Ausgabe 
18.4.1941
 
Einzelbild herunterladen

ak-

ist-

Habers der Wehrmacht am 20. April ihre hän -

gang zu beflaggen.

Weg des Friedens mit dem

auch non in«

Im

Oer deutsche Vergeltungsschlag gegen London

!r 1131-1

;r 11» !r. 1207- hc. 1241-

Sig 'de /ert

' Berlin, 18. April. (ORN.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am U.April um 21Lthr hat die gesamte jugoslawische Wehrmacht,soweit sie noch nicht entwaffnet ist, bedingungslos die Waffen gestreckt. Oie Kapitulation tritt am 18. April um 12 Llhr in Krast.

prozeß hervorgegangen, es hat bereits die Aner­kennung Deutschlands- und Italiens gefunden. Mit dieser Staatsbildung ist ein Prozeß eingeleitet wor­den, der zu einer völligen Neuordnung im Süd-

Kaiser Wilhelm I. jeden Mittag die Wache und seine Berliner begrüßte, wurde ebenfalls getroffen. Daneben gingen einzelne Wohnhäuser und Kranken- häuser. fernab- jedem militärischen Ziel, in Trüm-

gefeiert wurde, zu Boden fielenunerquicklich wie der Nebelwind, der herbstlich durch die dürren Blät-

?r.!281; tr. »1 fr. 1361'1

Bibiglel; meide r inigung w äften mit fers ilsalz.

tlpck. M »rogcrlfi

tarisees an mehreren Stellen die serbische Grenze.

In Griechenland sind die Truppen des deut­schen Heeres weiter im Angriff nach Sü­den und nahmen das südlich des Adiakmon ge­legene S e r v i a. Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht.

An der griechischen Oftküste griffen Teil- kräfte der deutschen Luftwaffe Schiffsansammlungen an, versenkten insgesamt 1 9 0 0 0 B R T. Handelsschiffsraum und beschädigten weitere Schiffe.

Auch im Kampf gegen die versorgunasschiffahrt des britischen Mutterlandes hatte die Luftwaffe be­sondere Erfolge. Im St.-Georgs-Kanal be- beschädiaten Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung vier Schiffe mit zusammen 28 000 BRT. und im Seegebiet 400 Kilometer westlich Irland einen Frachter von 5000 BRT. im Tiefangriff so wirkungsvoll, daß ihre Vernichtung als sicher gelten kann.

Weitere Luftangriffe richteten sich gegen hafen- und Derfkanlaaen am unteren Themselauf sowie gegen einige Flugplätze. Bei einem Angriff auf Great Zarmouth trafen mehrere Bomben schweren Kalibers eine Grohmühle sowie dazu ge­hörige Lagerschuppen.

Der Feind warf in der Nacht an mehreren Orten Nordwestdeulschlands Spreng- und Brandbomben, die aber keinen nennenswerten Schaden verursach­ten. Die Verluste unter der Zivilbevölkerung sind gering, vier britische Flugzeuge wurden durch Nacht- jager und Flakartillerie abgeschossen.

Bei der Einnahme von Skoplje lUesküb) am 7.April bat sich Hauptmann Buschbausen, Kompaniechef in einem Schühenregiment, durch per-

0*

Irr inchen

fönlichen Einsatz gegenüber einem vielfach über­legenen Feind besonders ausgezeichnet.

Eine aus Pionieren, Teilen der Luftwaffe und Sonderformationen zusammengestellte Gefechts­gruppe unter Oberst B a z i n g hat im Morgen­grauen des 6.April die Donau am Eisernen Tor bei Orsova Unter schwierigsten Stromver- hälknissen überschritten. 3 m kühnen Handstreich wurde das jugoslawische Ufer genommen, zäher Widerstand gebrochen und alle feindlichen Versuche, die Fahrrinne zu sperren, vereitelt. Damit wurde durch entschlossenes Zufassen weniger deutscher Sol­daten ein lebenswichtiger Schiffahrts­weg gesichert und dem beabsichtigten feindlichen Zugriff entzogen.

Schwacher Lustangriff auf Norddeutschland.

Berlin von nur werrigenFlugzeugen erreicht.

Berlin, 18. April- (DNB. Funkspruch.) Die RAF. unternahm in der Nacht zum 18.4. mit schwachen Kräften Angriffe aus das norddeutsche Gebiet. An einigen Orten wurden Spreng- und Brandbomben geworfen, die jedoch keine Schä­den großen Ausmaßes hervorriefen.

Einige Flugzeuge stießen bis Berlin vor, und nur ganz wenige kamen durch die Flaksperre der Reichshauplstadt hindurch. 3n Berlin selbst ent­standen la Wohnvierteln einige Brände. Außer­dem wurden abermals Kultur st ätten be­schädigt. Nach den bisherigen Meldungen wur­den sechs feindliche Flugzeuge während der Nacht abgeschosien.

Bedingungslose Waffenstreckung der gesamten jugoslawischen Wehrmacht

Freitag, l8 April Ml

Armabme von Süueiec* für die Mittagsnummer bis8'/,Udr desBormittags

Anzeraen-Prerie r

ÄmementeH 7 Nvt le mm bei 22 mm Heilenbreite, Wertteil 50 rttvt. le mm bei 70 mm Heilenbreite

Nachlässe:

Diederbolung Malstastel l Abschlüsse Mengenüaffel ö Platzvorfchrtft (norbenne Vereinbarung) 25» mebr

en Sit ?rkeit,Vet-1 ialkatanL 1 len Lungen?

Jährt durch das neue Kroatien

Von unserem nach Agram entsandten Berichterstatter.

Berlin, 17. April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Als Vergeilung für den britischen Luftangriff auf das Wohn- und Kulturzentrum der Reichshaupt­stadt in der Nacht zum 10. April führte die deutsche Luftwaffe in der letzten Nacht einen Großan­griff gegen die britische Hauptstadt. Zahlreiche deutsche Kampfgeschwader warfen wäh­rend der ganzen Nacht ununterbrochen zahllose Sprengbomben aller Kaliber und Brand­bomben ab. Bei guter Erdsicht konnten die Bomben­detonationen und ihre Wirkungen einwandfrei beob­achtet werden. 3n den Hafenbezirken sowie in an­deren Stadtteilen entstanden schon beim Abflug der ersten Verbände große Brände, die sich teilweise zu ausgedehnten Flächenbränden ver­einigten. Der Schein dieser Großfeuer war bereits vom Kanal, zum Teil von der belgischen K ü st e aus zu beobachten, 3n Zukunft wird jeder britische Luftangriff auf Wohnviertel in Deutsch­land in verstärktem Maße vergolten werden.

Wie bereits durch Sondermeldung bekannlgegeben, hat die in Auflösung begriffene Zweite fer- bische Armee im Raum von Sarajevo kapi­tuliert. Die Säuberung des Landes von Ver­sprengten verläuft planmäßig. Stellenweise noch auf­tretender widerstand wurde schnell gebrochen.

In Dalmatien sind italienische Verbände im Vorgehen über Spalato (Split) nach Süd­ost e n. 3n Südalbanien wurde das unweit der griechischen Grenze gelegene Erfeke genom­men. Weitere Kräfte griffen aus Nordalbanien heraus an und überschritten beiderseits des Stu-

ni k, ein alter Mitarbeiter Pavelitscbs und ehe­maliger Offizier der k. u. k. österreichisch-ungarischen Armee, die Staatsgeschäfte wahr.

Bei der Entwassung der Truppen ist es zu keinen wesentlichen Zwischenfällen gekommen. Die ersten kroatischen Regimenter meuterten bereits am 7. April in Bielovar. Ihr serbischer Dioisionsgene- ral ergab sich und anschließend kam es zu Gefechten zwischen serbischen und kroatischen Truppen auf kroatischem Boden. Auch im Osieg, Split und Sibe- nic übernahmen die Ustascha-Mäntter am Tage der Unabhängigkeitserklärung die Macht, mußten sich allerdings noch tagelang gegen die anstürmenden Serben verteidigen. In Split (Spalato) gelang es 250 Aufständigen, die Stadt 48 Stunden gegen eine Uebermacht von C .den zu halten. Schwierigkeiten entstanden in fast ganz Kroatien dadurch, daß sich das Offizierskorps zum größten Teil aus Serben zusammensetzte, während man die kroatischen Offi­ziere nach Serbien beordert hatte, um dort serbi­sche Garnisonen zu befehligen, eine Vorbeugungs­maßnahme, die zeigt, daß man auf serbischer Seite nicht ganz so überrascht von der eintretenden Ent­wicklung war.

Dor Ankunst der Deutschen in Nisch.

Sofia, 17. April. (Europapreß.) Wie die Zei­tungSora" berichtet, habe am Tage des deutschen Einmarsches in Risch der serbische Stadtkomman­dant die Erschießung aller im Gefängnis be­findlichen Bulgaren angeordnet. Die beiden Ge­fängniswärter hätten jedoch die Ausführung dieses Befehls verweigert und mit den gefangenen bulgarischen Studenten ein Ucbereinkommen getrof­fen» Nach der Einnahme der Stadt durch die Deut­schen seien die Gefängniswärter entsprechend dem

ter säuselt!" Wer genau hinhört, empfindet in dem disharmonischen Chor der anglo-amerikamschen Be­gleitmusik die tiefe innere Furcht, daß England und die USA. moralisch isoliert sind, daß sie nicht mehr die richtigen Worte und Methoden finden, andere Völker erfolgreich anzmprechen, daß die Routine ihrer Intrigen nur jähe Verhängnisse schafft und damit nicht nur versagt, sondern sich auch gegen d i e eigenen Meister wendet. Solche Bilder wiederholen sich immer, wenn eine Zeit ver­

eis geblieben. Die kroatische Aufstands- oder Ijla sch a- B e ro e gun g hat die Macht schnell ji sich gerissen. Don den versprengten Truppen Mlien die Serben verhaftet, interniert oder er« Has en, Kroaten nach Hause geschickt oder, soweit e ichon in der Ustascha-Bewegung organisiert Mn und als zu verlässig galten, in die neugegrün- ! elr kroatische Miliz eingeordnet. Die,Säuberungs- len Ap> 5 -Hünen gegen kleine serbische Verbände gehen in Bestimmt! tien weiten, da deren Tschetnici-Der-

de nach wie vor aktiv sind. Davon konnten ff / n: ans auf der Fahrt von Koprivniza nach Dugo Ulli Willst überzeugen; die beiden großen Mauser- iQUl Mio:en, die wir ständig in der Hand hielten, haben Dienst tun können.

ädte und Dörfer, wie wir auf der Fahrt nach ä ltzlcm passierten, sind seit zwei Wochen von der ? immelt abgeschnitten, Telephon- und Telegraphen- tüflen sind umgeworfen und zerstört. Autos tonn- n ich nur mit großem Risiko auf die offene Land- i frafe wagen. Sämtliche Konserven waren ausoer- l iiif. Zigaretten waren von der Zivilbevölkerung rationiert worden und geistige Getränke durf- ebenso wie dos Ausgehverbot für die Zivil- t ;y «Uerung nach 20 Uhr in ganz Kroatien streng gfP|i'wMten wurde nicht ausgeschenkt werden, W daß die Ustascha-Bewegung streng eingegriffen äth In allen Dörfern, die wir passierten, konnten »ir erkennen, wie groß der Haß gegen die Serben kr, Immer deutlicher wurde uns der Gegensatz wisHen Kroaten und Serben, der sich in dem Mo- iciti deutlich gezeigt hatte, als von Ante Pawelitsch tt unabhängige kroatische Staat ausgerufen wurde, it Kroaten legten fast ausnahmslos .die Waffen >i^r, als deutsche Truppen im Lande erschienen, b befestigten die kroatischen Farben an ihren Rifpn oder drehten sie um, daß die weiße Jnnen- iji, v'" W sichtbar wurde.

Et ist zu einem blutigen Gefecht gekommen, so. ergiHte mir ein kroatischer Offizier, als 2000 Kro- cün die Waffen streckten, dann aber von den m i »Ml Rücken stehenden serbischen Artilleristen ab- Mil! c?pachtet wurden. Den überlebenden Kroaten ' . i 1 bsnb die Genugtuung, daß deutsche Artillerie, die . mf sch an die Verfolgung der Serben machte, lhrer- r Mts mit den Serben aufräumte Zu ähnlichen Ge­nbk. ' W« kam es in Bielovar, nicht weit von der un- anshen Grenze, wo zwei kroatische Regimenter M HU 1*1 am Montag nach Kriegsausbruch meuterten u-16 'ich im Kampfe mtt serbischen Truppenteilen WM bchrden, bis sie Verstärkung durch die am Don- W rmiiq einziehenden Deutschen erhielten Die Reste crfrengter Artilleriekolonnen seben mir säst bis cpv an 'Stadtrand von Agram. In ständig wach- t Zahl strömen uns jetzt in langen Ketten

22DS^ ßaotA Mne 11 & «4

Deutsche Vergeltung!

Von unterer Berliner ecfmftleitung.

Churchill, der die RAF. zuerst in wahnwitziger Weise zum Angriff auf deutsche Wohn- und Kultur­stätten anfetzte und dadurch die Vergeltung auf London herabbeschwor, weil er die Warnungen des Führers mißachtete, hatte nach monatelanger Pause seine Nachtbomber in der mondklaren Sicht des 9. zum 10. April nach Berlin geschickt mit dem Auf­trag, Kulturstätten und Wohnviertel anzuareifen. Er spekulierte wohl darauf, die deutsche Luftwaffe fei durch die Absettdung ihrer Mittelmeergeschwader aeschwächt. Er glaubte wohl, fein neuestes Ver­brechen werde deshalb ungeahndet bleiben.

Doch schon beim Einflug erlitten die Bomber der RAF. schwerste Verluste. Nicht weniger als 16 wurden von unserer tatkräftigen Abwehr heruntergeholt. Die übrigen kreisten in großer Höhe über Berlin und Potsdam, über einer Landschaft, deren Einzelheiten im klaren Mondlicht eindeutig zu erkennen waren, und warfen ganz bewußt ihre Spreng- und Brandbomben auf Stätten weit ab von jedem militärischen Ziel, die Prachtallee der Linden entlang, auf d i e Staatsoper, den Sitz hoher künstlerischer Kultur, und bei der Leich­tigkeit, mit der Theatereinrichtungen brennen, war es kein Wunder, daß die Inneneinrichtung völlig verbrannte. Die Universität, in der mitten in schwerster Zeit ein Fichte und Humboldt lehrten, wurde ebenso wie die Staatsbücherei getrof­fen, wenn auch nicht erheblich. Das Alte Pa­lais mit dem historischen Eckfenster, von dem aus

Hebe reinkommen nicht verhaftet worden. Im gleichen Gefängnis sei übrigens auch der frühere jugosla­wische Ministerpräsident Z w e t k o w i t s ch gewesen. Oie jugoslawische Wühlarbeit in Bulgarien.

Sofia, 17. April. (Europapreß.) Unter den Gründen, die zum Abbruch der Beziehun­gen zwischen Bulgarien und Jugoslawien geführt haben, wird in der bulgarischen Note auch die Tä­tigkeit eines Netzes von illegalen Elementen angeführt, das in Zusammenhang mit der jugo­slawischen Gesandtschaft in Sofia einen Umsturz vorbereitete. Mit ihrer Hilfe wurde in Bulgarien ein in Belgrad gedrucktes Flugblatt, genannt M a n i f e ft", .unterschrieben von dem bekannten ausländischen Agenten Dr. Georg D i m i t r c f f, verbreitet. Dieser Dimitroff hat sich offen in Ju­goslawien aufgehalten und lebt gegen­wärtig irgendwo versteckt. In diesemManifest" wird zum Aufstand und zur Beschimpfung der deut­schen Soldaten aufgefordert. iBei manchen Agenten wurde auch Geld und Explosivmaterial ausländischer Herkunft gefunden. Alle Schuldigen sind entdeckt und festgenommen worden. Sie haben ein volles Geständnis ihrer staatsfeind­lichen Tätigkeit abgelegt und ihre Verbindung zu der jugoslawischen Gesandtschaft in Sofia zugegeben.

An Führers Geburtstag !?laaaen beraus!

Berlin, 17. April. (DNB.) Der Reichsminister für Bolksausklärung und Propaganda fordert die Bevölkerung auf, aus Anlaß des Geburts­

ostraum führen wird.

Mit den deutschen Fahnen marschiert der mensch­

liche Fortschritt. Kann es etwas Ueberzeugenderes ...

für diesen Satz geben, als daß der Staat, der 'ur- - sinkt und eine andere Zeit emporkommt.

nobVi f i e rte Soldaten entgegen, igr und Gut auf dem Rücken tragend, mit freu- i Gesichtern. Es sind Bauern. Sie werden nun ^,-egranb von ihren Frauen empfangen und «ter Dorfbevölkerung freudig begrüßt. Aus einer e von 200 Kilometern sehen wir diese gleichen Kroaten kommen nach Hause, Serben wer- uie"p ,ir16n interniert, die ersteren freudig in die Äuknns i'eraM fam nd, die Serben niedergeschlagen und enttauschl.

Naxn selbst ist nicht in die militärischen Op - Mchieir t'thi en mit einbegriffen. Es hat bisher nur die Llttlktterfcheinungen des Krieges kennengelernt. TmW M vollzieht sich hier eine politische Um- u n g , die jedermann auf den ersten Blick 'lWr wirb. Die Stadt ist in -in FIaggenm-°r nbD'-blauer kroatischer Farben sowie Haken' Ji^rabnen eingehüllt. Die Bevölkerung grüßt mit ttSW v n Rutschen Gruß; die Ustascha-Leute, van denen > d rAufstand getragen wird, haben als ersten Punkt !Ä tot Innen, unb Außenpolitik als Vorbild D-utsch- " Icnl und die Freundschaft zu Deutschland gewablt^ «'1 A!ni! Palle, itsch . der den Naman ..^ubrer des j< H-li-nbiflen kroatischen Staates" tragt, wurde n ch l*r Rückkehr aus der zwanztgiahrtgen Verbau tlii, in Italien ein Empfang IN seiner cheimat be- J.|l| Hüllt, der seinesgleichen suchen kann. Er bielt sich vier Tage vor seinem Einzug IN die chaupt- stin Corlovah aus, das von den Italienern be, i W st, da genügend Sicherheitsmaßnahmen lur »ffM. ist«« Ankunft in Agram getrosten werden mußten. /.W»! Sliiju diesem Zeitpunkt nahm General Koater- y \

Agram, 17. April 1941.

!te Fahrt in das neue Kroatien ist mit großen hlidernifsen verbunden. Der Zugverkehr ist nicht iui im nördlichen Kroatien völlig eingestellt, son- |)er im ganzen Lande. Für den Automobilisten reschen ähnliche Schmierigkeiten, da alle Brücken unt Viadukte über Donau, Drau und Mur ge- iipnngt sind. Nach fast halbtägigem Suchen gelang 18 uns an der ungarisch-kroatischen Stenze bei Letenje südlich von Nagykamisca !lii! Brücke ausfindig zu machen, deren Sprengung )urf) die Serben nur mangelhaft war. Das durch !ie Sprengkörper gerissene Loch war mit Holz- loBen dürftig übergeckt, so daß man verbunden niiLebensgefahr, das andere Ufer mit dem Kraft- Doccn erreichen konnte. Die ersten kroatischen Dör- ix machten einen friedlichen Eindruck. Frauen, Meputzt zum Kirchgang, Männer in schwarzer Mkleioung und Kinder in bunter Nationaltracht iiel:en sich auf den Straßen auf. UeberaU hingen ie rot-weiß-blauen kroatischen Farben aus den feistem, im Gegensatz zu den jugoslawischen Fah- len die die Reihenfolge blau-weiß-rot haben. In eil bürftigen Kramläden waren Bilder des neuen Mrers Kroatiens, Ante P a v e l i t s ch , ausge- tel. Die Begeisterung über die Errichtung des ieu.n selbständigen kroatischen Staates stand allen :uf den Gesichtern.

,! ji diesem Teil Kroatiens war es zu keinen ent­hebenden Kämpfen gekommen. Doch als wir wei- rr üblich gegen Agram fuhren, sahen wir die Spu- :n^uttich. Zu beibeii Setten der Straße zerschos- k« Kraftwagen, Geschütze, in erster Linie Pak, n ebrannte Transportautobusse, Pferdeleichen und . orte MG.-Nester. Häuser zeigten Granatein- [M ge, und in vielen Gebäuden war kein Fenster

In den Morgenstunden des 6. April setzten dies strecken müssen. Der Zusammenbruch des Belgrader l plötzlich den Weg des Fr deutschen Verbünde zum Angriff an, wenige Tage Raubstaates ist von allen Völkern, die zwei Jahr-s Weg des Krieges vertauschte, später konnten bereits beachtliche militärische Er- zehnte unter der serbischen Knute schmachteten, mit, ne n heraus zusammengebrochen ist, folge gemeldet werden. Und wieder einige Tage s unendlichem Jubel begrüßt worden. Am besten zeigte daß die deutschen Heere mit Jubel als Be- danach hatte die serbische 2lrmee aufgehört zu exi- die geringe Kampfkraft der serbischen Armee, wie freier begrüßt wurden daß alle hochtrabenden stieren Binnen kurzem war sie so zusammenge- s widerwillig Bosniaken und Kroaten, Slowenen und Worte, mit denen das Jugoslawien von 1919 von chlaaen daß sich die noch verbliebenen Reste in Montenegriner die serbischen Waffen trugen. Die feinen eigenen Machthabern und ihren Freunden wilder Flucht nach dem Westen ergossen, unterwegs erste sich bietende Gelegenheit benutzten die An- "»

jedoch vielfach eingeholt und entwaffnet werden gehörigen der Minderheiten des Vielvölkerstaates, konnten. Don irgendwelcher Kampfkraft war nach der den Namen Jugoslawien trug, um sich von der den ersten entscheidenden deutschen Erfolgen beim serbischen Herrschaft zu befreien. Kroatien ist als Gegner nichts mehr zu spüren, was indessen die unabhängiges Staatswesen aus dem Auflösungs- mit immer länger werdenden Gesichtern ausge- R S)tor*

statteten Briten nicht davon abhielt, das gerade Gegenteil zu behaupten. Mit ihren Schwindelmel­dungen haben sie das Schicksal ihres serbischen Bundesgenossen nicht aufhalten können. Wieder darf die Weltgeschichte ein Opfer britischer Kriegs- ausweittmgspolitik verbuchen. Nach zwölf Tagen hat die gesamte jugoslawische Wehrmacht die Waffen

(<l.Jahrgang Nr.42 n

Bi Gießener Anzeiger

t hblne böherer Gewalt

i SsSS General-Anzeiger für Oberhessen -äsä?*

u"d°b-rs,-n L-s-h,-- BOT'mürbe

Habers der Wehrmacht am 20. April ihre Han- Wiege preußischen Heldentums, Pots-

ser und Wohnungen bis Sonnenunter- & am, heimgesucht, das Schloß des Alten Fritzen; ----... t.K-----. Sanssouci, sollte getroffen werden- aber die