Möglichkeit. Wurde etwas gestohlen? Davon wisfLN wir bis heute nichts. Geldschränke sind jedenfalls nicht erbrochen worden. Und die Erfindung Wands? Die wurde wahrscheinlich mit der Laboratoriumseinrichtung zerstört. Nitro ist nach den Bekundungen der Herren Kaspar und Kabelt ein so verflixt gefährliches Zeug, daß wahrscheinlich ein Fremder, der den Unfall herbeiführte, auch ums Leben gekommen wäre."
Ball blickte fragend seinen Kommissar an, als wolle er nun dessen Gegenäußerung hören. Kammin ließ auch nicht lange auf sich warten.
„Motive gibt's eine Menge. Diebstahl und Werkspionage in den verschiedensten Möglichkeiten. Nach Geld und ähnlichen Wertsachen wurde anscheinend nicht gesucht. Bleibt also nur die Werkspionage
heften ausgraben, um Anhaltspunkte zu finden. In beiden Fällen wird sehr lange Zeit vergehen, wenn uns nicht ein Zufall hilft."
„Das ist gleichgültig", stellte Ball fest. „Wir muffen jedenfalls den ganzen uns zur Verfügung stehenden Apparat aufbieten, um weiterzukommen, und wenn darüber Monate vergehen. Irgendwann finden wir schon den Zipfel, den wir haben müssen, um den Schleier zu lüften.
„Wollen Sie besondere Anweisungen geben?"
„Nein, tun Sie zunächst alles, was Sie für richtig halten, und benachrichtigen Sie mich morgen von den Schritten, die Sie unternommen haben! Wir können dann nochmals darüber sprechen."
„Sehr wohl, Herr Kriminaldirektor", sagte Kam-^ min dienstlich und verließ mit Michel das Zimmer. „Nun lassen Sie noch einmal Ihr Licht leuchten, Erusius!" wandte er sich im eigenen Büro wieder an Michel. „Sie haben hier Gelegenheit, an einem ganz besonders gelagerten Fall Ihren Scharfsinn zu erproben und gründlich zu lernen. Wo würden Sie jetzt anfangen?"
Er ließ ihm Zeit zum Nachdenken.
Michel wurde verlegen. „Man müßte wohl zunächst, wie schon Herr Kriminaldirektor Ball vorschlug, den Patentmarkt überwachen."
„Das ist nur eine Möglichkeit, ‘tie für die erste Hälfte unserer Theorie nutzt."
„Und bann Herrn Wands Leben nachprüfen."
« Kammin schüttelte den Kopf. „Ich will es Ihnen sagen: Wir benachrichtigen die zuständige Abteilung des Reichspatentamtes und bitten um genaue» ften Augenmerk auf diesen Fall. Zweitens fetzen wir uns mit den deutschen Firmen in Verbindung, die ähnliche Arbeiten durchführen wie die Fabrik von Kaspar und Kabelt, mit dem Ersuchen, sie möchten sofort Meldung machen, wenn sie irgendwoher von einem Apparat hören, der der Wandschen Erfindung gleicht. Und mir beide machen uns daran und durchwühlen fo lange die Vergangenheit des Toten, bis wir einen kleinen Anhaltspunkt finden» der uns sowohl das Motiv, vielleicht aber
übertreiben! Darauf veröffentlichte Tokio Schiffsliste der versenkten, der unrettbar beschädigten und der vorübergehend dienstunfähigen amen» kanische-n Einheiten und stellt dazu fest, daß die amerikanische Pazifikflotte und die auf Hawai Rationierte amerikanische Luftmacht „praktisch vernichtet" ist. Im einzelnen wird aufgezählt, was vernichtet wurde, und daraus ist zu entnehmen, daß die amerikanischen Verluste noch viel größer ind, als zuerst bekannt wurde. Nicht weniger als ünf Schlachtschiffe, ferner zwei Schwere Kreuzer und ein Deltanter wurden versenkt. Zuerst hieß es, das Schlachtschiff „Westvirginia" (31800 Tonnen) und das Schlachtschiff „Oklahoma" (29 000 Tonnen) seien den japanischen Luftangriffen bzw. Torpedos zum Opfer gefallen. Aber jetzt wird bekannt, daß darüber hinaus ein Schlachtschiff der Kalisomia- klasse mit 32 600 Tonnen, eins der Arizonaklasse — wahrscheinlich die „Pennsylvania" — mit 31000 Tonnen, eins der Utahklasse und ein weiteres Schlachtschiff, zusammen mit mindestens 50 000 Tonnen, insgesamt also mindestens 172 500 Tonnen, versenkt worden sind. Ferner zwei Schwere Kreuzer mit je etwa 10 000 Tonnen und ein Deltanter. Aber damit nicht genug. Drei große Schlachtschiffe mit insgesamt ungefähr 90 000 Tonnen wurden so schwer getroffen, daß sie nicht mehr repariert werden können, ebenso zwei leichte Kreuzer von zusammen rund 20 000 Tonnen und zwei Zerstörer, und leichter beschädigt wurden ein Schlachtschiff der Neoadaklasse (29 000 Tonnen) und vier Schiffe der 8-Klasse. Die amerikanischen Flugzeugverluste beliefen sich in dieser Schlacht auf rund 450, dazu wurden 14 Flugzeuge abgeschossen und 16 Flugzeughallen zerstört. Das japanische Oberkommando gibt seinen Verlust in der Schlacht vom 8. Dezember mit 29 Flugzeugen und 5 „Spezial- U-Booten" an, während keinerlei Ueberwasserstreit- tröffe bei diesem historischen Treffen beschädigt wurden ober verlvrengingen.
auch den Mann liefert, die beide zusammen den Mord aus Rachebedürfnis herbeigegeführt haben."
„Ich darf Ihnen dabei helfen?" fragte Michel unsicher.
„Sie sollen sogar."
„Ich danke Ihnen, Herr Kommissar."
Michel verließ in glücklichster Stimmung seinen Vorgesetzten und hatte den festen Vorsatz, jetzt zu zeigen, was er konnte. Seine Vorgesetzten und Bärbel sollten sehen, welche Fähigkeiten in ihm steckten.
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Weniger zielsicher war der Verlaus dieser Tage für Herrn Theo Kamin privat. Wenn er noch beim telephonischen Anruf Herrn Kobelts resigniert hatte, so hielt er sich doch nicht lange mit solchen Empfin- düngen auf, die feiner Tatkraft entschieden widersprachen. Er tat die ersten Schritte auf einem Gebiet, das ganz außerhalb feines bisherigen Wunsch- und Vorstellungskreises lag, entschlossen und froh« lich, obwohl dieser schroffe Uebergang sonst nicht Sache eines überlegten und bedächtigten Mannes ist-
Karla war ein famoses Mädchen, klug, gewandt, pikant, gesund, wenn auch ein bißchen frech und spöttisch. Der Mensch soll heiraten und Kinder kriegen. Richtig. Das war nie bestritten worden. Theo Kammin hatte keine blutleere Doktrin im Sinne eines fanatischen Junggesellen vertreten, aber er hatte sich vor den Frauen und der Liebe zurückgehalten.
Nun riß er entschlossen die alten Schranken nieder, um tapfer Neuland zu beschreiten, an dessen Horizont eine liebe Frau, ein behagliches Nest und Kinder seiner harrten. Achtunddreihig Jahre zahlt« er jetzt. Das war hohe Zeit, wenn man überhaupt heiraten wollte. Merkwürdig, wie wenig Scheu man plötzlich empfand! Nicht einmal albern kam er sich vor, weil er sich am Spätnachmittag 3" Haust zum zweitenmal an diesem Tage den Bart schabte, die Haare sorgfältig kämmte, Wäsche und Anzug kritisch prüfte und dabei mit der bisher so erprobten Zimmerwirtin Krach bekam, da sie nicht genügens gebürstet und gebügelt hatte. (Forff^zuag pW
Seeleute auf sich konzentriert hätten, einen erheblichen Teil der Schuld an der furchtbaren Nieder- läge. Weshalb hat sich Herr Knox über feine Eindrücke auf Hawai nach seiner Berichterstattung bet Roosevelt selbst widerrufen? War feine erste, unter dem unmittelbaren Eindruck feines Hawai-Besuchs abgegebene Erklärung die lautere Wahrheit oder die später berichtigte? Die Wirklichkeit ist auf jeden Fall die reale Wahrheit.
Gummi und Zinn in den USA. unter Zwanxswirtfchast
Stockholm, 18. Dez. (DNB.) Ab 4. Januar treten in den USA. Kontrollmaßnahmen für den Gummiverkauf in Kraft. 80 v. H. aller Gummivorräte werden dem freien Handel für Rüstungszwecke entzogen. Weiter wurden sämtliche Ziunvor- räte in den Der. Staaten beschlagnahmt. Beide gehören zu den kriegswichtigen Rohstoffen, die die USA. nicht im eigenen Lande hervorbringen, sondern in der Hauptsache aus dem jetzigen Kriegsgebiet in Südostafien einführten.
Ausbau der Zivilverwaltung in den Ostgebieten.


