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Auf Wunsch der britischen Militärbehörde hat die
ZLU| XVU11]u; vci vi iii|cyc ii jjumuiutijuiuc yui vic ägyptische Regierung an die französische Regierung in Vichy, an die spanische Regierung und an die
Schulbank tu« oder Im Busch oder glüh-ndheitz-n I nahm« eigener Verantwortung in eine der liebsten _ J . ... fFrtnnnrimnpn mnrmelt.
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Rur ehe sie den Wagen verließen, konnte nicht unterlassen, ihnen nachzurufen?
„Also morgen dann auf Wiedersehen!"
Erfolgreiche Altstofferfassung
Oer Gauleiter ehrt die besten Sammler des Gaues.
nist wird selbst sein« Musik bei allen Aufführungen dirigieren. Die Titelrolle der Dersdichtung, die dem alten Stoff eine völlig neue mythische Deutung gibt, spielt Bianca B l a ch a. In weiteren Hauptrollen: Carl Bruno Schmidt (Dionysos), Herbert Kochlmg (Theseus), August Wilhelm Funke (Priester), Leo. pold Fischer (Herold), Anja Rau (Leute), Editha Thomae (Charis). Bühnenbild: Karl Löffler. Ko° stümentwürfe: Ruth Lipfert. Im Rahmen der Inszenierung wird erstmalig die Tanzgruppe unter der Leitung von Andreas Bolpert im Schauspiel eingesetzt. Premiere: 23. November.
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Lotte Grützner hatte eine merkwürdige Art, sich bemerkbar zu machen. Der Widerspruch leuchtete nua ihrem Blick, und noch ehe Günther einen
ZumSÄHrestag derASG.„Krafi durchJreude"
Eine »Kraft durch Freude"-Woche in Gießen vom 19.-27. November.
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In Preßburg wurde das der Slowakei von deutscher Seite als Geschenk gewidmete Hygienemuseum eröffnet. Es handelt sich um eine Nachbildung des Dresdner Hygienemuseums. Es stellt einen Wert von einer Million Kronen dar. Im Namen des Reiches übergab der deutsche Gesandte Ludin das Museum dem Ministerpräsidenten Dr. Tuka.
Aus alter Wett.
»heroische Musik" von Höller In Franksiirl urauf- geführt.
Im zweiten Montagskonzert in der Gauhauptstadt brachte das Rhein-Mainische Landesorchoster unter Leitung von Hermann Abend r o t h in An- Wesenheit von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger die Uraufführung der J>eroijd)en Musik" für Orchester des Komponisten Karl Hol- (er, Träger des Nationalpreises für Musik 1940. In dem Werke sind Motive aus dem Marschtted „Kamerad, wir marschieren" von Herms Niel ver- wendet. Von fern klang das Motiv des Frankreich- liebes an. Der Mittelteil ist eine Art Trauermarsch. Dann setzt eine festlich bewegte Siegesmusik Mit Mottven des Herms-Niel-Liedes ein. Der Abend brachte ferner Beethovens ks-clur^lavier-Konzert und Mozarts Iupiter-Sinfome. Professor Wilhelm Backhaus war Solist.
Heue Filmrolle für Heinrich George.
Für den Wien-Film "Wien 1910 in dem Rudolf Forster den Läger spielt, wird Heinrich George Ritter von Schönerer verkörpern. Lil D a g o v e r wurde für die weibliche Hauptrolle verpflichtet Die Aufnahmen haben begonnen.
Drei Beträtet hingerichtet.
Der 53 Jahre alte, zuletzt in Wetz wohnhafte Adam Mollen ist vom Volksgerichtshof am 27. August 1941 wegen Vorbereitung zum Hochverra zum Tode verurteilt und am Mittwoch Ungerichtet worden. Er hatte sich schonnm der Zeit t'esst er Erniedrigung Deutschlands führend als rheimscher Separatist betätigt. Jetzt war er tnteber Hochverrat« risch tättq geworden. Weiter sind die vom Volks gerichtshof wegen Landesverrats zum Tode ver urteilten Karl S v i e g e l aus N^chtal und Brimo Raschke aus Breslau hmqenchtet worden, oie hatten im Auftrag eines fremden Nachrichtendienstes Spionage gegen Deutschland getrlebem^^^^^^^^
Lordsiegelbewahrer A 11 l e e traf wieder mit dem Beauftragten Roosevelts zur Durchführung des Leih- uno Pachtgesetzes, Harriman, und dem Unterstaatssekretär im britischen Luftsahrtministe- rium, Balfour, aus den USA. in London ein. ♦
Zehntausend in den Bereinigten Staaten lebende Mexikaner haben sich jur Rückkehr nach Mexiko gemeldet, weil sie nicht im nordamerikanischen Heer dienen wollen.
deutende Ergebnisse für die deutsche Meeresforschung erwarten dürfen.
Uraufführung „Ariadne"
im Theater der Universitätsstadt Gießen.
Das oon Inteddant Hans Matter K l e i n zur Uraufführung angenommene Trauerspiel „Ariadne" oon Ernst Wilhelm Eschmann nimmt seine stofflichen Grundlagen und dichterischen Antriebe aus dem griechischen Sagenkreis. Die Inszenierung hat Ober- spielleiter Wilhelm Michael Mund übernommen, auf dessen Anregung Otto Zöllner eine Schauspielmusik zu dem Werk komponierte. Der Kompo-
General Moscardo, der tapfere Verteidiger des Alkazar von Toledo, der das Weihnachsgeschenk des spanischen Volkes und des spanischen Staatschefs für die Blaue Division überbringt, ist nach Berlin abgereist. *
Anläßlich feiner Beauftragung durch den Führer gab Reichsminister Rosenberg einen Ueberblick über die geschichtlichen Voraussetzungen und über die ihm erwachsenden Aufgaben, unter denen an erster Stelle die Beseitigung des bolschewistischen Chaos und Zurückgewinnung dieser Länder für eine neue Ordnung steht.
Der Führer hat dem ordentlichen Profesior, Hof- rot Dr. Erich TschermakEdlervonSeyse- n e g g in Wien aus Anlaß der Vollendung seines 70 Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Verdienste als Botaniker und Dererbungssorscher frie Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft
rade diese Sammelaktionen haben sich als unerschöpflicher Hilfsquell erwiesen, der aus den Mengen der Altstoffe immer wieder neue Rohstoffe erschließt und auch die Zeiten überbrücken hilft, bis die neuen Rohstoffquellen in den von uns eroberten Gebieten restlos erschlossen sein werden. Der Gauleiter betonte abschließend, daß die Jugend durch diese unermüdliche Arbeit selbst an ihrem zukünftigen Schicksal mitgestalten hilft, denn die Altstoff- erfasiung sei dazu angetan, unseren Lebenskampf sieghaft bestehen zu können.
Anschließend schritt der Gauleiter 3ur Preisverteilung. Die Kreisbeauftragten für Altmaterialer- fassung sowie die gaubesten Schulen wurden mit einem Bild des Gauleiters ausgezeichnet, während Lehrer und Schüler mit einem Buch bedacht wurden. Der Gauleiter beschloß die Ehrung der flau- besten Sammler, indem er sie als sein Gäste in den Gemeinschaftsraum des Adolf-Hitler-Hauses einlud, um noch einige Zeit in ihrem Kreise zu verweilen.
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Am 27. November jährt sich zum 8. Male der Tag der Gründung der NSG. ,Kraft durch Freude". Da ist es angebracht, einmal einen Augenblick sinnend zu verweilen bei der Arbeit dieser jemaltigen Organisation. Als der Führer dem Reichsorganisationsletter Dr. Ley, dem Leiter der Deutschen Arbeitsfront, vor 8 Jahren den Auftrag erteilte: „Sorgen Sie mir dafür, daß das deutsche Dolk seine Nerven behält, denn nur mit einem nervenstarken Dolk kann man Politik machen", war damit das Ziel der am 27. November 1933 erfolgten Gründung der NSG. „Kraft durch Freude" be- reite klar umriffen. Jetzt galt es, jedem schaffenden deutschen Menschen zu einem frohen, lebenbejahenden Volksgenossen zu formen. Vermittelt die Partei mit ihren Organisationen die politische Einsicht, die den einzelnen alle Maßnahmen des autoritär geleiteten Staates begreifen und bejahen läßt, so hat die NSG. „Kraft durch Freude" die Aufgabe, jeden einzelnen Schaffenden den Stolz auf seine Arbeit empfinden zu lassen, seine Arbeit sinnvoll einzuglie. dem in die schaffende Gemeinschaft und auch seine Freizeit so zu gestalten, daß sie ihm zur seelischen Kraftguelle wird und damit feinen Arbeite- und Lebenswillen steigert. Die Arbeit der NSG. ^Kraft durch Freude" darf daher nicht losgelöst für sich betrachtet werden, sonderen ist ein Bestandteil der Gesamtpopitik des Reiches. Diese Arbeit erstreckt sich dabei nicht nur auf die Freizeitgestaltung, die nach der Arbeit einsetzt, sondern sie erfaßt bereite den Menschen in seiner Arbeit selbst. Die vernünftige Arbeitsgestaltung ist eine Vorbedingung für die Freizeitgestaltung. Arbeit und Freizeit sollen zu einer natürlichen und lebendigen Einhett verwach- sen.
Diesen Zielen dienen die verschiedenen Aemter der Organisation: das Amt der „Schönheit der Ar- beit", die verschiedenen Kulturämter, als deren bedeutendstes das Amt „Deutsches Volksbildungswerk" zu nennen ist, das Sportamt und das Amt „Reisen, Wandern und Urlaub". Das Amt „Feierabend" pflegt die Gestaltung der Freizeit mit den Mitteln der Kunst, der wertvollen Unterhaltung und des Volkstums und Brauchtums, während dem „Deut- fchen Dolksbildunqswerk" die gesamte Erwachsenen- bildung obliegt. Die Gliederung der NSG. ,Kraft 'durch Freude" läuft derjenigen der Partei parallel. So gibt es in jedem Gau einen „Kraft durch Freude"-Gauwart, im Kreis den Kreiswart und m
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deutelter Reichsstatthalter Sprenger hatte für Dienstagnachmittag die besten Altmaterial- jammler des Gaues Hessen-Nassau in das Adolf- Hitler-Haus nach Frankfurt a. M. eingeladen, um ihnen für ihre Leistung, die gerade auf diesem Gebiet während des Krieges in wirtschafte- und rüstungspolitischer Hinsicht besonders ins Gewicht fällt, eine ehrende Auszeichnung zukommen zu
Sechs Kreisbeauftragte für Altmaterialerfassung, eine Lehrerin, zwölf Lehrer, neun Schülerinnen und vierundzwanzig Schüler konnte der Gaubeauftragte für die Altmaterialerfassung, Gauwirtschaftsberater E ck a r d t, dem Gauleiter melden und ihm gleichzeitig für feine tatkräftige Unterstützung danken, Die er der Altmaterialerfassung angedeihen ließ.
Der Gauleiter sprach dann den Sammlern seinen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz aus, der einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Sicherung der Rohstofflage geleistet habe. Denn ge
ben ihnen die besonderen Abweichungen von Natur- und Kunstbrut klargemacht. Er hatte das Gefühl, sich nicht zu täuschen, als er in dem Gesicht Lottes eine leichte Röte aufsteigen sah. Sie wandte sich aber auch ebenso schnell wieder von ihm ab und beteiligte sich besonders lebhaft am Unterricht.
Günther ging dem Direktor nach, der sich wirklich große Mühe gab, Günther die Einrichtungen dis in alle Einzelheiteen zu erklären, der auf eine leise Andeutung hin von sich aus den Vorschlag gemacht hatte, Günther möge am Spätnachmittag im großen Hörsaal einen Vortrag über Deutsch- Ost halten und insbesondere den Betrieb auf einer großen Farm schildern. Während der Mittagspause sollte dieses Ereignis verkündet werden.
Endlich traf Günther auch Eva Rümelin. In der Schusterwerkstatt sah sie, einen dicken Lederschurz vorgebunden, einen Schuh über den Riemen zwischen die Knie geklemmt und den Stifthammer schwingend. Sie hatte ihn gar nicht beachtet. Erst als sie spürte, daß schon längere Zeit jemand neben ihr stand, blickte sie auf. Da der Direktor sich mit einer anderen Schülerin beschäftigte, mit dem Rücken zu ihr stand, schaute sie Günther mit den gleichen offenen blauen Augen an, wie im Abteil auf Der Fahrt nach Rendsburg. Sekundenlang hielt sie seinen Blick aus, nichts verwirrte sie oder brachte sie aus der Ruhe. In ihrer Zielbewußtheit schien sie zutiefst gefestigt zu sein. „ ,
Die Besichtigung nahm ihr Ende. Günther Merck hatte mehr gefunden, als er geahnt hatte. Er erkannte ungeheures Streben, obgleich noch niemand wußte, wann Deutschland wieder seine Kolonien haben würde.
Die Aufregung über die Ankündigung seines Vortrages legte sich erst kurz vor dessen Beginn. Bis dahin waren Lotte Grützner und Eva Rümelin von Freundinnen und Schülerinnen aller Klassen umlagert, weil sie es nun nicht länger mehr für sich behalten konnten, daß sie Herrn Günther Merck bereite kannten. Das Echo, das ihre Reiseschilderung erlebte, ebbte erst ab, als Günther am Pult der Klosse 'stand und an Hand einer großen Korte von Deutschost die Lage des Merckhofes am Meru er- flärte, den Aufbau einer Riesenfarm entwickelte und von den gewaltigen Aufgaben berichtete, die eines jeden harrten, der sich draußen ansiedelte.
(Fortsetzung folgt.)
Erinnerungen wandelt.
Sie ließen sich mit keiner Handreichung mehr helfen und stellten, schon ehe berSug in den Bahn- Hof einfuhr, ihr Gepäck an die Wagentür. Gunther sah dem allen ziemlich erstaunt zu. Nachdem sie ihm klargemacht hatten, man könnte sie vielleicht beim Aussteigen mit einer „Zugbekanntschaft' sie betonten diesen Begriff besonders — überraschen, benahm er sich durchaus zurückhaltend.
dem tapferen Durchhalten der Dereidiger. In mehreren Nahgefechten schlugen die italienischen Soldaten alle Angriffe ab und fügten den in überlegener Stärke immer wieder anrennenden britischen Truppen große Verluste zu.
Karin Grunelius
Roman von Guido ft. Brand
Sl.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Er mutzte manchmal lachelm Mehr aber noch be- wunderte er den Mut dieser Mädchen. Aber er elbst wurde einer Meinung beraubt und eines Le seren belehrt, als ihm Eva und Lotte abwechselnd die ge- waltige Arbeit, den Ausbau eines Lehrganges und die Emsatzsreudigkeit von Lehrer und Schulennnen schilderten Niemals hätte er bas gcgloubt. !Rtctnan» mutzte drautzen, was hier g-lei,tet wurde, Wenn er es sich auch nicht anmerken ließ, so konnte er doch nicht mit seiner Bewunderung zuruckhalten. Fast kleinlaut hörte er zu.
„Hat men denn bei Ihnen eine Ahnung davon, daß wir kein Pensionat für höhere Tochter ftnD, sondern eine Fachschule, die das Aeutzerstevon uns verlangt? Ob Tischlerei, Schmiede, Glaserei, An streichen, Polstern, Haarschneiden oder was weitz ich noch alles ... all das müssen wir lernen, be herrschen i Vielleicht wissen das Mädchen drautzen auch und können es, wie? wollte Lotte Grützner nach ihrer Verteidigungsrede von Gunther Mercr hören.
Es fiel ihm schwer, über diesen Ansturm nicht zu lächeln Fräulein Grützner brachte alles mit einer jungmädchenhaften Bewußtheit vor, die * sicheren und vor nichts zuruckschreckenden Könner schäft verwurzelt war.
„Das ist ja wunderbar daß Sie das altes fernem und ich bin überzeugt, daß mir da e’n€n A noch drüben bekommen, der in manchen
anderen voraus ist und nur noch dl.e Praxis braucht, um zu bestehen. Es ist natürlich leichter, die Arber ten, die so von den Farmern und Farmerinnen verlangt werden, in einer gesicherten ®
zuführen als unter den viel härteren Beengung des afrikanischen Klimas und der primitiven Der
spanische Regierung und an die japanische Regierung die Aufforderung gerichtet, ihre Konsulate in Aegypten zu schließen. Auf englischen Druck hat sich auch die irakische Reaierung veranlaßt gesehen, die diplomatischen Beziehungen zu Vichy und Tokio abzubrechen.
Laub meist auf Haufen gekehrt und fortgefahren, um zwischen Müll und Erde irgendwo zu verwesen oder zu Asche verbrannt zu werden. Auf beide Weisen geben die abgestorbenen Blätter in die große Werkstatt der Natur ein, wo nebeneinander Tod und Leben gewirkt haben. „Eine Handvoll Erde Ist eine Handvoll Welt." Verwesung und Verbrennung muß sein, damit Licht und Leben wird.
Warum klammern sich noch einige dürre Wimpel krampfhaft an ihre Zweige?! Sie rascheln doch nur wie ein Fetzen zerknüllten Papiers. Was tot ist, gehört der Erde.
Schwermütig geigt der Wind in den kahlen Besten. Es ist der Ausklang einer wilden Totentanzmelodie. Und der novemberliche Himmel senkt seine Nebel wie Trauerflöre. Aber bald wird es schneien und die dunkle Erde wird wie verklärt schimmern unter der weißen leuchtenden Decke, die uns die tröstliche Gewißheit eines neuen ftrüblmgs
Sprechstunde des Kreisleiters.
Die Sprechstunde des Kreisletters findet am Donnerstag, 20. November 1941, nachmittags von 15 bis 17 Uhr inGießen statt.
Dornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
NSG. „Kraft durch Freude": 19.15 Uhr in der Aula der Universität Vortrag Hans Haß über „Unter Korallen und Haien". — Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Nora". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Alkazar". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Eine Tür geht auf".
Hans haß erzählt von seinen Abenteuern.
Ans Unmögliche grenzen die Berichte, die Hans Haß aus Wien am heutigen Mittwochabend bei feinem von „KdF." veranstalteten Vortwg in der Aula über das Thema „Unter Korallen und Haien" von seinen Tiefseetauchungen geben wird. Was sein Auge in Tauchversuchen auf dem Grunde des Karibischen Meeres geschaut hat, wie er mit einer selbst- gebauten besonderen Kamera Unterwasseraufnahmen machte, wie er sich an Haie und andere Raubfische des Meeres heranpirschte, sie beobachtete und photo- graphierte, auch gefährliche Kämpfe zu bestehen hatte, von denen er sich selbst zuerst keine Vorstellung gemacht hatte, darüber wird er in seinem von etwa 150 Lichtbildern untermalten Vortrag einen fesselnden Bericht geben. Hans Haß will mit feinen Vorträgen sich die Mittel verschaffen für neue Expeditionen nach dem Kriege, von denen wir de-
Aus der Giadi Gießen.
Lauv und Erde,
Die Wipfel und Hecken sind licht und laublos geworden. Die Blätter verloren ihre Farbe, schrumpften und welkten hin. Manche begannen vom Rande her zu zerfallen, sahen wie von Rost zerfressen aus und raschelten bei dem Windstoß wie die vertrocknete Haut eines Insekts, dem das Leben ent- chlüpfte. Andere wurden schöner im Tvdeskamps und leuchtete auf wie von innerem Feuer durch- glüht. In ihrem Zitronengelb und Purpur prangte etwas von den Untergangsfarben der scheidenden Sonne und des Abendhimmels.
Dann flatterten und kreiselten sie lautlos in der Lust. Es war trotz des langsamen Gleitens kein Flug, sondern ein Fallen. Wie jedes Wesen, dem Gottes Wille das Ende geschehen läßt, so suchten die niederwehenden Blätter den mütterlichen Schoß der Erde, der sie gebar. Sie können den Bäumen nichts mehr nützen, wären nur lästige Mitzehrer an dem bißchen Feuchtigkeit, bas die Wurzeln mühsam der hart und frostig werdenden Erde entfaugen. So starben sie den Opfertod für die Erhaltung der Art, wie wir es zu gewissen Zeiten auch im Tierreich beobachten. Heroisch ist beispielsweise der Todeszug der hamstergroßen Lemminge, die in Jahren des Nahrungsmangels ihre Berghöhten in den skandinavischen Gebirgen verlassen und in ungeheuren Scharen und tagelangen strapazenreichen Märschen nach dem Meere wandern, in dessen Fluten sie sich wie von einer magischen Gewalt gezogen hineinstürzen, um den wenigen Zurückgebliebenen das Durchhatten zu ermöglichen. Ader das fallende Laub hilft auch anderen Wesen als wärmende Decke über den Winterfrost hinweg. Vieles Kleingetier überwintert in feinem dichten Schutt geborgen. Selbst kleine zusammengekringelte Raupen, die den Sommer über wüst in den Wipfeln hausten, - linden unter dem Blätterteppich eine mollige Schlafstätte.
Unter den Straßen- und Alleebäumen wird das
aus ihrem Blick, und noch ehe Günther einen Satz beendet hatte, fächelte sie mit dem Zeigefinger ihrer rechten Hand in der Luft herum. Gleichzeitig schüttelte sie den Kopf, als müsse sie einer derartigen Unkenntnis eine doppelte Verneinung ent- aegenhatten. _ . ., A,
So! Das glauben Sie! Da kann ich Ihnen nur sagen, daß Sie auch keine Ahnung haben, und wenn Sie morgen mal zu uns hinauskommen und sich unseren Laden angesehen, werden Sie wohl oder übel Ihre Meinung korrigieren müssen. Wir kochen zum Beispiel nicht nur elektrisch, sondern auch ach Apparaten für Petroleum oder Benzin, ja auch auf offenem Feuer! Wir können nicht nur melken, sondern verstehen auch die Käserei. Ach, hundert | Dinge könnte ich Ihnen noch sagen ... Plötzlich fiel ihr auf, daß ihre Freundin Eva sich überhaupt noch nicht an der Unterhaltung beteiligt patte, und sie wandte sich, ein wenig erregt lachend, ihr zu: „Aber warum redest du denn nichts? Ist es nicht so, wie ich sage?"
Eva Rümelin schreckte wie aus einem Traum auf. Sie hatte nicht nur zugehört, sondern darüber hinaus einer fernen Wirklichkeit Gestatt zu geben ver- sucht Warum sollte sie denn das alles noch bestätigen, wenn Herr Merck sich selbst davon überzeugen konnte? Günther aber sah ihr doch an, daß sie sich förmlich zusammenriß, als sie, nicht so tampffreubig wie ihre Freundin, andere Einzel- beiten anführte, die das Bild der Frauenschute nin- beten An ber Verlangsamung der Fahrt merkten die beiden Mädchen, daß ber Zug sich Rendsburg näherte. Als änderte sich damit die Atmosphäre, überschatteten sich ihre Gesichter mit einem sonder- baren Ernst, wurden sie einsilbiger und versuchten ganz deutlich einen größeren Abstand zwischen sich und Günther Merck herzustellen. Fast hatte es den Anschein, als machten sie sich Dorwurfe, einem fremden Menschen so viel über die Einrichtungen ber Frauenschute erzählt zu haben. Außerdem hatten i sie auch nicht mit dem Urteil über die eme ober |ic uuui / ______nhfnn n aber
die Vol- Panzern »ifionsab- nanarisfe chchlagen
der Ortsgruppe den Drtsmart Das verbürgt die chlagkräftige und erfolgreiche Einiatzmöglichkett. Daneben Haden die Betriebe ihre eigenen „Äraft durch Freude"-Betriebswarte.
Was in den vergangenen acht Jahren an wertvoller kultureller Arbeit, die dem Volksgan^en zugute kommt, geleistet wurde, läßt sich in eine gedrängte Ueberficht gar nicht zusammensassen. In einer Broschüre über Aufbau und Arbeit ber NSG. „Kraft durch Freude" aus dem Jahre 1939 konnte es bereits heißen: „Es wird schon jetzt als eine Selbstverständlichkeit und keineswegs mehr als eine in der ganzen Welt einzig dastehende Einrichtung empfunden, daß der deutsche Arbeiter Urlaubsreifen in die schönsten Gegenden Deutschlands und mit der „Kraft°durch-Freube"-Flotte nach Norwegen, Madeira und Griechenland macht, daß er Theater und Konzerte besucht, in denen die besten Künstler vor ihm spielen, daß ihm alle Möglichkeiten körperlicher Ertüchtigung und geistiger Fortbildung und Unterhaltung erschlossen sind, daß er in den Betrieben sauber gepflegte Arbeitsstätten und mit auserlesenem künstlerischen Geschmack eingerichtete Kamerad- schaftsräume und Freizeitheime vorfindet, deren Kultur sich allmählich auf seinen privaten ßebens- treis überträgt."
Im Kriege wird manches Ziel etwas zurückge- steckt werden müssen, allerdings in der sicheren Gewißheit, nach dem siegreichen Ende des Krieges in verstärktem Maße wieder belebt zu werden.
Als Günther dann am nächsten Morgen Hotel aus zum Gerhardshain hinaussuhr und das wuchtige Hauptgebäude der Kolonialen Frauen- schule, umrahmt oon hohen, Hellen Birken, einem Pflanzensteingarten und wuchernden Nadelhölzern, zum erstenmal sah, hatte er sich völlig vorbehaltlos auf das Kommando eingestellt.
Der Leiter der Anstatt, der schon auf seine Ankunft vorbereitet.mar, empfing ihn freundlich, betonte jedoch auch, daß die Annahme seines Besuches eine Ausnahme fei. Es sei nickt nur eine unge- wöhnliche Zeit, sondern es werde überhaupt nicht gern gesehen, wenn irgendeine Unterbrechung der Arbeit ftattfänbe.
Auf dem Weg in den Außenbettieb der Schute, der sich gegen die Eider erstreckte, belehrte der Direktor Güncher kurz über die Geschichte der Schule und ihre Entwicklung. Bezeichnungen wie „Klein- Windhuk" oder „Tanga" und „Kamerun" erinnerten nicht nur an die Kolonien, sondern hatten auch etwas von dem Geist dieser fremden Welt an sich. Wohnten zum Beispiel in „Windhuk" em paar Schülerinnen, die einen eigenen Haushalt fuhren mußten und dadurch ihre Selbständigkeit unter kolonialen Bedingungen erweisen sollten, so befand sich im „Tangahaus" neben den Wohnungen die Schneiderwerkstatt, und im „Kamefunhaus hinter dem Gemüsegarten wirkten einige Schülerinnen m ber Bäckerei und der Räucherkammer.
Bis jetzt hatte Günther weder Lotte Grützner noch ■ Eva Rümelin gesehen. Fast hatte er schon die Hoss- nuna ausaeaeben, als er Lotte unter den anderen , Schülerinnen In der Geflügelzucht entdeckte. Es wur-
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