Ausgabe 
18.8.1941
 
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Kola und Karelien

-leine politische Nachrichten.

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Aus dem Reich

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Der erste Tag im Generalgouvernement

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«.eitsgebietesFraueneinsatz" im Arbeitsbereich Aneralgouvernement der NSDAP, legte Reichs- fr Anführerin Scholtz-Klink den Sinn und Inhalt deutschen Frauenorganisation dar.

^eichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach in einer ftnbgebung. Wir sind Zeugen, so sagte er, wie eine tfce Idee eine Welt bewegt, wie zwei Welten mit» eilander ringen und kämpfen. Es ist der Kampf Deutschlands gegen das Weltfudentum. Von diesem Zurück, wir führen ihn bis zum

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D:rum wir in Kenntnis der gewaltigen Aufrüstung

Der Stabsleiter des Reichsleiters Rosenberg, Lt>rbefehlshaber Gotthard Urban, einer der älte-

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der Bolschewisten den Kampf ausgenommen hätten, dann könne darauf nur geantwortet werden, gerade weil die Bolschewisten ausgerüstet hatten, mußten wir jetzt zupacken, sonst hätten sie eines Tages uns erschlagen. Wir aber können dem Herrgott danken, daß uns ein Mann wie Adolf Hitler erstand, der klüger und weiter sah als wir alle und den bolsche­wistischen Feind angepackt hat, als es Zeit war. Wir haben heute alle Chancen.. 85 Millionen ftni> in einem Willen und einer Kraft geeint. Unsere Wehr­macht ist gewaltiger denn je, arößer und einmalig aber ist Adolf Hitler, unser Führer. Ist das bolsche­wistische Ungeheuer niedergeworfen, so sind wir im Osten frei. Und im Westen wird uns dann keiner mehr angreifen, denn wo der deutsche Soldat steht, kommt kein anderer mehr hin. So gehören uns Freiheit und Zukunft. Der Tag klang mit einer den Gefallenen gewidmeten Feierstunde im Stadion aus. Generalgouverneur Dr. Frank gedachte des kühnen, selbstlosen Einsatzes bester deutscher Män­ner, denen es zu verdanken sei, daß die Fahnen des Reiches im Weichselraum wehen.

von der Deutschen Reichspost ausgestellte Genehmi­gungsurkunde, . dos heißt eineRundfunkgenehmi­gung", besitzt.

Reichs-Schießschule der Hitler-Lugend in Suhl.

Im Auftraae der Reichsjugendführung entstan­den in Suhl (Thüringen) die Einrichtungen für die Reichs-Schieß-Schule der Hitler-Jugend, in der die Jungen aus allen Gauen des Reiches in vier­zehntägigen Lehrgängen zusammenge- zogen werden, um eine gründliche theoretische und praktische Ausbildung im Schießen zu bekommen. Dann werden die Jungen als Schießlehr- warte in ihren Heimatformationen tätig fein. Die Schule wurde durch den Chef des Amtes für Wehrertüchtiaung in der Reichsjugendführung, Lbergebietsführer Dr. Schlünder, ihrer Be­stimmung übergeben.

Seefahrt ist not.'

hafau, 17. August. (DNB.) Der Tag der A?DAP. im Generalgouvernement wurde einge- lei.ct mit einer Morgenfeier der HI. im Staats- th iter. Im Hof der Krakauer Burg meldete Reichs­ter Dr. Frank dann vor den angetretenen For- Nctionen der Politischen Leiter des Generalgouoer- Hnents dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley |K vollzogenen organisatorischen Aufbau der Be- wzung im Generalgouvernement. Auf dem Adolf- Mer-Platz fand dann ein Vorbeimarsch aller For- mtionen statt. Auf einer Sondertagung des Haupt-

Teeka-Fix isl der FruchHee im Aufgußbeulei, ein ausgezeichne les AustouschgetrönK fürTeeKonne"-Tee. Er wärmt und belebt und schmeckt zudem ausgezeichnet. Dorum eignet er sich vor ollem ols Fomiliengetränk; auch Kinder trinken Teeka-Frucht- tee gern. Besonders bequem und sparsam sind die kleinen, hygi­enisch gepacktenTeeka-Fix-Aufgußbeutel. Sie werden einfach mit kochendem Wasser übergossen, und schon ist derlee fertig! Teeka-Fruchttee in der Packung oder im Aufgußbeulei Teeka- EiX» Meta-Fixminze, der aromatische Pfefferminztee

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Die 96 000 qkm große H a l b i n s e l Ä o l a wird von dem Nördlichen Eismeer und dem Weißen Meer eingeschlossen. Das Land selbst ist eine Hochfläche, die sich sanft zur Mitte aufwölbt, hier aber von zwel altoulkanlschen Gcbirasklötzcn überragt wird, die auf über 1100 m ansteigen. Ihre nördlichen, ties- gelegenen Teile leiden derartig unter Polarwmden, daß sich hier nur die baumlose Tundra halten konnte. Sie ist den größten Teil des Jahres gefroren. An sie schließt sich im Süden eine Zone von Birken- und Nadelwald an, die man schon als Stuck der gewaltigcii Taiga, des unübersehbar großen nord- russischen Waldgebietes, betrachten muß, die sich von hier aus durch Nordrußland und Sibirien bis zum Stillen Ozean erstreckt. Im nördlichen Teil der skan- dinavischen Landbrücke führt der Valksstamm der Lappen mit seinen Remitieren ein idyllisches Dasein. Hier herrschte wirkliche Einsamkeit (auf 2 qkm ein Mensch!).

Auf der skandinavischen Landbrücke ist die Grenze zwischen der Sowjetunion und Finnland schnur­gerade von dem Wurzelpunkt der Fischerhalbinsel nördlich von Petsamo bis zu dem Maan Selka ge­zogen, zu einem Landrücken, der die Wasserscheide zwischen der Ostsee und dem Weißen Meer sowie den Karelischen Seen bildet. Er trennt zwar Finnland, dasLand der tausend Seen", von Karelien, das vielleicht nur hundert Seen hat, die aber dafür um so größer sind. Der Ladogasee im Süden ist mit 18150 qkm (= Württemberg) der größte See Europas überhaupt. Zu beiden Seiten der Grenze liegt die unermeßliche Taiga, und zu beiden Seiten wohnen dieselben Menschen: Finnen! Allerdings ist die Grenzziehung im wesentlichen schon vor der Re­formation erfolgt. Dr. E. Waltam.

Aus aller Wett

Geheimrat Dr. Zilcher 60 Jahre alt.

Geheimrat Professor Dr. Hermann Zilcher der bekannte Tondichter und Leiter des Staatskonser- vatoriums für Musik in Würzburg, begeht seinen 60. Geburtstag. Vier große Symphonien zwei Mo- linkonzerte, eine Anzahl kammermusikalische Arbei­ten die Bühnenmusiken, besonders zu Shakespeare- Stücken, vor allem aber seine Liedschopfungen und Chorwerke sind edelstes deutsches Musikgut. Auch als Pianist und Dirigent erntete Zilcher große Erfolge Die Verleihung des. Ehrendoktors der Universität Würzburg, der Mozart-Medaille, des Mamfran- kifchen Musikpreises und der Silbernen Plakette der Stadt Würzburg sind äußere Zeichen der Wert­schätzung des hervorragenden Künstlers.

Ehrung der weltkriegsgefallenen der Universität Straßburg.

Die Universität Straßburg beabsichtigt, Ehren­tafeln für die im Weltkrieg 1914/18 gefallenen Stu- Kenten, Lehrer, Beamten und Angestellten der deut­schen Universität Straßburg aufzustellen. Es sinü bisher nur die Angaben berjenigen Gefallenen vor, Händen, die auf der Ehrentafel der Universität Frankfurt verzeichnet find. Es ist anzunehmen, daß nicht alle elsässischen und lothringischen gefallenen Studenten dort aufgeführt sind. Die Universität Straßburg bittet, Name, Fakultät, Heimatort und Todestag der im Weltkrieg 1914/18 Gefallenen, die bei Kriegsausbruch oder während des .Krieges an der Straßburger Universität eingeschrieben waren an den Rektor der Universität Professor Dr. Karl Schmidt mitzuteilen.

Ehrenpflichten am deutschen Sotdatengrab.

Die Frauen der Ausländsdeutschen Frauenschaft in Belgien, die die Gräber der beim Westfeldzug ge­fallenen Soldaten betreuen, haben eine weitere Ehrenpflicht übernommen. Eine Vertreterin nimmt

Die deutsche Luftwaffe flog in der Nacht zum 178. zahlreiche Einsätze gegen Großbritannien und bi< Bolschewisten. Das britische Luftfahrtministerium Mßie als Folge dieser Angriffe auf die Insel be- nuckenswerte Schäden eingestehen. Im Osten lagen

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der die deutsche Kriegsmarine für du! See fahr twer- bung eintritt. Gezeigt werden Kriegsschiffe und Was- en des Weltkrieges und ein Raum, in dem tm Längsschnitt die Backbordhalfte eines gesamten U- Bootes im natürlichen Maßstab rnod all gerecht auf- gebaut wurde. Auch kand man in einem U-Boot- Turm einen Blick durch ein Sehrohr werfen.

Keine Mietzänkerei vor Gericht.

Die kriegsbedingte Verknappung der Arbeits- kräfte und des Materials zwingt den Mieter zu der Erkenntnis, daß er feine Anforderungen an die Beschaffenheit der Mietraume heute zuruckschrau- den muß. Mieter vergessen oft,daß der Vermie er in vielen Fällen gar keine Möglichkeit hat Aus besserunqsarbeiten in friedensmaßlgem Ausmaß vornehmen zu lassen. Solche Mieter leiten dann Prozesse ein und verursachen deni Gerichten völlig unnötige Arbeit. Die Häufung solcher Prozes s hat jetzt dem Amtsgericht Berlin-Lichterfelde Beran, lasfung gegeben, darauf Hinzuwelsen, daß die Volks- genossen die bis zur Grenze ihrer Leistungsfähig feit angespannten Gerichte nur dann anru en dür­fen wenn alle Mittel einer gütlichen Regelung er- schöpft find. Niemand vergibt sich etwas, wenn er sich um einen den Kriegsverhaltmssen °ll9cPa^tc' vernünftigen Ausgleich bemüht. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die Forderungen streitlustiger Mieter keineswegs immer unzweifelhaft begründet sind. Vielmehr hängt gerade im Mietrecht der In- halt der beiderseitigen Ansprüche von den Umstan- den des einzelnen Falles ab. Muß deshalb der Mieter heute seine Ansprüche Suru^schrauben, so darf aber auch der Vermieter nicht seine Pflicht zur Verhütung eines Verfalles seines Hauses ver­letzen. Mietparteien, die diese Grundsätze im Auge behalten, ersparen den Gerichten Arbeit und sich selbst Ausgaben und Verdruß.

jQn ^.-besondere Eisenbahnlinien und andere krtegs- wihtige Anlagen im deutschen Bombenhagel.

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In Köln wurde die ReichsausstellungSeefahrt ist not" eröffnet, die das Oberkommando der Kriegs- inarine in Verbindung mit der Reichswaltung des NS.-Lehrerbundes im Haus der Rheinischen Hei wat durchführt und die das Ergebnis des gleich­namigen Schülerwettbewerbes ist. Gebietsführer Hohoff überbrachte die Grüße der Reichsjugend­führung. Dann nahm der Chef des Allgemeinen Marinehauptamts im Oberkommando der Marine, Vizeadmiral Warze cha, das Wort. Dann eröff­nete der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Gau­leiter W ä ch t l e r, die Ausstellung. Die Ausstel­lung überzeugt ebenso sehr durch die Fülle des Ma- terials und seine sinnvolle Ordnung wie durch die Sauberkeit der Arbeiten. Der erste Raum ist dem Dichter Gorch Fock gewidmet. Eine Einführung in den Seegeltungsgedanken bildet den Auftakt der Schau. Durch ein Schiffsverdeck in der Brandung betritt man dann den Kern der Ausstellung, dessen erste Räume mit einer Würdigung des Meeres als des Trägers der Seefahrt beginnen. Man erlebt dann in Modellen vom Einbaum bis Zum Ozean­riesen von der Galere bis zum Panzerschiff, die Entwicklung der Schiffstypen der Handels- und der Kriegsmarine. Die AbteilungenSeegeltung ist Weltgeltung" undWeltgeltung heißt Seegeltung weisen dann wieder auf den großen.Werbegedanken der Ausstellung hin. Man wandert durch einen voll- ständig ausgerüsteten Mannschaftsraum der deut- dien Kriegsmarine, lernt in den Abteilungen Han- delsfchiffahrt und Binnenschiffahrt die Entwicklung des Schiffahrtswesens im allgemeinen kennen unO gelangt dann in die Hauptabteilung der Schau, m

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An der Front im Osten ist der etwa 1200 km lange Abschnitt in Kola und Karelien vielleicht am wenigsten bekannt. Er bildet ihren nördlich st en Teil und erstreckt sich zwischen dem 60. und 72 Grad nördlicher Breite. Der Sage nach bedeutet er das Gegenstück zu der norwegischen Küste, auf deren nördlichsten Punkt er auch zustrebt und die er in einem spitzen Winkel schneidet. Doch darf man nicht zuviel Aehnlichkeiten bei beiden Linien er­warten. Sie gleichen sich nur in dem einen Punkte, daß sie dieselben Verhältnisse hinsichtlich Tag und Nacht haben, d. h. das Wunder der Mitternachts- onne, das sich nach Süden zu abschwächt zu sehr langen Tagen im Sommer und entsprechend langen Nächten im Winter.

Das norwegische Küstengebirge ist da­bei von ausschlaggebender Bedeutung. Es bildet eine Mauer, die den östlich davon gelegenen Landschaften Schwedens, Finnlands und erst recht Kolas und Kareliens jeglichen ozeanischen Einfluß versperrt. Der westlich von Norwegen liegende Teil des Allan- tischen Ozeans wird durch den warmen Golf- trom derart weit nach Norden in seinen Tempe­raturen gemildert, daß die über ihn hinstreichenden Winde für die östlich gelegenen Länder zu großen Wohltätern werden Könnten, wenn nicht eben die norwegischen Gebirge sie abhielten. So sehen diese ich mitleidlos den polaren sowie nordrussisch-afiati- chen Klimaeigentümlichkeiten ausgesetzt. Die nor­wegische Küste hingegen bleibt durch die Wirkungen des Golfstromes ständig eisfrei. Den gleichen Vorzug genießen noch der finnische Ausfuhrhafen Pet- am0 sowie die noch 100 km weiter östlich gelege­nen Häfen an dem Kolafjord, von denen Murmansk inzwischen zu einem wichtigen Kriegs- und Handelshafen mit 160 000 Einwohnern angewachsen ist.

Um das Andenken des Fliegerhauptmanns Bruno Mussolini zu ehren, wurde ihm die Goldene Tapfer- keitsmedaille für hervorragende fliegerische Lei­stungen verliehen.

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Der bevollmächtigte Vertreter des Reichsjugend- sührers, Stabsführer Möckel, ist in Budapest ein­getragen. Der zweitä^gc Besuch erfolgt auf Ein­ladung des Honvedministers Bürtha als Führer der ungarischen Staatsjugend Levente.

Auf Einladung des Reichsjugendführers fuhren 46 Jungen der Jugendorganisation der norwegischen National Sämling nach Mecklenburg, um an einem Hitler-Jugend-Lager teilzunehmen.

Der Führer hat dem Maler Professor Dr. h. c. Ludwig von Hofmann aus Anlaß der Voll- endung seines 80. Geburtstages in Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Malerei die Goethe-Me­daille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

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Nach der Annahme durch Ecuador hat nun auch Peru den Vorschlag angenommen, die Militärattaches der Vereinigten Staaten, Brasiliens und Argen­tiniens an dke ecuadorianische Grenze zur lieber- wachung der Waffenstillstandsverhandlungen und zur Unterstützung der Regierungen bei der Bildung einer neutralen Zone zu entsenden.

jeweils an den Bestattungen der deutschen Soldaten teil, die in Ausübung ihres Dienstes verunglückt oder im Lazarett gestorben sind. Als letzten Gruß der fernen Mutter legen die auslandsdeutschen Frauen Blumenspenden an den Gräbern nieder und treten auch mit den fernen Angehörigen des Toten in schriftliche Verbindung. Wenn Verwandte an der Bestattung teilnehmen, sorgt die Ausländsdeutsche Frauenfchaft für ihre Unterbringung und betreut sie während ihres Aufenthaltes in Belgien.

Germanisches Gräberfeld bei Linz.

Im Gelände der Reichswerke Hermann Göring in Linz, .wo schon früher bei Erdarbeiten wichtige Funde gemacht wurden, ist jetzt mit der planmäßi- gen Erschließung eines Gräberfeldes begonnen wor­den. Man konnte acht Gräber frei logen, die auf Grund der enthaltenen Beigaben, einem Beinkamm, einem Eifenmesser, einer kunstvoll gearbeiteten Gürtelschnalle aus Bronze der Merowinger- Zeit (6. und 7.Jahrhundert) zuzurechnen sind. Da­mals siedelten in Linz frühbayeLische Siedler.

Vater und Tochter vom Schnellzug gelötet.

Am Bahnübergang Waghäusel bei Schwetzingen (Baden) wurde versehentlich die Bahnschranke kurz vor der Durchfahrt eines Schnellzuges geöffnet. Ein Fuhrwerk passierte in dem Augenblick, als der Schnellzug heranbrauste, den Bahnübergang. Außer- dem befanden sich der 44jährige Bahnbodienstete Simon Schwoickert und sein achtjähriges Töchterchen auf dem Uebcrgaug. Das Fuhrwerk wurde von der Lokomotive erfaßt und vollständig zertrümmert. Der Fahrer konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit' bringen, dagegen wurden Schweickert und sein Kind getötet.

Todesstrafe für einen Jelbpofträuber.

Wegen fortgesetzten Vergehens gegen die Volks- fchädlingsverordnung hatten sich vor dem in Lohr tagenden Sondergericht Bamberg die Eheleute Jo- Hann und Klara Haas zu verantworten. Haas, der wie seine Ehefrau vorbestraft ist, war bei den Post­ämtern Lohr und Marktheidenfeld tätig und hatte zahlreiche Postsendungen unterschlagen. Seine Ver­fehlungen begannen bereits im Jahre 1932 und dauerten bis zu feiner Verhaftung im Januar 1941. Bis zum Herbst 1939 hatte Haas schon 24 Post­sendungen unterschlagen und sich deren Inhalt, llhren, Stoffe, Bücher, Erfrischungen u. a. unge­eignet. Mit dem Einsetzen der Feldpostsendungen he, Kriegsbeginn erfuhr die verbrecherische Tätigkeit des Angeklagten eine wesentliche Steigerung. Aus den Feldpostpäckchen stahl er, was er brauchen konnte: er hat seit Kriegsbeginn nachweislich über 70 Sendungen geraubt. Seine Frau verkaufte oder verschenkte die gestohlenen Gegenstände, arbeitete sie um und tauschte sie für andere Sachen ein. Die Eheleute hatten in guten wirtschaftlichen Verhält- nisfen gelebt und besaßen ein Haus und ein Auto. Sie begingen ihre Verbrechen also aus reiner Hab­gier und Gewinnsucht. Johann Haas wurde zum Tode verurteilt: Klara Haas erhielt fünf Jahre Zuchthaus.

Schweres Unglück in den Walliser Bergen.

In den Walliser Bergen trafen drei Touristen aus Randa, die über die Domhütte aufgestiegen waren, auf dem am Nordende der Mischabel-Gruppe gelegenen Hochbälen-Gletscher vier Schwerverletzte. Sie'stammten aus eiqer Gruppe von dreizehn Tou­risten, die über die Lenz-Hütte aufaeftiegen waren, um sich nach Randa zu begeben. Einer der Tou- ri'sten war tödlich abgestürzt, während von den übrigen acht Mitgliedern der Gruppe jede Nachricht fehlt._____________ " ___________________---

Houptschriftleller: 5t. Friedrich Wilhelm Lange Sicl,Vertreter de« HauptichristleiterS: Emst Blumjchein. Aeranttvvrtlich für Politik und Bilder' Dr ftt. W. Lange; für das ftcuMcton: Dr. Hon» Thüriot.

1 (bcurL), t. S?.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gieben, Provinz, W,rt- , ichaft und Sport - Ernst Blumjchein.

Druck und Verlag: Brühlfche Univerfttätsdruckeret R. Lange M. G. ! BerlagSleiter: Dr. ä"g. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck, t Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S.

Die'Gchulreform. 11 er Reichsfachsckaftsleiter für Volksschulen beim ' ..Lehrerbund, Kircher, weist darauf hm, daß Hauptschule in den 70 Jahren ihres Ve­ens in der Ostmark und im Sudetenland nir- ds ungünstig auf die Volksschule gewirkt habe, noch seien vor allem für ländliche Gebiete Maß- . Innen notwendig, um zu verhindern, daß die tschule nicht zu einer Abwanderung der Be­ten führt, sondern wirkliche Begabungen für die 7rungsaufgaben des bäuerlichen A^^kreyes alten bleiben. Da ein Drittel der Volksschulkm- in die Hauptschule aufrücken soll, werden die ksschulklassen künftig kleiner. Entsprechend der Moen Auslese durch die Hauptschule wird ferner absehbarer Zeit eine negative Auslese der Unter- abten für die Hilfsschule zu erwarten sem. s bedeutet eine weitere Verkleinerung der Bolks- ^.klassen. Der augenblickliche Lehrer- und Nach- :chsmangel setzt jedoch der Verkleinerung Gren- e:_ Besondere Bedeutung erhält schon der stundschullehrer dadurch, daß er m den lchesten Jahren das Kind auf seine Eignung und iutwicklungsmöglichkeiten beobachten muß. Hinzu jirb eine möglichst zuverlässige Sippen- und Fann- ieiforichung kommen müssen, die dem Erzieher em lidbild des Kindes gibt, aus dem er auf Lei- tmgsmöglichkeiten schließen kann. Der Ober- ttfenlehrer wird die Mehrzahl der Jugend etreuen. Aus seinen Klassen kommen die turn- txn Arbeiter, Bauern und Soldaten Die Wirt- !hist, der Reichsnährstand und die Wehrmacht sind icchalb aufs stärkste an der Entwicklung der Volks- bile interessiert. Die Obersch ule wird wieder ter eigentlichen Bestimmung zuruckgegeben, nam- die Hochschulreife zu vermitteln Dieses Lehr ii verlange mehr denn ]e einen geschlossenen acht I-isigen Aufbau aller Ob-rschultypen. Der Neber eit von der Hauptschule zur Ober chule müsse er- bifctert werden. Das Endziel muffe auch bet per Vorschule die vollkommene Schulgeldfreiheit sem, la für die Aufnahme ausschliehlich Begabung und kirnung in Betracht kommen, nicht aber die w,rt. Ihiftliche Leistungsfähigkeit.

Schwarzhöhrer werden nochmals gewarnt.

Berlin,13.Aug. <DNB.) Immer wieder müssen "ilksgenossen als Schwarzhörer verurteilt werden »ti sie in Unkenntnis der Bestimmungen Rund^. iir-d;HPgta"unfein.einen Rundfunkempfänger °ll stellen und benutzen darf nur derjenige, ber jnn_

sernkampfbatterien der deutschen Kriegsmarine begossen am Nachmittag des 15. 8. im Kanal leichte brnsche Seestreitkräfte. Auf zweien dieser Fahr- zeige wurden beobachtete Treffer erzielt. Die briti- sch-n Wachschiffe zogen sich mit Schlagseite in Rich- tn-g auf die englische Küste zurück und wurden pfli begleitenden Schnellbooten eingenebelt.

fette das deuer, ohne irgendwelche Wirkung zu I ften Kämpfer des Führers, ist im Kampf gegen Wielen. An der ägyptischen Grenze wurde eine bri- den Bolschewismus gefallen.

gfge Batterie, dw eine Straße mit Stdrungsfeuer B

belegen versuchte, von deutscher und italienischer

Mkartillerie mit Feuer belegt. Nach kurzer Zeit tgirben einige Treffer in der britischen Stellung brachtet. Gleichzeitig stellte die britische Batterie ihi Feuer ein. Neben dieser erfolgreichen Artillerie- tärgfeit wurde die Aufklärung über weite Gebiete Ilbgs der westägyptifchen Grenze fortgesetzt.

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