Freitag. 19. September 1941
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Weitere Geländegewinne vor Leningrad
Osten
Süden
Zentrum
1938
1938
Der Schnellbooterfolg an der britischen Küste
Kohlengebiet
deutsche Jäger 13 Jagdflugzeuge und drei Bomber
LondonhältdieLagederSowjetsfür ernst
t <q <=pnt rDNBl Der militärische Mit- all das, was Großbritannien tatsächlich schicke, we- Gens, 18-^ept. {»jus. -uerL“' \ „nrh hen Enaländern aum Nüßen
1933
73,6
44
61,7
61
1938
30,8
62
1933
21,5
47
7,5
16
1933
4,9
12
Schristleitung und SefchSftrstelle: Gieße«. 5ch«lftratze 7-9
Roheisenproduktion
Zahl der Hochöfen
der den Sowjets noch den Engländern zum Nutzen gereiche. England verliere dieses Material, und die Sowjets erhielten es vielleicht nie. Man könne nicht das Zeit- und Raum-Element völlig ignorieren.
Angriffsversuchen der britischen Luftwaffe am Donnerstag im Kanalgebiet und an der holländischen
Rücksichtslose Verteidigung Leningrads.
Bern, 18. September. (DNB.) Die Londoner Agentur Exchange Telegraph verzeichnet in einer Moskauer Meldung einen Aufruf des Verteidigungsrates von Leningrad. Darin heißt es: „Wir werden Leningrad verteidigen, wie noch niemals eine Stadt verteidigt worden ist. Die Deutschen werden die Stadt niemals erobern und sie werden, wenn ihnen der Einmarsch gelingt, lediglich eine brennende Ruine vorfinden." Die Verantwortung ist also klar, wer diese brennende Ruine auf dem Gewissen hat! Der Aufruf des Leningrader Verteidigungsrates bestätigt nur das, was aus vielen sowjetischen Erklärungen bekannt ist: daß die Drei-Millionen Stadt bis zum
Druck und Verlag: vrühlfche Univerfttätrdruckerei H. Lauge
der ersten deutschen Brückenköpfe auf dem Ostufer befanden sich bereits in den ersten Sturmbooten Nachrichtentrupps, die durch Fernsprechleitungen und Funkgeräte die Verbindung zwischen den Brückenköpfen auf dem Ostuser und den deutschen Hauptkräften herstellten. Infolge des starken Artilleriebeschusses und der zahlreichen Angriffe, denen die deutschen Stellungen auf dem Ostufer des Dnjepr ausgesetzt waren, wurden die Fernsprechleitungen oft unterbrochen. Ungeachtet des starken sowjetischen Feuers haben die Nachrichtensoldaten immer von neuem die Leitungen wieder- hergeftellt und die Verbindungen aufrecht erhalten. Ihrer Arbeit ist es zu verdanken, daß die auf dem Ostufer eingesetzten Truppen ständig durch bas gut- liegende deutsche Artilleriefeuer in der Abwehr owjetischer Angriffe unterstützt wurden und daß der Nachschub immer rechtzeitig zur Stelle war.
Das Ritterkreuz.
Berlin, 18. September. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Oberst C o n r a 1 h , Kommandeur des Regiments „General Göring". An der Spitze seiner Truppe
sicht auf die Zivilbevölkerung, die dem Verbrechen der bolschewistischen Machthaber schutzlos ausgeliefert ist.
Das Zwei-Ozean-Klotten- programm der LtGA.
Washington, 18. Sept. (Europapreß.) Wie hier verlautet, ist das Zwei-Ozean-Flottenprograrnm. der USA. soweit entwickelt, daß sämtliche Aufträge vergeben werden konnten. Unter den 968 Schiffen, welche mindestens das Zeichenbrett verlassen hab'en, befinden sich 17 Schlachtschiffe, 12 Flugzeugträger 6 große Kreuzer, 8 schwere Kreuzer, 40 leichte Kreuzer, 74 U-Boote und 197 Zerstörer. Zahlreiche kleine Einheiten und Teile, die nach England unter dem Hilfsgesetz geliefert werden, sind dabei nicht einbezogen. Seck Juni 1940 gab die Marineverwaltung der USA. 2831 Schiffe oller Einheiten im Werte von 7 234 262178 Dollar in Auftrag und sah außerdem 460 Millionen Dollar für Erweiterungsbauten vor. Im ganzen wurden 9 Marine- und 110 Privat- werften mit den Aufträgen bedacht. Die Marinewerften der USA. werden Ende September 1941 insgesamt 158 281 Mann beschäftigen.
Militärdeutsch Unterrichtsfach in USA.
W a s h i n g t o n , 18. Sept. (Europapreß.) Kriegsminister S tl m f o n hat die Einführung von Mili- tärdeutsch als Unterrichtsfach a n d e r K a d e t t e n- schule West point (Neuyork) angeordnet. Der Unterricht soll im Herbst dieses Jahres beginnen. Für den Unterricht sind erstmals 100 Kadetten vorgesehen Auch die Universität Louisiana hat das gleiche Lehrfach mit der Begründung eingeführt, daß die Militärschüler dadurch instand gesetzt werden sollten, die deutschen Heeresberichte unb deutschen strategische Werke im Original zu studieren.
Die USA -Hilfe für die Bolschewisten.
Stockholm, 18. September. (DNB.) Der jü- dische Schatzsekretär Morgenthau erklärte auf der Pressekonferenz, daß die finanzielle Hilfe Amerikas für Rußland vor einem Monat mit einem Bor- schuß d e s Schatzamtes von 10 Millionen Dollar für die Sowjets begonnen habe. Er fügte hinzu, daß das Schatzamt nicht voraussagen könnte, ob die Sowjetunion weitere Gelder erhalten würde, weil „bas Schatzamt eine Politik von einem Tag auf den anderen treibt". Auf die Frage, ob die Sowjets in finanzieller Hinsicht vertrauenswürdig leien, wurde dieL ßfln MorgeMau teiM
am nächsten Tage unbeschädigt ihren Stützpunkt. Der Erfolg dieser kühnen Schnellbootunternehmung ist deshalb besonders bemerkenswert, weil er be glatter See, Windstille und großer Hör- und Sichtweite erzielt wurde, Wetterverhältnisse, die für ein Schnellboot besonders ungünstig sind.
Nie britischen Gchiffsverluste.
Kopenhagen, 18. Sept. (Europapreß.) „Die deutschen Schiffsversenkungen werden im September eine Rekordhöhe erreichen", so kommentiert „Faedrelandet" die britischen Verlustziffern der er st en zwei Wochen dieses Monats. In der Zeit vom 9. bis 17. September sind nicht weniger als 38 in feindlichen Diensten fahrende Schiffe mit 212 000 BRT. von deutschen U-Booten versenkt worden, während durch Schnellboote und Flugzeuge vernichtete Feindtonnage diese Ziffer auf 300 000 BRT. erhöhte. „Wird dieses Tempo den ganzen Monat hindurch gehalten, so dürften alle Rekorde geschlagen werden", meint die Kopenhagener Zeitung.
16 Briten ,m Kanalgebiet abgeschoffen
Berlin. 18. Sept. (DNB.) Bei wirkungslosen
Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer biS8'/,Ubr des Vormittags
Anzeigen-Breise:
'Anzeigenteil 7 Rvt le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttetl 50 Rvt. te mm bei 70 mro Zeilenbrette
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffel 1 Abschlüsse Mengenitaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr
Binb 23 Geschütze.
Ner Wehrmachiberichi.
DNB. Aus dem Führerhauptquarller, 18. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt lekannt:
In der Ukraine schreiten die Angriffsopera- lonen ostwärts des Dnjepr unaufhaltsam fort Im Kampf um die Befestigungsanlagen von leningrad wurden starke Erfolge erzielt. Teile (i ner einzigen Infanteriedivision erstürmten allein 119 Bunker.
Im Seegebiet der K r i m. vor der Insel O e f e l, In Ladoga-See, an der Mündung des Wol - c ow und im Weihen Meer versenkte die Luft- paffe drei Transporter mit zusammen 3000 BRT. md traf 16 weitere Schiffe so schwer, daß mit dem lerhrff eines großen Teiles dieses Schiffsraumes errechnet werden kann. Außerdem wurden ein 3er- Wrer, zwei Unterseeboote und vier Schnellboote > ler Sowjets vernichtet.
Schnellboote griffen vor der englischen lüste einen durch Zerstörer und Bewacher ge- ( Hülsten britischen Geleitzug an und versenkten trotz j terker Abwehr vier feindliche Handelsschiffe mit zusammen 25 000 BRT. Rach erfolgreichem Gefecht ] i mit britischen Zerstörern kehrten alle Boote unbe- chädigt zurück.
Bei den F a r ö e r - I n f e l n wurde ein großes Handelsschiff durch Flugzeuge, die zu bewaffneter 5eeaufklärung eingesetzt waren, im Tiefangriff schwer beschädigt. Kampfflugzeuge bombardierten h der vergangenen Rächt Hafenanlagen in Süd- c st e n g l a n d.
Bei Versuchen, am gestrigen Tage die besetzten Gebiete am Kanal anzugreifen, verlor die britische Luftwaffe 18 Flugzeuge, davon 15 in Luftkäwpfen. i durch Flakartillerie. Drei eigene Flugzeuge werten vermißt.
Eine geringe Zahl britischer Bomber führte in ter letzten Rach! Störungsangriffe auf Südwest- t-eutschland durch. f
Wirkungsvolle Luftangriffe auf Odessa.
Berlin, 18. Sept. (DNB.) Vorn Beginn der Dämmerung bis zum Morgengrauen führte die ieutsche Luftwaffe in der Nacht zum Donnerstag Angriffe auf die Hasenanlagen und nilitärifchen Objekte von Odessa durch, lieber 100000 Kilogramm Brandbomben wurden abge- Dorfen. Im ganzen Stadtgebiet konnte man Brände beobachten. In der Nähe der Küste wurde ein bol- chewistischer Transporter von 10 000 BRT. ver- | -nkt. Ein weiterer Transportdampfer von 6000 MT. blieb nach schweren Bombentreffern stark be- chädigt liegen. Im Südteil der Ostfront richteten fid) die Luftangriffe gegen sowjetische Nachschub- kraßen. Motorisierte Kolonnen wurden zersprengt unb Verkehrslinien an mehreren Stellen unter* 1 rochen. Auch im mittleren Frontabschnitt würben mehrere Nachschubstrecken an ver- Siebenen Stellen unterbrochen Durch einen kühn c eslogenen Tiefangriff würbe ein mit Brennsion ■ eichener Zug zur Erplosion gebracht (Einte.ne Wagen würben vollstänbig zerrissen, die übrigen tntgieiften und brannten aus. lieber dem nord- üchst-n Teil der Dftfront sichteten Kampftw«.
i. Jeuge ein sowjetisches Handelsschiff von 4000 B-KI . cn der Küste des Eismeeres. Mehrere Bombentref- ;er beschädigten das Schiff schwer. Ostwärts der Halbinsel Kola wurde ein Handelsschiff von 3—40iM) ZRT. durch Bombentreffer schwer beschädigt.
Hervorragende Leistungen S<»r Tiochricktentruppen.
Beilin. 18. Sept. (DNB.) Beim U-ber°
freiten ba Stijeyt und »itounß
Berlin, 18. Sept. (DNB.) Die Kämpfe um Je Befestigungsanlagen von Leningrad wurden am
9. gegen zähen sowjetischen Widerstand von den putschen Truppen erfolgreich durchgeführt. An rareren Stellen versuchten die Sowjets durch Gegenangriffe, die durch schwere Panzer- tmpfroagen unterstützt wurden, das deutsche Vorsingen aufzuhalten. Trotzdem gelang es den deut- f)en Truppen, weitere Geländegewinne •ti erzielen. In einem schneidig geführten Vorstoß rillte eine deutsche Infanteriedivision eine stark be« jiftigte Stellung der Bolschewisten auf und setzte zahlreiche Bunker außer Gefecht. Nach km Durchbruch durch diese bolschewistische Stellung coberte die Division eine größere Ortschaft. Eine fößere Anzahl von Gefangenen wurde eingebracht.
Die Sowjets griffen die Stellungen eines Jn- j:nterieregimentes im mittleren Abschnitt n. Das Ziel des sowjetischen Angriffes, der durch tzanzerkampfwagen unterstützt wurde, war die Rück- pminnung einer von den deutschen Truppen in den Kämpfen der Vortage eroberten Ortschaft. Der bol- iyewistische Angriff wurde unter schweren blutigen terlusten abgeschlagen. 2>ie Bolschewisten verlohn 18 Panzert mpswagen, vier Geschütze mb mehrere hundert Gefangene. Die Vorausabtei- Lng einer Infanteriedivision stieß tief in die sowje- :fd^n Verbände hinein. Die Sowjets leisteten nur h einzelnen Gruppen und angelehnt an Ortschaften /isammenhanglos Widerstand, der schnell gebrochen turbe. Zwölf Geschütze mürben erbeutet. Eine im iachbarabschnitt vorgehenbe anbere Vorausabtei- ing erbeutete 19 Sowjetgeschütze.
Die in einem Abschnitt ber süblichen Ostfront 'hrgefjenben beutschen Truppen haben ben Bolsche- riften in den Kämpfen der letzten Tage schwere 23er« ste zugefügt. So verloren die Sowjets allein am ■5.9. über 3000 Gefangene, 11 Panzerkampfwagen
Stoffen für MeSeitreöolution
Von Dr. Paul Rohrbach.
In einer 1939 herausgegebenen „sowjet-offiziösen" Schrift in deutscher Sprache findet sich der Satz: „Die Regelung und Organisation des (Sowjet-) Wirtschaftslebens zielt dem Inhalt und der Wirtschaftsgesinnung nach auf eine Wirtschaft, die nicht an der privaten Gewinnerzielung orientiert ist, sondern an der höchst möglichen Befriedigung der Lebensbedürfnisse des Volks. Soviel Worte, soviel Unwahrheiten! Die Sowiet- wirtschaft denkt überhaupt nicht daran, die Lebensbedürfnisse der Völker zu befriedigen, die sie in gewaltsamer Umklammerung in einer sogenannten Union festhält, sondern ihr alles beherrschendes Ziel ist die Militarisierung zur Dorantragung der kommunistischen Weltrevoluion nach dem Diktat des Roten Moskau.
Unsere Truppen haben bei ihrem Vormarsch auf Sowjetgebiet einen Eindruck davon bekommen, in welchem Grade alle „Lebensbedürfnisse" der Men- chen dort vernachlässigt sind, in wie elenden Beiaufungen sie leben, wie dürftig sie gekleidet, wie schlecht sie ernährt sind. Anders steht es nut ber Industrialisierung, bie aber nichts weiter ist als ein Tarnwort für die M i l i t a r i s i e r u n g. Wer etwas näher Bescheib weiß, ber weiß auch, mit welchem Maß von Unwirtschaftlichkett nut welcher Derschwenbung an Menschenmaterial, Gelb, Zeit unb Kraft, mit welchen Verzögerungen, nut welchem Leerlauf bie Resultate ber Militarisierung erreicht worben finb. Wenn aber bie ganze Gewalt eines menschenmörderischen Systems, alle aus einer Masse von 170 Millionen herausgepreßte Ar- beitskrast, alle Naturschätze eines Raumes, ber Europa an Größe übertrifft, in ben Dienst dieser einen Jbee gestellt sinb, Waffen für bie Weltrevolution zu schmieben, wenn man Millionen barüber verhungern läßt unb Hundert- taufenbe in eine Zwangsarbeit jagt, bie nichts anderes ist als ein langsames, qualvolles Sterben, so läßt sich begreifen, daß bamit schließlich eine Kriegs- maschinerie geschaffen ist, bie alle Kraft unseres Heeres unb feiner Führung forbert, um sie zu zer-
^Die boppelte Hauptbasis für bie Industrialisierung (lies: Militarisierung!) der Sowjetunion find (Eifen und Kohle. Auf beiden Gebieten ist ein „Zug nach dem Osten" deutlich, um die Produktionsstätten fo wenig angreifbar wie möglich zu machen. Die Eifenhütten-Anlagen liegen an drei Stellen besonders verdichtet:- im sogenannten Zentrum (Gebiet M o s k a u - T u l o), in der Ukra- ine (D onez - B affin), und im Osten (U r al- Kusnezker Kombinat). Hier gestaltet sich die Entwicklung der Produktion von 1933 bis 1938, dem letzten statistisch erfaßbaren Jahr, wie folgt:
Das Donez-Bafsin ist das größte im europäischen Teil der Sowjetunion. Hierher werden die Eisenerze von K r i w o i R o g zur Verhüttung gebracht. Kriwoi Roa liegt westlich vom Dnjepr und ist bereits in deutscher Hand 1933 beruhten noch fast drei Viertel der sowjetischen Roh- eisenerzeugung auf dem Eisenerz von Knwoi Rog'
arbeiter 'des Daily Telegraph bemerkt u. a. es wäre Unfug, wenn man sich dem verschließen wollte daß die Lage der Sowjetunion nicht nur in Bezug' auf Leningrad, sondern ganz, allgemein gesehen ernst sei. Belagerte Städte, das beweise die Militärgeschichte, fielen früher ober spater doch Schließe Woroschilow seine Hauptarmee m Leningrad ein, dann entblöße er damit bie nördliche Flanke der Armee Timoschenkos. Entsprechend auf Kiew angewandt, werde bie sübliche tflanfc ber Armee Timoschenkos entblößt, sowie Bub- jenny größere Truppenmengen in ber Stadt zusammenziehe, bie Gefahr laufen, nun von ben Deutschen eingeschlossen zu werben. Es gebe Menschen in Englanb, die eine größere Hilfe an die Sowjets verlangten, aber gleichzeitig auch ein englisches Lan= dungsmanöoer in West-Europa. Es fei aber u n« möglich, diese beide Aktionen zugleich auszuführen. Zum anderen habe es aber auch keinen zweck den Sowjets auf Kosten der eigenen englischen Verteidigung Vorteile zu gewähren. Der Transport von Kriegsmaterial aus England nach der Sowjetunion begegne großen
dem Feind entgegenftürment) hat er zur Nahverteidigung gegen sowjetische Panzer angefeuert und eine schwierige Lage zum Sieg gewendet. Oberst Conrath wurde als Sohn eines Oberpostsekretars geboren. Er studierte zunächst Philosophie und später Jura. Bei Ausbruch des Weltkrieges trat er als Kriegsfreiwilliger in das 4. Garde-Feldartmerie-Re- giment ein. Er nahm an zahlreichen Schlachten teil unb erwarb sich das Eiserne Kreuz I. Klasse. 1919 wurde er als Polizeileutnant eingestellt. 1934 wurde er persönlicher Adjutant bes Ministerpräsibenten Göring. 1336 kam er als Batteriechef zu einem Flak-Regiment, um 1937 Kommandeur einer Flak- Abteilung bes Regiments „General Göring" zu werden. 1938 wurde er Adjutant bes Reichsmmlsters der Luftfahrt. 1940 wurde er Kommandeur bes Regiments „General Görmg".
Der Führer und Oberste Befehlshaber ber Wehrmacht verlieh ferner auf Vorschlag bes Oberbefehlshabers bes Heeres bas Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes an Oberst Hoppe, Kommandeur eines Infanterie-Regiments; Oberst Surran, Kom- manbeur eines Infanterie-Regiments; Oberst Graf von Sponeck, Kommanbeur eines Schützen- regiments; Oberstleutnant Srbmann, Kommandeur eines Kradschützen-Bataillons; Hauptmann Zugehör, Abteilungskomamndeur in einem Artillerie-Regiment und Oberleutnant Jßbrücker, Kompaniechef in einer Panzer-Aufklärungs-Abtei- Jung.
pb Jahrgang Nr. 223 LrfcheiM täglich, außer Sonntags unb feiertags
Beilagen: SteßenerFamilienblätter Heimat nnBild-DieScholle
Bezugspreis:
Monatlich-------RM1.80
Zustellgebühr... „ -.25 nid) bei Nichterscheinen um einzelnen Nummern nfotoe höherer Gewalt öernlvrechanschluß 2251 Drahianschrif1:„Anzeiger" i tzostscheck 11686 Franks M.
Berlin, 18. September. (DNB.) Zu bem im OKW.-Bericht gemelbeten Schnellbooterfolg an ber britischen Küste erfahren wir folgende Einzelheiten; In ber Nacht vom 16. zum 17. September befand sich eine Schnellbootgruppe auf einem Borst o ß gegen bie britische Ostküste, als em aus mehreren großen Schiffen bestehender G e - leitzug in Sicht kam. Zerstörer unb Bewacher patrouillierten in hoher Fahrt rund um ben Geleitzug. Der Kommandant durchbrach mit der Schnellbootgruppe den feindlichen Geleitgürtel. Unter ffarfem Feuer der feindlichen Zerstörer versenkte bas Führerboot mit bem ersten Torpebo einen Frachter von 6000 BRT., der mittschiffs getroffen würbe und auseinanberbrad). Im Abbrehen wurde der zweite Torpedo auf den größten Dampfer des Geleits, ein 8000 Tonnen großes Schiff, gelost und auch das Sinken dieses Schiffes beobachtet. Dann schlug die Gruppe einen scharfen Haken, um sich dem Feuer der Zerstörer zu entziehen, unb setzte nun zum zweiten A n g r i f f an. pebos versenkte ein Schnellboot einen 3000 BJt-L. qroßen Dampfer. Ein anderes Schnellboot kam zum Doppelschuß auf einen schwerbeladenen Tanker von 8000 BRT. Die Treffer saßen vorne und achtern, der Vorsteven wurde abgerissen, das Schiff stand m hellen Flammen. Nach kurzer Zeit war auch dieses ............................ ,
Schiff verschwunden. Beim Ablaufen stießen die fiü«e rHosten na(h bisher vorliegenden Meldungen Schnellboote auf zwei britische Zerstörer. Es kam - - • - - ------
zu einem neuen kurzen Gefecht das vom Felnder- ^es ab gebni^los abgebrochen wurde. Alle Boote erreichten des Feindes av.
Unser Bild zeigt den Oberbefehlshaber der Luftwaffe Reichsmarschall Göring und den Oberbefehlshaber des Heeres Generalfeldmarschall von Brauchitsch bet einer Besprechung.
(PK.-Eitel-Lange-Scherl-M.)


