Ausgabe 
18.2.1941
 
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Aus der engeren Heimat

SJi.VfpOTt

auf 14.30 Uhr fest.

k:V ^eiMngsicyulung am toonntag nahmen Begegnungen Schweiz Juaosla &le bekannten Kasseler Adolf Fink, Bieger, gegen Rumänien; Deutschland

Slowakei.

88 Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

Hessens Turner-Mannfchast wird geschult.

Von der Internationalen Wintersportwoche.

Umwege -es Herzens

Roman von h.H. Hansen

Copyright by Promttheui. Vertag Df. Eich acker . GrobenteH

Gießen vor einem großen turnerischen Ereignis

Am 9. Mtirz in der Volkshalle.

VfL. Marburg-1900 5:4.

Die Hoffnungen der Blau-Weißen, diesmal im Pokalwettbewerb weiter zu kommen, als in den vergangenen Jahren, sind wieder einmal zunichte geworden. Den Grund hierfür hat sich die Mann- fchaft selbst zuzuschreiben. Denn, ohne die Leistung der Marburger schmälern zu wollen, bet dem Eifer, der in der zweiten Hälfte der Spielhandlung auf- gewandt wurde, hätte es nicht zu der Niederlage zu kommen brauchen. Das beweist auch der Erfolg der Gastgeber, die von allem Anfang an auf eine Ent­scheidung drängten und im Laufe der Zeit zu einem Vorsprung kamen, den sie, wenn auch knapp, ver­teidigten.

Die Platzverhältnisse waren wieder einmal alles andere als einigermaßen ideal. Die Marburger genierte dies aber nicht allzuviel, sie zogen vom Anstoß weg unbekümmert ihrem Ziele zu mit dem Erfolg, daß bereits in der 10. Minute durch den Mittelstürmer der erste Treffer zustande kam. Die vorsichtiger zu Werke gehenden Blau-Weißen kamen dadurch mehr und mehr in Bedrängnis. Trotzdem kam in der 20. Minute der Ausgleich zustande. Bei einem Angriff der rechten Seite gab der Bertei-

Am besten ich, Herr Justizrat." Hannes legte eine Mappe mit Papieren vor sich auf den Platz. Damit wir gleich mitten in die Dinge kommen., erkläre ich Ihnen hiermit, daß nicht der gestern vom Schwurgericht verurteilte Korn den Kapell- meister Kuhlitz erschossen hat, sondern ich."

Justizrat Doktor Hirte war im Verlaufe einer vierzigjährigen Anwaltspraxis viele und heftige Ueberraschungen gewohnt. Diese Eröffnung benahm ihm aber doch für einige Sekunden den Atem

Sie Herr Koßmann? Aber Sie waren doch, ?Ccnn 'S "Hi unterrichtet bin, mit Herrn Kühlitz befreundet?". ' ' °

,Ha, Herr Justizrat, das war ich zu meinem eigenen Verderben." Er hatte eine fast gleichgültig wirkende Stimme.Ich möchte Ihnen zunächst genau berichten, wie es dazu gekommen ist." Eine halbe Stunde erzählte Hannes Koßmann. Er vergaß keine Einzelheit von Belang und gab ein lücken­loses Bild von den Ereignissen bis zum gestrigen Tage, dabei auch genau Aufschluß gebend über seine yeöanrengange, seine Ueberlegungen und seine Ent­schließungen.

Justizrat Hirte hatte aufmerksam und erschüttert zugehort. Seine alten Beziehungen zur Familie dOleron, sein Wissen um die großzügige und be­dingungslose Hilfe Koßmanns bei der Liquidierung des Bankhauses und allgemein menschliche Empfin­dungen über die Tragik dieses Geschehens ließen ihn alles wesentlich subjektiver mitsühlen, als es nor- malerwelse bei seinen juristischen Beratungen gegen- über Hilfesuchenden der Fall zu sein pflegte s "Und jetzt sind Sie entschlossen, sich zu 'stellen, um den Kopf Korns zu retten?"

Jawohl, Herr Justizrat! 3d), war dazu vom ersten Tage am entschlossen für den Fall, daß Korn verurteilt würde. Nehmen .Sie es mir bitte nicht übel, daß ich gezögert habe, bis die Entscheidung unumgänglich war. Aber ich hoffte törichterweise noch bis zum letzten Augenblick."

Entschuldigungen brauchen Sie nicht, Herr Koß­mann. Jeder Mann hätte gewartet und darauf ge­hasst, daß Korn vielleicht freikäme. Was Sie heute tun wollen, ist mehr als anständig. Nur die wenig­sten Menschen hätten Mut und Pflichtgefühl genug dafür gefunden. Aber nun sagen Sie mir noch eins. Warum wollen Sie denn die Flinte ganz ins Korn werfen? Jetzt die Fabrik aufzugeben, Ihre Arbeit, alle Ihre Ziele die Zukunft Ihrer Söhne, verzeihen Sie, das halte ich für baren Unsinn."

Es ist mir doch unmöglich, mit dieser Schmach, die allgemein bekannt werden wird, noch weiter meinen Angestellten und Arbeitern ein Vorgesetzter zu sein, vor dem sie Achtung haben."

Es ist mir gewiß peinlich, auf die Ursache zu dem ganzen Fall einzugehen, aber ich kann nicht umhin, Ihnen zu sagen, daß ich zwar der letzte

Samstag morgens um 4 Uhr, seine hochbetagte Gattin Justine Christine geb. Krausch starb um nachmittags 4 Uhr. Der Gatte starb im 85. Lebens­jahr, die Frau hatte im Dezember ihr 88. Lebens­jahr vollendet. Die beiden Alten waren bis in ihre letzten Wochen hinein rüstig und wacker gewesen. Ohne lange Krankheit starben sie. Im Jahre 1935 hatten sie das Fest der goldenen Hochzeit feiern können. Nun wurden sie miteinander zu Grabe getragen. Seit Menschengedenken ist ein solches Sterben in unserem Orte nicht vorgekommen.

Kreis Alsfeld.

. Homberg, 18. Februar. Frau Elisabeth G n i f k o w s k i, Ehefrau des Uhrmachermeisters L. Gnifkowski, vollendet am heutigen Dienstag, 18. Februar, ihr 8 0. Lebensjahr. Die Jubi­larin ist körperlich und geistig noch sehr rüstig. Im Kreise ihrer Familie, Kinder, Enkel und Urenkel, kann sie den Tag froh begehen. Möge ihr ein ange­nehmer Lebensabend beschieden sein!

Tag und Nacht auf Oiebestour.

Zwei Schwerverbrecher vor dem Sondergericht.

Lpd. F r a n k f u r t a. M., 17. Febr. Der 33jäyrige Adolf K r o h, der zuletzt eine Zuchthausstrafe von drei Jahren absaß, hatte bald nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt Arbeit in seinem Beruf als Dachdecker gefunden. Trotzdem ging er wieder Dieb­stählen nach, bis er Mitte Septemoer v. I. verhaftet wurde. Vor dem Sondergericht gestand er jetzt 3 2 Fälle ein, in denen er Werte tm Betrage von 2000 Mauk zusammengestohlen hatte. Er erschien in Dackdeckermateriallagern, auf Zimmerplätzen, in Umbauten und Lagerhallen, stahl hier eine Rolle Dachpa-pve, dort Ruberoid oder Linoleum, trat in Privathäusern als Dachdecker auf und bestahl Haus­angestellte, die in Mansarden wohnten. Als Volks« schädling, der die Kriegsverhältnisse und die Ver­dunkelung ausnützte und als gefährlicher Gewohn­heitsverbrecher mußte der Rückfällige einer schweren Strafe gewärtig sein. Mit ihm zugleich wurde der 44jährige, ebenfalls vorbestrafte Otto Helfen- dein abgeurteilt, der Kroh Hehlerdienste leistete und sich noch andere Verbrechen hatte zuschulden kommen lassen. Das Gericht verurteilte Kroh zu 8 Jahren Zuchthaus, 8 Jahren Ehrverlust, Helfenbetn zuSJahrenZuchthaus,5 Jahren Ehrverlust und 100 RM. Geldstrafe. Beide Ange- klagte kommen in Sicherungsverwahrung. Helfen­bein wurde wegen sieben Diebstahlsfällen und ge­werbsmäßiger Hehlerei auch als Dolksfchädling und Gewohnheitsverbrecher bestraft.

Herr Justizrat, Frau d'Oleron, meine Schwieger­mutter, hat mir geraten, mich in einer überaus dringenden und wichtigen Angelegenheit an Sie als einen langjährigen Freund der Familie zu wenden. Wann kann ich Sie morgen sprechen?"

»Ach habe um zehn Uhr einen Termin wahrzu­nehmen und werde dann kaum vor drei ober vier Uhr nachmittags frei sein."

Wäre es möglich, die Besprechung schon um acht Uhr abzuhaiten?"

Wenn es so wichtig ist, ja, Herr Koßmann." v

..Dann bin ich um acht Uhr bei Ihnen im Büro!" Er hängte ab.Morgen vormittag um acht Uhr werde ich zu ihm gehen und dort auch gleich alle Anweisungen geben, die notwendig sind, damit die Fabrik bis zur endgültigen Regelung ordnungs­gemäß verwaltet wird."

du, daß diese Maßnahme wirklich nötig ist? Willst du dich tatsächlich ganz zurückziehen? Bedenke, Hannes, es ist deines Vaters und dein Ltbenswerk." Frau d'Oleron sprach gütig* und ab-- wägend.

Ach sehe keinen andern Weg, Mutter."

Aber einen Wunsch wirst du mir erfüllen. Ich möchte gern bei deinen Verhandlungen mit Doktor Hirte zugegen sein. Oder hast du etwas dagegen?"

Nein, du weißt ja ohnehin alles."

Dann gehen wir morgen früh zusammen."

"Und mich müßt ihr mitnehmen", erklärte Richard b Oleran.

"Auch das, mein Junge. Wir tragen nun alles gemeinsam, wir drei."

Koßmann blickte sie dankbar an. ,Lhr macht mir doch vieles leichter. Werden die Aufregungen aber nicht deiner Gesundheit schaden, Mutter?"

Nein. Und wenn es der Fall wäre, könnte ich daran nicht denken. Was bedeutet schon die Ge- sundheit einer alten Frau, wenn es um die Exi- stenz ihrer Familie geht. Die Sippe muß zusam- menhalten, Hannes, wenn sie bedroht ist. Das ist so Brauch in meiner Familie gewesen, in der meines Mannes und sicher auch bei deinen Eltern. Was einen von uns trifft, trifft uns alle."

Du bist unser bester Kamerad, Mutter." Richard fuhr ihr liebevoll über die faltigen HändeMas wir Hannes von seiner Last abnehmen können, tragen wir, auch wenn du schon alt bist und ich ein Krüppel bin." *

bin, der einem Manne sein Ehrgefühl ausreden will, doch darf dies nicht überspitzt werden. Herr Koß­mann, ich bin ein alter Rechtsanwalt, der viel Leid und viel Tragödien in feinem Leben mit angesehen hat. Nehmen Sie es einem Mann von fast siebzig Jahren nicht übel, wenn er erklärt, daß Ihr Fall nur einer unter Millionen ist. Jeder, den es trifft, pürt es natürlich am schmerzlichsten und unmittel, barsten. Das ist sicher. Wegen eines Ehebruches aber alles zu zerschlagen, was einem selbst und dem Vater das Leben wert gemacht hat, das ist übertrieben. Sie wollen doch nicht fahnenflüchtig werden. In Ihrer Erregung und dem frischen Leid stellen Sie sich vor, daß alle Welt nichts anderes zu tun hat, als hinter Ihnen zu tuscheln, zu klatschen und auf Sie mit den Fingern zu zeigen. Irrtum, Herr Koß- mann. Em paar müßige Weiber männlichen und weiblichen Geschlechts gibt's immer. Die dürfen für Sie kein Anstoß sein. Was kümmert Sie das Kläffen von Kötern? Ihr Name ist wohlbegründet genug. Ihr Ruf ist tadellos. Sie werden als Mann, al» Ingenieur und Fabrikant von allen Stellen, die mit Ihnen zu tun haben, nicht nur mit leerem Lob be­dacht, sondern hochgeschätzt. Und jetzt wollen Sie um einer Frau willen alles verlassen? Ich gebrauche noch einmal das harte Wort, Herr Koßmann, das ist Fahnenflucht!"

Der alte Herr hatte sich in Eifer geredet und sah seinen Klienten mit blitzenden Augen und geröteten Wangen an. Hannes Koßmann hatte ihm zugehört, als lausche er dem Vortrag eines seiner Werkmeister. Keine Saite kam in ihm zum Schwingen, die der Justizrat hatte anschlagen wollen. Er fühlte sich ausgeleert und hatte vorerst nur ein Ziel, die Affäre Korn zu bereinigen.

Trotzdem verstand er sich zu einer Antwort.Bon Ihrem Standpunkt aus haben Sie zweifellos recht, Herr Justizrat. Der Vorwurf der Fahnenflucht trifft mid) jedoch nicht. Ich werde alle Maßnahmen er­greifen, die zur Verwaltung des Werkes notnRndig sind, bis es in andere Hände übergeht. Mein Direk­tor ist zusammen mit den Herren der technischen Leitung sehr wohl in der Lage, alles so weiterzu­führen, wie sie es in der Arbeit mit mir gewohnt sind. Und im übrigen denke ich nicht daran, mich auf die faule Haut zu legen. Ich werde mir eine Werk­statt mit einem Laboratorium irgendwo bauen und meinen Plänen nachgehen, die im Falle eines Er­folges der Industrie ebenso zunutze kommen wie bisher. Was die rein persönliche Seite der ganzen Angelegenheit anlangt, so ist auch der beftgefinnte Freund nicht in der Lage, mit einem zu fühlen, so- lange er nicht die gleichen Erfahrungen durchgemacht hat. Und jetzt wäre ich dankbar, dafür, wenn alle juristischen Fragen durchgesprochen werden könnten.

(Fortsetzung folgt)

Hannes brachte seine Schwiegermutter und seinen Schwager in ihre ZinnNer. Dann setzte er sich an seinen Schreibtisch und begann, jetzt völlig ruhig ge­worden, eine genaue Aufstellung aller Fragen, die er mit dem Rechtsanwalt zu regeln hatte. Er ent­warf einen Plan für die Verwaltung der Fabrik in der nächsten Zeit, fertigte eine Uebersicht seiner Vermögenswerte an und legte die wichtigsten Ein- zelheiten für ein neues Testament fest. Nachdem er fertig war, suchte er sein Schlafzimmer auf und fand zum erstenmal seit Wochen wieder einen ungestörten Schlaf.

Mögens trafen sich alle um sieben Uhr am Fvüh- stuckstisch. Diesmal fehlte auch Gitta nicht. Wegen des Mädchens, das servierte, begrüßte Koßmann seine Frau mit einem flüchtigen Händedruck und lenkte das Gespräch in nichtssagende Bahnen. So­bald sie allein waren, legte ihnen die Gegenwart der Kinder Zwang auf. Gitta sah verhärmt und blaß aus, mied den Blick ihres Mannes ebensosehr wie den ihrer Mutter. Richard verhielt sich so, als sei sie überhaupt nicht anwesend. Ohne Verabredung war sie aus der Gemeinschaft der Familie ausge- schlossen worden.

Nur ihre Mutter sandte ab und zu einen for­schenden Blick hinüber nach der Tochter. Sie verur­teilte deren Vergehen ebenso -vie die Männer, aber weder die Frau noch die Mutter in ihr ließen es flu, daß sie völlig erbarmungs- und mitleidlos über alles binrocgging. Im stillen sagte sie sich, daß sicher viel an Enttäuschungen, Verbitterungen, verkehrten Anschauungen und selbstverschuldeten Fehlern zu­sammengekommen sein müsse, bis sich eine Frau wie wttta Koßmann dazu hinreißen ließ, ihre eigene 'unb die Ehre ihres Mannes in den Schmutz zu treten. Verständnis und Entschuldigung fand die alte Frau aber nicht dafür, Ihr erschien es undenk- bar daß sie jemals auch unter noch schwierigeren Umstanden und größerer Verkennung der Situation sich zu solchen Abwegen verstanden hätte

Dann wurde Richard d'Oleron vorsichtig in dem Auto untergebracht. Hannes setzte sich neben den Fahrer, und seine Schwiegermutter blieb hinten bei ihrem Sohn. Die Fahrt verlief schweigend. Alle hatten das Empfinden, als fei sie ein von über­mächtigen Gewalten erzwungener Schritt zum eige­nen Verderben, dem man^nicht entgehen könne.

Justizrat Hirte wartete1 bereits auf seine Klienten, als drefe eintrafen. Er begrüßte mit altväterlicher Feierlichkeit Frau d'Oleron, wußte einige herzhafte Worte für- den Sohn des verstorbenen Freundes und hatte einen von Achtung zeugenden Ton in der (stimme, als er Hannes Koßmann willkommen hieß.

Sie nahmen an einem runden Beratungstisch Plab-Unb wer von den Herrschaften möchte mir nun berichten, um was es sich dreht?"

Am Sonntag fand im Verlaufe der Vorbereitun­gen für den Gießener Vorrundekamvf um die deutsche Bereichsmeisterschaft im Mannschafts­turnen eine welkere vorbereitende Besprechung in Gießen statt, zu der stellvertretender NSRL.-Be- zirksführer Stein eingeladen hatte. Es nahmen" auch Bereicksfachwart für Türnen, Hermann Schä - f e r (Kassel), und seine engeren Mitarbeiter an der Beratung teil. Sie konnten sich davon überzeugen, daß un* r der umsichtigen Leitung des Kameraden Stein die umfangreichen Vorarbeiten voll im Gange sind. Kamerad Stein hob in seinem Be­richt hervor, daß sich die kommende große turnerische Veranstaltung der besonderen Förderung und Unter­stützung durch Kreisleiter Backhaus und Ober- bürgermeister Ritter erfreuen dürfe, und er sprach dafür herzliche Worte des Dankes.

Der turnerische Großkampf, in dem die Bereiche (Gaue) Mitte, Mittelrhein, Südwest und Hessen um die Teilnahmeberechtigung an der Deutschen Be- reichsmeisterschaft mit ihren besten Turnern kämp­fen werben, findet am 9. März in der Volks- h.alle in Gießen statt. Vormittags wird bereits ein Teil des Wettkampfes durchgeführt. Am Nach­mittag fällt die Entscheidung in was heute schon vorausgesagt werden kann sehr spannenden Kämpfen. Mit Rücklicht auf die aus nah und fern zu erwartenden zahlreichen auswärtigen Besucher setzte man den Beginn 6er Nachmittagsverstaltung

Geras, August Epersbächer (Biedenkopf), Kurt Schoneich (Erbach i. W.), Krack (Bad Homburg-Kir­dorf), Karl Bettln (Wieseck), Richard Seth (Gr o ß e n - L i n d e n), Anton Kaiser (Gie­ßen), Ludwig Herbert (Gießen). Aue den Reihen dieser Turner, die sich zum Teil in recht guter Form zeigten, erfolgt die Aufstellung der Hessen-Mannschaft für den schweren Bereichskarnpsi Jeder Bereich stellt 6 Turner und einen Ersatzturner.

Bezirkslehrgang für Zugend- und Nachwuchsturner

in der Langemarckschule in Gießen.

Am Sonntag führte das Fachamt Turntzn im NS.-Reichsbund für Leibesübungen in seiner Lehr- gangsrelhe den dritten Lehrgang durch, der von 34 Teilnehmern besucht war. Den Auftakt bildete eine Sprungseilgymnastik als Körperschule. Der wei- tere Teil des Lehrgangs war dem Geräte- und Bo- benturnen gewibmet. Mit einem Kürturnen am Barren, bei dem man von vielen Jugendlichen schon sehr beachtliche Leistungen zu sehen bekam, würbe der Lehrgang abaeschlossen. Die turnerische Schu» lungs- und Ausoildungsarbett findet mit einem letzten Lehrgang am 16. März in Gießen ihren Ab- schluß.

Absichten zunichte machte. Immerhin hatten sich Platzbesitzer sehr schnell gefunden und lagen bald nach Beginn mit einem Tor in Front, Erst kurz vor Halbzeit konnte Hochelheim ausgleichen. Dieses Bild änderte sich nach der Pause kaum. Katzenfurt mar auch weiterhin gefährlich. Wenige Minuten vor Schluß drehten die Gäste auf und kamen in kurzen Folgen zum Ausgleich und zu drei weiteren Toren, die den Erfolg sicherstellten. Katzenfurt hielt sich recht gut unb hätte bei etwas mehr Glück vielleicht für eine Ueberraschung sorgen können.

Hochelheim hat seinen Vorjahreserfolg wieder­holen können, obgleich es diesmal wesentlich schwerer war, die Spitze zu halten. Die Mannschaft hat, wie alle anderen Teilnehmer, reichlich Ersatz einstellen müssen und kann heute nur auf einen Teil ihrer etatsmäßigen Spieler zurückgreifen. Umso höher ist der Erfolg zu werten. Wenn die Elf ihr Augenmerk nunmehr darauf richtet, alle verfügbaren Kräfte mo* bil zu machen, wird sie wohl in der Lage fein, sich bei den kommenden Spielen, bei denen es um sehr viel geht, durchzusetzen. Die heimischen Handballer, die sie nunmehr vertritt, vertrauen auf ihr Können und erwarten, daß sie durch Hochelheim würdig ver- treten werben.

Iugendspiele.

Mtv. Gießen Spg. Großen-Buseck 1:4 (0:2) 1900 Gießen To. Heuchelheim kpfl. f. G.

Der Mtv. mar unvollständig und konnte deshaK zu keinem besseren Ergebnis kommen. Ueberdies mar Großen-Buseck auch diesmal wieder recht or­dentlich, so daß der Sieg verdient ist.

Heuchelheim hatte nur 8 Spieler zur Stelle. Es verzichtete deshalb auf die Austragung eines Pflicht- fpieles, einigte sich vielmehr auf ein Freundschafts­treffen, das die Platzbesitzer gewannen.

öiger den Ball zum Torwächter zurück, der ihn zwischen den Beinen hindurch ins Tor rutschen ließ. Das gab den Blau--Weißen wohl etwas Auf- trieb, doch selbst einige gut gemeinte Schüsse konn­ten die Ueberlegenheit der Marburger nicht ver­decken. Hatte Kraft I. im Tor nicht solch glänzende Paraden gezeigt, bann wäre es außer dem zweiten Tor, das Förnbacher durch einen unhaltbaren ©djuB erzielte, vielleicht hier schon zu weiteren Er­folgen gekommen. Nach dem Wechsel ging bas Spielgeschehen einige Zeit an die Blau-Weißen über. Hierbei machte man jedoch den Fehler, die Deckung zu vemachläftigen. Besonders den als Rechtsaußen eingesetzten Jugendlichen ließ man völ­lig ungedeckt. Wie falsch dies war, zeigten die beiden von ihm in der 60. und 70. Minute erzielten Tre - ,er. Durch den Halblinken kamen die 1900er in der 75. Minute auf 4:2. Ein überflüssiger Elfmeter er­brachte aber den Stand wieder von 5:3 für Mar­burg. Eine Umstellung bei den Blau-Weißen, Jäger ging als Mittelläufer und Greven in den Sturm, brachte eine merkliche Wendung. Erfolge stellten sich aber nicht ein. Erst in der 85. Minute konnte Schellhaas den mehrmals abgeprallten Ball im Nachschuß über die Linie bringen. Wenig päter

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Oer Freiwilligen Feuerwehr £id>.

<5 2 lch, 17. Febr. Am Samstagabend hielt die Freiwillige Feuerwehr in Anwesenheit des Kreis­feuerwehrführers Bouffier, feines Stellvertreters Oberzugführer Schelm (Lollar) und Bürgermei­sters G e i l ihren diesjährigen Hauptappell im Hotel "Zum Löwen" ab. Nach einleitenden Bearüßungs« werten des Führers der Wehr, Oberzugführer Hch. Erb, erstattete der Geschäftsführer der Wehr, Haupttruppführer Hch. Zimmer, den Jahresbe­richt von 1940, aus dem folgendes heroorgehoden sei. Zweimal mußte die Wehr bei kleineren Brän­den eingreifen, ferner bei Notstandsarbeiten anläß­lich des Eisganges auf Weidgraben unb Wetter so­wie bei einer Hochwasserbekämpfung. Die Bezirks­motorspritze wurde zu Brand- und Hochwasserbe­kämpfung viermal eingesetzt. Ferner waren dem Be­richt noch Angaben über den Mannschaftsbestand, Neuanschaffungen, Einführung der neuen Dienst­gradbezeichnungen und Teilnahme an Schulungs- Lehrgängen in der Landesfeuerwehrschule in Mainz zu entnehmen. Anschließend sprach Kreisfeuerwehr­führer Bouffier über die neuesten Erfahrungen auf dem Gebiete der Brandbekämpfung sowie über die Möglichkeit einer abwechslungsreichen Dienst­gestaltung unter besonderem Hinweis auf die durch Den Krieg bedingten Verhältnisse unb die damit ver­bundene erhöhte Einsatzbereitschaft jedes einzelnen. Nach der Bekanntgabe des Uebungsplanes für 1941 folgte ein aufschlußreicher Vortrag von Haupttrupp­führer Hch. Zimmer über das ,',Wesen des Feuers und seine Bekämpfung", worin der Referent beson- ders auf die Bekämpfung von Stichflammen und Entstehungsbränden in Innenräumen einging. Nach­dem Geschäftsführer Hch. Zimmer noch das er­freuliche Ergebnis der Spende zumTag der Deut­schen Polizei", das sich allein innerhalb der Wehr auf 166,70 RM. beläuft, bekanntgegeben hatte, wurde der Appell in der üblichen Weife geschlossen.

Landkreis Glesien.

$ Steinbach, 15. Febr. Heute feierte der Ge- meinderechner im Ruhestand Jakob Nicolaus seinen 8 4. Geburtstag. Leider ist der Gesund­heitszustand des alten Herrn nicht gut. Nachträglich unsere Glückwünsche.

ex) Langsdorf, 17. Febr. In unserer Ge» meinbe ereignete sich ein seltenes Todesgeschick: Zwei alte Eheleute starben an einem Tage. Der Landwirt Wilhelm Roth I. starb am vorigen

Um im Bereichsmannschaftskampf am 9. März In Götzen den sehr kampfstarken Bereichen Mitte, Mit­telrhein und Südwest eine möglichst ebenbürtige Mannschaft entgegenstellen zu können, unterzieht her -ö e re i d> Hessen die zur Zeit verfügbaren Tur­ner seiner Spitzenklasse nochmals einer gründlichen Schulung. Sie begann am Sonntag und wird an Öen Vormittagen der beiden nächsten Sonntage in der Halle des To. 1846 Gießen fortgesetzt.

^istungsschulung am Sonntag nahmen

ging ein wunderbarer Schuß von Luther an die Latte, und der Nachschuß landete ebenfalls dort. Bei einem neuerlichen aussichtsreichen Angriff ging das Leder knapp neben den Pfosten. Als Luther von Jäger jedoch in freien Raum gelegt bekam, war der Torwächter gegen den Schuß machtlos. Die letzten Anstrengungen reichten jetzt nicht mehr aus, um gegen die zahlreich verteidigenden Platz­besitzer noch den Ausgleich zu erzielen.

Marburg hatte eine gleichmäßig besetzte Elf zur Stelle, in der Förnbacher und Scherer etwas über­ragten. 1900 spielte in der Aufstellung Kraft I.; Jager, Schneider; Torstens, Greven, Weniger; Schellhaas, Sittner, Jürgens, Luther, Koch.

Tv. Hochelheim Gtaffelsieger der Handball-Bereichsllaffe.

Lange Zeit lagen die Dinge so, daß niemand hätte Voraussagen können, wer Staffelsieger würde. Zu stark waren die Mannschaften und zu verteilt die Kräfte. Noch das letzte Spiel konnte mit einer Ueber­raschung enden und alle Kombinationen über den Haufen werfen. Trotzdem hat es geklappt. Wenn auch der Kampf gegen Katzenfurt, der am Sonntag ausgetragen wurde, bis kurz vor Schluß vollkom­men offen war, so ließen sich die Hochelheimer trotz- dem nicht erschüttern. Sie wußten, worum es ging, und sie ließen deshalb in ihrem Einsatz auch zu keinem Zeitpunkt nach. Mit 5:2 (1:1) würbe Katzen­furt noch in den letzten Minuten niedergerungen, nachdem es lange Zeit geführt hatte.

In beide Mannschaften hatte man zahlreichen Er­satz einstellen müssen, so bah bie Leistungen mancher­lei zu wünschen übrig ließen. Dazu kam noch ber schlechte Platz, der an sich schon die bestgemeinten

Finnlands Skiläufer gewannen am Montag bei der Internationalen Wintersport-Woche In Garmisch- Partenkirchen den 4X10.Kilometer-Staffellauf in 2:17,55 Stunden vor Schweden I, Schweden II unb Deutschland I. Insgesamt standen 12 Mannscha ten tm Wettbewerb, und zwar drei deutsche, drei fin­nische, zwei schwedische, zwei jugoslawische, eine ta- ltentsche und eine slowakische.

Der erste Teil ber 5. Internationalen Winterspott­woche in Garmisch-Partenkirchen wurde am Montag abgeschlossen. Am Dienstag ist Ruhetag. Am Mitt­woch beginnt das Eishockey-Länderturnier mit den Begegnungen Schweiz Jugoslawien; Schweden