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19.3.1941
 
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SichenerAnzeiger

».säu« General-Anzeiger für Oberhessen

Englands drückende Verschuldung

eg dem gewollten Zweck □erben können. Beitrage

Stockholm,18.März. (DNB.) DieWirtschafLGroß- britanniens hat in diesem Jahre eine passive Handelsbilanz in Höhe von 1464 Millionen Dollar aufzuweisen. Im laufenden Jahr wird Groß- britannien aus dem Empire außer Kanada und Neufundland 2759 Millionen Dollar in Gold und Valuta allein an die Bereinigten Staa-

land aus Gründen desGleichgewichts" nach der Errichtung des Staates Mandschukuo den von dem damaligen Staatssekretär S t i m s o n energisch be­triebenen Versuch einer Aktion nicht mitmachte, also die Verpflichtung aus dem Neunmächtepakt ab- lehnte und inzwischen Franklin D. Roosevelt amerikanischer Präsident geworden war, verlegte Washington den Schwerpunkt auf den W i r t - chaftskamps gegen Japan. Es verfolgte gleichzeitig aber auch völlig unverhüllt seine Stütz- punktpolitik, die einstrategische Brücke" von

bleiben.

Gauleiter Wagner erläuterte dann seine neue Anweisung an die Reichsgruppe Industrie und die noch herauskommenden Richtpunkte für einzelne Gruppen von Unternehmungen, die zwar den Un­ternehmer in jeder Form an die Grundsätze einer im Staats- und Dolksinteresse gelenkten Wirtschaft binden, nicht aber seine persönliche Initiative und Verantwortung schmälern. Deshalb wird in ihnen auch besonderen Leistungen und Verhältnissen bei

Dollar contra tzen.

Zur Entwicklung des amerikanisch-japanischen Verhältnisses

Bon unserem W.B.-Berict)terstatter

DeutschlandsWirtschafi unter dem Gesetz des Krieges

Preiskommissar Wagner über die Abführung der Kriegsgewinne.

durch: Das wichtigste, was wir unter dem Druck des Krieges lernen müssen ist, daß es nur Sach­werte sind, die etwas bedeuten und nicht Geld.

,0er amerikanische Steuerzahler wird die Rechnung der Englandhilfe begleichen."

Washington, 19. März. (DNB. Funkspruch.) Das Repräsentantenhaus begann am Dienstag mit der Beratung des Antrages Roosevelt auf Bewil­ligung von 7 Milliarden Dollar für die E n g l a n d h i l f e. Die Debatte wurde durch den Demokraten Woodrum eröffnet. Als dieser aus dem Hause gefragt wurde, wie die Mittel für die Durchführung der Englandhilfe aufgebracht werden sollten, antwortete er, das selbst nicht zu wissen. Der amerikanische Steuerzahler werde jedenfalls die Rechnung begleichen müssen. Es sei auch noch fraglich, ob das ausreichen werde.

44 000 Kühlschiff-Tonnage weniger.

Berlin, 18. März. (DNB.) In letzter Zeit häufen sich die Derlustmeldungen der für die eng­lische Fleisch- und Buttertransporte besonders wertvollen Kühldampfer Flotte. Nachdem mit der Versenkung des fast 12 000 BNT. großen KühldampfersA f r i c Star" die Versenkungsver­luste an britischen Kühldampfern innerhalb der letz­ten zehn Tage auf 36 000 BRT. gestiegen waren, lief das 7951 BNT. große englische Kühlschiff Pacific Star" mit schwerer Schlagseite in die Bucht von Rio de Janeiro ein. Die Bordwand des Schiffe? ist aufgerissen.

der Bemessung des dem Unternehmer verbleiben­den Gewinns entsprochen. Wer die Anweisung zu lesen versteht, findet in ihr auf jede Frage, bie er aus betriebswirtschaftlichen Motiven vernünftiger­weise stellt, eine ausreichende Antwort. Es spricht dagegen nicht für Geist und Gemeinschaftsgesinnung, wenn einzelne Unternehmer den Versuch machen, für sich besondere Bedingungen bei der Bemessung der Gewinnbegrenzung zu erzielen. Kannvorschrif» ten in der Lohnpolitik z. B. finden preispolitisch keine Anerkennung. Unternehmen, die sich unter Berufung auf Kannoorschriften zu gesetzlich nicht vorgeschriebenen Lohnzahlungen verstehen, bringen damit zum Ausdruck, daß sie auf einen Teil des ihnen zugebilligten Gewinnes freiwillig zugunsten der Gefolgschaft verzichten. Ansprüche auf Zube- Messung eines höheren Gewinnes oder höherer Preise werden in diesen Fällen nicht anerkannt. Ein Zugeständnis in dieser Richtung würde in kür­zester Zeit der Preispolitik einen verhängnisvollen Stoß versetzen. In diesem Zusammenhang wandte sich Gauleiter Wagner gegen Versuche, unter der Flagge sozialer Großzügigkeit sich der Abführung hoher Gewinnbeteiligungen zu entziehen und mögliche Preissenkungen für die Zukunft hintanzu- halten. Wer als Wirtschafter mitten im Kriege aus kleinlicher Geldgier egoistisch handelt, während die Allgemeinheit der Wirtschaft sich willig den über­geordneten volkswirtschaftlichen Interessen fügt, hat feinen Besitz verwirkt und darf auch fürderhin nicht Betriebsführer sein.

Schon in der Vergangenheit mußte die Preis­politik den Standpunkt einnehmen, daß Investi­tionen unmöglich in vollem Umfang und in jedem Falle für den Preis sichergestellt werden durften. Auch alle im Rahmen der neuen Anwei­sung zugebilligten betriebswirtschaftlichen Son- derrückstellungen, die über das von den Steuerbehörden zuerkannte Ausmaß hinausgehen, haben zweckgebundenen Charakter. Werden sie die­sen eindeutig bezeichneten Zwecken nicht zugeführt, sind sie nachträglich als abführbarer Gewinn zu behandeln. Mehr denn je muß vom einzelnen Un­ternehmer Einsatz aller Kräfte bei höchster gemein­samer Leistung gefordert werden. Jede Gefahr muß in gemeinsamer Anstrengung gebannt und abge­wehrt werden. Wenn es das Jnterefse der Allge­meinheit notwendig erscheinen läßt, dürfen wir vor keiner Konsequenz zurückschrecken, auch wenn damit die Konzentrierung von Produktionen in weniger, aber besseren und besten Betrieben ver­bunden ist. Es ist selbstverständlich, daß sich alles das auf die gesamte Wirtschaft bezieht und für den Handel ebenso Geltung hat wie für das Handwerk und andere Gewerbe. Entsprechend den unterschied­lich gelagerten Verhältnissen wird im Zusammen­wirken mit den berufenen Vertretern in geeigneter Weise verfahren werden.

scheidend ist die Absicht, weiteren Preisauftrieben vorbeugend zu begegnen, emporgeschnellte Preise, wo dies auf Grund der Produktion und Verteilungs- Verhältnisse möglich ist, zu senken und über die öffentliche Hand mit solchen Mitteln, die auf dem direkten wirtschaftlichen Weg dem gewollten Zweck nicht dienstbar, gemacht werden können, Beiträge zum inneren Ausgleich und damit zur Preisstabilität zu leisten. Selbstverständlich werden sich auch weiter­hin Preise ändern: aber keinesfalls dürfen diese Aenderungen zu einer Erschütterung der gesamten Verhältnisse führen. Die Lenkung der Wirtschaft muß fester denn je in den Händen des Staates

Wirft man einen Blick auf die wichtigsten Daten der Beziehungen zwischen den beiden Anrainern des Stillen Ozeans, die auf politische Erdbeben auch in derAlten Welt" von jeher am empfindlichsten reagierten, also auf Japan und die Vereinig­ten Staaten, dann zeigt sich mit überraschen­der Deutlichkeit, daß sich auch in diesem Raum das Spiel wiederholt, das von England bis zur äußer­sten Möglichkeit durchgeführt wurde, nämlich über Handelsbeziehungen politischen Ein- sluß zu gewinnen und daraus schließlich impe­rialistische Ansprüche abzuleiten. Das Ent­scheidende dieser heute überlebten Weltordnung ist der Drang, mit Hilfe des Goldes und einer starken Flotte bis in die fernsten Räume eine Vorherrschaft auftechtzuerhalten, die allen historischen und aktuellen Notwendigkeiten der in diesen Räumen lebenden Nationen kray zuwider- läuft, ja bewußt die eigenen Kapitalinteressen höher stellt als die konsequente Verfolgung der Eigenraum­politik dieser Länder.

Es sollen hier nicht alle Einzelheiten der Geschichte der amerikanisch-japanischen Beziehungen bargelegt, sondern nur Die hauptsächlichsten Daten herausge­hoben werden, um zu beweisen, daß Nordamerika sich anschickt, die imperialistischen Gedanken des untergehenden Englands zu Übernehmen: Als der Commodore Perry im Frühjahr 1833 mit amerikanischen Kriegsschiffen in der Bucht von To- tio erschien, führte dieser etwas handgreiflich aus- gedrückte Wunsch des Präsidenten F i l m o r e, Han­delsbeziehungen mit dem bis dahin hermetisch ab­geschlossenen Japan anjufnüpfen, im Jahre 1858 zu einem Handelsvertrag mit Japan, das gleich­zeitig innerhalb weniger Jahrzehnte die Riesen­arbeit bewältigte, von einem Feudalstaat zu einer modernen Großmacht zu werden. Amerika stand dieser Entwicklung zunächst absolut gleichgültig gegenüber. Auch als 1867 Alaska von Rußland gekauft wurde, konnte man noch nicht von einem imperialistischen Brückenschlag sprechen, der über den Stillen Ozean hinweg die Vereinigten Staaten

fordert von jedem den Beitrag, den er zu leisten imstande ist.

Die volkswirtschaftlich geforderte Beschränkung für den einzelnen ist i m Kriege ft ä r f e r als in normalen Zeiten. Eine Verwertung der verdienten Gelder nach eigenem Geschmack ist auf Grund der Warenverknappung nicht ohne weiteres möglich. Dies gilt ganz besonders für alle Lebens­rnittel und Konsumgüter. Die Beschrän- tung hinsichtlich des Warenerwerbs steht in scharfem Widerspruch zu dem mechanistischen Wirtschaftsprin­zip von Angebot und Nachfrage. Die Forderung nach preispolitischer Stabilität, gleich­gültig, ob der Warenbezug mengenmäßig vorge­schrieben ist oder nicht, ist in jedem Falle für die gesamte Volkswirtschaft Gesetz. An die Stelle indivi­dueller Ausnutzung wirtschaftlicher Schwierigkeiten ist das Gesetz volkswirtschaftlicher Dis­ziplin getreten. Geldbesitz und höheres Einkom­men dürfen sich aber ebensowenig im Erwerb von Gütern und Waren zu jedem Preis betätigen, wie umgekehrt Warenmangel den Produzenten und 93er- fäufer zur schrankenlosen Verteuerung der Ware verleiten dürfen. Die preispolitische Stabilität ist der größte Schutz sowohl der Produktion als auch des Verbrauchers, weshalb auch alles getan werden muß, preisverteuernde Tendenzen durch Preislen­kung auf der anderen Seite wieder auszugleichen. Der Unternehmer ist daher genötigt, sich fortlaufend um die innere Entwicklung seines Unternehmens zu kümmern und sich im Jahre in kürzeren Zeitabstän­den über den Stand des vorläufigen Ergebnisses, der berechneten Preise und den wahrscheinlichen Gewinn Rechenschaft abzulegen. Der Zweck der neuen An­ordnungen ist nicht primär im Abschöpfen von Ge­winnen für die Zeit des Krieges zu sehen: ent-

Staatssekretär H a y proklamierte den Grundsatz der offenen T ü r", um für Nordamerika den An­teil am Geschäft zu sichern. Damit waren die USA. im wahrsten Sinne des Wortes zu einer pazifi­sch e n M a cht geworden, was durch die Erwerbung H a w a i s 1898 und wenige Monate später a^ich der Philippinen (die Spanien abgenommen wurden) deutlich zum Ausdruck tarn. Daß gleich­zeitig die Insel Guam und der östliche Teil der Samoa-Gruppe amerikanisch wurde, hatte da­mals noch nicht die alarmierende Bedeutung, trug aber dazu bei, die nun folgenden Krisen zwischen beiden Ländern noch zu verschärfen.

Das Mißtrauen der Japaner gegen die USA.- Politik wurde zum erstenmal nachdemrussisch- japanischen Kriege durch den infolge der Intervention Theodore Roosevelts zustande ge­kommenen Frieden von Portsmouth (5. September 1905) geweckt, der Japan zwar den südlichen Teil Sachalins und das Prvtekorat über Korea brachte, gleichzeitig aber durch amerikanischen Einspruch ver­hinderte, daß Japan eine Kriegsentschädiguna er­hielt. Der Weltkrieg brachte eine neue Lage: Einmal konnte Japan durch den Ausbau seiner Handelsbeziehungen seine Exportbilanz akti­vieren und sodann auch seine Flotte so weit aus­bauen, daß es hinter England und Amerika den dritten Platz einnahm. Wenn die USA. auch durch das Lansing-Jshii-Abkommen 1917 diebesonderen Interessen" Japans in China anerkannte, so konnte dieser Vertrag, der sechs Jahre später aufgehoben wurde, nicht verhindern, daß die USA. immer deut­licher ihre imperialistischen $iele verfolgten, wah­rend Japan immer klarer seinen Anspruch auf die Vormachtstellung im ostasiatischen Raum zu erken­nen gab. Die Konferenz von Washington (1921/22) ist ein weiteres wichtiges Stadium der gegenseitigen Beziehungen: denn auf ihr wurde nickst nur die Flottenstärke der drei stärksten See­mächte England, USA. und Japan im DerhäUnis von 5:5:3 festgelegt, sondern Japan mußte auch die Provinz Schantung an China zurückgeben und einer Nichtbefestigung seiner Stützpunkte für 15 Jahre zustimmen. Im gleichzeitig a^9^l^(?0cncn Neunmächtevertrag, der am 6. 2.1922 von England, USA., Japan, Frankreich, Italien Hol- land, Belgien und China abgeschlossen wurde, ge­lang es Washington, den von ihm aus wirtlchasts- imperialistischen Gründen verkündeten Grundsatz der Offenen Tür" zum Hauptpunkt seiner Politiken Bestrebungen zu erheben, was selbstverstano..4 keine Klärung despazifischen Problems" darstellte sondern bei der völlig klaren Haltung Japans und den von ihm verfolgten Zielen nur Anlaß zu einer weiteren Verschärfung der Krise bot.

Die nächste Station war bann der Einma r ch in die Mandschurei 1931. Japan benutzte klug und folgerichtig die Weltkrise, die bereits 'm Jahre 1929 als Auswirkung der verblendetenStatus- quo-Politik" der Versailler Siegermachte akut ge- worden war, um die angelsächsische Einkreisung wie sie in den Washingtoner ©ertragen 3um Ausdruck kam, zu sprengen. Es kam hinzu, daß die USA. be- teils 1920 bie erste Abwehrm-chnabme gegen bie japanische Einwanderung ergriffen, als fIC /en -uer« tauf und bie Verpachtung van Lanb an Auslonber verboten, um bann schließlich 1924 Japaner völlig von der Einwanderung auszuschließen. Als Eng-

Alaska (Dutch Harbour) über Hawai und Guam als Verteidigungslinie" vorsieht, die in Wirklichkeit nichts Anderes darstellt, als das offene Eingeständ- nis, daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika mit einer Folgerichtigkeit ohnegleichen alle Stadien imperialistischer Taktik durchlaufen, um getreu ihres Lehrmeisters England dessen Erbe anzutreten. Der Berliner Dreierpakt hat allerdings Wa­shington vor eine gänzlich neue und unerwartete Lage gestellt! Er sagt nicht mehr und nicht weni­ger, daß die Neuordnung der zwischenstaatlichen Beziehungen heute ein weltweites Prinzip gewor­den ist, das nicht durch das Schwergewicht des Gol- des, sondern durch die Weitsicht großer und kühner Staatsmänner bestimmt wird, für die diese entschei­denden Fragen keine Angelegenheit der Kapitalkraft sind, sondern eine verpflichtende Idee, deren Ver­wirklichung durch den Siegeszug der Achsenmächte in greifbare Nähe gerückt ist.

ten transferieren müssen. Dadurch schrump­fen die beim Jahreswechsel vorhandenen Reserven des britischen Mutterlandes auf den kleinen Rest von 348 Millionen zusammen. Diese 348 Millionen sind außer den direkten Kapitalanlagen Englands in den Vereinigten Staaten wie Fabriken, Grund­stücke, Plantagen und englisch-amerikanische Toch­tergesellschaften eine letzte Reserve.

Seiner riesigen Dalutaschuld hofft sich England jedoch \ durch ein grohangelegtes Transferierungs- Manöver entledigen zu können. Die englische Valuta- schuld gegenüber Kanada beträgt angeblich 685 Millionen Dollar, d. h. einen beträchtlichen Teil der gesamten Vatlutaschuld Großbritanniens. Nur soll mit etwas Erfindungsgabe", wieAftonbladet" schreibt, das obengenannte britische Sachkapital in den Bereinigten Staaten in kanadische nBe- sitz übergeführt werden, um sozusagen in der britischen Familie zu bleiben. Auf diese Weise hofft England, am Ende des Krieges gegen Lieferung eigener Kriegs- und Friedensprodukte an Kanada seine in der Zwischenzeit in kanadischen Besitz über­gegangenen Werte zurückzuerwerben.

Da in der vergangenen Woche die britischen Kriegskosten nahezu auf 100 Millionen Pfund anstieg en, lastet auf England die schwere Sorge vor

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Tokio, im März 1941.

Im Hinblick auf den bevorstehenden Deutschland-Beluch des japanischen Außen­ministers Matsuoka dürfte der nachstehende Artikel besonders interessieren:

Berlin, 18. März. (DNB.) In einer Kundge­bung im Haus der Flieger in Berlin erläuterte der Reichskommissar für die Preisbildung Gauleiter Josef Wagner seine jüngsten Maßnahmen zur Preissenkung und Gewinnabführung im Krieg, besonders seine kürzlich der Reichs­gruppe Industrie erteilte Anweisung zur Durchfüh­rung des Abschnitts IV (Preise) der Kriegswirt­schaftsverordnung irm Bereich der Reichsgruppe In­dustrie.

Die deutsche Wirtschaft so führte er aus, hat im Laufe der acht Jahre nationalsozialistischer Herr- schäft sich von der ehedem entscheidenden Beherr­schung durch das Golddenken befreit, sich unum­schränkt auf die eigenen, dem deutschen Raum von der Natur geschenkten Rohstoffe sowie die Arbeits­kräfte der Nation gestellt und die innere Stabilität von Geld, Ware und Einkommen mit Hilfe der Preispolitik herbeigeführt.

Der Krieg hat die Verpflichtung, die jedem ein­zelnen in der Wirtschaft auferlegt ist, erheblich gesteigert. Die Wirtschaft muß nun alle Güter und Waren erzeugen, verteilen und dem Verbrauch zu­führen, die das Volk zur materiellen Sicherung seines Ledens in jeder Phase seines Sckiicksalsweges benötigt. Die Arbeitsteiligkeit unserer modernen Wirtschaft benötigt zur Durchführung dieser Forde­rung des Geldes, weil nur mit dessen Hilfe das er­forderliche Fließen der Güter und die Leistung der Dienste im Sinne der Wesensbestimmung der Wirt­schaft ohne allzu große Komplikationen möglich ist. Der Währungsmaßstab Reichsmark muß in seinem Wert der sich als Kaufkraft äußert, durch ein möglichstgleichbleibendes Verhältnis zwischen Einkommen und Preisgefüge behauptet werden. Volkswirtschaftliches Denken im nationalsozialistischen Sinne bewegt sich also nicht in Geld- und Guthabenbereich, es ist vielmehr auf den inneren Ausgleich der Verhältnisse abgestellt und strebt über die volle Entfaltung aller produk­tiven Energien auf die Befriedigung der gerechtfer- tigten Ansprüche Der ganzen Nation.

Diese Ansprüche richten sich nach den großen politischen Problemen, deren Lösung sich das Volk unter seiner Führung zugewandt hat, und erfahren demgemäß die entsprechenden Abwandlun­gen. Im Krieg ist alles zuerst und zuletzt dem Ziel untergeordnet, den Krieg siegreich zu bestehen. Hier- bei ckömmt es nicht daraus an, ob einzelne aus dem gemeinschaftlichen Kampf mit mehr ober weniger Geld und Guthaben hervorgehen: es kommt nur darauf an, daß die Nation insgesamt sieg- reich besteht, weil Damit auch für Den einzelnen Der größte Gewinn wirtschaftlicher unD materieller Art erzielt ist. Gemeinschaftsverpflichtung ist also nicht eine Parole, Die sich Durch Hergabe von Spen- Den unD Beiträgen erschöpft. Sie Drückt sich wirt- schriftlich in Der Leistung aus. Die vom einzelnen zu Gunsten der Allgemeinheit vollbracht wird, unD

ZwischenMnIerlindFrWing

Bon Helmut Gttndermann, Stabsleiter des Rcichspressechess.

Wenn die Nächte kürzer unD Die Sonnenstrahlen kräftiger werden, löst sich Das Eis im Boden und die «starre des Winters von Der Landschaft. Es acht wie ein großes Atemholen durch die Natur: Alle Kräfte sammeln sich, um bald hervor- zudrechen und Der Welt Die Zeichen des Frühlings aufzubrücken.

Auch Der moderne Krieg ist verbunden geblieben mit den großen Gesetzen der Jahreszeiten, ja, die Erfahrung zweier Jahre lehrt uns, daß gerade jene Art des Kampfes, der nicht nur mit Bergen und Ebenen, mit Schluchten und Flüssen, sondern auch mit Dem Reich Der Lüfte und den Wasserwüsten Des Meeres rechnet, enger Denn je verbunden ist mit Den Geschehnissen Der Natur und von ihr Auf­gaben und Möglichkeiten vorgezeichnet erhält. Daß Dies so ist, hat Das deutsche Volk im Winter nach Dem Polenfeldzug gewußt, und es hat Die Lehre jener Monate nicht vergessen, als der Frankreich-Sieg errungen war und ein neuer Herbst und Winter beoorstand.

Im Jahre 1939 haben wir uns auf bie Ent­scheidung im Westen mit aller Entschlossen­heit und Umsicht gerüstet, und als es Dann galt. Dem Gegner entgegenzutreten, Da trat hinter Den genia­len Plan Des FclDherrn Die ganze sorgfältig vor­bereitete unD solide organisierte Wucht Der deutschen Wehrmacht, die ganz logisch und klar geleitete Kraft Der Heimat. In Den Wochen der Entscheidung war alles zur Stelle, was nötig war, um Den Sieg zu erzwingen: es fehlte keine Division, keine Waffe, keine Granate, keine schaffende Hand. Aus ein KommanDa wirkte Die ganze zusammen geballte Kraft Des Deutschen Millionenvolkes zusammen, um Dem Gegner, Der den Kampf gewollt, die Antwort zu erteilen, die er verdiente.

Heute steht Deutschland wieder im letzten Stadium eines Atemholens, erneut kon­zentrieren sich Die Kräfte unD werden alle Reserven mobil gemacyt. In jcbe Stadt, in jedes Dorf, in Den Betrieb wie in Die Familie trägt diese M o - bilmachung aller Kräfte ihre Wellen: Das alte Gesetz Des nationalsozialistischen Erfolges tritt gcraDc in Diesen Monaten wieber zutage das Gesetz, Das verlangt, Daß Dort, wo Die EntscheiDun- gen fallen, ein gewaltiges Uedergewicht an konzentrierter Stärke mit Umsicht vor­bereitet wird. Lieder Tausende von Soldaten zu­viel, als nur einen zu wenig einsetzen: lieber Mil­lionen Granaten über Das MinDestmaß zur Ver­fügung haben, als nur einen Schuß unterlassen müs­sen, Der blutige Opfer sparen kann: lieber Durch rechtzeitige Sparsamkeit übervolle Scheuern zu be-

n°h-r bie neue afiatifdje bringen n«T»U^ ©eiern

sollte. Erst nach b e m ch i n e s ij ch' I ® P ® n Unter Diesen Umständen ringt sich sogar bas britische schen Kriege, als China inIntereFinanzblattFinancial News" zu her Feststellung aufgeteilt würbe, würben bie USA. aufmerqarn. |u 0 "u