Ausgabe 
18.4.1941
 
Einzelbild herunterladen

Bomben krepierten m dem berühmten Park; das Neue Palais wurde jedoch getroffen.

Die Engländer jubelten ob dieser Kulturschän­dung. Sie hatten den Parolen von der angeblichen Zersplitterung der deutschen Luftwaffe geglaubt und erwarteten keine Vergeltung. Wenn sie jetzt furchtbar erfolgte, die Hafen- und Industrieviertel Londons zehn Stunden lang unter dem Bomben- l^lgel deutscher Geschwader lagen, dann ist das eine gerechte Vergeltung für die englische Barbarei. Wie unsere Bomber ihre Ziele zu treffen pflegen, wie gewaltig die Schäden sein müssen, das ist selbst aus den englischen Rundfunkerklärungen zu ent­

nehmen. Sie hatten es sich ganz anders gedacht. Aber sie muhten erfahren: für jede Gemeinheit der RAF. schlagen wir zurück. Wer nicht hören will, muh fühlen. E. S.

Lord Josiah (Stomp beim Lustangriff getötet.

Stockholm, 17. April. <DNB.) Wi« Stelltet meldet, hat der bekannte Wirtschaftler, Lord Josiah Stamp. seinen Tod während des Luftangriffes der letzten Nacht gefunden. Bergungsmannfchaften find noch dabei, die Leiche Lord Stamps, seiner Frau und seines Sohnes aus den Trümmern zu bergen.

Ein Flammenmeer in der Riesenstadt.

Von Kriegsberichter Udo Wolter.

(PK.) Gegen Mitternacht starten wir. Dunkel hängen unter den Kampfmaschinen die schweren und schwersten Bomben, die wir diese Nacht hinüber- tragen sollen. Beladen mit Dutzenden von Zentnern Bombenlast rast unsere He. über die lange Betonstraße der Startbahn, zieht empor, stürzt gegen die Küste vor. Leuchtfeuer bleiben hin­ter uns zurück. Wir kennen den Weg, wir wissen I die Straße über das Meer, die uns nach London führt. Hauptmann N., unser Kommandant, und die Männer seiner Besatzung, die bereits die Goldene Frontflugspange des 110. Feindfluges tragen, sind, wie seit jenen dramatischen Septembertagen des ersten Großangriffes, bald 20maI gegen London geflogen.

Eine leichte Dunstschicht^über dem Meer, treibende Wolkenfetzen über der Themsemündung! Aber wir brauchen keine weitere Beobachtung mehr. Dor uns, gegen die riesige Stadt zu, ist die Wolkendecke vollkommen aufgerissen, leuchten durch die schwache Dunstschicht riesige blutrote Brand­flecken. Kampfgeschwader, die vor uns angegnf- fen. haben, haben uns bereits den Weg gewiesen. Durch riesige Sperren mehrfach gebündelter Schein­werfer, wie sie der Gegner seit der letzten Zeit über­all auf der Insel aufgerichtet hat, stürzt unsere He. zum Angriff gegen die Stadt vor. Geisterhafte, im Dunst zerfließende Lichtarme umkreisen uns, tasten an uns vorüber, verlöschen und blenden jäh wieder auf, kaum, daß wir noch darauf achten. Wir sehen nur noch London, die brennende Hauptstadt Eng­lands, gegen die wir jetzt in einer großen Kuroe anfliegen.

Langsam enthüllt -sich uns aus der weichenden Dunstschicht das höllische Bild. Großfeuer über der ganzen Stadt, Brand neben

Brand. Unter uns jagt eine Detonation wabernde Feuersäulen empor. Ein Oeltank brennt aus, eine riesige Qualmwolke legt sich über den Brandherd. Nordöstlich der Royal-Albert-Docks flackert ein rie­siges Flammenmeer. Westlich der Themse- U-Bogen beginnen sich fünf große Brände inein­ander zu fressen. Im flackernden Lichk der immer wieder auflohenden Großfeuer sehen wir die vielen dunklen Punkte der über die Stadt verteilten Sperrballone. Ueberall, aus die ganzen Stadt­viertel verteilt, rasen blutrote, wirbelnde Feuer­säulen empor. In dem Stadtteil des südlichen Themsebogens wüten ebenfalls Riesenbrände.

Die Flak schießt Planfeuer, aber die Abwehr er­scheint uns gegen die früheren Einsätze matter. Wir werfen jetzt ebenfalls ab. Ueberall fallen unsere Bomben, rast Detonation auf Detonation im grellen, blutroten, emporjagenden und dann zusammenfallen­den Brandschein über die Hafenanlagen. Die leichte Flat des Gegners schießt jetzt wie besessen nach unseren Leuchtbomben.^Es ist ein infernalisches Bild. Die brennende Riesenstadt, in der riesige Brände immer wieder von neuen Explosionen und Detona­tionen überflackert werden, die langsam absinken, von den roten Leuchtspurgeschossen der Flak um­tanzten Leuchtbomben, die in dem sternenklaren Himmel krepierenden Granaten der schweren Flak, die unter uns liegenden Brände in den Hafenanla­gen Himmel und Erde scheinen in einem einzigen Chaos von Brand und Detonationen verbunden.

Während uns unsere He über die englische Ost­küste trägt, der dunkelrote Widerschein der brennen­den Riesenstadt hinter uns zurückbleibt, stürmen von allen Flughäfen neue Kampfgeschwader zu der Insel nach London hinüber.

London erlebte eine seiner schlimmsten Rächte.

Stockholm, 17. April. (Europapreß.) lieber den schweren Angriff auf London in der Nacht ^um Donnerstag liegen englische und neutrale Berichte vor, die zeigen, daß London eine seiner schlimm st en Nächte erlebt hat. Der Londoner Korrespondent vonNya Dagligt Allehanda" meint, es sei sogar der bisher intensivste An- griff gewesen.Es war eine Nacht von der Art, daß man die Minuten bis zum Morgengrauen zählte, eine Nacht, in der jede fünf Minuten, di.e verflossen waren, wie eine Befreiung wirkten. Die Nacht hat die Erinnerungen an die Nächte des 5. Januar, des 29. Dezember und des 7. September wachgerufen. Niemals habe ich foviele Bom­benexplosionen vernommen. In einer der nächtlichen Stunden hörte ich jede, zwei Minuten eine Explosion in unmittelbarer Nahe. Der Lärm der zusammenstürzenden Mauern und das Klirren zerspringenden Glases vermischte sich mit dem furcht« baren Getöse, das die Bomber verursachten. Man bekam einen Begriff von dem, was Coventry erlebt hat, die Menschen neun Stunden lang in den Kel­lern saßen und darauf warteten, daß sie an die Reihe kommen würden."

Wetter schreibt der Korrespondent, die deutschen Flugzeuge seien früher als sonst gekommen. Nach dem Geräusch zu urteilen, hätten sich viele schwere Ma s ch i n e n unter den Angreifern be­funden. Kurz nach Anbruch der Dunkelheit habe man das Getöse der ankommenden Bomber gehört. Ununterbrochen seien Leuchtbomben abgeworfen worden, um die ttiele auszumachen. Das Mün­dungsfeuer der Geschütze, die Leuchtbomben und die entstehenden Feuer hätten London das Aussehen der Herbstnächte zurückgegeben. Der Berichterstatter schildert weiter, wie er die Morgenstunden in einem Gebäude verbracht habe, das als Rettungs­station für Verletzte aus einem Wohnblock gegen­über gedient habe. Die Zahl der Toten und Ver­wundeten sei wahrscheinlich sehr groß, da viele Menschen in den vergangenen ruhigen Nächten u n - vorsichtig geworden seien.

Der Korrespondent vonAftonbladet" berichtet, die deutschen Flugzeuge hätten in ununter­brochenen Wellen angegriffen. Der Angriff habe in erster Linie,dem Zentrum gegolten. Im Geschäftsviertel seien große Schäden entstanden. Während des Angriffes fei das Flak­feuer plötzlich ganz eingestellt worden, und englische Nachtjäger seien aufgestiegen. Bei einem Gang durch die Stadt während des Morgens habe er, so schreibt der Berichterstatter weiter, die Schrek- ken des modernen Krieges gesehen. Heber Berge von Mauerbruch, die mit Schaufensteraus­lagen der Geschäfte durcheinandergewürfelt waren, habe er steigen müssen. Zahlreiche Männer und Frauen mit müden, rußigen Gesichtern seien mit Bergungs- und Aufräumungsarbeiten beschäftigt gewesen. Das Londoner Westend mit seinen be­kannten Schaufensterfronten bietet, so berichtet Reu­ter, nach dem Lustangriff in der Nacht zum Don­nerstag mit seinen zertrümmerten Scheiben, deren Splitter die Bürgersteige bedecken, mit den zer­fetzten Garderoben in den Schaufenstern einen überaus betrüblichen Anblick. Bewohner dieser Gegend, die Vie Nacht im Luftschutzkeller ver­bracht haben, mußten Donnerstagmorgen, als sie in ihre Heime zurückkehren wollten, sich ihren Weg buchstäblich durch riesige Trümmerhaufen bis zu ihren Haustüren durchgraben. Die schwersten Schä­den entstanden in Warenhäusern, Kontorgebäuden und großen und kleinen Geschäftshäusern. Ein sehr bekanntes Londoner Warenhaus faßte schon zu Beginn des Angriffs Feuer.

WieNew Port Tribüne" berichtet, dauerte der Angriff ununterbrochen acht Stunden. Taufende von Bomben seien niedergeregnet. Die Deutschen hätten gut gezielt. Es habe den Anschein gehabt, als ob die ganze Stadt in Flammen stehe. Die Brandbomben seien in solcher Zahl gefallen, daß die Feuerwehr den Kampf nicht habe aufnehmen und die Brände vielfach sich selb st habe Über­lassen müssen. United Preß berichtet, die Deut­schen hätten wahrscheinlich Stukas eingesetzt, die

tief unter ifie Ballonsperre getaucht seien und aus geringer Höhe Bomben abgeworfen hätten. Riesige Feuersbrünste hätten einen gigan­tischen Feuerschein über ganz London gelegt.

Preß Associatton meldet, Bomber, Sturzbomber und Kanrpfflugzeuge hätten am Angriff teilgenoin- men und alle Arten von Bomben von kleinsten Brand- bis zu den größten Explosivbomben benutzt. Die Deutschen hätten alle Bomber eingesetzt, die über London nur einsatzbar feien, lieber Loßdon hätten keine weiteren Flugzeuge Platz gehaht. Im Heulen und Krachen von Bomben uirb dem Gedröhn der Flakartillerie habe es kaum län­gere Pausen als zwei bis drei Minuten gegeben. Hunderte seien in der Untergrundbahn durcheinan­der geworfen worden, als eine Bombe in der Nähe einschlug und den Zugverkehr unterbrach. Tausende irrten auf der Suche nach Unterkunssmöglichkeiten umher oder suchten in den Ruinen nach Toten und Verwundeten. In Londons Westend-Geschäftsviertel hätten Tausende in glasübersäten Straßen vergeb­lich nach ihren Arbeitsstätten gesucht.

Oer Krieg des Oberst Oonovan."

Roosevelts unheilvolle Rolle auf dem, Balkan.

Rom, 18. April. (DNB. Funkspruch.) Mit der schweren Verantwortung, die Roosevelt an dem Zusammenbruch des Vielvölkerstaates trägt, besaßt sich die Agenzia Stefans, Jugoslawien müsse mit seinem Ruin den Irrtum bezahlen, auf die Einflüsterungen des Weißen Hauses gehört zu babMi. Die Verantwortung des berüchtigten Oberst D oM o v a n~fei so schwer, daß man den Krieg in Jugoslawien denKrieg des Oberst Donovan" nennen könne. Donovan sei in den verschiedenen Balkanstädten im Namen des Präsidenten Roose­velt und der Vereinigten Staaten aufgetreten un/d habe verschiedene Balkanstaaten ermutigt, kein Kompromiß mit der Achse zu schlie­ßen und sich jedweder Forderung m i t d e n Was. fen e n t a e g e n z u st e l l e n. Auch nach dem Staatsstreich hätten Vertreter der Vereinigten Staaten die serbischen Verschwörer ermutigt. Roose­velt habe Jugoslawien und Griechenland die Auf­gabe Übertragen, sich für feine persönliche unvor­sichtige Politik zu opfern. Die Wiederbesetzung der Cyrenaika, die Katastrophe Jugoslawiens und das enlische Fiasko auf dem Balkan seien Dokumente, die den Nordamerikanern die polittscheWeitsichtig­keit" ihres Präsidenten bezeugten.

Durch die Kriegstreibereien der Regierung Roose­velts, besonders durch die von 08^.-Diplomaten den kleinen europäischen Völkern gegebenen Hilfs­versprechen, sind Tausende in den Blutbädern Europas und Afrikas geopfert worden", er­klärte der Jfolationistenführer Burton K. W h e e - leer vor der Denver Ortsgruppe desAmerica First Commitee". Es bestehe kein Zweifel darüber, daß die Zusicherung der 08^.-Regierung, Jugo­slawien und Griechenland wirksame Kriegshilfe zu leisten, eine der Hauptursachen des Ausbruchs des Balkankrieges war. Dabei sei es ^on vorn­herein klar gewesen, daß diese Versprechen u n« haltbar seien und ebenso wirkungslos bleiben wurden wie die seiner Zeit den Polen von Frank­reich und England erteilten Garantien.

Ein Drittel mehr Steuern für die Englandhüfe.

Heu York, 18. April. (DNv. Funkspnich.) Noch Bestechungen zwischen der Regierung und den demokratisch republikanischen Kongrehführern er­klärte Finanzminister Morgen thau, daß für das nächste Haushaltjahr zusätzliche 3,5 Mil­liarden Dollar Steuern erhoben werden würden. Le schätzte die Musflabeu fflt dss Haus-

Die griechische Front in Manien in Auslösung.

dem Feind starke Verluste zugefügt.

A Von

ßchtun

1

Heut u

Gh)ßei

Ole B( »Uhr

prled die

Am ]fl ohwei Mwii Fra

Mm

haben nach erbitterten Kämpfen Klisura befqt und rücken weiter vor. Der Feind hat erheblich Verluste erlitten und zahlreiche Gefangene forrie eine gewaltige Materialbeute in unseren Händq,

Rom. 17. April. (DRV.) Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt:

Nachdem am 11, 15. und 16. April nach blutigen Kämpfen die ersten Linien des griechischen Wider­standes durchbrochen worden waren, haben die Di­visionen der 11. Armee mit unaufhaltsamer Stoß­kraft ihren Vormarsch wieder ausgenommen. D i e ganze feindliche Front ist in Auflö­sung.

Oer italienische Bericht.

Rom, 17. April. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort­laut:

In Jugoslawien rücken motorisierte Kolon­nen der 2. Armee von Spalctto auf Ragusa vor. Abteilungen der Kriegsmarine haben die Besetzung der dalmatinischen Inseln vollendet.

Von Albanien aus rücken weitere motori­sierte Kolonnen nach Ueberroinbung der feindlichen Stellungen und Besetzung von Antivari und Cetinje auf Cattaro und Ragusa vor, um sich mit den von Norden kommenden Truppen der 2. Armee zu vereinigen.

An der griechischen Front geht der Vor­marsch unserer Truppen vom Presba-See zum Adriati schon Meer trotz starken geg- nerischen Widerstandes und zahlreicher Straßen- Unterbrechungen weiter. Truppen der 11. Armee

ntnlen mr tyh me ' Der] tm Mer

W über I :opb f

iff Äl

ui tW6

halksjahr 1941/42 auf 19 Milliarden Dollar. Zwei Drittel mühten durch Steuern, ein Drittel durch Anleihen aufgebracht werden. Selbst dann sei das Schatzamt genötigt, monatlich 500 Millionen Dollar zu le i h en, um die Riesenausgaben für Rüstungs- und England-Hilfe zu be­streiten. Am idealsten wäre es, die bisherigen Steuern für jede Person um ein Drittel zu erhöhen. Roosevelt sei mit der neuen Steuer­summe, die h ö ch st e in der Geschichte der ver­einigten Staaten, einverstanden.

Die Haltung Aegyptens.

Rom, 17. April. (Europapreß.) Aus Kairo mel­detMesfaggero", daß der ägyptische Ministerprä­sident Hussein Sirry Pascha in einer Geheim­st tzung des ägyptischen Parlaments erneut die feste Entschlossenheit des ägyptischen Volkes betont hat, nach dem Rückzug der Engländer und dem Heber- tritt der Truppen der Achsenmächte auf ägyptischen Boden sich von dem Konflikt zwischen England und den Achsenmächten fernzuhallen.Messaggero" zieht daraus den Schluß, daß Aegypten wohl den Pakt mit England nicht aufkündige, aber auch keinen Schritt zu tun gedenke, der Aegypten in den Krieg verwickeln könnte. Die Führung der ägypttschen Wcrfd-Partei erließ einen Aufruf, in dem die Fortführung der Politik der Nicht- kriegführung unter allen Hmständen prokla­miert wird. Aus der ägypttschen Presse geht hervor, daß dieser Aufruf in der ägyptischen Bevölkerung großen Anklang fand. Der Einbruch der deut­schen Streitkräfte auf ägyptisches Gebiet wurde von den ägyptischen Zeitungen in Sonderausgaben ver­öffentlicht. Der ägyptische Rundfunk gibt sich in jeder Sendung die erdenklichste Mühe, die Bevölke- rung zur Ruhe zu bewegen. Indessen wird jetzt auch aus Provinzstädten gemeldet, daß d i e F l u ch t aufs Land beginnt. Dadurch ergeben sich auf der Eisen-bahn schwere Derkehrsprobleme. Bei Kund­gebungen der Aegypter gegen das englische Militär­kommando soll es, so berichtet die römische Presse, in Kairo Tote und Verletzte gegeben haben. Gene­ral Wavell habe von der ägyptischen Regierung die Heberlassung der Exekutivgewalt gefordert. Der ägyptische Ministerpräsident habe diese Forderung a b g e l e h n t, weil durch ihre Er­füllung die Souveränttät Aeayptens verletzt werden würde. Man könne aber dessen sicher fein, so be­merktPvpolo di Roma", daß England auf der Erfüllung dieser Forderung bestehen werde. Groß­britannien werde sie damit begründen, daß das eng­lische Militärkommando sich zum Zwecke der An­ordnung und Durchführung von Maßnahmen zur Verteidigung des ägypttschen Staates gegen die deutsch-ttaüontichen Truppen gezwungen tzehs.

zieren und Mannschaften reichten sich biit drei Generale d i e Hand. Ein AugenM von überragender militärischer Bedeutung. 2)uw) das von Fliegerangriffen schwer beschädigte Saw jevo, das eine rechtzeitige Kapitulation vor schm:.' ften Zerstörungen bewahrt hatte, rollen seitdem w unterbrochen deutsche Kolonnen, ziehen vorüber m jenem Schandmal, das in verabscheuungswürdigM Tone die Mörder vom Juli 1914 verherrlicht.

'.einige

Misch

(DNB.) ..... 17. April. (PK.) Sachlich und nüchtern wie immer meldet der Bericht des Ober­kommandos der Wehrmacht: Deutsche motorisierte Truppen stießen bis Sarajevo vor und besetzten die Stadt. Tausende von Serben streckten die Waffen. Gefangenen- und Beutezahlen wachsen stündlich. Soweit der Bericht.

Ein Panzerkorps war mit der Einnahme Sarajevos beauftragt. Zan genförmig wird der Angrift angesetzi. In mehreren Ddarschgruppen streben Panzerverbände und motorisierte Infanterie- Einheiten von Norden kommend auf Sara­jevo zu. Wie zu erwarten, hat das serbische Ober­kommando starke Kräfte im Raume um Sara­jevo zusammengezogen, um hier noch einmal den Versuch zu unternehmen, den immer erfolgreicher werdenden deutschen Vormarsch zum Erlahmen zu bringen. Die Serben konnten sich in ihrer Vertei­digung auf das ausgezeichnete zur Abwehr geeig­nete Berggelände stützen. Während die deut­schen Truppen in den Flußtälern marschieren mußten, besetzten starke serbische Teile, die ent­weder schon im Raume von Sarajevo bereitgestan­den hatten oder denen die Flucht aus dem Norden rechtzeitig gelungen war, die Berghöhen. In unzähligen F e u e r üb e r f ä H e n auf die Voraus­abteilungen, die Masse und den Nachschub gelang es den Serben öfters/ Gefechte anzuzetteln, die aber m jedem Falle bei völliger Schonung der eigenen Truppe durch geschickte Gegenangriffe schon in ihren ersten Anfängen zusammenbrachen. Die hin­terhältige Kampfesweise der Serben offenbarte sich dabei mehr als einmal.

Während die von Nordwesten anmarschierenden Panzer am Tage des Erreichens von Sarajevo zum ersten Male auf dem südöstlichen Kriegsschau­platz in Gefechte mit serbischen Pan­zern verwickelt wurden, erreichte die von Nord­osten angesetzte motorisierte Infanterie- Division in zügigen Vorstößen die letzten vor Sarajevo operierenden Feindkräfte. 14 serbische Panzer wurden vernichtet oder fielen kampflos in deutsche Hand. 2sm Mittag des 13. April 1941

Mg mend erreichte General K. geschlossen mit einet W ge Aufklärungsabteilung und nachkommenden Dkst ptoi Ja bänden das Tagesziel. In den Straßen von Sat«« pifon 3 jevo, umgeben von Tausenden von serbischen Oisf.

' fein

u N'

Treffpunkt Sarajewo. g

Oer letzt« Witzerstandsversuch der Serben in den bosnifchen Bergen gescheitert Jfc Von Kriegsberichter Kurt Mittelmann. SW

lilr Jitnft standen beide Divisionen noch etwa in 106 fand L gje Entfernung von Sarajevo, während eine dritte Mi I« Arrest Korps gehörende Panzer-Division etwas weiter a.:- | bi stand. Dabei handelte es sich um die gleichen Pa^ !^ chne zereinheiten, die als erste die Hauptstadt Bel» p.^nichl grab erreicht hatten. Hnabhängig von gegenfeift gen Entschlüssen setzten beide Divisionskommandeur | in den frühen Nachmittagsstunden ihre Aufklärung- abteilungen zum Vorstoß au f ©a rajeuu ipilOOO an. Von Nordosten und Nordwesten her setzte vci ' beiden Seiten ein regelrechtes Wettren-L nen an. Der Stoß wurde jnit solcher Kratt gt i Ä führt, daß jeder Feindwiderstand schon im Ansch !htr5 w des Angriffes zusammenbrach. r'wlw

In wilder Jagd, angeführt von PanzerfM 'ühhri wagen, brausten die motorisierten Verbände bur$ M MN feindliche Infanterie- und Artilleriestellungen htt, W Nech durch. Die lleberraschung des Gegners glückte « i|-n 16.30 vollem Umfange. Tausende und Abertausende ooi M spM Serben, die in vielfacher Hebermacht im Raum Ist» 2 von Sarajevo abwehrbereit standen, streckten ist di Waffen. Modernste Geschütze, französische Panzr-st IHMsJ kampfwagen und Flakbatterien sielen in unfert die Hand. Als erste erreichte die von Nordosten fonr- MH zur menbe Panz»r-Spähkompanie bes Generals H Sarajevo, dicht gefolgt von dem Komman dierenden General der Panzertrup' tironba pen General V., der an der Spitze der Voraui!« frjen uni abteilung in die Stadt einzog. Von Westen tour-

Aegypten werde somit, ebenso wie viele andem Staaten, dazu verurteilt, Strafe dafür zu bezahle ein Schützling Englands zu fein. Wer sich mit Em land verbünde, werde zum Sklaven und mW dann untergeben.

Kanada beansprucht

Anteil an der England-Hilfe.

Washington, 17. April. (Europapreß.) Nit kanadische Regierung ist bemüht, sich einen Antkiil ct n den sieben Milliarden Dollar sichern, die im Rahmen des Englandhilfegesetzes M Verfügung gestellt werden. Es wird dies den Oegerr.- stand von Besprechungen zwischen Präsident Roosevelt und dem kanadischen Ministerpra^« deuten Mackenzie King sein, der soeben in Washington eingetroffen ist. Wie verlautet, sollen bfii Gelder, die Kanada beansprucht, dazu dienen, dtt Kriegsausgaben, die von 1942 ab entstehe» zu decken.

Schnel'boote vernichteten vier bewaffnete feindl cheHandelsschiffi

Berlin. 17.April. (DRB.) Rad) beim Ob» kommando der Wehrmacht eingegangenen 11* lagen haben Schnellboote am Donnerstag bei einemVorsiohgegendiebritischeSüt" o st küst e einen G e l e i t z u g erfolgreich angw* griffen und aus diesem vier bewaffnel> feindliche Handelsschiffe mit insgesa» 13 000 BRT. herausgeschossen und versenkt.

Oer Caudillo bewundert die mili­tärischen Leistungen der Achsenmäckt«.

Madrid, 18. April. (DNB. Funkspruch.) der Eröffnung der höheren Heeresschule in MeD riib, sprach der Caudillo bewundernd über w großen militärischen Leistungen der Achsenmächl"- Der Wille zum Sieg, die Geschlossenheit der Aktio" und die Blitzesschnelle des Handelns ermöglich^ die erfolgreichen Operationen, wie sie heute ott Führer der mächtigsten Armeen Europas bunfr führten. Dieser Siegeswille überbrücke jeoe ffur® vor Flankenangriffen und vor Einkreisungen. W1 wisse nicht recht, so hob General Franco beroot!- wen man mehr bewundern solle, diejenigen, weM die st ä r k st e n F e st u n g e n der Welt im StuM nehmen, oder diejenigen, welche die geschlosst^ Aktion zu Wasser, zu Lande und in der planen und lenken. Der moderne Krieg I® ein totaler Krieg, was den Einsatz der ga^ zen Nation, auch der Frauen und Männer der 9«: samten Wirtschaft, bedeute. Diejenigen, welche aw ihren Lorbeeren ausruhten, trügen später die Dev- antwortung für den Niedergang ihres öattrlanß*

- 0-W

VC,V

gelassen.

Zwei britische Bomber, die versuchten, das alb], nische Gebiet zu überfliegen, wurden von unfertn Jägern angegriffen. Ein Blenheim-Flugzeug wurle abgeschossen. Auf dem Piräus haben unsere Fluz, zeuge in der Nacht zum 16. April einen heftige Angriff gegen die Hafenanlagen und die vor Ank« liegenden Schiffe durchgeführt.

Die Aktion der Torpedoflugzeuge, die im Wch, Machtbericht vom Mittwoch erwähnt wurde und zur Versenkung eines großen 15 000-Tonnen-Dampfe^ führte, ist von Hauptmann der Luftwaffe Flugzeg;, sührer B u s c a g l i a und von Leutnant zur S« Beobachter C a ff a g n a c c i durchgeführt worden

In der Cyrenaika hält der Druck der italijr nisch-deutschen Truppen auf T o b r uk und in b;r Gegend von (Sollum an. Auf dem Diebel u der Cyrenaika geht die Säuberungsaktion geget feindliche, im Verlaufe unseres raschen Dormarschs versprengte Abteilungen weiter. her

In Ostafrika haben feindliche Kräfte, die H Hebergang über den Baro-Fluß (Galla-Sidanch i versuchten, nach heftigen Gegenangriffen die Fluch . .. ( ergriffen und ihre Ausrüstung in unseren Händel *£>» zurückgelassen. In heftigen Kämpfen westlich 1 Dembido11o (nördlich von Gambela) Haden or il