Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Frontkämpfer berichten

Oer Handstreich auf Libau. Niedersachsen vereiteln den Ausbruch der i S Sowjets aus dem Kessel von Bialystok.

Das neue japanische Kabinett

r

W

H sifr

finen tml Wer int

6 id

Pft

litik abgeben, da die Nationalpolitik Japans schon von dem zweiten Kabinett Konoye festgelegt worden sei, und man bereits auf der Kaiserkonferenz am 2. Juli auch hinsichtlich der Außenpoli­tik die notwendigen Maßnahmen vorgesehen habe, um sich zu behaupten. Wie man weiter hört, nahm Konoye den Rücktritt aller Parlaments­berater an. Als ein besonderes Merkmal des neuen Kabinetts Konoye sieht man die gleichzeitige Besetzung des Kolonialministeriums durch Außen­minister T o y o d a. Das Eisenbahnministerium liegt in der -and des Verkehrsministers. Während für diese Posten besondere Minister nicht ernannt wer­den sollen, ist damit zu rechnen, daß das Justiz­ministerium, das Konoye mitverwaltet, zur gegebe­nen Zeit neu besetzt wird.

Der neue japanische Außenminister Admiral a. D. Sadasiro T o y o d a hatte vor seiner Tätigkeit als -andelsminister den Posten eines Vizemarine­ministers inne. Er steht im 56. Lebensjahr. Toyoda war in der Hauptsache in Verwaltungsstellen der Marine tätig, ferner auch Stationschef und gleich­zeitig Chef des 3. Geschwaders.

Japanischer Protest in Moskau.

Tokio, 18. Juli. (DNB.) Der japanische Bot­schafter in Moskau übermittelte der Sowjetregierung im Auftrag seiner Regierung einen scharfen Pro­test gegen die Schaffung von Gefahren­zonen in den Gewässern von Kamtschatka und im Japanischen Meer. Diese Maßnahme Sow­jetrußlands bedrohe die japanische Schiffahrt und die japanischen Interessen.

>gang des gegenwär- Die W ü r f c l seiende-

Tokio, 18. Juli. (Ostasiendienst des DRB.) Das dritte Kabinett Konoye setzt sich wie folgt zu- sammen: Premierminister Für st Konoye, gleich­zeitig Justizminister; Außenminister: Admiral a. D. Toyoda, gleichzeitig Kolonialminister-, Innen­minister T a n a b e , Mitglied des Oberhauses und früherer Verkehrsminister im Kabinett Hiranuma; Finanzminister: Ogura, Generaldirektor des Su- mitomo-Konzerns, bisher Minister ohne Porte­feuille; Kriegsminister: Generalleutnant To jo, wie bisher; Marineminister: Admiral Ottawa, wie bisher; Kultusminister: Maschida, wie bisher; Landwirtschaftsminister: Ino, wie bisher; Han­delsminister: Vizeadmiral (Jng.) S a p o n j i ; Ver- kehr und Eisenbahn: Murata, wie bisher; Wohl­fahrtsminister: Generalarzt a. D. K o i z u m i. Fer­ner gehören dem Kabinett als Minister ohne Porte­feuille an: Hiranuma, bisher Innenminister; Generalleutnant Yanagawa, bisher Justiz­minister; Generalleutnant Suzuki, gleichzeitig wie bisher Chef des sog. Planungsamtes.

In der ersten K a b i n e t t s s i tz u n g sagte Fürst Konoye, er sei entschlossen, die nationale Struktur von Grund auf zu erneuern, um die von der Re-gierung festgesetzte Politik zur Mei- sterung der immer ern st er werdenden Weltlage kühn und schnell umzusetzen. Kriegs- ministsr Generalleutnant H i d e k i T o j o und Ma­rineminister Koshiro Okawa sagten, sie wür­den das in der Kriegszeit gebildete Kabinett voll und ganz unterstützen. Sie erklärten, daß die grund­sätzliche Politik der Nation unverändert blei­ben wird. Die nächste Kabinettssitzung ist für den 22. Juli geplant.

Wie verlautet, wird das neue Kabinett Konoye keine formelle Erklärung über seine Po-

ine

URt l ine W (

T S

Li n?, ur flegt

Oi)i Hier

i(bei je vc irj, g Ob «eit- Hite xKi ^

Suf Fias gjrber jtföfi g) if

Ä

I

Eine Warnung an die LlSA

Francos 3Rebe vor dem Nationalrat.

*x, ßl-et Mit

9»

Der -rers rs fl6lan riilen

Ä Le

Bebe

einer

M

würde sich nur auf dem Meer austoben kön­nen. Er würde lange dauern und kein Ergeb- n i s haben; denn gegenüber liegen sich zwei stark« und uneinnehmbare Küsten."

Franco sprach sodann von der st a r k e n deut­schen Wehrmacht, die sich bisher im An­griff als unschlagbar erwiesen habe und darum auch in der Verteidigung unüber­windlich sein werde. Mit erhobener Stimme sagte der Caudillo dann:Der amerikanische Kontinent kann sich nicht dem Traum von einer Invasion in Europa hingeben, ohne einer Katastrophe ent­gegenzugehen. Dieser Plan ist ebenso p h a n - tastisch wie die Aussicht, die amerikanische Küste könnte von der Achse bedroht werden. Das Schick- sal des Krieges durch Eintritt einer dritten Macht in den Kampf wenden zu wollen, würde einen Weltkrieg ohne Grenzen entfachen, der Jahre dauern könnte und das Leben jeder Nation zerstören würde, die chr Wirtschaftsleben auf den friedlichen Güteraustausch mit den europäischen Ländern eingestellt hat." Die Rede des Caudillo wurde mit großem Beifall ausgenommen.

w rN SH: 'N-

M

M

Madrid, 18. Juni. (Europapreß.) Die Rede, die der spanische Staatschef, General Franco, am Vorabend des 5. Jahrestages der nationalen Er­hebung hielt und über die wir schon ausführlich berichtet haben, war vor allem an diö Adresse der Vereinigten Staaten gerichtet. Der Caudillo warnte die USA. mit großer Eindring­lichkeit, in einen aussichtslosen Kampf em- zutreten. Er leitete das Recht zu dieser Warnung von der Mittlerstellung her, die Spanien als einer der letzten nichtkriegführenden Staaten Europas und Anrainer des Atlantik zwischen den Kontinenten em- nehme. Franco erklärte, er habe keinen Z w e i - fei über den Ausgan

dringen, und nun entspann sich ein außerordentlich erbitterter Kampf von Haus zu Haus. Die deutsche Flakartillerie kämmte die Widerstandsnester in den Häusern und auf den Dächern ab, und mit zwei Bataillonen, die der Divisionskommandeur an an­derer Stelle frei gemacht hatte, gelang es ihm, in kühnem Handstreich Hafen und Stadt Libau zu be» setzen. Die Bolschewisten, die sich auf die Neustadt zurückgezogen hatten, verteidigten sich aber hier mit verbissener Hartnäckigkeit. Erst als am darausfol« genden Tage deutsche Artillerie eingesetzt wurde, die bei dem Handstreich nicht verwendet worden war, wurde Libau endgültig vom Feinde gesäubert. Stadt und Hafen waren fest in deutscher Hand.

Oberleutnant GrafvonBothmer,der Adju­tant eines niedersächsischen Infanterieregiments, leitete seinen Bericht mit einer Schilderung der un­vorstellbaren und jeder Beschreibung spottenden Wegeverhältnisse auf dem östlichen Kriegs­schauplatz ein, die noch viel schlechter waren als die berüchtigten Straßen Polens. Bei trockenem Wetter sind sie von grundlosem Staub bedeckt, durch den die Infanterie förmlich waren muß. Die Fahrzeuge ver­sanken darin bis zu den Achsen, und zweispännigs Gefährte waren nur sechsspännig vorwärtszubrin- gen. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, wie diese Sttaßen bei Regen aussehen. Was die deutsche I n sta n t e r i e hier allein an Marschleistungen zu vollbringen, an Strapazen zu Überstehen gehabt hat, das zu schildern ist unsere Svrache zu arm. Und nicht nur die bei allen Treffen mit den hinter­hältig, zäh und verbissen kämpfenden Bolschewisten bewiesene lupf er feit, sondern auch die bei diesen Hemmnissen und Erschwernissen bewiesene Energie, Härte und Zähigkeit haben den alten Ruhm oet deutschen Infanterie befestigt und bestätigt.

Oberleutnant Graf von Bothmer schilderte em, Episode aus dem Kampf der Kesselschlacht um B i a l y st o k. Das Regiment hatte nördlich von Brest-Litowsk vorstoßend, bereits am 27. Juni dis Tschara erreicht, als es nach einem Marsch von 25 Kilometern den Befehl erhielt, einen Ab­schnitt an ber Selwianka zu übernehmen und hier Ausbruchsversuche der eingeschlossenen Sowjet­armeen zu unterbinden. Das bedeutete für das Re­giment einen weiteren Marsch von 15 Kilometern« bei dem es bereits mehrfach zu Kämpfen mit über­legenen Kräften der Sowjets kam, die aber mit blutigen Köpfen heimgeschickt wurden. Die Lage in der neu zugewiesenen Stellung war alles anders als beneidenswert. Jenseits der Selwianka rückten die Sowjets mit zahlen- und materialmäßig weit überlegenen Kräften heran, um einen Durch­bruch zu erzwingen.

Auf der rechten Flanke des Regiments, das zwei Bataillone in der Front und ein weiteres Bataillon zur Reserve eingesetzt hatte, klaffte in dem Ring um die Sowjets eine Lücke, und gerade hie? hatten die Bolschewisten starke Panzerw af­fe n, darunter auch ihre schwersten Ungetüme, massiert. Auf dem linken Flügel aber war das Gelände außerordentlich unübersichtlich, und hie? gelang es Teilen der Sowjets auch, unter dem Schutze hoher Felder und dichten Waldes durchzu- schlüpfen. Sie stießen dann auf die zur Reservs eingesetzten Kräfte des Regiments, und es kam im Rücken des vorn liegenden Bataillons zu er­bitterten Kämpfen. Eine gewiß wenig angenehm Situation. V

Der Regimentskommandeur und Ritterkreuzträger Oberst H., der wie immer in den Stunden höch­ster. Gefahr in vorderster Linie bei seinen Män­nern weilte, hatte den Befehl gegeben:Die Stel­lung wird gehalten 1" Und fie wurde gehalten, In der Nacht griffen zwar die Russen auf dem rech­ten Flügel zum Teil in acht dicht aufein­anderfolgenden Linien an. Kosaken ver­suchte mit wildem Schlachtgebrüll ein Loch in den

Mit allen erdenklichen Mitteln versucht Präsident Roosevelt die iberoamerikanischen Völker bei der Stange zu halten und seinem Willen gefügig zu machen. Der Wille zur amerikanischen Solidari­tät, wie er in diesen Völkern vorhanden ist, genügt Herrn Roosevelt schon längst nicht mehr. Er will die unbedingte Gefolgschaft der iberoamerikanischen Staaten. Um sie zu erreichen, setzt er Zwang, Pres­sion, Geld und andere Druckmittel ein. Schafft, es das' Zuckerbrot großer Kredite nicht, so muß die Peitsche wirtschaftlicher Schädigung nachhelfen. Auch vor den Mitteln der Korruption, der Sabo­tage und der Spionage schreckt man nicht zurück. Erst dieser Tage haben uns Enthüllungen über die Tätigkeit eines Agenten Nelson Rockefeller Auf­schluß darüber gegeben, daß es sich die Regierung der USA. Millionen kosten läßt, um die Meinung in den iberoamerikanischen Staaten in die Hand zu bekommen. r

Daneben verschmäht es aber Herr Roosevelt auch nicht, zur Ergänzung dieser Maßnahmen sich auch besonders kleinlicher und schikanöser Mittel zu be» dienen. So hat er dieser Tage, wie der Bostoner Sender mitzuteilen weiß, die Sperre aller Guthaben verfügt, die südamerikanische Firmen, die in Geschäftsbeziehungen zu den Achsenmächten stehen, in den Vereinigten

setz erlassen werden, das jede Ausfuhr an süd- amerikanische Firmen, die von den USA. willkürlich der Nazi^Sympathien verdächtigt werden, ver­bietet.

Nachdem Roosevelt es mit bui Schüssen schweren Kalibers nicht geschafft hat, die Südamerikaner sei­nen unsauberen Wünschen und dunklen Absichten willfährig zu machen, werden zweifellos auch diese Nadelstiche und kleinen Schikanen in Südamerika nicht die heiße Liebe zu Herrn Roosevelt entzünden, die er sich so sehnlich wünscht. In Jberoamenka hat man sich bisher noch kaltes Blut und einen klaren Kopf bewahrt und ist nicht auf die Hetze­reien hereingefallen. Das Gesicht, das der Bolsche­wismus in diesen Tagen unter dem Zwange beut« scher Kanonen und deutscher Bajonette der Mensch­heit enthüllt hat, hat auch auf Jberoamertta so abschreckend gewirkt, daß man auch bann noch nicht bereit ist, dem Bundesgenossen des Bolschewismus zu folgen, wenn er noch weitere Pressionsmittel an­wendet.

Oer syrischeBlih"-Krieg.

In der Nacht vom 7. zum 8. Juni überschritten britische, australische, neuseeländische, indische und englandhörige französische Streitkräfte (der Ver­rätergenerale de Gaulle und Eatroux) die Grenze Syriens von Palästina und Transjordanien her. Sck)on am 29. Mai war diesem ausgesprochen krie­gerischen Schritt die Verhängung der Blockade durch England über Syrienals vom Feind besetztes Gebiet" bezeichnet, obwohl kein einziger deutscher Soldat in Syrien war. Trotz der englischen Flot­tenüberfälle auf Dakar und Dran im Juli 1940 wurde doch der Ausbruch unmittelbarer Kriegs­handlungen zwischen England und Frankreich in Syrien als eine Weltsensation empfunden. Die Engländer wollten in Syrien einen Blitzkrieg füh­ren, um das Prestige wiederherzustellen, das sie auf dem Balkan und auf Kreta verloren hatten. Gleich­zeitig ließ General Wavell austtalische, südaftikani» sche, neuseeländische, indische und auch britische Trup- pen bei Sollum antreten.

Bei Sollum holten sich die Engländer eine blutige Nase. In Syrien wurde aus ihrem Blitzkrieg ein qualvoller Stellungskrieg, obwohl auf der eng­lischen Sette alle Vorteile des Nachschubs waren und die Franzosen in Syrien keine Verbindung mit dem Mutterland hatten. Am peinlichsten aber war für England, daß das Aufgebot englandhöriger Franzosen unter den Verrätergeneralen de Gaulle und Catroux gar keinen Eindruck aus die treuge­bliebenen ftanzösischen Truppen in Syrien machte, diese setzten sich vielmehr mtt einer anerkennenswer­ten Zähigkeit unter sehr mißlichen strategischen Dor-

Ziel eines unserer Stoßkeile die Stadt Lenin­grad. Seitdem sind die Einbruchsstellen überall erweitert und die Durchbruchsoperationen auf der ganzen Front fortgeführt worden. Wo die Sowjets ersuchten, Reserven und schnell zusammengeraffte Verbände in die Bresche zu werfen, wurden diese aufgerieben, wie beispielsweise bei dem westlich Kiew gelegenen Berditschew, wo zahlenmäßig weit überlegene Sowjetkräfte in dreitägigem Ringen von deutschen Truppen vernichtet wurden. Derlei Aufräumungsarbeiten im Rücken unserer Spitzen haben keinen Einfluß auf deren unaufhaltsames Vordringen.

Während auf dem Südflügel die bessarabische Hauptstadt K i s ch i n e w erreicht wurde, ist auf dem Nordflügel die finnische Wehrmacht unter Manner- heim beiderseits des Ladoga-Sees im Vor­gehen. Ans der ganzen Front hat ein gewaltiges Ringen eingesetzt. Alles, was die Generale Moskaus aus den verlorenen Grenzschlachten retten konnten, war in die Stalin-Linie gefuchtet, die die Sowjet- führung unbedingt halten zu können hoffte. Nun sich diese Hoffnung gleichfalls als trügerisch erweist, werfen die Bolschewisten verzweifelt ihre letzten Reserven unseren vorwärtsdrückenben Panzer- Divisionen entgegen, die sich durch die geschlagenen Breschen in das Hinterland der Stalin-Linie er­gießen. Während sich die vierte Woche der Operatio­nen ihrem Ende zuneigt, zeichnen sich auch in die­ser zweiten Phase des in Planung und Einsatz ein­maligen Feldzuges entscheidende Erfolge ab.

Es wird noch lange dauern, bis das Heldenepos dieses Kampfes geschrieben werden kann. Heute schon geben die PK.-Berichte einen gewissen Eindruck von der Größe der Leistungen von Truppe und Führung. Die Bezwingung der tief gestaffelten, zähe verteidigten Bunkerlinie bedingt eine Un­summe von tapferen Einzelleistungen. Das gilt gleichermaßen für die Ueberwindung der

zahlreichen Flüsse, die mangels jeglicher Regulierungsarbeit meist auf beiden Ufern von kilometerbreiten Sumpfgürteln begleitet werden. Ob es die Männer der Panzertruppe sind, die weit voraus den Schrecken des Angriffs in die Reihen der Bolschewisten tragen, oder die zähen Infante- riften, die sich schrittweise vorwärstkämpfen müs­sen, ob die Flieger, ohne die heute ein Erdkampf nicht mehr denkbar ist, ob Pioniere oder Ar­tillerie alle sind sie beseelt von einem Angriffs­geist, der sie als Träger einer siegreichen Idee zu Siegern werden läßt über Massen von Menschen und Waffen wie über alle Hindernisse der Natur und des Klimas.

Als die deutsche Führung in der ersten Phase des Kampfes in die zum Angriff aufmarfchierten Sowjetarmeen hineinstieß, verloren Moskaus Ge­nerale an sie das Gesetz des Handelns. Nach dem Durchbruch durch die Stalin-Linie machen sie nun einen verzweifelten Versuch, den Ansturm der deut­schen Wehrmacht und ihrer Verbündeten auszuhal- ten. In diesem Ringen ist ihnen die deutsche Füh­rung nicht zuletzt deshalb überlegen, weil sie sich auf eine Truppe stützen kann, deren Unterführer auch bann zu handeln wissen, wenn sie vorüber­gehend keine direkten Weisungen bekommen, was bei diesen riesigen Operationen leicht einmal vor­kommen kann, yeber deutsche Soldat ist zu seinem Teil Träger eines einheitlichen Kampfwillens, der ihn in jedem Augebnlick im Sinn« seiner Führung handeln läßt. Wenn dieTimes" sich angesichts dieser Sachlage zu der Feststellung versteht, daß für die bolschewistische Armeeeine Periode schwe­rer Prüfungen eingetreten sei", so geben wir ihr darin recht. Schließlich sind die Engländer für solche Situationen Sachverständige. Ihrer Schluß­folgerung,man brauche die Hoffnung noch nicht aufzugeben", können wir freilich nicht zustimmen. Mit den Sowjets geht es zu Ende!

ti g en Kampfes. _ .. ..

reits gefallen, keine menschliche Macht könne dieses Schicksal ändern. Den Vereinigten Staaten, die sich so besorgt um das Schicksal Spaniens zeig­ten, stelle Spanien seinen Glauben und sein Ver­trauen in seine Macht gegenüber.Niemand ist mehr berechtigt als wir", fuhr der Caudillo wört­lich fort,festzustellen, baß Europa nichts von Amerika will. Ein Kampf zwischen ben Kon­tinenten ist eine Unmöglichkeit. Der Krieg

Roosevelts neue Pressionen ans Aeroamerika

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Staaten unterhalten. Washington gab eine Schwarze L i st e" von mehr als 1800 Personen unb Firmen heraus, an die von ben USA. nicht mehr exportiert werden darf, soweit die Waren unter die Expeditionskontrolle fallen. Die aufgezählten 1800 Firmen sollen zugunsten Deutsch- lands oder Italiens gearbeitet haben. Vorbereitet wurde diese Schwarze Liste durch das von Rocke­feller geleiteteBüro für Handels- unb Kultur­beziehungen der amerikanischen Republiken". Die Liste schließt nicht nur deutsche und italienische Han­delsfirmen, sondern, wie z. B. aus Buenos Aires gemeldet wird, auch rein argentinische Firmen aus. Durch Einwirkung des Rockefeller- Büros sind bereits Tausende von Konten in Argentinien geschlossen worden. Ver­treter des Rockeseller-Komitees suchten USA.-Kauf- kute auf, deren Beziehungen mit südamerikanischen Firmen auf der Schwarzen Liste ihnen bekannt waren unb verlangten ben sofortigen Ab­bruch ber Hanbelsbeziehungen. Zahlreiche USA.- Behörden und Banken halfen an ber Aufstellung ber Schwarzen Liste durch eine weitreichende Wirt­schaftsspionage.

Der Arttkel glaubt anschließend ankündigen zu können, daß nach der Blockierung italienischer und deutscher Konten tue USA. demnächst ein neues Ge-

aussetzungen mit den englischen und den england- hörigen gaullistischen Kontingenten auseinander, Diese schwere moralische Bloßstellung Englands, die- es Versagen seiner Lockrufe und seines Werdeapo rarates wirkte um so nachhaltiger, als der eng«: ische Rundfunk und die englische Presse ein wad" res Nachrichten-Trommelfeuer über die Anwesen hett deutscher Truppen in Syrien niedergeheiß ließen.

Syrien ist doppelt so groß als Bayern, aber .zur? größten Teil Wüste. Nur ein schmaler langer Strei- fen, etwa von der Gröhe Badens, ist bewohnte» Land. Seine Verteidigung ist deshalb so schwer gewesen, weil an der Küste im Westen die englische Flotte operierte und die englischen Land- uttd Luft» ftreitträfte vom Norden unb Süben Syrien um­fassen konnten. Rechnet man hinzu, daß die Eng­länder einen Handstreich ausführten, daß sie Fran­zosen gegen Franzosen ins Feld führten und daß sie zur Entfaltung ihrer überwältigenden Uebermadif fünf Wochen gebraucht haben, so muß man schon sagen, daß England in Syrien keinen Blitzkrieg geführt, keine Lorbeeren an seine Fahnen ge­heftet hat. Dr. Ho,

Oer italienische Bericht.

Rom, 18. Juli. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

In der Nähe von Malta hatten unsere Luftver­bände heftige Kämpfe mit überlegenen feindlichen Jägern. Fünf englische Flugzeuge wurden abg#- schossen. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zu feinem Stützpunkt zurückgekehrt.

In Nordafrika wurden in Tobruk errieiß Batterien unb befestigte Stellungen bombardiert wodurch Brände und Explosionen verursacht wur­den. Südwestlich von S i d i e l B a r a n i haben unsere Jagdeinheiten im Tiefflug feindliche Kraft-- fahrzeuge unb Truvpen angegriffen. Im Verlaust eines neuerlichen Angriffs gegen bie beiden nörd­lich von M a r f a Luch gesichteten, im gestriger Wehrmachtbericht erwähnten Schiffe haben deutsche Jäger, die von einem feindlichen Verband, der bi< Transporte zu schützen versucht«, angegriffen wur­den, fünf britische Flugzeuge vom Muster Cuttir P 40 abgeschossen, während die Bomber der den zweiten verbliebenen Dampfer versenkten. Feins- liche Flugzeuge haben Bengasi und D e r nc bombardiert, wobei es in ber letztgenannten vp schäft einige Opfer unter ber muselmanischen Be­völkerung gab.

In ber Nacht zum 18. haben feindliche FlugZ^ Bomben auf Palermo abgemorfen. Drei DerleM- unter der Bevölkerung.

In O st a f r i k a ist die Lage unveründert»

Berlin, 18. Juli. (DNB.) Einen anschaulichen Eindruck von den bewunderungswürdigen Leistungen unb dem heldenmütigen Einsatz unserer Truppen an ber Ostfront, aber auch von ben Strapazen und ber Härt« ber Kämpfe vermittelten die lebendigen und packenden Schilderungen zweier F r o n t o f f i z i e r e, die vor Vertretern der Presse von den Kämpfen berichteten, an denen sie Anteil genommen hatten. ,

Hauptmann Gloger gehörte als I. OOffizier ber Infanteriedivision an, die den Auftrag erhal­ten hatte, die Hafenstadt Libau im Handstreich zu nehmen. Libau war durch sein« Lag« am Meer und eine Reche von Wasserstraßen und Flußläufen geschützt. Für den Angreifer vom Lande her boten ich im Norden, Osten und Süden nur verhältnis- näßig schmale (Streifen als Angriffsbasis. Die an der Küste entlang vorstoßende Division traf schon an der Grenze auf heftigen Widerstand aus einer gut angelegten und ausgebauten Bunkerstellung, die zwar von den Sowjets mit verbissener Zähigkeit jerteibigt wurde, dem Elan der meist aus Ostpreu- 3en bestehenden Division aber rasch erlag. Die Aussagen ber dabei gemachten Gefangenen, baß bie politischen Kommissare der Sowjets b e - reits im März in Schulungskursen immer lie­ber auf ben bevorstehenden Angriff der Bolsche­wisten auf Deutschland hingewiefen hatten, wurden durch die aufgefundenen Auszeichnungen in vollem Umfange bestätigt.

Bereits nach zwei Tagen war die Division bis auf wenige Kilometer ostwärts Libau vorgestoßen, und alle zum planmäßigen Angriff auf. die bedeutende Hafenstadt erforderlichen Maßnahmen waren getrof­fen. Das die Spitze bildende Regiment wurde Der- tärkt, die Einschließung vollzogen und ein weiteres Regiment zur Abschirmung der Front gegen Ent­setzungsversuche der zahlenmäßig wett überlegenen owjetischen Streitkräfte eingesetzt. Die Umklamme­rung und ihre Sicherung war in zwei Tagen, dem 25. unb 26. Juni, gelungen. Am Morgen bes Frei­tag, 27. Juni, versuchten bie Eingeschlossenen mit etwa 50 000 Mann, stärksten Artillerie- und Pan­zerkräften einen Durchbruch nach Norben unb Norbosten, was von nur zwei verstärkten Batail­lonen in außergewöhnlich erbitterten, ben ganzen Tag über pausenlos anhaltenben Kämpfen ver­eitelt würbe. Die Schwere dieser Kämpfe wird durch bie Tatsache beleuchtet, baß eine einzige Flak- batterie rund 1000 Schuß abgegeben hat. Immer unb immer wieder versuchten die Russen mit ver­zweifelten Vorstößen der Einkesselung zu entrinnen, aber die ostpreußischen Truppen wichen und wank­ten nicht. Vor ihren Stellungen häuften sich bie Leichen ber gefallenen Sowjets buchstäblich zu Ber­gen. Erst als bie deutsche Abwehr sich zum Teil verschossen hatte, gelang es einigen Teilen ber Sow­jets, bis zur zweiten Verteidigungslinie der Division durchzukommen, wo sie im Feuer ber deutschen In­fanterie liegen blieben.

21m Morgen des 28. Juni befahl der Regiments­kommandeur Oberst Lohmeyer, der für feinen fdyneibigen Einsatz im Heeresbericht namentlich er- wähnt wurde, ben Angriff im Süden der Stadt Libau. Die Sowjets versuchten in aller Eile, Ver­stärkungen auf Lastkraftwagen an bie gefährdete Linie heranzubringen, die aber, «he sie überhaupt zum Einsatz kamen, unschädlich gemacht wurden. Die bei den Sowjets im Kampf beteiligten Matrosen betätigten sich in der Hauptsache als Einpeitscher. Sie hatten bie Werftarbeiter fiibaus mit Gewehren ausgerüstet, ihnen die Rocktaschen voll Patronen gesteckt und trieben sie nun mit vorgehalte- nen Pistolen in die Kampflinie. Daß dieser barbarische Einsatz 'ber Zivilisten außerordent­liche Vlutopfer unter diesen forderte, bedarf keiner Betonung.

Von deutscher Sette wurden, als bas Weichbild der Stadt erreicht war, Ma r i n e st o ß t r u p p s eingesetzt, um ttn Strahenkampf in Libau einzu-