Dienstag. 18 Mär; Ml
Gietzener Anzeiger
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General-Anzeiger für Oberhessen
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der Indien-Minister in sichtlicher Verlegenheit auf
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„Alles, Wort für werden."
Zchriftlettung und KeschäftrßeUe: Gieße«. 5ch«lftrotze 7-9
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Tampere, März 1941.
rühmt die Sorge der Demokratien für die kleinen Nationen und preist den demokratischen Freiheits- begriff. Er hätte seine Thesen nicht unglücklicher wählen können Man braucht auf die Geschichte der Raubkriege, der Ausrottung ganzer Völker und der Unterdrückungsfeldzüge der sogenannten großen De- mokratien gar nicht einzugehen, fierr Roosevelt hat
englisch-nordamerikanischen Flottenstützpunktes zu beginnen. Auf der Insel, wo vor 125 Jahren Napoleon starb, werden jetzt Geschütze eingebaut. Die abseits liegende Insel, an der nur selten ein Dampfer anlegt, soll jetzt in eine Festung verwandelt werden.
ausgesogenen Dolksmassen in England und den Vereinigten Staaten ihre plutokratischen, jüdisch verseuchten Herrscherkasten gewählt? Diese Kasten übertreffen sich gegenseitig an Kriegshetze, während Herr Roosevelt die demokratische Friedensliebe preist: wer hat den Krieg erklärt, England oder Deutschland? Wer hat die europäischen Westmächte in den Krieg gehetzt, wenn nicht Herrn Roosevelts eigene Emissäre Dullitt, Biddle und Genossen.
Indem Herr Roosevelt jetzt das kindische Geschwätz von der Bedrohung Amerikas selbst fallen läßt, be- hauptet er" die autoritären Staaten wollten Amerika
gönnen worden sei.
Bliebe das für England so bittere Thema der amerikanischen Hilfe, die Herr Roosevelt großartig als „total" ankündigt. Nun, alle Dutzendversprechungen über diese angebliche totale Hilfe bleiben so lange reine Theorie, als sie fortgesetzt durch englische Minister und englische Presseartikel als völlig unzureichend oder zu spät kommend nachgewiesen werden. Gerade jetzt hat der englische Publizist Priestley im Londoner Rundfunk über „die furchtbare Tragödie der englischen Schiffahrt" gejammert Und das bekannte englische Wirtschaftsblatt „Economist" erklärt offen, daß bis 1942 „höchstens ein schmales Rinnsal" an Hilfe aus Amerika zu erwarten sei. Es ist eine Eigentümlichkeit der Prophetie, daß man sie nicht erlernen kann. Man hat die prophetische Gabe oder man hat sie nicht. Herrn Roosevelt aber gedenken wir am Ausgang dieses großen Ringens sehr nachdrücklich an seine Worte zu erinnern, die angeblich „in der Geschichte verzeichnet" werden würden.
in 18 Meter, ist also die gegebene Kraftquelle. So it sich um diese Stromschnelle herum die Stadt
was ich hier sagen werde, wird Wort in der Geschichte verzeichnet Roosevelt am 16.3. 41.
Bomben auf Bristol und Avonmouth.
Berlin, 17. März. (DNV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Luftwaffe griff in der letzten Nacht verschiedene kriegswichtige Ziele in Südengland an. Die Hasen- und Dockanlagen von Bristol und Avonmouth wurden mit guter Wirkung bombardiert. Auch die Hafeneinrichtungen von Portsmouth erhielten Treffer schwerer Kaliber. Bei Tage versenkten deutsche Ausktärungs- stugzeuge 3 5 0 km westlich Irland Zwei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 4000 BRT.
Bei einem Vorstoß deutscher Jagdflugzeuge gegen Malta wurde ein feindlicher Jäger vom Muster hurricane abgeschossen. Der Feind flog weder bei Tage noch in der Nacht nach Deutschlgnd und in die besetzten Gebiete ein.
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des englischen Weltreiches, aber sie genügt, um Roosevelts Phrasenschwall von „Freiheit und „Sorge für die kleinen Nationen" zu lUuftrieren.
Wir wissen", sagte Mr. Roosevelt, „daß die preußische Autokratie bereits schlimm genug gewesen ist, daß aber der Nazismus bei weitem schlimmer ist Wir aber wissen, daß der Haß gegen die preußische Autokratie" das Schanddrktat von Versailles geboren hat, und können es uns recht gut vorstellen, was erst der Haß gegen den „Nazismus her. vorbringen möchte. Dieser blindwütende Haß gegen die neue soziale Ordnung, unter der uns erst rote-
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An der GiromschneNe von Tammerkoski
Oie Wiege der finnischen Lndustrie.
Von.unterem Fe.-Berichterstatter.
tät mit Deutschland zu erreichen. Es sei nicht nur die Frage, woher England diese fehlenden Stahlmengen beziehen könne, sondern auch woher der notwendige Schiffsraum zum Transport des Einfuhrbe-dar^s kommen solle.
England vor einem Defizit von 15 Milliarden Dollar.
Neuyork, 17. März. (DND.) In einem Artikel legt die Wirtschaftszeitung „New York Journal of Commerce" dar, welche Mengen Stahl England benötige, um die Parität mit Deutschland zu erreichen. Das Blatt glaubt zu wissen, daß Deutsch- lands Stahlproduktion einschl. der Frank- reichs und Luxemburgs sich auf über 4 5 Millionen Tonnen jährlich belaufe. Englands Stahlproduktion im Jahre 1939 schätzt das Blatt auf 15,1 Millionen Tonnen, wozu 3 Millionen Tonnen aus dem britischen Empire hinzukämen. Es sei fraglich, ob England heute mehr als zwanzig Millionen Tonnen Stahl jährlich erzeuge. Das feien 25 Millionen T o n - nen weniger als die Deutschen erzeugten. Der derzeitige Stahlexport der Vereinigten Staaten ausschließlich Schiffe und Rüstungsmaterial nach England belaufe sich auf 7 Millionen Tonnen. England müsse also noch viele Millionen Tonnen Stahl ausschließlich Schiffe und Rüstungsmaterial e i n f ü h r e n, um die Pari-
Aufenthalt ist hier vollkommen frei. 440 Personen ind gegenwärtig untergebracht. Es gibt Zimmer für 1, 2 und 4 Personen. Eigenes Krankenhaus.
Das kulturelle Streben, das überall in Finnland in lebendiger Weise zutage tritt, zeigt sich ganz be» anders auch in diesem Industriezentrum. Zwei künstlerisch hochstehende Theater vermitteln die einheimische und ausländische Szenenkunst. Museen, eine Bibliothek geben neben anderen Einrichtungen reiche Anregungen. So lernen wir in Tampere (Tarnrnersors) ein wohlgeordnetes und sozial hoch- tehendes Gemeinwesen kennen, das alles tut, um der arbeitenden Bevölkerung den Kampf ums Dasein zu erleichtern.
Gt. Helena englisch-nordamerikanischer Flottenstützpunkt.
Mailand, 17. März. (Europapreß.) Wie der „(Saniere della Sera" meldet, ist in I a m e s t o w n, dem Haupthafen der Insel St. Helena, ein nordamerikanischer Zerstörer eingetroffen, um auf der Insel mit den Arbeiten für die Errichtung eines
„England fehlen 25 Millionen Tonnen SW."
Woher nehmen und womit transportieren? - Beklommene Fragen eines amerikanischen Wirtschastsblattes.
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I Tampere ist mit seinen rund 75 000 Einwohnern _
Ile drittgrößte Stadt Finnlands Sie ragt in allem das Gepräge der Industriestadt durch ijre lebendige Atmosphäre. Und da die Elekrizität lie Kraftquelle der Industrien ist, ist nichts von Huß zu merken. Es ist eine schöne und blitzsaubere 1 ndustriestadt. Zweifünftel der Baumwollin- i ustrie Finnlands ist in Tampere zu Hause. In !>er Fabrik von Finlayson, der größten des Landes -lit ihren 3200 Arbeitern, surren 10 00 Spindeln nb über 2000 Webstühle machen in den riesigen Irbeitefälen ihre Schläge, die automatisch gezählt werben, da nach deren Anzahl sich der Akkord- !nhn richtet, ja wir sehen hier Wedstühle, die der ’Jßeberin in einem fort in Mark und Pfennig an- ( eigen, wie es mit ihrem Lohn steht. Unzählige j 5; Nüster werden hergestellt, denn eine derartige , I frabrif in Finnland muß alles Herstellen, da eine < Spezialisierung nicht möglich ist. Gegenwärtig wird Tier Tage in der Woche gearbeitet, da die Einfuhr , j t ier Rohmaterialien stockt. 8000 Ballen zu je 25 m < । Baumwollstoff werden in 4 Tagen produziert ge-
tenüber 12 000 Ballen in gewöhnlichen Zeiten.
| „Tampella" ist eine andere der bedeutendsten ?nbustvieanlagen des Landes. Dieser Konzern um- !«ßt die einzige Leinenfabrik Finnlands, eine croße Gießerei, eine Maschinenfabrik md eine Papierfabrik. Die Lemenfabnk ge- lört zu den vielseitigsten der Welt und umfaßt - cllerlei Garne und Stoffe, von der gröbsten Sackleinwand über Hand- und Leintücher bis zu den ftinsten Damasttüchern. Als Zeichen der Zeit roer- len gegenwärtig auch Papierschnure hergestellt. Huch hier bedingt die Rohstoffrage eine auf fünf tage verkürzte Arbeitszeit. Nur 10 bis 15 v. H. des Rohmaterials ist einheimisch. Diese Fabrik deckt un- cefähr den gesamten Bedarf Finnlands. „Die Stadt ier Schuhmacher" nennt man auch Tampere
1 Rom Dorfschuster bis zum Großindustriellen nut lier Schuhfabriken und einer Lederfabrik yal fch der Schöpfer dieser Industrie und noch heutiger Leiter, Kommerzienrat Emil Aaltonen emporge- erbeitet. Diese Industrie arbeitet heute noch voll. E.roa 55 vH. ist hier Frauenarbeit. 3500 Paar | behübe werden hier täglich fertiageftetlt Der In- i lob er leistet außerdem als großzügiger Mäzen d | einheimischen Kunst große Dienste. . , .,h
Tampere ist aber auch bie Stadt einer Vorbild- | ld>en sozialen Tätigkeit. Da haben wir z B. | ins aanz nach modernen Gesichtspunkten 1935 er- | lichtete Städtische Krankenhaus Hat-mpaa.wo teder I Sranke pro Inq .20 Fmk. bezahlt (den „Rest nm | 18 Fmk bezahlt die Stadt) und 'ur Unbem tte - H '«zahlt die Stadt auch diese 20 Fmk. Es g'bth'» | Zimmer für 6. 3 und 1 P-r'an, aber lediglich ' Ürt der Krankheit entscheidet in was l>-r -wem iimmer der Kranke liegt. Oder die Kinderheime h er Sr Fl kein Massenbetrieb. sondern in einem Hause IN- nitten eines großen Parkes leben 32 Kinder, Wa- . I len und Halbwaisen. Bis zum 16. Lebensiahr blei- | len sie hier. Weiter finden wir em fieim für Kna- I len, bie irgendwie schon ftraffaniq genoorben firrtK I 5er Erfolg dieser Arbeit zemt sich daran, daß> nur ■ 1 D.S). davon später rückfällig geworden ist. Dann | 'enden mir hier ein qratzes ^ememdeüeim s I eitere Personen, wofür die Stadt im kfahre 194
1,5 Millionen Fmk. zur Berfugung gestellt hat. Der
Ein falscher Prophet der Demokratie
Roosevelts jüngste Hetzrede vor der presse.
* Bon unserer Berliner Schriftleitung.
Neu y or k, 18. März. (DNB. Funkspruch.) einer Betrachtung bes Londoner „Economist" über Englands Finanzlage wird festgestellt, daß nur die Hälfte der englischen Staatsausgaben durch Einnahmen gedeckt ist. Die andere Hälfte müsse durch Zwangsmaßnahmen, zusätzliche Steuern und Währungsmanipulationen aufgebracht werden. Das Defizit werde im kommenden Haushaltsjahr auf 15 Milliarden Dollar geschätzt. Wie es vollständig gedeckt werden solle, wisse nie-
(»b Jahrgang llr.65 (Hcbemt taqhch. anbei Lonnings und »feiertags Manen: Tte JUnitrierte ■ieftener^amiltenblätter h?imaitmBild Pie^dioOe Vonats-Bezugsvrets: .
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itb bei Nichterfckemen on einzelnen Wummern folge boberer (Gewalt crnivrcdianfdtlufi 2251 wl)ianschriit:„An^elger" oilickeck 11Arants. M
Aus dem Alten Testament kennt man den Begriff der großen und der kleinen Propheten. Es liegt in der Natur der Sache, daß die kleinen Propheten sehr viel zahlreicher waren als die großen, wie das ja auch in dem Verhältnis zwischen Massenartikel und Spezialfabrikat oder Sonderanfertigung ist. Nun hat Präsident Roosevelt auf einem Bankett der ausländischen Presse in Washington eine Rede gehalten, an deren Schluß er das oben zitierte ominöse Wort sprach. Roosevelt hat für die von ihm geschaufpielerte Sicherheit bisher nicht den geringsten sachlichen Anhaltspunkt. Er hclt auch mit seinen vielen früheren Ankündigungen über die kommenden Segnungen seiner Erfindung des New Deal so vollständig Schiffbruch erlitten, daß er seit 1937 seine Hoffnungen auf einen europäischen Krieg zur Wiederbelebung einer amerikanischen „prosperity" zu setzen begann. Er ist also zu einer so bombastischen Behauptung, wie sie das
Oie soziale Zukunst des Koviinenis.
Die wirtschaftliche Neuordnung Europas verlangt als Ergänzung gebieterisch die soziale Neugestaltung des Kontinents. Denn nicht die Steigerung der Unternehmergewinne, sondern die Hebung der Lebenslage der breiten Massen, die soziale Höherentwicklung der Völker in ihrer Gesamtheit ist das Ziel, das sich die um die Neuordnung Europas bemühten Achsenmächte gesteckt haben. Diese Höherentwicklung hat trotz der durch den Krieg bedingten Hemmungen und Rückschläge bereits in all den Ländern eingesetzt, die in den deutschen Wirkungsbereich einbezogen sind, gleichviel ob es sich hierbei um die besetzten Gebiete oder um Länder handelt, die — wie vor allem der europäische Südosten — seit längerer Zeit bereits ihren Außenhandel nach Deutschland und Italien hin orientiert haben.
Besonders deutlich zeigt sich die soziale Besserung in der Abnahme der Arbeitslosigkeit, die teils durch die Aufnahme von rund 1 Million ausländischer Arbeitskräfte durch das Reich, teils durch die Produktionsbelebung in den übrigen Säubern bedingt ist, die wiederum zum größten Teil auf die Uebertragung von Lohnersparnissen der in Deutschland erwerbstätigen Arbeitskräfte m ihre Heimat zurijckgeführt werden kann. So ging z. B. die Arbeitslosigkeit in Belgien nach der Besetzung durch die deutschen Truppen von 387 931 (ohne bie noch nicht zurückgekehrten Flüchtlinge) An ang Juli 1940 auf 199 881 am 21 Dezember 1940 zurück und sank bamit trotz der winterlichen Einflüsse annähernd auf den besonders günstigen Stand des Monats August 1939 (188 700). In den Niederlanden konnte dank der Errichtung staatlicher Arbeitsämter der hohe Stand vom Juli 1940 (256 778) auf 146 654 am 14. Dezember 1940 verringert und damit die letzte Ziffer aus der Vorkriegszeit (191308 im August 1939) bereits beträchtlich unterschritten werden. In Norwegen wurden infolge der wachsenden Aufnahme norwegischer Arbeitskräfte durch das Reich am 30. November 1940 nur noch 37 270 Arbeitslose gezählt, eine weiterer rascher Rückgang ist für bie komrnen- ben Monate der frühjahrlichen Arbeitsbelebung zu erwarten. Dasselbe gilt für Dänemark, wo im November 129 951 Arbeitslose gezählt wurden. In Frankreich, das erst in der letzten Zeit seinen Arbeitsnachweis verstaatlicht und damit einen zroi- schenbezirklichen Arbeitsnachweis ermöglicht hat, wurden am 14. Dezember 1940 824 000 Arbeitslose gezählt gegen 1000 000 im Oktober 1940, wovon mehr als die Hälfte allein auf den Pariser Bezirk entfallen. Auch hier hat also ein Rückgang trotz der Wintermonate stattgefunden. In den südosteuropa- ischen Staaten schließlich kann, ebenso rote im Protektorat, von einer Massenarbeitslosigkeit schon seit dem Frühjahr 1940 nicht mehr die Rede fein. Die
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demokratie verstanden wird, ist nichts anderes als eine Regierungsform, in der einige roenige Personen in Schlüsselstellungen durch Beaufsichtigung der Geldbörsen und Anwendung von Zwangsmaßnahmen jede Opposition mundtot machen." Dieser letzte Satz beleuchtet auch zur Ge- mörraiien uui ------------------- . nüge, wie es mit der Freiheit in den Demokratien
das Pech daß gerade jetzt im englischen Unterhause bestellt ist, die Roosevelt so großzügig im Munde
ber Indien-Minister in sichtlicher Verlegenheit auf führt. Niemand hat öfter als Roosevelt die führen-
Anfraae zugeben muß, daß allein in Britisch-In- ben Staatsmänner der autoritären Staaten als Ge- bien 32 aktive Minister ber indischen Gouverne- waltherrscher hingestellt: wir erinnern nur daran,
ments-Reqierungen verhaftet sind. Das ist nur em baß unser Führer direkt vom Volk gewählt wurde
Beispiel aus der langen Unterdrückungsgeschichte unb immer wieder bestätigt wird — haben etwa die
ampere entwickelt.
Tampere ist eine junge Stadt. Der schwedische okoko-König G u st a v III. war bei einem Besuch 4 einem Gut von der Stromschnelle und der ichönheit der Landschaft so begeistert, daß er be- !)loß, hier eine Stadt zu errichten. Das war 1779. ber außer ber Gründungsurkunde blieb alles in »nz bescheidenen Grenzen. Vierzig Jahre später :m ein anderes gekröntes Haupt hierher. Jnzwi- !)en war Finnland unter russische Oberhoheit ^kommen. So stand eines Tages Alexander!, jr dem wild dahinstürzenden Tammerkoski. Plötz- ch wandte er sich an einen seiner Begleiter: „Was ürde wohl ein tüchtiger Engländer mit einer ilchen Naturkraft anfangen!"
Nun, ein Jahr darauf, es war 1820, kam ber -chotte Finlaysonund legte hier eine Baum- oollmanufaktur an. Die damals aufkom- ; renbe mechanische Großindustrie stand an der Biege der finnischen Stadt Tampere und bestimmte !re Entwicklung. Eine Fabrik um die andere wurde ! richtet; die erste Papiermaschine kam ins Land !nb nach dem Krimkriege wurde eine Maschinen- i erstatt, aus der sich dqnn die große Maschinen- rbuftrie entwickelte, eine Seinen- und eine Tuch- Itbrif gegründet. Mit Tampere gehörte Finnland i ben ersten Ländern, die seiner Zeit das e lek- rische Licht einführten. Vor und nach der iahrhundertwende setzte ein neuer Aufschwung in m Industriegründungen ein, in deren Berlau icimpere zum beherrschenden Zentrum der einhei» bischen Industrie geworden ist mit seiner Schuh- inb Lederindustrie, Strumpf- und Trikotindustrie, ! tzummi- und Konfektionsindustrie, Zellulose- und Papierindustrie, Farben- und Tapetenindustrie •
' m ganzen etwa 250 größere und kleinere Jndustrie-
gegen „moralisch unterwühlen". — Wir begreifen sehr »inoen zu rampten unu öu sterben wohl, wie beispielsweise die soziale Ordnung in ja, der diesen Krieg entfesselt hat. Deutschland den Plutokraten in den derben angel- r -- vs c sächsischen Landern um so mehr auf die Nerven fällt, je länger der von chnen angeftiftete Krieg Dauert. „Die Welt braucht keine Nation, die bte Weltherrschaft über Völker und Rassen errichten dürfte", trompetet Herr Roosevelt. Das kann er doch wohl nur auf die britische Weltherrschaft gemünzt Haden? Auf wen sonst? Niemand als England und die Bereinigten Staaten gehen auf Weltherrschaft aus — zur Zeit ist die amerikapischs Außenpolitik gänzlich auf bie Ersetzung Englands durch die USA. in der Weltherrschaft abgestellt.
All das, was die englisch-amerikanischen Pluto- traten bei uns als Versklavung bezeichnen, verlangt nun Herr Roosevelt auch von den Amerikanern: er betont, daß „jeder Amerikaner Opfer bringen müsse, baß sich bas auch auf das tägliche Leben auswirken und Unbequemlichkeiten mit sich bringen müsse, und baß jeder in Zukunft länger werde arbeiten müssen". Die Kriegslast wird also von Herrn Roosevelt auf die Massen der arbeitenden Bevölkerung abgewälzt. Die Kriegsgewinne aber werden in ben Hänben ber wenigen bleiben, bie zum engsten Pluto- kratenkonzern gehören. Für die amerikanischen Banken, die ja von den Juden kontrolliert werden, wie für die Rüstungsindustrie ist das EnglandhUfegesetz die Quelle neuer Reichtümer. Was es übrigens mit dem Respekt des Patentdemokraten Roosevelt vor den Beschlüssen des Parlaments auf sich hat, hat uns Herr Roosevelt in dieser Rede verraten, indem er offenherzig erzählte, daß bereits im vorigen Jahre mit ber Errichtung Hunberter von Fabriken unb mit ber Slusbilbung von Millionen von Männern be-
Was Tampere (Tammerfors) ist, das sieht man räi besten, wenn man zuerst auf ben Aussichts- irm des Pyynikki steigt. Das ist ein waldbewach- ; ner Bergrücken im Westen der Stadt. Von hier
15 haben wir einen prachtvollen Blick auf die ihere und weitere Umgebung. Wir übersehen die ige ber Stabt zwischen den beiden Seen Näsijärvi mb Pyhäjärvi. Unb die Stromschnelle, die ofe beiden Seen verbindet, der Tammerkoski, ist hier Anlaß zur Gründung der Stadt Swesen, denn die Stromschnelle hat auf ihrem rzen Lauf von etwa einem Kilometer einen Fall
ber das Leben lebenswert ist unb für die wir t . eine Welt von Feinden zu tämpfen und zu fterl bereit sind, ist es jr, V
Am Tage darauf, an dem Roosevelt diesem Haß Ausdruck gab, sagte der Führer in seiner Rede im Zeughaus: „Wenn der amerikanische General Wood vor dem Untersuchungsausschuß des amerikanischen Senats versichert, daß ihm Mister Ehur- chill schon im Jahre 1936 die Erklärung abgab, Deutschland wäre schon wieder zu mächtig geworden und müßte deshalb in einem neuen Krieg ver- nichtet werden, dann beleuchtet dieser nunmehr geschichtlich erhärtete Tatbestand nur die wahre Verantwortlichkeit für die heutige Entwicklung. England und-Frankreich wollten den Krieg, allein, es waren weniger die Völker, sondern dünne politische und finanzielle Führungsschichten, hinter denen als letzte treibende Kraft das internationale Judentum mit feinen Weltverschwärungen, der Demokratie unb Freimaurerei steht."
Daß die gleichen treibenden Kräfte auch hinter der Dielgepriefenen amerikanischen D e m o - 0u Kinel |u wuwu|«i»pil -----o, — f r at i e stehen, zeigt recht sinnfällig ein Washing»
oben angeführte Zitat wiedergibt, weder persönlich | t01teT Bericht der Zeitung „Chicago Journal of Corst- noch sachlich qualifiziert. Imerce", in dem es heißt, der oberste Dundesrichter
Damit ist aber auch schon das Wesentlichste über i 5 e I i f Frankfurter sei die ttribende Kraft seine Rede vom Sonntag festgestellt. Wir wollen 1 hinter praktisch allen wichtigen Beschlüssen der Re- uns nicht mit den Plattheiten aufhalten, die für den Gerung Roosevelt seit Herbst 1939. Schon damals kleinen Mann" bestimmt sind und Volkstümlichkeit! j^be Roosevelt geglaubt, daß em dynamisches 'vortäuschen sollen. Halten wir uns an den — sozu- Kriegsprogramm zugunsten der Weltdemo trabe em sagen — sachlichen Inhalt. Herr Roosevelt verherr- gutes Mittel zur Erlangung eines dritten Amts- jitfrt vor allem bie demokratische Regierungsform, termins sein würde. „Was heutzutage unter Well-


