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(9b Jahrgang Rt. 500

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vrühlsche UnioerfitStrdruckerel B. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Stehen. Schulftrahe 7-9

Der Generalangriff aus Hongkong.

Jagdfliegern gehabt habe. Dieser Fehler aber hätte vermieden werden können, wenn die verant­wortlichen Stellen sich die Mühe gemacht hätten.

Tokio, 18. Dez. (Europapreß.) Wie japanische Frontberichterstatter mitteilen, hat der Generalan­griff auf Hongkong in den frühen Morgen­stunden des Mittwochs begonnen. Nach einem mehrstündigen Artilleriefeuer setzte um zehn Uhr vormittags der Bombenangriff großer Formationen der japanischen Luft- roaffe ein. Das britische Abwehrfeuer war zu die­ser Zeit nur schwach. Immer wieder stießen die japa­nischen Flieger aus den Wolken aus die Hongkong- Insel herab. Die Einschläge waren in Kaulun deut­lich zu beobachten. Heftige Explosionen und große Lrände wurden verursacht und im Hafen liegende Schiffe erneut beschädigt.

Im Zusammenwirken mit Landstreitkräften hat die japanische Marine bei Hongkong ein K a - vonenboot und sechs Torpedoboote versenkt. Ein Zerstörer, zwei Kanonenboote und rin weiteres Fahrzeug wurden beschädigt. Am Fort Vlt. Davids und an anderen Befestigungsanlagen Hongkongs wurden durch Geschützfeuer der japa­nische MariNe-Streitkräfte schwere Beschädigungen rrzielt.

Die amerikanische Agentur United Preß meldet Ebenfalls, daß der japanische Druck auf Hongkong sich stündlich verstärke. Die Stadt selbst werde von men Seiten bombardiert. Den Briten sei es ge­lingen, sich unter Mitnahme eines beträchtlichen Kriegsmaterials auf eine Insel zurückzuziehen. Eine Winesische Entlastungsoffensioe richte sich gegen einen Nlügel der japanischen Armee, und das chinesische Oberkommando behaupte, einige Erfolge gegen die Belagerer Hongkongs davongetragen zu haben. Die truppen des Marschalls Tschiangkaischek hätten reue Angriffe im Norden von Hongkong unter­

nommen.

Japanische Kriegsschiffe beschaffen zwei Hawai-Fnseln

Stockholm, 17. Dez. (Europapreß.) Japanische Kriegsschiffe beschossen in den letzten 24 Stunden it a n u i und John st on-Island im Hawai- krchipel, wie das U8A.-Marineministerium am tienstagabend bekanntgab. Johnston-Jsland wurde Hon mehreren japanischen Einheiten bombardiert, iuf Manui war der Hafen K a p u l u i das Ziel des Angriffs, der nach dem amerikanischen Kommu­nique von einem aufgetauchten U-Boot durchgeführt ßrurde.

Don der japanischen Marine werden die Angriffe estätigt. Auf beiden Inseln sind die nordamerika- ischen Militäranlagen zerstört worden. Die Aktion ann als eine planmäßiae Bereinigung des Vorfeldes aller feindlichen Stützpunkte zwischen apan und Hawai durch die japanische Marine an- rsehen werden. Dadurch wird die strategische Pvsi- ion Japans im südwestlichen Pazifik besonders egen feindliche Flugzeuge und U-Boote gesichert.

Manila

trifft Schutzmaßnahmen.

Schanghai, 17. Dez. (Europapreß.) Die Be- valkerung von Manila, der Hauptstadt der Phi- Ifippinen, bereitet sich mit aller Beschleunigung auf Heitere kriegerische Ereignisse vor. Die Transport- Verhältnisse sind schwierig, da Heer und Regierung Ke Fahrzeuge beschlagnahmt haben. Benzin ist rationiert Die Verdunkelung wird unter diesen Um-

Blicf von einem Turmfenster aus auf eine arneri- i taiifierte Geschäftsstraße der Stadt Manila, der philippinischen Hauptstadt. (Scherl-Archiv-M.)

itÄ MMM.

landen als weitere Erschwerung empfunden. Bei frei drei ober vier Luftalarmen, Die es täglich gibt, inß die gesamte Bevölkerung von den Straßen oe'schwinden. Daß die Innenstadt Manilas bisher kon Bomben im wesentlichen verschont geblieben ist, v>7d auf die Tatsache zurückgeführt, daß die meisten <itärifd)en Objekte, vor allem die Flugplätze, ^ßerhalb der Stadt liegen. Die Zivilbevölkerung, di« in der Nahe von Flugplätzen ansässig ist, ist kvikuiert worden, weil es während der ersten Jlegerangriffe Opfer unter ihnen gab. In der ^nenstadt fuhrt der geringste Verstoß gegen die oirdunkelungsbestimmungen zu «Schüssen gegen die feuchteten Fenster. Am Tage gleicht Manila einem geringer; Soldaten, Polizei und andere Unifor- tote beherrschen das Bild.

Das Debakel von Hawai.

Neuer Befehlshaber der Pazifikflotte der USA.

Stockholm, 18. Dez. (DNB. Funkspruch.) Marineminister Knox gab bekannt, daß Admiral Kimmel seines Postens als Oberbefehlshaber der Pazifikflotte der USA. enthoben ist und durch Konteradmiral N i m i tz ersetzt wurde. Bis zur An­kunft Nimitz wird Kimmel im Kommando von Vizeadmiral Pye abgelöst. Nimitz war bisher Lei­ter des Schiffahrtsbüros des Marinedepartements. Generalleutnant E m m o n s von der Luftwaffe ist in Honolulu mit der Anweisung eingetroffen, das Kommando des hawaiischen Departements zu über­nehmen, womit Emmons an die Stelle General­leutnants Shorts tritt. Meldungen aus Süd­amerika hatten kurz nach dem Siege der Japaner in der Schlacht von Hawai behauptet, Kimmel habe auf dem FlaggschiffPennsylvania" den Tod ge­funden. Ein Ausschuß wurde eingesetzt zur Unter­suchung der Gründe für den außerordentlichen Er­folg des japanischen Angriffs auf Hawai. Er be­steht aus Owen Roberts, Richter des höchsten Ge­richtshofs der USA. als Vorsitzendem, General­major Frank Mocoy, Brigadegeneral a. D. Josef MacMarney, Konteradmiral William Standley und Konteradmiral Josef M. Reeves, der früher Chef der amerikanischen Flotte war.Washington Post" sagt, es werde der Regierung vorgeworfen, daß Hawai einen viel zu schwachen Schutz an

die von England auf Kreta und an anderen Stel­len gemachten Erfahrungen auszunutzen. Eben­falls werde kritisiert, daß auch die amerikanische Flotte zu schwachen Flakfchutz gehabt habe.

Geländegew nn auf Borneo

Tokio, 17. Dez. (DNB.) Die Zeitung Jomuiri Schimbun meldet, daß nach Berichten aub Brit.ch- Borneo japanische Einheiten, die Dienstagfrüh dort landeten, den britischen Widerstand bereits an meh­reren Stellen brachen und bedeutende Geländege­winne erzielen konnten. Das englische Nachrichten­büro Reuter nennt als Landungsorte Miri und L u b o n g, die an der Nordwestküste Borneos in dem unter britischer Oberhoheit liegenden Sultanat Sarawak liegen.

Japanisches Parlament genehmigt den Milüärhoushalt.

Tokio, 18. Dez. (Europapreß.) Beide Häuser des japanischen Parlaments genehmigten den außer­ordentlichen zusätzlichen Militärhaushatt in Höhe von 2,8 Milliarden Den. Gleichzeitig gab das Ab­geordnetenhaus seine Zustimmung zu einer vom früheren Kabinettsminister Tatsunosuke und vom Premierminister unterstützten Entschließung, durch die Japans fester Wille zum Ausdruck gebracht wird, eng vereint mit feinen Verbündeten das Ziel der Neuordnung in Ostafien zu oerroirHiajen. Das Parlament wird am Donnerstagvormittag die außerordentliche Session beschließen.

Lebhafte Beunruhigung in London

Stockholm, 17. Dez. (DNB.) Auch englische Berichterstatter können nicht umhin, den Ernst Der Lage in Malaya mehr und mehr zuzugeben. So meldet Exchange Telegraph, die militärische Lage in Nordwestmalaya sei für die britischen Truppen sehr ernst. Vor der Ueb er macht der Japaner wichen sie langsam nach Süden zurück. Die Kämpfe tobten jetzt im Gebiete des Muda-Flusses und an den äußeren Verteidigungswerken Penangs. Um die Jnfelfestung P e n a n g würde sich nach 'Ansicht der Agentur ein entscheidender Kampf abspielen. Vorpostenkämpfe seien auch schon aus der Provinz We11esley gemeldet, wo die Japaner die äußeren Verteidigungswerke Penangs, die der Insel gegenüber auf dem Festlande liegen, angegrif­fen hätten. Wellesley, das durch feine reichen Kaut­schukplantagen bekannt ist, hat durch den benach­barten Hasen Georgetown erhöhte Bedeutung gewonnen.

Es ist verständlich, daß bei diesen täglichen Hiobs- melbungen auf Malakka in London die Frage nach den Ursachen der Katastrophe als erster Punkt auf der Tagesordnung steht, um so mehr als man in England nicht müde wurde, die Ueberlegenheit Britanniens und die angebliche militärische Unfähigkeit der Japaner zynisch zu glossieren.Daily Mail" schrieb damals: Sollten die Japaner es jemals wagen, in den malakkischen Kuchen zu beißen, sie würden nur Zähne verlieren." Immer deutlicher erkennt man heute auch in London, daß diese Überheblichen Herausforderungen aus einer vollständigen Unkennt­nis der Sachlage entsprungen sind. Alle englischen Berechnunoen, so wird jetzt feftgeftellt, seien durch die schweren britischen und amerikanischen Flotten­verluste über den Haufen geworfen worden. Die Briten seien dadurch gezwungen gewesen, in aller Eile ihre Pläne zur Verteidigung Malakkas nach neuen Richtlinien umzustellen.

In militärischen Kreisen Londons hört man die Meinung, ein Lichtblick in der ungünstigen Entwick­lung der Kämpfe in den malaiischen Gebieten sei, daß die japanischen Truppen auf immer größere Schwierigkeiten stoßen würden, je weiter sie nach Süden vorrückten. Dort träfen sie nämlich auf be­

festigte Stellungen und auf weitere australische Truppen. Ueberöies sei das Gelände für Kampf­wagen höchst ungeeignet. Immerhin fei es eine Tatsache, daß die Japaner Kampfwagen gelandet hätten, obwohl Der britische Oberbefehlshaber in Ostafien, Brooke-Popham, früher einmal lächelnd erklärt habe, etwas Derartiges fei eine Unmöglich­keit. An diesen Ausspruch wird Brooke-Popham in der Presse, besonders in der australischen, mit Bit­terkeit erinnert. So veröffentlicht Die australische ZeitungSiDney Daily Telegraph" unter Der Ueberschrift:Diese hier haben gesagt. Daß wir für Die Malakkaschlacht wohl vorbereitet sind" Die Bil- Der von Luftmarschall Sir Robert Brooke-Popham, Des Generalmajors SturDee, Des australischen Stabschefs, oo« Sir C. S. kennet Des Chejs des australischen Luftwaffenstabes, und des Gene­ralmajors G o r d o n , Des Chefs Der australischen Streitkräfte in Malakka.Wir können bessere Män­ner an Die Spitze stellen", erklärtSiDney Daily Telegraph" und schreibt:Als Sir Robert Popham in Australien über Die japanische Luftwaffe gefragt wurde, lächelte er borniert und überheblich und er­klärte, daß Die Japaner viel zu weit entfernt seien, um gefährlich zu werden."

Sowohl Die Presse des Empire als auch Die eng­lischen Zeitungen richten ihre Kritik vor allem gegen Die mangelnDe Zusammenarbeit zwischen Den einzelnen Waffengattungen. Der militärische Sach­verständige derNews Chronicle" schreibt: Sieben Monate nach den Ereignissen auf Kreta fei Der Dort gemachte Fehler in Kota Baru wiederholt worden. Die Sicherung wichtiger Flugplätze fei so wichtig, daß es besser sei, überhaupt keinen Flug­platz zu besitzen, als einen ungenügend gesicherten. Die Unfähigkeit, Die bedeutende Rolle zu erkennen, die Flugzeuge mit Landstützpunkten gespielt hätten, sei die Ursache für den Verlust derPrince of Wales" und derRepulse" gewesen. Die Ver­teidigung von Singapur könne nicht erfolgreich ohne Ueberlegenheit der Luftwaffe aufrechterhalten wer­den.News Chronicle" verlangt Dann ebenso wie Daily Herald" Die rücksichtslose Entfernung Der Verantwortlichen von ihren Befehlsstellen.

ÜebergangzumSlellungsknegderMniermonaie

DNB. Aus dem Führerhauptquartier. 17. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Zuge des Uebergangs aus den Angriffsopera­tionen zum Stellungskrieg der Wintermonate wer­den zur Zeit an verschiedenen Abschnitten der 0 st - front die erforderlichen Fronlverbesserungen und Frontverkürzungen planmäßig vorgenommen.

Die Luftwaffe setzte mit starken Kampf- und Iagdfliegerverbanden ihre Angriffe gegen sowje­tische Truppen im Dongebiet und im Wittel- abschnitt der O st front fort. Truppen- und Panzeransammlungen wurden zersprengt, Batte­rien außer Gefecht gesetzt und eine größere Zahl von Kraftfahrzeugen vernichtet. Auch im D o l - chow-Abschnitt erlitt der Feind durch Luft­angriffe starke Verluste.

Au der englischen Südküste bombar­dierten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht Hafen­anlagen sowie Versorgungsbetriebe von Ply­mouth und Dover. 3m Seegebiet nord- ostwärts Fraferborough wurde ein Han­delsschiff mittlerer Größe durch Bombenwurf be­schädigt.

3n No rda frika nahmen die schweren Ab- wehrkämpfe westlich Tobruk auch gestern ihren Fortgang. Starke feindliche Angriffe bei Vardia wurden unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgewiesen.

Schwache Kräfte der britischen Luftwaffe warfen in der Nacht zum 17. Dezember Spreng- und Brand­bomben auf einige Orte des nordwesldeustchen Küstengebietes. 3n Wohnvierteln entstanden Ge- bävdeschSden. Vier britische Flugzeuge wurden ab- j geschossen.

Generalleutnant Bernecker gefallen.

Berlin, 17. Dez. (DNB.) Einige Tage nach der Einnahme von Charkow fand Generalleutnant Bernecker, Artilleriekommandeur eines Armee­korps, Den Heldentod. Beim Durchbruch der Grenz­stellungen am Bug sowie bei Erzwingung des Ueberganges über Den Dnjepr hatte er wesentlichen Anteil am Gelingen Des Angriffs. Nach Der Ein­nahme von Poltawa übernahm er die Führung einer Infanteriedivision, deren Kommandeur ge­fallen war, und stieß mit ihr weiter auf Charkow öor; Doch sein Wagen fuhr auf eine Mine, Deren Explosion ihn tötete.

0er italienische General de Carolis in vorderster Linie gefallen.

Berlin, 17. Dez. (DNB.) An Der Spitze seiner Division ist an Der Ostfront Der italienische General De Carolis gefallen. Die Division war in ihrem Abschnitt heftigsten bolschewistischen Angriffen aus­gesetzt. Frontal griff bolschewistische Infanterie mit Unterstützung Durch Artillerie und schwere Mörser von einem Höhengelände aus Die italienischen Stel­lungen an, während gleichzeitig feindliche Kaval­lerie die Flanke der Italiener attackierte. Im Ver­lauf Des erbitterten Kampfes rourDen zwei feindliche Kavallerieschwadronen vollständig aufgerieben. Als Die Bolschewisten mit ihren Angriffen nachließen, mngen die Italiener zum Gegenangriff über, Dessen Ziel ein zäh verteidigter Bahnknotenpunkt war. General De Carolis ging weit vor, um selbst Das GelänDe zu erfunDen. Sein Gefechtsstand stanD auf einer Anhöhe, Die Das GelänDe beherrschte. An Die­ser Stelle traf ihn ein feindliches Geschoß. Die ita­lienischen Soldaten brachen Den bolschewistischen Widerstand und führten Den Gegenangriff erfolg­reich weiter.

Oie Winterfront im Osten.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Am 8. Dezember sagte Der Wehrmachtbericht: Die Fortsetzung Der Operationen und Die Art Der Kampfführung im Osten sind von jetzt ab Durch Den Einbruch Des russischen Winters bedingt. Auf weiten Strecken Der Ostfront fin­den nur noch örtliche Kampfhandlungen statt." Am 17. Dezember umschreibt der Wehrmachtbericht den Bezug der Winterstellungen mit folgenden Worten: Im Zuge Des Uebergangs aus den Angriffsope­rationen zum Stellungskrieg Der Winter­monate werden zur Zeit an verschiedenen Ab­schnitten Der Ostfront Die erforderlichen Front­oerbesserungen und Frontverkürzun­gen planmäßig oorgenommen."

Die beiden AusdrückeFrontoerbesserung" und Frontverkürzung" sind in weitem Umfang technisch gleichbedeutend. Man könnte auch sagen: Front­verkürzungen werden zur Herbeiführung von Front­verbesserungen vorgenommen. Eine Frontoerbesse­rung liegt in jedem Fall vor, wo Die Front be­gradigt wird, will sagen, aus einer Linie wirrer, unregelmäßiger Vorsprünge und Einbuchtungen in eine mehr oder minder gerade Linie gebracht rvird, wobei in Diesem Fall naturgemäß nicht an eine gerade Linie im Sinn eines Linealstrichs zu Denken ist. Es wäre heller Wahnsinn, wenn vor einer (ver­hältnismäßigen) Kampfpause eine solche Begradi­gung nicht vorgenommen würde. Eine unregel­mäßige und wirre Linie braucht sehr viel mehr Menschen und Material zur Abwehr als eine ge­rade oder wie wir vielleicht besser sagen dürfen einheitlich-übersichtliche Linie. Die Ruhezeiten können mit Der Ersparnis von Mannschaften für Die Kampftruppen verlängert werden, ein Umstand, der gerade im Winter mit seinem erhöhten Ruhe­bedürfnis von unmittelbarster Bedeutung für jeden Soldaten ist. Es wag sein, daß in Einzelfällen auch die Gewährung Des sicherlich sehr willkommenen Urlaubs unter solchen Verhältnissen leichter fällt. UeberragenDer Gesichtspunkt aber ist, daß eine ein­heitlich-übersichtliche Linie Menschen spart. Und Menschenökonomie im Krieg zu treiben, ist ein Ruhmestitel der deutschen Kriegführung, diese Menschenökonomie entspricht Der klaren und un­mißverständlichen Parole Des Führers.

In diesen Tagen, wollen wir uns noch einmal Rechenschaft Darüber geben, daß Kiew in deutscher Hand ist und Leningrad von deutschen und finnischen Verbänden eingeschlossen ist. Ein Gebiet der Sowjetunion wurde besetzt, Das reichlich Dop­pelt so groß wie Großdeutschland und drei» bis viermal so groß wie Frankreich, ist. In Diefem Ge biet liegen Die Haupterzeugungszentren, Die zu der gewaltigen Aufrüstung Der sowjetischen Armeen so viel beigetragen haben. Durch Das große Industrie­gebiet Des Donezreviers läuft Die Kampflinie. Moskau liegt mit feinem radialen, sternförmig ausstrahlenden Eisenbahnnetz im Bereich Der Deut­schen Luftwaffe, Die in Den letzten Wochen wirt­schaftliche und verkehrstechnische Erdziele mit be­sondererLiebe" bedacht hat.

Die Dauer Des russischen Winters, von Dem Der Wehrmachtbericht am 8. Dezember sprach, ist schwer abzuschätzen. GeraDe in diesem Jahr haben wir Die Tücken eines unvorhergesehenen Wetters auskosten müssen. Diese Ungunst des Wetters blieb bis in Die letzten Wochen bestehen. In Der Regel fetzt ''er eigentliche Hochwinter in Der Ukraine erst an "er Wende vom Dezember zum Januar ein; Diesmal hat er schon vor Dem Dezember, also mit einer Vor­eiligkeit von fünf Wochen begonnen. Unter solchen Umständen ist es schwer, Wetterprophet zu sein. Nur eines Darf man nicht: Die (regelmäßige) Dauer des russischen Winters zeitlich unterschätzen. Die osteuropäischen Ströme, Die in das Schwarze Meer führen, frieren in der Regel während 75 bis 90 Tage zu. Es gibt allerdings auch Jahre, in Denen die Schiffahrt durch Vereisung überhaupt nicht behindert ist. Das gilt selbstverständlich nur vom Süden. Wie man sich überhaupt sehr hüten muß, Osteuropa nach einem einheitlichen Maßstab zu beurteilen. Vergessen wir nicht, daß dieses Rie­sengebiet jenseits des Polarkreises beginnt, wo jetzt überhaupt die Sonne nicht über den Horizont auf­taucht, und bis an die Grenzen Der Türkei, also bis in die Zone subtropischen Pflanzenwuchses reicht. Der lieber gang vom Winter zum Sommer vollzieht sich verblüffend schnell; einen so langen Frühling wie unser, unter dem Einfluß Des Atlantik stehen­des West- und Mitteleuropa kennt Das kontinentale Osteuropa nicht. Dr. Ho.

Sozialismus oder jüdische Knechtschaft.

NSG. Auf einer Betriebsversammlung in einem Werk in Kelsterbach sprach Gauleiter und Reichs­statthalter Sprenger über den politischen Sinn unseres Freiheitskampfes. Eindringlich folgerte der Gauleiter aus Der Darlegung Der Absichten unb Machtpläne des internationalen Judentums die not­wendige, gläubige und harte Haltung der.Heimat­front und kennzeichnete ihre Stärke an dem uner­müdlichen und sich durch nichts beirren lassenden Einsatz des deutschen Arbeiters. Dieser wisse heute, daß es in diesem Kampf der Arbeitsleistung gegen Das Schmarotzertum, des Blutes gegen das Gold letztlich um die Bewertung Des Menschen und Damit um seine persönliche Freiheit gehe. In opfervollem Kampf habe der Führer Den Deutschen Arbeiter vom Helotentum Der Hochfinanz sowohl wie des Bolsche­wismus befreit unb ihn durch den Nationalsozialis­mus zum geachteten, gleichberechtigten Volksgenossen erhoben. Dieser Gewinn, der die wesentlichste Vor­aussetzung unserer Volksgemeinschaft ist, werde heute von Den Waffen Des Reiches verteidigt. In Dieser Erkenntnis erfülle heute Das deutsche Arbei- tertum feine Pflicht. In engster Kameradschaft mit Dem Deutschen Soldaten kämpse es gegen eine ver­rottete Welt für den sozialen Fortschritt. Daher sei Die Frage nach Der Beendigung dieses Krieges für den Arbeiter mit Der Feststellung beantwortet,