Ausgabe 
19.3.1941
 
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fitzen, als in den Tagen der Entscheidung nur eine Minute durch plöfcliaje Sorge verlieren!

Vieles Prinzip, oas das Geheimnis un­seres Erjoiges von gestern ebenso war wie es die Garanlle unserer Siege von morgen sein wild, lordert von jedem Volksgenossen den vollen Einsatz. Cs gibt für keinen eine Insel, die ihn herausheben rourue aus dem großen Strom der geschichtlichen Entscheidungen. Jeoer, der neu den grauen 'Jiod des Soldaten anzieht, macht die Uebeimicht des öeut,chen Heeres noa) erbtüaeaber; jeder, der eine Stunde meyr an Arbeit leistet ober sich neu in den Arbeitsprozeß einschaltet, macht Kräfte frei für d i e größeren 2luj« gaben, die dort gestellt sind, wo unmittelbar für den Sieg gearbeitet wirb! Veutschlan-d ist in der glücklichen iZage, daß ihm durch die Unterstützung freiwilliger Aibeitstraste aus zahtreichen Länoern Diele von den Scha,senden, Die unter Den Waffen stehen, ersetzt werden und ihm dadurch mehr Dinge des iriedensmaßigen Konjums anderthalb Jahre nach Kriegsbeginn noch zur Verfügung stehen, als

tische Empire und die Vereinigten Staaten gemein- s sam die seierlick-en aber glänzenden Verpflichtungen '

teilen, die sie gemeinschaftlich zum krönenden Siege führen werden.Die Worte und Handlungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten sind für uns wie ein Lebenselixier und haben uns wieder stark

gemacht."

Doch diese Worte, mit denen Thurchill noch einmal das Lebensgesühl Englands aufzupeitschen hofft, sind schon überschattet durch die ernsten Schläge d-?s

szu.Sie haben Schiffe bereits weit im Westen versenkt. Hier und an den westlichen Zugängen au unserer Insel wird jetzt ein heftiger unbarm­herziger Kampf geführt, damit uns die Lieferungen aus USA. nicht erreichen können, ohne die unsere Kriegsanstrengungen hier sowohl wie im mittleren Orient nicht aufrechterhglten werben können! Unsere Verluste sind in diesem Augenblick gestiegen. Wir wenden unsere ganze Macht, unsere sämtlichen Hilfs­quellen, unser ganzes Talent und unsere Wissen- vom Führer angekündigten' Kampfes auf allen Je- schast an, um in dieser tödlichen Prüfung bestehen wässern, die an Englands Küste reichen. .Nicht nur' 31t können." Krampfhafte Jlluswnsmache ist der lei- deulsche 11 Boote, sondern auch deutsche tende G.dapke auch dieses Gestammels, das von Schlachtkreuzer sind bereits in den A t -! dem Alpdruck des ständig und schnell drohenden l a n t i k gegangen", so gibt Churchill pessimistrich ! deutschen Zugriffs ausgelöst wird.

Von deutschen Fliegern zwei Sch'achWsse im östlichen Mttelmeer torpediert.

es idnjt hiuguu) wäre.

Dieses Glück will richtig genützt fein: nicht das weitere bequeme Hinnehmen dieser Vorteile kann jetzt unsere Parole fein, sondern nur die Ent­schlossenheit, diese Leistungsreserve im rechten Augen­blick in d i e Waagschale der Entjcheidun- gen z u werfen, eine ganz klare Bilanz unserer Kräfte zu ziehen, auf alles zu verzichten, was im Kriege nicht unabdingbar nötig ist und alles e i n * j zusetzen, was bieje achtzig Millionen im Herzen, Europas qn Mut, Kraft und Entschlossenheit zu ent-< wickeln fähig sind! |

In diesem Geiste marschiert Deutschland in die Monate des Frühlings und dieses Sommers: jeder i Wehrfähige mit der Waffe in der Hand, jeder schaffende Ann mit Aufbietung allen Fleißes und aller Kräfte, jeder Volksgenosse mit der Entschlossen-1 beit, seinen Teil zum Siege überall dort beizutragen, I wo der Ruf an ihn ergeht über allen die ordnende Hand des Führers, die verantwortungsbewußte und I sicgesfichere Planung des Feldherrn und Staats­mannes Adolf Hitler.

Diese Verbindung der überragenden Kraft der Persönlichkeit mit der unüberwindlichen Wucht einer entschlossenen Nation wird das Geheimnis des Sieges der Freiheit über die plutokratifche Weltversklavung sein, und der Frühling der Natur wird zum Anbruch einer neuen, glücklicheren Epoche

Der italienische Bericht.

Flugzeuge einen Luftangriff auf Tripolis dnrchge- führt. Einige verwundete und Schaden an Wohn­

Rom, 18. März. (DNB. Funkspruch.) Der Ua- Häusern.

lienische Wehrmachtberlcht vom Dienstag hat fol- 3n Ostafrlka ging die Schlacht Im 2(b- genden Wortlaut: schnitt von Keren heftig weiter. Unsere Trup-

An der griechischen Front Spähtrupp- und pen Haden bei mehreren Gegenangriffen dem Feind Artillerietätigkeit. Unsere Flugzeuge Haden feind- schwerste Verluste zugefügt und wiederholle, mit liche Flugstützpunkte mit Bomben und MG.-Feuer zahlreichen Kräften geführte Angriffe abgewiesen, belegt. !Auch die eigenen Verluste sind empfindlich. General

An 16. haben Flugzeuge des deutschen!corenzini hat an der Spitze seiner Bataillone Fliegerkorps eine im ösitichen Mitlelmeer auf den Heldentod gesunden. 3m Luflkampf haben un- Fahrt befindliche F l 0 t t e n f 0 r m a t l 0 n ange- sere Iäger ein englisches Flugzeug abgeschossen. Ein griffen. Bei dieser Aktion wurden z w e i S ch l a ch t- eigenes Flugzeug ist nicht zu seinem Stützpunkt zu- schiffe mit Torpedos getroffen. I rückgekehrt. Britische Luftangriffe auf einem unserer

3n Nordafrika sind feindliche Einheiten, die ' Stützpunkte haben einigen Schaden verursacht. Eine sich unseren Stellungen bei Siarabub genähert vor Berbern erschienene feindliche Flotten- hattcn, zurückgeschlaaen worden. Unsere Bomder f 0 r m a H 0 n hat nach heftigem Bombardement haben motorisierte Kampfmittel, Brennffofflagcr Truppenabteiluneen gelandet, die unsere Besatzung und die Anlagen eines feindlichen Stützpunktes ge-, überwältigt haben.

troffen. 3n der Rächt zum 17. haben feindliche j

Meder ein Unrecht von Versailles ausgelöscht.

Rückgabe des ehemaligen deutschen Gesandschastsgedäudes in Tanger.

der Menschheit werden.

Ll-Bootversenkte3S30NBRT.

Berlin, 13. März. (DNB. Funkspruch) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Lin Unterseeboot versenkte aus feindlichen Geleit;ügen fünf bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 35 300 BBT. Bei bewaffneter Aufklärung Über der Nordsee ver­senkte die Luftwaffe ostwärts Newcastle ein Handelsschiff von etwa 4000 BRT. 3n der Nacht zum 13. März bombardierten Kampfflugzeuge die Hafen- und Dockanlagen von Newcastle, weitere Angriffe richteten sich gegen Häfen an der schottischen Ostküste.

Der Feind griff in der letzten Rächt an verschie­denen Stellen das nordwestdeutsche Küstengebiet an. Einige Brände in nichtmilitärischen Anlagen konn­ten sofort gelöscht werden. Der Einsturz verschie­dener Wohnhäuser verursachte Opfer an Toten und verletzten, lieber Dover wurden im Laufe des Tages vier Sperrballone abgefchoffen.

Oie Flak zwang englische Flieger zum Abdrehen.

Planloser Bombenabwurf auf Wohnviertel

Madrid, 18. März. (DNB.) Am Montag fand in Anwesenheit deutscher und spanischer Rcgierungs- Vertreter die Eröffnung des deutschen Konsulats in langer statt. Die Kommission .Der deutschen Regierung zur Uebern-aihme des frühe­ren deutschen GesanDlschaflsge'bäudes und zur Em- setzung des deutschen Konsuls beftdjt aus Botschafts­rat öc berlein von der deutschen Botschaft Madrid, Legationssekretär Stille, Dem deutschen Konsul in xetuan Dr. Richter und dem neuer- nannten Konsul Dr. Möhnng. Der Oberkommis­sar der spanischen Marokkozone, General Äsen- (io in Tetuan gab seiner Freude Darüber Ausdruck, daß nun das ehemalige deutsche Gesaydtschaftsge- bände wieder dem rechtmäßigen Besitzer übergeben werden konnte. Um 11 Uhr wurde die Flaggenhis- sun-z 'auf dem deutschen Konsulat unter Ehrendezei- gunz Der spanischen Legion vorgenommen. Zur gleichen Zeit verließ Der Mendub, Der Stellvertreter , Des Sultans von Rabat in Tanger, das Gebäude. Der Mendub war das letzte internationale Bollwerk in Tanger.

Das Deutsche Reich war bis zum 19. August 1914 bei Der marokkanischen Regierung durch eine sandtschaft vertreten, di« ihren Sitz im internatio­nalen Tanger hatte. Am 19. August fand sich Der Vertreter Des Sultans beim deutschen Geschäfts­

träger (Legationssekretar D l e ck h 0 f f) ein, teilte ihm mit, daß Marokko Die Beziehungen zu Deutschland abbreche und stellte ihm die Pässe zu. Nachdem Der Sultansvertreter das GesanDtschaftsgebäud-s verlas­sen hatte, Drang marokkanische Polizei unter Füh­rung französischer Polizciofsiziere mit Waffenge­walt in die Gesandtschaft ein und nahm Die Mit- § lieber Der Gesandtschaft fest. Sie wurden an Bord es französischen KreuzersCassard" nach Palermo gebracht. Die Festnahme Des Geschäftsträgers und seines Personals war ein Durch n.chts begründeter schwerer Bruch des Völkerrechts. Das Gebäude Der Gesandtschaft blieb trotz aller Be­mühungen Der deutschen Regierung in den Jahren nach dem Weltkrieg im Besitz Der marokkanischen Regierung. Durch Die Rückgabe an Das Deutsche Reich, Dessen Konsulat, in Tanger es nunmehr be­herbergen wird, verschwindet wieder ein Punkt von Der langen Liste Des Unrechts, Das Dem Deutschen Volk im Versailler Frirdensdiktat angetan worden ist. Die spanische Regierung hat nach der Beseiti­gung Des Tanger-Statuts und Der Eing-liederu-ng Tangers in Die spanische Marokkozone alles Un­recht ausgelöscht. An einem Der wichtigsten Handels- Plätze Marokkos sindet sich nun wieder eine amt­liche Vertretung des Deutschen Reiches.

BemLoyds schon ZMMnenTonnen zugeben

Bon unserer Berliner Schriftleitung.

t mehr mit

.Pilgrims", einer Vereinigung Der in Lloybs versichert. Lloyds hat ja nur Diejenigen Kn Amerikaner, sprach Churchill Schiffe als verloren angegeben, für Die bei Der Ge-

Der

eberfee tebenb«

in Anwesenheit Des neuen Botschafters Der USA.,

der

Winant. Nach heuchlerisch«» Huldigungen, die er als Freund und getreuer Kamerad" an diesem . gro­ßen Wendepunkt der Geschichte" der Person des Botschafters widmete, fuhr Churchill fort: Sie tei­len unsere Gefahren, unsere Interessen und Ge­heimnisse. Der Tag wird kommen, an dem das bri-

Dieses Zugeständnis von Lloyds bedeutet in Wirk- lichkeit einen erheblich größeren Schiffsverlust der England zur Verfügung stehenden Handelsflotte als ..nur* runb 5 Millionen BRT. Denn erstens einmal sind nicht alle Schiffe, die für England fahren, bei

englischen Behörden geschlossen. Ts ist anzu- nehmen, daß sich die englischen Maßnahmen gegen

Bangkok, 18. März. (Europapreß.) Wie SenderUnabhängiges Indien* meldet, wurden alle Jutespinnereien in Kalkutta von den

, ____...J sich auf den

Straßen aufhielt. Die Zahl der Opfer wurde noch dadurch erhöht, daß einer der schnell errichteten provisorischen Luftschutzräume durch eine Bombe großen Kalibers zerstört wuvd«. Die deutsche Luft­waffe habe den Luftraum über und um Das In­

dustriegebiet von Bristol vollkommen beherrscht, so daß die deutschen Bomber stundenlang die Stadt überfliegen konnten. Mehrere Bomben fielen auch auf ein Autobusdepot, das gänzlich zer­stört wurde. Der Schaden ist umso empfindlicher, als viele der Autobufse für Lebensmitteltransporte ein gefetzt wurden. Viele Häuser und Lagerschuppen sowie Gebäude, in denen industrielle Unternehmen untergebracht waren, wurden «in Raub der Flam­men, Die die Stadt zum Teil taghell erleuchteten.

Lebenselixier aus LISA."

Churchills kramvfhafte Jllusionsmache.

Stockholm, 18. März. (DNB.) Bei einem

Genf, 18. März. (Europapreß.) Nach Liver­pool und Glasgow hat vorn Sonntag auf Montag, wie die Zeitungen berichten, Bristol aufs neue eine schwere Nacht erlebt, in Deren Verlauf Die deutsche Luftwaffe in zwei Luftangriffen unge­heuren Schaden anrichtete. Vor allem ist eine große Anzahl Toter zu beklagen, die, wie amerikanische Korrespondenten aus Bristol berichten, darauf zu- rückzuführen sei, daß die Bevölkerung von Bristol nach Schluß des ersten Angriffs nid) einem zweiten rechnete und

sellschaft Prämien liefen. Zum zweiten werden von der Gesellschaft nur solche Fälle als oersicherungs­pflichtig gemeldet, Die als verlorengegangen bezeichnet worben finD. Das beDeutei, Daß ein er- hebkicher Zeitraum zwischen D-m Verlust eines Schiffes und Der Anmeldung des Verlustes bei Lloyds liegen kann. Weiter liegt zwar Die Berech-

in Nordwestdeutschland.

Berlin, 18. März. (DNB) In den Morgen­stunden des 18. März flogen englisck-e Flugzeuge von der Küste her in Norddeutschlano ein. An der schnell einsetzendcn und sehr wirksamen deutschen Abwehr scheiterte die planmäßige Durchführung des Angriffes. Die englischen Ver­bände kamen über das nordwestdeutsche Küstenge­biet nicht hinaus und wurden durch das ständig stärker werdende Flakfeuer zerstreut, so dag Der Bombenabwurf ziel- und planlos auf Wohnviertel in städtischen und länd­lichen Siedlungen einer mittelgroßen Stadt Nordwestdeutschlands erfolgte, in der sich weder militärische noch wehrwirlschafllich wichtige Anlagen befinden. Ein Volltreffer ging in eine Mäd­chenschule und richtete starken Sachschaden an. Da der Schulunterricht noch nicht begonnen hatte, sind glücklicherweise keine Opfer zu beklagen.

Die deutschen Lustangriffe auf Bristol.

Daß Die Derk-uiste <m Hand«lsschiffstonnage, Die b:r deutsche Handelskrieg England zufügt, allmäh­lich einen Umfang annehmen, der den englifchen Kriegshetzern starkes Albdrücken bereitet, hat sich allmählich in Der ganzen Welt herumgesprochen. Selbst DieGrößen" Der englischen Marin: matben aus Diesen Verlusten kein Hehl mehr. Sie haoen bisher leDiglich Davon Abstand genommen, Zahlen zu nennen, sonst aber lassen ihre Ausführungen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. So sprach unlängst erst GroßaDmiral Lord C h a t f i e l D von einera l a r m i e r e n D e n H ö h e", Die Die eng­lischen Schiffsverlust« erreicht hätten. Und es Ist noch nicht lang« her, daß Der Erst« Lord Der eng­lischen Admiralität offiziell zugeben mußte, daß Deutschland der englischen Handelsflottesehr ernst­lich schade", daß Englandsehr schwer um die Offen» Haltung seiner organischen Lebenslinien kämpfen müsse" und daß infolge Der Deutschen U-Boot-Ope- rationendie wöchentlichen Handelsschiffsverluste sehr großen Schwankungen unterworfen^ seien.

Allmählich beginnt sich aber jetzt auch Der Schleier zu lüften, Der bisher Das Geheimnis Der Zahlen, in Denen sich Die Schiffsverluste Des Empire ausDrücken, verhüllte. Die bekannte Versicherungs-ge sellschaft L l 0 n D s hat jetzt Den Anfang gemacht. Nach ihrer Statistik sind Die britischen, alliierten und neutralen Schiffsverluste in Den ersten achtzehn Kriegsmonaten um 700 000 BRT. größer gewesen als in den ersten IVt Jahren Des Weltkrieges unD haben insgesamt 1245 Schiff« mit einer Gesamttonnage von 4 962 00,0 Tonnen betragen. 3um erstenmal sind auch die bri­tische Schifssverluste bei der Räumung von Dün­kirchen in Der Aufstellung mit einbegriffen. Im Juni vorigen Jahres betrugen Die britischen Ver- Dufte einschließlich Dünkirchens 72 Schiffe mit einer Tonnage von 280 556 Tonnen und Der Alliierten 39 Schiffe mit 169 348 Tonnen. Die deutsche Ver­luste seft Ausbruch des Krieges werden in dieser Berechnung mit 60 gekaperten Schiffen von 268 642 Tonnen sowie 77 versenkten Schiffen mit 420 947 Tonne angegeben, ein gewaltiger Abstand von den fast 5 Millionen Tonnen, Die England im gleichen Zeitraum eingebüßt hat.

nung von Lloyds Register wesentlich höher, als es die amttichen englischen Zugeständnisse wahr- haben wollen. Es ist aber auf Grund der langjäh. rigen Erfahrungen aus dem Weltkrieg und Dem aegenroädigen englischen Krieg mit absoluter Sicher­heit anzunehmen, daß auch die Berechnungen von Lloyds Register noch sehr stark zu Gunsten Der amtlichen englischen Angaben frisiert finD. Schließlich erinnern wir Daran, Daß Die Deutschen Wehrmachtsberickte unD Die amtlichen Deutschen Meldungen ein für alle Mal nur solche Schiffe als versenkt melDen, Deren völlige Zerstörung bzw. Untergang einroanDfrei bepb- achtet worden ist. Die Deutschen Bestimmungen sind auch in Dieser Beziehung eoenso eindeutig wie streng. Beispielsweise werden niemals Schiffe als versenkt gerechnet, die nur mehr oder weniger stark beschädigt fino. Ferner können aus naheliegenden Gründen die englischen oder in Englands Dienst fahrenden Schiffe in der deutschen Dersenkungsstati- stik nicht ersaßt werden. Die im Sperrgebiet um EnglanD ober in anderen minenverseuchten Geble- ten in Ueberfee auf Minen gelaufen unD in Die Luft geflogen sind. Wenn also Die amtliche Deut- sche MelDung kürzlich feststellte, Daß feit Kriegs- beginn insgesamt 9,2 Millionen t Schiffe versenkt finD, Die in englischem Besitz waren oDer in englischem Dienst fuhren, Jo beDeutet Diese Zäh- lung eine Mindestzahl. In Wirklichkeit ist Der Verlust an Schiffstonnaae für England noch wesentlich größer, da ja noch solche Schisse hlnzukommen, die auf Minen gelaufen ober so schwer beschädigt sind, baß sie auf lange Zeit, wenn nicht für immer ausfallen. Immerhin bleibt Lloybs Statistik insofern interessant, als sie über bie Hälfte bes wirklich versenkten Schiffsraumes zugeben muß unb bamit also über bie Churchlllsche Gewohnheit ber Driltelung hinausgcht.

Schon heute ist Englanb burch biese Schwächung seine Tonnage in eine außerorbentlich prekäre Lage versetzt. Diese Lage wirb sich aber in ben nächsten Monaten noch erheblich verschlimmern, wenn ber vom Führer angefünblgte verstärkte U-Boot-Krieg sich auszuwirken beginnt Dann wirb Lloybs bald noch ganz anbere Ziffern zu melben haben. Auf alle Fälle wissen wir aber heute schon aus ber Verö'fentltchung von Lloybs, baß ber Handelskrieg den Engländern schwer zu schaffen macht unb baß sie keine Möglichkeit besitzen, ihm zu entgehen.

Englische Verstärkungen an der Tiordwestgrenze.

Leben oder Gelb?!

Von umerer Berliner 3dirirtle tnitct.

Der Reichskommissar für Die Preisbildung hat vor Vertretern ber Partei, des Staates unb Der i Wirtschaft über feine Gewinnstop-BerorDnung ge- i sprachen. Es wäre verlockend, Das vielschichligö ! Thema, das die breitesten Kreise unseres Volkes I lebhaft intereffiert, methodisch Punkt für Punkt burchzugehen schon, weil ber Vortrag einen lieber« blick über bie sehr verwickelte Problematik gibt, ' einen Ueberblirf, in bem sich Erfahrung unb ge« ! junDer Menschenverstand oerbinben. Aber dieser lov« liche Wunsch würde den Rahmen eines Artikels sprengen. Darum heben mir einige springende Punkte als unterscheidende Merkmale hervor.

In die wirkliche Substanz Des ganzen Preispro- blems führt vielleicht am tiefsten bie Bemerkung Wagners, baß bie Deutschen seit langem erzogen sind für bas Vaterland ihr Leben hinzugcben. Wenn es sich aber um Gelbangelegenheiten hanbete, so mache sich oft ein Wiberstanb bemerkbar, der .n gar keinem Verhältnis zu Dem Streitgegenstand I stehe. Wenigstens bann in keinem Verhältnis, wenn zum Maßstab des Opfers bie Bereitschaft bes Sol­daten zum Tod genommen wird. Hier wird schlag- lichtartig klar, welchen Einfluß Erziehung, Trabi- tion und Umwelt auf ben Menschen ausüben. Und weil biefer Einfluß riesengroß ist, so haben mir ' auch schon diese eigentliche Substanz des Problems in der ÜberschriftLeben ober Gelb?!* zusammen- gepreßt.

| Es handelt sich Darum, Daß Die Wirtschaft im weitesten Umfang beginnend mit ber Jnbustrie, i dann aber auch Handel, Verkehr, Banren und Hand- ! werk Gewinne, bie über ben Begriff Der kriegs- i verpflichteten Wirtschaft hinausgeben und seit bem I 1. September 1939 aufgelaufen sind, an Das Fi­nanzamt abführen und übermäßige Gewinne der Zukunft Durch Preissenkungen vermeiDen.

Der Wirtschaft wirD hier Die Probe auf ihre ! wirkliche Initiative und Selbstoerantwortung zuge­wiesen. AusDrücklich wird ausgeschlossen, daß sich d.e Wirtschaft Dieser Pflicht durchDie Flucht in 6te Sozialpolitik* entzieht. Es geht nicht an, Daß Die Allgemeinheit belastet wird, um eine Kulissenschie­berei auf sogenanntem sozialen Gebiet Dem stau« nenDen Publikum vorzuführen. Reichskommissar Wagner sprach in Diesem Zusammenhang von Uebersozialisten", Die in Wahrheit au-gevlchte Egoisten sind. Das Reichskommissariat für Preis- bllDung kann nur höhere Löhne anerkennen, wenn sie von zustänbiger Stelle als bindend anqeorbnet sind.Kann*-Vorschriften in Der Lohnpolitik können preispolitisch nicht berücksichtigt werben, wenn sie zu Lasten D«s gemeinen Nutzens gehen und eine großartige Lohnpolitik nur vorspiegeln.

Freilich, eine kricgcbedingte Wirtschaft enthält In sich Kostensteigerungen. Die Ueberseezufuhr ist aus­gefallen, Werkstoffe, Die oft teurer finD, muffen ver- wanbt werDen, Die Arbeitsverfahren find erst in Entwicklung, um Den Ausgleich in Der Warengüte herbeizuführen. Darum verlangt Der Preiskommis­sar, Daß jeD« Kritik aus Der Kenntnis Des tatsäch­lichen Wirtschaftsoorganges unD nickt aus Besser­wisserei erfolgt. Dor allem eins: Jede Kritik muß wirklickkeitsnah fein. Die Durchführung Der Deroro- nung des Reichskommissars vom 5. März roirD so organisiert, Daß eine große zusätzliche Arbeit nickt nötig ist, wie Denn auch Der Reichskommifsar fel'Vt für Das ganze Reichsgebiet mit 1600 Beamten und Angestellten auskommt. Auf D«r anderen Seite Darf niemand auf Verjährung hoffen: Der Anspruch bes Reiches gegen übermäßige Kriegsgewinne blnbt aufrecht unD ist für immer unabdingbar. Dr. Ho.

die Streiks der indischen Arbeiter in Diesen Jute- fpinnercien wenden. Gleichzeitig berichtet Der Sen­der, daß 3 0 0 0 0 indische Soldaten unter englischen Offizieren zu der Nordwcstgrenze Indiens geschickt wurden, wo der Fakir von I p i im Lause Der letzten Wochen wieder rege Tätigkeit ent­falte.

Vor Abschluß eines holländisch' japanischen Handelsvertrages.

Mailand, 18. März^ (Europapreß.) WieCor- riere della Sera" aus Batavia erfährt, stehen die Vorverhandlungen zwischen Japan und Holländisch« Indien zum Abschluß eines Handelsvertrages vor dem Abschluß. Der japanische und der holländiiche Delegationsleiter arbeiten zur Zeit einen Entwurf für die Schlußverhanblungen aus.

Oie Kammerwahlen in Ecuador.

D 0 g 0 t a, 18. März. (Europapreß.) Nach den bis­her Dorüegenben Ergebnissen ber Parlamentswahlen scheint sich bie neue Kammer aus 50 Liberalen der Richtung Lopez, 35 Oppojitlonsliberalen und 46 Kon­servativen zusammenzufetzen. Aus Grunb dieses Wahlergebnisses hält man die Wahl von Lopez zum Präsidenten von Ecuador im kommenden Zahr nach Ablauf der Amtszeit des jetzigen Präsidenten Santos für gesichert. Lopez ist ein Gegner der bedingungslosen Unterstützung der Politik der Ver­einigten Staaten.

Kleine politische Nachrichten.

NSG. Die Gaufvauenschaftsleiterin, Frau Erns W e st e m a ch e r, bereifte in diesen Tagen Luxemburg, wo sie in einigen Frauenversamm­lungen grundlegende Ausführungen machte. Das Deutsche Frauenwerk, das jich dort bereits überall im Aufbau befindet, hat sicy mit alten "Kräften für bie luxemburgische Frau eingesetzt, um ihr als guter Kamerad in alten Sorgen des Ailt-ags zur Seite zu stehen.

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Nachdem in der letzten Zeit wiederholt finnisch« Gelehrte wie Professor M i k k 0 l a und Professor Gyllenderg an Der Universität Marburg Gastvorträge gehalten haben, wirb der Rektor c-ek Marburger Universität, der Historiker Professor Dr. Theodor Mayer, in Den nächsten Tagen Gastvor­lesungen an Der Universität Helsinki halten.

Der Reichsminister Des Auswärtigen nahm an Dem ersten Empfang teil, Den Der neuernannte Kai­serlich Japanische Botschafter in Berlin, Oshima, nach Der Uebergabe seines Beglaubigungsschreibens beim Führer in Der Botschaft gab.

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In Cannes ist Der ehemalige rumänische Außen­minister T i t u l e s c u , Dessen Bolitik, ohne Die naturgegebenen NotwenDtgkeiten für Rumänien zu erkennen, völlig im englisch-französischen Fahrwasser trieb, im Alter von 58 Jahren gestorben. Titulescu hatte im August 1936 sein Amt nle-berlegen müssen.

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Von Der britischen ADmiralttät als vermißt ge­meldet wird Konteradmiral M a l t b y, Befehls­haber jenes großen englischen Geleitzuges, aus dem