Abgekürzte" Wege.
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ulle Propaganda zu machen.
Zm Rahmen der deutsch-rumänischen Zusammen-
<nieit auf landwirtschaftlichem Gebiet traf unter fltFimnn ,hoG im ntmnntfrkon
F hrung des Staatssekretärs im rumänischen Acker- bc «Ministerium Aurelian Pana eine rumänische
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(Nachdruck verboten.)
A Fortsetzung.
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Ge« rürz- lau« sters ’rtaj leh- 1933
Die syrische Regierung ist zurückgetreten. General Liroux, der Vertreter de Gaulles in Syrien, be- Mtragte Dajeldinhessni .mit der Bildung einer r.uen Regierung. Dajeldinhessni war bereits h:ü=
Rücksichtsloses Drängeln durch eine wartende Menschenmenge bringt meistens nichts weiter ein, als empörte Blicke und Bemerkunaen, das Betreten von Rasenflächen oder das Befahren .... Fußwegen zwecks Abkürzung unseres Weges kostet (wenn man dabei erwischt wird) schon bares Geld,
lodwirtschaftliche Delegation in Berlin ein. Die A Ordnung begibt sich unter Führung von Ministe- riLdirektor Dr. Moritz in die Landesbauernschaft Dnunern, um dort Kurtoffelsaatgutwirtschaften zu wichtigen.
Der Generalinspektor für Wasser und Energie, R- chsminister Dr. Todt, hat norwegische Ingenieure 6t: Elektrizitätswirtschaft zu einem Besuch nach Ditschlcmd eingeladen, um die deutschen (Energie» anagen der Elektrizitätsversorgung kennenzulernen.
Verdunkelungszeil
17. September von 19.32 bis 6.57 Uhr.
Der Gesandte bei der Botschaft Japans in den ^reinigten Stauten, Wakasugi, der kürzlich
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Einen Augenblick lang war Hellwang versucht, sich niederzubeugen und aus einem spontanen Dan- kesgefühl heraus ihre Hand zu küssen. Es machte ihn geradezu betroffen, daß er erst so spät erkannte, was er für ein Glück gehübt hatte, und daß es ein guter Engel gewesen war, der ihm Fräulein Zögling ins Haus geführt hatte. Sie war nicht nur tüchtig; diese Eigenschaft hätte er natürlich längst bemerkt und in den häufigest Briefen an seine Mutter gewürdigt, aber daß unter diesem scheinvar so kühlen äußeren Wesen sich so viel Herz und echte Warme verbarg, sah er wirklich erst in diesem Augenblick. . p
„Ach, Herr Doktor, wenn es nur das wäre, daß Kathi ihren Gefühlen gegen mich freien Lauf läßt, das wäre noch zu ertragen. Was mich aber so tief kränkt und meine Stellung im Hause untergräbt, ist, daß Kathi die Kinder gegen mich einzunehmen versucht..."
„Was?! Intrigen ...?!"
Fräulein Zögling nickte schwer. Es war ihr anzusehen, wie ungern sie über diese Geschichten sprach. „Ja, ich vermutete es schon lange, aber es widerstrebte mir, diesen Dingen nachzuspüren und die Kinder etwa auszuhorchen. Heute nun kam Britta, die besonders an mir hängt, von selbst zu mir. Ach, bie armen Kinder leben ja in einem Zwiespalt, dem ihre kleinen Herzen auf die Dauer nicht gewachsen sind." Fräulein Zögling führte das Tüchelchen wieder an die Augen. Hellwang selber war ja von diesen Enthüllungen aufs tiefste erschüttert. Das war ja eirte Hölle, in der seine Kinder neben ihm gelebt hatten!
„Und nun hielt ich den Zeitpunkt doch für gekommen, um mit Kathi einmal ein ernstes Wort iU sprechen. Leider völlig erfolglos. Ich hatte ja auch nicht gerade allzuviel Einsicht und Verständnis bei ihr erwartet — aber was ich dann zu. hören bekam, was ich mir heute bieten lassen mußte.. ." Sie brach mitten im Satz ab; es schienen fürchterliche Dinge gewesen zu sein, Dinge, die sich einfach nicht wiederholen ließen.
Hellwang wanderte in dem kleinen Raum umher. Er rückte ein Bild gerade und starrte eine Zeitlang
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Reichsmarschall Göring hat im Namen des Führers zehn Offizieren und neun Unteroffizieren eines itclienifchen Fliegerkorps das Eiserne Kreuz II Klasse verliehen. Die Flieger hatten mit ihren I-Mugzeugen deutsche Bombergeschwader im jittelmeer wirksam geschützt.
Reichsverweser Nicolaus von Horthy richtete nach Uiberfdjreiten der deutsch-ungarischen Grenze ein Dinttelegramm an den Führer.
Auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz führ- ze£.2 Kl xx* 9 £
tci deutsche Kampfflugzeuge Angriffe auf Last- «l|U$ VfcV (uiüvf VhChCM kiaftwagenkolonnen bei Tobruk und Giarabub er- sl.greich durch. In der Nacht zum 16. 9. griffen Dmpfflugzeuge einen Flugplatz bei Kairo an, wo- b(i Flugzeughallen und ein Munitionslager getrof- !d wurden. Es entftano ein Brand mit starken E;plofionen.
Mit der sogenannten „Abkürzung" von Wegen hat es meist recht eigene Bewandtnis. Der an sich sehr begreifliche Wunsch nach Weg- und Zeitersparnis ist nämlich in den meisten Fällen nur durch ein Hinwegsetzen über irgendwelche Regeln, Vorschriften und Gesetze zu erfüllen, und die Folgen einer solchen Handlungsweise lassen oftmals das erstrebte Ziel gar nicht oder nur mit arger Verspätung erreichen. '
Au« aller Welt.
Fünf Hoch- und Landesverräter hingerichtet.
Der am 11. Juni vom Volksgericht wegen Vor- bei’itung zum Hochverrat zum Tode verurteilte 4) Jahre alte Eduard Jaroslavsky aus Wien sone die wegen Landesverrats zum Tode verur- t:i en Gregor Haertel aus Tirfchtiegel, 49 Jahre Olt Vinzenz Poida aus Breslau, 59 Jahre alt un Emanuel Schaffartzik aus Sperlingsdorf, 41 Fahre alt, sind hingerichtet worden. Jaroslavsky, bei sich schon jahrelang staatsfeindlich beschäftigt h versuchte als Hochverräter im Kriege die Wider« s dskraft des deutschen Volkes zu zersetzen. Haer- f! Poida und Schaffarczik haben aus Gewinnsucht ir einen fremden Nachrichtendienst spioniert. Fer- « ist der durch Urteil des Volksgerichtshofes wegen diieren Verrates militärischer Geheimnisse zum 'y.e verurteilte 54jährige Boleslaus Dawid aus i.omierz hingerichtet worden. Dawid hat aus «rinnsucht im Auftrage einer fremden Macht pionage gegen Deutschland getrieben.
Zuchthaus für 'kriegswirtschaftsverbrecher.
2as Sondergericht in Kassel hatte sich mit dem IN in Rotenburg a. F. geborenen Heinrich Bärnp- sir zu beschäftigen, der sich gegen die Kriegswirt- Mfisverordr-ugen vergangen und sich der Amts» Mrrschlagung und Untreue schuldig gemacht hatte. 31: ihm saß der 44jährige aus Lichenrod stam- Mde Wilhelm Henning auf der Anklagebank. Tupfer war seit 1938 bei der Reichsbahn in Fulda fe wo er, nachdem ihm die Verwaltung der Reibstoffe übertragen worden war, die Be- »intschast mit Henning machte. Beide wurden sich biiber einig, größere Mengen von Treibstoffen t Derfd>ieben, wobei Henning die Abnehmer aus- f ilig machte, während Dämpfer für den ungeftör- ii Abtransport des unterschlagenen Gutes sorgte, k handelt sich um mehrere tausend Liter, die die In.etlagten veräußerten, wobei sie 2082 RM. er» Lien. Das Sondergericht verhängte gegen jeden Dii i Jahre Zuchthaus.
aber ein aus dem Wunsch nach Weg- und Zeitersparnis begangener Verstoß gegen Verkehrs- und Unfalloerhütungsoorschriften muß leider nur allzu oft mit Opfern an Blut und Leden bezahlt werden.
Auf unserem täglichen Arbeitsweg tritt immer wieder die Versuchung an uns heran, geradezu lächerlich geringe Vorteile mit schwerster Gefährdung unseres Lebens zu erkaufen. Abfahrende Züge, Straßenbahnen und Autobusse scheinen manche Menschen mit wahrhaft magischer Gewalt zum lebensgefährlichen Aufspringen zu zwingen. Bereits geschlossene Bahnstrecken lassen sich nur allzu leicht nochmals anheben, wenn ein Leichtsinniger mit dem heranbrausenden Zug einen Wettlauf ums Leben auszutragen wünscht. Auch das (Entlang- gehen auf Bahndämmen ist ein Spiel mit dem Tode, auf das sich verantwortungsbewußte Volksgenossen niemals einlassen sollten. Das schräge Überschreiten von Fahrdämmen muß der Fußgänger mit gleicher Entschiedenheit vermeiden wie der Radfahrer oder Autolenker das „Schneiden" von Kurven, denn auch hier steht einem Einsatz von Leben und Gesundheit im günstigsten Falle ein Gewinn von Sekunden gegenüber.
Weit stärker und häufiger noch als auf dem Wege zur Arbeit können wir innerhalb unseres eigentlichen Tagewerkes verlockt werden, allerlei gefährliche Versuche zum „Abkürzen" von Wegen und zum „Sparen" von Zeit zu unternehmen. Es ist gewiß beschämend, wenn solche halsbrecherischen Kunststücke wie das Durchkriechen unter einer laufenden Transmissionswelle aus offenbarer Trägheit unternommen werden, aber an den traurigen Folgen einer mißglückten Wegabkürzung wird auch bann nichts geändert, wenn sie aus brennendem Arbeitseifer heraus versucht wurde.
Der einzige Schutz gegen solche plötzlich auftretenden Versuchungen ist die Selbstzucht des einzelnen Volksgenossen.
HHemehiW M Stoff öotth Sreiiöe
TNontag, den 22. September 1941, 19.15 Uhr, im Stadttheater Gießen:
1. Vorstellung im 16er Ring: Prinz von Homburg, Schauspiel von Kleist.
Eintritt: 2,55, 2,05, 1,55, 1,05 und 0,85 RM.
Donnerstag, den 25. September 1941, 19.30 Uhr, im Stadttheater Gießen:
Vortrag: General der Flieger Quade über
Luftwaffe und Heer im bisherigen Kriegsverlauf. Eintritt: 2, 1,50, 1,20, 0,80 und 0,60 RM.
Samstag, den 27. September 1941, 19.15 Uhr, im Stadttheater Gießen:
1. Vorstellung im 8er Ring: Prinz von Homburg, Schauspiel von Kleist.
Eintritt: 2,55, 2,05, 1,55, 1,05 und 0,85 RM.
Karten im Vorverkauf in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude", Gießen, Seltersweg 60, Tel.-Nr. 2141. 3860V
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Lrfinderberalung durch die DAF.
Am 22.9. findet die Sprechstunde zur Erfinderberatung in Gießen, Haus der DAF., Schanzen- straße 18, I. Stock, Zimmer 15b, jeweils von 10 bis 12 Uhr vormittags, statt.
i hr syrischer Ministerpräsident. (Er lebte bis vor »nigen Monaten in Vichy, kehrte dann aber in Levante zurück und begann dort sofort für de
| „Über weshalb haben Sie mir das nicht längst 3<rgt?" rief Hellwang vorwurfsvoll.
|.£d) habe immer noch auf eine Aenderung ge» M, aber sie ist nie eingetreten."
„Üch verstehe das nicht", sagte Hellwang hilflos, ,r)ir haben Sie eine Erklärung dafür?"
F'äulein Zögling fuhr sich mit der Zungenspitze iki die spröden, trockenen Lippen, sie blickte m frei Schoß nieder: „Ich -glaube, es ist nichts als Me^ucht..."
„Sitte?" stieß Hellwang überrascht und halb ver- hervor. „, .. , .
Eifersucht auf die Kinder", beeilte sich Fraulem ftning zu erklären, um peinlichen Mißverständ- ti n die Spitze abzubrechen. „Sie verzeiht es mir -'' ich nicht, daß die Kinder mich gern haben und JJ» rir immer mehr anschließen, was natürlich zur vlce hat, daß sie nicht mehr so, wie sie es wayr- dttlich früher taten, mit ihren kleinen Sorgen
Nöten an Kathi wenden. Ich vermeide natur- U ides, um die Kinder Kathi zu entfremben, aoer $ hnn es doch nicht mit Gewalt verhindern, daß
Kinder eben zu mir kommen." Fräulein Zog- W sah Hellwang ratlos und so rührend ungluck- M an, daß fein ritterliches Herz sich von neuem Rei dieses Ungeheuer Kathi empörte.
erlassen Sie sich darauf", versicherte er „Die heute etwas von mir zu hören, was sie sich p>t hinter den Spiegel stecken wird! Ich bin nur p, daß mir einmal in aller Offenheit Über die:e ? gesprochen haben. Sie müssen entschuldigen, x ich so ahnungslos war. Da lebt man nun rote wl und taub dahin ..
h iiiäulein Zögling lächelte zart: „Oh, ich bin fast 'ft; darauf, daß es mir gelungen ist, diese haß- 1 Dinge vor Ihnen so lange verborgen zu hal-
js Washington nach Tokio gereist war und hier mt der Regierung Besprechungen abhielt, ist wie- btr nach Washington abgereift Nach seiner Abfahrt wrbe der japanische Außenminister Toyoda vom Dnno zum Vortrag über die außenpolitische Lage eirpfongen.
Theater der Universitätsstadt Gießen.
Wolfgang Amadeus Mozart: „Die Zauberflöte".
Wenn auch im Opernwerk Mozarts die italienischen Texte vorherrschen, so war doch sein Streben stets auf die Schaffung einer deutschen Nationaloper gerichtet. Um als dramatischer Musiker zur Geltung zu kommen, mußte er sich eben dem Zeitenbrauch fügen; aber nie verhehlte er seine innerste Einstellung: „Ich halte es mit der deutschen Oper. Wenn es mir schon mehr Mühe kostet, so,ist es mir doch lieber. — Jede Nation hat ihre Oper — warum sollen wir Deutsche sie nicht haben?" War das Singspiel „Die Entführung aus dem Serail" der erste Schritt auf dem dornenvollen Wege, so erstand mit der „Zauberflöte" die „deutsche Oper, zugleich das vollendetste Meisterstück derselben, das unmöglich übertroffen, ja dessen Genre nicht einmal mehr erweitert und fortgesetzt werden konnte". (Richard Wagner.) Ebenso sieht Beethoven in ihr das „allergrößte deutsche Opernwerk".
Dieses Werk aus dem Todesjahr Mozarts zeigt ihn in höchster Reife, und im vollendetsten Können macht er alle stilistischen Momente dem Erwecken und Vertiefen der märchenhaften, mysttschen Grundstimmung des Ganzen dienstbar. Ihm ist es gegeben, jeben Charakter, jede Situation mit den zustehenden Mitteln einzufangen; vom volkstümlichsten Ton, ja reift Volksliedhaften, bis zur sttengsten kontra- punktischen Choralfiguration hin werden alle Möglichkeiten der Satzkunst in seine Ausdruckswelt einbezogen. Trotz der unendlichen Vielfalt aber wahrt das Werk bewunderungswürdige Einheitlichkeit durch sicheren künstlerischen Takt im Einsatz der Mittel, verklärt durch den unerschöpflichen Schaffensgenius.
Der scharf gegliederte Personenkreis bindet sich eng mit den ihm gemäßen Ausdruckswerten. Die „sternflammende Königin" wird als Standesperson in die angemessene Distanz zum Hörer versetzt. So könnte man sie als einen Absenker im Sinne der italienischen Opera seria an seh en, wenn man den koloratproerbrämten Gesangspart so deuten will; mit gleichem Recht aber lassen sich gerade diese Koloraturen als Entladung höchsten Affektes deuten. — Eine andere Sphäre wird durch Sarastro wach mit seinen abgeklärten feierlichen Tönen. Der Lebenskreis Papagenos wird in feinem primitiven. Fühlen mit schlichter Einfachheit und Naturhastigkeit lebensnah erfaßt; voll Humor und doch mit innerer Wärme. Das Liedhafte steht hier im Vordergrund, und wo Pamina in feine Umwelt ein- tritt, gleicht Mozart ihre Ausdrucksweife der Papagenos an. Da, wo menschlich stärkstes Empfinden die Personen durchblutet, bei dem Prinzenpaar Pamina — Tamino, da werden herzliche Töne tiefsten Einfühlens und Miterlebens wach. Hier stößt Mozart über die traditionelle Arie hinaus zu freier musikalischer Gestaltung, in musikalisch-dramatischem Sinne auf Neuland mit stärkster Zukunftsträchtigkeit vor; an einigen Stellen schon auf den deklamatorischen Gesangsstil im Sinne des kommenden Musikdramas vorausweisend.
Dazu tritt eine unendliche Erweiterung der instrumentalen Ausdrucksmittel zu schärfster Charakterisierung und Erweckung stimmungtragender Ge
fühlswerte bei äußerster Durchsichtigkeit des Klanges und sparsamstem, dafür aber um so treffenderem Gebrauch der Mittel. Nicht die düsteren Grundtöne bevorzugt Mozart, sondern er läßt das Ganze in seiner idealisierenden Schaffensart aus der Sphäre des Lichten heraus erstehen.
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Das wurde auch der Spielleitung von Max Schwarze zum N-otto mit der lichtdurchfluteten Tendenz zu den Finales hin, die das Werk in allen feinen, zum Teil stark kontrastierenden Einzelzügen herausstellte in organischer Mischung von leichter Komödie bis zum tiefsinnigen Symbol. Bewegung und Gebärde der Einzelpersonen bzw. der Gruppen waren demgemäß durchgebildet und durchmodelliert. Starken Anhalt aaben Karl Löfflers Bühnenbilder, märchenhaft abgestimmt in farbenprächtigem Wechsel des alles belebenden Lichtes (Remigius Konen). Damit war der musikalischen Leitung (Otto SöUner) reiche Auswirkungsbasis gesichert. Mit feinem Eingehen und individualisierender Ausprägung ließ er die Vielfalt lebendig werden, dynamisch getönt, durchsichtig und klar in der Zeichnung fein geschwungener Linien. Dem vereinten sich die überaus klangvollen Chöre (Oswald E n - t e r I e i n).
Mit leuchtender Kontur der Koloratur, fein gegliedert, leicht ansprechend bis zur äußersten Hol>e erfüllte Liesel Schroter-Beckers die „Königin der Nacht" mit Innerlichkeit, besonders aber in der affektgeladenen, zorntragenden zweiten Arie. Gabriele Pos sinke als Pamina sang mit weichem Einfühlen und nachgiebigem Stimmklang bei besonderer Pianowirkung der Hohe in ihrer Arie. Dem Sarastro war Berhard Schmitz würdig hoheitsvoller Vertreter mit menschlicher Wärme, voll im Ton und ausgeglichen in der Führung des Gesanglichen. (Einen lyrisch schwellenden, aber ebenso modulationsfähigen Tenor ließ Walter E c s y als Tamino voll innerem Mitgehen erleben. Den Pa- pageno gab Ludwig Drusche 1 behende und lebendig, schlicht naiv ohne jede Uebertreibung, ein echtes Naturkind, ebenso beschwingt im Gesanglichen wie in der körperlichen Bewegung mit Leichtigkeit der Tongabe und ausgeprägtem musikalischem Akzent. Die Papagena von Valeska Lange war im Spiel leicht und prickelnd, im Duett hatte man seine Freude an der Klarheit und Schönheit ihrer Stimme. Sehr schön ausgetönt waren die Sätze der drei Damen ebenso wie die der drei Knaben: Jossa A b b t — Cilly Mauer — Gertrud Meine! — Ines Rassl — Nina Manzoni — Milenka Sfiligoj. Die beiden Geharnischten (Josef Sattler, Heins Roux) waren verheißungsvoll mit stimmlichem Klange.
Die Aufführung in ihrer Gesamtheit bewies ein hohes Maß von Abrundung und Ausgeschliffenheit. Die Meisterung aller auftretenöen Probleme berechtigt zu gespannter Erwartung für das Kommende. Das gut besetzte Haus folgte von der Ouvertüre an innerlich angeregt und dankte mit reichem, herzlichem Beifall. Dr. Hermann Hering.
Dornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
Stadtkheater: 19 Uhr „Zigeunerliebe". — Gloria- Palast, Seltersweg: „Die Rothschilds". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Grüß mir die Lore noch einmal".
Oie natürliche Begabung wird gefördert
Die Qualitätsarbeit der deutschen Wirtschaft erwächst immer erneut aus den Fähigkeiten und Fertigkeiten aller schaffenden Volksgenossen. In den lebensnahen und praktischen Abendlehrgemei.nschasten des Berufserziehungswerkes der Deutschen 'Arbeitsfront wird jede natürliche Begabung, mag sie noch so klein sein, beruflich geschult und auf der Höhe gehalten. Auf der Grundlage einer sachkundigen Be- ratuna der Berufslciufbahn hat hier ieder Teilnehmer Gelegenheit, sein berufliches Können weitgehend zu vervollkommnen. Beratung und Anmeldungen für die fördernden Berufserziehungsveranstaltungen und Nachschulungsmaßnahmen werden bei der Ortswaltung der Deutschen Arbeitsftont entgegengenommen.
Mutterpflichten haben den Vorrang.
Personen, deren Heranziehung zur Luftschutzdienstpflicht mit ihren Berufspflichten gegenüber der Volksgemeinschaft nicht vereinbar, ist, sind von der
Mitwirkung im Luftschutz grundsätzlich befreit. In diesem Zusammenhang wird vom Reichsluftschutz- bund in der „Sirene" daraus hingewiesen, daß als Berufspflicht in diesem Sinne auch die Arbeit der Hausfrau in kinderreichen Fami»
Es sind Forscher von Ruf, ernste .Männer der Wissenschaft, Pioniere des Fortschritts. Wenn sie ein Heilmittel zur Verwendung freigeben, dann hat es erfolgreich die schwierigsten Prüfun- gen überstanden. Dafür bürgt t3AYEFq das • Kreuz.
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auf die Birken und das violette Heidekraut, die darauf dargeftellt waren. „Und was machen wir nun mit diesem unglückseligen Weibsbild, dieser Kathi?" fragte er schließlich und liefe die Arme sinken. Unglückselig — zufällig hatte er da mit einer Redensart doch irgendwo den Kern der Sache getroffen. Denn abgesehen von Kothis unentschuldbarem Benehmen Fräulein Zögling gegenüber mußte man ihr bei der ganzen Geschichte doch, wenn man sie menschlich betrachtete, mildernde Umstände zubilligen. Er sprach das auch aus. Fräulein Zögling hüstelte spröde. Gewiß, Kathis Anhäng- lichreit an die Kinder durfte man vielleicht als Milderungsgrund gelten lassen. Es kam ein wenig gedehnt heraus, jedoch Hellwang schien den Vorbehalt nicht zu bemerken.
„Sehen Sie, mein liebes Fräulein Zögling", sagte , er erfreut und erleichtert, daß sie ihn so gut ver i stand, „und deshalb denke ich, wir wollen nicht \ gleich mit dem schwersten Geschütz auffahren. Lassen; Sie mich Kathi einmal ordentlich ins Gewissen re- j den, und erst, wenn das nichts helfen sollte, dann | freilich..." er schloß mit einer Bewegung, die seine Absicht, in diesem Falle reinen Tisch zu machen, deutlich zum Ausdruck brachte. Fräulein Zögling schien zu diesem letzten Versuch zwar wenig Zutrauen zu haben, aber bann war es, als gäbe sie ihrem Herzen einen Stoß.
„Nun gut, Herr Doktor, an mir soll es nicht liegen. Ich fürchte jedoch nur, daß Kathi versuchen wird, alles abzustreiten und die Schuld an diesen unerguicflicjÄtoingen mir in die Schuhe zu schieben, wie ^^WUchon heute vormittag tat. Es ist sehr schwt^^^W)r zu reden."
,,£) ein, „auf lange Auseinander
setzungen mMRcy mich gar nicht erst ein. Was ich Kathi zu sagen habe, ist mit ein paar Sätzen erledigt — was sage ich? mit zwei Worten: Entweder — oder! — Kathi kennt mich sehr genau und weiß, daß ich lange ruhig zuschauen kann, aber daß ich kein Freund von halben Lösungen bin, wenn meine Geduld einmal erschöpft ist. Und meine Geduld ist jetzt erschöpft — aber schon gründlich!"
Fräulein Zögling erhob sich. Sie schwankte em
wenig und tastete nach der Sesiellehne, wie um sich zu stützen. Ach, das arme Geschöpf, sie sah wirklich ganz zerbrochen und mitgenommen aus.
„Ich muß mich noch einmal entschuldigen, Herr Doktor, daß ich Ihnen diese Ungelegenheiten bereitet habe."
„Kein Wort weiter, liebes Fräulein Zögling!" unterbrach er sie herzlich und nahm chre Hand und hielt sie lange und spürte bei der Berührung ihrer lühlen Haut ein durchaus nicht unangenehmes unfr recht eigentlich sogar wohltuendes Gefühl fteund- schaftlicher Zuneigung, so als sei er nach langer einsamer Wanderung endlich wieder einem Menschen begegnet.
„Nun werde ich die Sünderin also ins Gebet nehmen. Vielleicht erleben wir einen Fehlschlag. Aber Sie verstehen ja, nach allem Dorausgegangenen" — er machte eine kleine Pause, und Fräulein Zögling senkte den Blick und nickte zart — „möchte ich mir den Vorwurf ersparen, Kathi nicht noch eine setzte Gelegenheit gegeben zu haben, ihren Sinn zu ändern und sich in die neuen Verhältnisse im Hause einzufinden."
Er schüttelte ihre Hand, verbeugte sich und ging zur Tür. Sie rührte sich nicht von der Stelle, bis j er das Zimmer verlassen und die Tür hinter sich | geschlossen hatte. Seine Schritte entfernten sich. Ihr Gesicht nahm plötzlich ejnen neuen, gespannt lauschenden Ausdruck an. Sie hörte, wie er nach Kathi rief und ihr befahl, auf sein Zimmer zu kommen, da er mit ihr zu reden habe. Fräulein Zögling warf das feuchte, zerknautschte Tüchelchen wie ein Ding, das seinen Zweck erfüllt hatte und nun nicht mehr benötigt wurde, mit einem kurzen Ruck der linken Hand in den Sessel. Mit ein paar geräuschlosen Schritten war sie an der Tür und beugte sich zum Schlüsselloch hinab. Drüben stand Hellwang im Rahmen der geöffneten Tür feines Arbeitszimmers. Sein Gesicht lag genau im Profil, er klopfte mit der Sohle ungeduldig auf die Schwelle. Dann schob sich Kathis runder Rücken ins Bild, Hell- mang trat zurück, und dann fiel die Tür wie ein weißer Vorhang über die Szene.
(Fortsetzung folgt.)


