Ausgabe 
18.8.1941
 
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Oie Moskau-Konferenz

Der italienische Bericht.

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Berlin, 17. August. (DNB.) An der Tobruk- Front nahm Artillerie des Deutschen Afrikakorps

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Oie deutsche Artillerie an der Tobruk-Front.

Madrid, 16. Aug. (Europapreß.)Was ich hier vorhiabe? Ich will mehr Tanks, mehr Flugzeuge, mehr Geld. Jhrwollt sehen,wiederHahn kämpft? Dann müßt ihr ihn vorher füt° t e r n/' Mit diesen Worten erwehrte sich Groß­britanniens Versorgungsminister Lord Beaver- b r o o k bei seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten ber Neuyorker Reporter und Photographen. Beaverbrook ist übrigens nur durch einen Umstand dem sicheren Tod entgangen. Im letzten Augenblick hatte er seinen Platz im Flugzeug umbuchen lassen. Die Maschine, die er sonst benutzt hätte, stürzte ab, wobei alle 22 Passagiere ums Leben kamen. Wenige

Ein Truthahnbild gibt Rätsel auf.

Bei Restaurierungsarbeiten an einigen Wand­bildern im Schleswiger Dom wurde kürzlich eine überraschende Entdeckung gemacht. Als man das bekannte Wandbild vom bethlehemitischen Kinder­mord von Uebermalungen aus der Zeit um 1890 befreite, kam darunter ein Fries mit zahlreichen Tierdarstellungen zum Vorschein. Unter den abge­bildeten Tieren, die zum größten Teil Vertreter der in Deutschland heimischen Arten darstellen, be­finden sich aber nicht weniger als acht Truthähne. Das Ueberrafchende hieran ist, daß Truthähne in Amerika beheimatet sind und erst nach der Er­schließung der Reuen Welt, also im 16. Jahrhun­dert in Deutschland bekannt wurden. Das Wand­bild und der Tierfries sind aber bereits im 13. Jahr­hundert entstanden. Für Kunstverständige, Zoologen und Historiker entstand so die Frage, woher der Maler schon damals Tiere kannte, die erst 300 Jahre später nach Europa gelangten.

Inzwischen ist ein lebhafter Meinungsaustausch hierüber entstanden. Daß es sich bei den Darstel­lungen um einwandfreie und wahrscheinlich nach der Natur geschaffene Truthahnbilder handelt, be­stätigten die Zoologen Professor Stresemann (Berlin) und Professor S t e ch o w. Es wurde nun die Ansicht vertreten, daß das Bild entweder doch später entstanden ist oder daß die Truthähne erst im 16. Jahrhundert hinzugefügt wurden. Aber auch diese Erklärung scheint nicht stichhaltig zu sein. Eine Reihe namhafter Kunstsachverständiger, Maler und Konservatoren, die das Wandbild eingehend prüften, haben mit Bestimmtheit versichert, daß es nach Stil und Technik Zweifellos zwischen 1270 und 1280 ent­standen ist.

So bleibt nur eine Erklärung möglich, und sie ist immerhin bedeutsam genug. Bekanntlich sind schon lange vor Kolumbus Wikinger auf ihren kühnen Fahrten nach Amerika gelangt. Das Wikingergrab in Beardmore, der Runenstein von Kensington und zahlreiche Waffenfunde in Nordamerika sind Zeug­nisse jener Landnahme durch germanische Seefahrer und ihrer hohen Kultur. Das Schleswiger Wand­bild aber ist wahrscheinlich das erste Zeugnis jenes oorkolumbijchen Kulturaustausches zwischen Europa

mehr als 4000 Einwohner zählte, verlieren die Sowjets ihren letzten mit einem Hafen versehenen Stützpunkt an der Nordwestküste des Ladoga-Sees. Sortavala, im 16. Jahrhundert gegründet und 1632 von König Gustav Adolf II. von Schweden mit Stadtrecht versehen, liegt an der Nordspitze des La- doga^Sees. Die Stadt galt in Finnland als das geistige Zentrum Lado-ga-Kareliens. Sie war die traditionelle Hüterin des großen finnischen Natio­nalepos, der Kalevala-Dichtung, und zwar in der Form des Karelischen Gesangs. Zur Eroberung Sortavalas schreibtUufi Suomin", im finnischen Bewußtsein bedeute Sortavala, obgleich es eine kleine Stadt sei, das Symbol ganz Kare­liens, und zugleich sei es ein Ausdruck der Wie­dergewinnung des Landes. Das finnische Volk danke der finnischen Armee und ihrem ruhmreichen Ober­befehlshaber und jedem einzelnen Soldaten.Hel- singin Sanomat" weist darauf hin, daß Sortavala eines der wichtigsten Kampfziele der Sowjets im Kriegswinter gewesen sei. Sortavala sei erst im Frieden verloren worden, vor der im Friedensver- trag vereinbarten Frist hätten die Sowjets Besitz von der Stadt genommen. Jetzt hätten die finnischen Truppen in siegreichem Kampf die Stadt für Knn- land zurückgewonnen.

Haus weitergeleitet. ______

durch die Aufrüstungsvorlage bewilligt. fiy Repräsentantenhaus hatte seine Zustimmung ny zu einer um 7 5 0 Millionen geringere, Summe gegeben. In einer Rede vor dem gemein samen Ausschuß des Senats und des Repräsen, tantenhauses gelang es Kriegsminister Stimso?. die Vertreter des Abgeordnetenhauses dazu zu b» wegen, die Kürzung der Vorlage zurückzuneh, men und wieder den Betrag von rund 7,5 Utz liarden zu bewilligen.

ihrer Besatzung verloren. Die Internierten sagten, daß außer ihnen noch fünf andere Kameraden au-$ Gibraltar flüchten wollten. Sie seien aber vorn einem Küstenwachschiff festgenommen worden.

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sind zwei Tote und einige Verwundete zu beklagen Die Bodenabwehr schoß ein feindliches Flugzeug ab.

Än Ostafrika im Abschnitt von GoNdar uni an der Celga lebhafte Zusammenstöße unserer Trup­pen mit feindlichen Verbänden, die Verluste erlitten und in die Flucht geschlagen wurden. In Uolchefi traf unsere Artillerie mit sichtbarem Erfolg ein« starke feindliche Kraftwagenkolonne.

druckHitler-Deutschland" dürfe jedoch nicht wahre Kriegsziel verdunkeln. Der Gegner Deutschland und nicht Hitler.

Beaverbrooks Hilferuf.

Oie Tochter.

Von Ernst Heyda.

Er entdeckte an einem Sommertage, da Fenster aus seiner Tochter Erika nachsah, eigentlich eine sehr schöne, gut aussehende

LSEA.-Kredit für Uruguay.

Montevideo, 17. Aug. (Europapreß.) Wie j, unterrichteten Kreisen von Montevideo verlaute haben die Vereinigten Staaten Uruguay einen Kry d i t von 17 Millionen Dollar zur Finani. zierung ihrer Aufrüstung zur Verfügum gestellt. Es heißt, daß die Hälfte des Geldes für uruguayische Kriegsmaterialkäufe verwandt werde, soll, während der Rest des Kredits auf Lieferungen verrechnet werden wird, die sich auf mehrere Jahn erstrecken.

Oer Schrecken vor deutschen Ll-Booten und Flugzeugen.

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non Tobruk auf Fahrt befanden. Englische Flug- MMul. zeuge griffen Bcrrdia, Derna und Bengasi an. (b- En füh

fange ich es an, dachte er hilflos, so ganz einfach ist es doch nicht, vielleicht ist sie schon für den Abend verabredet. Weiß der Kuckuck, ich habe mich zu wenig um sie gekümmert, eines Tages, da bringt sie mal einen Kerl an, der sie heiraten möchte, und ich stehe dann da!

Ein wenig empört betrachtete er seine Tochter aus den Augenwinkeln.

Na ja!" sagt er laut.

Sagtest du etwas, Papa?" fragte sie.

Er erschrak. Frauen konnten hellhörig sein.

Wenn das Essen fertig ist, dann bringe es bald", sagte er,ich habe Hunger." Das Mädchen nickte. Er ging zur Stube und pfiff leise vor sich hin. .

Wenn sie heute ausgeht, dann bekommt sie nichts von mir. Aber ich weiß wirklich nicht, ob sie sonst zu Hause bleibt ...", brummte er. Als sie abgeräumt hatte, sagte sie:Ich gehe nun hin­auf, gute Nacht, Papa, hör nur wie es draußen regnet, bleib mal nicht mehr so lange auf und rauche nicht so viel!"

Gute Nacht!" sagte er und dachte, sie ist doch aenau so wie Helene, das habe ich nie gewußt, fast die gleichen Worte sagt sie. Behaglich blieb er noch eine Weile sitzen, hörte ihre Schritte im oberen Zimmer, dann stand er auf und ging zum Schreib­tisch. Morgen werde ich aber mit ihr ausgehen, dachte er, wenn es heute nicht geregnet hätte, ich meine, wir wären heute schon gegangen.

Er füllte am Schreibtisch einen Scheck aus und gina bann leise in ihr Zimmer.

Ach, du bist es, Papa", sagte sie und machte Licht.

Verlegen drehte er den Scheck in seiner Hand.

Ich meine meine, daß du wieder eine Klei­nigkeit zum Anziehen brauchst!" stammelte er.

Ach, Papa", sagt sie,du bist so gut. Ich habe mir immer gewünscht, wir würden einmal zusam­men ins Theater gehen oder sonstwo ..."

Als er später ins Bett ging, pfiff er laut vor sich hin und blieb eine Weile am offenen Fenster stehen. Zwar regnete es noch, aber die Luft durchflutete ihn, und er lächelte zum Garten hinunter, obwohl es doch viel zu dunkel war, um irgend etwas zu sehen.

Er hatte lange nicht mehr |p hoffnungsfroh ge­lächelt»

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Bomber. Bei Angriffsversuchen der Briten m der Nacht zum 17. August gegen Westdeutschland wurden elf Bombenflugzeuge zum Absturz gebracht. Die Höhepunkte der britischen Non-Stop-Offensive stel­len sich also folgendermaßen dar: Am 23. Juli Ver­lust von 54 britischen Fleugzeugen, am 24. Juli: 35, am 30. Juli:. 36, am 7. August: 30, am 9. August: 19, am 10. August: 19, am 12. August: 60, am 14. August: 19 und am 16. August: 26, also in neun Tagen Verlust von 298 britischen Flugzeugen.

Sortavala von den finnischen Ttuppen ' erobert.

Helsinki, 17. Aug. (DNB.) In der Nacht zum Samstag haben finnische Truppen nach heftigem Kampf die Stadt Sortavala am Nordufer des Ladogasees von den letzten Bolschewisten und Hecken­schützen geräumt, die sich im Stadtinnem verschanzt hatten und zähen Widerstand leisteten. Von den ge­schlagenen sowjetrussischen Divisionen ist ein Teil völlig vernichtet, ein Teil in Einkesselungen am Nordwestufer des Ladogasees eingeschlossen. Das ansehnliche Kriegsmaterial ist teils in finnische Hand gefallen, teils in den Einkesselungen eingeschlossen.

Mit Sortavata, das zur finnischen Zeit etwas

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rischen Truppen genommene Kriegshafen Niko­lajew, der in der Folge durch eine Kette von Forts zum stärksten russischen Marinebollwerk am Schwarzen Meer ausgebaut wurde. Odessas große Zeit begann mit der Erbauung des Eisenbahn­netze in der Steppe, in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Erst dadurch wurde es mög­lich, die Getreideproduktion der Schwarzerde voll zu entwickeln. Nach dem Abschluß der ukrainischen Weizenernte rollten alljährlich endlose mit Korn be­ladene Züge auf die Kais der verschiedenen Becken, aus denen sich das Hafengebiet von Odessa zusam­mensetzt. Auch Nikolajew, obwohl Kriegshafen, erhielt feinen Anteil an den Getreidefrachten. Die russische Handelsflotte war nicht imstande, die Mas­sen der Getreideausfuhr aus Odessa und Nikolajew zu bewältigen; deutsche, englische, holländische, skan­dinavische und andere Schiffe nahmen in Mengen an dem Geschäft teil. Odesse wurde eine der glän­zendsten Städte des russischen Reiches und erhielt durch seine ganz moderne ^Entwicklung äußerlich viel mehr einen europäischen als russischen Charak­ter. Die Einwohnerzahl wuchs bis nahe an eine halbe Million; eine Reihe von luxuriösen Dillen- und Badeorten entstand zu beiden Seiten der gro­ßen Handelsstadt entlang der Meeresküste.

Obwohl geographisch zur Ukraine gehörig, erhielt Odesse doch eine überwiegend großrussische Bevöl­kerung von Geschäftsleuten und Arbeitern. Der ukrainische Bauer liebt nicht das Getriebe einer großen Handels- und Hafenstadt. Zahlreich vertre­ten waren auch Juden, Bulgaren und Griechen, die Griechen als Geschäftsleute, die Bulgaren als land­wirtschaftliche Kolonisten und Gärtnereibesitzer in der Umgegend. Da kam der Bolschewismus und zerstörte die Mute der Stadt durch seine wahn­sinnige Agrarpolitik.

Die russische Getreideausfuhr war schon vor dem Weltkrieg dadurch gewaltsam forciert worden, daß den Bauern unmittelbar nach der Ernte die Steuern obverlangt wurden. Um die Zahlungen zu leisten, mußten sie das Korn ohne Rücksicht darauf weg­geben, wieviel ihnen zum Lebensunterhalt blieb. Immerhin waren die Verhältnisse noch einiger­maßen gesund im Vergleich zu dem Schicksal, das nun über das Bauerntum des Schwarzerdegebiets hereinbrach.

Schon gleich nach Ausbruch des Weltkrieges wur­den die deutschen Kolonisten besonders drangsaliert, da man sie im Verdacht deutscher Sympathien hatte. Ihre gute und fleißige Wirtschaftsweise war nicht ohne Einfluß auf die ukrainische Landwirtschaft ge­blieben. Der fruchtbare Boden der Schwarzerde brachte schon an sich reichlichere Ernten hervor, als die sandigen Böden von Zentral- und Nordruß­land. Ukrainische Gutsbesitzer führten nach deutschem Beispiel eine fortgeschrittenere Art der Landbe­stellung ein, und es gab Güter, auf denen mittel­europäische Hektarerträge erreicht wurden. Der Bol­schewismus vernichtete das deutsche Bauerntum zum größten Teil, denn es fiel mit unter den Begriff ber- sogenannten Kulaken, der Großbauern, die mit gemieteten Kräften wirtschaf­teten und den kommunistischen Machthabern in Moskau besonders verhaßt roaren. Die Gutsbesitzer wurden ermordet oder mußten fliehen. Die land­wirtschaftliche Kultur kam herunter, die Kollekti­vierung vernichtete auch das bessere russische Bauern­tum, die Kulaken wurden erschossen oder mit ihren Familien zur todbringenden Arbeit in den nörd­lichen Wäldern oder in den sibirischen Einöden ver­bannt. Wiederholte Hungersnöte, so 1920/21 und 1932 bis 1934 ruinierten das Schwarzerdegebiet.

Diese Vorgänge haben den Handel der Schwarz- meerhäfen und besonders den von Odessa ruiniert. Das Leben im Hafen ist seit dem Beginn des bol­schewistischen Regimes nur noch ein Schatten gegen früher. Während andere Städte der Sowjetunion durch die gewaltsam vorangetriebene Industriali­sierung ihre Einwohnerzahl verdoppelt und verdrei­facht haben, ist Odessa eher zurückgegangen. Die großen Jndustriewerke der Sowjetregierung liegen alle im Binnenlande; der Seeverkehr, der nie eine starke Seite in Rußland war, ist gegen die frühere Zeit ausgesprochen heruntergekommen.

Zn neun Tagen

298 Flugzeuge verloren.

Berlin, 17. Aug. (DNB.) Die deutsche Luft­abwehr hat am 16. und in der Nacht zum 17. August die sogenannte Non-Stop-Offen- sive der Briten erneut abgestoppt. In Luft­kämpfen über dem Kanal verlor die britische Luft­waffe 15 Flugzeuge, darunter einen viermotorigen

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Madrid, 18. Aug. (DNB. Funkspruch.) In S«, villa trafen am Sonntag fünf britische Seeleute eir die vor einigen Tagen aus der Festung GibrÄt« geflohen waren und in La Linea von den fpani» schen Behörden interniert wurden. Die Seeleute die aus Liverpool kamen, erklärten, daß man ft in Gibraltar zu unmenschlich schweren Arbeiten g» zwungen und dabei denkbar schlecht behandelt habt, Sie sagten ferner aus, daß die englischen Behörde, mit zunehmenden Schwierigkeiten z kämpfen hätten, um Besatzungen fü। Handelsschiffe anzuheuern. Trotz riesiger (8$ fahrenzulagen weigerten sich zahlreiche englischr Seeleute, Fahrten nach England zu unternehmen, da die deutschen U-Boote und Flugi zeuge ihnen panischen Schrecken einflößten. Vieki Schiffe erlitten infolge Fehlens von MannschafteA wochenlange Verspätungen. Alle Besatzungen britii scher Schifte würden streng überwacht, da viele See. u,,v r leute zu flüchten versuchten. Zahlreiche englisch.- Schiffe hätten auf diese Weise bis zu drei Vierteln Waalgou :t m r ' ' ~ ' tnsiihre

Stockholm, 16. Aug. (Europapreß.) Der sow­jetrussische Regierungschef Stalin empfing am Freitag im Beisein oes Außenkommissars M o l o ° t o w den U8A.-Botschafter Laurence A. Stein­hardt und den britischen Botschafter Sir Stafford Cripps. Die beiden Botschafter überbrachten Stalin die gemeinsame Botschaft des U8A.-Präsi- denten Roosevelt und des britischen Ministerpräsi­denten Churchill. Stalin sprach den Botschaftern seinen Dank für das übermittelte Hilfsversprchen der anglo-nordamerikanischen Staaten für die Sow­jetunion aus. Er stimmte dem Dorschlaa zu, daß zur Erörterung aller notwendigen Einzelheiten der Hilfsmaßnahmen eine gemeinsame Bespre­chung der drei Mächte in Moskau statt­finden soll.

In London drückt man seine Zufriedenheit über die prompte Antwort Stalins auf die Botschaft Roosevelts und Churchills aus. Lord Beaver- b r o o k, der nach den allgemeinen Erwartungen der Leiter der britischen Delegation für Moskau fein wird, wird voraussichtlich nicht nur von Sachverständigen feines eigenen Ministe­riums und. anderen mit der Kriegsproduktion ver­bundenen Ministerien begleitet sein, sondern auch von Vertretern der drei Wehrmachtsgattungen. Da­mit würde das Treffen in Moskau denselben Cha­rakter wie das Atlantik-Treffen tragen. Von sow­jetischer Seite würden, so werde in London be­hauptet, Stalin, Molotow und der Kommissar für Außenhandel, Nikojan, teilnehmen. Der Londoner Korrespondent vonDagens Nyheter" meint, daß die Konferenz sich lediglich mit den Lie­ferungen an die Sowjetunion befassen werde, und daß keine politischen Fragen besprochen werden würden. Die Andeutungen in der englischen Presse, daß Außenminister Eden ebenfalls nach Moskau reifen werde, fänden in amtlichen Kreisen keinen Glauben. DieSunday Times" schreibt, die Roose- velt-Churchill-Erklärung fei mit gemischten Gefüh­len ausgenommen worden. Einige hätten sie gutge­heißen, während andere der Ansicht seien, daß die Erklärung konkreter hätte fein können. Das Blatt fagt, das militaristische Deutschland müsse vernichtet werden, wenn die Welt den Frieden finden solle, den ClMrchill und Roosevelt anstrebten. Der Aus­

hatte. Diese Entdeckung, die ihn überraschte und nachdenklich machte, erschien ihm um so sonder­barer, als er sie erst jetzt machte, indessen er ge­wohnt war, seine Umgebung nur als eine Art not­wendigermaßen vorhandener Leute anzusehen, die seine Wünsche und Befehle mit den geschäftigen Händen dienstbarer Geister ausführten.

Nun, da er Erika nachsah, die mit den unbe­schwerten Schritten ihrer Jugend davonging, emp­fand er mit einem Male schmerzlich die Leere, die er bisher mit der Unraft, seiner eigenen Person ausgefüllt hatte. Er schloß das Fenster und ging zu seinem Schreibtisch, wo er trotz seiner Wohlbe­leibtheit ein wenig vornübergebeugt lange sinnend saß; und^er fühlte, daß an diesem frischen Tage der Wind das schon längst verlegte Blatt der Er­innerung wieder vor ihn geweht hatte. Er empfand eine fast körperliche Leichtigkeit, seine Gedanken, zuerst noch unfrei und im Herkömmlichen befangen, wanderten mit geradezu spielerischer Freude von den Dingen des Alltags zu den erlösenden Gefilden seiner Umgebung.

Wenn sie bald kommt, dachte er lächelnd und zündete genießerisch eine Zigarre an, dann werde ich mit ihr heute ausgehen, vielleicht in den Rats­keller, da war ich mit Helene manchmal ...

Er war ein wenig eingenickt, als sie endlich nach Hause kam. Die Zigarre war ausgegangen, er klopfte sorgsam die Asche von seinem Rock, ehe er in die Küche ging, wo er sie singend hantieren hörte.

Na, da bist du ja", sagte er freundlich und klopfte ihr auf die Wange,das ist mal schön, daß du hier bist, ja, ja, das ist schön!" Indessen sie un­gläubig lächelnd aufsah, fühlte er sich sonderlich gehemmt.

Sehr schön", sagte er noch einmal, dann drehte er sich um und legte die Hände auf den Rücken. Eine Weile wanderte er in der Küche auf und ab, blieb vor dem Ofen und am Fenster stehen. Wie

DNB. Rom, 17. August. Der italienische Wehr- Machtbericht vom Sonntag meldet:

Die englische Luftwaffe führte in der vergangenem Nacht erneut eine Aktion auf die Stadt Catanie durch und griff Sy ra ku s an, wo sie vom heftigem Feuer unserer Bodenabwehr empfangen wurde, Spreng- und Brandbomben trafen Wohnhäuser. Es gab einige Schäden, jedoch keine Opfer. Bei beim Angriff auf Catania am 16. August wurden 18 Tok und 25 Verletzte festgestellt.

Än Nordafrt-ka wurden an der Tobruk-FroiL Versuche feindlicher Truppen, sich unseren StelluN- gen zu nähern, prompt zurückgewiesen. Deutsch« und italienische Flugzeuge bombardierten wirksam im Hafen vor Anker liegende Schiffe unö Verteidi­gungsstellungen Tobruks 'sowie Bodenziele bei Mafta Matruk, ferner zwei Schiffseinheiten, die sich östlich

Zeitschriften.

Dieneue [ i n i e" (Verlag Otto Beyevv Leipzig) zeigt in ihrem A u g u st h e f t auf schla­gende Weise die Entwicklung der Kriegsphotographis in den letzten 80 Jahren: Hier PK.-Farbphotos aus dem Jahre 1941 dort Frontaufnahmen aus dein Jahre 1864 (Düppeler Schanze). Hier der lebendige Schnappschuß, der ein technisch vollendetes Farb­photo ergibt dort das mühselig entftanbene Standbild, das erst möglich war, wenn nach dee Schlacht der Befehl kam: das Ganze halt! Da­neben ein Thema über das Fechten, bebildert mit schönen Photos fechtender Pimpfe, in dem die gei­stig-charakterliche Kraft der Fechtkunft hervorgehobem wird, die den Weg vom Rittertum, über das Stu- dententum zum Volk gefunden hat. Der Land­schaftsaufsatz derneuen linie" steht diesmal unter einem besonderen Aspekt: Arnold Ulitz beschreibß Oberschlesien, dessen faszinierenden Reiz er nicht in der Naturschönheit, sondern in der dynamischen« Großartigkeit und dem Rhythmus der Arbeit er­blickt. Hier in Oberschlesien hat übrigens an dem Freikorpskämpfen vor zwanzig Jahren als einziger Norweger ein Osloer Verleger teilgenommen, dessem Haus am Fjord beispielhaft durch feine patrizier­haft-bäuerliche Behaglichkeit in dem gleichen HeH abgebildet ist. Daneben zeigt dieneue linie Photos von bezaubernd anmutigen Frauenplastikem aus der Frühjahrsausstellung der Preußischen Aka­demie der Künste; die Erzählung war diesmal der Stoff für ein interessantes Experiment: fünf hervor­ragende Illustratoren haben ihre Vorstellung »M den Hauptpersonen zeichnerisch dargeftellii.

Tage -darauf stürzte eine zweite große Atlantik- Maschine gleichen Typs ins Meer. Das englische Luftfahrtministerium hat eine eingehende Unter« suchungdes geheimnisvollen Flugzeugunglücks an- geordnet, bei dem der Chef der englischen Einkaufs­kommission, Purvis, getötet wurde. Das Flug? zeug stürzte kurz nach dem Aufstieg über dem eng­lischen Flugplatz ab. Das Unglück hatte 22 Tote gefordert.

Gegen eingebildete Gefahren.

Stimson sprach zu der USA.-Wehrmacht.

Washington, 16. August. (Europapreß.) Der I_l8^.-Kriegsminister S t i m s o n begründete in einer Rundfunkansprache an die 08^..-Wehrmacht die vor zwei Tagen vom Kongreß mit einer Stimme Mehrheit bewilligte Verlängerung der Dienstzeit von zwölf auf dreißig Monate. Die OB-^.-Armee Müsse bereit und fähig fein, die Ver­einigten Staaten überall du zu verteidigen, wo der Angriff erfolge. Aus diesem Grunde gelte es, d i e deutsche Arme«, deren Ausrüstung, Fähigkeit, und Kraft, wie Stimson sagte, nicht Überschätzt wer­den kann, noch zu übertreffen. Der Kriegs­minister wies darauf hin, daß nord amerikanische Truppen bereits auf Außenposten wie Island, Guyana, Alaska und Panama auf Wacht ständen, und enthüllt damit, daß das ursprünglich nach I s - land entsandte Kontingent in der Zwischenzeit durch Einheiten der regulären Armee verstärkt worden ist.

Abschließend kam Stimson auf die Gefahren zu sprechen, die den Vereinigten Staaten angeblich von den Achsenmächten drohten. Der verwundbarste Punkt der westlichen Hemisphäre sei Zentral- amerika,-das zugleich gegebenenfalls der Aus­gangspunkt eines Angriffes der Achsenmächte auf die Vereinigten Staaten sein könnte. Sollte es den Achsenmächten gelingen, sich in Zentralamerika fest­zusetzen, so erklärte Stimson, so würden die Ver­einigten Staaten -einer wirklich ernsten Situation gegenüberstehen, da der P a n a m a f a n a l dann im Bereich der Luftwaffe der Achsenmächte läge. Auch eine Besetzung Dakars durch die Deutschen würde für die USA. eine ernste Gefahr bedeuten, da dieser französische Kolonialhafen der Punkt an der afrikanischen Westküste sei, der I b e r o - A m e - rika am nächsten liege.

Roosevelt wieder gelandet.

Washington, 17. Aug. (Europapreß.) Präsi­dent Roosevelt landete am Samstagnachmittag mit seiner JachtPotomac" in dem nordamerika­nischen Fischereihafen Rockland (Maine). An der Mole des kleinen Hafens erwarteten den Präsidenten Reporter, Kameraleute und Rundfunksprecher. Ein Sonderzug war für die Weiterreise Roosevelts am Abend nach Washington bereitgestellt.

Neue IL-Milliarden-Aufrüstungs- vorlage vom Kongreß gebilligt.

Washington, 16. Aug. (Europapreß.) Am Freitagabend wurde nach langen Schwierigkeiten

uiuiu nuym zirnuerie oes Lieurscyen Äsrlkakorps i ' Stellungen und militärische Anlagen der Briten r-\ J unter wirksames Feuer. Die eingeschlassene britisch- Besatzung von Tobruk erwiderte nur an einzelnem

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und Amerika, dessen Träger die Wikinger mareiu .|Vlllc Wikinger haben vermutlich in Amerika Truthähn- i^uen. 1 gefunden und sie auf ihrer Heimfahrt als Der- ^^Arbe pflegung mitgenommen. Einzelne Exemplare diese« ' ^,der in der Alten Welt unbekannten Tierart sandten sie t t^alb au dann als seltene Geschenke mit ihren anderen Han- ' ich j^., delswaren an europäische Fürstenhöfe. Hier muß I la eiDen der unbekannte Maler des Schleswiger Bildes die - Truthähne kennengelernt haben. Als er sie airf I herd seinem Bilde verewigte, schuf er damit zugleich ein !

merkwürdiges Dokument der kühnen Entdeckertatem DOn t

das die zweite unter dem Lend-Leafe-Plan von b« * s': m Regierung eingebrachte Rüstungsvorlage in der ent» 5 £ gültigen Form vom Kongreß angenommen und iw, Unterzeichnung durch den Präsidenten ans 3ßeifJ M eiler' haus weitergeleitet. 7 586 895 000 Dollar werde: rin

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